Kraftvoll & authentisch leben                                                                                              Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                              Seelenpartner & Dualseelen
                             
 

Sensible Seele Blog - Hochsensibilität & Hochsensitivität



Der weibliche & männliche Ur-Instinkt



Leider haben viele sensible Menschen verlernt auf ihren natürlichen Instinkt zu hören. Sie haben verlernt sich rein intuitiv und wie „blind“ zu verhalten. Sie vertrauen sich selber nicht. Weil sie sich ihrer wahren Stärke überhaupt nicht bewusst sind. Entweder haben sie es nie gelernt oder im Laufe ihres Lebens aufgrund der Umstände wieder verlernt. Viele sensible Menschen haben sehr wohl eine ausgeprägte und feine Intuition. ABER – der natürliche Ur-Instinkt ist dabei noch ein bisschen etwas anderes. Auf den natürlichen Instinkt zu hören und seiner Intuition zu vertrauen und eben NICHT jedem Ego-Impuls nachzugeben, der sich in einem meldet - nur weil man das bisher so gewöhnt war – ist die wahre sensible Stärke. 


Denn nicht jeder gefühlte Impuls ist eine tatsächliche Aufforderung zum Handeln. Wie oft hat man sich schon im Nachhinein tierisch geärgert, weil man eben NICHT auf seine Intuition und seinen Ur-Instinkt vertraut, sondern nur auf Gefühle und Emotionen oder irgendwelche irreführenden Gedanken gehört hat? 


So funktioniert unser natürlicher Instinkt tatsächlich, ohne dass uns dies bewusst ist...


 

  • Unser natürlicher Instinkt rettet uns vor real drohenden Gefahren
  • Unser natürlicher Instinkt lässt uns der Situation entsprechend automatisch „richtig“ reagieren
  • Unser natürlicher Instinkt hilft uns dabei, die passenden Entscheidungen für uns zu treffen

 


Allerdings funkt uns unser Verstand und (bedürftiges = mangeldenkendes) Ego immer wieder dazwischen. Und lenkt uns sowohl von unserem natürlichen Instinkt und unserer Intuition ab.

 

All dies läuft innerhalb Sekunden in uns ab und wir sind uns dessen überhaupt nicht bewusst. Wir agieren und reagieren ausschließlich aus unseren bisherigen Erfahrungen heraus.

 

Entweder aus unserem Verstand, unserem Ego und unserer Vernunft oder wir hören auf unseren natürlichen Instinkt, entscheiden aus unserem Herzen und nach unserer Intuition.

 

All dies wenden wir natürlich ganz genauso in zwischenmenschlichen Beziehungen an. Wie verhalten Sie sich in zwischenmenschlichen Beziehungen?

 

Agieren und reagieren Sie instinktiv passend und stimmig für sich oder hören Sie ausschließlich auf Ihren Verstand und treffen „vernünftige“ Kopf-Entscheidungen, bei denen Ihr Herz, Ihr Gefühl und Ihre Intuition vollkommen außen vor bleibt?


 

  • Wann, bei wem und bei was agieren und reagieren Sie „kopfgesteuert“ und nach Ihrer Vernunft (und es bilden sich Trauben von Zweifeln)?
  • Welchen Menschen und welchen Situationen vertrauen Sie instinktiv und intuitiv, absolut bedingungslos aus der Tiefe Ihres Herzens heraus? 



Zum anderen leiden viele sensible Menschen unter diversen Ängsten. Und auch diese hindern einen daran, auf seinen natürlichen weiblichen und männlichen Instinkt zu hören. Hier kommt die Verlustangst ganz groß zum Tragen. Vermeintlich nicht gut genug zu sein. Aber auch die Angst vor Erfolg oder die Angst zu Versagen und das „falsche“ zu tun, hindern einen daran seinem natürlichen Ur-Instinkt zu vertrauen.   


Und so sind viele sensible Menschen tief in ihrem Inneren alles andere als glücklich. Sie spüren oft über viele Jahre lang eine unendlich tiefe Sehnsucht in sich, sind aber nicht in der Lage diese innere Leere zu füllen. Und den quälenden Seelen-Hunger in sich zu stillen. 


Sie wissen nicht woran das wirklich liegt und können es von daher auch nicht ändern.   


Elementar ist in jedem Fall, der eigenen Wahrnehmung, dem eigenen Ur-Instinkt und der Intuition zu vertrauen. Der natürliche Instinkt hilft – genau wie die Intuition - dabei, den individuell passenden Weg zu finden. Er „warnt“ vor drohenden Gefahren und wenn sich etwas nicht richtig oder nicht „stimmig“ anfühlt. Wenn es beispielsweise an der Zeit ist klare Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen. Sobald sich innere Abwehr gegen irgendetwas einstellt, ist es an der Zeit auf seinen natürlichen Instinkt zu hören. Die Intuition hilft dabei Pläne in die Tat umzusetzen, auf spontane Eingebungen zu hören, diffuse Unklarheiten die unausgesprochen in der Luft liegen richtig zu deuten, Gefühle wirklich zu verstehen, Stimmungen wahrzunehmen, Gedanken zu kanalisieren usw...   


Unseren natürlichen Ur-Instinkt können wir nicht bewusst kontrollieren. Wir agieren und reagieren dabei vollkommen unbewusst und automatisch. Unsere Intuition dagegen können wir bewusst stärken und kultivieren. 



  • Instinktiv flüchten wir ins Trockene, wenn es anfängt zu regnen
  • Instinktiv flüchten wir vor Gewittern und den lebensgefährlichen Blitzen
  • Instinktiv halten wir uns von Stürmen fern
  • Instinktiv verschließen wir uns innerlich, wenn uns jemand verbal angreift 
  • Instinktiv reagieren wir mit Abwehr, wenn wir jemanden nicht mögen
  • Instinktiv suchen wir die Nähe des Menschen, den wir wirklich mögen/lieben und mit dem wir uns innig verbunden fühlen
  • Instinktiv spielen Frauen (unbewusst) mit ihren Haaren, wenn ein Mann ihnen gefällt
  • Instinktiv demonstrieren Männer ihre Männlichkeit und wollen einer Frau imponieren, wenn sie ihnen gefällt (wenn die Frau dies zulässt und nicht ebenfalls in den Eroberungsmodus fällt und dem Mann das Erobern abnimmt und er sich dann unbewusst intuitiv wieder zurückzieht)
  • ... und... und ... und...

 


Dabei sind sich der natürliche Ur-Instinkt und die Intuition ziemlich ähnlich. Und doch gibt es feine Unterschiede. Der natürliche Instinkt ist genau wie die Hochsensibilität angeboren. Auf die Intuition zu hören muss erst gelernt werden.   


Die Gesellschaft an sich kennt es heutzutage kaum mehr, dass Frauen sich rein instinktiv verhalten. Und mit unverschleiertem Blick ihre urweiblichen Seiten leben. Es wird überhaupt nicht gewünscht, dass Frauen sich ur-weiblich verhalten.   


Alles ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und ein wertendes „Schubladen-Denken“ hat sich etabliert.  

 

Der Schleier der Vergessenheit liegt heutzutage über den Menschen. Vergessenheit bezüglich ihrer natürlichen Weiblichkeit und wahrhaftigen Männlichkeit. Und Vergessenheit des natürlichen Ur-Instinktes.   


Aber auch die vergessenen Anteile der eigenen Sensibilität. Denn viele Menschen wissen ja überhaupt nichts von ihrer Hochsensibilität oder emotionalen Sensibilität.   

Da stellt sich mir die äußerst interessante und faszinierende Frage, ob nicht alle Menschen per se eigentlich sensibel sind.   


Es gibt ja viele Menschen die bei den nicht-hochsensiblen Personen von „Normal-Sensiblen“ sprechen. Dieser Begriff erschließt sich mir aber weder aus meinem logischen Denken noch aus meinem persönlichen Erleben. Denn aus meiner Erfahrung heraus ist ein Mensch entweder hochsensibel oder rein emotional sensibel oder eben nicht sensibel. Emotionen hat jeder Mensch. Das ist aber etwas anderes als echte angeborene Sensibilität.   


Ist es dabei aber vielleicht einfach so, dass auch die Sensibilität den Menschen mit der Zeit abhanden gekommen ist? Ja regelrecht „abtrainiert“ wurde? Genauso wie die wahre Ur-Weiblichkeit und echte Ur-Männlichkeit und der natürliche Instinkt den meisten Menschen innerhalb vielen, vielen Jahren abgewöhnt wurde?   


Was die Sensibilität vieler Menschen betrifft, wird auch sie ja permanent untergraben. Denn wir sensiblen Menschen sollen ja überhaupt NICHT sensibel sein. Vor allem nicht in den meisten Berufen. Wir sollen uns verbiegen und den sensiblen Teil in uns verleugnen. Das ist sinngemäß dasselbe, als wenn man einem intelligenten Menschen verbietet seine Intelligenz zu nutzen und in kluger Weise auszuleben. Oder wenn man einen Menschen dazu zwingt absichtlich seine Gefühle nicht mehr zu fühlen. 


Wir werden gesellschaftlich dazu „genötigt“ diesen Teil unserer Persönlichkeit abzuspalten. Und ihn zu ignorieren. So ist es also kein Wunder, dass so viele sensible Menschen einfach krank werden. Und Ängste und Depressionen entwickeln. Weil sie nicht damit leben können ihre Sensibilität ständig unterdrücken und wegdrücken zu müssen. 


Auch gibt es Personen, die davon abraten, nach außen hin jedem Menschen zu sagen oder zu zeigen, dass man sensibel ist. Warum? Warum soll man seine Sensibilität verleugnen und verstecken? Jeder Mensch hat das gute Recht sensibel zu sein. Natürlich trägt jeder für sich selbst die Verantwortung wie er mit seiner Sensibilität umgeht. Und wem er davon erzählt oder wem nicht. Jeder darf das genauso handhaben, wie er es für sich für richtig hält. 


Leider sind gerade Männer hauptsächlich im Berufsleben dazu gezwungen sich zusammenzureißen und sich zu verbiegen. Weil es weder toleriert noch akzeptiert wird, wenn ein Mann emotional, gefühlvoll und weich ist. Die Vorteile, die genau darin liegen, werden überhaupt nicht gesehen. Aber auch bei Frauen ist in vielen Bereichen Sensibilität nicht gewünscht. Und somit auch nicht der natürliche Ur-Instinkt. Es muss Leistung gezeigt und funktioniert werden. Die Intuition, der natürliche Ur-Instinkt, die sensiblen Fähigkeiten und das natürliche Potenzial der wahren weiblichen und männlichen Rollen bleiben so ungenutzt und können nicht ausgeschöpft und entfaltet werden.   


Gerade in heutiger Zeit entdecken immer mehr Menschen ihre Hochsensibilität oder rein emotionale Sensibilität. Deshalb sprechen auch einige aus Unwissenheit davon, dass Sensibilität gerade „in Mode“ sei.   


Sensible Menschen hat es allerdings schon immer gegeben. Früher lebten die Menschen IN und MIT der Natur. Also MUSSTEN sie sensibel sein. Sensibel für die Gefahren die ihnen in der Natur gedroht haben. Sie MUSSTEN nach ihrem Instinkt handeln. Sie mussten die Gefahren SPÜREN. Und Strategien für die Ab- und Gegenwehr entwickeln. Ohne Sensibilität und ohne ihren Ur-Instinkt konnten die Menschen gar nicht (über-) leben.   


Jeder Mensch verfügt innerlich über weibliche und männliche Anteile. Diese Anteile sind aber oft alles andere als ausbalanciert. Im Gegenteil. Wirft man die weiblichen und männlichen Anteile in eine Waagschale, driften bei den Frauen die harten und kämpferischen – aktiv gebenden - männlichen Anteile schwer nach unten. Und bei vielen Männern wiegen die weiblichen und weichen – passiv und nehmenden - Anteile zu viel.   


Der wahre weibliche und männliche Ur-Kern liegt bei vielen Menschen einfach brach. Ebenso der Selbstwert, das Selbst-Bewusstsein und das Selbst-Vertrauen.   


Auf seinen ur-weiblichen und ur-männlichen Instinkt zu hören ist dabei gar nicht so schwer. Man muss sich ihn nur wieder ins Bewusstsein zurückholen. Man muss den Schleier der Vergessenheit auf die Seite ziehen oder ganz beseitigen.   


Die ur-weiblichen und ur-männlichen Anteile eines jeden Menschen dürfen wieder ins Bewusstsein rücken und ins Gleichgewicht und in Balance gebracht werden.  

 

Falsche – über viele Generationen anhaltende - Konditionierungen, negative Glaubenssätze, unpassende Denkmuster müssen wieder umprogrammiert und ins wahre Licht gerückt werden. Nur so kann wahre Ur-Weiblichkeit und echte Ur-Männlichkeit wieder in dem gleißenden Licht erstrahlen für den sie in Wahrheit auch vorgesehen ist.   


Ganz fatal sind gerade die Vorstellungen, dass wir alle permanent den Erwartungen ANDERER entsprechen „müssten“. Auch das ist eine ganz falsche innere Programmierung.   

MÜSSEN müssen wir alle überhaupt nichts! Es sind freie Entscheidungen, die wir treffen. Dürfen! Es ist eine Frage des absolut freien Willens, ob wir gewisse Dinge die andere von uns erwarten WIRKLICH tun wollen. Oder ob wir sie uns einfach „aufzwingen“ lassen. Und dies dann nur tun um „gut genug“ für die anderen zu sein. Und nicht bestraft zu werden, weil wir nicht zu allem „ja und amen“ sagen.   


Wie oft habe ich schon gehört, dass Männer genauso wie Frauen „eigentlich“ ganz anders leben und handeln wollen als ANDERE das von ihnen erwarten. Sie füllen nur die Rollen der Erwartungen aus. Sie sind gar nicht sie selbst.   


Diese Menschen leben oft nur einen faulen Kompromiss. Und sind über viele Jahre einfach nur FREMD-BESTIMMT.   


Sie leben aus ihren falschen Konditionierungen heraus. Weil sie gar nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, nur nach der eigenen Intuition, dem wahren weiblichen und männlichen Ur-Instinkt zu handeln. Sie geben Impulsen nach, die sich hinterher als völlig "falsche Fehler" herausstellen. Und sind dabei kreuzunglücklich in ihren selbstauferlegten Eigenbegrenzungen. Sie sind überhaupt nicht in der Lage den Schleier der Vergessenheit auch nur ein bisschen zu lüften. Weil sie keine Ahnung davon haben, dass sie konditioniert und falsch programmiert sind.   


Glücklicherweise scheint sich heutzutage immer mehr eine neue und höhere Bewusstseinsebene anzubahnen und auszubreiten. Spiritualität spielt für viele sensible Menschen eine große oder immer größer werdende Rolle. Was im übrigen nichts mit Esoterik zu tun hat! Denn das sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. 


Im Endeffekt ist es vollkommen egal an was jeder einzelne Mensch glaubt. Denn es gibt hier NIEMALS ein „richtig“ oder „falsch“. 


Wenn das, an was man ganz persönlich glaubt, sich für einen selbst stimmig, absolut richtig und passend anfühlt – wenn man sich in diesem Thema wohl, angekommen und zuhause fühlt und man sich damit absolut identifizieren kann - dann sollte man sich auch danach richten. Und sich nicht von dem beeinflussen lassen was andere davon halten. Denn für andere gelten wieder andere Dinge. Wenn man sich aber NICHT damit identifizieren kann, wenn man sich UNWOHL fühlt, wenn es sich unecht und irgendwie „komisch“ und falsch anfühlt, wenn man intuitiv SPÜRT, dass dies einem eher schadet als nützt, dann sollte man sich auch dringend auf dieses Gefühl verlassen. Denn DAS ist der wahre Ur-Instinkt! Und genau da fängt schon das Verbiegen an. Denn viele Menschen haben leider nicht das Selbstvertrauen, auf dieses Gefühl – ihre natürliche innere Stimme - konsequent zu hören.   


Die Menschen fangen aber an, sich immer mehr mit ihrer persönlichen Situation auseinanderzusetzen. Sie sind nicht mehr bereit einfach alles hinzunehmen und sich in ihrem wahren Mensch-SEIN „kastrieren“ zu lassen. Sie machen sich Gedanken über ihre Konditionierungen und sind nicht mehr bereit ständig die Erwartungen ANDERER zu erfüllen. Weil sie das auch oftmals überhaupt nicht KÖNNEN.   


Der Weg des Herzens und der eigenen Seele bleibt dabei sehr oft auf der Strecke.   


Wichtig ist vor allen Dingen, den Schleier der Vergessenheit wegzuschieben und sich mit unverstelltem Blick auf das eigene SELBST – auf seine eigentliche männliche und weibliche Ur-Identität zu konzentrieren. Und sich auf seinen natürlichen Instinkt zu verlassen.   


Man sollte sich ganz bewusst fragen: „Was will ICH in MEINEM Leben für MICH ganz persönlich? WAS sagt MIR mein weiblicher oder männlicher Ur-Instinkt dazu? Was will mein Herz? Was meine sensible Seele?“   


Wie gesagt sind die emotionalen, gedanklichen oder gefühlten Impulse nicht immer eine sofortige Handlungsaufforderung. Sondern man sollte das tun was der natürliche Instinkt und die Intuition einem rät.   


Diese neue Bewusstseinsebene macht sich überall bemerkbar. Auch in den Beziehungen die man führt. Deshalb gibt es immer mehr Seelenpartnerbegegnungen. Vor allem die Begegnung mit seiner Dualseele. Weil diese absolut einzigartige und außergewöhnliche Seelenverbindung einen dazu „zwingt“, sich den eigenen Schattenseiten zu stellen und seine alten seelischen Verletzungen und erlittenen Traumata zu heilen. Und sich aus alten Konditionierungen und Programmierungen zu lösen. Da man ansonsten niemals in der Lage sein wird eine verbindliche Partnerschaft mit seiner über alles geliebten Dualseele einzugehen. 


In einer „normalen“ Beziehung und Partnerschaft mit einer ganz „normalen“ Liebe ist das nicht möglich. Man entwickelt sich zwar auch da weiter, sofern man das für sich entscheidet und dies wirklich will, aber niemals in dieser Form und niemals in diesen Quantensprüngen wie in der Dualseelenverbindung. Da diese besondere Beziehung der Seelenliebe eine heilende Beziehung ist. Gerade in einer Dualseelenverbindung darf man explizit auf seinen weiblichen und männlichen Ur-Instinkt und auf seine Intuition hören. Denn dieser Instinkt weist einem den richtigen Weg. Genau auf diesem Weg kommt man ganz bei sich SELBST an.   


Sich selbst wieder ins innere Gleichgewicht zu bringen und den Schleier der Vergessenheit endgültig abzuwerfen, braucht allerdings wirkliches Selbst-Bewusstsein. Solange man sich seines SELBST nicht vollkommen BEWUSST ist, kann man sein inneres Yin und Yang – die weiblichen und männlichen Anteile in sich – nicht wieder in Balance bringen. Gerade hierzu ist es notwendig und wichtig, den eigenen natürlichen Instinkt zu trainieren und zu benutzen.   


Der überaus wertvolle Schlüssel, seinem weiblichen und männlichen Ur-Instinkt zu vertrauen und zurück in seine wahre Rolle zu finden, liegt immer in einem selber.   


Dieser Schlüssel liegt in der eigenen Sensibilität. Seine Sensibilität bewusst zu spüren und sich seinem sensiblen SELBST ganz bewusst zu sein. Seinen wahren Selbst-Wert zu kennen und sich selbst vollkommen zu vertrauen. Wenn man sich selbst und seinem wahren weiblichen und männlichen Instinkt nicht vertraut, wem will man dann im außen wirklich vertrauen?   


Diese innere Transformation ist notwendig, um zu sich selbst zu finden und ganz bei SICH anzukommen. Nur so schafft man es auch, einfach nur zu SEIN. Sensibel zu SEIN.   


Wenn die eigenen Gedanken, Gefühle und Emotionen verrückt spielen, ist das nur ein Aufbäumen gegen die inneren Widerstände. Weil man nicht damit klar kommt. Und sie nicht annimmt und akzeptiert. Darum ist es umso wichtiger auf seinen natürlichen Instinkt zu vertrauen.   


Wie sagte schon Oscar Wilde: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.“   


Die innere Transformation – als das konsequente Hören auf seinen natürlichen Ur-Instinkt – ist wichtig, um überhaupt die inneren männlichen und weiblichen Anteile wieder zu vereinen und in Balance zu bringen. Nur so kann die Rückkehr in die eigene Ur-Weiblichkeit und die Ur-Männlichkeit wirklich funktionieren.   


Warum mir dieses Thema überhaupt so wichtig ist und ich so ausführlich darüber schreibe ist ganz einfach. Ich bekomme seit vielen Jahren bei vielen Menschen mit, wie sie eigentlich im Stillen leiden. Weil sie nicht „gehört“ werden. Weil sie nicht „gesehen“ werden. Nicht der Mensch sein DÜRFEN der sie wirklich sind. Sie dürfen nicht sensibel SEIN. Sie dürfen nicht ur-weiblich SEIN. Und sie dürfen schon überhaupt nicht ur-männlich SEIN. 


Und sind es deshalb überhaupt nicht gewöhnt, wenn sie dann auf einen Menschen treffen, der sie wirklich sieht. Und wirklich hört. Und wirklich annimmt. Und einfach nur SEIN lässt. Genauso wie sie sind.   


Jeder Mensch DARF sensibel sein. Warum sonst werden so viele Menschen sensibel geboren? Das hat ja seinen Sinn genauso, wie es ist. Diese besondere Fähigkeit aller Facetten der Sensibilität will deshalb gelebt werden. Also ist es doch immens wichtig, einen passenden Umgang mit seiner eigenen Sensibilität zu finden. All seine Sinne bewusst zu nutzen und auf seinen sensiblen natürlichen Ur-Instinkt zu vertrauen.   


Was bringt einem sonst dieses unendlich kostbare Geschenk der Natur, wenn man es nicht annimmt und ganz bewusst für sich und sein individuelles Leben nutzt?  



Hochsensibilität & der Weg der Seele


 


Dem Ruf unseres Herzens zu folgen und den wahren Weg unserer Seele zu gehen, fällt vielen von uns sensiblen Menschen unglaublich schwer. Oft wissen wir überhaupt nicht wie das eigentlich geht. Wir fühlen unsere innere Stimme zwar, haben aber gelernt sie zu überhören. Und sie von uns zu schieben. Weil wir zu sehr in unseren alten Mustern und Konditionierungen verhaftet sind. Und weil emotionale Altlasten, Abhängigkeiten, Zweifel und Ängste uns plagen. Leider werden so oft nur faule Kompromisse gelebt. Oft haben wir auch durch diverse Umstände im Leben unser ureigenes Selbst aus den Augen verloren. Oder wir hatten von Grund auf nicht die Möglichkeit einfach zu SEIN. Weil wir nicht so akzeptiert und angenommen wurden wie wir mit unserer Sensibilität nun einmal sind. 


Sind wir an einem gewissen Punkt im Leben angekommen, spüren wir überdeutlich, „nicht (mehr) wir selbst“ zu sein. Wir fühlen uns unwohl, sind unzufrieden, chronisch unglücklich, fühlen schmerzlich dass uns etwas elementares fehlt, spüren den starken Wunsch nach einer Veränderung...


Wir stellen uns viele existenzielle Fragen und suchen dringend nach Antworten. 


Dann gilt es, unseren wahren inneren Kern zu finden. Unser wahres und sensibles SO SEIN zu entdecken. Auf den leisen oder auch lauteren, dringlichen Ruf unserer eigenen so sensiblen Seele zu hören...


Unsere innere Stimme wahrzunehmen...


Wenn unsere innere Stimme ignoriert und der Weg unserer Seele verweigert wird, können chronische Unzufriedenheit, psychosomatische Beschwerden und auf lange Sicht sogar Depressionen die Folge sein. 



  • In uns hineinzuhören...
  • In uns hineinzuspüren...



Unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein für unser eigenes Selbst zu schärfen. 



  • Gefühle zu klären... 
  • Unsere Bestimmung zu finden...
  • Träume und Leidenschaften zu leben...
  • Unser wahres Selbst kennenzulernen...
  • Unsere Seele mit einzubeziehen...



Denn oft tun wir das was wir tun nur, weil wir es vermeintlich tun müssen. Aber das geschieht ohne jede Leidenschaft. Ohne Herz. Und ohne Seele. Wir tun es einfach nur. 


Eigenverantwortung zu übernehmen. Entscheidungen zu treffen. Zu Handeln. 


Und zwar ohne jegliche Konditionierung. Ohne jegliche emotionale Abhängigkeiten. Ohne Bewertungen. Ohne Fremdbestimmung. Ohne Angst. Vollkommen selbstständig. 


Was für viele von uns – gerade sensiblen - Menschen absolut unmöglich ist. Weil wir genau das niemals gelernt haben. Oder es im Laufe unseres Lebens wieder ver-lernt haben. Das ist niemandes „Schuld“ – es ist ganz einfach Ursache und Wirkung. Aktion und Reaktion. 


Wir tun oft das was wir tun lediglich „anderen zuliebe“. Wir verbiegen uns nach Strich und Faden wie eine Spirale, nur um geliebt, angenommen und akzeptiert zu werden. Weil wir uns nicht gut genug fühlen. Und wir verleugnen uns selbst. Wir verleugnen unser wahres ICH. 


Genau hier liegt aber der Knackpunkt! 


Denn wir werden in Wahrheit ja wieder nicht genauso angenommen, geliebt und akzeptiert wie wir im wahren Kern unserer Seele wirklich sind. Sondern wir werden nur „hingenommen“. WEIL wir uns den anderen zuliebe verbiegen. Um so den anderen zu gefallen. Weil den ANDEREN das so gefällt. Weil die ANDEREN das sehen wollen. Oder weil die ANDEREN genau das erwarten. 


Unser freier Wille und der wahre Ruf unserer Seele ist somit ‚ad acta’ und auf Eis gelegt. 


Wenn wir nämlich plötzlich ganz genauso sein würden wie und wer wir WIRKLICH sind – ohne Gutmütigkeit und ohne die permanenten Verbiegungskünste - würden wir ziemlich schnell merken, dass wir mit einem Mal gar nicht mehr so viele Menschen um uns haben die uns WIRKLICH mögen. Und die uns WIRKLICH akzeptieren. Es wird einige Menschen geben die sich ganz schnell von uns abwenden. Eben WEIL wir nicht mehr der ständige „Ja-Sager" sind und uns abgrenzen. Und uns nicht mehr alles gefallen und bieten lassen, aus Angst abgelehnt und nicht angenommen zu werden. 


Die Welt ist somit ganz schön aus den Fugen geraten. Denn...wir alle sind in gewissem Maße mehr oder weniger emotional abhängig und konditioniert, solange wir nichts aktiv dagegen tun. 


Frauen jagen Männern hinterher und kämpfen und „betteln“ um deren Zuwendung und Liebe nur um sie bei sich „halten“ zu können - und Männer lassen sich von Frauen umsorgen als ob sie ihre Mütter wären. 


Wir pflegen unsere Mängel und versuchen diese innere Leere meist ergebnislos mit den „falschen“ Dingen zu füllen. 


Wir leben oft an Orten an denen wir überhaupt nicht leben wollen. Wir umgeben uns mit Dingen und Menschen die uns eigentlich nur schaden. Wir haben Angst uns voll und ganz auf den Menschen einzulassen, den wir eigentlich wahrhaftig lieben. Und bleiben dabei lieber auf Sicherheitsabstand. Oder wir üben nicht den Beruf aus für den unser Herz wirklich brennt. Und verzichten darauf, unsere eigentlichen Hobbies, Leidenschaften und wahren Interessen zu pflegen. Wir verbiegen uns und jagen dem vermeintlich perfekten Leben hinterher. Und achten dabei überhaupt nicht auf uns selbst. Weil wir nur auf die Erwartungen anderer hören. Oder unseren eigenen Erwartungen nicht gerecht werden. Wir schaffen es oft nicht, unseren Verstand auszuschalten. Der uns immer wieder einen gewaltigen Strich durch unsere Rechnung macht. Und unser wahres Sein, den Weg unseres Herzens und unserer Seele sabotiert. 


Wir üben Druck aus und lassen uns erdrücken. Wir üben uns im Widerstand und kämpfen automatisch gegen alles an. Wir boykottieren uns quasi ständig selbst. 


Es herrscht ein solches Durcheinander an vertauschten Geschlechter-Rollen, inneren Blockaden, ungelösten Verstrickungen, „falschen“ Konditionierungen und Glaubenssätzen, seelischen Verletzungen, emotionalen Altlasten, Machtkämpfen, Manipulationen, mangelnder Selbstliebe und fehlendem Selbstwertgefühl, dass eigentlich niemand mehr so recht weiß wie er sich noch richtig und passend verhalten soll. Und wie er aus seinen gelebten Kompromissen wieder ausbrechen kann. 


Nur wenige Menschen schaffen es, wirklich bei SICH zu bleiben und den ur-eigenen Weg ihrer Seele zu gehen. Weil sie sich selbst ver-trauen und sich selbst etwas zu-trauen. 


Wir Frauen befinden uns oft im ‚Dornröschen-Schlaf’ und warten darauf, vom passenden Mann ‚aufgeweckt’ und „gerettet“ zu werden. Wir warten, dass er uns erlöst und befreit. 


Ohne zu wissen dass wir uns selber jederzeit befreien und erlösen können! 


Und Männer trauen sich nicht zu oder wissen nicht mehr, wie sich ein „echter“ Kerl zu verhalten hat. 


Viele Männer warten eigentlich unbewusst nur darauf, den starken „Ritter“, den echten Gentleman und den „Krieger des Herzens“ in sich wieder zu entdecken und diesen zu befreien. Und mit wahrem Mut die Frau ihres Herzens zu umwerben, zu erobern, sie zu halten, zu beschützen, sie aufzufangen und ihr ein wahrer Fels in der Brandung zu sein. Und zwar ohne zu urteilen, zu kritisieren und zu bewerten. Die Frau einfach so anzunehmen wie sie ist. Was die wahre Aufgabe eines Mannes wäre der gelassen in seiner Ur-Männlichkeit ruht. 


Es gibt zwar diese Männer noch, aber sie sind selten und rar geworden. Genau sie sind aber die wahren Diamanten unter den Edelsteinen. 


Auch gibt es natürlich wunderbare und bewundernswerte Frauen die bereits in ihrer Ur-Weiblichkeit ruhen. Und die sich ihrer wahren weiblichen Kraft durchaus bewusst sind. Und diese somit auch offen leben. 


Oft haben wir sensiblen Menschen aber die Fähigkeit verloren oder konnten sie nie entwickeln, auf unsere innere Stimme und unsere Seele zu hören. 


Natürlich gibt es viele Menschen die genauso glücklich sind wie ihr Leben verläuft. Und die nichts im Inneren oder Äußeren ändern wollen. Das ist dann vollkommen in Ordnung. 

Hier geht es mir auch um genau die Menschen die sehr wohl etwas in sich und um sich herum verändern wollen. Die eben eine immense Sehnsucht danach verspüren den ureigenen Weg ihrer Seele zu gehen. Und die wieder lernen wollen ihrem ureigenen Instinkt zu vertrauen und ihm zu folgen. 


Immer mehr sensible Menschen befreien sich heute aus der Haltung des „Schlafens“. Weil wir die Dinge hinterfragen. Und nicht mehr bereit sind immer nur zurückzustecken und uns für andere zu verbiegen. Wir wachen endlich auf und verändern uns aktiv und sehr bewusst. Wir nehmen nicht mehr passiv alles so hin wie es ist, sondern wir nehmen den Ruf unserer Seele wahr und erhören diesen. 


Den Weg unserer eigenen Seele können wir nur gehen, wenn wir mutig sind. 


Mut haben, uns immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Mut besitzen, aus dem „alten Trott“ auszusteigen und uns zu bewegen. Mut zu zeigen zu uns selbst zu stehen. Ganz bei UNS zu bleiben und zu uns selbst ‚Ja’ zu sagen. Was auch nicht bedeutet uns vollkommen egoistisch und ohne jede Rücksicht auf andere zu verhalten. Sondern es bedeutet ganz einfach offen zu sein. Offen zu sein für Veränderung. Für Weiterentwicklung. Auf ‚Empfang’ zu stehen. Fülle im Leben zuzulassen. Annehmen können was sich uns bietet. Geben zu können ohne Erwartung dass etwas zurückkommt. Aus der eigenen ‚Bedürftigkeit’ auszusteigen. Keine Kompromisse mehr zu leben. Sondern auf unser Herz und unsere innere Stimme zu hören. Unseren Verstand auch einmal auszuschalten. Zu genießen. Uns ehrlich zu freuen. Uns dem Leben hinzugeben. Uns vertrauensvoll fallen zu lassen. Dankbar zu sein. Innere Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen.


Den Weg unserer Seele zu gehen bedeutet ‚altes’ hinter uns zu lassen und ‚neues’ zuzulassen. Dabei helfen uns ganz enorm die fünf kraftvollsten Energien im Universum.

Die fünf kraftvollsten Energien sind: 

1. Liebe

Sie ist die höchste, kraftvollste und mächtigste aller Energien. Wenn wahre Liebe auf Resonanz stößt kann sie frei fließen. Wenn Liebe auf keinerlei Resonanz stößt – d. h. wenn sie nicht erwidert wird, verläuft sie im Sande und löst sich wieder auf. Denn wahre Liebe kann nur existieren wenn die Energie frei fließen kann. Wenn sie blockiert wird ist sie zwar da, es treten dann aber Komplikationen und Schwierigkeiten auf.


Die Liebe müssen wir in uns selbst entdecken und ausgraben. Wir müssen die wahre Liebe in erster Linie aus uns selbst beziehen. Wir müssen wahre Liebe zulassen können. Wir müssen die Liebe empfangen können. Wir müssen die Liebe zu uns selbst und die Liebe eines anderen Menschen annehmen und aushalten können. 

Wahre Liebe ist essentiell. Und genau deshalb so immens wichtig. 

2. Dankbarkeit

Je mehr wir für alles wirklich dankbar sind, und diese Dankbarkeit auch regelmässig zelebrieren, bekommen wir eine solche Fülle vom Leben zurück die wir uns nicht ansatzweise vorstellen können. Dankbarkeit zu zeigen macht daher sehr, sehr viel Sinn. Aber wir müssen die Dankbarkeit wirklich in uns fühlen. Sonst wirkt die Dankbarkeit im Sinne des Resonanzgesetzes nicht. Denn wir können ja nur das zurückbekommen was wir auch wirklich in uns spüren. Und was wir auch deutlich nach außen hin aussenden. 

3. Glaube

Glaube versetzt im wahrsten Sinne des Wortes Berge. Wenn wir an etwas glauben, können wir sehr viel bewegen. Wenn wir an etwas glauben, können wir sehr viel erreichen. Wenn wir glauben, werden wir gelassen. Wenn wir gelassen sind, können wir das Leben und das SO SEIN genießen. 

4. Freude

Wenn Freude aus unserem tiefsten Herzen und aus unserer tiefsten Seele kommt, macht uns das wahrlich glücklich. Wenn aus unserem tiefsten Inneren ein ehrliches Lachen nach außen aufsteigt und emporschwingt wie die perlenden Töne eines Musik-Instrumentes, dann bildet sich wahre Zufriedenheit in uns. Wenn wir uns ehrlich über Kleinigkeiten und Details freuen können, haben wir sehr viel gewonnen.

5. Gelassenheit 

„In der Ruhe liegt die Kraft...“


Wenn wir uns ständig über irgendwelche Dinge aufregen, jammern und beklagen, be-lastet das nur unsere Gedanken und unsere Seele. Gelassen in uns selbst zu ruhen, ist dagegen unglaublich ent-lastend für uns. 


Gelassenheit und ein entspanntes SO SEIN ist unendlich erfüllend und bereichernd. Weil wir so unsere eigene Wahrnehmung ganz bewusst einsetzen und genießen können. 

Wenn wir etwas an einer Situation ändern können, dann sollten wir es auch ändern. Wenn etwas wirklich nicht änderbar ist, sollten wir es annehmen und einen für uns geeigneten Umgang damit finden. 


Meditation oder ähnliches hilft uns enorm dabei in uns selbst ruhen zu können. Aber natürlich auch, aktiv unser Seelenleben aufzuräumen, Blockaden zu lösen und emotionale Altlasten loszuwerden ist unglaublich befreiend für unser gesamtes sensibles Sein. 


Ablehnung blockiert all diese Energien.


Wenn wir uns im ständigen inneren Gegen-Kampf und Widerstand befinden, töten wir jegliches reines ‚geben’ und ‚empfangen’ von Energien ab. Der Weg unserer Seele ist so übersät und versperrt von immer neuen größeren und kleineren Hindernissen. Und es herrscht Stillstand in unserem Leben. Wenn wir uns unserem wahren Selbst allerdings ganz bewusst werden, können wir es schaffen diese Hindernisse beiseite zu räumen. Damit so die Energie wieder frei fließen und sich bewegen kann. 


Uns innerlich frei und unabhängig zu fühlen, ist unabänderlich um den Weg unserer Seele in Ruhe und Frieden gehen zu können. 

Uns innerlich frei zu fühlen, ist ein unglaublich kraftvolles und machtvolles Gefühl. 


Die Kraft und die Macht zu uns selber zu stehen. Zu fühlen was unsere Seele eigentlich wirklich will. Und uns diesen Seelenwunsch auch tatsächlich zu erfüllen. Unseren wahren freien Willen dabei zu benutzen. 


Eben es NICHT zu ignorieren was wir wirklich in unserem Leben wollen – sondern es auch wirklich offen und authentisch zu LEBEN!


Da unsere Seele wenn sie außer Balance geraten ist, uns mit diversen Symptomen darauf aufmerksam macht. Sie schreit dann regelrecht auf, um sich Gehör zu verschaffen. Denn sie möchte Raum für sich haben. Raum sich zu entfalten und sich weiterzuentwickeln. Und schlussendlich um einfach zu SEIN. 


Unsere Seele verbindet sich automatisch mit den Menschen, den Dingen und den Seelen von denen sie lernen kann. 

Alles was wir unbewusst tun, ist ein Ruf unserer Seele. Unseres wahren Seins. 


Unser innerster und geheimster Seelenzustand kann sich äußern in jammern, klagen, weinen, Wutanfällen, lachen, Fröhlichkeit, Gelassenheit, innerer Ruhe, Harmonie, Selbstkritik, Selbstvorwürfen, Schuldgefühlen, Gewissensfragen, Glaubensfragen, Perfektionismus, Faulheit, Glück, Trauer usw...


Wenn wir Bilder malen, Geschichten schreiben, Musik komponieren, allgemein schöpferisch und kreativ tätig sind - exzessiv Sport betreiben oder arbeiten bis wir fast umfallen, nur um beispielsweise die Liebe die wir in uns tragen nicht spüren zu müssen, da die Intensität dieser Gefühle uns aus Angst uns fallen zu lassen bedrohlich erscheint; all das ist Ausdruck unseres Unbewussten und unserer Seele. All das sind Zeichen unseres wahren Seins. 


Unsere Seele macht uns ganz genau darauf aufmerksam was unsere wahren Sehnsüchte, Wünsche und Träume betrifft. Sie zeigt uns unseren wahren Lebensweg. Was sich bei Erfüllung dann äußert in Entspannung und Gelassenheit. Wir werden innerlich ruhig. Und es kann uns so leicht nichts mehr erschüttern. 


Indem wir uns selbst vertrauen, vertrauen wir unserer Seele. Von ihr dürfen wir uns führen lassen. Denn sie alleine kennt unseren wahren Weg. 


Wir müssen nur lernen die Melodie unseres Herzens und unserer Seele wahrzunehmen und auf sie zu hören. Und wie die brennende Flamme einer Kerze vollkommen in unserer ureigenen Mitte zu ruhen. 



Warum es für hochsensible Menschen elementar ist, sich abzugrenzen und Grenzen zu setzen




Vielen hochsensiblen und hochsensitiven Menschen fällt es enorm schwer, Grenzen klar zu definieren. Gerade hier ist es aber extrem wichtig, bei sich selbst zu bleiben. Und ganz bewusst den eigenen Selbstschutz zu aktivieren. Pflanzen oder Tiere grenzen sich ab, indem sie aus reinem Selbstschutz Gift absondern, wenn sie sich bedroht oder angegriffen fühlen. Sie haben Stacheln um ‚Feinde’ abzuwehren. Oder sie ziehen sich bei Gefahr einfach zurück.


Wir hochsensiblen und hochsensitiven Menschen dagegen haben oft Angst uns abzugrenzen und „nein“ zu sagen, wenn uns etwas nicht gut tut. Wenn wir uns unwohl fühlen. Wir haben Angst mit Liebesentzug bestraft zu werden. Und dann die Kontrolle über uns oder die jeweilige Situation zu verlieren. Den Menschen zu dem wir „nein“ sagen zu verlieren. Oder Schwierigkeiten im Job zu bekommen, wenn wir „nein“ sagen weil wir nicht mehr können. Und uns überfordert fühlen.


Deshalb verhalten wir uns lieber PASSIV und lassen uns Dinge gefallen die uns auf Dauer schaden. Anstatt wir uns AKTIV darum kümmern dass es uns gut geht. Dass wir uns wohl fühlen.


Aber alleine mit dem „nein“ sagen ist es nicht getan. Wir brauchen eine Strategie, die uns hilft weniger die Gefühle, Stimmungen und Schwingungen anderer zu spüren. Eine Strategie, um negative oder zu starke Energien die uns nicht gut tun, aktiv abzuwehren. Und uns von für uns schadhaften Dingen bewusst abzugrenzen.


Eigentlich wäre es so einfach sich abzugrenzen. Nämlich, indem wir einfach auf unseren natürlichen Instinkt hören. So wie es der Rest der Natur – die Tiere und Pflanzen auch tun. Nur wir Menschen haben Angst uns zu wehren. Und bei UNS zu bleiben. Und uns um uns selbst zu kümmern. Um unser ur-eigenes Wohlbefinden.


Wir haben oft verlernt unseren natürlichen Instinkt wahrzunehmen. Und auf ihn zu vertrauen. Denn er wird übertönt von vielen anderen Dingen die wir für wichtig halten. Weil uns von klein auf immer wieder suggeriert wird, wie wichtig all diese anderen Dinge sind. Derweil wäre es gerade für hochsensible und hochsensitive Menschen am wichtigsten, sich erst einmal um sich selbst zu kümmern. Und dann kommt alles andere.


Unser natürlicher sensibler Ur-Instinkt wird überdeckt von der alltäglichen Reizüberflutung. Er wird überdeckt vom permanenten Lärm der Gedanken in unserem Kopf. Er wird überdeckt von  Konditionierungen, emotionalen Abhängigkeiten und permanenten Suggestionen von außen.


Deshalb ist es so wichtig, dass hochsensible und hochsensitive Menschen wieder ganz bewusst lernen, klare und gesunde Grenzen für sich zu setzen. 


Dass sie sich vielleicht auch einen regelrechten Schutzpanzer zulegen. Wie die Schildkröte einen hat. Natürlich nur imaginär gesehen. Manchmal ist es notwendig uns schlicht und einfach abzuhärten. Dinge die uns normalerweise belasten würden, schon im Vorfeld gar nicht an uns heranzulassen. Sondern sie ganz bewusst rechtzeitig abzuwehren. Und uns innerlich abzuschotten. Von innen sozusagen die Jalousie herunterzulassen. So dass nichts mehr durchkommt was wir nicht haben wollen. Und was uns nicht gut tut.


Leider sind wir aus reiner Angst oft viel zu gutmütig. Derweil ist Gutmütigkeit nur eine subjektive ‚Aufwertung’ von uns. Gutmütigkeit ist in Wahrheit nichts anderes, als ein „sich selbst aufgeben“ für andere. Wir geben uns selbst auf und verzichten auf unsere Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse, damit ANDERE sich ihre Bedürfnisse, Wünsche oder Ziele erfüllen können. Obwohl andere dasselbe für uns NICHT machen würden. Weil andere sich sehr wohl abgrenzen können. Und das auch zuweilen sehr heftig und kompromisslos tun. Wir aber geben anderen oft das Vorrecht vor UNS selbst. Vor unserem eigenen Wohlbefinden.


Gutmütigkeit ist also nur eine nette Verpackung. Sie ist in Wahrheit nur eine leere Illusion. Die wir uns aufrechterhalten, um uns vor uns selbst rechtfertigen und entschuldigen zu können. Damit wir weiterhin in unserer Hoffnung verharren können. Oder uns hinter unserer Angst und Unsicherheit verstecken.


Die Natur macht uns einiges vor, dass wir nur bewusst beachten müssten um zu sehen wie es „richtig“ funktioniert. Alles was fest im Erdboden verwurzelt ist und wächst, blüht und gedeiht - oder ein Herz hat das schlägt - lebt.


Soll heißen, auch Bäume, Blumen und Gras sind Lebewesen und haben eine Seele. Besitzen nachweislich Gefühle und Emotionen und können Schmerzen empfinden. Haben „Blut“ in Form von Harz, milchigen oder klaren Flüssigkeiten in ihren Stämmen oder Stängeln. Und in ihren Blättern haben sie feinste Äderchen. Pflanzen kommunizieren auf ihre Art miteinander. Und warnen sich gegenseitig bei drohender Gefahr. Sie beschützen sich gegenseitig. Sie ernähren sich sogar gegenseitig wenn es notwendig ist. Sie kommunizieren miteinander, auch wenn sie nicht „direkt“ eine Stimme haben so wie wir. Wenn Pflanzen keine Nährstoffe, Wasser und Licht bekommen, verkümmern sie und trocknen aus. Und werden krank oder sterben genauso, wie wir Menschen das tun würden. Auch sie müssen sich abgrenzen wenn es notwendig für sie erscheint.


Bäume sind eine immens machtvolle und starke Kraftquelle für unsere strapazierten Nerven und sensiblen und sensitiven Sinne. 


Deshalb zieht es ja hochsensible Menschen ganz automatisch oft in die Natur und in den Wald. Bäume senden Schwingungen und Energien aus, die uns unendlich gut tun. Und die nachweislich unser Wohlbefinden steigern. Die Kastanie, Eiche oder Buche sendet uns neue Lebenskraft. Der Olivenbaum ist das Sinnbild der Liebe und der Apfelbaum gilt als Baum des Lebens.


Auch blühende Blumenbeete geben uns frische Energie und neue Kraft. Und senden positive Schwingungen an uns aus. Wenn wir Gartenarbeit verrichten und mit unseren Händen in der lebendigen Erde wühlen, sind wir ganz bei uns selbst. Dann fühlen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes entspannt und geerdet.


Abgrenzen in Form von Ich-Zeiten die wir uns regelmässig gönnen sollten, ist enorm wichtig für uns. 


Wenn wir diese Ich-Zeiten dann möglichst noch in der Natur verbringen, tun wir uns selbst unendlich Gutes. Denn ein abgrenzen und ein „nein“ zu anderen, ist ja gleichzeitig immer ein „ja“ zu uns selbst.


Wobei ein „nein“ zu anderen ja nichts mit Ablehnung und Abwenden von diesen Personen zu tun hat. Sondern wir sind in diesen Momenten einfach nur liebevoll und fürsorglich zu uns selbst. Dazu ist hin und wieder eine gesunde Abgrenzung notwendig.


Wenn wir unsere Haustiere bewusst anschauen, dann fällt uns auf dass sie meist ebenfalls sensibel sind. Weil sich das gegenseitig anzieht. Nicht wir sind es oft die sich die Tiere aussuchen, sondern die Tiere suchen uns aus. Beziehungsweise sie ‚finden’ uns.


Auch Tiere grenzen sich ab, wenn sie sich unwohl fühlen. Oder wenn sie einfach ihre Ruhe haben wollen. Spätestens wenn Hunde anfangen zu knurren, Katzen ihre Krallen ausfahren, oder eine Klapperschlange mit ihrer Schwanzspitze rasselt bevor sie ihr Gift von sich gibt, sollte man sich zurückziehen. Und deren Grenzen respektieren. Die sie ja vorher bereits mit ihrer Körpersprache eindeutig gesetzt haben. Einer Klapperschlange werden wir zwar im Normalfall in unserem Leben nicht begegnen, aber Sie verstehen schon was ich Ihnen damit sagen möchte.


Das alles sind natürliche und instinktive Grenzen. Die wir variabel, fließend und flexibel gestalten können. So wie es uns gerade gut tut.


Ganz anders ist es bei den Grenzen all unserer Sinne. Die uns von einem ZUVIEL an äußeren Reizen abgrenzen sollen. Von einem ZUVIEL an „fremden“ Gefühlen, einem ZUVIEL an Emotionen, Stimmungen und Schwingungen von anderen. Von einem ZUVIEL an für uns schadhaften Fremd-Energien, die unser gesamtes sensibles Sein bis in die letzte Faser fluten, wenn wir das zulassen. Und uns all das absolut überfordert. Weil es zu intensiv und stark ist. Und wir nicht wissen, wie wir mit all dem umgehen sollen.


Aber all unsere Grenzen verschwimmen nur allzuoft mit denen der anderen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir lernen Grenzen ganz klar zu definieren. Und zwar nicht nur für uns selbst, sondern auch ganz klar nach außen. Für die anderen deutlich sichtbar.


Und was unsere feinsinnigen Wahrnehmungen der Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Schwingungen, Energien oder störenden Lärmquellen betrifft, sollte jeder Mensch ganz bewusst seine ganz eigene Strategie für sich entwickeln, um sich passend abgrenzen zu können. Es kann auch nur jeder seine individuelle Strategie für sich entfalten. Es gibt keine allgemeingültige Methode die grundsätzlich bei jedem funktioniert. Außer unser natürlicher Ur-Instinkt. Der die Selbstschutzfunktion in uns aktiviert. Die sich aber auch wieder bei jedem Menschen anders auswirkt. Da der eine Mensch von Grund auf mehr aushält als es ein anderer tut.


Wenn wir ganz bewusst in uns hinein hören, und ganz bewusst in uns hinein spüren, dann wissen wir sehr genau, welche Gefühle, Schwingungen und Energien von uns selbst kommen und welche wir von außen in uns hinein lassen. Die wir ‚empfangen’ und in uns aufnehmen. Wenn wir sie nicht rechtzeitig blockieren und abwehren können. Und bei dem Menschen lassen können, von dem sie kommt. 


Sobald wir uns selbst erlauben uns regelmässig bewusst zu entspannen, sind wir auch in der Lage uns passend in jeglicher Weise abzugrenzen. Weil wir innerlich ruhig und gelassen sind. Und unser Stress-Pegel von Grund auf dann gar nicht so hoch werden kann. Weil wir das ganz bewusst gar nicht mehr zulassen. Weil wir uns so viel besser selbst kontrollieren können.


Wie sehr wir unsere selbst gesetzten Grenzen einhalten können, hängt natürlich auch wieder von verschiedenen Faktoren ab. Zum Großteil liegt es aber einfach daran, wie stark und gefestigt wir seelisch und emotional sind. Wenn wir innerlich stabil sind, haben wir viel mehr die Kraft bei uns zu bleiben. Und bewusst auf uns zu achten.

Wenn ich dabei mal wieder zur Natur zurückkehre – zu meinem Lieblingsbeispiel mit dem im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos weiten Himmel und der Weite des Meeres...


Das Meer und der Himmel vermittelt uns eine GRENZENLOSE und unendliche Weite und Tiefe. Sie geben uns RAUM frei zu atmen. Raum uns zu entfalten. Raum einfach zu SEIN. 


Aber wir können ganz bewusst einiges dafür tun, um uns da wo wir sind – egal wo wir uns aufhalten – wohl zu fühlen. Nämlich mit uns und in uns selbst wohl zu fühlen. Und uns mit den Menschen zu umgeben, die uns wirklich und wahrhaftig gut tun. Und bei denen wir nicht allzu starke Grenzen brauchen.


Wenn allerdings tiefgraue Wolkenfelder und dicke Wolkenschichten tief über unseren Köpfen hängen und die grenzenlose Weite des Himmels regelrecht von uns abschneiden, kann sich das sehr bedrohlich für uns anfühlen. Weil wir uns gewaltsam „niedergedrückt“ fühlen und wieder von außen begrenzt werden. Und wir nicht wissen wie wir mit dieser uns von außen auferlegten „Zwangsbegrenzung“ umgehen sollen. Denn sie beschneidet uns massiv, frei zu atmen. Und unser Sein zu entfalten. Sobald die uns bedrängenden Wolkenschichten mit ihrer subjektiv gefühlten negativen Energie wieder weitergezogen sind und sich verflüchtigt haben, fühlen wir uns sofort wohler. Wenn dagegen ganz hoch am Himmel einzelne Schleierwölkchen oder Schäfchenwolken über uns hinwegziehen, macht uns das gute Laune. Weil wir den tiefblauen Himmel immer noch sehen können. Und die Weite immer noch wahrnehmen und spüren können. So fühlen wir uns unbegrenzt.


Gerade hochsensible und hochsensitive Menschen brauchen unbedingt das Gefühl von seelischer und emotionaler ‚Freiheit’ für ihr gesamtes Wohlbefinden. „Zwangsbegrenzungen“ aller Art von außen, sind „Gift“ für unser sensibles und sensitives Sein. Dazu gehört auch das berühmte: „Du MUSST...“. Denn – wie ich ja auch schon öfter in meinen Texten erwähnt habe, treffen wir mehr oder weniger freie Entscheidungen mit allem was wir tun. Von „müssen“ kann gar nicht die Rede sein. Denn es gibt nur ganz wenige Dinge die wir alle tatsächlich wirklich tun MÜSSEN. Nämlich ganz einfach um existieren und leben zu können. Wir brauchen essentiell Luft zum atmen, Licht, Wasser und Nahrung zum Leben. Schlaf um uns zu regenerieren und Liebe die dank der Glückshormone die sich dann in uns bilden, dafür sorgt dass wir uns wohl fühlen. Und rundum zufrieden sind. Alles andere sind eigentlich unnötige Begrenzungen aller Art. Eigenbegrenzung oder auch Fremdbegrenzung. Innere und auch äußere Begrenzungen.


Wir brauchen dabei aber das grenzenlose Gefühl der Weite, inneren Freiheit und Stille um uns gesund zu entfalten. Wir brauchen das Gefühl, jederzeit frei atmen zu können. Nur ist uns das oft nicht bewusst.


Was uns in der Stadt wiederum fehlt. Denn eine Stadt ist im wahrsten Sinne des Wortes begrenzt. Sie begrenzt uns permanent in unserem gesamten sensiblen und sensitiven Sein. Eine Grenze geht nahtlos in die nächste über. Alles verschwimmt ineinander. Es bleibt kein Raum um uns wirklich und wahrhaftig zu entfalten. Frei zu atmen. Einfach nur zu SEIN. In der Stadt – je größer sie ist, und desto mehr Menschen sich in dieser Stadt aufhalten, desto weniger ist uns das möglich. Da es umso mehr Grenzen gibt. Umso mehr Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Schwingungen, Energien und Lärmquellen fangen wir auf und absorbieren wir. In der Stadt sind wir regelrecht gezwungen Grenzen zu setzen. Da wir in diesen Energien „gefangen“ sind. Je klarer wir Grenzen deshalb definieren, desto besser für uns.


Begrenzung fängt ja schon mit unserem Besitz-Denken an. „Das ist meins und das ist deins...“

Wie jetzt deutlich ersichtlich ist, ist Grenze nicht gleich Grenze. Die eine Grenze brauchen wir dringend notwendig, während wir auf andere wiederum verzichten könnten.


Je freier wir uns fühlen und desto mehr Raum wir haben um uns zu entwickeln, desto mehr ein Mensch uns so nimmt wie wir sind, umso weniger Grenzen sind notwendig. Je weniger Raum wir zu unserer freien Entfaltung zur Verfügung haben und je mehr andere Menschen uns verändern wollen, desto mehr und klarere Grenzen sind notwendig.

Je weniger äußere Eindrücke Sie für sich verarbeiten müssen, je weniger Energien, Gefühle, Emotionen, Stimmungen, Schwingungen und Lärmquellen Sie von anderen wahrnehmen, desto mehr können Sie auch ganz bewusst bei SICH sein. Da die äußeren Wahrnehmungen Sie ja nicht dauern stören. Oder Sie belasten. Und Ihnen die Kraft und eigene Energie rauben.


Ihre ureigenen und ganz persönlichen Grenzen deutlich für sich zu definieren, sorgt in jedem Falle jederzeit für innere Klarheit bei Ihnen.


Natürlich ist es nicht einfach, sich gegen Fremd-Energien, Gefühle, Stimmungen und Schwingungen von anderen abzugrenzen. Das braucht schon ein bisschen Übung. Wenn Sie aber Geduld mit sich selber haben und konsequent etwas tun für Ihr ganz persönliches Wohlbefinden, wird sich das immer und in jedem Falle lohnen.


Oft werde ich gefragt WIE man sich als hochsensibler Mensch besser oder überhaupt abgrenzen kann. 


Zum einen gibt es die Abgrenzung der Sinne.


Also die Abgrenzung von den permanenten äußeren Reizen. Beispielsweise von störenden Geräuschen, unerträglichem Lärm, Stimmengewirr, Gefühlen, Stimmungen und Schwingungen die man von anderen Menschen übernimmt und empfängt - und nicht mehr unterscheiden kann ob man jetzt die eigenen Gefühle und Emotionen, oder die der anderen Menschen wahrnimmt und spürt. Wo man sich fragt wo höre ICH auf und wo fängt DER ANDERE an. Somit fühlen die eigenen Sinne sich NOCH MEHR und noch intensiver (über-) stimuliert, überfüttert und überflutet. 


Was einen hochsensiblen Menschen ganz gravierend belasten, stressen, nerven und negativ beeinträchtigen kann. Weil man dann überhaupt nicht mehr durchblickt. Und sich nur noch unwohl in seiner hochsensiblen Haut fühlt.


Zum anderen gibt es die natürlichen Grenzen die jeder Mensch automatisch in sich trägt.


Sobald diese natürlichen Grenzen von irgendetwas oder irgendjemandem überschritten werden, fängt man an sich unwohl zu fühlen. Man merkt, dass sich gerade etwas nicht mehr passend und stimmig anfühlt und man eigentlich nur noch aus der jeweiligen Situation flüchten möchte.


Und zum dritten sind da die „künstlichen“ - ganz bewusst - gesetzten Grenzen sich selbst und anderen Menschen gegenüber.


Diese Grenzen können aber sehr variabel, verwaschen und verschwommen sein. Was nicht immer nur gut ist. Denn es gibt ja Menschen die genau diese flexiblen Grenzen von außen weidlich benutzen, ausnutzen und ständig übertreten. Und somit ganz gewaltig überstrapazieren. Und schon fühlen sich hochsensible Menschen nicht ernst genommen, nicht gewürdigt und nicht gesehen. Sie fühlen sich in ihrer Würde und ihrem Stolz verletzt weil sie sich immer wieder vermeintlich für andere verbiegen „müssen“.


Wenn man sich (als hochsensibler) Mensch permanent verbiegt um anderen zu gefallen und um gemocht, akzeptiert und geliebt zu werden verliert man sich in ganz gewaltigen Selbsttäuschungen! Denn man verbiegt sich nur deshalb weil man ANGST hat, nicht genügend beachtet und gesehen und geliebt zu werden so wie man ist. Diese Angst wiederum hängt mit einem zu geringen Selbstwertgefühl zusammen. Das bedeutet, dass man sich selbst vollkommen falsch BE-WERT-ET und sich somit SELBST seinem WERT beraubt! Niemand anders ist dafür verantwortlich dass man sich permanent für andere verbiegt. Es liegt in der eigenen Verantwortung welchen SELBST-WERT man sich gibt. Wie WERT-VOLL oder auch wie WERT-LOS man sich also SELBST fühlt. Auch das hat natürlich Gründe und Ursachen aus der Vergangenheit, denen man gezielt auf den Grund gehen sollte wenn man sich und sein Leben wirklich verändern möchte.


Es gibt die POSITIVE Form der Abgrenzung und die NEGATIVE Eigenbegrenzung.


Die positive Abgrenzung tut uns gut. Weil wir uns dann wohler fühlen. Und wir sie brauchen. Wir können uns sowohl gefühlsmässig – also emotional - als auch gedanklich (mit dem Verstand) oder räumlich abgrenzen.


Die negative Eigenbegrenzung tut uns überhaupt nicht gut. Kann sie uns nämlich gravierend im Alltag und im seelischen, geistigen und körperlichen Wohlbefinden immens belasten und beeinträchtigen.


Sehr oft ist es so, dass man sich selbst negativ begrenzt ohne dies überhaupt zu bemerken. Das äußert sich dann beispielsweise in gravierenden Ängsten (Verlustangst, Angst vor zuviel Nähe, Zukunftsangst, Existenzangst, Erfolgsangst, generalisierte Angst, Panikattacken), tiefen Depressionen, Perfektions-Denken oder massiven emotionalen Schmerzen.


Vor allem dann, wenn wir unsere Gefühle oft jahrelang verdrängt und von uns geschoben, sie unterdrückt, regelrecht ‚einzementiert’ und nicht ausgelebt haben.

Weil wir uns mit unserer eigenen Begrenzung die Lust und die Freude am Leben nehmen. Ohne dass uns dies bewusst ist!


Manche Grenzen sind sehr deutlich wahrnehmbar, während andere wiederum kaum zu spüren sind. Sie verschwimmen ineinander und vermischen sich. Manche Grenzen sind flexibel, andere wiederum undurchdringlich. Aber sie sind doch die ganze Zeit da.


Sich als hochsensibler Mensch abzugrenzen – und das in jeglicher Hinsicht und auf allen Ebenen des Seins ist notwendig. Für das eigene Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele. 



Die Illusions-Falle des Denkens

 



Wir sind, was wir denken – denken wir. Wir denken dass wir denken. Und genau hier sitzen wir bereits in der Falle. Nämlich in der Illusions-Falle des Denkens. Und sehr oft sogar in der Falle des negativen und destruktiven Denkens.


Eigentlich sieht das ganze in Wahrheit vollkommen anders aus: Nämlich - wir SIND, was wir FÜHLEN...!


Wir sind das, was unsere Gefühle, unsere Emotionen, unsere Intuition und unsere Seele uns sagt. Wenn wir unseren Verstand dabei ignorieren. Denn unser Verstand funkt uns leider immer wieder ganz gewaltig dazwischen. Und lockt uns wieder und wieder in die hundsgemeine Illusions-Falle des Denkens.


So wie wir denken – fühlen wir. So wie wir uns fühlen – danach Handeln wir.


Wir lassen uns von unserem Verstand aber immer wieder in die Irre leiten. Oft nehmen wir auch das auf, was andere zu uns sagen. Und kommen so absolut von unserem ur-eigenen Denken ab. Wir denken dann über das nach, was andere uns an DEREN Gedanken einflößen. Anstatt bei UNS zu bleiben und uns um UNSER ur-eigenes Denken, Fühlen und Handeln zu kümmern.


Sobald wir in der Illusions-Falle Denken landen, bewegen wir uns von UNS selbst weg.


Denn unser wahres SEIN besteht aus unseren hochsensiblen und hochsensitiven Sinnen. Unserer Seele. Unserem Herz. Unserer Intuition. Und unserem Instinkt.

Indem wir immer wieder über die unwichtigsten und unnützesten Dinge nachdenken, halten wir uns selber vom HANDELN ab. Gerade WEIL wir viel zu viel nachdenken.

Denn wir sollten ganz einfach nicht permanent so viel denken, sondern lieber HANDELN. Nämlich danach handeln was unser Herz, unsere Intuition und unsere Seele uns sagt.

Aber gerade bei hochsensiblen – hochsensitiven, hochbegabten und vielbegabten - Menschen ist das Denken ja sowieso äußerst vielschichtig, tiefsinnig und komplex.


Das Denken kann man in verschiedene Kategorien einteilen, nämlich in: 


 

  • Wunschdenken - wir wünschen uns bestimmte Dinge ohne zu wissen ob sie uns jemals erfüllt werden
  • Phantasie-Denken - wir malen uns in den wildesten Farben und inneren Bildern nicht existente Situationen und Dinge aus
  • Chaotisches Denken - in unserem Kopf herrscht ein gedankliches Chaos, dass uns Kopfschmerzen und schlaflose Nächte bereitet
  • Klarheit im Denken - sortierte und aufgeräumte Gedanken
  • Einbildung / Wahn - irreales und verworrenes bis hin zum krankhaften Denken
  • Kreatives (unkonventionelles eben ANDERES) Denken – nicht nur EIN Weg führt uns zum gewünschten Ergebnis
  • Denken in Bildern bei den hochsensiblen Menschen

 


Wenn wir versuchen unsere Gedanken zu kontrollieren, kostet uns das unglaublich Kraft.


Genauso wie uns ein kontrollieren unserer Gefühle unglaublich viel Energie abverlangt. Und sich dadurch schlimmstenfalls chronische Erschöpfung in uns breit macht. Was aber nur passiert, indem wir uns von unseren Gedanken von unserem Herz und dem Weg unserer Seele und somit unseres wahren Seins abbringen lassen. Weil wir uns dagegen wehren. Und wir das nicht wahrhaben wollen. Und deswegen alles was wir eigentlich wollen und uns eigentlich unglaublich gut tut – weit von uns schieben.


Dafür ist ausschließlich unser Verstand zuständig. Weil wir uns von ihm verleiten lassen, uns in die Irre zu führen. Unser Verstand bringt uns weg von unserem Herzen. Ab von dem Weg unserer Seele. Und weg von unserer Intuition.


Denken ist ausschließlich Illusion. Je negativer wir denken, desto schlechter fühlen wir uns. Desto komischer und unlogischer handeln wir auch. Und oft ist genau das absolut falsch. Weil wir uns dann von der Realität und den Tatsachen abbringen lassen.


Sobald wir negativ – also destruktiv - denken, sollten wir sofort überprüfen:   


 

  • sind diese Gedanken real oder irreal - entsprechen sie den Tatsachen – sind unsere Gedanken also objektiv oder lediglich subjektiv empfunden
  • haben wir den Hang alles zu verallgemeinern
  • nehmen wir gewisse Dinge sofort persönlich (hochsensible Menschen haben genau dazu einen extremen Hang)
  • machen wir aus klitzekleinen und nebensächlichen Dingen eventuell einen Riesenwirbel

 


Hochsensible Menschen denken von Grund auf sowieso hoch komplex. Und vollkommen anders als nicht sensible.


Wenn wir KONSTRUKTIV denken, führt uns das zu Lösungen.


Wenn wir aber destruktiv denken, führt uns das in die Schattenwelt unseres gesamten Seins. Weil wir unsere Gedankenwelt als negativ bewerten. So gelangen wir in eine Abwärtsspirale aus schlechten Gedanken, dazu passenden unguten Gefühlen und entsprechend unpassenden oder sogar schädlichen Handlungen.


Gebrauchen SIE Ihre Gedanken – oder gebrauchen Ihre Gedanken SIE?


Eine weitere Illusion des Denkens führt uns zu der Tatsache dass wir in vielen Dingen auf den richtigen, passenden und perfekten Zeitpunkt warten.


Wir DENKEN dieser Zeitpunkt wäre perfekt, jener Zeitpunkt wäre es nicht. Derweil ist Fakt, dass es DEN einen perfekten Zeitpunkt überhaupt nicht gibt. Er wird niemals auftauchen. Weil WIR alleine es in der Hand haben, aus ALLEM den perfekten Zeitpunkt zu machen. Jederzeit! Nämlich indem wir uns auf den Augenblick konzentrieren. Und nicht auf die Zukunft. Was VIELLEICHT irgendwann einmal der perfekte Moment – der perfekte Augenblick – für uns werden KÖNNTE.


Wir DENKEN an das was wir WOLLEN – an das was uns fehlt - wir denken aber NICHT an das, was wir bereits HABEN. Was mitunter das BESTE ist, was uns überhaupt passieren kann. Wenn wir bewusst darauf achten. Weil wir es dann erst richtig SEHEN.


Und solange wir so DENKEN – werden wir uns auch immer entsprechend FÜHLEN. Und dann entsprechend HANDELN.


Indem wir unseren Gedanken die Verantwortung für unser Handeln überlassen, nehmen wir uns selber die Chance im Moment zu SEIN. Weil wir immer nur auf den perfekten Zeitpunkt warten...und warten...und warten...und damit schon in der nächsten Falle sitzen...


Und so leben wir eigentlich am wahren Leben vorbei.


Wenn unsere Gefühle, unser Herz und unsere Seele allerdings Wind davon bekommen wie wir unser wahres SELBST ständig mit unserem eigenen Verstand „betrügen“ – fangen wir an zu rebellieren. Weil wir in Wahrheit keine Lust darauf haben uns ständig zu verbiegen. Und uns von unseren destruktiven Gedanken ständig in die Irre und auf den falschen Weg für uns führen zu lassen.


Unser Verstand verleitet uns dazu unsere Gedanken zu bewerten. Und sie in Kategorien einzuteilen.


 

  • Gute Gedanken – schlechte Gedanken
  • Schädliche Gedanken – nützliche Gedanken
  • Passende Gedanken – unpassende Gedanken
  • Richtige Gedanken – falsche Gedanken
  • Reine Gedanken – „schmutzige“ Gedanken

 


Wir GLAUBEN lieber unseren Gedanken, als dass wir auf unser Gefühl vertrauen.

Wenn wir denken:


 

  • Das kann ich nicht“
  • „Das schaffe ich nicht“
  • „Das ist nichts für mich“
  • „Das wird ja sowieso nichts“
  • „Das funktioniert niemals“        

 


Dann GLAUBEN wir daran. Ohne dies auch nur ansatzweise überhaupt versucht zu haben. Und uns mit einer HANDLUNG davon überzeugt zu haben.


Genauso bilden sich dann die entsprechenden Gefühle in uns. Und ZWINGEN uns zu einer Handlung. Die oft aber GEGEN unser wahres Selbst gerichtet ist. Und deshalb unser Kopf und unser Herz oft sehr erbitterte Kämpfe miteinander führen. Weil unser Herz, unsere Seele – unser wahres Selbst – vollkommen andere Dinge wollen. Nämlich das, was WIRKLICH für uns gut, richtig und stimmig ist. Unser Verstand ist dazu nicht in der Lage. Denn er handelt nur nach der Vernunft. Oder nach der Logik. Und unser Herz, unsere Seele und unser wahres Sein handelt nicht vernünftig. Und auch nicht logisch. Sondern rein nach unserer Intuition und unserem Gefühl.


Unsere Intuition ist unser innerer Lebensberater. Der IMMER ganz genau weiß, was gut und richtig für uns ist. Nur müssen wir oft lernen unserem wahren Selbst, unserer Intuition und unserem Instinkt zu VERTRAUEN. Uns darauf verlassen dass wir so die richtigen Entscheidungen für uns treffen.


Dass unser Verstand das definitiv nicht kann. Weil wir ansonsten immer Kompromisse leben würden. Weil wir immer unser wahres Selbst mit unseren eigenen Gedanken betrügen würden.


Ein permanenter Kampf gegen uns selbst also. Den leider viele Menschen mit sich ausfechten. Und der Verstand sehr oft die Oberhand gewinnt. Und dessen Argumente viel zu oft beachtet werden. Weil wir uns im Widerstand mit unserem eigenen Selbst befinden.


Anstatt auf das GEFÜHL in uns zu hören.

Wenn wir denken:


 

  • „Natürlich schaffe ich das“
  • „Selbstverständlich kann ich das“
  • „Ich probiere das jetzt einfach aus, dann werde ich sehen ob das etwas für mich ist“
  • „Das wird schon richtig werden“
  • „Aber klar funktioniert das“

 


Dann GLAUBEN wir auch das. Und dann wird es auch genauso eintreffen.


Aus all diesen Gründen sollten wir uns ganz bewusst aus der Illusions-Falle des Denkens befreien. Und stattdessen unserem Herzen, unserer Seele und unserer Intuition vollkommen vetrauen. Weil wir so bei UNS bleiben. Und wir ganz wir selbst sein können.


Denn wenn wir unserem wahren Selbst vertrauen, dann GLAUBEN wir auch an uns selbst. Und dann schaffen wir auch alles was wir wirklich für uns wollen.

Weil es erst dann vollkommen stimmig und passend für uns wird.



Die Wahrnehmung unseres sensiblen Seins



Ich habe ja schon Artikel über die Wahrnehmung hochsensibler und hochsensitiver Menschen geschrieben. Hier und jetzt möchte ich mich auf die Selbstwahrnehmung konzentrieren. Denn die Wahrnehmung von uns selbst – von unserem eigenen sensiblen Sein - kann sehr verzerrt sein. Und tatsächlich stark von der Realität abweichen. Vor allem dann, wenn wir ein destruktives Denken besitzen. Und uns selbst deshalb als negativ wahrnehmen. Selbst wenn wir von außen immer wieder die Bestätigung bekommen, dass unsere Selbstwahrnehmung „falsch“ ist. Und wir von anderen als sehr positiv wahrgenommen, gesehen und erlebt werden.


Dabei ist es aber einerseits auch wieder vollkommen normal, dass wir uns meist anders wahrnehmen als wir von außen von anderen Menschen gesehen und erlebt werden. Da die Wahrnehmung an sich ja eine sehr subjektive Angelegenheit ist. Und von vielen Faktoren bestimmt wird. Selbst die Personen die uns sehr innig und nahe stehen und die uns in- und auswendig kennen, nehmen uns anders wahr, als wir uns selbst sehen. Natürlich nehmen wir wiederum diese Personen ebenso anders wahr, als sie sich selbst wahrnehmen. Denn auch deren Wahrnehmung über die eigene Person ist ja subjektiv. Und entspricht ebenso nicht immer den realen Tatsachen.


Auch kann es passieren, dass gerade hochsensible Menschen von Kindheit an in der Familie die „Sündenbock-Funktion“ erhalten haben. Und so ständig impliziert bekommen wie negativ und „falsch“ sie doch aufgrund ihrer Sensibilität sind. Und wie „unpassend“ ihr anders-denken, anders-fühlen und anders-handeln ist. So entwickeln diese natürlich ein vollkommen falsches Selbstbild von sich. Und ihre Selbstwahrnehmung ist nur eine Illusion. Da sie ja absolut fremdbestimmt ist. Und nicht aus dem reinen Sein kommt.


Eine gesunde (Selbst-) Wahrnehmungsfähigkeit ist aber immens wichtig. Das eigene sensible SO SEIN wirklich zu sehen. Und uns selbst auch so anzunehmen wie wir eben nun mal mit unserer Sensibilität sind. Nicht, den sensiblen Teil von uns abzuspalten weil wir ihn vielleicht nicht mögen. Weil wir vielleicht überhaupt nicht sensibel SEIN möchten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Genauso wie es nicht funktioniert, irgendwelche Gefühle auf Dauer wegzudrücken. Und diese zu ignorieren.


Oft ist es einfach so, dass wir uns von den Meinungen und Bewertungen anderer beeinflussen lassen. Oder schlimmstenfalls gar abhängig davon machen. Und halten deren Denken dann für „richtig“. Diese Gedanken übernehmen wir als unsere eigenen und denken dann, dass wir selbst es sind, die so denken. Wir denken, dass wir denken. Was aber letztendlich nur eine Illusion ist.


Auch sind wir von Kindheit an darauf konditioniert, uns mit den Gedanken anderer zu identifizieren. Wir werden darauf konditioniert, unserer Selbstwahrnehmung nicht zu glauben. Und ihr nicht zu vertrauen. Stattdessen hören wir auf die Wahrnehmung anderer.     


 

  • „Du bist nicht perfekt genug...“
  • „Du bist nicht intelligent genug...“
  • „Du leistest nicht genug...“
  • „Du bist zu gefühlsbetont...“
  • „Du bist einfach zu sensibel...“
  • „Du bist nicht gut genug...“

 


Das sind destruktiv bewertende Sätze, die uns prägen. Denn wir werden nicht so akzeptiert und angenommen wie wir sind. Stattdessen sollen wir uns ÄNDERN. Und so werden, wie ANDERE uns wahrnehmen und sehen wollen. Wir dürfen bei diesen Menschen nicht einfach (sensibel) SEIN.


Unsere Selbstwahrnehmungsfähigkeit ist dann ganz empfindlich gestört. Und wir verlernen, unserer Selbstwahrnehmung zu GLAUBEN. So bilden sich dann chronische innere Zweifel. Und die Leidensspirale dreht sich immer weiter nach unten.


Wir SIND also, was wir erinnern...


„Ich denke, also bin ich...“ sagte bereits Renè Descartes, der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler.

Soll heißen, wir sind genau das, was wir über uns selbst DENKEN. Wenn wir also DENKEN dass wir sensibel sind, SIND wir dann tatsächlich sensibel?


Oder SIND wir sensibel weil unser wahres SEIN – unsere Gefühle, Emotionen und unsere Seele - von Natur aus grundsätzlich sensibel ist?

Letzeres ist tatsächlich die Wahrheit. Nicht unser Denken macht uns zu hochsensiblen oder emotional sensiblen Menschen. Sondern unser natürliches SEIN ist sensibel.


Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass unser illusionäres Denken uns einen gewaltigen Streich spielt, was unsere Wahrnehmungsfähigkeit betrifft. Deshalb ist auch unsere Wahrnehmung unseres Selbst oft so negativ oder gar destruktiv.


Dass unsere Selbstwahrnehmung oft so negativ ist, hat mit einem gewaltigen Mangel an Vertrauen zu tun. Wir vertrauen unserer eigenen Wahrnehmungsfähigkeit nicht. Wir vertrauen unserer Intuition nicht. Wir vertrauen nicht darauf, was wir in unserem Herzen und in unserer Seele WAHRNEHMEN. Wir vertrauen nicht unserem Ur-Instinkt.


Unser sensibles SO SEIN kennt aber in Wahrheit die ganze Wahrheit. 

Wir sehen diese Wahrheit leider nur allzu oft nicht. Schlimmstenfalls schieben wir sie von uns. Wenn wir sie nicht sehen möchten.


Stattdessen vertrauen wir unserem Verstand. Der aber nur eines kann:


Immer neue Gedanken zu produzieren. Und diese Gedanken dann zu bewerten. Und somit unsere natürliche Wahrnehmungsfähigkeit zu sabotieren und ganz gewaltig zu schwächen. Und wir fallen auch noch darauf herein.


Wer aber bewertet unsere Gedanken als negativ?


Das sind schlichtweg WIR alleine. Allerdings sind WIR wiederum unsere Gedanken! Und zwar die Gedanken mit denen wir uns identifizieren. Und so unser ICH bilden. Und so DENKEN wir, wir denken negativ. Oder wir denken im günstigsten Falle, wir denken positiv. Und konstruktiv.     


 

  • Unser Denken IST nicht unsere Wahrnehmung! Aber unser Denken beeinflusst unsere Wahrnehmung über uns selbst
  • Unsere Wahrnehmung kommt aus unserem wahren SEIN. Von unseren sensiblen Sinnen. Aus unserem Herzen. Und aus unserer Seele

 


Die Essenz unseres wahren sensiblen Seins – unsere natürliche Selbstwahrnehmung - wird überdeckt vom Spektakel, den unsere Gedanken in unserem Kopf permanent veranstalten. Und sie wird zugedeckt vom weit ausgebreiteten Mantel unserer Gefühle und Emotionen. So dass wir weder unsere Sensibilität, noch unser wahres Sein wirklich bewusst spüren können.


Was wir dadurch außerdem nicht spüren können, ist unser wahrer SELBST-WERT!


Wir erkennen und sehen nicht den tiefen und weiten Raum in uns, der unser wahres Sein ausmacht. Wir nehmen nicht die wahrhaftige Stille in unserem wahren Sein wahr, die uns erfüllt. Wir wissen oft gar nicht, dass es diesen tiefen und weiten Raum in uns überhaupt gibt. Eben WEIL wir uns nicht erlauben unser Selbst wirklich wahrzunehmen. So können wir überhaupt nicht in diesen tiefen und weiten Raum in uns eintauchen. Und uns auf uns selbst fokussieren.


Unsere Selbstwahrnehmung leidet, weil wir uns nicht auf uns selbst konzentrieren. Weil wir nicht achtsam genug sind. Weil wir nicht fürsorglich genug zu uns selbst sind. Weil wir uns selbst nicht genügend lieben. Sondern weil unsere Gedanken (!) ständig woanders sind. Unsere Gedanken sind überall, nur nicht bei uns selbst. Sie sind in der Vergangenheit und klammern sich dort fest. Oder die Gedanken hängen bereits in der Zukunft und machen sich Gedanken (!) und Sorgen um Dinge, von denen absolut niemand wissen kann, wie sie VIELLEICHT einmal werden KÖNNTEN.


Da niemand jemals in der Zukunft war. Denn Zeitmaschinen gibt es ja leider oder glücklicherweise nur im Film ;)


Und die Vergangenheit können wir sowieso nicht ändern. Warum also hängen so viele Menschen immer wieder in ihrer Vergangenheit fest und lassen diese nicht los?!

Dadurch befinden sie sich niemals im Hier und Jetzt. Sondern immer woanders.


Die wenigsten Menschen können den Moment bewusst leben. Und den Moment bewusst in vollen Zügen genießen. Derweil ist aber immer nur der Moment wichtig im Leben. Die Fähigkeit den Moment wahrzunehmen. Sich selbst im Moment wahrzunehmen. Nicht wie man sich selbst in seiner Vergangenheit erlebt und gesehen hat. Nicht wie man glaubt, in der Zukunft zu SEIN. Sondern das eigene Selbst wahrzunehmen wie man tatsächlich IST. Im Moment IST. Sein sensibles Sein einfach nur zu genießen. Sich auf die Wahrnehmung seines wahren sensiblen Selbst wirklich einzulassen. Dieser Selbstwahrnehmung zu vertrauen. Und sie anzunehmen. Sich dieser Wahrnehmung über sein eigenes sensibles Selbst hinzugeben. Dem Moment hinzugeben und diesen zu leben. Den Moment ganz bewusst zu spüren. Mit der Wahrnehmung aus eben diesem Moment. Nicht dem nächsten. Denn das wäre ja schon wieder die Zukunft. Und eine veränderte subjektive Wahrnehmung über sich selbst.


Selbst Beziehungen werden NICHT im Moment gelebt. Sondern man ist oft damit beschäftigt sich Gedanken zu machen, wie es in der ZUKUNFT besser funktionieren könnte. Anstatt einfach den Moment zu genießen. Das zusammen SEIN zu genießen. IN Liebe zu sich und dem anderen einfach nur zu SEIN. Und aus jedem Augenblick das beste aus sich, aus dem Menschen den man liebt und aus der Beziehung in der man zusammen IST, herauszuholen.


Wir verpassen so viele wunderbare und kostbare Augenblicke – auch mit dem Menschen den wir bedingungslos, tief und wahrhaftig lieben - weil wir nicht fähig sind, IM Moment  bewusst zu SEIN. Diese Augenblicke sind unwiederbringlich für immer verloren. Weil sie dann Vergangenheit sind. Anstatt wir es aber in der GEGENWART besser machen, trauern wir diesen verpassten Möglichkeiten nach und halten uns so wieder in der Vergangenheit auf. Was ja überhaupt keinen Sinn macht.


Die Wahrnehmung verändert sich ständig. Unsere Wahrnehmung ist nie gleich. Nicht solange wir unsere Wahrnehmung unseres Selbst auf unsere Gedanken projizieren. Und unsere Gedanken für die absolute Wahrheit halten. Nicht, solange wir nicht unserem wahren sensiblen Sein einfach vertrauen. Es nicht zulassen, dass unser wahres SO SEIN unsere eigentliche Wahrnehmung ist. Die uns immer die Wahrheit sagt.


Unser innerster Kern ist die Sensibilität. Das ist unser wahres Sein. Nicht unser ICH und nicht unsere Gedanken sind sensibel. Denn unser ICH besteht nur aus Gedanken.


Die Identifikation unseres ICHs über unsere Gedanken löst sich erst dann auf, wenn wir den Moment als Moment bewusst akzeptieren. Den Moment des JETZT annehmen. Uns infolge dessen immer im ‚Jetzt’ aufhalten. Und unser wahres sensibles Sein bewusst wahrnehmen. Es uns ganz bewusst ansehen. Bewusst in uns hineinspüren. Uns ganz bewusst auf uns selbst einlassen.


So können wir auch lernen mit unserer Sensibilität passend umzugehen. Wenn wir aufhören, unsere Sensibilität über unserer Gedanken zu definieren. Sondern es zulassen, unserer Wahrnehmung zu vertrauen. Und somit natürlicherweise einfach nur sensibel SIND.


Unsere sensible Seele leidet deshalb so stark, weil wir sie nicht wahrnehmen. Weil wir nicht auf sie hören. 


Unsere emotionalen Schmerzen sind für uns dann unerträglich, wenn wir uns nicht erlauben unsere Gefühle zu spüren. Und diese zu leben. Unser Herz-Schmerz ist deshalb so groß, weil wir nicht auf unsere Intuition vertrauen. Sondern weil wir uns über unsere Gedanken definieren. Und lieber unseren Kopf entscheiden lassen. So werden wir aber niemals das wahre Glück erleben. Unser wahres sensibles Sein einfach genießen zu können. Unsere Selbstwahrnehmung zu stärken und unser bestes SELBST zu SEIN, dass wir nur SEIN können.


Stattdessen sind wir oft nur eine Imitation von anderen. Weil wir genau darauf konditioniert sind. Oder wir werden als Schablone „missbraucht“. Damit wir im Strom mit den anderen schwimmen. Obwohl wir das oft überhaupt nicht wollen.


Anstatt wir bewusst darauf achten, unser eigenes bestes Original zu SEIN. Einfach authentisch zu SEIN.


Unsere ureigenen natürlich angelegten hochsensiblen Fähigkeiten sind ja genau dazu da, um ANDERS zu denken. Um ANDERS zu fühlen. Und vor allem um ANDERS zu handeln. Um eben sensibel zu SEIN. Einfach wir SELBST zu SEIN. Mit allen Konsequenzen. Aber wir TUN es oft nicht.


Ob aus Angst oder Zweifel an uns selbst, WEIL wir unserer Selbstwahrnehmung nicht vertrauen. Sondern uns lieber auf unsere Gedanken verlassen. Stattdessen leben wir oft nur Kompromisse. Weil wir auch hier nicht genügend auf unsere Selbstwahrnehmung achten. Sondern auf die Flut unserer Gedanken hören. Die wir wiederum sofort bewerten. Oder uns auf das Urteil und die Wertungen anderer verlassen. Andere für uns entscheiden lassen. Was wiederum ‚Gift’ für eine gesunde Wahrnehmung unseres eigenen Selbst ist.


Die Wahrheit ist eigentlich, dass unsere Gedanken sich selbst bewerten. Denn unser ICH besteht ja nur aus Gedanken. Unser ICH ist somit auch nur Illusion.

Nicht aber unser wahres sensibles Sein. Dieses ist echt. Das ist der Kern unserer Existenz. Unsere natürlich angelegte Sensibilität.


Um in den wahren innersten Kern unseres sensiblen Seins vorzudringen und in ihn einzutauchen, ist es notwendig, dass wir unserer Selbstwahrnehmung bedingungslos GLAUBEN. Dass wir unseren sensiblen Sinnen bedingungslos VERTRAUEN. Dass wir auf die Sprache unserer Intuition bedingungslos HÖREN. Dass wir der Stimme unseres Herzens und dem Ruf unserer Seele bedingungslos FOLGEN. Nur so kommen wir in die Lage, uns auf uns selbst einzulassen.


Solange wir uns selbst weder glauben, noch uns selbst vertrauen, noch unserer inneren Stimme bedingungslos folgen können, ist unsere Selbstwahrnehmung nicht stark und gefestigt genug. Sie ist nicht konstant. Sondern bleibt immer von den permanent wechselnden subjektiven Gedanken abhängig.        


Eine gesunde Selbstwahrnehmung hat etwas zu tun mit bewusster Aufmerksamkeit unserem Selbst und unserem wahren Sein gegenüber. Auch die Körperwahrnehmung kann so gesteigert und bewusst mit Aufmerksamkeit versorgt werden.


Wenn wir unsere Aufmerksamkeit ganz bewusst auf unser wahres Selbst lenken – uns auf unser sensibles Sein fokussieren - fallen uns vielleicht Fähigkeiten, Talente, Leidenschaften, Sehnsüchte, Interessen, liebenswerte Eigenschaften oder Verhaltensweisen an uns auf, die wir vorher nicht gesehen haben. Vielleicht bemerken wir mit einem Mal, dass da Gefühle in uns sind, die wir die ganze Zeit unterdrückt und nicht gelebt haben. Die aber mit aller Macht aus uns herausbrechen wollen. Und die sich eventuell schon lange irgendwie bei uns bemerkbar machen wollten. Nur wir haben dies nicht wahrgenommen. Oder wir haben es ganz einfach ignoriert und weggeschoben. Weil unsere Aufmerksamkeit mit ganz anderen Dingen abgelenkt und beschäftigt war. Nämlich hauptsächlich mit unseren bewertenden Gedanken. Oder auch mit Aktivitäten im Außen. Um vor unseren Gefühlen zu flüchten.


Vielleicht bemerken wir mit dieser bewussten Aufmerksamkeit auf uns selbst aber auch, dass wir eigentlich ein vollkommen anderes Leben leben möchten. Oder zumindest einen völlig anderen und ganz persönlichen Lebensrhythmus für uns bevorzugen. Vielleicht fällt uns endlich auf, wie wenig wir uns eigentlich um unser wahres Sein gekümmert haben. Wie fremdbestimmt wir viele Jahre lang gelebt haben. Und wie sehr wir unser Bild über uns selbst von den Meinungen und Bewertungen ANDERER abhängig gemacht haben. Und deshalb ein vollkommen verzerrtes Bild über uns selbst aufgebaut haben. Wir erkennen vielleicht endlich, wie und wer wir WIRKLICH sind. Oder wie ausgehungert wir danach sind, endlich den Weg unseres Herzens und unserer Seele zu gehen. Vielleicht bemerken wir mit einem Mal bewusst, wie wenig wir die ganze Zeit auf unsere kraftvolle Ur-Weiblichkeit als Frau oder auf die wahre Ur-Männlichkeit als Mann geachtet haben. Oder wie oft wir uns selbst emotional und seelisch absolut vernachlässigt haben. Wie oft wir gegen unseren Instinkt, gegen unsere Intuition und gegen unser Gefühl gehandelt haben.     


 

  • Eine gesunde Selbstwahrnehmung sollte objektiv, realistisch und ohne jegliche Bewertung aussehen
  • Eine gesunde Selbstwahrnehmung hat etwas zu tun mit dem Bild, dass wir uns von uns selbst erschaffen

 


Unser wahres sensibles Sein ist wie ein tiefblauer, endlos weiter und absolut stiller Himmel. Der  immer noch vorhanden ist, selbst wenn er mit dicken grauen Wolkenfeldern verschleiert und so aus dem Blickfeld unserer Aufmerksamkeit verschwunden ist. Ab und zu blitzt dieses tiefe Blau – unser wahres Sein - vielleicht hervor. Die Wolkenfelder sind dabei das Synonym für all die Dinge die unser wahres Selbst – unser sensibles Sein – verdecken. Und wir es dadurch nicht sehen können. Wenn wir aber unsere Aufmerksamkeit und unsere Wahrnehmung gezielt darauf richten, können wir Schicht für Schicht in unser wahres Sein eintauchen und in die unendliche Tiefe und den endlos weiten Raum der Stille in uns hinein sinken.


Diejenigen von Ihnen, die regelmässig meditieren, haben ja schon eine leise Ahnung davon, wie sich diese wahrhaftige Stille in unserem inneren Raum tatsächlich anfühlt.

Je mehr wir uns also in unserer ureigenen Mitte befinden, desto stärker und echter ist auch unsere Selbstwahrnehmung. Je positiver wir unser eigenes Selbst - unser sensibles Sein - wahrnehmen, desto mehr strahlen wir dies nach außen. Und desto authentischer sind wir auch...



Unsere sensible Ich-Identität




„Das ICH ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist“ - Christian Morgenstern 


Normalerweise sehen wir Menschen uns automatisch von allem getrennt. Wir sind ICH und andere sind eben die Anderen. Sie sind das DU. Obwohl sie genauso ICH sind. Nur aus unserer Sicht eben nicht. Und vom Leben an sich und vom Rest der Welt sehen wir uns ebenfalls als getrennt an. Das ‚EinsSein’ kennen wir meist überhaupt nicht. 


Alles in unserem Leben spielt sich in ICH-Form ab:   



  • Ich will
  • Ich wünsche
  • Ich glaube
  • Ich hoffe
  • Ich fühle
  • Ich muss
  • Ich warte
  • Ich soll
  • Ich bin
  • Ich denke
  • Ich brauche



Das sind aber alles nur Gedankenkonstrukte. Denn unser gedankliches und unser gefühltes ICH - unser wahres und ureigenes sensibles Selbst- sind eindeutig zwei grundverschiedene Dinge.   


Unser wahres ICH – unser Herz und unsere sensible Seele möchte einfach nur Sein.  


Unser wahres ICH – unser ureigenes Selbst - verlieren wir sehr oft im anderen. Wir verlieren uns im Partner, in unseren Kindern und in unserem Job. Wir verlieren uns in unseren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten. Wir verlieren uns in Illusionen und Phantasien. Wir verlieren uns in Nichtigkeiten, Gedanken und Dingen die ab-wesend sind. Wir verlieren uns im Mangel. In das was uns fehlt. Und ziehen so immer noch mehr Mangel an.   


Wir verlieren uns nicht in dem was an-wesend ist. Was immer und zu jeder Zeit da ist. Nämlich wir selbst. Und das Hier und Jetzt. 


Unser ureigenes sensibles SEIN. Weil wir uns selbst oft gar nicht sehen. Wir stellen uns selbst – unser (da sein und unser sensibles so Sein ) oft hinter allem anderen zurück. Das bedeutet, wir nehmen uns selbst nicht wichtig genug. Wir stellen unsere ureigenen sensiblen Bedürfnisse und Wünsche oft hinter denen der anderen zurück. Und versuchen, es allen anderen recht zu machen. Was aber schlicht und einfach nicht gelingen kann. Weil es immer jemanden gibt der dabei auf der Strecke bleibt. Und sehr oft sind das leider dann wir selbst. Nur erkennen wir das oft über lange Zeit überhaupt nicht. Weil wir dazu konditioniert sind uns anzupassen. Wir sind darauf getrimmt uns zu verbiegen. Und permanent zu funktionieren und Leistung zu zeigen. Selbst wenn wir erkennen sollten was uns schadet und eindeutig nicht gut tut, harren gerade wir sensiblen Menschen immer noch weiter aus. Weil oft eine immense Angst und Unsicherheit vor Veränderung da ist. Weil Zweifel herrschen. Die aber immer nur auftreten wenn unser gedankliches ICH und unser wahres so Sein im inneren Konflikt miteinander sind. Wenn wir nicht auf unser wahres Selbst hören. Wenn wir unser Herz, unsere Seele, unsere Intuition und unseren Ur-Instinkt ignorieren.   


Deshalb kämpfen wir permanent mit all unserer Kraft für das was uns FEHLT. Anstatt wir uns darauf konzentrieren auf das was wir bereits HABEN. 


Anstatt uns auf unsere Stärken zu besinnen. Anstatt uns selbst vollkommen zu vertrauen, legen wir unseren Fokus auf unsere Schwächen. Und führen einen oft aussichtslosen Kampf gegen uns selbst. Manchmal können zwar auch Schwächen zu Stärken werden wenn wir dies nur richtig deuten und sehen, aber diese Schwächen lasse ich jetzt ganz bewusst außen vor. Da das ein ganzes Thema für sich ist. 


Die echten Schwächen meine ich hier, die uns am weiterkommen hindern. Die uns nur ausbremsen. Die wir deshalb nicht brauchen. Und deshalb auch getrost ignorieren und hinter uns lassen können. 


Ist es doch ein riesengroßer Unterschied, ob wir uns der Sonne oder dem Schatten zuwenden!   


Unsere erlebte und gelebte Realität entsteht aus uns selbst. Wir selbst sind es – unser ureigenes ICH – das unsere individuelle Realität gestaltet. Und ist es doch ein immenser Unterschied, ob unsere ‚bedürftigen’ Gedanken oder unsere wahren Gefühle und Emotionen diese Realität in Besitz nehmen...   


Indem wir für oder gegen etwas kämpfen, sorgen wir ganz automatisch dafür, dass die Energie in die vollkommen falsche Richtung fließt. Und wir erst recht nicht das bekommen was wir meinen dass uns zusteht. Weil wir es ganz einfach ‚haben’ wollen. Dabei ist es aber ein riesengroßer Unterschied ob unsere Gedanken – und somit unser ‚bedürftiges’ ICH - etwas haben möchte, oder ob unser wahres Sein – unser Herz und unsere Seele - danach verlangt. Ja sich sogar danach verzehrt und brennt. Denn das sind die Dinge auf die wir uns konzentrieren sollten. Auf die wir uns sogar konzentrieren DÜRFEN. Nur erlauben wir uns selbst genau das oft nicht. Weil wir das so nicht kennen. Wir glauben nicht daran, dass wir selbst es in der Hand haben uns Dinge zu erfüllen. Wir vertrauen ganz einfach darauf nicht. Oder wir sind sogar überzeugt davon, dass wir überhaupt nicht verdient haben das zu bekommen was wir eigentlich ‚haben’ wollen. 


Und da die Energie hier in die vollkommen falsche Richtung fließt, bekommen wir natürlich auch nicht das was uns „fehlt“. Weil wir genau für das falsche kämpfen. Weil wir nicht darauf vertrauen, dass das Leben uns genau das schenkt was wir für uns brauchen. Weil wir nicht aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele davon überzeugt sind, genau das verdient zu haben. Denn wir SIND es wert all die Dinge zu bekommen die wir WIRKLICH für uns ‚haben’ wollen. Und zwar jeder einzelne von uns!   


Und für das was das Leben uns als Belohnung für unser Vertrauen schenkt, müssen wir nicht kämpfen.   


Warum sollten wir es nicht wert sein das zu bekommen was wir wirklich wollen?! Das ist alleine unser gedankliches ICH. 


Nicht unser wahres und ureigenes Selbst, dass da aus uns spricht. Denn unserem Herzen, unserer Intuition und unserem Instinkt vertrauen und glauben wir oft nicht. Auf die Stimme unserer Seele hören wir oft nicht. Und unsere wahren Gefühle unterdrücken wir oder schieben sie von uns weg. Und wollen sie nicht spüren. 


Körper, Geist und Seele sind aber eine untrennbare Einheit. Alles was wir denken, fühlen und handeln gehört somit zusammen. Und ist ein Teil von uns. Von unserem wahren sensiblen Sein.   


Wir nehmen aber oft alles als getrennt voneinander wahr. Wir spalten Teile unseres eigenen Selbst von uns ab. Wir nehmen uns nicht an genauso wie wir sind. Wir sind davon überzeugt nicht gut genug zu sein. Nicht genügend wert zu sein. Nicht liebenswert zu sein.   


Wir spalten immer das von uns ab, schieben es weg, verdrängen es oder verleugnen es sogar, was uns an uns selbst nicht gefällt. Was wir an uns selbst nicht mögen. Was wir an uns selbst nicht ‚haben’ wollen. Sehr oft kämpfen wir dann gegen uns selbst. Was aber überhaupt keinen Sinn macht. Weil es absolut nicht funktioniert. Denn somit sabotieren wir unser ICH. Unser wahres und ureigenes Selbst.   


So befinden wir uns nicht in unserer Mitte. Und können nicht gelassen und entspannt in uns selber ruhen. Und vertrauensvoll der Dinge harren die vom Leben zu uns kommen wollen. Da wir das „EinsSein“ mit uns selbst ja überhaupt nicht wahrnehmen und sehen.   


Das paradoxe daran ist, genauso lange wie wir gegen unser wahres ICH – unser ureigenes Selbst kämpfen - bekommen wir nicht das, was wir eigentlich ‚haben’ wollen. Weil wir innerlich nicht ehrlich – also ECHT - davon überzeugt sind, diese Dinge auch wahrhaftig verdient zu haben. Weil wir es nicht wirklich FÜHLEN. 


Denn nur das was wir wirklich fühlen, kommt auch tatsächlich zu uns.   


So ist es beispielsweise mit der Dankbarkeit.   


Wenn wir zwar denken dass wir dankbar sind, aber es nicht wirklich fühlen – sind wir NICHT wirklich dankbar. Denn dann kommt die Dankbarkeit nicht aus unserem tiefsten Herzen. Die Dankbarkeit ist dann nicht wirklich echt. Auch wenn wir gedanklich davon überzeugt sind die Dankbarkeit tatsächlich zu empfinden.   


Genauso ist es mit wahrhaftiger und tiefer Liebe. Solange wir nicht wirklich an die wahre Liebe glauben, wird sie auch aus unserem Leben fern bleiben. Selbst wenn wir uns noch so sehr danach verzehren und uns danach sehnen. Dass was wir oft tatsächlich in uns fühlen, ist das Gefühl von jemandem im Außen geliebt werden zu wollen!   


Und so ist es auch mit Hochsensibilität. Wir können diesen Teil von uns versuchen abzuspalten. Wir können die Sensibilität in uns ignorieren. Wir können sie wegdrücken. Wir können auch verleugnen (hoch-) sensibel zu sein. Auf Dauer wird uns genau das schaden. Weil unser innerster und wahrer Kern dabei immer genau das bleiben wird was wir sind. Nämlich schlicht und einfach hochsensibel. Oder rein emotional sensibel. Oder auch hochsensitiv. Oder hochbegabt. Oder auch Vielbegabt. 


Was immer wir in unserem tiefsten inneren Kern sind. Unser wahres ICH – unser tatsächliches ‚so Sein’ - können wir nicht als getrennt von uns sehen. 

  

Das ‚haben’ wollen unseres wahren ICH`s, die Erfüllung der Bedürfnisse unseres ureigenen Selbst – unseres Herzens und unserer sensiblen Seele - ist dabei nirgendwo im Außen zu finden. Das können wir nur IN uns selbst finden. Und ausschließlich wir selbst können uns dies auch erfüllen.   


Alles was von außen noch dazu kommt, ist eine zusätzliche Bereicherung und Ergänzung zu uns selbst. Aber unser ICH bleibt immer unser ICH. Egal ob gedanklich oder unser wahres Selbst.   


Allerdings können wir lernen zu unterscheiden, welches unserer ICH’s gerade aktiv in uns ist. Und etwas ‚haben’ will. Ist es unser Ego, unser Verstand, unser Herz oder unsere Seele. 


Wollen unsere ‚bedürftigen’ Mangel-Gedanken etwas haben, oder verlangt unser Herz und unsere Seele nach wirklich dauerhaft sättigender Nahrung. Das ist ein ganz gewaltiger Unterschied.   


Wir können sehr wohl wahrnehmen und spüren was wir wirklich für uns wollen. Was wir wirklich für uns brauchen. Und was wirklich wichtig für uns ist.   


Wir sind immer genau das was wir suchen. Suchen wir nach Liebe, nach Anerkennung, nach Glück, nach Zufriedenheit, nach emotionaler Unabhängigkeit, nach ‚Freiheit’ oder danach unsere Kreativität, unsere Sehnsüchte oder unsere Leidenschaften auszuleben. Genau dies alles SIND wir bereits. Wir können es nur nicht sehen. Weil wir uns selbst im Weg stehen.  


Wir müssen lernen uns selbst zu erkennen. Unser wahres Selbst – unser ureigenes sensibles SEIN wirklich zu sehen. Nicht mehr auf unser ‚bedürftiges’ gedankliches ICH zu hören.  


Wir müssen entdecken wer wir selbst – unser wahres ICH – wirklich sind. Wir müssen entdecken was wir wirklich für uns brauchen. Und was wir wirklich für uns wollen. Und was wirklich wichtig für uns ist. Wir sollten uns nicht in Nichtigkeiten und im Mangel verlieren. Wir sollten die Liebe in uns entdecken. Und uns in der Liebe zu uns selbst verlieren. Dann kommt auch die wahre Liebe von außen in unser Leben.   


Uns selbst bewusst wahrzunehmen – zu erkennen – anzunehmen. Unser wahres ICH wirklich zu sehen. Unser „EinsSein“ mit all unseren Anteilen in uns zu akzeptieren. Denn wir sind bereits vollkommen wie wir sind. Wir müssen uns nicht noch mehr „perfektionieren“. Wir sind bereits ein Ganzes. Auch allein. 


Alles was uns anderes einbläuen will, sind lediglich ’bedürftige’ Gedanken, falsche Konditionierungen und negative Glaubenssätze. Die uns aber nicht wirklich weiterhelfen. Da sie uns nur verwirren und uns schaden.   


Das „EinsSein“ unseres wahren ICH müssen wir allerdings fühlen. Das lässt sich nicht mit Worten erklären. Gerade sensible Menschen sind doch für ihre enorme Feinfühligkeit anderen gegenüber bekannt. Uns selbst gegenüber deshalb ganz bewusst ins Fühlen zu gehen und unserem ureigenen Urteilsvermögen vollkommen zu vertrauen, ist etwas auf das wir uns sehr bewusst einlassen müssen. Ansonsten funktioniert genau das nicht. Weil wir das oft niemals gelernt haben. Oder uns nicht erlaubt wurde. Und wir uns das deshalb selbst nicht erlauben. 


Gefühle und unser wahres ‚so Sein’ können wir aber tatsächlich nur fühlen, wenn wir uns unsere Gefühle ganz bewusst eingestehen. Und sie uns selbst erlauben. 

Wenn wir das Gefühl der Trennung bereits schon einmal erlebt haben. 


Denn nur wenn wir wissen wie „getrennt sein“ sich anfühlt, können wir auch das ‚EinsSein’ bewusst erleben und zulassen.   

Gedankliche und gefühlte Dualität ist somit aufgelöst.  


Nur mit Bewusstheit kommen wir von unserer ‚bedürftigen’ gedanklichen ICH-Identität in unsere gefühlte wahrhaftige „so Sein“ Identität. Denn unser wahrhaftiges ICH – unser sensibles Sein - ist unser ureigener authentischer Kern. 



Die Sache mit dem Urvertrauen



„Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens niemals erreicht wird" - Khalil Gibran


Urvertrauen zu besitzen, ist ein unermesslich wertvolles Geschenk. An uns selbst und an andere Menschen. Urvertrauen zu besitzen bedeutet, uns uns selbst und einem anderen Menschen bedingungslos hinzugeben. Uns in dieses Vertrauen hineinfallen zu lassen. Ohne jede Kontrolle. Hinabzusinken ins bodenlose. Zu schweben wie auf einer dicken, weichen Wolke, die am grenzenlos weiten Himmel leise dahinzieht. Nicht wissend, wohin sie uns trägt. Unsere Seele, unser Herz und unseren Körper einem anderen Menschen zu schenken. Ohne zu hinterfragen was dieser Mensch mit unserer Seele, mit unserem Herzen und mit unserem Körper tut.    


Urvertrauen ist ein unerschütterlicher Seins-Zustand. Urvertrauen ist die Anwesenheit von Liebe und die Abwesenheit von Angst.

Ohne Angst zu sein, ist die Grundvoraussetzung für innere Wandlung.


Vertrauen und Zuversicht ist ein Duo das zusammengehört. Denn ohne Zuversicht gibt es kein Vertrauen und ohne Vertrauen besitzen wir keine Zuversicht. Zuversicht bedeutet, aus allem was IST, das beste herauszuholen. Immer eine Lösung parat zu haben. Aus der immersprudelnden Quelle der Hoffnung zu schöpfen und niemals aufzugeben. Innere Stärke und Kraft zu besitzen, um immer weiterzumachen. Eben zuversichtlich zu sein, dass alles genauso kommt und laufen wird wie es sein soll.


Uns selbst und dem Leben an sich bedingungslos zu vertrauen bedeutet, uns kompromisslos darauf einzulassen. Und zu ‚empfangen’ was das Leben für uns bereithält. Darauf zu vertrauen, dass wir immer genau das bekommen, was wir in unserem Leben für uns brauchen.


Das was wir nicht brauchen, stossen wir per Resonanzgesetz sowieso ab. Weil es uns nicht weiterbringt. Weil es keinen Nutzen für uns hat. Und weil es uns auch nicht ‚berührt’.


Uns selbst und anderen Menschen absolut pures und reines Vertrauen entgegenzubringen, bedeutet unvorstellbar mutig zu sein. Vor allem dann, wenn wir es nicht gelernt haben überhaupt auf uns selbst vertrauen zu DÜRFEN. Obwohl wir immer gespürt haben dass wir uns selbst sehr wohl vertrauen können. Weil wir ja als hochsensible und auch hochsensitive Menschen immer sehr genau gespürt haben was für uns nun „richtig“ ist. Und was sich ‚stimmig’ für uns anfühlt.


Wie sollen wir lernen uns selbst zu vetrauen, wenn uns schon unsere Mütter nicht vertraut haben? Weil sie sich selbst wiederum nicht vertrauen konnten? Oder dies auch gar nicht durften?


Wenn schon unsere Mütter uns nicht geglaubt und uns nichts zu-getraut haben, wie sollen wir uns selber zutrauen das „richtige“ für uns zu tun? Die „richtigen“ Entscheidungen für uns zu treffen?


Wir können unserem Selbstvertrauen ja überhaupt keinen Glauben schenken. Wenn von Grund auf immer misstrauisch beäugt wurde, welche Entscheidungen wir für uns getroffen haben. Wenn ständig kritisiert wurde was wir taten. Wenn uns immer wieder suggeriert wurde dass wir angeblich nicht gut genug sind. Wenn unsere Meinung nicht gefragt war. Wenn unser Urteilsvermögen in Frage gestellt wurde. Nur weil wir ‚anders’ sind und schon immer anders sein wollten als unsere Mütter. Weil wir sehr genau gespürt haben dass schon unsere Mütter nicht authenisch sind. Weil schon sie zu ihrer Mutter nicht das Urvertrauen bilden konnten, das eigentlich so wichtig ist zwischen Mutter und Kind. Denn nur so können wir das Urvertrauen fürs Leben in uns ausbilden. Und unerschütterlich in uns selber ruhen.


Sehr viele Menschen misstrauen allem und jedem. Vor allem auch sich selbst. Was ja kein Wunder ist, wenn wir bedenken wie oft unser Urvertrauen bereits missbraucht wurde in unserem Leben.


Wenn wir einem Menschen unser vollstes Vertrauen schenken und dieser Mensch missbraucht dieses Vertrauen dann – beispielsweise mit permanenten Lügen, Untreue und Unzuverlässigkeiten - ist dadurch oft ein solch tiefer Riss im Gebilde unseres überaus sensiblen Urvertrauens entstanden, dass es für uns fast unmöglich ist, den Weg über diesen Abgrund zurück zu schaffen.


Gerade für hochsensible und emotional sensible Menschen wiegt das Vertrauen dass sie einem anderen Menschen entgegenbringen, oft schwerer als Gold. Was für den, der dieses Vertrauen nicht zu schätzen weiß, sehr oft den „Todesstoss“ für Freundschaft, Liebe und Beziehung bedeuten kann.


Für uns sensible Menschen bedeutet ein Verlust des Urvertrauens immense emotionale und seelische Schmerzen. Denn es ist mit das schlimmste überhaupt, wenn das Urvertrauen dass wir in einen anderen Menschen setzen, von diesem – egal in welcher Form – enttäuscht und missbraucht wird. Vor allem wenn wir eigentlich per se an das Gute im Menschen glauben.


Urvertrauen ist wie ein winziges Samenkorn, dass wir in die dunkle, nährende Erde setzen. Dass dann mit Liebe, Licht und Wasser zu einem zarten Pflänzchen heranwächst. Dieses zarte Pflänzchen des Urvertrauens kann aber nur zu einer großen, kräftigen und starken Pflanze heranwachsen, wenn es fortwährend liebevolle Pflege und Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Pflänzchen muss mit aller Achtsamkeit, Zuversicht und voller Hoffnung behandelt werden. Da es ansonsten verkümmern wird und jämmerlich eingeht.

Die frühkindliche Bindung zu unserer Mutter ist unabdingbar, wenn es darum geht, das unerschütterliche Urvertrauen in uns zu entwickeln. Dazu gehört, dass jegliche unserer Grundbedürfnisse und Wünsche per se von unserer Mutter befriedigt und erfüllt werden. Dass wir ihre Liebe zu uns spüren. Und zwar von der Stunde unserer Geburt an. Wenn unsere Mutter – aus welchen Gründen auch immer – nicht dazu in der Lage ist, uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen und uns zu lieben, können wir kein Urvertrauen in uns entwickeln. Da wir so schon mit einem emotionalen und seelischen Mangel ausgestattet, ins Leben geschickt werden.


Natürlich können diese Mütter nichts dafür dass sie so handeln. Denn sie tun das unbewusst. Und weil sie es nicht anders kennen. Da sie selber Mängel in sich tragen. Und das Urvertrauen nicht in sich entwickeln konnten. Das ist eines der dunkelsten Geheimnisse die viele Mütter in sich tragen. Und von Generation zu Generation unbewusst immer weitergegeben wird.


Wohl aber gibt es natürlich auch diejenigen, die es bewusst anders machen. Und entgegen dem handeln, wie ihre Mütter es gemacht haben.


Damit wir uns seelisch gesund entwickeln können, MÜSSEN wir von Anfang an die Bewunderung und Liebe unserer Mutter spüren. Die ersten mindestens drei Lebensjahre gelten als die wichtigsten für eine gesunde seelische und emotionale Entwicklung von Kindern. Bei hochsensiblen Kindern ist dies sogar essentiell und existenziell noch wichtiger.

Unser Urvertrauen bildet sich aus einem Gefühl der emotionalen Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Auch unser Selbstwertgefühl und unsere Liebesfähigkeit hängt von der Bildung des Urvertrauens ab. Die Glaubenssätze mit denen wir als Kinder aufwachsen, tun ihr übriges dazu.


Urvertrauen bedeutet, uns bei einem anderen Menschen zu Hause zu fühlen. Uns ihm ohne mit der Wimper zu zucken bedingungslos anzuvertrauen. Aus einem tiefen Wissen heraus, dass wir uns auf diesen Menschen hundert Prozent verlassen können.


Sehr oft wachsen wir aber schon als Kinder mit einem emotionalen und seelischen Mangel auf. Und können so weder uns selbst, noch anderen Menschen bedingungslos vertrauen. Vielleicht in Teilbereichen. Und auf einigen Ebenen. Aber niemals zu hundert Prozent. Und niemals auf allen Ebenen unseres sensiblen Seins. Es wird immer ein Rest Misstrauen vorhanden sein. Auf irgendeiner Ebene werden wir immer Angst, innere Zweifel und Gegenwehr in uns spüren. Auf irgendeiner Ebene haben wir immer das Gefühl für das was uns zusteht kämpfen zu müssen. Und das knabbert dann oft über viele Jahre lang an uns. „Zerfranst“ den unschuldigen Rand unserer Seele. Frisst Löcher in den Teppich unseres Gefühlsleben.


Urvertrauen in uns zu entwickeln, fängt in unserem Kopf an. Mit den Bewertungen die wir all unseren Gedanken anhängen. 

Jeder einzelne Gedanke bekommt von uns ein Schild mit einer Bewertung um den Hals gehängt.


Wenn wir beispielsweise denken dass wir ja eh nicht liebenswert sind so wie wir sind, und somit kein Vertrauen von anderen verdient haben, vertrauen wir uns auch nicht selbst. Und KÖNNEN somit auch NICHT einem anderen Menschen bedingungslos vertrauen. Und da andere Menschen ja genau diese inneren Zweifel in uns spüren, bekommen wir natürlich genau dies wieder zurück. Und uns wird ebenfalls nicht voll und ganz vertraut. Weil eben jene Menschen auf uns „anspringen“, die ebenfalls Vertrauensdefizite in sich tragen.


Es sei denn, ein bestimmter Mensch „beweist“ uns eindeutig, dass er unser tiefstes Urvertrauen wirklich und wahrhaftig verdient hat. Dass wir ihm – weil es sich so definitiv richtig und absolut ‚stimmig’ für uns anfühlt – ohne dass auch nur der leisteste Hauch eines Zweifels in unserem Innersten zu spüren ist, vorbehaltslos unser Herz, unsere Seele und unseren Körper schenken. Ganz einfach weil wir spüren und zwar mit jeder sensiblen Faser unseres gesamten Seins, dass dieser Mensch uns absolut annimmt und sein lässt wie wir sind. Weil er unseren wahren Wesens- und Seins-Kern wahrnimmt und sieht. Denn ein solcher Mensch sieht uns ausschließlich mit seinem Herzen. Seine Seele erkennt unsere Seele. Dieser Mensch liebt uns absolut wahrhaftig und bedingungslos. Auch wenn wir das vielleicht nicht sofort erkennen und sehen können.


Das kann ein einziger Mensch in unserem Leben sein. Dem wir wirklich und wahrhaftig absolut bedingungslos auf jeglichen Ebenen vertrauen. Und dem wir uns vollkommen hemmungslos hingeben. Voll von purem und reinem Urvertrauen sind. Weil alles in uns sich bei diesem Menschen angekommen und zu Hause fühlt. Weil dieser Mensch unser gesamtes Sein ‚berührt’. Weil dieser Mensch emotionale Wärme und Stabilität ausstrahlt. Weil wir spüren, dass dieser Mensch authentisch ist. Dass wir uns auf diesen einen Menschen hundert Prozent verlassen können. Es besteht von Anfang an absolute Klarheit zwischen uns und ihm. In unserem gesamten Denken, Fühlen und Handeln. Nichts ist trübe, nichts findet im Verborgenen statt. Unsere Gedanken im Kopf bekommen bei diesem Menschen ein besonders wertvolles Schild mit der Aufschrift „bedingungsloses Urvertrauen“ um den Hals gehängt. Unser Herz und unsere Seele sind zutiefst berührt. Unsere Intuition schreit laut „ja“.


Was für ein seltenes und unermesslich wertvolles Geschenk des Lebens an uns!


Wir müssen lernen unserer Intution und unserem Ur-Instinkt (wieder) zu vertrauen. Mit unserem Herzen zu fühlen und mit unserer Seele zu ‚sehen’. Nicht auf die Gedanken in unserem Kopf zu lauschen, die sowieso nur alte Gewohnheiten und negative Glaubenssätze in uns abspulen.  Immer und immer wieder. Und das jedes einzelne Mal GEGEN unser wahres Gefühl.


Unser GEFÜHL ist es, dem wir absolut vertrauen sollten. Dem wir uns hemmungslos hingeben können. Dem wir unbedingt und ganz bewusst Beachtung schenken sollten.

Wir sollten das Leben ausschließlich FÜHLEN.


Wir sollten jegliche Ängste in uns Loslassen. Jegliche Zweifel in uns begraben. Jegliche Gedanken mit negativen Bewertungen aus unserem Kopf verbannen. Und ihnen keinen Zutritt mehr zu uns gewähren.


Uns lieber darauf verlassen dass unser Urvertrauen uns leise und sicher - wie die flauschige, weiche Wolke am grenzenlos weiten Himmel - genau da hinbringt, wo es für uns persönlich absolut richtig und ‚stimmig’ ist. Und wo wir uns unendlich wohl mit uns selber und mit anderen fühlen.


Auch wenn es uns verdammt schwer fallen sollte, wirkliches Vertrauen zu uns selbst und auch zu anderen aufzubauen, lohnt sich das auf alle Fälle. 

Denn unser Leben gewinnt dadurch ganz enorm an Lebensqualität.


Und auch wenn unser Vertrauen mit Samthandschuhen angefasst werden muss - denn es ist zerbrechlich wie feinstes geschliffenes Kristallglas – tun wir das im Endeffekt ja nur für uns.


Für unser wahres, sensibles Sein. In das wir uns voller Hingabe und Selbstvertrauen bedingungslos hineinfallen lassen können...DÜRFEN...



Depression als Symptom unserer Selbstverleumdung

 


Eine Depression ist wie eine dicke, schwere Decke, die sich über das eigene Selbst und die wahren Gefühle und Emotionen legt. Man spürt keinerlei Interesse an irgendetwas, Inspiration oder Motivation mehr. Man spürt keine Lebendigkeit mehr. Man spürt das Leben nicht mehr. Man wird emotionslos, handlungs- und bewegungsunfähig. Man fühlt sich, als ob man in ein unergründlich tiefes, schwarzes Loch fällt. Und weiß nicht, wie man da wieder herausfindet. Weshalb man oft resigniert. Und sich selbst immer mehr aufgibt. Man wird im wahrsten Sinne des Wortes tatenlos. Sind Depressionen deshalb ein Symptom der Selbstverleumdung unseres wahren und authentischen Seins? Oder sind Depressionen in Wahrheit nichts anderes als eine Selbstschutz-Strategie? Eine Flucht aus Angst, Frust und Enttäuschung und weil man die permanent fließende und sich kontinuierlich verändernde Energie und Lebendigkeit des Lebens an sich nicht (v)erträgt und mit dem natürlichen Wachstum (der Seele und stetigen Veränderung des eigenen Seins) nicht umgehen kann? 


Viele hochsensible Menschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Dabei gibt es nicht die eine, einzige Depression. Sondern es bestehen sehr viele Abstufungen und Ausprägungen.


Meiner Ansicht und meiner Erfahrung nach sind Depressionen ein Symptom für die auf Eis gelegte tiefe Sehnsucht und Suche der Seele nach dem eigenen (Lebens-) Sinn. Ein Symptom für die Vernachlässigung des eigenen Selbst. Ein Symptom der Nichtbeachtung der eigenen Intuition und der emotionalen, geistigen, seelischen, schöpferischen und kreativen Fähigkeiten. Ein Symptom der nicht ausgelebten Talente und Leidenschaften. Ein Symptom des übergehens der ur-eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Sehnsüchte und Ziele. Ein Symptom missachteter, ignorierter, unterdrückter, weggeschobener und verleugneter Gefühle und Emotionen.


Sind Depressionen also ein überdeutliches Zeichen derjenigen sensiblen Menschen die sich nicht selbst verwirklichen? Die sich fremdbestimmen lassen? Und die sich permanent für andere verbiegen? Die sich selbst nicht genügend beachten und von anderen nicht gesehen fühlen? Oder die gar völlig überbehütet werden und nicht ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen? Die aus vollkommen falscher Rücksichtnahme auf andere mit ihrer wahren eigenen Meinung immer hinter den Berg halten müssen? Und die oft jahrelang einen vernichtenden Kampf gegen sich selber führen? Da deren Kopf und Herz erbitterte Gegner sind, weil sie nicht den Mut haben, ihr Herz gewinnen zu lassen? Und stattdessen immer wieder den Illusionen ihres Verstandes verfallen? Ein Synonym dafür, dass sie sich von der Essenz ihrer Seele, ihrem wahren Kern und ihrem wahren Sein - ihrer ureigenen Mitte – um Lichtjahre entfernt haben?


Werden solche Menschen depressiv, die sich abhängig machen von den Meinungen, Urteilen und Bewertungen anderer? Weil sie sich selbst nicht vertrauen und sich nichts zutrauen?


Die sich nicht selbst leben, sondern die sich von anderen leben lassen? Die ihren eigenen Lebensentwurf verkümmern lassen und stattdessen immer nur Kompromisse eingehen? Die sich permanent selbst enttäuschen und selbst verleugnen und aus Angst lieber das tun, was andere von ihnen wollen?


Meiner Erfahrung nach ein ganz großes „Ja“!

Depressionen aufgrund einem gravierenden Mangel, Grenzen setzen zu können und einer unendlichen Suche der Seele nach dem:


   

  • „Wer bin ICH eigentlich wirklich“
  • „WAS ist der wahre Sinn meines DaSeins“
  • „WIE schaffe ich es, ICH SELBST zu sein und MICH zu verwirklichen“
  • „DARF ich wirklich meine Gefühle leben, ohne mich selbst dabei zu verlieren“
  • „WIE kann ich das schaffen“

 


Viele hochsensible Menschen entwickeln irgendwann im Laufe ihres Lebens irgendeine Art von Depression. Es gibt abwechselnd je nach Tagesform passive und aktive Phasen. Tieftraurige und absolut erschöpfte und antriebslose Phasen. In denen man überhaupt nichts tun kann. Weder geistig noch körperlich. Außer daliegen und sich ausruhen. Oder gleich schlafen. Und nur weil man trotzdem ab und zu einmal lacht und oberflächlich gesehen fröhlich ist, heißt das noch lange nicht dass man nicht doch unter einer Depression leidet. Die Unterschiede sind so vielfältig wie die Menschen selbst.


Man muss sich nur einmal folgendes vorstellen:


Eigentlich haben wir alles was wir zum Leben brauchen. Wir haben alle ein Dach über dem Kopf, wir sind mehr oder weniger finanziell versorgt, wir schwelgen im „Luxus“ uns das Wasser aus dem Wasserhahn holen zu können, wir drehen die Heizung an wenn uns kalt wird, wir drücken den Lichtschalter, um der Dunkelheit zu entgehen, wir gehen im Supermarkt einkaufen, wir haben mehr als genug zu essen und zu trinken, wir besitzen genügend Kleidung und Schuhe die wir oft genug nicht ein einziges mal getragen haben, wir haben Luxusgüter wie Autos, Fernseher, Computer, Handys usw..., wir können uns ins Flugzeug setzen und irgendwohin in Urlaub fliegen - wir haben Beziehungen, Partnerschaften und Familien, und sind dennoch oder gerade deshalb unzufrieden und unglücklich!


Viele hochsensible Menschen leiden unter chronischen Depressionen. Die Dunkelziffer ist noch weitaus höher, als offizielle Zahlen das vermuten lassen.

Und oft ist es ihnen nicht einmal bewusst, dass es Depressionen sind, die sie so leiden lassen.


Dabei ist es ein riesengroßer Unterschied, ob man lediglich eine kurzfristige depressive Verstimmung hat oder tatsächlich eine ernsthafte handfeste chronische (Erschöpfungs-) Depression entwickelt.


WARUM ist das so?


Diese Menschen haben meiner Erfahrung nach die Kontrolle über sich selber und über ihr Leben verloren. Da man mit zuviel Kontrolle der falschen Dinge eben das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich will. Und so das WAS man will, erst recht nicht bekommt.


Weil hinter der Kontrolle in Wahrheit eine ganze Menge Angst steckt.



  • Angst nicht zu genügen & abgelehnt zu werden
  • Angst zu versagen & gleichzeitig die Angst gesehen zu werden, wie man wirklich ist
  • Angst vor Veränderung
  • Angst SICH SELBST zu leben
  • Angst authentisch zu SEIN
  • Angst, sich seinem eigenen Selbst und seinen wahren Gefühlen zu stellen
  • Angst Fehler zu machen
  • Angst andere zu enttäuschen, lieber enttäuscht man sich die ganze Zeit selbst
  • ...usw...



Sie versuchen mit allen möglichen Aktionen und Aktivitäten - oft über viele Jahre lang - innere Defizite und Mängel auszugleichen. Was aber nur schwerlich gelingt. Auch haben viele Menschen oft viele Jahre lang das Gefühl dass ihnen irgendetwas elementares fehlt im Leben. Das kann die unbewusste Suche nach tiefer, wahrer und bedingungsloser Liebe aber auch fehlender Selbstwert und fehlende Selbstliebe sein. Oder man ist unzufrieden und unglücklich weil man lediglich ein Leben mit lauter Kompromissen lebt. Weil man perfektionistisch ist und nicht die Anerkennung und das Lob bekommt dass man sich so sehr ersehnt. Und dafür immer noch weiter kämpft. Und sich nicht verwirklichen und seine Fähigkeiten, Talente und Leidenschaften ausleben kann.


Weil man sich selbst einfach nicht erlaubt so zu sein wie man eigentlich schon immer ist.


Man darf in unserer heutigen Gesellschaft als Mann nicht mehr wirklich ‚Mann’ sein und als Frau nicht mehr richtig ‚Frau’. Man spürt dass irgendetwas nicht richtig und nicht stimmig ist und kann es nicht einmal für sich definieren. Man fühlt sich irgendwie unwohl und findet doch keine Worte dafür. Vielleicht lehnt man auch seine Sensibilität ab oder kann bzw. darf sie aus verschiedenen Gründen nicht ausleben. Man ist emotional abhängig von anderen Menschen, man verbiegt sich permanent und lässt sich „fremdbeeinflussen“ und „fremdbestimmen“ usw...


Leider sind wir darauf konditioniert, jederzeit zu funktionieren und Leistung zeigen zu müssen. Jederzeit erreichbar zu sein. Wir sind darauf konditioniert, uns anderen anzupassen und uns selbst zu vergessen. Oft wissen wir überhaupt nicht mehr, wer wir eigentlich wirklich sind. Wir sind darauf konditioniert, uns um andere zu kümmern, nur nicht um uns selbst. Wir kennen uns selbst oft überhaupt nicht mehr.

   

Fragt man die Menschen:


   

  • Wer bist du wirklich?
  • Was willst du tatsächlich?
  • Was sind deine Fähigkeiten?
  • Wohin zieht es dich im Leben?
  • Was macht dich aus?

  


erntet man oft nur betretenes Schweigen. Oder den folgeschweren und tragischen Satz „Ich weiß es nicht“.


Das ist leider trauriger Fakt. Und so ist es kein Wunder dass wirklich viele – gerade sensible Menschen - unter Depressionen leiden.

Depressionen zeigen meiner Ansicht nach den Hunger der Seele nach dem wahrem Leben.

   


  • Den Hunger nach Lebendigkeit
  • Den unstillbaren Hunger nach Leichtigkeit und innerer Freiheit

  


Menschen die unter Depressionen leiden sind vollkommen ausgehungert. Sie spüren sich selbst nicht mehr. Sie sind ausgehungert nach Dingen, die aus der Tiefe ihrer Seele kommen.


   

  • Ausgehungert nach wahrer und bedingungsloser Liebe
  • Ausgehungert, ihre Gefühle jederzeit zeigen und ausleben zu dürfen. Auch die negativen.
  • Ausgehungert nach Akzeptanz
  • Ausgehungert nach Respekt
  • Ausgehungert nach Zufriedenheit
  • Ausgehungert nach Achtsamkeit
  • Ausgehungert nach innerer Ruhe
  • Ausgehungert nach Gelassenheit
  • Vollkommen ausgehungert nach wahrem Glück
  • Unendlich ausgehungert danach, einfach SIE SELBST sein zu dürfen. Genauso wie sie sind. WEIL sie so sind wie sie sind

  


Das zeigt sich auch sehr deutlich an den Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafproblemen, die bei depressiven Menschen auftreten. Und dem ständigen rattern des Gedankenkarussells. Weil man aus dem Grübeln überhaupt nicht mehr herausfindet. Man grübelt und grübelt und grübelt und findet doch keine Lösung für die Dinge, über die man nachdenkt.


Bei all dem ist es kein Wunder dass man chronisch müde, antriebslos, seelisch, geistig und körperlich unendlich erschöpft wird. Man resigniert innerlich und gibt auf. Und zwar unbewusst. Man findet keinen Ausweg.


Eine Lösung des ganzen Dilemmas liegt dabei ausschließlich in uns!


Wir finden diese nicht im Außen. Wir finden sie nicht im einnehmen von Medikamenten. Wir finden sie nicht, indem wir von Arzt zu Arzt rennen. Auf der Suche nach immer neuen Behandlungsmethoden. Die sowieso nichts bringen. Oder lediglich oberflächlich ankratzen. Und die Symptome letztendlich nur zudecken. Und ausschalten, solange die Wirkung eines Medikaments anhält. 


Eine Lösung liegt nicht darin, einen depressiven Menschen unter Druck und unter Zugzwang zu setzen.


Die Lösung liegt ausschließlich IN UNS SELBST...


Nur wir selbst können die bedrohlichen dunklen Wolken der Depression verscheuchen und von uns schieben. Das kann niemand anders. Ganz einfach, indem wir an die wahre Ursache und Wurzel gehen...


Es ist ganz einfach die tiefe, pure Sehnsucht der eigenen Seele, die hier lauter als laut um Hilfe schreit... Weil sie endlich gehört, gesehen und gelebt werden will... 


Herzlichst, Ihre Iris Fischer - (c) sensible-seele.net


 


Über die Autorin






Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen und individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.