Kraftvoll & authentisch leben                                                                                            Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                Seelenpartner & Dualseelen
                             
 

Sensible Seele Blog - Warum Seelenpartner & Dualseelen sich finden - Teil

 

 Seelenpartner als unser Spiegel




Beziehungen sind im großen Wandel. Das bekommen wir immer mehr zu spüren. An allen Ecken und Enden macht sich das bemerkbar. Die Menschen sind nicht mehr zufrieden. Viele haben es satt, Beziehungen zu führen die sie nicht erfüllen. Und die sie nicht bereichern und befriedigen. Das Thema Seelenpartner ist dabei in aller Munde. Weil die große Hoffnung damit verbunden ist, auf den perfekt passenden Menschen zu treffen. Mit dem wir für immer glücklich und zufrieden und in Harmonie vereint sind.


Aber selbst wenn wir unsere echten Seelenpartner wie unsere Zwillingsseele oder gar unsere Dualseele treffen, bedeutet das noch lange nicht, dass von jetzt an nur noch Harmonie und Freude herrscht. Anfangs ist zwar tatsächlich die große Euphorie vorhanden, aber dann holt uns doch die Realität und der ganz normale Alltag wieder ein. Denn trotz allem sind wir Menschen mit tagtäglichen und ganz normalen „menschlichen“ Verpflichtungen.


Und nicht alles was nach Seelenpartnerschaft aussieht, ist tatsächlich eine Seelenbeziehung!


Nur weil wir uns mit einem Menschen gut verstehen, ist dieser Mensch noch lange kein echter Seelenpartner! Auch wenn man sich seelisch sehr verbunden miteinander fühlt. Dazu gehört noch weit mehr.


Denn Tatsache ist und bleibt: Den echten Seelenpartner kann man definitiv NICHT gezielt suchen!


Füreinander bestimmte Seelenpartner finden sich gegenseitig automatisch. Sie werden wie ‚magnetisch’ voneinander angezogen. Und zwar in genau dem Moment, in dem beide mit ihrem seelischen Entwicklungsstand dazu bereit sind. Keine Sekunde vorher. Und es ist hier vollkommen egal, wo auf der Welt sich beide gerade befinden. Oder wie die individuellen Lebensumstände sind. Wenn es denn so sein soll, werden beide Seelenpartner wie „magisch“ zusammengeführt.


Allerdings manifestiert sich oft lange bevor wir tatsächlich real auf unseren Seelenpartner treffen, diese ‚Anwesenheit’ in irgendwelchen Dingen in unserer Umgebung. In diesen Momenten bemerken wir das wahrscheinlich gar nicht. Weil wir gar nicht auf die Idee kommen darauf zu achten. Im Rückblick gesehen fällt es allerdings deutlich auf.

Es kann sein, dass wir von unserem Dual träumen oder sich anderweitige kuriose Dinge im Leben tun, die erst nach der Begegnung mit unserem Seelenpartner einen wirklichen Sinn für uns ergeben.


Natürlich können wir ganz gezielt nach einem Menschen für uns suchen, der perfekt mit uns harmoniert. Dabei handelt es sich aber dann noch lange nicht um einen Seelenpartner.

Und schon gar nicht um unseren vorherbestimmten echten Seelenpartner – unsere Dualseele.


Selbstverständlich ist JEDER Partner den wir haben, in gewisser Weise der Spiegel unserer Seele. Jeder Partner mit dem wir eine Beziehung oder Partnerschaft führen spiegelt uns.  


In jedem Partner sehen wir uns selbst und unseren derzeitigen seelischen Entwicklungsstand.


Vielen Menschen ist diese Tatsache überhaupt nicht bewusst. Es ist aber Fakt. Denn – wenn man sich einmal bewusst mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzt, wird man schnell feststellen, dass man immer genau den Menschen an seiner Seite bzw. in seinem Leben hatte, der gerade dem aktuellen seelischen Entwicklungsstand entsprochen hat. Und den man gerade für seine Weiterentwicklung gebraucht hat.


Auch wenn diese Beziehungen oder Partnerschaften vielleicht mit sehr viel Leid, Dramen, gravierenden seelischen Verletzungen und Enttäuschungen verbunden waren. Oder wenn die Beziehung oder Partnerschaft in einen regelrechten Nervenkrieg gemündet hat. Diese Menschen waren nur der Spiegel unserer Seele. Diese Menschen haben uns gezeigt wo unsere seelischen Defizite liegen. Sie machen uns dadurch auch auf falsche oder unpassende Verhaltens- und Beziehungsmuster aufmerksam. Die wir so in unserem Leben eigentlich nicht brauchen. Diese Muster wiederholen sich aber genauso lange immer wieder, bis uns das bewusst wird. Und wir daraus gelernt haben. Und unser Verhalten dadurch ändern.

Genauso lange werden wir immer und immer wieder dieselbe Art von Partner bzw. Partnerinnen für uns anziehen. Es ist das was wir ausstrahlen. Das Gesetz der Resonanz. Denn genau das was wir aussenden, kommt in Form von bestimmten Partnern und Partnerinnen wieder zu uns zurück.


Was hat das aber nun mit Seelenpartnerschaft zu tun?


Echte Seelenpartner sind dazu bestimmt, sich gegenseitig bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. In einer wirklichen und echten Seelen-Beziehung und Partnerschaft lässt automatisch ein Partner dem anderen genau die Zeit und genau den Raum, den er für seine Weiterentwicklung braucht. Sie sind sich wie selbstverständlich – weil vorherbestimmt - dabei behilflich zu sich selbst zu finden. Echte Seelenpartner werden niemals versuchen sich gegenseitig zu ändern. Oder an der Selbstverwirklichung zu hindern. Wenn man seine Dualseele ‚gefunden’ hat, spürt man plötzlich überdeutlich, wie man regelrechte Quantensprünge in seiner Weiterentwicklung macht. Man rast die Straße seines Lebens entlang und holt sich selber wieder ein. Wo man über lange Zeit weit hinter sich  zurücklag und hinter sich selbst hergehechelt ist. Und nicht wusste, wie man jemals wieder aufholen soll. Mit unserer Dualseele  kommen wir endlich bei uns selber an. Denn er gibt uns diese Kraft dazu. Er ist der Fels in der Brandung der uns Halt gibt. Der uns auffängt, wenn es notwendig ist. Der uns trägt, auch wenn uns das überhaupt nicht bewusst ist. Denn er ist einfach da für uns. Auch wenn er still ist und schweigt. Und nicht auf das reagiert, was von uns kommt. Er nimmt uns einfach an so wie wir sind. Gerade dann. In seinem Schweigen. Manchmal mögen wir dieses ‚nicht-reagieren’ von unserem Dual als Gleichgültigkeit uns gegenüber auffassen. Aber das ist falsch. Denn wir können unserem Seelenpartner nicht gleichgültig sein. Die Liebe ist immer gegenseitig bedingt. Auch wenn unser Dual sich erst einmal dieser Liebe verweigert.     


 

Ich unterscheide vier Arten von Beziehungen und Partnerschaften:    


 

  • Die normale Beziehung & Partnerschaft, die jeder von uns kennt
  • Die ‚giftige’ und zerstörende Beziehung und Partnerschaft - beispielsweise Borderliner oder Narzissten als Partner - aber auch karmisch-destruktive (Seelen-) Partner
  • Die heilende Seelenpartner- und Dualseelen-Beziehung
  • Die erwachte, bewusste und befreite verbindliche (Liebes-) Partnerschaft (im besten Falle mit unserem Seelenpartner oder unserem Dual)

 


Dualseelen sind dazu bestimmt, sich gegenseitig die Seele zu heilen.


Und im besten Fall eine wirkliche und dauerhafte Beziehung und Partnerschaft miteinander einzugehen. Wenn beide ihre Seele heilen konnten und sich aus alten Verstrickungen und Beziehungsmustern gelöst haben.


Wir Menschen brauchen Bezeichnungen, um etwas eigentlich nicht fassbares mit Worten beschreiben zu können. Denn die Dualseele ist ja eigentlich nichts anderes als ein anderer Mensch, der aufgrund seiner erlernten Beziehungsmuster, Verhaltensstrukturen, Charaktereigenschaften und Lebensumstände perfekt zu uns passt. Und uns somit passgenau ergänzt. Wie zwei Puzzleteile die sich ineinanderfügen.


Mit der Zwillingsseele ist es ähnlich. Genau wie mit all den anderen „normalen“ Partnern die wir haben. Alle sind „irgendwie“ passend für uns. Für den jeweiligen Zeitpunkt. Und manchmal nur für einen bestimmten Zeitraum.


Der Mensch braucht Konzepte, um Erklärungen für sich zu finden. Erklärungen für Dinge, die er selber nicht beeinflußen kann. Und mit denen er auf irgendeine Art und Weise fertig werden muss. Und da die Seele an sich nicht wirklich fassbar für uns ist, brauchen wir eben ein Konzept um uns vor uns selber „rechtfertigen“ zu können.


Wir alle sind Menschen mit einem freien Willen. Und wenn der Mensch der zwar unsere Dualseele in sich trägt mit seinem freien Willen uns trotz allem nicht will, liegt das nicht an unserer Dualseele, sondern einzig und alleine am Menschen selbst! Es ist seine freie Entscheidung. Was aber nicht einfach so passiert, sondern deshalb, weil jeder der Seelenpartner zuerst seine alten Wunden heilen muss. Unsere Dualseele wirft uns gnadenlos immer wieder auf uns selbst zurück. Sie weist uns ab, stösst uns von sich, lässt uns abprallen wie Wellen an einem Felsen, weigert sich die eigenen Gefühle zu spüren und auszuleben und lässt uns einfach nicht wirklich nahe an sich heran. Und zwar solange, bis wir aus unseren Fehlern lernen.


Unser Dual hält uns immer wieder automatisch und instinktiv den Spiegel vor. Und wenn wir in diesen Spiegel sehen, sehen wir uns selbst. Wir sehen all unsere seelischen Defizite, Ängste, Enttäuschungen und Verletzungen der Vergangenheit. Blinde Flecke die wir bisher nicht erkannt haben, alte ‚Programmierungen’ aus unserer Kindheit die wir heute nicht mehr brauchen, weil sie uns nur daran hindern wahrlich glücklich zu sein. Durch unser Dual können wir uns endlich heilen. Wir lernen uns selbst zu lieben und IN Liebe zu sein. Wir SIND Liebe. Und wir finden ganz in unsere eigene Mitte.


Wenn wir unseren echten Seelenpartner – unsere Dualseele – gefunden haben, bleibt kein Stein in unserem Gefühls-Leben mehr auf dem anderen. Alles ist komplett anders als bisher. Diese Seelenpartner-Liebe ist mit nichts vergleichbar, was wir vorher für einen anderen Menschen gefühlt haben. Wir fühlen unseren Seelenpartner überall in uns, um uns und in allem was um uns herum ist. Auch wenn er räumlich überhaupt nicht anwesend ist. Er ist eben ein Teil von uns. Und das ist sehr deutlich spürbar. Wenn wir bisher in unserem Leben das Gefühl hatten emotional zu verhungern, fühlen wir uns mit unserer Dualseele plötzlich gesättigt. Weil wir die Liebe selbst sind. Und wir vertrauen einander grenzenlos. So wie wir noch keinem anderen Menschen vertraut haben. Wir fühlen uns endlich angekommen. Nicht nur bei unserem Dual, sondern auch bei uns selbst. Wir sind in uns selbst endlich zu Hause.


Anfangs ist alles schön, wundervoll, traumhaft, magisch, emotional himmelhochjauchzend, tief und intensiv.


Aber sobald die verschiedenen Vorstellungen einer Beziehung bzw. Partnerschaft beider Seelenpartner auf den Tisch kommen, zieht der Kopfmensch sich zurück. Und bleibt auf Sicherheitsabstand. Denn der Herzensmensch möchte eine enge und emotionale Bindung eingehen, der Kopfmensch ist dagegen rationaler.


Weil unser Dual es nicht erträgt, dass wir ihn durchschauen können. Dass er tatsächlich ‚gläsern’ für uns ist. Denn eigentlich wollte er ja keine Gefühle mehr zulassen und in sich spüren. Eigentlich hat er sich der Liebe ja verweigert. Und dann ist er auf sein Dual getroffen und hat bemerkt, dass es da tatsächlich doch einen Menschen gibt, der sein ganzes „Alarmsystem“ – seinen gesamten Selbstschutz den er sich aufgebaut hat – umgangen und den Schlüssel zu seinem Herzen gefunden hat.


Eigentlich liebt unsere Dualseele uns ganz genauso wie wir sie. Sie will es nur nicht wahrhaben. Und zugeben schon gar nicht. Also verweigert sich unser Dual der Liebe.

Unser Seelenpartner will seine Gefühle für uns nicht spüren. Er ist regelrecht ‚verkopft’. Im Gegensatz zu uns Menschen die aus dem Herzen leben.


Bei Dualseelenpartnern gibt es immer den Partner der aus dem Herzen lebt und den Partner der permanent zwischen Kopf und Herz hin und her schaltet. Leider überwiegt der Verstand bei diesen Menschen. Er behält die Macht und die Kontrolle über das Herz und somit über die Gefühle. So schützt unser Seelenpartner sich davor, noch einmal massiv verletzt und enttäuscht zu werden. Denn er hat aufgrund früherer äußerst negativer Erfahrungen eine gewaltige Schutzmauer um seine Gefühle herum errichtet. Und diese Schutzmauer einzureißen und abzutragen ist ganz immens schwer. Denn  unser ‚verkopftes’ Dual blockiert aus Angst. Und wenn Angst die Macht hat, kommt man nicht dagegen an.


Meistens ist der Herzensmensch weiblich und der Kopfmensch männlich. Es geht aber auch andersherum. Es gibt auch weibliche ‚Verweigerer’ und männliche Herzensmenschen und Kämpfer. Allerdings kommt das eher seltener vor.


In Bezug auf das ‚Loslassen’ unseres Dualseelenpartners kommt es immer wieder zu gravierenden Missverständnissen.


Loslassen bedeutet NICHT die Trennung von unserem Dual! Es bedeutet auch nicht, dass wir uns frustiert und enttäuscht von ihm abwenden sollen. Sondern wenn vom loslassen die Rede ist, ist damit gemeint dass wir die Vorstellungen und Erwartungen die wir an unseren Seelenpartner haben loslassen. Dass wir unser Glück nicht in ihm allein suchen. Und ihn nicht zum Mittelpunkt unseres Lebens erkoren haben. Dass wir uns nicht von ihm „abhängig“ machen. Sondern dass wir uns uns selbst zuwenden. Dass wir unser Leben leben und nicht in Wartestellung verbringen. Nicht darauf warten, wann er denn endlich auftaucht und uns von unserem Leiden erlöst. Dass er sich aus seiner ‚Verkopfung’ gelöst hat und sein Herz vollkommen für uns öffnet. Weil er endlich irgendwann dann doch bemerkt hat dass auch Liebe zum Leben dazugehört. Dass es überhaupt nichts bringt, sich aus Angst der Liebe zu verweigern. Wir warten darauf, dass er sich endlich öffnet und uns offenbart. Und wir die lang ersehnten Worte von ihm hören. Nämlich das er uns doch ebenso sehr liebt wie wir ihn und dass er uns genauso will.


Das wird aber erst dann passieren, wenn auch unser Dual sich aus seinen alten Verstrickungen, Verhaltens- und Beziehungmustern gelöst hat. Wenn er all seine Ängste erkannt und aufgearbeitet hat. Wenn er all seine ‚Lernaufgaben’ gelöst hat.


Die Herzensmenschen sind die ersten, die ihre ‚Lernaufgaben’ machen müssen. Die sich aus ihren alten Verstrickungen lösen müssen. Die alte Verhaltensmuster aufbrechen und umlernen müssen.


Unser Dual kann dies erst dann zeitversetzt tun, wenn wir damit angefangen haben. Denn erst wenn wir als Herzensmenschen aktiv in unserem Lernprozess sind, wird unser Dual automatisch in diesen Prozess integriert. Und er fängt ebenfalls an zu lernen.


Erst wenn wir vertrauensvoll ‚loslassen’ können und uns uns selbst zuwenden, kann unser Seelenpartner uns folgen. Denn er wird „passiv“ durch diesen ganzen Lernprozess geführt. Von alleine kann unser Seelenpartner als Kopfmensch nicht anfangen umzudenken. Er muss erst ein Gefühl des Verlustes in sich spüren. Er muss deutlich spüren, wie ein Leben ohne uns sich anfühlt. Nur so kann er mit seinen innersten verdrängten und verweigerten Gefühlen in Kontakt kommen. Und seine Liebe für uns wirklich spüren. Und sich letztendlich seinen eigenen Ängsten stellen. Genau das gehört nämlich ebenfalls zum Lernprozess, durch die beide Seelenpartner gehen müssen. Jeder muss zurück in seine vorgesehene Rolle finden. In seine ureigene natürliche Weiblichkeit und in die ‚wahre’ Männlichkeit. Damit der weibliche Seelenpartner wieder auf „Empfangen“ gestellt ist und der männliche Seelenpartner zurück in seiner Rolle des ‚Eroberers’ kommt. Und natürlich ebenfalls in seinem Herzen angekommen ist. Erst wenn dieser Ausgleich zwischen den beiden Dual-Seelenpartnern stattgefunden hat, wird eine gesunde und ‚neue’ Beziehung und echte Partnerschaft – ein dauerhaftes ‚miteinander’ möglich sein.


Es kann allerdings auch passieren, dass der sich der Liebe verweigernde Seelenpartner in seinen inneren Blockaden steckenbleibt. Oder der andere nicht in seine ureigene Rolle findet und immer wieder um seine Dualseele kämpft. Unser männliches Dual ist derjenige der uns erobern muss. Der um uns kämpfen muss. Das weibliche Dual ist die ‚Empfangende’. Ansonsten kann sich das ganze ‚Seelenpartner-Drama’ schlimmstenfalls über viele Jahre hinziehen. Weil sich dann alles immer wieder wiederholt wie in einer Endlos-Schleife. Das eine bedingt das andere.


Und eines sollte man tunlichst vermeiden.


Wirklich niemals sollte man seine Dualseele bedrängen. Oder zu etwas zu „überreden“ versuchen. Denn das funktioniert nicht. Damit wird man nur das Gegenteil erreichen. Nämlich dass das Dual sich in sich zurückzieht und flüchtet.


Unser Dual flüchtet dann allerdings nicht vor uns, sondern vor seinen eigenen Gefühlen. Und vor unseren eigenen Gefühlen können wir nicht flüchten. Weil wir mit all unseren Gefühlen und Emotionen immer und überall verbunden sind.


Zeit geben, Freiraum lassen, Geduld haben...! Auch wenn es noch so schmerzvoll ist. Wahre Liebe schafft das!


Denn wenn es so vorgesehen ist und es ‚so sein soll’ – dann werden wir auch eine gemeinsame Seelenbeziehung und wirkliche Partnerschaft mit unserem Dual führen.  

Alles was wir dafür tun müssen ist eigentlich nur eins: Vertrauen!


Dem Leben an sich vertrauen, unserem Dual-Seelenpartner vertrauen und natürlich auch uns selbst vertrauen. Dann wird alles gut werden.


Dasselbe gilt natürlich auch für andere Seelenpartner als nur unser Dual. Denn es ist immer noch ein ganz besonderes Privileg auf unseren Dualseelen-Partner zu treffen.

Es gibt Menschen die lernen „nur“ einen ganz normalen Seelenpartner kennen, während andere auf ihre Zwillingsseele oder auch auf ihre Dualseele treffen. Manche treffen im Laufe ihres Lebens sogar auf alle: Auf ‚normale’ Seelenpartner, auf ihre Zwillingsseele und auf ihre Dualseele.


Das ist dann ein unermesslich kostbares Geschenk vom Leben. Und sollte mit aller Achtsamkeit behandelt werden. Denn unser echter Seelenpartner und unsere wahre Dualseele ist uns immer vorherbestimmt!


Was den „Mythos“ Seelenpartner betrifft, sieht man nun sehr deutlich dass auch Seelenpartnerschaft nicht unbedingt bedeutet nur glücklich zusammen zu sein. Denn wir sind halt doch alle Menschen! Mit einem freien Willen, Gefühlen, Emotionen, Ängsten, Gedanken-Chaos, emotionalen Irrungen und Wirrungen, mit angelernten Verhaltens- und Beziehungsmustern, positiven und negativen Erfahrungen die uns geprägt haben...


Obwohl die tiefe Liebe die uns mit unserer Dualseele verbindet, so unbeschreiblich groß ist dass wir keine Worte dafür finden.



Verschlossene Männerherzen



Viel mehr Männer als allgemein angenommen, haben ihr Herz vor der wahren Liebe verschlossen. Oft sind ihre Gefühle regelrecht eingefroren und erstarrt. Zwar verspüren sie permanent eine grenzenlose und tiefe Sehnsucht in sich, die wahrhaftige Liebe wirklich zu erleben, aber sie sind nicht mehr imstande, dies auch tatsächlich zuzulassen. Und sich auf diese intensive Liebe wirklich einzulassen. Irgendwann im Laufe ihres Lebens haben sie massive Enttäuschungen in der Liebe erlitten. Und so die Türe zu ihrem Herzen dicht gemacht.


Wie oft habe ich von Frauen schon den Satz gehört:    


  

  • „Wenn er doch nur sein Herz für mich öffnen würde.“
  • „Wenn er mir doch nur seine Gefühle gestehen und zeigen würde.“
  • „Wenn er sich doch nur zu einhundert Prozent auf mich einlassen und sich zu mir bekennen würde.“  

 


Je sensibler ein Mann ist, desto schwieriger wird es nach einer oder gar mehreren schweren Enttäuschungen, sein Herz der wahren Liebe (wieder) zu öffnen.    


Ganz einfach deshalb, weil das Vertrauen und der Glaube in dieser Hinsicht ganz stark getrübt ist. Diese Männer glauben nicht mehr daran, dass die Liebe wirklich dauerhaft gegeben sein und tatsächlich gelebt werden kann. Dass es sich lohnt, sich auf die wahre Liebe wirklich einzulassen.    


Sie glauben nicht mehr daran, dass sie als Mensch und als Mann tatsächlich liebenswert, begehrenswert und richtig sind, genauso wie sie sind.    


Und wenn sie das nicht wirklich glauben, können sie auch nicht vertrauen. Vertrauen und Glauben gehen dabei immer Hand in Hand. Das eine funktioniert ohne das andere nicht, da beides grundsätzlich ineinander verwoben ist.    


Diese schwer von der Liebe enttäuschten Männer verschanzen sich regelrecht in der Sicherheitszone ihres Verstandes.


Und merken überhaupt nicht, dass sie sich damit selbst in eine tiefe Falle gestürzt haben.    


Diese Männer sind dann nämlich der festen Überzeugung, dass sie beides haben können. Eine Frau die sie wirklich liebt und die es „aushält“, sich mit dem wenigen was er bereit ist ihr von sich und seinen Gefühlen zu geben, zu begnügen. Was aber eine riesengroße Illusion ist. Denn so werden beide niemals wirklich glücklich miteinander sein. Da immer irgendetwas fehlt. Und dies für beide überdeutlich spürbar ist.    


Denn die wahrhaftige Liebe ist immer zu einhundert Prozent anwesend oder abwesend.    


Das einzige was diese Liebe blockiert, ist Angst. Angst liegt dann über der wahren Liebe wie eine Schicht Asche. Und je stärker die Angst ist, desto dicker ist auch die Schicht Asche, die über der Liebe liegt.    


Wenn man diese Schicht Asche nun langsam und behutsam abträgt, erstrahlt die wahrhaftige Liebe in einem ganz anderen Licht.    


Übrigens ist das Gegenteil von Liebe NICHT die Angst und auch nicht der Hass, wie irrtümlicherweise weit verbreitet ist, sondern das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit!    


Angst schließt wahrhaftige Liebe niemals aus, aber sie blockiert sie. Gleichgültigkeit dagegen schließt sowohl Liebe, als auch Angst aus. Denn wer gleichgültig ist, FÜHLT nichts.    

Oder er – der Kopfmensch - begnügt sich andersherum damit, nur emotional oberflächliche Beziehungen zu leben. Bei denen von vornherein klar ist, dass die Gefühle nicht wirklich in die Tiefe gehen. Und so auch keine Gefahr besteht, sein eigenes Selbst (wieder) zu verlieren.    


Dabei ist diese Angst sich selbst zu verlieren, ebenfalls ein großer Irrglaube. Denn man verliert sich nicht selbst, wenn man auf sich achtet. Und in seiner ureigenen Mitte bleibt. Man verliert sich lediglich in seinen Gefühlen. Man verliert sich in der Liebe. Und in der wahren Liebe kann man sich nur verlieren, wenn man sich bedingungslos in seinem Herzen befindet. Und sich ganz bewusst heraus begibt aus der Sicherheitszone seines Verstandes.    


Wenn man herauskommt aus seiner Komfortzone und Bequemlichkeit seines bisherigen Lebens. Wenn man bereit ist, in seinem Leben so viel Veränderung zuzulassen, dass auch die wahrhaftige Liebe ihren Platz darin findet.    


Wahrhaftige und tiefe Liebe kann aber nur gelebt werden, wenn diese Liebe fest im Herzen wurzelt. Und tief im unendlichen Raum des Herzens verankert ist.    

Wozu viele dieser Männer aber nicht bereit sind. Da genau dieses ihnen eine immense Angst einjagt. Weil die Energie der wahrhaftigen Liebe sie für immer verändert. 


Und ihnen damit überhaupt nicht bewusst ist, welches unermessliche Leid sie bei den entsprechenden Frauen anrichten, die sich in der permanenten „Warteschleife“ befinden und oft verzweifelt darauf „warten“, dass der Mann sich endlich zu ihnen bekennt.    


Diese Männer – die Kopfmenschen bei den Dualseelenverbindungen - haben sich tief im Netz einer Denkfalle verfangen. Und finden dort alleine nicht wieder heraus. Vielleicht wollen sie dies auch gar nicht. Weil es wiederum Angst auslöst, sich mit ihren Gefühlen zu befassen. Denn dann müssten sie ja zugeben, dass sie sich in einem Irrtum befunden haben. Und gerade Kopfmenschen fällt genau dies ganz enorm schwer.    


Was diese Männer außerdem daran hindert, sich auf die wahre Liebe wirklich einzulassen und die Liebe fest in ihrem Herzen zu verankern, sind heftige negative Glaubenssätze und innere Überzeugungen gegen die wahrhaftige Liebe.    


Deshalb verschanzen sie sich lieber hinter permanenten Ausreden. Und verstecken sich hinter unlogischen Dingen, die mit der wahrhaftigen Liebe überhaupt nichts zu tun haben. Sondern die lediglich einen Ausdruck von purer und nackter Angst darstellen.    


Viele Kopfmenschen der Dualseelen verstecken sich hinter ihrem oft anstrengenden und zeitraubenden Job. Da der Beruf für sie an allererster Stelle steht. Sie sind es gewohnt, sich über ihren Job zu definieren, in dem sie ja die Anerkennung und Bestätigung bekommen, die ihnen in ihren Beziehungen bisher immer gefehlt hat. Denn dort können sie wirklich Mann sein. Im Gegensatz zu ihren früheren Beziehungen. In denen sie nur die Rollen erfüllen und ausfüllen durften, die die entsprechende Frau bei ihnen zugelassen hat. Die diese Frauen von ihnen erwartet haben. Die sie eingefordert und an ihre Bedingungen geknüpft haben.    


Und die Männer haben sich das – oft viel zu lange – gefallen lassen.  Sie haben sich für diese Frauen selbst aufgegeben und permanent nur verbogen. Weil sie ihr Phantasiebild der Liebe gelebt haben. Sie haben sich in einer Illusionsfalle ihres Verstandes verfangen und sich von den Äußerlichkeiten der Frauen blenden lassen. Und dann wurde dieses oberflächliche „haben wollen“ für Liebe gehalten. Derweil haben sie sich emotional abhängig von diesen Frauen gemacht. Und sich in ihren natürlichen männlichen Verhaltensweisen „beschneiden“ lassen.    


Anstatt erwachsen und mutig ganz Mann zu sein. Und ihre Rolle als wahrer Mann einzufordern. Und diese auch tatsächlich zu leben.   

 

Die Gefühle und Emotionen zu diesen Frauen waren sehr wohl echt. Und es mag auch sein, dass diese Gefühle wirklich tief und intensiv waren. Trotzdem war es keine wahrhaftige Liebe. Sondern es war das immense Bedürfnis danach, wahrhaftig geliebt werden zu wollen.    


In diesen Männern schlummert oft über viele Jahre lang die tiefe Sehnsucht danach, endlich wahrhaftig geliebt zu werden. Was sie bei solchen Frauen aber niemals finden werden. Weil diese Frauen das schlichtweg nicht können. Denn diese Frauen tragen ebenfalls einen emotionalen Mangel in sich. Und tragen ebenfalls eine tiefe Sehnsucht in sich, nach wahrhaftiger Liebe.    


Dieses gegenseitige „haben wollen“ und aneinander festklammern bei emotionaler Bedürftigkeit hebt es schlichtweg auf, dass sich hier wahrhaftige Liebe bilden kann. 

   

Da der andere niemals wahrhaftig als Mensch gesehen wird. Sondern nur das Traumbild und die innere Phantasie über eine „Traumpartnerin“ oder einen „Traumpartner“ existiert. Der Mensch hinter der Fassade wird überhaupt nicht gesehen. Und es wird von diesen Männern auch nicht gesehen, dass diese Frauen in Wahrheit überhaupt nicht zu ihnen passen. Was ein wirkliches funktionieren einer solchen Beziehung natürlicherweise verhindert. Und eine solche Bindung von vornherein immens Konfliktbehaftet ist.   


Was auch mit ein Grund ist, warum die Männer unbewusst immer spüren, dass sie eine solche Frau nicht heiraten möchten. Oder eine aus den falschen Gründen eingegangene Ehe ganz schnell wieder scheitert. Und mit Trennung endet. Wobei der tiefe Wunsch nach einer glücklichen und dauerhaften Ehe sehr wohl in ihnen vorhanden ist. Aber eben aus dem Grunde unerfüllt bleibt, weil die Männer unbewusst sehr klar und deutlich spüren, dass sie die "richtige und passende" Partnerin hierfür noch nicht gefunden haben. 

Was sich ja ganz schnell ändert, sobald zusammengehörende Dualseelen aufeinander treffen. Nur wird es hier von den entsprechenden Männern aufgrund der bisherigen negativen Erfahrungen nicht geglaubt, dass sie ernsthaft auf ihre perfekt passende Partnerin getroffen sind. Und beide perfekt miteinander harmonieren. Gerade durch die gegensätzliche Ergänzung. 


Deshalb ist es zwischen zusammengehörenden Dualseelen auch oft so, dass das Dual überhaupt nicht dem bisher üblichen „Beute-Schema“ eines Partners/einer Partnerin entspricht.    


Sondern vollkommen anders ist. 


Was der beste Beweis dafür ist, dass es hier tatsächlich um die wahrhaftige Liebe geht. Darum geht, den MENSCHEN hinter der äußeren Fassade zu sehen. Den MENSCHEN wahrhaftig zu lieben, genauso wie er ist. Mit allem was diesen Menschen ausmacht. Den MENSCHEN hinter der Verpackung zu sehen. Das Geschenk dieser Liebe auch tatsächlich auszupacken und sich dem INHALT der wahrhaftigen Liebe zu widmen.    


Und es genauso anzunehmen und zu akzeptieren, wie dieser Mensch nun einmal ist.    


Auch das ist ein wichtiger Grund, warum viele Dualseelen unsicher sind und sich nicht gut genug für den anderen fühlen. 


Weil sie sehr genau spüren, dass sie nicht dem bisherigen "Beute-Schema" ihres Duals entsprechen. Und das gilt sowohl für die Dualseelenmänner, als auch für die dazu gehörigen weiblichen Duale. 


Da hier sehr viele Dinge der Vergangenheit getriggert werden. Und beide Duale immer wieder daran erinnert werden, dass sie ja tatsächlich bisher nicht genügt haben. Dabei jeder auf seine eigene Weise.    


Auch machen den Kopfmenschen nicht selten bewusst oder unbewusst die Unterschiede und Gegensätzlichkeiten zwischen den Dualen Probleme.    

Sie befinden sich wieder in Denkfallen und wälzen Gedanken wie:   


 

  • „Was, wenn die ganze Beziehung mit ihr nicht funktioniert, weil sie so anders ist als ich“
  • „Was, wenn sie mich doch wieder verlässt, weil ich ihr nicht genüge. Weil ich ihr die Erwartungen, die sie an mich hat, nicht erfüllen kann“
  • „Was denkt wohl mein Umfeld, wenn ich mich gerade auf diese Frau einlasse, die doch so anders ist, als die bisherigen Frauen in meinem Leben es waren“
  • „Eigentlich wollte ich mein Leben lang nur mit einer einzigen Frau zusammenbleiben“
  • „Was, wenn unsere unterschiedlichen Lebensweisen sich nicht unter einen Hut bringen lassen, wenn wir dann tatsächlich auch zusammenleben“
  • „Diese tiefe Liebe von ihr habe ich doch gar nicht verdient“
  • „So toll bin ich doch gar nicht, wie sie mich die ganze Zeit sieht“
  • „Was, wenn sie mich doch wieder verlässt, wenn sie bemerkt, wie unperfekt ich doch eigentlich wirklich bin“    
  • "Was, wenn diese Beziehung mit ihr doch auch wieder so wird, wie es in meiner Vergangenheit bereits der Fall war und das will ich so niemals wieder erleben"



Sie tragen eine solche Angst in sich, dass sie lieber auf diese Liebe verzichten. Und für den Rest ihres Lebens unglücklich sind.    

Sich schlimmstenfalls wieder in die falschen Beziehungen mit den falschen Frauen stürzen. 


Dabei erkennen sie nicht oder wollen es nicht sehen, dass gerade die Unterschiede und Gegensätzlichkeiten es sind, die sich perfekt bei beiden Dualseelen ergänzen.    

Was aber nun auch nicht bedeutet, dass ständig nur Harmonie und Frieden in einer solchen Beziehung herrscht. Schließlich soll ja keiner von beiden nun auf einmal zum ständigen "Ja-Sager" mutieren. Natürlich gibt es aufgrund der Gegensätzlichkeiten auch in einer Dualseelenbeziehung immer wieder Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten oder auch einmal Missverständnisse. 


Und wenn beide aus Angst etwas falsches zu tun oder etwas falsches zu sagen, lieber schweigen und sich nicht trauen, bestehende Missverständnisse anzusprechen und diese zu klären, führt das zu noch viel größeren Missverständnissen. Schlimmstenfalls zu vollkommen falsch verstandenen Rückzügen und Kontaktabbrüchen. Mit denen beide wiederum nicht glücklich sind. Weil beide das eigentlich so nicht wollen. 


Und weil das zwischen Dualseelen auch nicht so vorgesehen ist. Aber trotzdem zum Lernprozess beider dazugehört. Schließlich geht es ja darum, sich selber und die gesamte Verbindung in Einklang zu bringen. 


Deshalb ist es so wichtig, die Angst etwas falsches zu sagen oder etwas falsches zu tun, zu überwinden. Und die Dinge wirklich miteinander zu klären. 


Die männlichen Kopfmenschen sind aus ihrer Vergangenheit mit den falschen Frauen oft so "traumatisiert", dass sie sich lieber zurückziehen und stillhalten, als dass sie bestehende Missverständnisse aus der Welt räumen. Auch befinden sich in ihrem Verstand manchmal unbewusst falsche Verknüpfungen zwischen aktuellen und früheren Situationen. Und den dazugehörigen negativen Gefühlen. So wird ein in der Gegenwart auftretender Konflikt oder ein Missverständnis mit ihrem weiblichen Dual automatisch mit den Ereignissen aus der Vergangenheit abgeglichen. 


Und aus Angst, dass es wieder so werden könnte wie in den alten Beziehungen - weil diese Erinnerungen sich vollkommen negativ ANFÜHLEN - wird dann vollkommen falsch gehandelt. Und entweder vorschnell mit verbalem "Angriff" und falschen Vorwürfen oder mit stillem Rückzug reagiert. Hier fehlt noch das Vertrauen in das weibliche Dual. Was von den entsprechenden Männern unbedingt gelernt werden sollte. 


Denn davonlaufen und schweigen stellt per se keine Option einer Lösung dar. Schließlich gehört zu einer wirklich bewussten, erwachten und erwachsenen Beziehung auch, miteinander über die Dinge zu sprechen. 


Eine wirkliche Beziehung und Partnerschaft muss lebendig sein. Sie muss es aushalten, wenn nicht alles immer nur harmonisch ist. Wenn beide Duale sich auch einmal die Meinung sagen. Wenn es Missverständnisse gibt. Und man aufgrund der Unterschiede und Gegensätze auch einmal aneinander vorbei redet. Genau das nennt man bedingungslose Liebe. Denn eine Beziehung ist kein leeres Ausstellungsstück, das lediglich als Repräsentation dient. 


Solange eine Seelenverbindung dies allerdings nicht aushält, ist es auch keine bedingungslose Liebe. 


Man kann aus Angst nicht immer nur vermeiden. Oder sich hinter seiner Angst verstecken. Das bringt beiden Dualen nichts. Männer sind hier aber besonders angstvoll. Gerade sie dürfen lernen, sich ihrer Angst ganz bewusst zu stellen. 


Miteinander zu kommunizieren und den anderen wirklich ernst zu nehmen in all seinen Gedanken und Gefühlen, ist auch in einer Dualseelenverbindung essentiell wichtig. 


Und sie erkennen ebenfalls oft nicht, dass es vollkommen egal ist und überhaupt keine Rolle spielt, was ANDERE Menschen über diese Verbindung DENKEN.  

  

Denn es geht hier ausschließlich um eine Entscheidung, die das Herz und die Seele beider Duale treffen.   


Vollkommen unabhängig von irgendwelchen Bewertungen, Meinungen oder Beurteilungen anderer. Von absolut niemandem und nichts von außen beeinflussbar.    


Sie erkennen nicht, wie wundervoll und genau richtig sie die ganze Zeit als wahrer Mann sind. Sie sehen nicht, dass die wahrhaftige Liebe längst Einzug in ihrem Leben gehalten hat.    


Sie lassen sich beeinflussen von ihren machtvollen Glaubenssätzen und alten, negativen oder sogar destruktiven Mustern.    


Was ein überdeutliches Anzeichen dafür ist, dass diese Männer die wahrhaftige Liebe noch nicht dauerhaft in ihrem Herzen verankert haben. Dass die wahrhaftige Liebe noch nicht fest im unendlichen Raum ihres Herzens verwurzelt ist. Dass sie ihr Herz noch nicht vollständig der wahrhaftigen Liebe geöffnet haben.    


Und sie somit nicht aus ihrem Herzen heraus agieren, sondern sich immer noch von ihrem Verstand leiten und in die Irre führen lassen.    

Die wahrhaftige Liebe bei diesen Männern ist zwar da, aber sie ist immer noch von einer dicken Schicht Asche verdeckt.    


Die Angst hat die Macht über diese einzigartige Liebe. Deshalb wird die Liebe zum weiblichen Dual auch immer wieder weggeschoben und verdrängt. Oft solange, bis diese Männer in einer Depression landen.    


Diese Männer dürfen lernen, mutig zu sein. Und ganz ihre natürliche Männlichkeit zu leben. Sie dürfen lernen, bewusst über ihren Schatten zu springen. Und sich ihr einzigartiges Glück mit ihrem weiblichen Dual mit beiden Händen zu greifen. Und dieses Glück so festzuhalten wie es nur irgendwie geht. 


Nur wenn diese Männer diesen Mut tatsächlich aufbringen, werden beide Dualseelen wirklich glücklich, befriedigt und erfüllt werden, was ein gemeinsames Leben, eine feste Bindung, dauerhafte Beziehung und echte Partnerschaft miteinander betrifft.


Da wahre Dualseelen nun einmal zusammengehören. Und diese einzigartige Liebe mit absolut nichts und niemand anderem ersetzbar ist...  



Warum der Dualseelenweg ein Abschied von alten Beziehungskonzepten ist...

...und gleichzeitig den Beginn eines vollkommen neuen ZusammenSeins bedeutet...



Wir alle sind von Kindheit an so konditioniert, dass wir bestimmte Vorstellungen entwickelt haben, wie Liebe und Beziehungen auszusehen haben. Wir haben innere Bilder in uns gespeichert, wie das perfekte Leben in einer festen Bindung zu funktionieren hat. Immer und immer wieder werden wir damit konfrontiert, dass wir nur „vollständige“ Menschen seien, wenn wir in einer festen Partnerschaft leben. Dass es „sich so gehört“, dass man in einer Beziehung zusammenlebt. Von klein auf wurde uns impliziert, dass Familien zusammenzuhalten haben. Und wenn es noch so viele Konflikte untereinander gibt. Die sowieso meist unter den Teppich gekehrt und somit verdrängt, aber niemals wirklich gelöst werden. Von klein auf wurde uns immer wieder aufs neue suggeriert, dass wir Freunde haben müssten, die für uns da sind. Und die ebenfalls unser Leben irgendwie teilen. Es wurde uns eingeimpft, dass Menschen nur in „Gemeinschaften“ glücklich sein könnten. Was man ja auch beruflich tagtäglich serviert bekommt. Permanent wird der Teamgeist beschworen. Dass wir uns miteinander vernetzen sollen. Vollkommen egal, ob wir das wirklich wollen. Und ob es tatsächlichen Nutzen für alle Beteiligten bringt. Denn oft ist das alles nur Zeitverschwendung. Weil sowieso wenig bis gar nichts dabei herauskommt. Da oft viele Worte um den heißen Brei verschwendet werden. Niemand darf mehr alleine entscheiden. Und trotzdem sollen wir eigenverantwortlich handeln. Was sich per se widerspricht. 


Denn zum eigenverantwortlichen Handeln gehört es logischerweise auch, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Wozu ein gesundes Selbstvertrauen und Urteilsvermögen unbedingt notwendig ist.


Aber vollkommen egal, um welche Beziehungskonstrukte es sich dabei handelt, ob das nun Eltern-Kind Beziehungen, geschwisterliche Bindung, Freundschaften, kollegiale Verbindungen oder die Paarbeziehungen sind, handeln wir immer aus unserem aktuellen Wissens- und Bewusstseinszustand heraus.


Ganz typische Verhaltensweisen in all diesen Beziehungen und Verbindungen sind:


    

  • Utopische Erwartungen
  • Knallharte Bedingungen
  • Endlose Ansprüche und Forderungen

      


Und anstatt Frieden, Harmonie und Glück macht sich permanent Ärger, Unzufriedenheit, Erschöpfung, Genervtheit, Gereiztheit, Wut, Frust und Verdrossenheit breit.

Zusätzlich werden sich andauernd Fehler vorgeworfen, unnötige destruktive Kritik abgegeben, Schuldgefühle gegenseitig in die Schuhe geschoben, Bewertungen und Urteile abgegeben. Menschen werden vollkommen zu unrecht in Schubladen einsortiert, aus denen sie von alleine überhaupt nicht mehr herauskommen. Die Individualität des Einzelnen geht verloren und man wird als „Einzelgänger und Sonderling“ abgestempelt, wenn man seinen eigenen Weg gehen will. Und eben nicht konform mit der „braven Schafherde“ geht.


Gerade hochsensible und hochsensitive Menschen kennen sehr oft dieses Gefühl, dass sie per se das schwarze Schaf aller sind.


Und das nur, weil sie von Grund auf anders Denken, Handeln und Fühlen. Und mehr für sich alleine sein müssen, als nicht sensible Menschen. Woran ja nun wirklich absolut nichts falsches ist. Aber die Gesellschaft tituliert das eben so. Weil es per se viel zu viele Mitläufer gibt. Die sich nicht trauen, gegenzusteuern. Und ihre eigene Meinung zu haben. Und diese auch offen kundzutun.


Überall ist viel zu viel Angst vorhanden. Weil diese auch immer wieder neu von der Gesellschaft geschürt wird.

Niemand wird wirklich so angenommen und akzeptiert wie er ist. Schon gar nicht die hochsensiblen und hochsensitiven Menschen.


Auf unserem Dualseelenweg erfahren wir nun, dass sämtliche unserer alten und bisher als richtig empfundenen Beziehungskonstrukte nicht mehr zu funktionieren scheinen.


Und sich gewisse Menschen aus unserem Leben verabschieden. Irgendwie stellen wir durch all die Veränderungen, die uns auf unserem Weg passieren, fest, dass sich alte Bindungen „wie von selbst“ in Luft auflösen. Freundschaften, oft über viele Jahre lang aufrechterhalten, funktionieren nicht mehr, weil man urplötzlich nicht mehr zusammenpasst. Weil man sich gegenseitig nicht mehr versteht. Manche Familien heilen durch die Dualseelenbeziehung. Und die Liebe, die dadurch in allen Beteiligten freigesetzt wird. Aber es gibt auch Familien, die komplett auseinanderbrechen. Weil es eben irgendwann nicht mehr funktioniert, alle Probleme einfach immer nur wegzuschieben. Und diese zu ignorieren. Und weil es immer auch Menschen gibt, die die wahrhaftige Liebe nicht zulassen und aushalten können. Weil sie zu sehr in ihren Ängsten vor echter Nähe gefangen sind. 


Der Dualseelenweg ist ein Weg voller Entbehrungen. Aber auch ein Weg unendlicher, neuer und wundervoller Erfahrungen. 


Mit vielem alleineSein - verbunden mit sehr viel Schmerz, Leid, Wut, Sehnsucht und einem unendlichen Meer aus Tränen. Tränen, die aus einer unbeschreiblichen Tiefe unseres Innersten auftauchen. Und die wie von selbst stundenlang fließen. Und man sie überhaupt gar nicht steuern und kontrollieren kann. Diese Tränen kommen von selbst und gehen auch wieder von selbst. Vorausgesetzt man lässt diese Tränenfluten zu und lässt die Tränen einfach fließen. Wenn man diese Tränen wegschieben und unterdrücken würde, würde das die ganze Sache nur schlimmer werden lassen. Und das Leid unnötig verlängern. Weil man seine eigene Entwicklung dann blockiert und verlagert.


Aber die Entwicklung der eigenen Seele lässt sich nicht aufhalten.


Unsere Seele lässt es nicht zu, dass wir permanent gegen uns selbst kämpfen. Dass wir für oder gegen die Liebe kämpfen. Dass wir Menschen permanent gegeneinander kämpfen. Dass wir permanent für die Dinge die wir aus unserem Verstand heraus „haben wollen“ kämpfen.


Weil wir nicht in der Lage sind, alleine unser Herz entscheiden zu lassen. Weil wir oft unserer Intuition und unserem natürlichen Instinkt nicht vertrauen. Weil wir unserer eigenen Wahrnehmung oft nicht glauben. Weil wir nicht imstande sind, die Dinge einfach geschehen und passieren zu lassen.


   

  • Wir sind so voller Blockaden und Ängste, dass wir aus dem Modus des „haben wollens“ nicht herausfinden.
  • Wir kennen den „Aus-Schalter“ nicht. Weil wir gar nicht wissen, dass es diesen überhaupt in uns gibt.
  • Wir wissen nicht, dass die Lösung uns aus unserem Leid zu befreien, ausschließlich in uns selbst begraben ist.

 


Und das alles nur, weil unser Bewusstsein dafür nicht ausreicht. Was sich durch die Dualseelenverbindung schlagartig ändert. Unser Bewusstsein öffnet sich. Und führt uns auf eine ganz neue Ebene.


Die Dualseelenbegegnung und tiefe Verbindung beider Pole ist als Weckruf unserer Seelen zu verstehen. Uns endlich aus unserer Komfortzone herauszubegeben und unser Leben grundlegend zu ändern. Sämtliche Beziehungen zu hinterfragen, die es in unserem Leben gibt. 


          

  • Endlich einmal das zu tun, was unser Herz und unsere Seele WIRKLICH tun will
  • Endlich einmal aufzuhören, uns permanent anzupassen und zu verbiegen und das Leben von anderen zu führen.
  • Endlich ganz bewusst unser eigenes Leben zu leben.
  • Uns aus all unseren alten und unpassenden Mustern und Konditionierungen herauszuschälen und zu lösen
  • Negative und unpassende Glaubenssätze zu transformieren
  • Alte seelische Verletzungen in uns zu heilen
  • Alte Bindungen abzuschneiden, die uns nur schaden und die uns keinen Nutzen bringen. Mit denen wir uns in Wahrheit nur unwohl fühlen. Und wir mit diesen Menschen nur Kontakt haben aus Pflichtbewusstsein und falschem Verantwortungsgefühl
  • All die Menschen aus unserem Leben zu entfernen, die wir eigentlich schon lange nicht mehr in unserem Leben haben wollen. Selbst wenn es langjährige Freundschaften, Beziehungen oder sogar Familienmitglieder sind, die uns nicht wirklich wohlgesonnen sind. Weil sie uns nicht so akzeptieren und sein lassen können, wir wir sind. Weil diese Menschen selbst im Netz ihrer alten Muster gefangen sind. Und sich nicht daraus befreien können
  • Uns nicht mehr von all unseren Ängsten, Zweifeln und Unsicherheiten leiten zu lassen
  • All unsere Selbstsabotage zu beenden und Blockierungen zu lösen
  • Die tiefe Veränderung zuzulassen, die die wahrhaftige Liebe mit uns und unserem gesamten Sein macht
  • Jegliche Veränderung in unserem Leben anzunehmen und zu akzeptieren, ohne dagegen aus Angst anzukämpfen. Und somit neue Blockaden auszulösen. Für die wir ganz alleine verantwortlich sind
  • Unser gesamtes Sein zu transformieren, um endlich vollkommen bewusst und authentisch zu leben

 

Wer sagt uns denn, was WIRKLICH richtig oder falsch, gut oder schlecht, positiv oder negativ ist?


Das sind ausschließlich die Bewertungen unserer Gedanken, die unser Verstand uns einbrockt. Das sind alles Illusionen, denen wir uns lange Zeit hingeben.


Nicht nur die Kopfmenschen, sondern auch wir Herzensmenschen. Die wir oft genauso sehr in unserem Verstand festhängen, wie die typischen Kopfmenschen. Nur eben auf andere Art und Weise.


Oft fragt man sich als Herzensmensch, ob man nicht selbst eigentlich der Kopfmensch ist. Weil man sich durchaus bewusst ist, wie oft man sich von all seinen bewertenden Gedanken leiten lässt. Eben auch was Beziehungen, Partnerschaften oder Familiengebilde angeht.

   

  • Wer sagt uns denn, dass eine feste Bindung immer so aussehen muss, dass man gemeinsam in einer Stadt und in einer Wohnung zusammenlebt?
  • Wer ist so anmaßend, uns sagen zu wollen, was für UNS das „passende“ ist? Womit WIR uns wirklich wohl fühlen und womit WIR tatsächlich leben können?
  • Wer nimmt sich das Recht heraus, uns zu sagen dass wir Feiertage wie Weihnachten, Ostern und Geburtstage immer mit der Familie verbringen müssen, nur „weil sich das ja nun mal so gehört“?

 


Warum gehört sich das so?


Nur weil es immer so gemacht wurde, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch tatsächlich für alle Beteiligten passend ist. Weil der eine oder andere das vielleicht eigentlich gar nicht will. Eben weil es eine mehr oder weniger lästige Pflicht aus einer Erwartung von bestimmten Personen ist. Und man sich wieder nur anpasst und eigentlich absolut verbiegt. Weil man selbst über gewisse Dinge ganz anders denkt. Und die konditionierten Gewohnheiten einfach absolut satt hat. 


Wer dabei nämlich auf der Strecke bleibt, sind in Wahrheit immer nur WIR SELBST.


Denn wir haben die Freiheit eine Entscheidung für uns zu treffen. Immer und jederzeit. Ob das anderen nun passt oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle.


Denn es geht dabei ausschließlich um unser wahres Selbst. Um das Wohlergehen unserer Seele. Die ja gehörig um Hilfe schreit, wenn wir nicht bewusst auf sie achten. Die sich sehr wohl bemerkbar macht.


   

  • All die tiefen Sehnsüchte, die wir in uns tragen
  • All der nicht zu stillende und undefinierbare Hunger, der oft viele Jahre lang in unserem Inneren nagt
  • All die Träume und Wünsche, die wir uns nicht erfüllen
  • All die Visionen und Ziele, die wir nicht verwirklichen
  • All die Leidenschaften, die wir nicht ausleben
  • All die Liebe, die wir in uns zurückhalten

         


All dies ist unsere Seele, die lernen, Erfahrungen machen und sich weiterentwickeln will.


Durch unsere Dualseele kommt all dies an die Oberfläche unseres Bewusstseins. Absolut nichts bleibt verborgen.


Unsere Dualseele ist uns in ALLEM der tiefste und klarste Spiegel, den es nur gibt. Genauso sind wir aber auch permanent SEIN Spiegel.


Auch ER erkennt sich in uns und auch all SEINE Muster und Konditionierungen kommen in ihm zum Vorschein. Werden ihm ins Bewusstsein gerufen. Auch SEIN Bewusstsein weitet und öffnet sich. Wenn auch oft zeitverzögert und vielleicht auf andere Art und Weise. Denn er denkt und handelt ja rational, während wir nach unseren Emotionen gehen.


Auch SEINE Gefühle lassen sich irgendwann nicht mehr kontrollieren. Und wollen endlich gelebt werden. Und rücken ihm ganz gewaltig auf die Pelle.


Das ist dann spätestens die Phase, wenn er in einen (erneuten) Schutzmodus geht und sich deutlicher als sonst abkapselt und sich zurückzieht. Was er dann aber nicht mehr tut, weil er uns nicht will, sondern weil er schlichtweg in dieser Phase nicht kann. Denn er ist seinen eigenen Gefühlen hilflos ausgeliefert. Er fühlt sich überfordert. Weil er das von sich nicht kennt. Und damit muss er erst einmal lernen, passend umzugehen. 


Wenn die äußere Umkehrphase eintritt und der Kopfmensch gar nicht mehr weiß, wie er sich seinem Herzensmenschen gegenüber verhalten soll, ist diese Veränderung für beide Duale deutlich spürbar. 


Denn die Grenzen, die wir ihm hartnäckig immer wieder liebevoll setzen, zeigen auch bei ihm irgendwann ihre Wirkung. Und rücken deutlich in sein Bewusstsein.


Neues Beziehungsverhalten zwischen beiden Dualen gibt es noch nicht und das alte funktioniert nicht mehr, wie es war. 


Auf unserem Dualseelenweg müssen wir sämtliche unserer alten Beziehungskonstrukte über den Haufen werfen. Und alles vollkommen neu definieren. Und ganz genau prüfen, was WIRKLICH das „richtige“ für unser ganz persönliches Sein ist.


Und ob wir uns tatsächlich wohl damit fühlen. Ob diese neuen Beziehungskonzepte WIRKLICH in unser Leben passen.

Und wir endlich einmal authentisch leben und lieben können.


Denn unsere neuen Beziehungskonstrukte erschafft dann nicht mehr unser bewertender Verstand. Sondern ist eine reine Entscheidung unseres Herzens.


Und egal, mit welchen Menschen wir uns umgeben, werden diese Begegnungen nur noch mit unserem Herzen und aus reiner und purer Liebe passieren.


Was wir nicht mehr tatsächlich fühlen, damit gehen wir auch nicht mehr in Resonanz. Weil wir das dann nicht für unser Glück brauchen.


Es ist also vollkommen normal auf unserem Entwicklungsweg, wenn wir die Dinge ganz gewaltig für uns hinterfragen. Und alles analysieren und auf den Kopf stellen. Kein Stein unseres Lebens und unseres Seins bleibt auf dem anderen. Nichts mehr ist so, wie es vor dieser Verbindung war.


Genau deshalb ist es so wichtig, den Kampf aufzugeben, gegen etwas das uns sowieso vorherbestimmt ist. Und das wir nicht ändern können.


Unsere Dualseele ist nun einmal das Beste, was uns in unserem Leben passieren kann.


Und es gibt nun einmal nur eines, was wir tatsächlich tun können. Wir dürfen aufhören, uns gegen diese einzigartige Liebe zu wehren. Wir dürfen kapitulieren und die Kontrolle über diese grenzenlos tiefe Liebe aufgeben...


Wir dürfen einfach annehmen, was IST....


Auch wenn sich unsere bisherigen Illusionen, Vorstellungen und Konzepte über die Liebe und über Beziehung und Partnerschaft in Nichts auflösen. Und wir alles vollkommen neu sortieren und definieren dürfen. 


Um dann aus unserem Herzen heraus wahrhaftig und wirklich glücklich zu werden. Bestenfalls natürlich mit unserem geliebten Dual. 



Warum wir uns auf dem Dualseelenweg oft der Selbsttäuschung hingeben




Oft sind die Dinge zwischen Dualseelen nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Oft nehmen wir die Dinge nicht wahr, wie sie sind. Wir machen uns lediglich etwas vor, um vor uns selbst optimal dazustehen. Wir begnügen uns mit der Fassade, weil es nur schmerzt, die Details dahinter zu sehen. Wir verschließen den Blick vor der Wahrheit, anstatt den Schleier endlich beiseite zu schieben. Wir versinken in Träumen, anstatt unser Herz weit zu öffnen. Wir baden in Sehnsucht und im Chaos unserer Gefühle, anstatt unseren Blickwinkel zu ändern. Und erst einmal unser Selbst bewusst zu erkennen...um die wahrhaftige Liebe dann wirklich zu sehen...


Viele Herzensmenschen können es verständlicherweise kaum abwarten, dass ihr Dual endlich kommt und sich wirklich verbindlich zu ihnen bekennt. Und sich auf die tiefe Liebe zu ihnen vollkommen einlässt.


Leider unterliegen sie oft Selbsttäuschungen, was dieses Thema betrifft.


Es wird in Hoffnungen verharrt, wo in Wahrheit ganz andere elementare Dinge wichtig sind. Es werden „esoterische Praktiken“ angewendet, die zwar kurzfristig Trost spenden und ablenken, langfristig aber überhaupt nicht hilfreich sind. Es wird gewartet und gewünscht und so der Fokus von sich selbst weggelenkt.


Meist wird ganz einfach vergessen, dass die Kopfmenschen eben auch nur Menschen sind, die einen freien Willen besitzen. Auch wenn dieser freie Wille massiv durch Angst belastet ist. Und es ist und bleibt nun einmal ein gewaltiger Unterschied, ob wir aus unseren bewertenden Gedanken heraus handeln oder einzig und alleine auf die Stimme unseres Herzens vertrauen.


Und wenn ein Mensch so sehr im Netz seiner Ängste verfangen ist, dass er sich auf eine solch emotional  und seelisch intensive und innige verbindliche Dualseelen-Partnerschaft einfach nicht einlassen KANN, will das von den Herzensmenschen einfach nicht akzeptiert werden. Es kann nicht angenommen werden.


Weil der VERSTAND dies einfach nicht begreift. Und das HERZ und die SEELE eine vollkommen andere Sprache spricht.


Was natürlich einerseits vollkommen verständlich ist. 


ABER – die seelische Weiterentwicklung steht im Dualseelenprozess nun einmal an erster Stelle. Und dann kommt erst die Fähigkeit, miteinander tatsächlich eine ernsthafte Bindung einzugehen. Und diese auch gemeinsam zu leben. 


Dabei sind es aber nicht nur die Kopfmenschen, die sich auf diese Seelenverbindung nicht absolut verbindlich einlassen können. Sondern es sind genauso die Herzensmenschen, die sich nicht trauen, ihr Herz vollkommen zu öffnen. Die nicht imstande sind, ihre Dualseele wahrhaftig zuzulassen in ihrem Leben. Weil sie selber noch nicht so weit mit ihrer seelischen Entwicklung sind.


Wollen dies aber nicht wahrhaben und schieben die „Schuld“ dann auf IHN. Anstatt für SICH SELBST die Verantwortung zu übernehmen.


Immer wieder wird den Herzensmenschen dabei suggeriert und eingetrichtert, dass ausschließlich SIE es wären, die es in der Hand hätten, dass der Kopfmensch sich endlich zu ihnen bekennt. Und sich mit einer festen Bindung vollkommen auf sie einlässt. 


Was aus meiner Sicht schlichtweg eine äußerst subtile und schadende Manipulation ist. Weil es ganz einfach nicht der Wahrheit entspricht.


Das einzige was definitiv stimmt ist, dass meist die weiblichen Duale die Entwicklung beider Seelen bewusst „anstossen“ müssen. Was ganz einfach an der weiblich-männlich-energetischen Verbindung liegt.


Indem die weiblichen Duale aktiv in die Heilung ihrer eigenen Seele gehen, an sich selbst bewusst arbeiten und sich vollkommen der wahren Liebe öffnen, ziehen sie auch ihren Seelenpartner oder ihre Dualseele energetisch mit sich mit. Wenn auch leider nicht in Echtzeit, sondern immer nur zeitversetzt. 


Wer sich also auf diese Liebe und auf SICH SELBST – in seiner natürlichen Weiblichkeit als Frau und seiner wahren Männlichkeit als Mann - nicht vollständig einlassen und die bedingungslose Liebe nicht wirklich in seinem Herzen verankern und zulassen kann – OHNE jegliche Ängste, Begrenzungen und Blockaden - der wird vergeblich auf seine Dualseele warten. Dem ist leider so.


Auch wenn die Wahrheit zutiefst weh tut. Ich halte nichts davon, Hoffnungen zu schüren, wo es vielleicht keine gibt.


Wenn es tatsächlich so sein soll – weil vom Universum, vom Leben oder per Resonanzgesetz so vorherbestimmt, dann kommen beide Dualseelen sowieso verbindlich zusammen. Weil wahre Dualseelen von einer höheren Kraft geführt werden. Die mit dem menschlichen Verstand eben nicht erklärbar ist.


Und wahre Dualseelen besitzen sowieso ein tiefes inneres Wissen, dass eine verbindliche Partnerschaft und ein gemeinsames Leben mit ihrem Dual vorgesehen ist. Was auch auf Seelenebene oft vom männlichen Dual an sie übertragen und somit bestätigt wird. 


Ich halte auch wenig von den vielen Theorien über abgesprochene Seelenpläne zwischen den Seelenpartnern und Dualseelen. Da es hierfür weder klare Beweise, noch Gegenbeweise gibt. Vielmehr glaube ich, dass es sich hier um ein erdachtes „Konzept“ der Menschen handelt, die Hoffnung, Sicherheit und Halt in den Erklärungen suchen, für Dinge, die mit dem Verstand eben nicht zu verstehen sind. Außerdem kann man sich leicht hinter dieser Theorie verstecken. Und sie als „Ausrede“ benutzen, wenn es mit einer verbindlichen Dualseelenpartnerschaft nichts wird.


Man braucht sich dabei nur einmal die natürlichen (kosmischen) Gesetze anzusehen und wie das Leben funktioniert und es wird so einiges klar:


 

  • Geist herrscht über Materie =  unsere Gedanken erschaffen die Realität
  • Ursache und Wirkung, Aktion und Reaktion = Karma = Schicksal - wir alleine sind die Schöpfer unseres individuellen Lebens
  • Das Prinzip des Spiegelns - wie innen, so außen, wie oben so unten, wie im kleinen, so im großen = die kleinste Veränderung im Außen fängt in unserem Inneren an
  • Resonanzgesetz - Gleiches zieht Gleiches an = Mangel zieht Mangel an - Fülle zieht Fülle an – Angst zieht Angst an – Liebe zieht Liebe an
  • Der natürliche Fluss der Harmonie – Leben ist Austausch & Bewegung = lebendige Energie – permanentes gegenseitiges Geben & Nehmen = wir ziehen genau das an, was wir geben – das Stärkere bestimmt über das Schwächere, beides zusammen ergibt Ausgleich und Harmonie – Leichtigkeit entsteht, wenn alles harmonisch fließt
  • Alles ist lebendige Energie und fließt und schwingt wie ein Pendel, unaufhörlich – nach allen Seiten – nach rechts & links, nach oben & unten, von außen nach innen, von innen nach außen
  • Jeder Pol braucht seinen Gegenpol - Kopf & Herz, männlich & weiblich, Weichheit & Härte, Schwäche & Stärke, Licht & Dunkelheit, Hitze & Kälte, Bewegung & Stillstand = beides gemeinsam ergibt immer natürlichen Ausgleich und Harmonie. Eins kann ohne das andere nicht existieren. 

 


Dies alles zeigt uns die Dualseelenverbindung. Indem kein Stein unseres Inneren mehr auf dem anderen bleibt. Und wir alles wieder ganz neu sortieren und aufbauen müssen. Um uns so wieder zurück in die natürliche Ordnung und Harmonie und somit in den Fluss des puren und reinen Seins und der wahrhaftigen Liebe zu bringen. Da alles mit allem zusammenhängt. Und alles miteinander verbunden und ineinander verschachtelt ist. 


Blockaden entstehen immer dort, wo irgendetwas in künstliche Disharmonie versetzt wurde. Aus welchen Gründen auch immer. Es ist jedenfalls menschlich erzeugte Disharmonie. Die Natur ist immer perfekt aufeinander abgestimmt. Und alles fließt und schwingt wie es sein soll...


Jegliches menschliche Verhalten unterliegt gewissen natürlichen Gesetzmässigkeiten. Die allesamt rational erklärbar sind. Viel zu oft suchen wir für die Dinge, die unser Verstand nicht begreifen kann – weil ganz einfach unser Bewusstsein noch nicht so weit geöffnet ist – nach „Ausreden“ und Erklärungen, die mit unserem jetzigen Leben und der Realität herzlich wenig zu tun haben.


Das einzige, was im Endeffekt zählt, ist aber unser aktuelles Leben. Und nicht ein oder viele Vorleben oder gar nachfolgende Leben. Nicht die Zukunft und nicht die Vergangenheit. Die wir sowieso nicht mehr ändern können. Auch wenn wir das in manchen Dingen vielleicht noch sehr wollten. Denn wir leben nun mal im HIER und JETZT...


Und genau dem sollten wir uns auch stellen. Indem wir die Verantwortung für uns selbst übernehmen. Und damit aufhören, sie anderen Menschen überstülpen zu wollen.


Auch wenn es ein überaus romantischer und wundervoller Gedanke ist, viele Male zu leben und in jedem dieser Leben wieder mit unserem zutiefst geliebten Menschen in irgendeiner Art und Weise vereint zu sein.


Trotzdem richte ich mich lieber nach dem Gesetz der Anziehung – dem Gesetz der Resonanz.


Denn – wenn ich mir anschaue, wieviele Herzensmenschen auf ihre Dualseele jahrelang sehnsuchtsvoll warten...bangen...und hoffen... - ohne dass auch nur irgendein Kontakt zwischen beiden Dualen besteht und ohne dass sich irgendetwas zwischen beiden Dualen ändert, halte ich es für sehr bedenklich, wenn nicht sogar gefährlich, hier falsche Hoffnungen zu schüren, wo es vielleicht gar keine Hoffnungen gibt. Hier wird die Situation von den Herzensmenschen nicht wirklich akzeptiert und angenommen wie sie ist, sondern sie wird lediglich hingenommen. Weil man es vermeintlich nicht selbst in der Hand hat, die Dinge zu ändern.


Und weil es verdammt harte und schwere Arbeit ist, die Dinge WIRKLICH zu akzeptieren und anzunehmen, genauso wie sie sind.


Außerdem unterliegt man gerne Selbsttäuschungen. Und schiebt die „Schuld“ wiederum auf seinen Seelenpartner oder auf sein Dual.


Was ebenfalls aus dem Verstand und den bewertenden Gedanken heraus entsteht. Und kein Gefühl aus dem Raum des inneren Herzens ist. Und zwar solange, bis wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir UNSER WAHRES und authentisches SELBST wirklich bewusst erkennen können. Weil unser Bewusstsein sich immer noch weiter öffnet.


Der Seelenpartner oder das Dual kann einen NICHT enttäuschen! 


Denn solange man irgendwelche Ansprüche, Erwartungen, Bedingungen und Forderungen an ihn hat, enttäuscht man ausschließlich SICH SELBST!


Da es immer die eigenen Erwartungen sind, mit denen man dann nicht fertig wird. Und die man nicht für sich akzeptieren will. Es sind die bewertenden Gedanken – die perfekte Illusion des Verstandes  – weswegen man immer wieder Selbsttäuschungen unterliegt.


Die eigenen Erwartungen haben absolut NICHTS mit einem anderen Menschen zu tun. Auch nicht mit seinem zutiefst geliebten Dual.

Es werden vielerlei „Ausreden" benutzt, solange der Kopfmensch sich vermeintlich oder tatsächlich verweigert...



  • Man hätte sein Dual noch nicht genügend "Losgelassen"
  • Wenn die Liebe des Kopfmenschen doch genauso tief ist, müsste er doch längst verbindlich zu seinem Herzmenschen kommen
  • Beide Dualseelen sind angeblich nicht füreinander bestimmt, wenn es mit einer verbindlichen Partnerschaft zwischen beiden nichts wird
  • Es wäre angeblich im Seelenplan so abgesprochen, dass er sie "nur" in ihrer seelischen Weiterentwicklung unterstützt
  • Der Herzmensch wäre angeblich noch nicht genug von seinen alten Mustern und emotionalen und seelischen Verletzungen geheilt
  • Der Herzmensch wäre angeblich noch im emotionalen Mangel und emotional bedürftig
  • Der Herzmensch könne angeblich noch nicht bedingungslos lieben
  • Die weiblich-männlichen Anteile in beiden wären noch nicht genügend ausbalanciert & harmonisiert
  • Die Herzmenschen würden irgendwelche "Fehler" machen, die den Kopfmenschen weiterhin in seiner (Selbst-) Verweigerung verharren lassen
  • Und...und...und...



Als „Sonderfall“ sehe ich hier die gebundenen Dualseelen an, die sich nicht verbindlich entscheiden können oder wollen, zwischen der vermeintlichen Sicherheit ihrer „alten“ Beziehung und einem kompletten Neuanfang mit ihrer Dualseele.


Hinter Dreiecksbeziehungen oder wenn beide Dualseelen noch an andere Partner gebunden sind, steckt so viel mehr – die Zusammenhänge sind so individuell und komplex – dass dies immer nur im Einzelfall gesehen werden kann.


Wenn es sich bei Dualseelen um Dreiecksbeziehungen handelt oder beide Duale noch anderweitig gebunden sind, geht es meist um althergebrachte Konventionen, Normen und Werte und tiefsitzende Glaubensmuster, was Liebe, Beziehung und Partnerschaften betrifft. Die können nicht mal eben über den Haufen geworfen werden. Auch nicht aus tiefer Liebe zu einem anderen Menschen. Auch geht es darum, dass diese Beziehungen oft aus den falschen Gründen eingegangen wurden. Und aus den falschen Beweggründen genau daran festgehalten wird.


Sehr oft bleiben diese Dualseelen dann in ihren bestehenden Beziehungen, weil sie nicht den Mut aufbringen, zu sich selber zu stehen. Und endlich einmal SICH SELBST zu leben. Sie benutzen ihre Beziehung oder Ehe dann als „Schutzschild und Ausrede“, um sich vor sich selber rechtfertigen zu können. Sie verstecken sich vor sich selbst und ihrem Dual, verleugnen ihr wahres Selbst und wundern sich dabei, dass sie niemals wirklich glücklich sind. Denn der Seelenhunger – die tiefe Sehnsucht nach erfüllter und wahrhaftiger Liebe ist per se permanent in ihnen vorhanden. Und nagt gewaltig an ihrem Inneren. Weil es eben nun mal nicht funktioniert, wahre Liebe immer nur „tröpfchenweise“ zu geben. Denn diese Liebe will permanent fließen. Und sich vervielfältigen. Und sich immer wieder aus sich selbst heraus erneuern. Und das funktioniert eben nur, wenn beide Duale sich dafür vollständig öffnen.


Auch geht es um Respekt und Grenzen setzen. Denn wenn man sich jahrelang mit der Rolle der oder des (heimlichen) Geliebten zufriedengibt, darf man grundsätzlich immer bei sich selbst anfangen. Nicht bei dem gebundenen oder verheirateten Part. Der ist NICHT Schuld an der gesamten „Misere“, indem er sich nicht trennt, sondern man selbst zieht per Resonanzgesetz genau einen solchen Menschen in sein Leben.


Es geht immer um Ursache und Wirkung und niemals um Schuld des einen oder des anderen Parts!


Tiefsitzende Ängste sorgen hier dafür, dass die wahre Liebe zwischen den Dualen nicht frei fließen kann. Da immer BEIDE in irgendeiner Form Angst vor der Liebe und vor wahrer Nähe haben. Denn sonst würde der eine Part sich nicht auf einen gebundenen Menschen einlassen, und der gebundene Mensch würde sich vor der wahren Liebe nicht hinter seiner bestehenden Beziehung verstecken. Beide sind so emotional nicht wirklich füreinander erreichbar.


Auch darf der eine gebundene Part nicht vom anderen verlangen sich zu trennen, wenn er selber nicht bereit ist, sich aus seiner bestehenden Beziehung zu lösen.

Genau dies wird IMMER vom anderen (Dual) gespiegelt.


Denn entweder bleiben beide in ihren bestehenden Beziehungen und verzichten auf die wahrhaftige Liebe mit ihrem Dual oder BEIDE hören auf ihr Herz und lösen sich aus ihren „alten“ Partnerschaften. Die meist sowieso nur noch Fassade sind. Anders funktioniert das ganze sonst nicht.


Und nur, weil man einen Menschen zutiefst liebt, bedeutet das noch lange nicht, dass man auch tatsächlich fähig ist, sich auf diese Liebe vollkommen und verbindlich einzulassen!


Hierzu empfehle ich Ihnen, den wundervollen und zutiefst berührenden Film anzusehen: 

„Die Brücken am Fluss“ – mit Meryl Streep und Clint Eastwood 

Dort werden wunderbar die althergebrachten Konventionen, Normen und Werte und Glaubensmuster von Liebe, Beziehung und Partnerschaft dargestellt.

 

ER – der Kopfmensch – liebt genauso tief und intensiv! Und WILL mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele mit seinem Herzensmenschen höchstwahrscheinlich eine feste Bindung eingehen.


Hat aber eine solche Angst davor, erneut zu scheitern und wieder verletzt und enttäuscht zu werden oder auch, für seinen Herzenmenschen doch nicht gut genug zu sein - dass ihm einfach der Mut dazu fehlt, über seinen Schatten zu springen.


Und sich zu dieser tiefen Liebe zu bekennen. Sich der wahrhaftigen Liebe zu stellen. Und diese absolut zu einhundert Prozent zuzulassen. Und sie auch zu leben.


Oder aber er spürt überaus deutlich, dass in Wahrheit sein Herzensmensch noch nicht so weit ist,  diese Beziehung auch tatsächlich zu leben. Die Kontrolle Loszulassen. Sich auf sich selbst vollkommen einzulassen. Sein Herz weit zu öffnen und die Liebe auch bedingungslos zuzulassen. 


Diese Worte und diese Erkenntnis ist hart und tut unglaublich weh!


Aber – solange die Angst stärker ist und die Macht über die Liebe hat, kann aus einer verbindlichen Partnerschaft zwischen zusammengehörenden Dualen nicht wirklich etwas werden.


Und wenn man sich noch so sehr Ausreden und Selbsttäuschungen hingibt. Es nützt nichts.


Derjenige Seelenpartner und dasjenige Dual, die tief in ihren Ängsten und Blockaden festsitzen, müssen aus reinem und freien Willen heraus ganz von SELBST mitten durch ihre Angst gehen. Und so diese immense Angst auflösen. 


Das kann NICHT der Herzensmensch für seinen Kopfmenschen tun. Und der Kopfmensch kann das NICHT für seinen Herzensmenschen tun!

Denn – solange der Seelenpartner oder das Dual immer noch Angst hat, bedeutet das ebenfalls, dass das weibliche Dual im Netz seiner Angst oder der Kontrolle noch irgendwo festhängt.


BEIDE sind IMMER der Spiegel im Außen für das Innenleben des anderen!


Hat einer der beiden offensichtlich noch Angst, leiden in Wahrheit BEIDE unter der Angst. Wenn vielleicht auch auf unterschiedliche Art und Weise.

Und auch wenn diese Angst vielleicht auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Man muss schon sehr genau hinsehen, um die ganze Wahrheit hinter der Fassade zu erkennen.


Deshalb ist es so immens wichtig, dass jeder für SICH SELBST die Verantwortung übernimmt. Und sich nicht Ausreden hingibt und ihnen glaubt. Oder sich dahinter versteckt, um sich selbst etwas vorzumachen und sich zu trösten.


Je weiter der Kopfmensch sich im Außen von Ihnen entfernt und sich emotional vor Ihnen "versteckt", desto weiter sind SIE als Herzensmensch auch von Ihrem wahren SELBST im Inneren entfernt.


Einzige Ausnahme:


Wenn ER endlich anfängt, sich aktiv aus seiner eigenen Angst herauszuschälen. Weil er endlich begriffen hat, dass er vor seinen eigenen Gefühlen und vor seiner Vergangenheit flüchtet.


Und eben NICHT vor seinem Dual, dem Herzensmenschen davon rennt. Dann „muss“ er sich in sich selbst zurückziehen und den Kontakt erst einmal minimieren.


Auch wenn diese letzte Phase auf  dem Dualseelenweg für viele sensible Herzensmenschen wieder unerträglich und kaum auszuhalten ist:


 

  • Lassen Sie die tiefe Liebe vollständig zu, die zwischen Ihnen beiden fließt. Lassen Sie zu, dass diese Liebe sich in ihrer ganzen Kraft entfaltet und vervielfältigt.
  • Lassen Sie sich auf SICH SELBST und auch auf Ihr Dual und diese tiefe Liebe zwischen Ihnen beiden WIRKLICH ein.
  • Nehmen Sie alles an, wie es IST...und geben Sie den Kampf und die Kontrolle über die wahre Liebe komplett auf...
  • Geben Sie sich vollkommen dieser tiefen und wahrhaftigen Liebe HIN...geben Sie sich SICH SELBST hin...
  • SEHEN Sie ganz bewusst auf Ihr eigenes SELBST...und SEHEN Sie, wer Sie in Wahrheit wirklich sind...



Denn nur, wenn Sie aufhören, sich SICH SELBST in Ihrem natürlichen Sein zu verweigern, kann auch Ihr Dual aufhören, sich IHNEN zu verweigern!



Warum es so schwer für uns ist, das ‚Aushalten’ auszuhalten

 


Im Laufe des Dualseelenweges werden wir ja immer wieder damit konfrontiert, all die Dinge, die zwischen uns und unserem Dual passieren, auszuhalten. Und alles vertrauensvoll einfach geschehen zu lassen. Permanent sind wir dazu gezwungen, bei uns selbst zu bleiben und uns in unserem Herzen zu zentrieren. Es auszuhalten, wenn die Sehnsucht nach unserem Dual uns überflutet. Es auszuhalten, wenn die Seelenschmerzen uns quälen. Und urgewaltige Seelentränen – die Tränen der wahrhaftigen Liebe – sich ihren Weg aus der Tiefe unseres Seins stundenlang nach draußen bahnen, wie eine immersprudelnde Quelle, die sich nicht kontrollieren lässt. Es zuzulassen und auszuhalten, dass wir uns verletzlich und unseren Gefühlen hilflos ausgeliefert fühlen. Es zuzulassen und auszuhalten, dass wir uns enttäuscht und zurückgewiesen fühlen...


Immer wieder sind die Herzensmenschen es, die es aushalten dürfen, wenn der Kopfmensch sich nicht meldet. Weil er es wieder einmal vorzieht, sich selbst und seinen Sehnsüchten nach uns zu widerstehen. Weil sich nur so der energetische Prozess endgültig umkehren und unser Dual endlich einmal in die aktive Handlung uns gegenüber kommen kann. Immer wieder sind die Herzensmenschen es, für die es gilt, diese tiefe Liebe, die sie in sich spüren, vollkommen zuzulassen, auszuhalten und bei SICH zu behalten. Und einfach gar nichts mit dieser Liebe zu tun. Auch nichts mehr in „seine“ Richtung zu unternehmen, um in eine ernsthafte Bindung mit ihm zu gelangen. Vollkommen egal, welches unerträgliche Chaos ihrer Gefühle dabei in ihrem Inneren tobt. Und vollkommen egal, wie sehr wir es auch spüren, dass er uns ebenso sehr liebt, wie wir ihn. Dass er aber imstande ist, diese Liebe permanent zu unterdrücken und sie von sich wegzuschieben. ER hält dies eben einfach aus. Weil Kopfmenschen mit der Liebe grundsätzlich anders umgehen, als wir Herzensmenschen. Wir sind eben emotional und wollen ihm unsere Liebe immer wieder aktiv zeigen und er ist eben rational. Obwohl ER ganz genauso tief und intensiv empfindet. Seine Liebe aber auf eine vollkommen andere Art nach außen trägt.


Das ‚Aushalten’ auszuhalten ist auf unserem Entwicklungsweg eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt. Da es nahezu unerträglich für viele ist, die Dinge einfach vertrauensvoll geschehen zu lassen. Nichts mehr zu kontrollieren. Es nicht mehr in der Hand zu haben, IHN in irgendeiner Art und Weise zu beeinflussen, damit er sich nur ja für uns als Partnerin an seiner Seite und in seinem Leben entscheidet. Es tatsächlich anzunehmen und wirklich zu akzeptieren, dass er sich aus reinem und freien Willen bei uns melden und sich für uns entscheiden wird, wenn es für beide tatsächlich so vorherbestimmt ist. Und wenn er mit jeder Faser seines gesamten Seins UNS tagtäglich um sich haben, sehen und bei sich spüren möchte. Und nicht eine andere Person. Und auch nicht, weil wir – so wie in der Vergangenheit in unserem Leben - alles mögliche dafür tun, damit genau dies geschieht.

Die Hilflosigkeit, pure Verzweiflung und Wut auszuhalten, die uns immer wieder natürlicherweise überfällt, wenn wir die Kontrolle loslassen. Und unser Dual einfach nur SEIN und ihn seinen Weg gehen lassen. Gerade wenn er irgendwann in die „Schneckenhaus-Phase“ gerät und sich noch deutlicher als sonst vor uns zurückzieht.


Für diejenigen, die vorher doch über oft lange Zeit mehr oder weniger intensiven Kontakt mit ihrem Dual hatten, ist diese Phase eine der schwierigsten. Da sie mit einem Mal gezwungen sind, sich tatsächlich ausschließlich auf ihr eigenes Leben zu konzentrieren. Und nun oftmals sehr viel alleine sind. Da sie durch seinen Rückzug spätestens dann notgedrungen vollkommen auf SICH SELBST und auf ihr natürliches und authentisches Sein zurückgeworfen werden. Dabei aber nur so wieder Riesenschritte in ihrer Entwicklung vorwärts kommen.


Wobei die „Schneckenhaus-Phase“ bei beiden Dualseelen eintritt. Allerdings immer nur Zeitversetzt. Denn über lange Zeitstrecken ist es ja so, dass die Herzensmenschen es sind, die sich immer wieder in die Tiefe ihres Schneckenhauses zurückziehen. Weil sie aus Angst die innige Nähe zu ihrem Dual nicht zulassen können. Wenn sie dann irgendwann in ihrer ureigenen Mitte gelassen ruhen und die äußere Umkehrphase eingetreten ist, flüchten sich die Kopfmenschen aus purem Selbstschutz tief in ihr eigenes Schneckenhaus. Weil sie vollkommen hilflos dabei zusehen müssen und es erst einmal nicht verstehen, dass nun ihre eigenen – lange verdrängten – Gefühle an die Oberfläche ihres Bewusstsein gelangen. Und endlich aktiv gelebt werden wollen. Sie fühlen sich ihren eigenen Gefühlen hilflos ausgeliefert. Und auch das muss von ihnen erst einmal ausgehalten werden. Denn nun spüren SIE die deutliche Veränderung, die bei den weiblichen Herzensmenschen und zwischen beiden Dualen eingetreten ist.


Außerdem ziehen sie sich in ihr Schneckenhaus zurück und vermeiden den Kontakt zu ihrem Herzensmenschen, weil durch sie immer wieder Dinge angetriggert werden. Alte seelische und emotionale Verletzungen, Gefühle und Situationen, die die Kopfmenschen einfach nicht mehr spüren möchten. Mit denen sie nichts mehr zu tun haben wollen. Weil sie die Vergangenheit einfach nur vergessen und abschließen wollen. Und all dies deshalb sehr gekonnt immer wieder verdrängen. Dabei ist ihnen oft überhaupt nicht klar, dass sie im Endeffekt vor sich selbst davonlaufen. Nicht vor ihrem Dual. Die Kopfmenschen möchten einfach die Symptome nicht spüren, die durch den Kontakt zu ihrem Herzensmenschen immer wieder angetriggert werden. Und an die Oberfläche ihres Bewusstseins kommen. Leider lassen sie es so nicht zu, dass auch sie komplett ihre Seele heilen können, wenn sie sich auf diese tiefe Liebe zu ihrem Dual vollkommen einlassen würden. Genauso wie die Herzensmenschen sich durch diese tiefe Liebe zu ihrem Dual heilen konnten. Auch durch ihn sind ja immer wieder Dinge in uns angetriggert worden. Woraufhin auch wir uns immer wieder von ihm zurückgezogen haben. Allerdings vielleicht nicht still, leise und klammheimlich davongestohlen - sondern die Herzensmenschen kündigen einen (notwendigen) Rückzug oftmals explizit an. Nur der Kopfmensch reagiert darauf meist nicht und lässt seinen Herzensmenschen eben einfach SEIN. Und meldet sich in dieser Zeit auch nicht bei ihm. Er weiß ja sowieso, dass sein Dual wiederkommt und er seinen Herzensmenschen nicht verliert. Er sitzt diese Zeit dann eben einfach aus. Und wenn es ihm noch so schlecht dabei geht. Und auch er insgeheim leidet. Was er natürlich nach außen hin niemals zugeben würde. Aber wenn wir als hochsensible (und hochsensitive) Menschen ganz genau hinsehen, bekommen wir das sehr wohl sowieso mit.


Das ‚Aushalten’ auszuhalten zieht also weite Kreise bei beiden Dualen und bezieht sich auf alle möglichen Ebenen...


In der „Schneckenhaus-Phase“ angekommen, kann man jetzt spekulieren, ob das männliche Dual sich zurückzieht, um seinem weiblichen Dual die Zeit und den Raum zu geben, um wahrhaftig bei SICH zu bleiben und in ihrer natürlichen Weiblichkeit zu ruhen. Zu lernen, die Dinge eben tatsächlich anzunehmen, geschehen zu lassen und genau dies auch auszuhalten. Und wirklich nichts mehr aktiv in seine Richtung zu unternehmen, um in eine „richtige“ Beziehung mit ihm zu kommen.


Oder ist es genau andersherum und das weibliche Dual zieht sich gelassen in sich selbst zurück und bleibt ganz bei SICH, um dem männlichen Dual die Zeit und den Raum zu lassen, sich zu entwickeln. Und seine Angst aufzulösen. Dem Ganzen seinen natürlichen Lauf zu lassen, damit die Energie sich vollständig umkehren und der Kopfmensch ganz in seine wahrhaftige Männlichkeit (zurück-) gelangen kann.


Im Endeffekt kann man diese beiden Aussagen drehen und wenden, wie man will, beide Duale ziehen sich immer wieder gegenseitig in der Entwicklung mit.


Mal ist der Herzensmensch schneller und der Kopfmensch braucht Zeit und Raum – dann wieder überholt ihn der Kopfmensch und wartet geduldig auf sein „Herzens-Dual“...


Da ich immer wieder gefragt werde, wie man denn nun das ‚Aushalten’ aushalten kann, möchte ich Ihnen das mit einem imaginären Bild erklären.


Stellen Sie sich vor, Sie stehen mitten in der Natur im Freien - in einem tobenden Sturm am Meer. Und fühlen sich diesem Sturm hilflos ausgeliefert. Das Meer ist aufgewühlt und hohe Wellen rollen immer wieder aufs Neue an Land. Das Wasser des Meeres fließt über weite Strecken über den weitläufigen Strand. Und der Sturm zerrt mit all seiner Kraft an allen Ecken und Enden an Ihnen. Versucht, Sie von Ihren Füßen zu wehen. Denn Sie können diesen Sturm mit nichts kontrollieren. Da dies ein vollkommen natürlicher Vorgang ist. Denn Sie können weder dem Meer, noch dem Wind trotzen.


Trotzdem kämpfen Sie dagegen an, dass dieser Sturm Sie nicht umweht. Sie stemmen sich mit all Ihrer eigenen Kraft gegen die natürliche Kraft dieses Windes.

Auch können Sie versuchen, diesem Sturm zu entkommen und vor ihm zu fliehen. Doch das wird Ihnen nicht gelingen. Denn der Sturm ist überall um Sie herum. Da wo Sie hingehen, ist dieser Sturm bereits vor Ort.


Sie kämpfen hier gegen eine Kraft, die Ihnen vollkommen überlegen ist! Denn so sanft und zart Sie eine sanfte Brise dieses Windes auch umschmeicheln - und wenn die Sonne im Sommer heiß auf Sie niederbrennt, auch kühlen kann - so gefährlich kann sich seine unbändige Kraft auf Ihr gesamtes Sein auswirken.


Alles was Sie tun können, ist im Endeffekt nur eins. Sie können es annehmen und akzeptieren, dass dieser Sturm nun einmal da ist. Und Ihr gesamtes Sein beeinflusst. Dass der Sturm nicht kontrollierbar ist, weil von der Natur gegeben. Seine Macht in Wahrheit so viel stärker ist, als Ihr menschliches Sein und Tun. 


Sie können es annehmen und akzeptieren, dass der Sturm Sie umtobt. Dass er Ihnen das Atmen erschwert. Dass Sie kaum noch stehen und vorwärts gehen können.


Sie können sich auch mitten in den tobenden Wind „hineinwerfen“. Sich ihm vertrauensvoll hingeben und den Sturm genießen. Ihre Arme nach beiden Seiten weit ausstrecken und den unbändigen Wind dabei einfach nur SEIN lassen. Es zulassen, dass die Natur ihren Lauf nimmt. Den Sturm bewusst auf sich wirken lassen.


Es mit all Ihren Sinnen bewusst spüren, was der Wind mit Ihnen macht. Dass der Wind in Wahrheit Ihnen ja überhaupt nicht schaden will, sondern dass er nur das tut, was eben seine Bestimmung ist. Er ist eben der Wind. Und erfüllt nur seine ihm von der Natur gegebene Aufgabe.


Nicht der Wind an sich ist also gefährlich, sondern wenn wir uns dieser urgewaltigen Kraft mit unserem vollen Bewusstsein ausliefern, kann das verheerende Folgen für uns haben. 


Deshalb dürfen Sie diesen Sturm einfach nur aushalten lernen...


Und genauso ist es mit der immensen Energie zwischen zusammengehörenden Dualseelen. Diese natürliche Kraft ist so viel stärker, uns allen vollkommen überlegen, dass wir es nicht schaffen, diese zu kontrollieren. Oder dagegen anzukämpfen. Und uns immer wieder dagegenzustemmen. Uns dagegen zu wehren.


Dieser immensen (Liebes-) Energie auf Dauer zu widerstehen.


Das einzige, was wirklich etwas bringt, ist, wenn wir diesen naturgegebenen Sturm, in dem wir stehen – die energetischen Prozesse zwischen unserem Dual und uns – einfach zulassen und aushalten lernen.


All unseren inneren Widerstand aufgeben. Die Kontrolle vollkommen Loslassen. 


Auch wenn sich dann ein Gefühl in uns bildet, das sich am ehesten mit einem Gefühl der Vernichtung beschreiben lässt...


Die Kontrolle Loszulassen und all unsere inneren Widerstände aufzugeben, den Kampf gegen uns selbst und unser wahres authentisches Sein aufzugeben, fühlt sich in etwa so an, als wenn wir ganz nah an einem Abgrund stehen. Nicht wissend, dass sich dort ein Abgrund befindet. Wir machen einen Schritt zu weit und fallen urplötzlich ins bodenlose Nichts...einen Weg zurück in unser altes Leben und unser altes "verkorkstes" Sein gibt es nicht mehr. Der unglaubliche Sog des Lebens zieht uns immer weiter. Wir wissen zwar, WO wir landen und ankommen werden, wir wissen dass uns nichts passiert, weil alles seine Richtigkeit hat, so wie es geschieht, aber wir wissen nicht WANN. Und wir wissen auch nicht, was dazwischen alles passiert. Dies erleben wir nur von Augenblick zu Augenblick. Und während wir so im gefühlten Nichts dahintrudeln, fliegen unzählige Gedanken an uns vorbei...alle möglichen Gefühle tauchen auf und wollen gefühlt und ganz bewusst von uns durchlebt werden...all das was nun passiert, will von uns ausgehalten werden...


Und es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als diesem ganzen Geschehen bedingungslos zu vertrauen.


All das kostet uns eine unbändige und unbeschreibliche Kraft. Auf jeglichen vorhandenen Ebenen unseres (hochsensiblen) Seins. Pure Erschöpfung macht sich in uns breit. Und es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns Ruhe, Entspannung und nochmals Ruhe zu gönnen. Uns ganz bewusst auf uns selbst zu besinnen. Viel zu schlafen und nur noch die Dinge zu tun, die uns wirklich und wahrhaftig wichtig sind. Uns nur noch mit den Menschen zu umgeben, die tatsächlich in unser Leben gehören. Und die auch wirklich in unserem Leben sein wollen. 


Und während dieses ganzen Prozesses - in dieser alles verändernden Lebens- und Entwicklungs-Phase - mitten im kraftvollen Sog des Lebens, fühlen wir uns von unserer tiefen, intensiven Liebe eingehüllt, umhüllt und beschützt, wie von einer unsichtbare Glasglocke, die unser gesamtes Sein umgibt.


Wir befinden uns vollkommen IN grenzenloser Liebe...in Liebe zu UNS SELBST und zu unserem Dual...


Und nur das - wirklich alles anzunehmen, zuzulassen und auszuhalten - bringt uns weiter auf unserem Weg - dem Weg der tiefen, wahrhaftigen (Seelen-) Liebe...und beide Duale einander wirklich nah. 



Was das Spiegeln zwischen Dualseelen wirklich bedeutet



Wenn es keine Spiegel gäbe, wüssten wir nicht unsere Augenfarbe. Da wir unsere Augen selbst nicht sehen können. Wenn es keine Spiegel gäbe, wüssten wir nicht, wie unser eigenes Gesicht aussieht. Denn wir können unser Gesicht nicht sehen. Wenn es keine Menschen gäbe, die uns bestätigen, was sie in uns wahrnehmen, spüren und sehen, wüssten wir nicht, was in uns selbst vorgeht. Denn jeder Mensch, der uns begegnet, ist in einem gewissen Sinne unser Spiegel. Und je näher uns dieser Mensch emotional und seelisch kommt, desto klarer und tiefer wird dieser Spiegel. Ein menschlicher Spiegel, der uns all das zeigt, was tief in unserem Unterbewusstsein, in unserem Herzen und in dem grenzenlos weiten Raum unserer Seele verborgen ist.   


Wenn es keine Menschen gäbe, die uns mit ihrem Verhalten spiegeln, wüssten wir nicht, dass wir unbewusst all unsere seelischen und emotionalen Defizite auf sie projizieren. Damit wir die „blinden Flecke“ unseres Seelen- und Gefühlslebens überhaupt erkennen. Wir brauchen daher Spiegel. Und wir brauchen andere Menschen. Um wahrzunehmen, zu erkennen und zu sehen, was sie uns mit ihrem Verhalten mitteilen wollen.  


Unsere Dualseele ist unser Äquivalent. Unsere perfekte Ergänzung.     


Deshalb ist ER auch als einziger Mensch auf Erden in der Lage, uns dermaßen tief und intensiv zu spiegeln, so dass kein Stein unseres Seelen- und Gefühlslebens mehr auf dem anderen bleibt. Weil unsere Dualseele der Mensch ist, in dem wir UNS SELBST zu einhundert Prozent erkennen.    


Das kann kein anderer Mensch auf dieser Erde tun. Nicht unsere Eltern, nicht unsere Kinder, nicht unsere Geschwister. Und auch nicht unsere besten Freunde und jeweiligen Partner in unserem Leben. Sie spiegeln uns zwar auch, aber nicht annähernd so tief und intensiv, wie unser Dual dazu in der Lage ist.    


Dabei spiegelt er uns all die Dinge, die wir in unserer Vergangenheit verdrängt, ignoriert und weggeschoben haben. Mit denen wir einfach nichts zu tun haben wollen. Die hinter einem dichten Schleier des Vergessens gelandet sind. Weil wir uns so sicherer fühlen. Und unser Leben leichter bewältigen können.    


Indem wir diese einzigartige und tiefe Liebe zu unserem Dual empfinden, kommen wir überhaupt erst in die Lage, all unsere verdrängten, vergessenen und abgespaltenen Seelenanteile wieder zu uns zurückzuholen. Und unsere Seele und somit unser wahres Sein wieder zu vervollständigen. Durch unser Dual werden wir wieder „ganz“ und fühlen uns endlich vollkommen. Nur so kommen wir überhaupt in die glückliche Lage, authentisch zu werden.    


 

  • In die pure Essenz unserer Seele und in unser pures und wahres SEIN einzutauchen.
  • Die Energie unserer Liebe wirklich bewusst zu spüren und im Raum unseres Herzens fest zu verankern.
  • Das Leben und die wahrhaftige Liebe – unser vollkommen authentisches Sein – endlich zu FÜHLEN.

 

     

    Jedesmal, wenn wir seelisch oder emotional von einem anderen Menschen verletzt werden, spalten wir diesen Teil unseres Herzens oder unserer Seele von uns ab. Weil es viel zu weh tut und uns viel zu sehr schmerzt, uns mit diesen Verletzungen zu beschäftigen. Und uns damit auseinanderzusetzen. Jedesmal, wenn wir uns von einem anderen Menschen verletzt oder verraten fühlen, stocken wir damit unsere alten Verletzungen auf. Und vervielfältigen sie. Durch Schlüsselreize werden diese immer wieder in unser Bewusstsein gerufen. Was uns – je nach Stärke und Intensität unserer Verletzung – so sehr weh tut, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als diesen Teil von unserem Herzen oder unserer Seele von uns abzuspalten. Und diese Dinge zu verdrängen.   


    Was aber automatisch dazu führt, dass wir uns im Laufe der Zeit immer unvollkommener fühlen. Und uns vollkommen umsonst abmühen, wir selbst zu sein. Weil uns das überhaupt nicht gelingen kann, solange diese vergessenen und abgespalteten Anteile uns fehlen. Wir können noch so sehr versuchen, uns zu perfektionieren, es wird nicht funktionieren.    


    Wir können überhaupt nicht wir selbst und vollkommen authentisch sein. Wir können uns überhaupt nicht gelassen in unserer ureigenen Mitte befinden. Nicht, solange unser Herz und unsere Seele nicht vollkommen ist. Solange noch irgendwelche Gefühls- oder Seelensplitter irgendwo außerhalb von uns existieren. Beziehungsweise wir diese Gefühls- und Seelensplitter auf einen anderen Menschen projizieren und so überhaupt erst sichtbar für uns machen.    


    Deshalb fühlen wir auch so einen immensen Mangel in uns. Deshalb fühlen wir uns emotional und seelisch ausgehungert und leer, bevor unsere Dualseele in unser Leben schneit. Und wir so immens bedürftig sind, was unser Liebesleben angeht.    


    Mit seinem Verhalten zeigt unser Dual uns sehr genau, welche unserer eigenen Anteile wir nicht ausleben können. Was wir verdrängen. Was wir nicht wahrhaben wollen. Was wir selbst nicht sehen und erkennen können. Wo es einen Mangel in uns gibt. Worin wir Defizite haben. Wovor wir Angst haben. Wo unsere inneren Widerstände und Blockaden sitzen. Welche destruktiven Glaubenssätze wir in uns tragen. Wogegen wir uns wehren. Was uns nervt und was uns stresst. Was in künstlich erzeugte Disharmonie geraten ist.    


    Unser Dual ist sozusagen die weiße Wand, auf die wir – wie mit einem Diaprojektor - unsere inneren Bilder werfen, um sie so sichtbar für uns werden zu lassen. Denn nur so können wir genau erkennen, welche Einzelheiten jedes dieser Bilder enthält. Und im Laufe unseres Entwicklungsprozesses werfen wir immer weitere dieser Bilder auf diese weiße Wand. Die dann durch das Verhalten unseres Duals für uns im Außen sichtbar werden. Und wir können sämtliche unserer verlorenen und verdrängten Seelenanteile wieder zu uns „nach Hause“ zurückholen. Daher kommt auch das immens starke Gefühl, dass wir uns bei ihm mit unserem ganzen Herzen und mit unserer ganzen Seele vollkommen zuhause fühlen. Weil wir bei ihm zuhause SIND. Denn er ist ja unser Gegenstück. Unsere perfekte Ergänzung. Und wir uns durch IHN in Wahrheit in UNS SELBST wieder zuhause fühlen. Weil wir durch IHN wieder ganz und vollkommen werden. Und durch IHN ganz in UNS SELBST angekommen sind.    


    Wir brauchen unser Dual also, um aus unserem oft viele Jahre lang anhaltenden „Dornröschenschlaf“ endlich aufzuwachen. Wir brauchen unser Dual, um uns aus unseren Selbstbegrenzungen zu befreien. Um all unsere Widerstände zu beseitigen. Um unser wahres Sein zu befreien und endlich sichtbar werden zu lassen.    


    Mit der Zeit werden die Bilder, die wir durch den Diaprojektor an diese weiße Wand – also auf unser Dual – werfen, immer weniger. Weil wir immer mehr in unsere Mitte kommen. Uns immer weiter vervollkommnen. Immer authentischer und gelassener werden. Und zwar solange, bis keine inneren Bilder (keine „blinden Flecke“ unserer Seele, keine emotionalen Defizite) mehr vorhanden sind, die wir auf ihn werfen könnten. Solange, bis alles unbewusste uns bewusst geworden ist.    


    Der Diaprojektor ist hier übrigens als Synonym zu sehen. Als Synonym für die grenzenlose und tiefe Liebe, die wir für unser Dual empfinden.    


    Ohne diesen „Diaprojektor“ – ohne diese tiefe, intensive und wahrhaftige Liebe – wären wir niemals in der Lage, unsere inneren Bilder so vollständig und komplett auf diese weiße Wand – auf unser Dual – zu werfen. Und die „blinden Flecke“ unseres Seelen- und Gefühlslebens auf ihn zu projizieren. Und er uns diese Dinge dann mit seinem Verhalten kristallklar spiegelt. Und so überaus deutlich sichtbar für uns macht. Denn von keinem anderen Menschen würden wir uns all diese Dinge gefallen lassen, die wir uns von unserem Dual gefallen lassen. Von keinem anderen Menschen würden wir uns jemals dermaßen abweisen und zurückweisen lassen, ohne dass wir knallharte Konsequenzen daraus ziehen würden. 


    Denn diese unbeschreiblich tiefe Liebe verzeiht alles. Sie lässt uns milde werden. Sie lässt uns gnädig sein.


    Diese Liebe, die wir im Endeffekt für UNS SELBST empfinden. Weil wir selbst diese grenzenlose Liebe SIND. Diese Liebe, die immer schon in uns war. Die wir nur vergessen und verdrängt hatten.     


    Genau wie die vielen künstlich erzeugten Disharmonien in unserem authentischen und wahren Sein. Diese Liebe, die verdeckt war, durch eine dicke Schicht Angst und wir diese Liebe deshalb nicht sehen und erkennen konnten. Die wir nicht spüren konnten. Da die Liebe durch eine solch immense Decke aus Angst überhaupt nicht spürbar sein kann. Alles was wir spüren konnten, war die Angst. Waren die Blockaden und inneren Widerstände, die uns von der wahren Liebe getrennt gehalten hatten. Die die Macht in unserem Leben übernommen haben. Von der wir uns überrumpeln ließen und die uns korrumpiert und vollkommen vereinnahmt hat.    


    Unser Dual lässt es mit einer stoischen Ruhe und Engelsgeduld zu, dass wir all unsere inneren Bilder auf ihn werfen. Und sie so sichtbar für uns werden lassen. Weil er ganz genau weiß, dass wir uns nur so vervollkommnen können. Dass wir nur so wieder „ganz“ in uns werden.    


    Still, wortlos und gelassen hält und trägt er uns und ist uns solange ein wahrer Fels in der Brandung, bis wir innerlich so weit gefestigt sind, dass wir uns selber wieder tragen und halten können. Dann erst kehrt sich energetisch alles zwischen beiden Dualen um. Und er kann in seine eigene Heilung gehen.    


    Denn er liebt uns ja von Anfang an genauso wie wir ihn. Nur er zwingt sich dazu, diese Liebe wegzudrücken und zu ignorieren – ja sie oft sogar regelrecht zu verleugnen. Weil er sehr genau spürt, dass er uns nicht befreien kann. Sondern dass wir selbst es sind, die wir uns befreien müssen.    


    Zuallererst einmal von unseren Erwartungen befreien. Erwartungen, dass er uns aus unserem „Dornröschenschlaf“ wach küsst. Denn das darf er gar nicht tun. Das kann er auch nicht tun. Wir können uns nur selbst von innen heraus aus all unseren Begrenzungen befreien. Die wir uns im Laufe der Zeit in unserem Leben selber hochgezogen haben. Und durch die unser Dual von außen gar nicht durch kommt.     


    Von unseren Erwartungen befreien, dass er uns unsere Bedürfnisse erfüllt. Denn das kann er gar nicht tun. Will er vielleicht auch gar nicht mehr, weil er selber viel zu viel negative Dinge erlebt und seelische und emotionale Verletzungen erlitten hat. Weil er selber ganz immense Ängste in sich trägt, nicht zu genügen. Nicht er selber sein zu dürfen. Weil er seine eigenen Ängste ebenfalls erst einmal auflösen und heilen muss.    


    Was er aber erst dann wirklich und wahrhaftig tun kann, wenn wir selber vollkommen geworden sind. Und gelassen in unserer ureigenen Mitte ruhen. All unsere verdrängten und vergessenen Anteile unserer Seele wieder zu uns zurückgeholt haben. Und keine inneren Bilder mehr übrig sind, die wir durch den „Diaprojektor“ unserer Liebe auf ihn als die weiße Wand werfen müssen. Und die er uns mit seinem Verhalten dann spiegelt. Nichts mehr in uns da ist, dass angetriggert wird, durch sein Verhalten, dass er uns gegenüber an den Tag legt. 


    Erst jetzt – in dieser Phase, wenn beide Duale sich vollkommen geheilt haben, kommen beide tatsächlich in die Lage, eine wirkliche und dauerhafte Bindung und Beziehung miteinander einzugehen. Keine Sekunde vorher. Es passiert alles genau im richtigen Augenblick. 


    Alles was Sie im Endeffekt wirklich tun können, ist, zu vertrauen und selbst mit stoischer Ruhe und Gelassenheit und ebenfalls mit einer Engelsgeduld zu „warten“, bis Ihr Dual soweit ist. Bis Sie selbst soweit sind. Bis Sie beide soweit sind. Dann wird alles gut werden...


    Denn Sie „brauchen“ ihn nun nicht mehr als die weiße Wand, die durch den „Diaprojektor“ Ihrer Liebe Ihre inneren Bilder sichtbar für Sie macht. Sie brauchen ihn nun nicht mehr als Ihren Spiegel.


    Sie „brauchen“ ihn nun nicht mehr für Ihre unerfüllten Erwartungen. Weil Sie nun in der Lage sind, sich selbst zu erfüllen. Sich selbst glücklich zu machen. Innerlich zufrieden zu sein. Authentisch zu SEIN. Gelassen zu SEIN. In Ihrer ureigenen Mitte zu ruhen.


    Sie „brauchen“ ihn jetzt nur noch als das, was er in Wahrheit bereits von Anfang an war. 

    Was Sie nur vor lauter Angst, diese grenzenlose und tiefe Seelenliebe und IHN wieder zu verlieren, nicht wahrgenommen, gesehen und erkannt haben.


    Nämlich, Ihr Dual als die wundervolle – vom Leben geschenkte – perfekte Ergänzung und zusätzliche Bereicherung in Ihrem ohnehin erfüllten und ausgefüllten Leben zu sehen.   



    Denken oder Fühlen - worauf es bei Dualseelen wirklich ankommt



    Angst oder Liebe – wir haben immer die Wahl. Wenn wir eine Entscheidung für uns treffen, hören wir entweder auf unser Herz oder wir lassen uns von unseren Gedanken leiten. Immer müssen wir dann mit den Konsequenzen leben, die sich aus den jeweiligen Entscheidungen heraus bilden. Was vollkommen andere sind, wenn wir aus unserem Kopf, als aus unserem Herzen heraus wählen. Bei Seelenpartnern und Dualseelen ist ja immer wieder die Rede davon, ins Herz zu gehen und zu fühlen. Natürlich reicht es nicht, ausschließlich nach unserem Herzen zu leben. Und unseren Verstand zu ignorieren. Wir brauchen beides in unserem Leben, um Entscheidungen für uns zu treffen. Vor allem, wenn es darum geht, ob wir den Weg der Angst oder der wahren Liebe wählen, was unseren Seelenpartner oder unser Dual betrifft. Wenn es heißt, in unser Herz zu gehen und die Dinge zu fühlen, bedeutet dies ganz einfach, dass wir unsere (Selbst-) Liebe in unserem Herzen verankern. Dass wir uns mit unserer (Selbst-) Liebe in unserem Fühlen zentrieren. Was aber nun NICHT heißt, dass wir unseren Verstand vollkommen außen vor lassen. Und überhaupt nicht mehr auf unsere Gedanken achten sollen. Denn bei Dualseelen geht es ja gerade darum, Kopf und Herz in Einklang und eine natürliche Balance zu bringen.


    Weder können wir nur mit unserem Kopf entscheiden, noch können wir nur aus unserem Herzen heraus und nur nach unseren Gefühlen agieren. Denn jeder Pol braucht seinen Gegenpol, um harmonisch einfach Sein zu können.


    Die Kopfmenschen befinden sich viel zu sehr in der vermeintlichen Sicherheit ihres Verstandes, während wir Gefühls- und Herzensmenschen viel zu sehr in unseren Emotionen verhaftet sind.


    Wenn wir Entscheidungen für uns treffen, brauchen wir unseren Verstand. Denn unser Denken argumentiert die Fakten und unser Fühlen bestätigt oder relativiert unsere gedanklich getroffenen Entscheidungen. Was wir allerdings NICHT tun sollten, ist, uns in negativen oder destruktiven Gedanken zu verlieren. Uns in der Illusions-Falle des Denkens zu verfangen. Denn ganz schnell passiert es sonst, dass wir uns im riesigen Netz unserer gedanklichen Bewertungen verfangen.


    Unser Herz sagt uns dabei sehr genau, WIE sich eine Entscheidung für uns ANFÜHLT, die wir mit unserem Verstand getroffen haben:


     

    • Ob wir uns wohl mit dieser Entscheidung FÜHLEN
    • Ob diese Entscheidung sich wirklich passend für uns ANFÜHLT
    • Ob diese Entscheidung sich stimmig für uns ANFÜHLT
    • Ob wir mit den Konsequenzen leben können, die diese Entscheidung nach sich zieht und wie sich dieses genau ANFÜHLT
    • Ob sich diese Entscheidung wirklich wichtig für uns ANFÜHLT

     


    Unsere Intuition und unser natürlicher Instinkt unterstützt uns hierbei noch. Und funktioniert dabei ausschließlich über unser Fühlen. Das geht nicht mit unserem Verstand. Nicht mit unserem Denken. Viele Menschen können dabei nicht unterscheiden, ob es nun die Angst ist, die sie in sich spüren oder die Stimme ihrer Intuition oder ihres natürlichen Instinktes sich meldet. Die Angst hat hier die Macht übernommen. Und bestimmt die Regeln.


    Was wir nicht tun können, ist, unseren Verstand abzuschalten. Auch wenn wir das noch sooft probieren. 

    Das einzige, was wir tatsächlich wirkungsvoll tun können, ist, unsere Gedanken frei zu lassen. Sie loszulassen und uns nicht daran festzuklammern. 


    Bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen ist es ja per se ein Problem, dass sie zuviel denken. Und sehr leicht im riesigen Netz ihrer immerzu sprudelnden Gedanken hängen bleiben. Auch haben sie oft eine immense Angst, sich in irgendwelche Dinge zu „verrennen“. Und sich auf die „falschen“ Dinge zu konzentrieren. Ganz besonders, was die Seelenpartner und Dualseelen betrifft. Viele Menschen bilden dann enorme (Selbst-) Zweifel in sich. Und wissen nicht, was „richtig“ oder „falsch“ für sie ist. Wie sich die Dinge tatsächlich ANFÜHLEN. Weil sie ihrem Gefühl nicht vertrauen. Und die Angst die Macht übernommen hat.


    Wenn man das Gefühl hat, sich in irgendetwas zu „verrennen“, was seinen Seelenpartner oder sein Dual betrifft, „verrennt“ man sich in Wahrheit in Gedanken. Und befindet sich schon in der Illusions-Falle des Denkens. Und viel zu wenig in seinem ureigenen Fühlen.


    Auch ich schreibe und spreche ja immer davon, dass es wichtig ist, ins Fühlen zu gehen. Und sich in seinem Herzen zu zentrieren. Was auch vollkommen richtig ist. Denn anders können wir unsere tiefe Liebe nicht in unserem Herzen verankern.


    Dazu müssen wir nun einmal diese Liebe tief in unserem Herzen fühlen...


    Wenn wir (Selbst-) Zweifel und Unsicherheit ausräumen wollen, müssen wir die Liebe in unserem Herzen fühlen.

    Wenn wir Angst auflösen wollen, müssen wir uns in unserem Herzen verankern und die Liebe fühlen.


    Es gibt Dinge, die können wir ausschließlich in unserem Herzen FÜHLEN. Hier nützt es überhaupt nichts, wenn wir uns in unserem Verstand aufhalten:


     

    • Liebe
    • Vertrauen
    • Glauben
    • Hoffnung
    • Dankbarkeit
    • Geduld
    • Gelassenheit
    • Innere Ruhe

     
     
    sind alles Dinge, die wir in unserem Herzen FÜHLEN müssen. Hier müssen wir uns in unseren Gefühlen verankern. 
    Und auch:


     

    • Glück
    • Freude
    • Zufriedenheit

     


    können wir ausschließlich in unserem Herzen fühlen.


    Und gerade für die Kopfmenschen gilt dies ganz besonders. Gerade sie sind es, die sich permanent und viel zu viel in Ihrem (bewertenden) Verstand befinden. Anstatt zu fühlen und auf die Stimme ihres Herzens zu vertrauen.


    Sie sind es, die nach außen hin so TUN, als ob ihre Herzen verschlossen sind und sie vermeintlich keine Gefühle für ihren Herzensmenschen hätten. Und die dabei vor ihren eigenen Gefühlen weglaufen. Und diese tiefe Liebe unterdrücken und verdrängen. Und dies alles nur aus purer Angst.


    Kopfmenschen – Herzensmenschen – was ist nun wirklich der Unterschied?

    Was mich persönlich betrifft, bin ich schon immer ein Mensch, der in seinen Gefühlen schwelgt. Und seine Emotionen nach außen hin zeigt. Mir sieht man grundsätzlich immer an, wie ich mich gerade fühle. Und welche Laune ich gerade habe. Was aber auch daran liegt, dass ich hochsensibel und hochsensitiv bin. Ich kann meine Gefühle gar nicht verbergen. Ich teile meine Gefühle immer mit. Ich kann sie nicht für mich behalten. Was absolut gegen mein Naturell wäre. Ich bin der typische – absolut sensible und sehr emotionale – Herzensmensch. Trotzdem ist mir über viele Jahre immer wieder aufgefallen, wie sehr ich mich doch trotzdem in meinem Denken befinde. Und permanent zwischen meinem Kopf und meinem Herzen hin und her schalte. Und mir ist außerdem aufgefallen, wie sehr ich früher aus Angst oft emotional überreagiert habe, wenn es zu entsprechenden Situationen kam. Und wie sehr mein Verstand und mein Herz noch vor wenigen Jahren erbitterte Kämpfe miteinander geführt haben. Denn mein ganzes Leben war von einer massiven Verlustangst geprägt. Deren Wurzeln ich sehr genau kenne. Und die tief in meiner Kindheit vergraben sind. Eine Angst, die ich erst durch mein Dual vollkommen überwinden durfte.


    Es ist also definitiv machbar, all seine Angst, den geliebten Menschen wieder zu verlieren, aufzulösen.


    Der „typische“ Kopfmensch ist nach meiner Erfahrung emotional verschlossen. Zumindest TUT er aus Selbstschutz nach außen hin so, als ob sein Herz verschlossen wäre. Man kann mit ihm über alles sprechen, nur nicht über seine eigenen Gefühle. Kopfmenschen wirken nach außen hin oft kalt, gefühllos und abweisend. Obwohl sie das in Wahrheit gar nicht sind.


    Kopfmenschen sind normalerweise sehr beständig und emotional stabil. Sie sind äußerst zuverlässig, sehr verantwortungs- und pflichtbewusst und wenn man sie wirklich braucht und wenn es wirklich wichtig ist, sind sie immer für einen da. Sie unterstützen einen in allem was man tut und was man für sich will. Diese Erfahrung habe ich persönlich zumindest gemacht und mache sie mit meiner wahren Dualseele immer noch.


    Ich persönlich habe mich immer für den Weg der wahren Liebe entschieden. Für den Weg meines Herzens und den Weg meiner Seele. Musste dafür aber auch mit den Konsequenzen leben. Im positiven, wie im negativen Sinne. Denn das Leben hat mir immer genau den Menschen an meine Seite geschickt, den ich mir aus meinem Herzen und meinem Gefühl heraus für mich gewünscht habe. Und den ich in der jeweiligen Phase meines Lebens für meine seelische Weiterentwicklung gebraucht habe. Und ich musste mitten durch meine massive Angst gehen, um sie wirklich dauerhaft zu überwinden. Das war teilweise sehr hart und schwer und kostet unglaubliche Energie und Kraft. Aber ist definitiv machbar. Und die tiefe, wahrhaftige Liebe hat mir die Kraft dazu gegeben. 


    Heute ruhe ich vollkommen gelassen in meiner ureigenen Mitte und befinde mich vollständig in meiner natürlichen Weiblichkeit und kann das Leben vertrauensvoll geschehen lassen. Die wahre Liebe vollkommen frei fließen lassen. Mein Leben befindet sich im Fluss und mein Denken und Fühlen – Kopf und Herz - ist ausbalanciert.


    Meine wahre Dualseele ist für mich das größte und wertvollste Geschenk, dass das Leben mir jemals in Form eines liebenden Mannes gemacht hat. Und auch er weiß von unser tiefen und untrennbaren Seelenverbindung. Er spürt sie genauso intensiv wie ich. Er ist der Mensch in meinem Leben, der mir auf jeglichen Ebenen meines sensiblen und sensitiven Seins einfach nur unbeschreiblich gut tut. Und wir absolut innig und intensiv miteinander verbunden sind. 


    Niemand sollte an der Liebe seines Seelenpartners oder Duals zweifeln. Oder gar die gesamte untrennbare Seelenverbindung in Frage stellen. Man muss nur sehr bewusst hinsehen. Denn es ist die pure Angst, die diese Menschen daran hindert, ihr Herz zu öffnen und tatsächlich zu ihren Gefühlen zu stehen. Sich wirklich verbindlich vollständig einzulassen. 


    Die intensive und tiefe, wahrhaftige Liebe und die innige Seelenverbindung IST. Sie ist nicht leugbar. Nicht wegschiebbar. Nicht kontrollierbar. Nicht trennbar. 


    Rückzüge haben niemals etwas mit den Herzensmenschen an sich zu tun. Sondern dies liegt einzig an den wahren Gefühlen der Kopfmenschen, die sie die Flucht ergreifen lassen. Es sind die – oft sehr subtil spürbaren und nicht erfüllbaren - Erwartungen der Herzensmenschen, die sie flüchten lassen. Es sind ihre ureigenen Ängste, die dazu führen, dass sie sich in ihr Schneckenhaus zurückziehen. Es sind Dinge, von den Herzensmenschen unbewusst angetriggert in den Kopfmenschen, die den Flucht-Impuls bei diesen auslösen. So können sie nicht anders, als wieder in einen Rückzug zu gehen. Sie müssen sich ganz einfach emotional und seelisch schützen. Vor allem, wenn sie sehr sensibel sind. 


    Bei den männlichen Dualseelen wirkt sich die Angst anders aus, als bei den weiblichen Dualen.


    Männliche Duale – zumindest, wenn sie sehr in ihrem Verstand verhaftet sind, haben pure Angst, sich auf diese tiefe Liebe einzulassen. Und offen zu ihren Gefühlen zu stehen. Sie tragen die massive Angst in sich, ihr weibliches Dual nicht halten zu können. Zumindest nicht, solange sie noch irgendwelche Erwartungen von Seiten der Herzensmenschen spüren. Und sie haben eine immense Angst, sich selbst zu verlieren. 


    Und weibliche Duale haben teils massive Ängste, diese einzigartige Seelenliebe und ihr Dual wieder zu verlieren. Die Herzensmenschen sind es, die oft ihre Herzen vor der wahren Liebe verschlossen halten. Die dicke Schutzmauern und hohe, dichte Dornenhecken um ihr Herz herum errichtet haben. Durch die es kein wirkliches durchdringen gibt. Die Herzensmenschen sind es, die massive Angst davor haben, wirklich und wahrhaftig geliebt zu werden. Die ebenfalls die Flucht ergreifen. Wenn auch aus anderen Gründen.


    Beide – Kopfmensch und Herzensmensch – tragen dabei oft die tiefe Angst in sich, nicht gut genug für den anderen zu sein. 


    Und dies fängt immer im Verstand mit den bewertenden Gedanken an. Mit all den negativen Konditionierungen und Glaubenssätzen, die sie in sich tragen.


    Denn das Herz spricht eine vollkommen andere Sprache. Das Herz kennt es nur, zu fühlen.


    Die Kopfmenschen TUN also aus purer Angst oft so, als ob ihr Herz vor dieser tiefen Liebe verschlossen ist, während bei den Herzensmenschen das Herz tatsächlich vor Angst der wahren Liebe verschlossen IST.


    Zusammengehörende Dualseelen bringen all dieses ans Licht. Und somit alles wieder in eine natürliche Balance.


    Wenn wir uns in unseren Gedanken ständig in den buntesten und schillerndsten Farben alles negative ausmalen, was uns in der Liebe schlimmes passieren kann, hält uns das natürlich ab von der wahrhaftig gelebten Liebe. Es hält uns davon ab, die Liebe wahrhaftig zu FÜHLEN. Es hält uns davon ab, wahrhaftig glücklich und wirklich zufrieden zu SEIN. Es hält uns davon ab, innerlich von Altlasten und Blockaden emotional befreit zu SEIN. Weil wir – wenn wir ständig gedanklich in der Angst schwelgen, diese Angst auch in uns FÜHLEN.


    Angst oder Liebe – wir haben immer und jederzeit die Wahl. Und können uns frei entscheiden. 


    Um uns für die Liebe und gegen die Angst in uns zu entscheiden, müssen wir unser Herz der wahren Liebe öffnen. Wir müssen wirklich bereit für die wahre Liebe sein. Wir brauchen unser Herz und unser Gefühl, um die Liebe überhaupt in uns zu spüren. Um diese Liebe dauerhaft in unserem Herzen zu verankern. Denn unser Herz ist es, das FÜHLT.

    Das kann nicht unser Verstand in uns übernehmen. Denn unser Verstand ist nicht fähig, zu lieben. Unser Verstand kann nur bewerten, ob diese Liebe „vernünftig“ ist oder nicht. 


    Unser Denken brauchen wir, um abzuwägen. Um die Fakten zu überprüfen. Um beispielsweise folgendes herauszufinden:


     

    • Ob unser Seelenpartner oder Dual (vielleicht aufgrund sehr unterschiedlicher Lebensstile) tatsächlich zu uns passt
    • Ob dieser Mensch alltagstauglich ist und wir wirklich als Menschen mit ihm harmonieren. Was bei echten Dualseelen selbstverständlich so ist. Denn sonst wären sie nicht die gegensätzliche perfekte Ergänzung des jeweils anderen
    • Ob eine ernsthafte und feste Bindung überhaupt Bestand haben kann

     


    Unser Denken wägt hier für und wider - pro und kontra - ab. Unser Herz bestätigt uns dann wieder oder lehnt diese Gedanken und Entscheidung ab, wenn es sich nicht stimmig für uns anfühlt.


    Wir brauchen also immer beides in unserem Leben. Kopf und Herz. Denken und Fühlen. Beides zu gleichen Teilen.


    Bei Kopfmenschen ist es so, dass das Sicherheitsdenken des Verstandes die Oberhand hat, während beim Herzensmenschen die Gefühle und Emotionen unkontrolliert fließen. Deshalb ist es zwischen zusammengehörenden Dualseelen so wichtig, dass beide sich innerlich – jeder für sich - harmonisieren. Dass das Denken und Fühlen in eine natürliche Balance gebracht wird.


    Kopfmenschen und Herzmenschen passen – zumindest bei zwei wahren Dualseelen - perfekt zusammen. Denn sie ergänzen sich in vielen Dingen.


    Während bei zwei Herzensmenschen oder zwei Kopfmenschen wieder zuviel Raum für den Verstand und die bewertenden Gedanken oder für viel zuviel Gefühl vorhanden ist. Egal, ob es sich hierbei um Zwillingsseelen oder um "normale" Herzverbindungen handelt. 


    Wenn beide gleich sind, findet keine Ergänzung und somit auch kein Lernen statt. Wenn beide zu gleich sind, kann durchaus Langeweile in der Beziehung einkehren. Da man immer genau weiß, wie der andere „tickt“ und was als nächstes kommt. Während es bei zwei gegensätzlichen Partnern immer Herausforderungen in der Beziehung gibt. An denen man sich weiterentwickeln kann. Und bei wahren Dualseelen ist es tatsächlich so, dass man niemals weiß, was als nächstes kommt. Was der andere als nächstes vorhat oder tut. Da ein Kopfmensch nicht so vorhersehbar ist, wie ein Mensch, der in den Fluten seiner Gefühle fast ertrinkt.


    Dualseelen sind im positiven Sinne oft baff erstaunt, wenn sie plötzlich merken, dass der andere vollkommen anders auf gewisse Dinge reagiert, als sie gedacht haben. 

    Denn sie sind in ihren Handlungen aufgrund der Gegensätzlichkeit nicht berechenbar.


    Sicherlich kennen Sie das auch von sich, dass Sie sich -zig Möglichkeiten ausmalen, was als nächstes von ihm kommt oder wie er auf bestimmte Dinge reagiert. Und er tut dann etwas vollkommen anderes, als Sie sich in Ihren gedanklichen Phantasien ausgemalt haben. 


    Der Kopf ist es, der...


     

    • Fragen stellt und nach Antworten sucht
    • Fakten überprüft
    • Tatsachen feststellt
    • Unsicherheit, Zweifel und Bedenken anmeldet
    • Ängste auslöst
    • Blockaden in Gang setzt
    • Sich in Bewertungen „verrennt“
    • In die Illusions-Falle des Denkens verirrt
    • An inneren Phantasien und Traumbildern festhält

     


    Das Herz ist es, das...einfach nur...FÜHLT...


    Trotzdem brauchen wir immer beides gemeinsam. Kopf und Herz. Denken und Fühlen. Eines funktioniert ohne das andere nicht.


    Und wenn wir Angst davor haben, die tiefe wahrhaftige Liebe und die dadurch entstehende emotionale und seelische Nähe tatsächlich in unser Leben zu lassen, ist immer die Kontrolle unserer Gefühle im Spiel. 


    Hier dürfen wir lernen - sowohl die Kopfmenschen, als auch die Herzensmenschen - die Kontrolle vollkommen loszulassen...denn...solange wir uns kontrollieren...begrenzen wir uns selbst...und die Liebe kann nicht vollkommen frei fließen...


    ...und die wahre Liebe kann sich auch nicht vollständig mit all ihrem kraftvollen Potenzial entfalten...



    Seelenpartner & die Kapitulation vor der Liebe




    Irgendwann auf unserem Weg kommen wir an einen Punkt, an dem wir aufgeben. Den Kampf für oder gegen die wahre Liebe einfach aufgeben. Nicht die Liebe an sich aufgeben, sondern damit aufhören, die Liebe zu kontrollieren. Den Widerstand gegen unser wahres Sein beenden. Uns stattdessen unserer Angst bewusst stellen. Und uns vollkommen auf unser Dual, auf die wahrhaftige Liebe und auf unser wahres authentisches Sein bewusst einlassen. Wir kapitulieren vor dieser unendlichen Kraft der wahren Liebe. Lassen uns vom urgewaltigen Sog des Lebens einfach nur mitziehen. Uns in den strömenden Fluss der Liebe und des Lebens fallen und vertrauensvoll darin treiben. Ohne uns in irgendeiner Weise dagegen zu wehren. Oder etwas dafür zu tun, die Richtung zu bestimmen, in die es geht. Wir lassen es einfach fließen. Weil uns sehr bewusst geworden ist, wie sinnlos der Kampf gegen uns selbst, gegen oder für unser Dual und gegen oder für die wahre Liebe an sich ist...


    In dem Augenblick, in dem wir - bzw. unser Ego dass immer nur „haben will“ – kapitulieren und es aufgeben, die Liebe zu kontrollieren, fühlt es sich an, als ob wir unser eigenes Selbst vernichten. Ein Selbst, dass wir für echt gehalten haben, obwohl dieses Selbst lediglich aus faulen Kompromissen bestanden hat. Und von tiefsitzenden Ängsten, Blockaden und destruktiven Mustern überlagert, begleitet und fremdbestimmt war. Und nicht wirklich unser wahres existierendes Sein gezeigt hat. Es fühlt sich an, als ob wir in ein bodenloses Nichts gezogen werden, ohne zu wissen, was weiter mit uns passiert. Wir fühlen uns innerlich leer. Und diese Leere wollen wir automatisch füllen.


    Eine unglaubliche Sehnsucht tobt plötzlich in uns und ist so intensiv und präsent, dass es nur noch schmerzt. Und einfach nur gewaltig weh tut. Und eine urgewaltige Verlustangst breitet sich in unserem Inneren aus. Bricht wie riesige Wellengebirge hoch über uns zusammen. Eine Verlustangst, die wir schon lange besiegt glaubten. Eine Verlustangst, die wir fälschlicherweise für die Angst halten, unser Dual nun endgültig zu verlieren. Stattdessen zeigt uns diese immense Angst, dass wir in Wahrheit Angst davor haben, unser für echt gehaltenes Selbst zu verlieren. Weil das Neue und Unbekannte es ist, dass diese urgewaltige Angst in uns auslöst. Und die tiefe Ungewissheit uns überfällt, was es eigentlich bedeutet, unserem nackten und wahren Selbst gegenüberzustehen. Der Liebe an sich und der nackten Wahrheit über unser eigenes, wirklich authentisches Sein gegenüberzustehen.

    Die tiefe Sehnsucht ist nichts anderes, als ein Zeichen, dass wir uns zurücksehnen, nach dem, was wir viele Jahre lang gewöhnt sind. Was wir in- und auswendig kennen. Eine künstlich erschaffene Welt, in der wir uns sicher fühlen. Nämlich die Welt unseres Verstandes. Eine riesengroße Illusion – eine Fata Morgana - in unserem Kopf, aus all unseren bewertenden Gedanken. Die uns ein vermeintliches Sicherheitsnetz geboten haben, in das wir uns jederzeit flüchten und fallen lassen konnten. Nämlich in das Netz all unserer destruktiven Muster, sorgsam gehüteten Fassaden und aufgesetzten Masken. Die uns allesamt in der Bequemlichkeit unserer Komfortzone haben ausharren lassen. Ein selbstgesponnenes Netz aus Lug und (Selbst-) Betrug, Täuschung und Selbsttäuschung. Die nackte Wahrheit haben wir lange verdrängt. Unsere wahren Gefühle viele Jahre unterdrückt. Unser authentisches Sein lange Zeit verleugnet. Einfach nicht wahrgenommen. Obwohl es die ganze Zeit über da war. Denn die Stimme unserer Seele hat uns mit unserer tiefen Sehnsucht und körperlichen Symptomen immer wieder aufmerksam darauf gemacht. Allerdings wollten wir diese Stimme nicht hören. Weil wir uns selbst getäuscht und viele Jahre etwas vorgemacht haben.


    Allerdings projizieren wir diese Sehnsucht automatisch erst einmal auf unser Dual. Weil er sich zeitgleich und unerwartet auch von uns wieder entfernt. Und noch einmal zurückzieht. Als ob er spüren würde, dass er gerade stillhalten und vielleicht ein letztes Mal – vermeintlich vor uns – in Wahrheit aber vor sich selbst - flüchten MUSS, damit wir den endgültigen Sprung zurück in unser wahres Selbst schaffen. Dass wahre Selbst, das schon immer in uns existiert, wir dies aber nicht (mehr) sehen konnten, aufgrund all unserer unpassenden Konditionierungen und destruktiven Muster. Und wir diesen Sprung bewusst vollziehen. Damit ER uns dann tatsächlich nachfolgen und sich vollkommen zu uns bekennen kann.


    Unser Ego bäumt sich nochmals ganz gewaltig auf und rebelliert, wehrt sich heftig gegen die aufkommende Hilflosigkeit und das immense Gefühl des vermeintlichen ausgeliefert Seins. Es wehrt sich ein letztes Mal gegen die Einsicht, die Dinge nicht mehr kontrollieren zu können. Sondern sie einfach nur zu akzeptieren. Und anzunehmen, wie sie sind. Mit unserem Ego keine Dramen mehr zu inszenieren, um im Außen das zu erhalten, was wir mit unserem Verstand und unseren bewertenden Gedanken permanent unbedingt „haben“ wollen. Sondern endgültig unser Herz entscheiden zu lassen. Uns nicht mehr in der Illusion unseres Verstandes zu verlieren, dass wir vermeintlich nicht gut genug sind, so wie wir sind. Oder dass wir es nicht verdient hätten, wahrhaftige Liebe (von unserem Dual) zu erhalten. Oder dass uns alles entgleitet, was die Liebe an sich angeht.


    Weil uns nun sehr bewusst ist, dass wir viele Dinge, die die Liebe betrifft, eben wirklich nicht in unserer Hand haben. Und mit unserem Bewusstsein kontrollieren, beeinflussen oder steuern können. Dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich gegen unser wahres Sein ständig zu wehren. Und unseren inneren Widerstand weiter aufrechtzuerhalten. Was wir ja nur aus alter Gewohnheit tun. Weil wir es nicht anders kennen. Und über einen langen Zeitraum als vollkommen „normal“ angesehen haben. Und weil all dies nun mit aller Gewalt an die Oberfläche unseres Bewusstsein dringt. Sich plötzlich überdeutlich sichtbar in unserem Leben manifestiert. Wir können überhaupt nicht anders, als die Dinge auf der Stelle zu klären. Sie gezielt zu heilen, zu wandeln und zu transformieren. Und so ganz bewusst endgültig aufzulösen.


    Absolute und kristallklare Klarheit in uns selbst, in unserem Leben und auch in der Beziehung zu unserem Dual zu schaffen. Weil das Universum, das Leben - die reine Existenz und das pure Sein an sich - diese kristallklare Klarheit nun von uns fordert. Die alten Muster funktionieren nicht mehr. Was auch unser Dual sehr deutlich spürt. Und auf allen Ebenen seines ureigenen Seins mitbekommt. Wie er damit umgeht, liegt nicht in unserer Macht. Ob er es schafft, endgültig auf sein Herz zu hören und uns gegenüber danach handelt, was sein Herz ihm sagt, ist alleine seine Entscheidung. 


    Indem wir kapitulieren und jegliche Kontrolle bewusst aufgeben, stehen wir absolut und vollkommen – ohne jeglichen faulen Kompromiss – zu unserem wahren, authentischen Sein. Zu der Liebe zu uns selbst und zu der wahren Liebe an sich. Aber auch zur Liebe zu unserem Dual.


    Wir schälen uns Schicht für Schicht nun sehr bewusst heraus aus allem, was wir nicht mehr brauchen in unserem Leben. Und befreien unser authentisches und wahres Sein. Wir befreien die Liebe in uns. Die lange Zeit zugedeckt war von einer dicken Schicht Angst - und allen destruktiven Mustern, die sich im Laufe der Zeit in unserem Leben auf unserer Seele abgelagert haben. Die versteckt war hinter sorgsam gehüteten Fassaden und einstudierten Rollen. Verborgen und für uns selbst nicht sichtbar hinter unserer sorgfältig hochgezogenen Dornenhecke. Die unser vermeintlicher Schutz vor erneuten Verletzungen war. Die in Wahrheit aber ein Schutz gegen uns selbst war. Und wir stellen uns nun dieser urgewaltigen Angst. Gehen ihr entgegen und verschmelzen regelrecht mit ihr.


    Wir lassen es nicht mehr zu, dass uns irgendjemand drangsaliert und in irgendeiner Weise daran hindert, vollkommen authentisch zu Sein. Endlich UNS SELBST zu leben. Und nicht mehr anderen zuliebe – die uns in Wahrheit gar nicht lieben und uns nicht authentisch sein lassen, da sie selber nicht authentisch sind und sich selber nicht genügend lieben – zu verbiegen oder uns an äußere Gegebenheiten anzupassen, die uns in Wahrheit nur zuwider sind. Die wir überhaupt nicht wollen. Und die weder zu uns, noch in unser Leben passen. Weil wir uns mit diesen Dingen weder identifizieren, noch mit unserem Herzen wirklich und wahrhaftig dahinter stehen können.


    Die immer noch vorhandenen Reste der Dornenhecke um unser wahres Selbst fallen komplett in sich zusammen. Und liegen nun verstreut zu unseren Füßen. Vorsichtig steigen wir nun sehr bewusst über diese Reste hinweg, um uns nicht an den vorhandenen Dornen zu stechen. Und uns selbst somit erneut zu verletzen.


    Vollkommen „nackt“ und schutzlos stehen wir nun da. Vor unserem wahren Selbst. Vor der urgewaltigen Kraft der wahren Liebe. Vor der nackten Wahrheit an sich. Die nun in ihrer absoluten Vollkommenheit sichtbar für uns wird. Und nun endlich wirklich vollkommen aufblühen und sich zu ihrer wahren Schönheit und Pracht entfalten kann.

    Urplötzlich SEHEN und erkennen wir die tatsächlichen Auswirkungen der riesigen Angst in uns und unserem geliebten Dual. Wir erkennen die fatalen Auswirkungen all unserer bisherigen negativen Konditionierungen auf unser gesamtes Sein. Auf all die verschiedenen Bereiche und Ebenen unseres Lebens. Und sämtlicher vorhandenen oder gewesenen Beziehungen. Und weshalb wir uns selbst nicht erlaubt haben – ja dies überhaupt nicht konnten - wirklich vollkommen und absolut WIR SELBST zu sein.


    Wir sehen SEINE Angst so überdeutlich, dass uns dies in der Seele heftig schmerzt. Weil wir nun wiederum erkennen, wie sehr die Angst unser eigenes bisheriges Leben und die Liebe bestimmt hat. Verhindert hat, dass wir tatsächlich glücklich waren. Verhindert hat, dass wir es zulassen konnten, wirklich und wahrhaftig geliebt zu WERDEN. Und diese Liebe vom anderen auch tatsächlich zu erhalten. Verhindert hat, dass wir wirklich funktionierende, lebendige, erfüllende Beziehungen mit echter seelischer und emotionaler Nähe, Innigkeit und Intimität führen konnten. Die verhindert hat, uns der wahren Liebe zu stellen. Uns UNS SELBST zu stellen. Die verhindert hat, dass die Liebe vollkommen frei fließt und eine Konstante in der Liebe vorhanden war. Die verhindert hat, dass wir bleiben, anstatt immer wieder zu flüchten. Und vor uns selbst und vor der wahren Liebe zu fliehen. Und gleichzeitig immer weiter nach der wahren Liebe im Außen zu suchen. Nicht wissend, dass die wahrhaftige Liebe die ganze Zeit tief in unserem Inneren geschlummert hat. Und nur darauf gewartet hat, aufgeweckt zu werden und endlich bewusst gelebt werden zu dürfen. Sich vollkommen erfüllen und entfalten zu dürfen. Und sich aus sich selbst heraus immer wieder erneuern zu dürfen. Einfach auf natürliche Weise fließen zu dürfen.


    Tiefe Verwirrung breitet sich in uns aus, angesichts der Tatsachen und immensen neuerlichen (Selbst-) Erkenntnisse, die sich in uns auftun. Und die uns klarmachen, wie weit wir schon vor Jahren hätten sein können, hätten wir unser Leben nicht permanent fremdbestimmen und von anderen steuern lassen.


    Uns wird bewusst, wie kostbar das Leben an sich ist. Das jede Sekunde, in der wir uns NICHT selbst leben, glasklar verschwendete und unwiederbringliche Lebenszeit ist.

    Wir haben nun keine Lust und keine Zeit mehr, weitere kostbare Momente und Augenblicke unseres Lebens verstreichen zu lassen, ohne etwas für UNS zu tun. Ohne ganz bei uns selbst zu sein. Ohne vollkommen IN Liebe – zu uns selbst und zu unserem Dual - zu sein.


    Wir tun nun nur noch die Dinge, die wir auch wirklich mit unserem Herzen tun wollen, lassen nur noch Menschen in unserem Leben zu, die uns wirklich wichtig sind und die uns ernsthaft etwas bedeuten. Wir widmen uns nur noch Dingen, mit denen wir uns vollständig mit unserem Gefühl identifizieren können. Hinter denen wir mit unserem ganzen Sein stehen.


    Wir tun die Dinge nicht mehr anderen zuliebe, um uns zu verbiegen, sondern wir tun die Dinge für UNS selbst. Weil wir lieben, was wir tun. Und weil wir uns vollkommen wohl damit fühlen. Wohlfühlen in uns selbst und mit uns selbst. Mit allem, was unser wahres Sein ausmacht.


    Wir leben und zeigen uns in all unseren sensiblen und emotionalen (ur-weiblichen als Frau und ur-männlichen als Mann) Facetten. Weil UNS das so gefällt. Und weil unser Herz und unsere Seele das tatsächlich so will.


    Erst jetzt wird deutlich für uns sichtbar, dass wir in all der Zeit mit unserem Dual doch noch nicht so authentisch und wahrhaftig waren, wie wir die ganze Zeit über gedacht haben. Sondern, dass da immer noch ein winziger Rest gefehlt hat. Weshalb auch unser Dual jetzt noch einmal flüchten und sich vermeintlich vor uns zurückziehen muss. Um uns zu zeigen und sichtbar zu machen, DASS wir eben doch noch nicht vollkommen authentisch uns selbst leben. Dass wir uns immer noch ein kleines Stück verbiegen und anpassen. Und so uns immer wieder – wenn auch nur ein winziges Stück – von uns selbst – aus unserer Mitte heraus - wegbewegen. Ohne dass wir das selbst bemerkt hätten.


    Er aber hat es bemerkt. Und seine Liebe zu uns „zwingt“ ihn dazu, uns genau dies zu spiegeln. Damit auch ER sich vollkommen und endgültig aus seiner eigenen Angst befreien und seine Liebe zu uns ebenfalls vollständig entfalten und sich endlich zu einhundert Prozent zu uns bekennen und sich wirklich auf uns einlassen kann. Ohne sich selbst zu drosseln. Und die Liebe in ihrer puren Existenz in irgendeiner Weise aus vermeintlichem Selbstschutz in sich zurückzubehalten.


    Erst jetzt können wir wirklich die restlichen Ängste gemeinsam mit unserem Dual bewältigen. Was vorher nur vermeintlich möglich war.


    Wir verspüren keinerlei Impuls mehr in uns, irgendetwas für unser Dual zu tun. Wir wenden uns uns selbst und unserem Leben zu und empfangen einfach das, was von unserem Dual zu uns kommt. Denn er (das männliche Dual) ist nun an der Reihe, wirklich aktiv zu werden und zu handeln. Was wir ihm in Zukunft nicht mehr abnehmen werden. So wie wir das in unseren alten Mustern und in unserem „alten“ Leben noch gemacht haben.


    Sondern wir bleiben passiv und vollkommen bei uns. Und leben uns selbst und unser Leben. Unser Dual ist jederzeit bei uns willkommen. Unser Herz, unsere Arme und unsere Türe ist jederzeit für ihn geöffnet, aber er ist derjenige, der nun in die aktive Handlung uns gegenüber gehen muss. Wenn er uns tatsächlich in seinem Leben und an seiner Seite haben will.


    Das Leben, das Universum, die reine Existenz an sich - die nackte Wahrheit und die pure Liebe in ihrem absoluten Sein - haben diese kristallklare Klarheit in uns, unserem Dual und unserem Leben geschaffen...


    Und wir haben eines mit unserem Herzen endlich begriffen...in all der Zeit mit unserem Dual ging es in Wahrheit immer nur um eines. Nämlich, es ging immer nur um UNS. 

    Um unser WAHRES und authentisches SELBST. Es ging die ganze Zeit darum, alle unterdrückten, verdrängten und verleugneten Anteile wieder zu uns zurückzuholen. Und somit IN uns selbst wieder vollkommen und "Ganz" zu werden. 


    Unser Dual "muss" uns genau solange verleugnen, solange wir UNS SELBST verleugnen.


    Unser Dual muss seine Liebe zu uns solange unterdrücken, von sich schieben und verdrängen, solange wir die Liebe zu uns selbst und unser wahres Selbst unterdrücken, von uns schieben und verdrängen. 


    Eine feste Bindung mit unserem Dual ist die absolute Krönung dieser einzigartigen, wahrhaftigen und tiefen Liebe. Was aber alleine von IHM aus der Tiefe seines Herzens und dem Inneren seiner Seele kommen und sich im wahren Leben mit uns gemeinsam manifestieren muss. 


    Indem er sich nämlich absolut und vollkommen bedingungslos zu uns und seiner Liebe für uns bekennt...

    Weil wir UNS zu unserem wahren und authentischen Sein vollkommen bekannt haben und absolut und bedingungslos zu UNS SELBST stehen.


    Der fatale Irrtum mit dem Loslassen




    Wie ein unaufhaltsames und immer weiter grassierendes Feuer in der staubtrockenen Steppe wird permanent und ohne klar zu definieren, was es tatsächlich bedeutet, weiterverbreitet, dass wir unser zutiefst geliebtes Dual wieder loslassen sollen, damit er wirklich zu uns findet, sich offen zu uns bekennt und sich auf uns verbindlich einlässt. Was nie Sinn für mich gemacht hat und niemals stimmig für mich war. Bis zu der Zeit, als ich selber an genau dem Punkt stand, loszulassen. Wüsste ich folgendes nicht aus intensivem eigenem Erleben, ich würde es schlichtweg nicht glauben. Was ich da urplötzlich begriffen habe, war, dass wir nicht unser Dual loslassen müssen, sondern dass es in Wahrheit darum geht, etwas ganz anderes loszulassen....


    Nämlich, die urgewaltige und äußerst bedrohlich wirkende Angst loszulassen, diese tiefe, intensive und einzigartige Liebe die uns mit unserem Dual verbindet, wieder zu verlieren.


    Die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, fühlt sich so bedrohlich an, dass dies kaum mit Worten erklärbar ist. Diejenigen, die diese Angst ebenfalls unbewusst oder auch bereits bewusst in sich spüren, wissen genau, wovon ich schreibe.


    Alleine ein einziger Gedanke daran, die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, ruft solch urgewaltige Schmerzen in unserer sensiblen Seele wach, dass dies tatsächlich kaum mehr ausgehalten werden kann. Es fühlt sich an, als ob die eigene Existenz vernichtet werden könnte. Genau das ist der passende Ausdruck hierfür. Ein Gefühl absoluter Vernichtung des eigenen Seins breitet sich in uns aus. Und dieses Gefühl ist dermaßen unerträglich, dass wir nur noch flüchten und davonlaufen möchten. Was aber nicht möglich ist. Denn unser Inneres nehmen wir ja immer mit. Vollkommen egal, wohin wir auch gehen.


    Deshalb klammern wir uns auch an dieser Liebe und an unserem Seelenpartner und Dual so fest. Weil wir beides ja in unserem Leben für immer behalten wollen. Sowohl diesen EINEN Menschen, der zu uns gehört, als auch diese echte, tiefe, einzigartige Liebe. Deshalb fällt es uns so schwer, ihn freizulassen. Ihn vollkommen sich selbst zu überlassen, solange er sich nicht komplett für uns entscheidet. 


    Wahre Liebe lässt aber per se immer frei...


    Gleichzeitig manifestiert sich in uns die Angst, den allerletzten Sprung in unser vollständig authentisches Sein zu tun. Und unseren Seelenpartner oder unser Dual genau dadurch zu verlieren. Obwohl wir diese Verlustangst schon lange überwunden glaubten. An genau diesem Punkt kommt sie aber nochmals hoch und zeigt sich uns erneut. Und dieses Mal mit einer solchen Wucht und Heftigkeit, die absolut erschreckend für unsere hochsensible Seele ist.


    In Wahrheit handelt es sich hierbei um die Angst, UNS SELBST gegenüber verbindlich zu werden. Und diese Angst projizieren wir auf unser Dual. Und denken, dass er in Wahrheit derjenige ist, der Angst hat, sich verbindlich auf uns einzulassen.


    Die ganze Zeit über, die er vermeintlich so unverbindlich zu uns war, waren wir UNS SELBST gegenüber unverbindlich. ER hat uns dies nur im Außen in seiner Funktion des Spiegels gezeigt.


    Es durchfährt unser Bewusstsein wie ein intensives Wetterleuchten – ein Urgewitter aus puren, sich hell entladenden Blitzen - dass sich sämtliche unserer tiefsten Ängste in unserem Leben manifestieren. Und zwar mit jeder Lernrunde, die wir noch einmal erleben, immer schneller und schneller. Immer heftiger und intensiver. Weil sie von uns endgültig aufgelöst werden wollen. Es wird uns schlagartig bewusst, wie intensiv und urgewaltig unsere Angst, die Liebe und unseren Seelenpartner oder unser Dual eventuell wieder zu verlieren, in Wahrheit ist.


    Wie atemberaubend tief unsere Angst sitzt, uns selbst gegenüber verbindlich zu werden.


    Es wird nun nahezu unmöglich, diesen Ängsten aufs Neue auszuweichen. So wie uns das eine lange Zeit unseres Lebens immer wieder gelungen ist. Nun können wir unsere Ängste nicht mehr wegdrücken und verdrängen. Da die inzwischen unerträglich gewordene Situation der permanenten Unverbindlichkeit mit unserem Seelenpartner oder Dual uns mittlerweile dazu zwingt, uns mit diesen Ängsten zu befassen.


    Und uns UNS SELBST wahrhaftig zu stellen.


    Viele sind nun an dem Punkt, an dem ihr Seelenpartner oder Dual sie eventuell komplett verleugnet. Es kann sogar sein, dass er – wenn er von der Seelenpartner- und Dualseelenthematik weiß – nun urplötzlich auch die tiefe Seelenverbindung zwischen beiden leugnet.


    Hier MÜSSEN wir selbst handeln.


    Und nicht mehr von ihm erwarten (was vielleicht die allerletzte Erwartung war, die wir unbewusst noch an ihn hatten), dass er handelt. Denn er kann es hier noch nicht.


    Und um nun zum Loslassen zurückzukommen - das Loslassen geschieht in Intervallen. In Abschnitten. Und in Etappen.


    Weil jedes Mal, wenn wieder eine Situation passiert, in den wir überdeutlich spüren, dass wir nun wirklich loslassen müssten – und wir dies nicht schaffen – müssen wir weitere Lernrunden mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele drehen.


    Jedes Mal, wenn wir wieder nicht vertrauen und wieder unserer Angst und unserem bedürftigen Ego nachgeben, fallen wir wieder zurück und drehen eine neue Runde.

    Allerdings auf immer höheren und feineren Leveln. Weil unser Bewusstsein sich immer weiter öffnet. Und dieses Karussell dreht sich immer schneller. Stoppt urplötzlich und schleudert uns wieder zurück auf Anfang. Weil wir wieder nicht begriffen haben. Es wieder nicht geschafft haben, standhaft zu sein. Absolut ehrlich und verbindlich zu uns selber zu sein.


    Wir müssen also handeln und uns vollständig UNS SELBST zuwenden. Wir müssen die Liebe im Außen – also unseren Seelenpartner oder unser Dual – komplett sich selbst überlassen. Und uns vollständig der Liebe in uns – unserer Selbstliebe - zuwenden. Unserem wahren, authentischen Sein zuwenden. 


    Wir müssen uns absolut und vollständig verbindlich mit uns selbst einlassen.


    Wir müssen es vollständig annehmen und akzeptieren, dass sich unser Seelenpartner oder Dual an diesem Punkt noch nicht vollständig auf uns einlassen kann. Noch nicht verbindlich uns gegenüber werden kann. Da er sich erst selbst heilen und aus seinen eigenen Traumatisierungen und Ängsten lösen muss. Seine Vergangenheit emotional loslassen und sich dann absolut verbindlich auf SICH SELBST einlassen muss.


    Wir müssen es komplett annehmen und akzeptieren, dass unser Beziehungswunsch mit ihm an diesem Punkt noch nicht erfüllt werden kann. Weil WIR SELBST erst lernen müssen, zu uns selbst verbindlich zu sein. Uns unsere tiefe Sehnsucht zu erfüllen, uns endlich vollständig auf uns selbst einzulassen. Der tiefen Verlockung in unser ureigenes Sein zu folgen. Dem intensiven Verlangen nachzugeben, uns unserem wahren Sein vollständig hinzugeben. Uns im Ozean unseres wahren, authentischen Seins treiben zu lassen. Im vollen Vertrauen, dass unser ureigenes und sensibles Sein und die Liebe in uns stark genug ist und uns wahrhaftig trägt...


    So wie dann unser Seelenpartner oder Dual ZEITVERSETZT lernt, sich seiner eigenen Sehnsucht und Angst zu stellen, sich auf die wahre Liebe und auf uns vollständig einzulassen.  Die Verbindlichkeit mit uns wahrhaftig zuzulassen. Die Verbindlichkeit mit sich selbst zuzulassen. Sich ebenfalls in den Ozean des reinen Seins fallen und vertrauensvoll von seiner Liebe treiben und halten lassen kann.


    Ja, es findet tatsächlich ALLES in BEIDEN Seelenpartnern und Dualseelen statt!


    Nur, dass es nun umgekehrt ist. Und er durch unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber gespiegelt bekommt, dass er in Wahrheit ebenfalls sich selbst gegenüber unverbindlich ist. Da er sich ja bislang weigert, offen zu seiner Liebe und zu uns zu stehen.


    Was ihm, wenn ihm das erst einmal wirklich bewusst wird, einen ebensolchen Schock versetzt, wie das bei uns der Fall war. Denn nun kommt sein schlechtes Gewissen dazu. Sein Gewissen, dass jetzt erst begreift, was er sich selbst und auch uns eigentlich angetan hat, mit seinem permanent abweisenden Verhalten. Seiner Verweigerung für diese Liebe. Dass er uns und unsere tiefe Liebe zu ihm und auch sich selbst permanent mit Füßen getreten hat. 


    Alles andere funktioniert an diesem Punkt nicht mehr. Es geschieht vom Universum geführt, fast wie von selbst.

    So sehr es auch schmerzt, unser geliebtes Dual sich selbst zu überlassen, so dringend und unbedingt notwendig ist das Hinwenden zu unserem eigenen Selbst.


    Faktisch gesehen lassen wir also nicht unseren Seelenpartner oder unser Dual los, sondern wir lassen die Liebe im Außen los. Wir lassen den Wunsch los, von ihm geliebt zu WERDEN. Denn er liebt uns ja schon längst. Nur zeigt er es noch nicht. Und wenden uns der Liebe zu, die wir in unserem Inneren tragen. Denn diese Liebe – von der Begegnung mit unserem Seelenpartner oder Dual entfacht – wird immer und ewig in unserem Inneren sein. Denn wir selbst sind (in) Liebe.


    Dies ist vielleicht gefühlt die schlimmste Handlung, die wir jemals umgesetzt haben. Da wir fälschlicherweise dem Irrtum und der Illusion verfallen sind, den Menschen, den wir so sehr lieben, dadurch zu verlieren.


    Aber wir können nicht verlieren, was sowieso zu uns gehört. Da wir selbst ja Liebe sind. Und wir von ihm ja ebenso geliebt werden. Also können wir ihn nicht verlieren. Selbst wenn das erst einmal den Anschein macht.


    Was wir selbst im Innen sind, können wir im Außen nicht verlieren!


    Im Klartext bedeutet das Hinwenden zu uns selbst, dass wir jegliche Bereiche unseres Lebens komplett authentisch umgestalten. Dass wir unseren Fokus vollständig darauf legen, alles das, was wir vernachlässigt, verdrängt und aufgeschoben haben, aufholen und nachholen, es zu tun. Dass wir ab sofort die Regeln für unser Leben komplett selbst bestimmen. Und uns zukünftig auch ohne jegliche Bedingung daran halten.


    Alles, was vergangen ist, was uns (emotional und seelisch) schadet und belastet, lassen wir (emotional) los. Sämtliche Projektionen und Illusionen unseres Verstandes - unseres (bedürftigen) Egos - lassen wir los.


    Und konzentrieren uns zu einhundert Prozent auf das Hier und Jetzt. Und zwar in sämtlichen Bereichen unseres Lebens und auf allen Ebenen unseres sensiblen Seins.


    Wir entstauben komplett unsere sensible Seele und legen ihren innersten Kern (endlich) frei.


    Dabei berücksichtigen wir jede noch so winzige Ecke und vermeintliche Nichtigkeit, die wir noch bemerken. Die nun ganz in unser Bewusstsein rückt.


     

    • Wir tun nur noch das, was wir wirklich tun wollen
    • Wir tun nur noch das, womit wir uns wirklich wohl fühlen
    • Wir halten uns nur noch an Orten auf, an denen wir tatsächlich sein wollen
    • Wir umgeben uns nur noch mit Menschen, die unser Leben bereichern
    • Wir tun nur noch die Dinge, die uns wirklich gut tun

     


    Wer jetzt noch sagt, „Das kann ich aber nicht“, sitzt immer noch seinem (bedürftigen und bewertenden) Ego und gedanklichen Illusionen und Projektionen auf.


    Denn, wenn wir etwas WIRKLICH wirklich wollen, schaffen wir dies auch. Das kann ich mit reinem Gewissen von mir selbst (und anderen, die dies ebenfalls bestätigen) sagen :)

    Was wir noch loslassen, ist das konditionierte und uns vehement eingebläute KONZEPT unserer Gesellschaft von Beziehungen und Partnerschaft.


    Wir lassen die anerzogene VORSTELLUNG einer Beziehung und Partnerschaft los, wie wir es aus unserem bisherigen Leben kennen.


    Denn vielleicht stimmen unsere bisherigen Konditionierungen und Glaubenssätze, was Beziehungen und Partnerschaft betrifft, überhaupt nicht mit unserer ureigenen Wahrheit – und dem, was unser Herz und unsere Seele wirklich für uns will – überein!


    Hier sollten wir ausschließlich auf unsere Intuition, unser Herz und unsere Seele hören. Und bewusst in uns hineinspüren, was wir WIRKLICH für uns wollen. Was sich wahrhaft ECHT und authentisch für uns anfühlt. Also lassen wir unsere bisherigen unpassenden und destruktiven Konditionierungen und Glaubenssätze los. Und prüfen mit unserem Herzen sehr genau, wie unser Beziehungskonzept tatsächlich aussieht.


    Was bedeutet es aber nun tatsächlich, verbindlich uns selbst gegenüber zu sein?

     

    • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, uns selbst absolut treu zu sein. Zu einhundert Prozent zu uns selbst zu stehen. Ohne uns zu verbiegen oder an äußere Gegebenheiten anzupassen, die andere vorgeben und die wir nicht wollen. Stattdessen unseren ureigenen Überzeugungen, Vorstellungen, Konzepten und unserer ureigenen Wahrheit bedingungslos – ohne jegliche Bewertung und ohne jedes sinnlose Schubladen-Denken oder einteilen in Kategorien zu folgen
    • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, keine faulen Kompromisse mehr einzugehen, was  Freundschaften, Beziehungen und Partnerschaft betrifft. Wir geben uns nicht mit irgendetwas zufrieden, was andere uns vorgeben, sondern wir setzen das um, was wir wirklich für uns wollen. Was uns bereichert, inspiriert und motiviert. Was unser Herz, unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele befriedigt, nährt und sättigt, was unser authentisches Sein vollständig erfüllt.
    • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut ehrlich zu uns selbst zu sein. Uns selbst nicht zu belügen, zu betrügen oder uns selbst etwas vorzumachen und uns selbst zu (ent-) täuschen. Sondern unserer ureigenen Wahrnehmung und unserer Intuition bedingungslos zu glauben, unserem natürlichen Instinkt zu vertrauen und dem Weg unseres Herzens und unserer Seele zu folgen. Und NICHT mehr von unserem Verstand in die Irre leiten zu lassen
    • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu handeln. Uns von niemandem in ein (Verhaltens-) Korsett pressen zu lassen, dass uns nicht passt und unserem wahren Sein nicht entspricht

     

    Verbunden mit der reinen Liebe, verbunden mit unserem Seelenpartner oder Dual, verbunden mit uns selbst und verbunden mit dem Leben an sich zu sein.


    Hier müssen wir lernen, mit uns selbst alleine zu sein. Einfach zu SEIN, ohne etwas dafür zu tun, um von außen etwas zu erhalten, was uns vermeintlich fehlt. Jeglichen Kampf, Widerstand oder Kontrolle im Leben und in der Liebe sein zu lassen.


    Die Liebe und das Leben fließen und geschehen zu lassen, im bedingungslosen Vertrauen, dass alles, was zu uns gehört und wahrhaftig bei uns sein will, ganz von selbst zu uns kommt.


    Es ist wahrlich eine Kunst, mit uns selbst alleine zu sein. Die Stille in uns zu ertragen, die uns ganz automatisch überfällt, wenn wir uns uns selbst hingeben.

    Das Gefühl der Leere in uns nicht als vermeintliche Langeweile zu sehen, da sonst unser Verstand und unser bewertendes Ego wieder die Oberhand über uns gewinnt.


    Sondern dafür zu sorgen, dass wir (selbst-) erfüllt sind und absolut darauf verzichten, von anderen etwas zu erwarten. Der Leere in uns einen Sinn zu geben. Diese mit Neuem zu füllen. Und endlich vollständig unser wahres Sein zu leben. Uns wirklich lebendig zu fühlen.


     

    • OHNE uns wieder eine Ersatzbefriedigung im Außen zu suchen.
    • Ohne wieder eine äußere Quelle des Glücks für uns auszuerwählen, die nicht dafür zuständig ist, unsere innere Leere zu füllen.
    • OHNE uns auf einen Ersatzpartner als Trostpflaster – denn etwas anderes als zweite Wahl würde ein solcher Mensch niemals sein - einzulassen.

     


    Denn dann würden wir uns wieder selber verlassen. Wir würden uns wieder von unserem wahren Sein trennen. Und unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber wäre wieder dahin. Denn ein Ersatzpartner als Trostpflaster weist immer daraufhin, dass wir nicht vollständig verbindlich uns selbst gegenüber sind. Und immer noch einen inneren Mangel damit kompensieren, wenn wir nicht imstande sind, mit uns selbst alleine zu sein. Wenn wir nicht bereit sind, auf eine äußere Quelle des Glücks und auf die Liebe im Außen zu verzichten, um wahrhaft bei uns selbst anzukommen. Dann kommt auch unser Seelenpartner oder Dual nicht zu uns. Und wir „warten“ vergeblich auf ihn...


    Unser Ego spielt uns dann noch immer einen Streich. Und wir sind immer noch im dichten Netz der Illusion unserer (bewertenden) Gedanken und unbewussten Bedürftigkeit gefangen...


    Zu lernen, wirklich bedingungslos zu lieben, zu geben und absichtslos zu kommunizieren.


    Die Liebe im Außen vollständig loszulassen, im absoluten Vertrauen, dass der Mensch, der zu uns gehört, ganz von selbst zu uns findet, wenn wir uns in kompromissloser Verbindlichkeit und absoluter Liebe zu uns selbst üben.


    Die massive Angst loszulassen, uns wirklich vollständig auf uns selbst einzulassen. Und die unbegründete, tiefsitzende Angst loszulassen, dass wir die wahre Liebe wieder verlieren. Weil genau das nicht passieren wird. 



    Dualseelen & der unerfüllte Beziehungswunsch




    Der Wunsch nach einer verbindlichen Beziehung steht bei vielen Seelenpartnern und Dualseelen uneingeschränkt an erster Stelle. Da bei hochsensiblen Menschen das verbindliche zusammensein mit dem geliebten Menschen ein essentielles Urbedürfnis ist. Ist aber gleichzeitig eine von uns selbst erschaffene Barriere, die uns von uns selbst wegbringt. Weil wir so den Fokus permanent nach außen und auf unser Dual richten, anstatt unsere Aufmerksamkeit vollständig nach innen auf unser wahres Selbst zu lenken. Die tiefe Sehnsucht nach Erfüllung ist in Wahrheit das innige Verlangen nach Verbindung mit unserem wahren Selbst. Erst wenn wir die Verbindung zu unserem wahren Selbst vollständig zulassen, uns bedingungslos auf unser wahres Sein einlassen, sind wir in der Lage, eine verbindliche Beziehung und echte Partnerschaft mit unserem Seelenpartner oder Dual einzugehen...

    Weil wir nur so beziehungsfähig werden und die tiefe, wahre Seelenliebe zwischen uns und unserem Dual auch tatsächlich lebbar gemacht werden kann. Und wir erst einmal lernen dürfen, die Beziehung mit uns selbst vollständig einzugehen. Ohne Ablenkung, Ausreden und faule Kompromisse.


    Auch wird in diesem Zusammenhang immer wieder von unerfüllter Liebe gesprochen. Was so aber nicht richtig ist. Denn, diese Liebe IST erfüllt. Beide befinden sich ja IN tiefer Liebe zueinander. Auch wenn diese Liebe (noch) nicht wirklich gemeinsam als richtiges Paar lebbar ist. Viele Dualseelen leben sehr wohl eine (inoffizielle) Beziehung miteinander. Auch wenn man das Wort „Beziehung“ in diesem Falle anders definiert. Eine Beziehung entsteht und besteht immer in dem Moment, in dem man in permanentem Kontakt miteinander ist. Selbst wenn es Phasen der Unterbrechungen gibt. Wenn man den anderen irgendwie am eigenen Leben teilhaben lässt. Oder sich im Leben des anderen befindet. Wenn man sich nicht nur emotional, geistig und seelisch, sondern auch körperlich nah ist. Wenn man sich immer wieder trifft, gemeinsam Dinge unternimmt, telefoniert, sich schreibt, miteinander verschmilzt und sich einander auch auf sexueller Ebene hingibt. Wenn man elementare Dinge aus dem Leben des anderen weiß. Wenn beide sich alles aus dem eigenen Leben erzählen. Wenn sie sich Dinge erzählen, die sie sonst niemandem anvertrauen würden.


    Auch wenn das bei Dualseelen immer nur tröpfchenweise – wie bei einem künstlich gedrosselten Wasserfall – geschieht.


    Es ist ein elementarer Unterschied, ob es sich um eine tatsächlich unerfüllte (einseitige) Liebe oder lediglich um einen unerfüllten Bindungswunsch nach einer echten gelebten Partnerschaft mit dem zutiefst geliebten Menschen handelt. Und dieser Wunsch trotz vorhandener Liebe beider lediglich aus Angst blockiert wird.


    Bei einer echten Seelenliebe sind sich immer BEIDE dieser tiefen, einzigartigen und intensiven Verbundenheit zueinander bewusst. BEIDE spüren tiefe Liebe füreinander. BEIDE spüren das „EinsSein“ mit dem anderen. BEIDE spüren das tiefe Gefühl, beim anderen angekommen und „zuhause“ zu sein. BEIDE begehren sich emotional, seelisch, geistig und körperlich gleichermaßen. Und BEIDE suchen automatisch immer wieder den Kontakt zum anderen.


    Auch wenn der Kopfmensch dieser Beziehung seine Liebe lange Zeit verleugnet, von sich schiebt und unterdrückt, ist sie auch bei ihm dennoch vorhanden.


    Der Faktor Zeit spielt hier keine Rolle, um in eine echte, verbindliche Beziehung miteinander zu gelangen.


    Denn alles im Leben hat seine ureigene Zeit. Alles hat seine Ordnung. Alles fließt und geschieht zyklisch. Das ist der Lauf der Natur. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter. So wie jeder Sonnenaufgang ein neuer Anfang ist und jeder aufsteigende Mond eine Vollendung darstellt, bedeutet jede anfangende Zeit einen Neubeginn. So wie die aufsteigende Dämmerung den Übergang markiert und sich zur Nacht vom hell leuchtenden Tageslicht löst. Denn nur dann, wenn die Dunkelheit hereinbricht, sind wir in der Lage, die Sterne am Nachthimmel zu sehen. Und alles was abgeschlossen und somit vergangen ist, ist Vollendung. Eine Vollendung und somit Veränderung bedeutet immer, andere Möglichkeiten zu sehen. Vielleicht, das Gegenteil von dem zu tun, was man aus reiner Gewohnheit ansonsten getan hat.


    Viele Seelenpartner und Dualseelen befinden sich derzeit in dieser Zeit des Übergangs...


    Die Zeit des Übergangs ist immer eine Zeit der Stille. Der inneren Einkehr, Besinnung und wirklichen Veränderung. Ein Loslösen von Altem und ein Öffnen für Neues. Eine Zeit der Befreiung, Bewusstwerdung und ganzheitlichen Tranformation.


    So wie die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahren immer eine Zeit der Stille und des Übergangs von der Vergangenheit in die Zukunft – ein Loslösen von Altem und Platz machen für Neues - und somit in eine bewusst erlebte Vollendung ist.


    Für Dualseelen bedeutet dies die schwierige Zeit des bewussten Alleine-Seins.


    Die Zeit des Übergangs ist notwendig, um uns so vollständig nach innen zu wenden. Uns von all dem zu lösen, was wir nicht mehr brauchen. Was uns nicht mehr gut tut. Was wir auch überhaupt nicht mehr für uns wollen. Und uns unserem wahren, authentischen Sein zu widmen. Den Fokus unserer Aufmerksamkeit, Kraft und Energie gezielt auf unser ureigenes Selbst zu lenken. Und uns so aus unserer ureigenen Tiefe heraus auf allen Ebenen vollständig zu transformieren.


    Uns selbst auf allen Ebenen zu nähren und zu sättigen und uns die ureigenen Bedürfnisse zu stillen. Und dies nicht mehr von anderen Menschen im Außen zu erwarten. Denn wir brauchen keine Glücksquelle im Außen, da wir selbst unser ureigenes Glück sind.


    Es reicht nicht aus, sich nur die Seele von alten Verletzungen und das Ego von destruktiven Mustern zu heilen. Nein, die Transformation und wirkliche Veränderung muss sämtliche Bereiche unseres Lebens und alle Ebenen unseres sensiblen Seins erfassen. Geistig, seelisch, emotional, körperlich. Überall dort, wo wir offene „Baustellen“ haben.

    Die einen planen einen notwendigen Umzug für sich oder richten sich ihre alte Wohnung neu ein. Das kann auch einen längst überfälligen Wechsel des Jobs – weg vom Überlebensjob und stattdessen endlich hin zum Traumberuf und zur Berufung bedeuten. Ein bewusstes Loslassen noch bestehender Ego-Beziehungen oder eine ganzheitliche Heilung der eigenen Gesundheit. Viele erfüllen sich endlich langgehegte Träume oder Leidenschaften, widmen sich bewusst ihren eigentlichen Interessen, die sie vielleicht über viele Jahre lang vernachlässigt oder ganz aufgegeben hatten oder setzen endlich ihre Visionen und Ziele um, die sie schon lange in ihrem Herzen und in ihrer Seele mit sich herumtragen.


    Eines aber haben alle gemeinsam. Sie fangen endlich an Eigenverantwortung zu übernehmen - (sich selbst) bewusst zu LEBEN - und nicht mehr nur zu funktionieren.


    Wir müssen uns unseren immer noch offenen Baustellen und auch unserem wahren Selbst vollständig stellen und uns dessen vollkommen bewusst sein. Bewusst im Hier und Jetzt sein. Unsere alten Egostrukturen vollständig loslassen und das bewusste Fühlen vollkommen zulassen. Wir müssen uns wieder daran erinnern, wer wir in Wahrheit wirklich sind. Weil wir genau dies sehr oft vergessen haben. Und dazu müssen wir vollkommen alleine sein. Um unser wahres Sein überhaupt wieder spüren zu können. Um uns selbst vollkommen neu kennenzulernen. Um uns selbst endlich wirklich zu sehen. So wie wir unter all den Überfrachtungen all der Beeinflußungen und Programmierungen von Außen tatsächlich sind. Einfach echt sind.


    Wir haben es selbst in der Hand, wie schnell unsere Transformation vollendet ist. Wie schnell unsere Dualseele und wir uns einander wirklich verbindlich annähern. Und beide sich so dauerhaft aufeinander einlassen können.


    Je mehr wir uns auf uns selbst und auf unser wahres Sein fokussieren, desto intensiver bündeln wir unsere Lebensenergie und Lebenskraft für uns. Was ganz immens wichtig ist, um uns wirklich vollständig auf allen Ebenen zu wandeln.


    Wirkliche Veränderung und echte Transformation kann nur geschehen, wenn man die alten, ausgetretenen Pfade bewusst verlässt. Und diesen nicht mehr folgt, nur weil man dies seit langem so gewohnt ist. Denn es ist ja sehr viel bequemer, in die Fußstapfen der anderen zu treten, als eigene Erfahrungen zu machen und Entscheidungen zu treffen, wohin man nun ganz bewusst geht.


    Neue Pfade und Wege entstehen immer nur dadurch, dass man bewusst den Fokus umlenkt. Den Blickwinkel verändert und auch einmal die anderen Richtungen wahrnimmt und sieht. Mut aufbringt und das Risiko eingeht, eine echte Veränderung herbeizuführen. Auch wenn man nicht wahrnimmt, erkennt und sieht, was hinter der nächsten Ecke der Ungewissheit auf einen wartet. Indem man einfach TUT, was das eigene Herz tatsächlich tun will. Und das Ego außen vor lässt. Dies einfach nicht mehr beachtet. Was sowieso nicht funktioniert. Denn unser Ego verliert immer mehr an Macht. Und unser Herz gewinnt gewaltig an Kraft. Der Anker unserer Liebe hat sich tief in unser Herz gegraben und schützt uns so vor unserem Ego. Unser Herz hat längst die Oberhand gewonnen.


    Dennoch müssen wir wahrhaft beziehungsfähig werden...


    Wir müssen uns bedingungslos und unbedingt von Abhängigkeiten im Außen lösen. Ersatz-Glücks-Quellen loslassen und unser Glück einzig aus unserem eigenen Inneren beziehen.


    Wir müssen es bedingungslos annehmen und vollständig akzeptieren, mit uns selbst alleine zu sein.


    Was für einige im Klartext bedeutet, die (noch bedürftigen) Ego-Gedanken an einen Ersatzpartner als Trostpflaster ganz bewusst aufzugeben. Da ein solcher Ersatzpartner immer nur zweite Wahl und eine dysfunktionale „Übergangslösung“ wäre. Aber niemals exklusiv und allererste Wahl. Da dieser Mensch nicht für einen bestimmt ist.

    Alles was wir mit unserem Ego und emotionalen Mangel explizit suchen, ist in Wahrheit nicht für uns bestimmt. Weil unsere Seele dies nicht braucht.


    Das, was von „ganz alleine“ zu uns kommt, wenn wir am allerwenigsten damit rechnen, gehört dann auch wirklich ganz exklusiv zu uns. Weil unsere Seele an genau diesen Menschen und Dingen wachsen, lernen, reifen und sich immer weiterentwickeln kann.


    Wirklich beziehungsfähig zu sein, bedeutet, mit den Gegebenheiten bewusst und bedingungslos umzugehen. Dies auch auszuhalten und vor allem zu BLEIBEN.


    Nicht mehr zu flüchten und in den Rückzug zu gehen. Denn Flucht bedeutet in diesem Falle immer, dass man nicht fähig ist, sich dieser Beziehung verbindlich zu stellen. Die emotionale und seelische Nähe und innige Verbindung auch auszuhalten. 


    Man ist dann im wahrsten Sinne des Wortes bindungs- und beziehungs-UN-fähig. Und dies gilt genauso für Herzensmenschen, wie für Kopfmenschen. 


    Alles genauso zu akzeptieren und anzunehmen, wie es ist. Auch den Menschen, den wir zutiefst lieben, genauso sein zu lassen, wie er ist. Auch wenn dieser Mensch vielleicht in seinem alten Leben und in seinen alten Mustern steckenbleibt. Den Weg zu uns nicht finden kann. Weil die Zeit dafür nicht reif ist. Auch den Schmerz in uns anzunehmen und zu akzeptieren.


    Während dieser ganzen Transformation geht es immer nur um uns! Und wir erhalten genau das, was unsere Seele für sich braucht.


    Das, was wir nicht mehr für uns brauchen, verschwindet von ganz alleine aus unserem Leben. Oder löst sich einfach auf.


    Es geht explizit darum, die Verbindung zu uns selbst wiederzufinden. Bedingungslos zu unserem wahrhaftigen Sein zu stehen. Und uns vollständig auf unser wahres Sein einzulassen. Was uns unser tiefer Wunsch, eine verbindliche Beziehung mit unserem Seelenpartner oder Dual einzugehen, immer wieder spiegelt.


     

    • Solange wir in ihm als Spiegel immer noch negative oder destruktive Dinge wahrnehmen und sehen, ist in uns selbst noch etwas, das wahrgenommen, gesehen, gefühlt, geordnet, sortiert, bearbeitet, befreit, reflektiert, hinterfragt, aufgearbeitet und aufgelöst werden will
    • Solange wir in irgendeiner Form noch flüchten, indem wir uns im Außen beispielsweise ständig ablenken, verweigern wir uns immer noch uns selbst
    • Solange wir uns immer noch an Abhängigkeiten im Außen klammern, sind wir immer noch nicht vollständig authentisch
    • Solange wir noch Angst in unserem Dual als Spiegel erkennen, wahrnehmen und sehen, bedeutet dies, dass auch wir noch irgendeine Form von Ängsten in uns tragen. Auch wenn uns dies oft nicht bewusst ist
    • Solange wir im Außen noch nach etwas suchen, suchen wir in Wahrheit immer noch uns selbst. Auch wenn es vielleicht nur eine winzige Facette unseres authentischen Seins ist

     


    In dieser Zeit des Übergangs kommt uns jeglicher Impuls abhanden, uns aus unserer ureigenen Mitte wieder wegzubewegen. Und auch nur irgendetwas aktiv zu tun, um von unserem Seelenpartner oder Dual die Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten, die wir uns so sehnlichst von ihm wünschen. Wir leben unser Leben und konzentrieren uns vollständig auf uns selbst.


    Denn er kann bis jetzt die Liebe, die er in Wahrheit tief in seinem Inneren trägt, nicht vollständig zu uns fließen lassen. Da er sie einfach noch nicht vollständig zulassen kann. Da er es auch noch nicht zulassen kann, in jeglicher Hinsicht vollkommen zu sich selber zu stehen. Was ja unmittelbar mit uns selbst zusammenhängt. Er kann erst dann, wenn wir können. Egal, was es ist.



    • Wenn wir nicht können, kann auch er nicht.
    • Wenn wir können, kann auch er.

     

    • Wenn wir zulassen, lässt auch er zu.
    • Wenn wir uns einlassen, lässt auch er sich ein.
    • Wenn wir es fließen lassen, lässt auch er es fließen.

     


    Aber uns kommt jeglicher Impuls abhanden, uns auch nur in irgendeiner Weise darum zu kümmern. Wir kümmern uns nicht mehr darum, was er tut oder was nicht. Auch warten wir nicht mehr darauf, dass er sich bemüht. Irgendwo in uns ist zwar die Hoffnung, aber dennoch liegt unser Fokus vollkommen auf uns. Und nicht mehr auf ihm.

    Uns kommt jeglicher Impuls abhanden, für irgendetwas aktiv zu kämpfen oder uns aktiv um irgendetwas zu bemühen. Denn wir haben nun innerlich den Schalter vollständig auf Empfang und Fülle umgelegt. Wir leben unser Leben und erfüllen uns vollständig selbst, als darauf zu warten, dass dies jemand anderes und explizit unser Dual für uns tut.


    Wir erwarten nichts mehr, sondern nehmen es an, wie es ist und akzeptieren. Selbst wenn wir nach wie vor den tiefen Schmerz in uns fühlen, wenn unser Dual nicht bei uns und mit uns zusammen ist.


    Allerdings besteht bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen die immense Gefahr, dass sie die tiefe Liebe wieder verdrängen und wegdrücken, solange der Seelenpartner oder das Dual sich ihnen (noch) vehement stur verweigert. Da sie nicht damit umgehen können, dass die Liebe nicht fließt. Dass sie nichts tun können und dies auch nicht dürfen, um nicht seinen Weg der Entwicklung zu stören. Oder diesen gar zu blockieren. Hier nützt es nichts, sich selber immer wieder zu suggerieren, die Liebe einfach nur bei sich zu behalten. Und überhaupt nichts damit zu tun. Denn diese tiefe und echte Liebe WILL ja gelebt und gefühlt werden. Was aber bei vielen nicht geht, wenn das Dual sich verweigert. 


    Hochsensible Menschen können dies oft nicht auf andere Weise kompensieren. Das geht nicht. Auch wenn man dies noch so sehr probiert und versucht.


    Wahre Liebe will fließen. Was sie nicht kann, wenn auch nur einer von beiden blockiert. Und das schmerzt ganz enorm. Und hier greift eben NICHT mehr die Aussage, dass das was weh tut, nicht die Liebe ist. Weil das in diesem Fall nicht so ist. Natürlich tut nicht die Liebe an sich so weh, sondern das unaussprechbare Gefühl der Ablehnung und der Zurückweisung ist es, dass so immens schmerzt. Und mit dem hochsensible Menschen per se enorm schlecht umgehen können. Hier nützt es nichts, immer wieder zu implizieren, dass an sich selbst gearbeitet werden muss. Um diese Gefühle zu überwinden. Für etliche Hochsensible gilt – wenn der Mensch, dem ihre tiefe Liebe gilt, sich dieser Liebe so vehement verweigert, sind sie nicht fähig, glücklich zu werden. Sie fühlen sich dermaßen schlecht, dass sie es selbst kaum in passende Worte fassen können. Da sie genau dies im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos sein lässt. Hier kann man noch so sehr bei sich selbst und noch so authentisch und echt sein – solange der Seelenpartner oder das Dual die Liebe nicht zu- und somit frei fließen lässt, werden beide (gemeinsam) nicht glücklich. Was allerdings nicht sensible Menschen kaum jemals verstehen werden.


    Der essentielle Wunsch nach verbindlicher Beziehung mit unserem Seelenpartner oder Dual wird immer irgendwo tief in uns vorhanden und somit präsent sein. Dies kann man nicht (weg-) leugnen oder sich irgendwas vormachen. Denn Tatsachen sind Tatsachen, Fakten sind Fakten und Realität ist Realität.


    Wahre Liebe ist wahre Liebe. Und diese Liebe will vollkommen frei zwischen beiden Liebenden fließen.


    Man arrangiert sich eventuell damit, dass man nicht das erhält, was das eigene Herz und die Seele so sehnsüchtig will. Man gewöhnt sich schlichtweg daran, dass dieser Mensch nicht bei einem ist oder besser gesagt, man gewöhnt sich an das alleine sein mit sich selbst. Wirklich glücklich sind etliche dabei allerdings nicht.


    Und wenn man noch so sehr mit sich selber verbunden ist, noch so sehr bei sich selbst angekommen ist, hochsensible Menschen brauchen die Liebe nun einmal wie die essentielle Luft zum atmen.


    Es ist schlichtweg eine spirituell- esoterische Lüge, dass man keine Liebe von Außen mehr braucht, wenn man sich selbst nur genügend tief liebt. Denn jeder Mensch will auch Liebe erhalten. Jeder Mensch will auch geliebt werden und nicht immer nur selbst Liebe geben.


    Allerdings ist es gleichzeitig auch so, dass man sich selber immer wieder verlässt, wenn man den Fokus auf den Wunsch nach Beziehung und Partnerschaft mit seinem Seelenpartner oder Dual lenkt. Hier darf man dann immer schauen, inwieweit man noch echt und authentisch man selber ist, wie sehr man tatsächlich mit seinem wahren Sein verbunden und noch in seiner ureigenen Mitte ist. Denn ein essentielles Ur-Bedürfnis hat absolut nichts mit emotionaler Bedürftigkeit und eventuellem Mangel-Denken zu tun.


    Ein essentielles Ur-Bedürfnis hat seinen Sitz im Herzen und in der Seele. Ein Wunsch kommt oft aus dem (bedürftigen) Ego der Illusionsfalle des Denkens. Hier sollte man sich des Unterschiedes sehr bewusst sein.


    Ja, es scheint Menschen zu geben, die wirklich zufrieden und glücklich sind, auch ohne verbindliche Beziehung oder Kontakt mit ihrem Seelenpartner oder Dual. Ob dies aber tatsächlich echt ist, wage ich zu bezweifeln. 


    Eine Zeit des Übergangs ist immer begrenzt. Und geht irgendwann wieder vorbei. Weshalb echte Geduld absolut notwendig ist, diese Zeit bestmöglichst zu „überstehen“. Solange man einfach nur hinnimmt, kommt man nicht weiter. Und bleibt im Kreislauf des Wartens und Leidens gefangen. Darf weitere Lernrunden für sich drehen. Verankert die Liebe dabei aber jedes Mal tiefer im Herzen. Und wird sich seiner Themen dabei immer bewusster.


    Indem man sich immer tiefer mit seinem wahren, authentischen Sein verbindet, wird man immer kompromissloser, radikaler und echter.


     

    • Man will nicht mehr handeln, sondern man handelt
    • Man wartet nicht mehr, sondern man tut
    • Man gibt absichtslos, weil man aus tiefstem Herzen geben will und erwartet absolut nichts zurück
    • Man flüchtet nicht mehr, sondern man bleibt
    • Man nimmt nicht mehr hin, sondern man akzeptiert & nimmt an
    • Man setzt deutlich sichtbare Grenzen
    • Man trifft explizit kristallklare Entscheidungen – dafür oder dagegen

     


    Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert radikalen Mut. Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert gnadenlose Echtheit und Ehrlichkeit. Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert es, bedingungslos zu lieben. Sich selbst zu lieben. Sich sich selbst hinzugeben. Sich auf sich selbst einzulassen. Sich selbst zuzulassen. Sich selbst zu sehen, genauso, wie man ist. Und somit auch seinen Seelenpartner oder sein Dual bedingungslos zu lieben. Sich ihm vertrauensvoll hinzugeben. Sich auf ihn ohne faulen Kompromiss einzulassen. Diesen Menschen an seiner Seite und in seinem Leben zuzulassen. Und zwar zu einhundert Prozent. Sich auf diesen einen einzigen Menschen einzulassen. Ohne sich in irgendeiner Form zu begrenzen und ein Hintertürchen für eine eventuelle Flucht offen zu lassen. Denn, wahre Liebe bedeutet Verbindlichkeit. Verbindlichkeit sich selbst gegenüber und somit auch automatisch zu seinem Seelenpartner oder Dual.


    Sich auf die Zeit des Übergangs und somit der inneren Einkehr und Stille vollkommen einzulassen – auch dies erfordert eine Menge Mut. Und viele geben viel zu früh auf. Sie schaffen es nicht, sich auf diesen Weg der Entwicklung vollständig einzulassen. Haben immense Angst vor dieser inneren Wandlung. Eine immense Angst vor Veränderung. Sie führen einen endlosen Kampf gegen Windmühlen und sabotieren und blockieren sich selbst.


    Gerade in der Zeit des Übergangs ist man nicht beziehungsfähig. Weil man das Alte erst einmal gezielt hinter sich lassen, sich innerlich befreien und so ganz bewusst Platz für Neues schaffen muss. 


    Jeder Mensch, mit dem man jetzt in irgendeiner Form eine "Trost-Beziehung" eingehen würde, nur weil der Seelenpartner oder das Dual nicht greifbar ist, wäre nur ein ungenügender Übergangspartner. Und das Ego spielt hier einen urgewaltigen Streich. 


    Nur wer mit sich selbst bedingungslose Verbindlichkeit schafft, schafft auch Verbindlichkeit mit seinem Seelenpartner oder Dual.


    Nur wer die Beziehung zu seinem wahren Sein immer weiter veredelt, vertieft und kultivert, kann auch die Beziehung zu seinem Seelenpartner oder Dual immer weiter vertiefen, veredeln und kultivieren.


    So vergeht die Phase des Übergangs und die Zeit der inneren Einkehr und Stille viel schneller. Und die unfassbar wertvolle Zeit der Vollendung naht...


    Wenn man nicht darauf achtet, was der andere tut, sondern sich ausschließlich intensiv damit beschäftigt, was man für sich selbst explizit tut.


    Eines sollte dabei immer bewusst sein. Eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft mit unserem Seelenpartner oder Dual ist per se die wundervollste Belohnung für den Weg unserer inneren Wandlung. Und vollständigen Transformation. Und hat niemals die Priorität auf dem ersten Platz. Sondern die verbindliche Beziehung mit unserem wahren und echten Sein steht für uns immer an erster und oberster Stelle.



    Der energetische Sog des Lebens

     

     

    Der energetische Sog des Lebens ist mystisch, magisch und magnetisch. Mit seiner unendlichen Kraft zieht er uns weiter und weiter. Weiter nach vorn. Und es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns von diesem magnetischen Sog einfach mitziehen zu lassen, je mehr wir bei uns selbst und unserem ureigenen, authentischen Sein ankommen. Denn er lässt uns unsere ureigene Schöpferkraft spüren, die wir tief in unserem Inneren tragen. Leider ist es aber oft so, dass wir die Energie des Lebens nicht vollkommen frei fließen lassen (können). Wenn wir blockiert sind, stockt die Energie und wir drehen uns immer wieder im Kreis. Und erleben einundasselbe immer und immer wieder, solange, bis wir durch all unsere Erfahrungen in der Lage sind, uns unseren Themen zu stellen. Sie uns bewusst anzusehen und so aktiv etwas zu verändern. Denn nur so kann die Energie des Lebens vollkommen frei fließen und all das, was tatsächlich für uns und unser ureigenes Leben bestimmt ist, kommt „ganz wie von selbst“ zu uns... auch der Mensch, der wirklich für immer zu uns gehört...


    Es ist immens wichtig, dass wir bewusst innehalten... bewusst stehen bleiben... bewusst wahrnehmen... bewusst hineinspüren... was noch angesehen, geheilt und aufgelöst werden will in uns.


    Veränderung macht Angst. Angst vor der Ungewissheit, die dann auf uns zukommt, wenn wir die Dinge mit einem Mal anders machen, als wir es bisher in unseren alten und destruktiven Mustern und Konditionierungen getan haben.


    Und weil wir oftmals einfach nicht wissen, wie...


    Viele Menschen sind nicht in der Lage, sich wirklich zu verändern. Veränderung an sich zuzulassen. Sich auf eine Veränderung wirklich einzulassen. Vor allem hochsensible Menschen haben oft immense Probleme damit. Und sie schwanken wie ein Fähnchen im Wind. Immer zwischen (ver-) zweifeln, (ab-) warten, bangen und hoffen, dass sich alles doch noch zum positiven hin wendet. Allerdings harren viele nur aus, ohne selbst etwas zu tun. Da sie die Verantwortung abgeben und sich diverse Glücksquellen im Außen erschaffen. Von denen sie dann erwarten, zufriedengestellt und glücklich gemacht zu werden. Was aber niemals dauerhaft – wenn überhaupt - gut gehen wird. Weil das absolut entgegen unserer Natur ist.


    Oft assoziieren wir Veränderung als negativ. Oder als schlecht. Wir sehen nur die Nachteile, die unser (bedürftiges) Ego und unser Verstand uns eintrichtern. Aber die Vorteile ziehen an uns vorbei. Sie zeigen sich uns zwar wieder und wieder und wieder, aber wir wollen sie oft über einen langen Zeitraum hinweg nicht sehen. Wir ignorieren und verdrängen sie und schieben sie immer wieder aufs Neue von uns. Weil wir der Angst in uns Macht einräumen.


    Die Angst hat die Macht über uns, anstatt wir wahrhaftigen Mut entwickeln und uns bewusst unserer tiefsitzenden Ur-Angst stellen. Und der unermesslichen Kraft unseres Herzens die Macht überlassen, solange bis sich die wahre Liebe in uns mit all ihrer Energie über den destruktiven, stockenden Fluss unserer Angst erhebt. Und so die Angst in uns auflöst. Und wir wieder wir selbst sind und vollkommen authentisch einfach nur SEIN können.


    Alle Flüsse münden früher oder später in andere Flüsse und dann irgendwann ins Meer. Ins Meer als der Wiege allen natürlichen Lebens. Zurück in ihr ureigenes und authentisches Sein. Denn egal, wie breit oder schmal oder wie lang oder kurz ein Fluss ist, egal durch welche Landschaft oder welchen Teil unserer Erde er fließt, vollkommen egal, wie künstlich vom Menschen verdreckt oder wie sauber und rein er ist, wie natürlich er belassen wird oder wie künstlich begradigt er von uns Menschen wurde, besteht er in seiner Reinheit und Konsistenz immer aus Wasser. Und der Sog des Lebens zieht ihn zurück zu seiner wahren Natur. Hinein in seine Ganzheit und ins „EinsSein“mit sich selbst.


    Der Mensch ist es, der per se immer die Konsistenz von allem verändert. Der alles unter Kontrolle behalten will. Der künstlich und mit Zwang alles anders will. Nichts so sein lässt, wie es natürlicherweise ist.


    Wasser ist und bleibt aber Wasser. Vollkommen egal, ob es nur ein Tropfen ist oder viele Tropfen eine Welle, ein dünnes Rinnsal oder einen breiten Fluss oder das unendlich weite Meer ergeben... die Konsistenz und das authentische Sein ist immer gleich. Nämlich schlicht und einfach pures Wasser. Genauso, wie wir immer wir selbst sind. Egal, welchen Weg wir gehen und wie oft wir uns verändern. Wir sind immer wir. Selbst wenn wir nicht vollkommen in unserer Mitte und authentisch und echt sind. Alles was wir denken, fühlen und tun, sind wir selbst. Und niemand anders.


    Die Natur reguliert sich immer von selbst. Und es herrscht eine perfekte Symbiose, Ausgeglichenheit, Balance und Harmonie.


    Der Mensch ist es, der immer alles noch besser und am besten perfekter als noch so perfekt machen will. Denn er ist niemals zufrieden. Seine innere Unzufriedenheit trägt er nach außen und all dies manifestiert sich im Tun. Im negativen und destruktiven Handeln.


    Der Mensch ist oft perfide. Er bekämpft Feuer mit Feuer. Weil er denkt (!) „Wie du mir, so ich dir“. Nicht wissend, was er mit genau dieser inneren destruktiven Einstellung anrichtet. Denn genauso wird alles noch schlimmer. Und es entstehen Blockaden und immer weiter schwelende Konflikte, die sich immer mehr hochschaukeln und ausweiten und sich so hoch erhitzen können, bis sie vollkommen außer Kontrolle geraten. Und nur noch Schaden anrichten. Die man aber mit aller Bewusstheit vermeiden kann. Indem man nämlich gelassen (im natürlichen Fluss des Lebens und der Energie) bleibt und nicht auf das Feuer, das einem entgegengebracht wird, reagiert. Und es so noch weiter anfacht. Bis man sich vielleicht selbst an den heißen und lodernden Flammen verbrennt. Denn Feuer braucht Wasser, um seine (zerstörende) Macht zu verlieren und sich selber zu löschen. Und Wasser braucht Feuer, um sich zu erhitzen. Das ist die natürliche Balance des Lebens.


    Beides – Feuer und Wasser ist von essentieller und existenzieller Bedeutung für uns alle, wir brauchen beides zum gesunden Leben, als auch dass es immensen Schaden anrichten und etliches für immer zerstören in der Lage ist. 


    Der Mensch spielt auf Zeit solange mit dem Feuer, bis er sich äußerst schmerzhaft daran verbrennt. Weil er sich der Hitze des Feuers nicht wirklich bewusst ist und aus Schaden oftmals nicht klug wird. Er entzieht sich nicht dem Feuer und fokussiert sich auf den Nutzen, sondern bekämpft es vehement. Und zwar solange, bis gar nichts mehr geht. Und man so in seiner Negativspirale des Egos und Denkens festhängt, dass man kaum noch herauskommt. Es sei denn, es geschehen Zeichen und Wunder. Und das Universum (in Wahrheit das Resonanzgesetz aus Ursache und Wirkung = die urgewaltige Energie des Lebens) hat Einsicht. Dann schickt es uns einen Seelenpartner oder unsere Dualseele. Damit wir aus dem Negativ-Sumpf wieder herausfinden. Allerdings zieht uns unser Seelenpartner oder Dual nicht aktiv heraus aus dem Sumpf, sondern er verhält sich uns gegenüber so, dass wir dadurch in die Lage kommen, uns selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Und uns voller Vertrauen zurück in den Fluss des Lebens fallen lassen und uns dem urgewaltigen Sog des Lebens wieder hingeben (können).


    Es gibt kein Zurück mehr, wenn wir uns einmal vollkommen bewusst in den Fluss des Lebens hineinfallen lassen. Wir mitten in diesem Fluss unendlicher Energien treiben und die Kontrolle unseres Egos an unser Herz abgeben. Bewusst unserer Seele und unserer Intuition folgen. Denn der Fluss des Lebens fließt immer nur in eine einzige Richtung... nämlich nach vorn...


    Viele Menschen würden am liebsten wieder den Rückweg antreten. Und in ihre alten Muster und ihr altes, bequemes Leben zurückkehren. Weil es sie zu sehr anstrengt, sich den Gegebenheiten im Hier und Jetzt vollständig zu stellen. Etliche tun das tatsächlich auch. Sind aber in Wahrheit tief unglücklich, dass sie es nicht schaffen, ihr Herz vollkommen zu öffnen und sich aktiv zu verändern. Da sie (noch) aus irgendeinem Grund zu schwach sind, um sich in der wahrhaftigen Liebe zu zentrieren. Und sich in der wahren Kraft ihres Herzens zu verankern.


    Dieser Kampf (gegen sich selbst)  ist ein Kampf gegen Windmühlen, den man nur verlieren kann. Weil man dadurch sich selbst und sein wahres Sein zerstört. Das ist dasselbe, als würde man versuchen, mit einem Kanu einen reißenden Fluss entgegengesetzt hinaufzurudern, anstatt sich mit der Fließrichtung einfach treiben zu lassen.

    Wenn wir einmal unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele begegnet sind, wird all dies über den Haufen geworfen. Da wir so gezwungenermaßen auf allen Ebenen unseres Seins spüren dürfen, wie es ist, uns vollkommen bewusst und bedingungslos dem Sog und der fließenden Energie des Lebens anzuvertrauen....


     

    • Wirkliche Veränderung braucht BewusstSEIN
    • Wirkliche Veränderung braucht wahrhaftigen Mut
    • Wirkliche Veränderung braucht die Kraft des Herzens
    • Wirkliche Veränderung braucht eine bewusste Entscheidung
    • Wirkliche Veränderung braucht aktives Handeln

     


    Unser innerer Leidensdruck muss so intensiv, stark und groß sein, dass uns gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als irgendetwas zu verändern. Damit der Leidensdruck aufhört. Die Sehnsucht (nach uns selbst und unserem wahren, authentischen Sein) aufhört und somit auch die Sehnsucht nach unserem Seelenpartner und Dual automatisch schwächer wird. Weil unsere Sehnsucht sich so vom Mangel in Fülle und in Erfüllung wandelt. Und wir so endlich in der Lage sind, unser wahres Glück vollkommen aus uns selbst zu beziehen. Und dies nicht mehr von anderen erwarten. Die diese Funktion sowieso nicht erfüllen können, noch dass sie dies wahrscheinlich überhaupt wollen. Weil auch sie unbewusst spüren, dass sie nicht für unser wirkliches Glück zuständig sind.


    Erst wenn der Leidensdruck in uns intensiv und stark genug ist, so dass wir es überhaupt nicht mehr anders aushalten (können), können wir uns WIRKLICH verändern. Ja, können wir eine echte Veränderung tatsächlich erst dann zulassen. Und uns bedingungslos darauf einlassen. Denn der Handlungsimpuls in uns wird dann so stark, dass wir quasi „wie von selbst“ anfangen, anders zu agieren. Oder zu reagieren, je nachdem...


    Oft wissen wir überhaupt nicht, wo wir überhaupt anfangen sollen, wenn wir wissen und spüren, dass es so viele Dinge sind, die wir verändern und anders gestalten müssten (dürfen). Wenn wir uns aber voller Vertrauen mitten im Fluss des Lebens befinden, entscheidet das Leben für uns und genau das löst sich auf, was im Moment am wichtigsten für uns ist.


    Weder brauchen wir irgendetwas zu kontrollieren, noch dagegen oder dafür zu kämpfen, noch uns im Widerstand (meist gegen uns selbst) zu befinden, noch uns selbst, das Leben und die (wahre) Liebe zu blockieren.


    Wenn wir vertrauen (können), können wir alles vollkommen frei fließen lassen. Die Energie, die wahrhaftige Liebe und das Leben an sich.


    Der Sog des Lebens lässt sich nicht aufhalten. Von absolut niemandem. Denn der Sog des Lebens ist das Leben an sich. Von allem Lebendigen selbst erzeugt. Denn alles ist mit allem verbunden. Alles ist reine und pure Energie. Die wir blockieren können oder vertrauensvoll fließen und dann auch genießen lernen können. Je nachdem. Und mit all unseren (sensiblen) Sinnen im wahrsten Sinne des Wortes genußvoller und sinnlicher leben zu können.


    Was im Klartext bedeutet, vollkommene Eigenverantwortung zu übernehmen. Unsere ureigenen Entscheidungen zu treffen. Uns nicht mehr von anderen negativ beeinflussen und blockieren zu lassen. Uns nicht mehr von uns selbst wegzubewegen. Und uns irrtümlicherweise an anderen zu orientieren. Uns mit anderen fälschlicherweise vergleichen oder gar identifizieren zu wollen. Nach dem Motto „Wer von uns ist besser, als der andere“. Denn wir machen es so, wie wir wollen und andere machen es anders, weil sie es anders (für sich selber, nicht für uns!!) wollen.


    Nicht mehr die Quantität – vollkommen egal, bei welchen Dingen -  spielt eine Rolle, sondern echte Qualität nistet sich in der Tiefe unseres Herzens und unserer Seele und auf allen Ebenen unseres wahrhaftigen Seins ein. Die wir auch eisern beibehalten und durchsetzen. Und kristallklare Grenzen sowohl für andere, als auch vor uns selbst ziehen.


    Unsere falschen Ego-Gedanken „rächen“ sich nun ganz schnell. 


    Im Sog des Lebens manifestiert sich alles immer schneller, intensiver und heftiger in unserem Leben. Und zwar sofort und auf der Stelle, wenn es sein muss. Und dies uns nützt und weiterbringt. Die Energieströme werden immer feiner und subtiler spürbar. Der altbekannte Satz „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort“ erhält nun eine vollkommen neue Bedeutung ;)


    Ich selbst erlebe genau dies ständig. Erlaube ich mir auch nur einen einzigen Gedanken in die „falsche“ Richtung, weil das liebe Ego sich zwischendurch auch einmal wieder meldet und seinen altbekannten (und destruktiven) Senf dazugeben will, rächt sich alles auf der Stelle. Und es geht mit einem Mal alles schief. Denke ich beispielsweise in die falsche Richtung bestimmter Personen aus meinem Leben, fällt mir mit sofortiger Wirkung (!) garantiert alles aus der Hand oder es geht auf der Stelle das schief, was ich gerade tue. Gerade so, als ob das Universum mir damit mitteilen möchte, ob ich denn nichts anderes zu tun habe, als mich mit solch „lapidaren“ Gedanken zu beschäftigen, wo es doch weit wichtigere Dinge in meinem Leben gibt. Und ich weiß, dass es anderen genauso geht.


    Das sind die altbekannten „Sünden“ – eben die zerstörenden Ego-Gedanken, die man als hochsensibler und hochsensitiver Mensch wohl niemals vollkommen und ganz abstellen kann.


    Was ich aber auch als absolut normal bezeichne. Denn es wäre ja absolut bewundernswert, wenn es tatsächlich jemand schafft, überhaupt nicht mehr über ganz bestimmte Dinge nachzudenken. Oder überhaupt zu denken. Und stattdessen nur noch zu fühlen. Was ja auch Unsinn ist. Fühlen sollen wir dann, wenn es um Entscheidungen geht, die wir treffen müssen (dürfen). Wenn es um die wahre Liebe geht. Wenn es darum geht, uns in unserem Herzen zu zentrieren und die wahre Liebe tief in unserem Inneren zu verankern.


    Denken müssen wir schon auch ab und an ;)


    Denn immerhin haben wir unseren Verstand von der Natur erhalten, dass wir diesen auch benutzen. Allerdings nicht in destruktivem Maße, sondern in bewusster Ausgeglichenheit zwischen unserem Kopf und unserem Herz.


    Und deshalb finde ich es absoluten Unsinn, uns Herzensmenschen weiszumachen, dass wir mehr in unseren Kopf gehen und mehr ins Denken kommen müssen, damit unser Kopfmensch mehr ins Fühlen kommt.


    Wir hochsensiblen Menschen sind per se IMMER in unserem Kopf. Wir können nicht anders. Nur denken wir als Herzensmenschen nicht nüchtern, sachlich und rational, sondern emotional. Und genau DAS ist es, was wir ändern dürfen. Mehr unsere Gefühle und Emotionen zu kanalisieren und zu bündeln und nicht mehr alle unsere Emotionen vollkommen unkontrolliert nach außen zu lassen. Weil unser geliebter Kopfmensch damit gar nicht umgehen kann. Er fühlt (!!) sich völlig überfordert, wenn wir ihn mit unseren Gefühlen und Emotionen überrollen, solange er selbst seine eigene Liebe (für uns) noch nicht vollständig zulassen und uns offen zeigen kann.


    Denken und Fühlen – Kopf und Herz wollen ausbalanciert und harmonisiert werden.


    Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns dem urgewaltigen Sog des Lebens „ausliefern“ und uns absolut bedingungslos mitziehen lassen. Denn so kommt alles wieder zurück in seine natürliche Ordnung. Und das Leben kann sich selbst leben. Wir können uns selbst leben. Die Liebe in uns darf sich selbst leben.


    Und auch der Sog des Lebens lebt sich selbst in all seinen natürlichen, lebendigen, bunten, schillernden, schwarz-weißen und vielfältigen Facetten. Genauso wie der Sog der Gezeiten mit Ebbe und Flut mit absoluter Sicherheit und Zuverlässigkeit in aller Regelmässigkeit immer wiederkehrt. Auf Regen folgt Sonne und auf Kälte wieder Wärme. Auf Dunkelheit folgt immer Licht und jedem neuen Morgen wohnt ein neuer Anfang inne.


    Jeder neue Tag ist eine neue Chance. Und es bleibt jedem Menschen selber überlassen, ob er diese Chance mit all seinem BewusstSEIN sinnvoll nutzt...


    Das Leben lebt sich, die Energie und der Sog des Lebens entfaltet sich und fließt vollkommen frei... wenn wir all dies bewusst erkennen, wahrnehmen und sehen...


    Der mystische, magische und magnetische Sog des Lebens will ganz bewusst gelebt und vor allem will er GEFÜHLT werden...


    Und es ist ein unbeschreiblich kraftvolles Gefühl, sich dem urgewaltigen, natürlichen Sog des Lebens anzuvertrauen und sich ihm vollkommen hinzugeben. Genauso wie wir uns vertrauensvoll komplett unserem wahrhaftigen, authentischen Sein und ebenso unserem Seelenpartner oder Dual hingeben und anvertrauen und uns bedingungslos der wahren Liebe in uns öffnen (dürfen)...

      


    Wie der Kopfmensch in der Dualseelenbeziehung tatsächlich tickt




    Zwischen Dualseelen kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Da Kopfmenschen sich natürlicherweise gegensätzlich zum Herzensmenschen verhalten. Deshalb wird meist angenommen, dass es ausschließlich am Kopfmenschen liegt, dass eine verbindliche Partnerschaft zwischen beiden Dualseelen über lange Zeit erst einmal nicht möglich ist. Weil scheinbar die Kopfmenschen es sind, die sich die ganze Zeit unverbindlich verhalten und sich nicht komplett auf ihren Herzensmenschen einlassen wollen. Und sie ganz andere Beweggründe haben, sich so zu verhalten, als sie es tun, als Herzensmenschen allgemein glauben...


    Wir alle werden der, der wir sind, durch unsere Erziehung, unsere Konditionierungen, anerlernten Werte, Normen, Konventionen und (oft destruktiven) Muster.


    Wir alle sind auf gewisse Weise „Opfer“ von gewollter Manipulation und bewusster und unbewusster Programmierungen, sowie emotionalen Abhängigkeiten im Außen.

    Wir alle machen von Kindheit an Erfahrungen, die uns zutiefst prägen. Positiv und negativ.


    Die Kopfmenschen der Dualseelen sind meist sehr liebenswerte und sanftmütige Menschen. Viele sind hochsensibel oder emotional sensibel und äußerst empathisch. Und ebenso harmoniebedürftig und verletzlich wie die Herzensmenschen. Selbst wenn das nach außen hin auf den ersten Blick nicht so wirkt.


    Sie sind absolut zuverlässige, pflicht- und verantwortungsbewusste Menschen. Sie sind immer da, wenn man sie wirklich braucht – (so zumindest meine persönliche Erfahrung). Streit und Konflikte sind ihnen zuwider. Lieber flüchten sie bei aufkeimenden Unstimmigkeiten und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus. Es sei denn, sie spüren deutliche Ungerechtigkeiten. Oder erhalten ungerechtfertige Vorwürfe und fühlen sich dadurch in ihrer Persönlichkeit „angegriffen“ und verletzt. Dann gehen sie in die Offensive. Und werden ebenfalls gemein und verletzend. Was aber keine böse Absicht ist, sondern bloße Verteidigung ihres Selbst darstellt.


    Zwar wirken sie oftmals verschlossen und kaltherzig (was sie aber in Wahrheit überhaupt nicht sind) und deren andersartiger Denkstil kann einen Herzensmenschen schon sehr irritieren. Weshalb es auch oft zu Missverständnissen kommt zwischen beiden Dualseelen. Weil der eine eben emotional denkt, fühlt und handelt, während der andere rational-nüchtern-sachlich-vernünftig bleibt. Außerdem leiden Kopfmenschen oft unter gravierenden Schuldgefühlen. Vermeintlich „schuld“ daran zu sein, wenn andere sich ihretwegen schlecht fühlen. Weil sie das genauso immer wieder impliziert bekommen. Das personifizierte schlechte Gewissen. Vollkommen zu Unrecht.


    Dennoch sind Kopfmenschen oft sehr humorvoll und man kann äußerst ernsthafte und tiefgründige Gespräche mit ihnen führen.


    Der Kopfmensch versteht erst einmal die überquellenden Emotionen und Gefühle des Herzensmenschen nicht und der Herzensmensch kann es nicht nachvollziehen und verstehen, dass der Kopfmensch sich seinen Gefühlen derart verweigert. Und eben nur rational denkt, fühlt und handelt.


    Ebenfalls versteht der Kopfmensch es nicht, dass der Herzensmensch so sehr um die Liebe des Kopfmenschen bettelt, kämpft und sich immer wieder verzweifelt um ihn bemüht. Da der ihn doch längst ganz genauso liebt!


    Er versteht es nicht, dass der Herzensmensch seine Liebe nicht SIEHT.


    Ein leider sehr weit verbreiteter Irrtum ist der, dass immer wieder angenommen wird, der Kopfmensch der Dualseelen könne angeblich nicht lieben.


    Was einfach nicht den Fakten und Tatsachen entspricht. Denn – die Kopfmenschen der Dualseelen können sogar sehr tief und intensiv fühlen. Und sie lieben ihren Herzensmenschen sehr wohl. Auch wenn sie das lange Zeit verleugnen und verbergen.


    Sie lieben diesen sogar sehr tief und intensiv. Genauso wie der Herzensmensch ihn liebt. Sie können es oft nur nicht aussprechen. Und es gibt welche, die können ihre Liebe nicht zeigen.


    Man darf als Herzensmensch ganz genau HIN-sehen. Man darf sehr genau HIN-hören und man darf sehr genau HIN-spüren, was vom Kopfmenschen so alles in Richtung Herzensmensch kommt. Dann sieht, spürt und weiß man sehr wohl, dass in diesen Menschen die Liebe ganz genauso vorhanden ist. Was in ihnen in Wahrheit tatsächlich vorgeht. Man nimmt die Liebe des anderen dann sehr wohl sehr feinsinnig wahr.


    Die Kopfmenschen der Dualseelen leiden unter massiven Ängsten. Nur ist den Herzensmenschen sehr oft nicht bewusst, dass sie selbst es sind, die da so angstvoll sind. Dass sie es in Wahrheit sind, die unter einer massiven Angst leiden, wahrhaftig geliebt zu WERDEN. Und ihr zutiefst geliebter Kopfmensch ihnen mit seinem abweisenden und abwehrenden Flucht- und Rückzugsverhalten genau dies immer wieder heftigst spiegelt.


    Und ein weiterer Fakt ist, dass die Kopfmenschen ihren geliebten Herzensmenschen schlichtweg nicht eingeplant haben in ihr funktionales Leben.


    Ja, das ist tatsächlich so. Die (wahre) Liebe ist einfach nicht eingeplant. Denn diese Liebe ist nicht ihr auserkorenes Ziel. Trotz der immensen Sehnsucht danach, die wahre Liebe wirklich zu (er-) leben.


    Das primäre Ziel der Kopfmenschen ist es, in ihren anerlernten Rollen, Mustern, aufgesetzten Masken und Fassaden zu funktionieren. Für ANDERE zu funktionieren.


    Nur nicht für sich selbst.


    Zu funktionieren und die Erwartungen die ihr Umfeld an sie stellt, so gut es eben geht, zu erfüllen. Denn sie leben nicht ihr eigenes Leben, sondern das Leben, das andere für sie ausgesucht und ihnen vorgegeben haben. So haben sie es bereits in ihrer Kindheit und dann in angrenzenden Beziehungen und Partnerschaften gelernt.


    Sie erlauben es sich schlichtweg nicht, sich selbst zu leben und wahrhaftig (mit dem RICHTIGEN Partner, der RICHTIGEN Partnerin) glücklich zu sein.


    Da sie dies einfach nicht kennen. Sie kennen es nur, zu funktionieren. Leistung zu zeigen. (Berufliche) Erfolge vorzuweisen. Zu kämpfen, um echte Anerkennung (und vermeintlich Liebe als Belohnung) zu erhalten.


    Kopfmenschen setzen sich permanent Ziele, die sie erreichen möchten.


    Da sie sich grundsätzlich über Erfolg definieren. Sie (ver-) planen ihr Leben und richten ihr Leben ausschließlich nach diesen Plänen aus. Vergessen dabei aber, dass das Leben sich nicht nach Plan gestalten lässt. Denn das ist vollkommen wider die Natur. Das Leben lebt sich, während der Kopfmensch immer wieder aufs neue seine Pläne schmiedet. Sich verbiegt und an Gegebenheiten anpasst, die nicht die seinen sind. Sondern die, die andere ihm vorgeben.


    Nur beruflich, da ist der Kopfmensch authentisch und absolut echt. Hier darf und kann er sich vollständig beweisen. Hier darf er sich vollständig entfalten und sein, wie er ist. Was er privat und persönlich in seinen Beziehungen und Partnerschaften eben NICHT darf. Weil er nur an Partner(innen) gerät, die utopische Ansprüche, Erwartungen, Bedingungen und Forderungen an ihn hegen, die er niemals erfüllen kann. So sehr er dies auch versucht. Genügen kann und wird er hier niemals. Weil er aufgrund seiner destruktiven Muster immer an Partner(innen) gerät, für die er NIEMALS gut genug sein KANN. Weil diese Menschen sich selbst niemals gut genug sind. Und deshalb die eigenen Unzulänglichkeiten per se auf den Kopfmenschen projizieren. Und somit ER sich dann logischerweise als ungenügend und unzulänglich empfindet und fühlt. Da er dies ja ständig kommuniziert bekommt.


    Die falschen Partnerinnen machen ihm permanent klar, dass andere Männer vermeintlich besser wären, als er. Das heißt, sie machen ihn permanent schlecht. Weil sie in Wahrheit mit sich selbst unglücklich und unzufrieden sind.


    Ein männlicher Kopfmensch darf niemals wirklich Mann sein. Es fehlt ihm gewaltig an Selbstwert und Selbstvertrauen. Er traut sich nicht, dagegen aufzumucken und sich als wirklicher Mann durchzusetzen.


    Der Kopfmensch kann sich noch so sehr verbiegen und versuchen, eine solche Partnerin zufrieden zu stellen und glücklich zu machen. Es wird ihm beim besten Willen niemals gelingen.


    Und die weiblichen Kopfmenschen geraten durch ihre anerlernten Muster des permanenten „Leistung zeigen und sich anpassen und funktionieren müssens“ leicht an pure Egoisten und Narzissten. Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass solche destruktiven Partner nur der Spiegel ihrer eigenen (negativen und destruktiven) Konditionierungen und Muster sind.


    In dem Augenblick, in dem beide Dualseelen sich finden, bringt das den Kopfmenschen ebenfalls vollkommen aus seinem (geplanten) Konzept. Da alles urplötzlich vollkommen anders ist, als er die ganze Zeit denkt (!!).


    Er ist vollständig verwirrt, weil er diese tiefgehenden Gefühle und Emotionen aus seinem bisherigen Leben nicht kennt.

    Es verwirrt ihn zutiefst, die wahre Liebe so urplötzlich zu erleben.


    Womit er ja niemals ernsthaft gerechnet hat. Weil sie zwar seiner Sehnsucht, seinem Verlangen und seinem Wunschdenken, nicht aber seinen tatsächlichen vernünftigen (Lebens-) Plänen entspricht.


    Und die ihn mit so urplötzlicher Kraft und Energie überfällt und überflutet, als wenn ein Staudamm ganz plötzlich bricht. Und die immensen Wassermassen ganze Landstriche fluten und unter sich begraben. 


    So überflutet ihn die wahre Liebe. Sie flutet sein gesamtes Sein. Genauso wie sie den Herzensmenschen bis in die kleinste Zelle flutet.


    Die wahre Liebe verändert auch den Kopfmenschen in seinem gesamten Sein.


    Er kennt es schlichtweg nicht, so tief und intensiv von einem anderen Menschen geliebt und emotional und seelisch berührt zu werden. Er kennt es nicht, so intensiv und tiefgehend zu FÜHLEN. Und zwar auf sämtlichen Ebenen seines verkopften Seins.


    Er kennt es nicht, urplötzlich SEIN zu dürfen, wie er hinter all seinen Masken, Rollen und Fassaden tatsächlich ist. Nämlich vollkommen authentisch und echt. Es ist ihm suspekt, akzeptiert und angenommen zu werden, wie er als Mensch nun einmal ist. Mit und trotz all seiner (vermeintlichen) Fehler.


    Und genau das löst eine urgewaltige Angst in diesen Menschen aus. Es löst die Ur-Angst im Kopfmenschen aus.


    Die urgewaltige Angst, nicht zu genügen und seinen zutiefst geliebten Herzensmenschen nicht dauerhaft bei sich halten zu können.


    Was ebenso die tiefsitzende Ur-Angst der Herzensmenschen ist. Es ist die tiefsitzende Angst vor Verlust. Vor dem Verlust der Liebe an sich.


    Die Kopfmenschen kennen es überhaupt nicht, als der Mensch gesehen zu werden, der sie in Wahrheit tief in ihrem Inneren sind. Der Mensch nämlich, der sich hinter all den sorgsam gehüteten und permanent aufgesetzten Masken, Rollen und Fassaden versteckt. Sie kennen es nicht, Liebe tatsächlich zu erhalten. Sie kennen es nur, für irgendwelche Erfolge mit materiellen Dingen belohnt und „gekauft“ zu werden. Sie kennen es nur, oberflächliche Vernunfts- und Zweckbeziehungen zu führen. Das, was sie bisher für Liebe gehalten haben, entpuppt sich bei genauem hinsehen als bloße Fata Morgana. Als heiße Luft.


    In Wahrheit wissen sie überhaupt nicht, welche wertvollen Menschen sie tatsächlich sind. Was für ein unermesslich kostbares Geschenk sie für ihren Herzensmenschen sind. Da sie dies einfach nicht glauben. Da sie weder ihrer Intuition, noch ihrer ureigenen Wahrnehmung trauen. Weil sie dies niemals gelernt haben. Und dies primär auch nicht eingeplant haben. 


    Das wahre Glück wird deshalb ignoriert, verdrängt und unterdrückt.


    Geplant ist primär ein (vernünftiges) Leben in der bequemen Komfortzone. Das was der Verstand an Fakten sammeln und analysieren und was er gedanklich bewerten und verstehen kann, das wird gelebt. Alles andere wird vehement ausgeblendet, verdrängt, beiseite geschoben, abgeblockt und ignoriert.


    Was sie gelernt haben ist, ihre wahren Gefühle zu unterdrücken und auszuschalten und jederzeit zu funktionieren. Nach ihrer Vernunft zu handeln und Leistung zu zeigen. Dafür zu kämpfen, geliebt, gemocht, anerkannt und akzeptiert zu werden.


    Sie kennen es schlichtweg nicht, einfach nur „Da-Seins-geliebt“ zu werden. Echt und authentisch einfach SEIN zu dürfen. Gefühle und Emotionen zeigen zu dürfen.


    Ja, wahrhaftig, intensiv, tief und echt lieben zu dürfen.


    Da kommt mit einem Mal das gefühlvolle und emotionale Dual daher und überschüttet den Kopfmenschen mit all seiner Liebe.


    Anfangs genießt der Kopfmensch dies überaus in vollen Zügen. Wenn es ihn auch trotzdem irritiert. Sobald aber ein gewisser Level an Liebe erreicht ist, erträgt er nicht mehr.


    Er hält diese grenzenlos tiefe Liebe einfach nicht aus. Er hält es nicht aus, in diesen bodenlos tiefen Gefühlen der Liebe zu baden. Er hält es nicht aus, soviel Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten.


    Und dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen und sich tief in sein Schneckenhaus zu verkriechen. Sich „tot“ zu stellen. Seinen Herzensmenschen (scheinbar) zu ignorieren.


    Denn in Wahrheit flüchtet der Kopfmensch immer nur vor seinem wahren Selbst. Vor seinen Gefühlen. Er verdrängt, ignoriert und unterdrückt seine EIGENEN Gefühle.


    Er verdrängt die Wahrheit und will sie nicht sehen. Er will sie nicht spüren. Und nichts damit zu tun haben. Da er ja denkt (!!), seinen Herzensmenschen und diese Liebe sowieso wieder zu verlieren. Und er mit dieser Liebe und auch diesem Menschen niemals gerechnet hat in seinem vollkommen verplanten, vernünftigen und zielorientiert eingerichteten, bequemen Leben.


    Genauso wie der Herzensmensch oft die Flucht ergreift, weil er die Liebe, die der Kopfmensch ihm entgegenbringt, gar nicht aushält.


    Es ihm zuviel wird und er dann flüchtet. Denn Herzensmenschen kennen es meist nur, Liebe zu geben. Liebe aber nicht explizit zu erhalten. Also macht ihnen das Angst, wenn die Liebe und Energie des Kopfmenschen zu ihnen fließt, sobald der sein Herz für sie öffnet. Sie halten es nicht aus, weil sie denken, dass sie es nicht wert sind. Dass sie diese Liebe nicht verdient haben. Dass sie diese Liebe und den geliebten Menschen ja sowieso wieder verlieren.


     

    • Die tiefe Ur-Angst der Herzensmenschen ist es, die Liebe an sich wieder zu verlieren.
    • Die tiefsitzende Ur-Angst der Kopfmenschen ist es, sich selbst (in der Liebe & im anderen) zu verlieren.

     


    Und so flüchten BEIDE – Kopfmensch wie Herzensmensch vor der wahrhaftigen Liebe.


    Beide wollen zutiefst geliebt werden, können dies aber nicht zulassen. Viele Kopfmenschen wissen auch gar nicht, wie das überhaupt geht, Liebe aktiv zu geben.


    Beide dürfen nun lernen, ihr Herz vollkommen für diese Liebe zu öffnen. Bedingungslos die Liebe an sich vollständig auszuhalten und fließen zu lassen...


    Der Kopfmensch flüchtet solange und verweigert sich dieser Liebe, solange er auch noch die winzigste Forderung, Erwartung oder Bedingung von Seiten des Herzensmenschen spürt. Weil er ganz einfach eine urgewaltige Angst hat, dass seine Vergangenheit sich wiederholt. Und das will er eben nicht mehr. Weil er genau dies aus seinem Leben verbannt und niemals mehr eingeplant hat.


    So wie er die wahre Liebe zwar will, aber sie eben nicht seinem Plan eines „vernünftigen“ Lebens entspricht.


    Da er sich ja dann in der Liebe verlieren würde. Und er dem fatalen Irrtum verfällt, sich selbst (wieder) zu verlieren. So wie er sich sein ganzes Leben lang bisher im Leben von anderen verloren hatte.


    Der Kopfmensch verweigert aus seiner Ur-Angst heraus ab einem gewissen Zeitpunkt (trotz seiner tief empfundenen Liebe) jeglichen persönlichen Kontakt mit seinem Herzensmenschen. Da seine dicke Mauer des Selbstschutzes sich jedes Mal sofort in Nichts auflöst, wenn er seinen geliebten Herzensmenschen persönlich sieht. Oft auch dann, wenn er ihn (sie) nur am Telefon hört. Die Schutzmauer stürzt in sich zusammen und er kann sich dagegen nicht wehren. Steht also seelisch und emotional vollkommen schutzlos und „nackt“ vor seinem Dual. Und solange der Herzensmensch noch in seiner emotionalen Bedürftigkeit steckt, würde dies den Kopfmenschen tatsächlich wieder in seinem echten und authentischen Sein „vernichten“. Er würde (wieder) sich selber im Leben und Sein des anderen verlieren, wenn er sich einlassen würde. Wenn er es zulassen würde, dass die Liebe vollkommen fließt.


    Und deshalb (ver-) meidet der Kopfmensch solange diese wahrhaftige Liebe. Selbst wenn er wie ein Tier darunter leidet.


    Er bewacht mit seinem Verstand vehement sein Herz und merkt dabei gar nicht, dass die wahrhaftige Liebe die ganze Zeit schon in seinem Herzen und in seiner Seele wohnt.

    Dass sie sich längst eingeschlichen und für immer dort eingenistet hat.


    Wo er sie doch „eigentlich“ gar nicht haben wollte. Da er nicht eingeplant hat, wahrhaftig zu lieben. Da er nach seinen bisherigen Erfahrungen keinen anderen Menschen mehr in seinem Leben, geschweige denn in seinem Herzen haben wollte. Um ganz einfach nicht noch mehr und noch einmal verletzt und verlassen zu werden. Und um ganz einfach den Ur-Schmerz in sich nicht noch einmal so heftig zu spüren. 


    Er unterdrückt, verdrängt und verleugnet nicht nur sich selber, sondern ebenfalls sein Dual. Er verleugnet spätestens dann alles, wenn der Herzensmensch es nicht schafft, vollkommen bedingungslos und verbindlich zu sich selber zu stehen. So spiegelt der Kopfmensch dem Herzensmensch, dass der in Wahrheit selbst noch nicht wirklich so weit ist, sich auf diese Beziehung verbindlich einzulassen.


    Solange beide im anderen als ihren Spiegel noch negatives und destruktives wahrnehmen, erkennen und sehen, sind in Wahrheit sowohl der Herzensmensch als auch der Kopfmensch noch nicht soweit, sich auf eine verbindliche Partnerschaft miteinander einzulassen.


    Erst wenn nur noch Liebe beim anderen wahrgenommen, gespürt, erkannt und gesehen wird, sind beide in sich befreit. Und vollkommen bei sich selbst angekommen.


    Der Kopfmensch ist auf die Entwicklung des Herzensmenschen angewiesen. Nur dann, wenn der Herzensmensch sich ganz bewusst heilt und sich in seinem Herzen und authentischen Sein zentriert und verankert, kann auch der Kopfmensch ihm folgen.


    Aber eben IMMER nur zeitversetzt. Und niemals in Echtzeit.


    Sobald der Herzensmensch auch nur in irgendeiner Weise blockiert und auf seinem Weg zu sich selber nicht weiterkommt, kommt auch der Kopfmensch nicht weiter. Und bleibt genau an dem Punkt stecken, an dem er sich dann gerade befindet.


    Wobei es ein ganz immenser und wichtiger Unterschied ist, ob der Kopfmensch sich seiner Weiterentwicklung an sich stur verweigert oder ob er sich tatsächlich aus welchem Grund auch immer „nur“ auf eine feste Bindung mit seinem Dual nicht einlassen will. Oder es schlichtweg aus seiner tiefsitzenden Ur-Angst heraus nicht kann.


    Kopfmenschen sagen oftmals: „Ich kann mich nicht auf dich einlassen.“ – „Ich kann dir nicht das bieten, was du für dich brauchst“ oder ähnliche Sätze.


    Das rührt einfach daher, dass sie erstens Erwartungen spüren, die sie weder erfüllen können, noch dass sie das überhaupt wollen und sie ebenfalls den emotionalen Mangel des Herzensmenschen spüren, den sie nicht erfüllen und ausfüllen können. Denn das kann nur der Herzensmensch selbst.


    Solange der Kopfmensch auch nur das kleinste bisschen ahnt, dass sein Herzens-Dual ihn als seine Glücksquelle im Außen wahrnimmt und sieht, wird er flüchten und sich zurückhalten. Und ihm so seine „Bedürftigkeit“ immer wieder neu spiegeln.


    Wirklich niemals verletzt der Kopfmensch seinen geliebten Herzensmenschen mit Absicht. Behandelt ihn achtlos und ohne Respekt. Er spiegelt immer nur dessen Verhalten. Und wie der Herzensmensch sich selbst behandelt.


    Immer wieder kommt es auch vor, dass die Kopfmenschen ihren Herzensmenschen genauso behandeln, wie sie in ihrer Vergangenheit von den „falschen“ Menschen negativ und destruktiv behandelt worden sind. Hier ist es immens wichtig, Grenzen zu setzen. Und dem Kopfmenschen aufzuzeigen, dass er sich so (aus Liebe) nicht verhalten darf.


    Für Kopfmenschen gilt außerdem, keinerlei Ausreden sich selbst und dem geliebten Herzensmenschen gegenüber mehr zu erfinden, sondern sich der Wahrheit vollkommen zu stellen.


    Sich seinen wahren Gefühlen und der Liebe an sich wirklich zu stellen. Sich aus emotionalen Abhängigkeiten (beispielsweise der Eltern) zu lösen und die volle Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Denn viele Kopfmenschen sind weit im Erwachsenenalter noch immer emotional abhängig von ihren Eltern. Und lassen sich aus falschem Verantwortungs- und Pflichtgefühl dort „bemuttern“ und versorgen.


    Die Liebe absolut zuzulassen, so wie sie ist...


    Die Kopfmenschen wissen dabei sehr genau, wie tief und intensiv sie von ihren Herzensmenschen geliebt werden! Sie wissen in Wahrheit alles, was zwischen beiden so vor sich geht. Selbst wenn ihnen nicht explizit bewusst ist, dass beide Dualseelen sind, spüren und sehen sie unbewusst doch sehr vieles.


    Die Herzensmenschen müssen nur sehr genau darauf achten, was und wie der Kopfmensch mit ihnen kommuniziert. Denn er stößt die Entwicklung seines Duals immer wieder mit seinen Aussagen an...


    Beide fordern und fördern sich immer wieder gegenseitig in ihrer Entwicklung.


    Die Kopfmenschen dürfen lernen, dass das Leben und die wahrhaftige Liebe sich nicht nach stur eingehaltenen Plänen und Zielen ausrichten und verwirklichen lässt. Sondern dass das Leben und die wahrhaftige Liebe gerade dann absolut unverhofft geschieht, wenn dies NICHT eingeplant ist. Und man am allerwenigsten damit rechnet.


    Weil das Leben und die Liebe eben einfach passiert...und somit auch vollkommen frei fließen will...


    Sie dürfen lernen, ECHTE emotionale und seelische Nähe zu ihrem geliebten Herzens-Dual zuzulassen. Die Liebe an sich auszuhalten. Und nicht mehr zu flüchten. Sondern sich vollständig hinzugeben und einzulassen. Auf die wahrhaftige Liebe und auf ihr zutiefst geliebtes Dual.


    Sie dürfen lernen, die wahrhaftige, tiefe und intensive Liebe in ihrem Leben explizit einzuplanen :)


    Denn die wahre Liebe braucht ihren Raum. Sie braucht die bewusste Erlaubnis, dass sie in ihrem Leben einfach nur SEIN darf. Dass die wahre Liebe - der zutiefst geliebte Mensch - im eigenen Leben auch eingeplant wird. Und seinen ihm zustehenden und exklusiven Platz im Leben des jeweils anderen erhält. 


    Herzlichst, Ihre Iris Fischer - (c) sensible-seele.net



           

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    Über die Autorin







    Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.