Mit Leichtigkeit leben
Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur
Seelenpartner & Dualseelen


"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" Aristoteles 

Hochsensibilität - Facetten - Merkmale - Auswirkungen

"Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt" Johann Wolfgang von Goethe


Hochsensibilität - Facetten - Merkmale


Den Augenblick genießen...die Seele streicheln lassen...wortlos sein...fühlen...raus aus dem Alltag... innehalten...staunen...die kleinen Dinge wahrnehmen...sich von einem Lächeln verzaubern lassen...die Welt in all ihren (Farb-) Nuancen sehen...das heißt sensibel sein...


Die Facetten der Hochsensibilität bestehen aus vielen verschiedenen Nuancen. Und zeigen sich bei jedem sensiblen Menschen anders. 

Oft schlummert diese ganz besondere Begabung unbewusst viele Jahre lang in Ihnen. Bis Sie sie bewusst entdecken. Hochsensibilität ist oft wie eine noch geschlossene Blüte. All Ihre Begabungen, Fähigkeiten und Talente müssen freigelegt werden, um sie zu entfalten. Und sie somit zu ihrer wahren Schönheit und Geltung zu bringen. 

Als hochsensibler Mensch besitzen Sie ein kostbares und wertvolles Geschenk der Natur.


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       zwischen Reizüberflutung, Erfüllung eigener Bedürfnisse & den Anforderungen der Gesellschaft


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Anzeichen und Merkmale von Hochsensibilität

Anzeichen Merkmale Hochsensibilität

Von Tests mit Punktzahlen halte ich persönlich wenig. Da sie einfach zu "einseitig" sind. Denn die Facetten von Hochsensibilität sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen selbst. Der eine Mensch reagiert auf die körperlichen Merkmale der Hochsensibilität bis hin ins extreme, während sich bei einem anderen die rein emotional sensible Seite überaus deutlich zeigt. 

Dazu kommt bei dem einen oder anderen noch eine ausgeprägte Hochsensitivität. Dies alles muss im Zusammenspiel berücksichtigt werden, um ein 'stimmiges' Ergebnis zu erzielen. 

Im folgenden zähle ich einige Merkmale auf, an denen Sie ablesen bzw. für sich selbst herausfinden und definieren können, ob Sie zu den hochsensiblen Personen gehören. 

  • reagieren Sie besonders empfindlich und intensiv auf Gerüche und Düfte?
  • reagieren Sie besonders empfindlich auf Lärm und "störende" Geräusche?
  • reagieren Sie besonders empfindlich auf Helligkeit und Licht?
  • reagieren Sie besonders empfindlich auf Hitze und Kälte oder plötzlich auftretende Temperaturunterschiede? 
  • fühlen Sie sich unwohl bei kratzigen, rauhen oder zu engen Textilien auf Ihrer Haut?
  • nehmen Sie Stimmungen und Schwingungen von anderen Menschen besonders intensiv wahr?
  • fühlen Sie die Gefühle von anderen Personen?
  • nehmen Sie Ihre eigenen Emotionen und Gefühle als besonders intensiv wahr?
  • nehmen Sie Dinge wahr, die anderen Menschen überhaupt nicht auffallen?
  • reagieren Sie besonders empfindlich auf Medikamente?
  • grübeln Sie viel über die unterschiedlichsten Dinge nach? 
  • beschäftigen Sie sich mit einem Thema dass sie belastet tage- oder gar wochenlang?
  • machen Ihnen Veränderungen in Ihrem Leben sehr zu schaffen?
  • benötigen Sie besonders viel Eingewöhnungs- und Umgewöhnungszeit bei neuen Situationen in Ihrem Leben - z.B. Umzüge, Jobwechsel, neue Umgebung usw...?
  • haben Sie nach Stresssituationen ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis?
  • leiden Sie besonders unter der alltäglichen Reizüberflutung?
  • haben Sie oft das innere Bedürfnis sich zurückzuziehen um sich entspannen zu können?
  • reagieren Sie besonders emotional bei wohltuender Musik oder bei entsprechenden Filmen?
  • bei zu viel Bewegung in Ihrer Umgebung werden Sie sehr leicht unruhig und nervös?
  • meiden Sie Menschenansammlungen?
  • benötigen Sie besonders viel Zeit um neue Sinneseindrücke oder erlebte Situationen für sich zu   verarbeiten?
  • leiden Sie sehr schnell und intensiv unter Schmerzen oder fühlen sich krank?
  • fühlen Sie sich schnell überfordert?
  • reagieren Sie besonders empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel?
  • ist Ihr Denken sehr vielschichtig und komplex? 
  • erfassen Sie Zusammenhänge spielend leicht und andere Menschen sind für Sie quasi "gläsern"?

                                                                                        

                                                                                     © Iris Fischer - sensible-seele.net 

Je mehr JA Antworten Sie für sich selber geben können und je stimmiger und passender sich die Antworten für Sie persönlich anfühlen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie zu den hochsensiblen Personen gehören. 

Denken Sie aber bitte immer daran, dass es auch unter den hochsensiblen Menschen introvertierte und extrovertierte Personen gibt. Wenn Sie also gerne unter Menschen sind und dementsprechend NICHT Menschenmassen meiden, können Sie trotzdem hochsensibel sein. 


Hochsensibilität und emotionale Sensibilität

Hochsensibilität - emotionale Sensibilität

Neben der angeborenen und genetisch geerbten Hochsensibilität gibt es auch die rein emotionale Sensibilität.
 
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich lediglich in den Gefühlen und Emotionen eines Menschen auswirkt. Die typischen körperlich empfundenen Merkmale der echten Hochsensibilität treten hierbei NICHT auf. 

Die rein emotionale Sensibilität bildet sich oft irgendwann im Laufe des Lebens durch eine Übersensibilisierung. Beispielsweise durch erlittene Traumata, massive Enttäuschungen (z.B. in der Liebe durch Trennungen u. ä.) und gravierende Verletzungen der Seele. 

Wobei die Veranlagung zur emotionalen Sensibilität sehr wohl ebenfalls bereits von Geburt an gegeben sein kann. Da es auch hier vorkommt, dass ein oder beide Elternteile oder auch die Großeltern bereits in irgendeiner Form sensibel sind oder waren. 

Durch traumatische Schlüsselerlebnisse bzw. prägende seelische Verletzungen wird die rein emotionale Sensibilität dann entweder ausgelöst und  / oder auch deutlich verstärkt. 

So gesehen ist die rein emotionale Sensibilität einfach eine Facette der (Hoch-) Sensibilität. 

Denn es gibt sowohl hochsensible Menschen die zusätzlich emotional sehr sensibel sind, als auch hochsensible Menschen die rein emotional gesehen eben nicht besonders sensibel sind. Bei denen sich die Sensibilität tatsächlich mehr in den körperlichen Merkmalen auswirkt. 

Die rein emotionale Sensibilität ist hier allerdings nicht gleichzusetzen mit der normalen Emotionalität die in jedem Menschen mehr oder weniger vorhanden ist. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. 


Anzeichen von rein emotionaler Sensibilität:

 

  • Brechen Sie sehr schnell und sehr leicht in Tränen aus
  • Spüren Sie Gefühle wie z. B. emotionalen (seelischen) Schmerz wie Trauer, aber auch Glück, Liebe und Freude besonders tief und intensiv?
  • Neigen Sie zu besonders großer Begeisterungsfähigkeit?
  • Empfinden Sie Ihre Emotionen bei entsprechender Musik, Büchern oder Filmen als sehr tief und intensiv?
  • Berühren Sie bestimmte Situationen, Erlebnisse, Erinnerungen, Bilder, Medienberichte, Erzählungen zutiefst und rufen starke bis extreme Gefühlsreaktionen in Ihnen hervor?
  • Besitzen Sie eine sehr stark ausgeprägte Empathie?
  • Reagieren Sie sehr leicht über bzw. missverstehen Sie sehr leicht etwas und ziehen sich dann beleidigt und verletzt zurück?


                                                                                           © Iris Fischer - sensible-seele.net 


Je mehr und je intensiver diese Anzeichen auf Sie zutreffen, und je passender sie sich für Sie persönlich anfühlen, dürften Sie zu den rein emotional sensiblen Personen gehören. 


Der Übergang zur posttraumatischen Belastungsstörung kann fließend sein. Allerdings treten bei der echten PTBS diverse weitere sowohl körperliche als auch seelische Symptome auf. Laut Peter A. Levine sind Traumata heilbar. Diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Denn das innere Potenzial für die Heilung emotionaler Schmerzen liegt in jedem Menschen selber. 

Man braucht im Endeffekt nur einen "menschlichen" Spiegel der in einem die sogenannten 'blinden Flecke' des eigenen Seelenlebens hervorholt und berührt. Und sie einem somit spiegelt. Um sie überhaupt wahrnehmen und sehen zu können. Und um so bewusst an sich zu arbeiten. Und sich so zu heilen. 

Hochsensible Menschen die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, können ihre Hochsensibilität als noch sehr viel intensiver und belastender wahrnehmen und empfinden, als ein hochsensibler Mensch der nicht in irgendeiner Form traumatisiert ist. Das können auch Dinge sein die mehrere Generationen zurückliegen. Und die unbewusst von Generation zu Generation immer weitergegeben werden. 

So gesehen wäre in diesem Fall die Hochsensibilität oder rein emotionale Sensibilität tatsächlich durch nicht verarbeitete traumatische Erlebnisse der Vorfahren bedingt. 


Hochsensibilität im Alltag

Hochsensibilität im Alltag
Als hochsensibler Mensch sind Sie ständig allen möglichen Sinneswahrnehmungen ausgesetzt. Die ein nicht sensibler gar nicht bemerkt. Als hochsensibler Mensch, auch HSP (highly sensitive person) genannt, nehmen Sie Ihre Umgebung ganz anders wahr als ein nicht sensibler. Sie spüren die Stimmungen und zwischenmenschlichen Schwingungen, Sie spüren die Befindlichkeit anderer Personen wenn es niemand anderem auffällt, nehmen Feinheiten auf, die ein nicht sensibler Mensch gar nicht bemerkt. Als hochsensibler Mensch haben Sie oft das Gefühl, das mit Ihnen irgendetwas nicht stimmt, da Sie auf äußere Reize ständig sehr sensibel reagieren. Obwohl Sie ansonsten völlig gesund sind. Hochsensibilität ist also keinesfalls eine Krankheit. Sondern lediglich eine Reaktion des Nervensystems auf eine Reizüberflutung. Und somit ein Persönlichkeitsmerkmal. Deshalb sind Sie als hochsensibler Mensch auch oft ruhebedürftig. Und haben das Gefühl sich für eine Weile zurückziehen zu müssen. Das ist nichts schlimmes, denn Ihr Nervensystem braucht diese Ruhe, um sich wieder entspannen zu können. 


Für hochsensible Menschen können zum Beispiel Menschenansammlungen zur Qual werden. Auf großen Veranstaltungen und Partys, in Bahnhöfen, Zügen und Flughäfen, im Straßenverkehr, in Wartezimmern beim Arzt, in Fußgängerzonen oder in Einkaufszentren strömen soviele Reize auf Sie ein, dass Sie nach kurzer Zeit anfangen sich unwohl zu fühlen. Und sich wieder nach Ruhe sehnen. 


Als hochsensibler Mensch spüren Sie alles viel intensiver als nicht sensible Personen. Geräusche, Licht, Gerüche, Wärme und Kälte usw. können als so unangenehm von Ihnen empfunden werden, dass Sie als betroffene Person gezwungen sind, sich aus der Situation zurückzuziehen. 


Auch Liebe, Angst, Kummer, Trauer, Konflikte und Krisen werden von Ihnen völlig anders und sehr viel intensiver und komplexer wahrgenommen, als von nicht (hoch-) sensiblen Menschen. 


Auch Hochsensibilität und Depressionen hängen oft zusammen bzw. verstärken sich gegenseitig. Dies muss aber sehr differenziert und im Einzelfall mit allen Zusammenhängen aus dem persönlichen Umfeld gesehen werden. 


Häufig auftretende Kopfschmerzen und Migräne können ebenfalls Hochsensibilitätsbedingt sein. Und zwar durch die permanent auftretende Reizüberflutung ebenso, als auch als Resultat des vielen Nachdenkens und Grübelns bei (Hoch-) Sensibilität. 


Wenn Sie als hochsensibler Mensch unter Druck gesetzt werden, oder Sie sich überfordert und sich einer Situation nicht gewachsen fühlen - sei es beruflich oder privat - kann es sein, dass Sie Höllenqualen leiden. Ein nicht (hoch-) sensibler Mensch reagiert da ganz anders und nimmt alles viel lockerer.


Man nimmt an, dass ca. 10 - 20% der Bevölkerung hochsensibel ist. Die Meinungen hierüber gehen aber selbst unter Fachkräften stark auseinander. 


Wenn man nun davon ausgeht dass ca. 15% der Bevölkerung hochsensibel sind, ist das immerhin eine Zahl von gut 12 000 000 Menschen alleine in unserem Lande. Und viele davon wissen überhaupt gar nichts von ihrer (Hoch-) Sensibilität. 


Ein nicht sensibler Mensch kann sich also gar nicht in die Situation versetzen und es nachvollziehen wie es ist, so empfindsam zu sein. Deshalb sollte dieses Thema viel mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden. Damit die Hochsensiblen entspannter leben können. Und die nicht Sensiblen lernen, die Empfindsamkeit anderer zu tolerieren, zu respektieren und vielleicht auch zu akzeptieren.


Da hochsensible Personen oft zurückhaltend sind, weil sie sich in bestimmten Situationen erst eingewöhnen müssen, werden sie oft für schüchtern gehalten. Obwohl viele Hochsensible nicht schüchtern, sondern einfach introvertiert sind. 


Echte Schüchternheit besitzt andere Ursachen und Gründe. Und hat immer mit Angst, inneren Blockaden, fehlendem Selbstwert und fehlendem Selbstvertrauen zu tun. 


Schlafstörungen treten ebenfalls gehäuft bei den hochsensiblen Menschen auf. Da sie abends sehr schwer abschalten können. Einfach weil sie sich gedanklich ständig mit irgendetwas beschäftigen.  Und so nicht entspannen können, um in einen ruhigen Schlaf zu finden.


Als hochsensibler Mensch sollten Sie, um mit dieser besonderen Charaktereigenschaft im täglichen Leben besser klarzukommen, erst einmal feststellen ob Sie denn tatsächlich zu den hochsensiblen Personen gehören. So können Sie Ihre Zweifel zerstreuen und ausräumen. Ist es definitiv der Fall dass Sie hochsensibel sind, ist es fast unumgänglich Ihren Lebensstil auf die Hochsensibilität einzustellen. Einen passenden Lebensrhythmus für sich zu finden und Ihre Empfindsamkeit in den Tagesablauf zu integrieren. 


Hochsensibilität in Liebe & Beziehung

Hochsensibilität in Liebe & Beziehung

Ein hochsensibler Mensch der liebt, lebt diese Empfindungen mit allem was dazugehört meist sehr emotional und intensiv. 

Wenn in einer Beziehung ein Partner hochsensibel ist und der andere nicht, kann es sehr oft zu Missverständnissen kommen. Die – wenn sie nicht aufgeklärt werden – die Beziehung in hohem Maße belasten können. 

Es kann aber auch sein, dass gerade deswegen ausgesprochene Harmonie zwischen beiden Partnern herrscht. 

Da der hochsensible Partner einen anderen Lebensrhythmus braucht, ist der Partner automatisch dazu gezwungen, immer wieder aufs Neue Rücksicht zu nehmen. Und geduldig und verständnisvoll zu sein. Nicht jeder Partner bringt die nötige Geduld auf, wenn der sensitive Partner ständig gleich beleidigt ist oder bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausbricht. Es gibt Partner die absolutes Unverständnis zeigen wenn der Hochsensible im Sommer die Hitze nicht verträgt, im Winter die Kälte nicht, große Menschenansammlungen oder volle Kneipen lieber meidet – man wird dann ganz schnell als langweilig eingestuft. Obwohl das ganz und gar nicht der Fall ist. Im Gegenteil. Besitzen hochsensible Menschen ein äußerst reichhaltiges und faszinierendes Innenleben. Man ist eben nur gezwungen einen anderen Lebensrhythmus einzuschlagen. Das hat mit langweilig sein absolut nichts zu tun.

Wenn sich in einer Ehe oder Beziehung beide Partner als hochsensibel entpuppen sollten, wird es je nach individuellem Charakter und der Situation der Herkunftsfamilien viel Konfliktpotenzial geben. Oder absolute Harmonie. Da jeder der beiden auf die verschiedensten Situationen überempfindlich reagiert. Und es sich natürlicherweise bei beiden unterschiedlich auswirkt, wird es in dieser Partnerschaft automatisch immer wieder Schwierigkeiten geben. Wenn nicht aufeinander Rücksicht genommen wird. Und nicht klar und deutlich definiert wird dass beide hochsensibel sind. Und eben darum beide ihre individuellen Eigenarten haben. Erst wenn definitiv klar ist dass es sich bei beiden um Hochsensibilität oder emotionale Sensibilität handelt, kann an den Schwierigkeiten gearbeitet werden. Und die Beziehung kann harmonischer und entspannter gestaltet werden. 

Die gängige Meinung dass gerade bei zwei hochsensiblen Personen eine Beziehung bzw. Partnerschaft wunderbar funktionieren müsste ist nicht ganz richtig. Die Chance hierbei ist vollkommen individuell. Es kommt dabei auf die Persönlichkeit des jeweiligen Partners an, den Charakter und die jeweilige Herkunftsfamilie. Ob man in seinem Leben gelernt hat mit Konflikten umzugehen und sie sinnvoll und adäquat zu lösen. Dazu kommen noch  Faktoren wie zum Beispiel, wie kompromissfähig jeder der Partner ist und wie achtsam und liebevoll man grundsätzlich miteinander umgeht. 

Wenn die Grundpfeiler für eine erfüllende und funktionierende Beziehung und Partnerschaft vorhanden und stabil genug sind, können letztendlich beide Konstellationen ganz wunderbar zusammen harmonieren.

Hochsensible und auch rein emotional sensible Menschen sind zu sehr tiefen und intensiven Gefühlen fähig. Wenn sie einmal lieben, dann normalerweise sehr konstant. Sie spüren alles was in ihrem Partner vorgeht. Nehmen leider aber auch vieles zu persönlich. Oder beziehen eine Veränderung der Stimmung und der Laune des Partners sofort auf sich. Obwohl die jeweiligen Gefühle, Emotionen und Gedanken des Partners vollkommen andere Gründe und Ursachen besitzen. Und mit der Beziehung an sich so überhaupt nichts zu tun haben. Hier wird vom hochsensiblen Partner dann oft so lange nachgebohrt und nachgehakt, bis die Geduld des nicht sensiblen Partners an ihre Grenzen kommt. Vom nicht sensiblen Partner wird dann viel Verständnis notwendig sein, um es nicht zu vollkommen unnötigen Streitereien oder gar zur Eskalation kommen zu lassen. Hochsensible haben in der Beziehung ein hohes Sicherheitsbedürfnis, um sich wirklich geborgen und wohl zu fühlen. Vertrauen zum Partner ist hier extrem wichtig. Da hochsensible Menschen sehr leicht misstrauisch werden können, wenn im Verhalten des Partners vermeintlich etwas im Argen liegt. 

Ein besonders achtsamer Umgang mit der Sexualität ist für hochsensible Menschen von immenser Bedeutsamkeit. Ein hochsensibler Mensch der wirklich liebt, tut dies sehr tief und intensiv. Sehr  schnell kann er sich dabei in seinen eigenen Gefühlen verlieren. Gerade hier ist es enorm wichtig seine eigenen Grenzen sehr genau zu kennen. Und auch ganz bewusst darauf zu achten. Ein falsches Wort im absolut falschen Moment kann bei einem hochsensiblen und auch rein emotional sensiblen Menschen Welten zerstören. Er fühlt dabei den emotionalen Schmerz der Enttäuschung und seelischen Verletzbarkeit - der bis hin ins extreme gehen kann - bis ins innerste Mark. Und es kann sehr lange dauern bis er diesen emotionalen Schmerz wieder überwunden hat. Wirklich vergessen wird er eine solche seelische Verletzung aber nicht. 

Sinnlichkeit, Hingabe, Innigkeit, echte Nähe und Intimität ist für hochsensible Menschen enorm wichtig. Und sie genießen genau dies sehr. 

Kuscheln und vom geliebten Menschen berührt und begehrt zu werden ist essentiell für Hochsensible. 

Braucht der Partner oder die Partnerin weniger Nähe, Zärtlichkeit, Berührungen, Kuscheln, Umarmungen oder Sex und der Hochsensible fühlt sich nicht genügend beachtet und gesehen, kann das eine große seelische Belastung für ihn darstellen. Sehr schnell kann sich dann das stark empfundene Gefühl einstellen, nicht begehrenswert zu sein. Was die Beziehung nachhaltig belasten kann. 

Auch kann es sich für nicht sensible oder rein emotional sensible Partner "bedrohlich" anfühlen, wenn der hochsensible Partner jegliche ihrer Stimmungen, Launen und Gefühlsschwankungen wahrnimmt, und in ihnen liest wie in einem Buch. Und ihm nichts was sie denken oder fühlen verborgen bleibt. 

          

Hochsensibilität und die zwölf Sinne

Hochsensibilität und Sinne

Hochsensible Menschen haben es wahrlich nicht leicht. Ständig müssen sie mit der alltäglichen Reizüberflutung fertig werden die sie von überall her an allen Ecken und Enden anspringt: Düfte und Gerüche, nervende und quälende Geräusche, Lichtempfindlichkeit, Temperaturunterschiede, Menschenansammlungen, Nachrichten, Straßenverkehr, Stimmengewirr, Gefühle, Stimmungen und Schwingungen von anderen Menschen usw...

All ihre Sinne werden also permanent gefordert und überfordert. Ständig müssen die vielfältigen Eindrücke nach wichtigem und unwichtigem gefiltert und sortiert werden. Was aber nicht bewusst passiert, sondern das sind automatisierte innere Prozesse die da stattfinden. Und das oft innerhalb Sekunden oder Minuten. Was natürlich einen hochsensiblen Menschen überaus anstrengt. 

Oft sind es nur winzige Nuancen, die entscheiden ob ein hochsensibler Mensch sich gerade wohl oder unwohl fühlt. 


Schließlich und endlich besitzt der Mensch nicht nur die üblichen fünf Sinne die schon Aristoteles beschrieben hat:


  • die visuelle Wahrnehmung der Augen - das Sehen
  • die taktile Wahrnehmung der Haut - das Fühlen
  • die gustatorische Wahrnehmung der Zunge - das Schmecken
  • die auditive Wahrnehmung der Ohren - das Hören
  • die olfaktorische Wahrnehmung der Nase - das Riechen


sondern nach der Sinneslehre von Rudolf Steiner insgesamt zwölf Sinne. Nachfolgend die restlichen sieben Sinne: 


  • der Lebenssinn (die Tiefensensibilität - die eine bestimmte Wahrnehmung aus dem Körperinneren bezeichnet wie die Schmerzempfindung)
  • der Temperatursinn (das Erkennen und Wahrnehmen von Wärme und Kälte)
  • der Gleichgewichtssinn
  • der Eigenbewegungssinn (wir spüren unsere eigenen Bewegungen und nehmen sie wahr)
  • der Sprachsinn (das Erfassen des seelischen Ausdruckes in Lauten und Mimik und Gestik - Anfang der Empathie)
  • der Gedankensinn (Weiterführung der Empathie) 
  • der Ichsinn, der die Fähigkeit bezeichnet, nicht nur das eigene Ich, sondern auch das Ich von anderen wahrzunehmen


Die Wahrnehmung und das Zusammenspiel all dieser Sinne läuft bei hochsensiblen Menschen noch sehr viel differenzierter, intensiver und komplexer ab als bei den nicht Sensiblen. Und vielleicht wird das Bild jetzt schon ein bisschen klarer warum sich ein hochsensibler Mensch ständig gestresst, müde, erschöpft (auch vom vielen Grübeln und Denken) und überfordert fühlt. 

Dazu kommen noch die intensiven eigenen Gefühle und Emotionen. Mit denen ein hochsensibler Mensch auch erst einmal fertig werden muss. 

Wobei in jedem Fall unterschieden werden muss zwischen positivem Stress und negativem Stress! Positiver Stress kann - auf andere Art und Weise - genauso anstrengend sein wie negativ empfundener Stress. 


Man könnte die Reizüberflutung bei Hochsensibilität auch als permanenten "Stress der Sinne" bezeichnen...     © Iris Fischer - sensible-seele.net 


Hochsensibilität und die subjektive Wahrnehmung

Hochsensibilität und Wahrnehmung

Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen. (Picasso)


Es gibt niemals nur eine einzige Wirklichkeit bzw. Realität. Jeder einzelne Mensch bastelt sich ständig seine eigene subjektive Wirklichkeit. So gesehen gibt es unendlich viele Wirklichkeiten und jede davon ist ein individuelles Konstrukt unterschiedlichster Menschen.  So bekommt der negativ angehauchte Spruch „Du lebst doch in deiner eigenen kleinen Welt“ eine vollkommen andere Bedeutung denn so gesehen stimmt das tatsächlich. Da es so viele unterschiedliche Wirklichkeiten gibt, ist es schwer Dinge, Situationen oder das Verhalten anderer Menschen objektiv zu beurteilen. 

Bei hochsensiblen Menschen differenziert und intensiviert sich die Subjektivität der Wahrnehmung noch sehr viel mehr. Durch die Reizüberflutung der ein HSP ständig ausgesetzt ist und die Gefühlsstürme die oft im Inneren von HSP toben, spielt die subjektive Wahrnehmung eine ganz große Rolle. 

Laut Paul Watzlawick ist die subjektive Wahrnehmung auf die zwischenmenschliche Kommunikation zurückzuführen. Er schreibt in seinem Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ dass es zwar zahllose sehr widersprüchliche Wirklichkeitsauffassungen gibt, die aber das Ergebnis von Kommunikation und nicht von objektiver Wahrheit sind. Der Glaube nach einer einzigen bestehenden Wirklichkeit ist laut ihm eine gefährliche Selbsttäuschung. 


Folgende Faktoren tragen zu einer subjektiven Wahrnehmung bei:


  • Kommunikation
  • Hochsensibilität
  • Persönlicher Geschmack (z.B. bei Mode, Musik, Filme)
  • Wahrnehmungsstörungen wie Halluzinationen, Illusionen
  • Gefühle (Wut, Trauer)
  • Schockzustände durch traumatische Erfahrung
  • Drogenmissbrauch, Alkoholeinfluss
  • Optische Täuschungen
  • Wünsche
  • Lichteinwirkung
  • Motivation u. persönliche Einstellung (durch Anerziehung von Normen und Werten)
  • Bedürfnisse, Erwartungen
  • Ambivalente Wahrnehmung
  • Lernerfahrungen
  • Persönlichkeitsstörungen wie Borderline - da die individuelle Wahrnehmung dieser Menschen immens verschoben ist


Auch das individuelle Zeiterleben beeinflusst maßgeblich die subjektive Wahrnehmung. So spielt die soziale Zeit, Zeitepochen, Tages- Jahres- u. Uhrzeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und das eigene Lebensalter eine große Rolle. Die subjektive Zeit ist gegenüber der objektiven Zeit äußerst vielschichtig und komplex. (Aus dem Buch „Die Zeiten der Zeit“ von Luigi Boscolo und Paolo Bertrando). Man kann z. B. nicht definieren wie lange ein Augenblick genau dauert. Man kann ihn aber isoliert betrachten, so dass er dann schon Vergangenheit geworden ist. 

Da bei hochsensiblen Menschen die Gefühlswelt besonders intensiv ausgeprägt ist, wird der subjektiven Wahrnehmung automatisch eine ganz große Bedeutung beigemessen. Viele Entscheidungen, Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden hier subjektiv beurteilt und haben einen immensen Einfluss auf das gesamte Leben der Hochsensiblen. 

Hochsensible Menschen sind so mit ihren Gefühlen verbunden dass eine objektive Darstellung der Realität meist gar nicht möglich ist. Hochsensible können sich in subjektiv empfundenen Gefühlen richtiggehend verlieren. 

Hochsensible Kinder schaffen sich besonders ihre eigene Wirklichkeit, ihre eigenen Träume und Phantasien. Dabei sollte man als Eltern aufpassen dass die Kinder nicht dermaßen in ihrer selbsterschaffenen Traumwelt versinken dass sie den Bezug zur Realität vollkommen verlieren. Was ja beispielsweise bei stundenlangem Computerspielen (auch bei Erwachsenen) schnell passieren kann. 

Für eine Partnerschaft bedeutet das, dass bei Konflikten eine objektive Beurteilung der Situation schlecht möglich wenn nicht sogar unmöglich ist. Wenn einer der Partner hochsensibel ist kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der nicht sensible Partner das Verhalten des Hochsensiblen nicht verstehen, weil er meist gar nicht weiß dass Hochsensibilität überhaupt existiert und weil er seine Umwelt völlig anders wahrnimmt. Wenn beide Partner hochsensibel, sind können sie sich zwar gegenseitig eigentlich verstehen, aber wenn die subjektive Wahrnehmung dazukommt, denkt und fühlt doch jeder der Partner wieder anders. Da jeder aus einer ganz anderen Lebenssituation kommt. Deshalb kann es wichtig und sinnvoll sein dass eine dritte Person die objektiv in der Lage ist die Situation nachzuvollziehen, zu Rate gezogen wird. 

Eigentlich ist es deshalb aus all diesen Gründen unlogisch, über etwas zu streiten das nur subjektiv beurteilt wird und nicht objektiv gesehen, bewertet und wahrgenommen werden kann. 
Wünschenswert könnte allerdings sein, dass trotzdem jeder der Partner das subjektive Empfinden des anderen versucht zu tolerieren, wenn er es schon nicht verstehen oder akzeptieren kann. Das ist zwar bestimmt nicht leicht, aber der hochsensible Partner wird es dem nicht sensiblen mit Sicherheit hoch anrechnen wenn der sich wenigstens um Verständnis bemüht.


Hochsensibilität und Bilderdenken

Hochsensibilität Bilderdenken

Imagination ist die Fähigkeit in Bildern zu denken...

Stellen Sie sich eine grüne Wiese vor. Wie genau sieht sie aus? Wie groß ist sie? Wie ist das Umfeld der Wiese? Gehen Sie gedanklich über Ihre Wiese - gehen Sie barfuss oder mit Schuhen? Können Sie bequem laufen oder ist das Gras so hoch dass Sie kaum durchkommen? Wie fühlt das Gras sich an? Welcher Duft liegt in der Luft? Wie riecht das Gras? Ist es trocken oder nass? Wie ist das Wetter? Was sehen Sie oder wer/was begegnet Ihnen? Welche Jahreszeit ist es? Ist es kalt oder warm? Ist es still und ruhig oder laut? Gibt es störende Geräusche? Wie fühlen Sie sich? Ist Ihnen wohl oder unwohl? Welche Emotionen löst Ihre Wiese bei Ihnen aus? Fließt ein Gewässer durch die Wiese? Gibt es andere Menschen, Tiere, Blumen, Bäume usw.? Gibt es Wege oder Hindernisse? Wo führt die grüne Wiese Sie hin?

                                                                                     © Iris Fischer - sensible-seele.net  


Denken in Bildern kommt häufig bei hochsensiblen Menschen vor.  

Sie benutzen hauptsächlich das räumlich-visuelle Denken. Im Gegensatz zum auditiv-sequenziellen Denken bei nicht sensiblen Personen. 

Wenn Sie in Bildern denken, kommt es Ihnen vielleicht bekannt vor, dass Sie sich tatsächlich schwer tun die Bilder die Sie vor Ihrem inneren Auge sehen, in Worte umzuwandeln. Wenn Ihnen beispielsweise etwas erzählt wird oder wenn Sie etwas lesen, sehen Sie das aufgenommene sofort in inneren Bildern vor sich. Und wenn Sie etwas gefragt werden, fällt es Ihnen schwer, sofort darauf zu antworten. Da Sie Ihre Antwort zwar in inneren Bildern vor sich sehen, diese aber erst einmal in Worte und in passenden Text umwandeln müssen. 

Das kann auf andere Menschen die natürlich nicht wissen dass sie einen Bilderdenker vor sich haben, dann so wirken als ob Sie als Bilderdenker die Antwort nicht wissen. Derweil überlegen Sie krampfhaft, wie Sie so schnell wie möglich eine passende Antwort in Worten formulieren.

Dasselbe gilt wenn Sie jemandem etwas bestimmtes erzählen wollen. Sie sehen zwar die inneren Bilder vor sich, wissen auch ganz genau was Sie erzählen möchten - tun sich aber schwer die passenden Worte dafür zu finden. Damit das Gegenüber auch versteht was Sie ihm sagen wollen. 

Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen. Sie gehen zum Bäcker und sehen vor Ihrem inneren Auge eine leckere Laugenstange mit groben Salzkörnern vor sich. Als Sie von der netten Verkäuferin gefragt werden was Sie denn haben möchten, sagen Sie dass Sie gerne eine Laugenstange hätten. Worauf Sie auch eine Laugenstange erhalten. Dann aber bemerken Sie, dass die Verkäuferin Ihnen zwar die gewünschte Laugenstange gegeben hat, aber ohne die groben Salzkörner die Sie vor Ihrem geistigen Auge zwar gesehen, aber dies nicht ausdrücklich in Worten formuliert haben. Da Sie automatisch davon ausgegangen sind, dass die Verkäuferin genauso denkt wie Sie. Und Ihnen deshalb auch eine Laugenstange mit grobem Salz verkauft. Jetzt liegt es an Ihnen, dieses Missverständnis aufzuklären. Und genau die Laugenstange mit groben Salzkörnern zu bekommen, die Sie auch vor Ihrem inneren Auge gesehen haben. 

Genauso kommt es dann zu Missverständnissen. Und zwar nicht nur in solchen, sondern auch in vielen anderen Situationen. Das Bilderdenken kann also unbewusst und ohne Absicht der Grund dafür sein, wenn zwei Menschen aneinander vorbeireden. Weil der eine nicht verstehen kann, was der andere denn genau sagen möchte. 

Wenn Sie allerdings wissen dass Sie ein Bilderdenker sind, können Sie das zumindest nahestehenden Personen erklären. So dass diese Personen dann nicht fälschlicherweise der Meinung sind, dass Sie irgendwie "zu doof" oder unwissend sind, Dinge zu erklären. Sondern dass Sie einfach eine andere Art des Denkens benutzen. 

Wenn Sie das mit Humor nehmen und einfach explizit betonen: "Du, ich suche gerade nach den passenden Worten, weil ich das was ich dir erzählen möchte zwar in Bildern vor mir sehe, aber ich muss das erst in Text umformulieren." Dann wird Ihr Gegenüber als nahestehender Mensch der Sie ja mag und der Sie nicht verletzen will, dann höchstwahrscheinlich ebenfalls schmunzeln und Ihnen selbstverständlich geduldig die Zeit geben die richtigen Worte zu finden. 

Solange Sie allerdings nicht wissen dass Sie in Bildern denken, und der überwiegende Teil der Menschheit tatsächlich nicht in Bildern denkt, wundern Sie sich höchstwahrscheinlich über sich selber. Weil Sie ja merken dass Sie sich schwer tun, bestimmte Dinge die Sie definitiv wissen und in inneren Bildern ja ganz deutlich vor sich sehen, in die passenden Worte zu kleiden. Ihnen ist dabei aber nicht klar warum das so ist. 


Ob Sie tatsächlich zu den bilderdenkenden Menschen gehören, können Sie anhand nachfolgender Fragen feststellen:


  • Verfügen Sie über eine ausgeprägte Phantasie?
  • Wenn Ihnen jemand etwas erzählt, wenn Sie etwas lesen oder wenn Sie über etwas nachdenken, sehen Sie dann alles in inneren Bildern vor sich?
  • Sind Sie sehr kreativ? 
  • Fällt es Ihnen schwer Dinge zu erklären die Sie vor Ihrem inneren Auge vor sich sehen?
  • Lieben Sie alles womit Ihre visuellen Sinne angeregt werden – Filme, Musicals, Fotografieren, Malen, allgemein ästhetisch und schön anzusehende Dinge?
  • Verfügen Sie über ein sehr großes Wissen, finden aber oft nicht die passenden Worte dafür?
  • Lieben Sie es Dinge aufzuschreiben oder Geschichten zu schreiben weil Sie die Dinge schriftlich eindeutig besser formulieren können als mündlich? 
  • Mögen Sie es, sich am Computer zu beschäftigen?
  • Besitzen Sie eine ausgeprägte Intuition?
  • Schwelgen Sie oft in Tagträumen?
  • Sind Sie sehr humorvoll? 
  • Hassen Sie es, etwas auswendig zu lernen weil Ihnen das schwer fällt?
  • Wenn Sie einen Impuls in sich spüren zu handeln, möchten Sie das ohne nachzudenken möglichst sofort in die Tat umsetzen?
  • Besitzen Sie eine ausgeprägte Begeisterungsfähigkeit?
  • Werden Sie von anderen Menschen oft unterschätzt?
  • Können Sie nicht vor anderen Leuten sprechen (Vorträge halten u. ä.)?
  • Verfügen Sie über ein ausgeprägtes bildliches Erinnerungsvermögen?
  • Haben Sie Ihre ganz eigene und individuelle Art, Dinge zu lösen?
  • Finden Sie Orte anhand Ihres Erinnerungsvermögens gut wieder an denen Sie nur einmal gewesen sind?                                     

                                                                                           © Iris Fischer - sensible-seele.net                    


Die Menschen die das räumlich-visuelle Denken benutzen - als in Bildern denken, sind tatsächlich in der großen Minderheit. Wenn Sie also hochsensibel sind und in Bildern denken, ist das wirklich eine besondere Gabe die Sie besitzen. Diese Eigenschaft ist nicht selbstverständlich!

                 

Hochsensibilität und Kreativität

Hochsensibilität und Kreativität

Gerade hochsensible Personen sind für Kreativität prädestiniert. Schöpferische Hobbies oder gar eine Leidenschaft für etwas zum Beruf zu machen, ist für hochsensible Personen eigentlich ideal. So können sie sich frei entfalten und sich selbst verwirklichen. Bei HSP scheint gerade dies besonders wichtig zu sein. Auch soziale bzw. "helfende" Berufe sind gerade für diese Menschen wie geschaffen. 

Für hochsensible Personen scheint es immens wichtig zu sein ihre Kreativität ausleben und ihr freien Lauf lassen zu können. Sei es in Form von Malen oder Zeichnen, Geschichten schreiben, Musik machen und/oder eigene Songtexte schreiben, Fotografieren, Töpfern usw...

Wenn gerade ein HSP ein besonderes künstlerisches Talent bei sich selber erkennt, sollte dies unbedingt gefördert und ausgelebt werden. Auch hochsensible Kinder sollten in diesem Bereich auf jeden Fall gefördert werden. 

Wenn nämlich ein besonderes künstlerisches bzw. schöpferisches Talent vorhanden ist und der hochsensible Mensch dies - aus welchen Gründen auch immer - nicht ausleben darf und sich somit nicht selbst verwirklichen kann, kann dies sehr negative (Langzeit)- Auswirkungen auf das Seelenleben des hochsensiblen zur Folge haben. Deshalb sollte man einem HSP immer die Möglichkeit geben und lassen, seine Kreativität ausleben zu können und zu dürfen. 

     

Hochsensibilität und Intuition

Hochsensibilität und Intuition

Die Intuition - das Bauchgefühl - ist bei hochsensiblen und hochsensitiven Personen besonders stark und intensiv ausgeprägt. Deshalb sollten Sie als hochsensibler Mensch grundsätzlich bewusst auf Ihre Intuition achten. Und auf Ihr Bauchgefühl hören. Denn Ihre Intuition zeigt Ihnen immer den richtigen und passenden Weg. Und hilft immens dabei die richtigen (Herz)- Entscheidungen zu treffen. 

"Folge deinem Herzen und gehe den Weg deiner Seele" - dies sollte der Leitsatz gerade bei hochsensiblen und hochsensitiven Personen sein. Denn der rationale Verstand bzw. die Vernunft funkt zu oft dazwischen, so dass Sie wieder die "falschen" Entscheidungen treffen, die Sie dann unzufrieden und unglücklich sein lassen. 

Die Intuition ist sozusagen Ihr eigener, innerer Lebensberater der Sie führt. Und wenn Sie auf das hören, was das eigene Gefühl Ihnen sagt, leben Sie als hochsensibler Mensch sehr viel glücklicher und zufriedener. 

Auch außersinnliche Wahrnehmungen wie Vorahnungen zu haben ist für hochsensible Personen nichts besonderes und kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade bei diesen Menschen besonders häufig vor. Dies ist auch keine Einbildung - wie es von nicht sensiblen Menschen die nicht an solche Dinge glauben - gerne "verspottet" wird, sondern eine definitive Tatsache. 

Ihre ureigene innere Stimme wahrzunehmen und zu hören und auf sie zu achten heißt, sich mit Ihrem höheren Selbst zu verbinden. Dies können Sie lernen, wenn Sie es nicht gewöhnt sein sollten Ihre Intuition wahrzunehmen. Oder Ihrer Intuition zu vertrauen. Und nach Ihrem Herzen bzw. nach Ihrem Gefühl zu leben.                

Wenn Sie bewusst auf Ihre Intuition hören und ihr bedingungslos vertrauen, wird sich Ihr Leben dadurch deutlich vereinfachen. Und sehr viel stimmiger für Sie anfühlen. 

       

Hochsensibilität - Hochbegabung - Vielbegabung

Hochsensibilität Hochbegabung Vielbegabung

Unter den hochsensiblen Menschen gibt es viele hochbegabte bzw. vielbegabte. Und unter den hochbegabten und vielbegabten gibt es viele hochsensible Personen. 

Die gängigen Vorurteile über hochbegabte Menschen sind heutzutage sehr oft immer noch die, dass Hochbegabung sofort gleichgesetzt wird mit mathematischem Genie und logischem Denken. Genau das ist aber falsch. Mittlerweile steht fest, dass es mindestens neun verschiedene Arten von Intelligenzen gibt. 


Und zwar nach Howard Gardner - Professor für Psychologie an der Harvard University - folgende:


  • Visuell - räumliche Intelligenz
  • Logisch - mathematische Intelligenz
  • Sprachlich - linguistische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Musikalisch - rhythmische Intelligenz
  • Körperlich - kinästhetische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonale (soziale) Intelligenz
  • Existenzielle bzw. spirituelle Intelligenz


Weiter gibt es noch: 


  • Emotionale Intelligenz 
  • Kreative Intelligenz


Auch Hochsensibilität ist eine ganz besondere Form der Begabung!

Viele dieser Intelligenzformen sind mit herkömmlichen Intelligenztests überhaupt nicht nachweisbar. Das heißt aber nicht, dass man nicht doch in irgendeiner Form hochbegabt bzw. vielbegabt ist. Nur weil ein Test anderes behauptet. Außerdem ist ein solcher Test immer abhängig von der persönlichen Tagesform! Und es gibt ja nicht nur den IQ - sondern auch den EQ - und der ist meiner Meinung nach, gerade für hochsensible und hochbegabte bzw. vielbegabte Personen noch sehr viel wichtiger als nur der IQ. Man sollte sich dabei auch auf sein Gefühl und auf seine Intuition verlassen. Wenn man sich hier - unter hochsensiblen und hochbegabten bzw. vielbegabten - zuhause und zugehörig fühlt, dann braucht es keinen Intelligenztest. Dann dürfte die Situation klar sein. Noch dazu, wenn die Merkmale eindeutig darauf hinweisen. 

Hochsensible Menschen fühlen sich sehr oft in unserer "Norm"-Gesellschaft unwohl. Sie fühlen sich nicht zugehörig. Sie haben ihr Leben lang das starke Gefühl anders zu sein als die "Norm". Sie denken sie hätten "einen an der Klatsche" oder sie würden nicht richtig "ticken". Bei hochsensiblen Personen die zusätzlich noch hochbegabt bzw. vielbegabt sind, ist dieses Gefühl oft noch intensiver. Dieser Eindruck ist aber nicht richtig. Jeder Mensch hat seine "Dasein-Berechtigung". Egal ob dieser Mensch nun hochsensibel oder zusätzlich noch hochbegabt bzw. vielbegabt ist. Jeder Mensch hat seinen Wert. Kein Mensch ist "Nichts"! Nur jeder ist anders. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Und jeder Mensch hat seinen individuellen Platz im Leben. Jede Intelligenz, jede Begabung, jede Fähigkeit, jedes Talent...alles hat seinen Sinn. Denn alles wird irgendwo, irgendwann und irgendwie von irgendjemandem gebraucht. 

Deshalb tut es hochsensiblen und hochbegabten bzw. vielbegabten Personen unendlich gut, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun und sich über ihre empfundene "Andersartigkeit" auszutauschen. Denn diese Menschen können sich gegenseitig Halt und Verständnis geben. Was gerade bei hochsensiblen und hochbegabten bzw. vielbegabten Menschen sehr wichtig zu sein scheint. 

Wenn nun ein Mensch hochsensibel und hochbegabt bzw. vielbegabt ist, ist er quasi dazu "gezwungen", ein völlig anderes Leben zu führen als ein nicht sensibler und normal begabter Mensch. Denn ein hochsensibler Mensch fühlt sich sowieso schon sehr anders als nicht sensible Menschen und tut sich mit seiner Sensibilität schwer den Alltag unter den vielen nicht sensiblen zu meistern. Ist nun dieser hochsensible Mensch zusätzlich hochbegabt bzw. vielbegabt, werden die alltäglichen Herausforderungen als noch sehr viel schwieriger wahrgenommen. Auch innerhalb einer Beziehung/Partnerschaft oder in der Familie gibt es höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten. Besonders dann, wenn es "gemischte" Beziehungen/Partnerschaften bzw. Familien gibt. Das heißt wenn  hochsensible und hochbegabte bzw. vielbegabte Menschen mit jemandem unter einem Dach leben der nicht sensibel und normal begabt ist oder der zwar ebenfalls hochsensibel aber normal begabt ist. Hört sich kompliziert an? Nein, ist es gar nicht. Es braucht nur ein Quentchen gegenseitiges Verständnis und Toleranz bzw. Akzeptanz. Dann kann das Zusammenleben wunderbar funktionieren. 

Viele hochbegabte Menschen erfahren erst durch besondere Umstände oder per "Zufall" in späteren Lebensjahren von ihrer Hochbegabung bzw. Vielbegabung. Wenn nun dieser Mensch erst einmal lernen muss mit seiner Hochsensibilität umzugehen und sie in sein Leben zu integrieren, kann das ein Schock sein, wenn man dann erfährt dass man zusätzlich noch hochbegabt bzw. vielbegabt ist. Dahinter steckt soviel ungenutztes und ungelebtes Potenzial, soviel innere Ressourcen, soviele "schlafende" Fähigkeiten und Talente...

Und all dieses versteckte Potenzial sollte unbedingt entfaltet und gelebt werden. Die inneren Ressourcen müssen aktiviert werden, die Fähigkeiten und Talente aufgeweckt und gefördert werden. Aber es lohnt sich tausendmal, wirklich zu sich selbst zu finden um als hochsensibler und eventuell sogar hochbegabter und vielbegabter Mensch endlich ein erfülltes und zufriedenes Leben führen zu können. 

Der Weg dahin kann sehr schwierig und steinig sein. Aber wenn man es dann geschafft hat, kann man als hochsensibler und hochbegabter bzw. vielbegabter Mensch in sich selber ruhen. Man kann endlich genau das Leben führen, dass zu einem passt und dass sich richtig anfühlt. Man ist sozusagen bei sich selber angekommen. Man fühlt sich in sich selbst zuhause. 


Die hochsensible Scanner-Persönlichkeit

Die hochsensible Scanner-Persönlichkeit

Diese multitalentierten und vielbegabten Talente zeichnen sich durch extreme Neugier und Wissbegierigkeit zu vielen verschiedenen Themen aus. 

Sie nehmen sich viele Dinge auf einmal vor, fangen gleichzeitig mehrere Vorhaben an und wollen möglichst viele Ideen zur selben Zeit umsetzen. Da sie aber nicht in der Lage sind sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren, bleiben viele Dinge liegen und werden nicht zu Ende gebracht. Denn noch bevor sie das eine zu Ende bringen können, findet sich schon das nächste faszinierende und interessante Projekt, auf das sich dann sofort gestürzt wird. 

Scanner setzen sich immer mehrere Ziele auf einmal. Und es fällt ihnen unglaublich schwer, bei nur einer Sache zu bleiben. Was für sie sowieso so gut wie unmöglich ist. Denn es gibt immer wieder neue spannende Dinge zu entdecken. 

Oft passiert es, dass Scanner sich so viele Vorhaben und Projekte vornehmen, dass sie überhaupt nicht mehr wissen wo sie anfangen sollen. Und so bleibt dann vieles erst einmal liegen und wird vor sich her geschoben. 

Entscheidungen zu treffen, fällt Scanner-Persönlichkeiten unheimlich schwer. Und so werden permanent neue Dinge ausprobiert und nichts richtig zu Ende gebracht. Was aber rein überhaupt nichts mit oberflächlichem Interesse für etwas zu tun hat! Sondern es sind einfach zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig spannend. Und möchten parallel beachtet und bearbeitet werden. 

So etwas wie Langeweile kennt eine Scanner-Persönlichkeit nicht. Denn sie weiß sich immer mit irgendetwas zu beschäftigen. 

Der Ideenreichtum und die vielfältigen Interessen nehmen kein Ende. Sie würden am liebsten alles ausprobieren. Sie erleben die Welt bunt und in all ihren schillernden Facetten. Scanner schöpfen sozusagen aus dem vollen. Die Welt ist für sie ein großer Abenteuerspielplatz mit unendlichen Möglichkeiten. 

Die Scanner-Persönlichkeit kann sich nicht auf ein einziges Thema spezialisieren und festlegen. Sie braucht die bunte Vielfalt. Deshalb sind für Scanner auch Berufe ideal, die auf keinen Fall eintönig und "trocken" sind. Sondern die abwechslungsreich sind und ständig neue Herausforderungen mit sich bringen. Die komplex und spannend sind und individuell und inhaltlich gestalterische und schöpferische Freiheit zulassen. 

Leider werden Scanner-Persönlichkeiten oft von ihren Mitmenschen belächelt und nicht wirklich ernst genommen. 

Scanner-Persönlichkeiten wird von außen immer wieder suggeriert dass sie nicht in Ordnung sind so wie sie sind. Eben weil sie sich nicht auf eine einzige Sache konzentrieren können und nicht erst das eine zu Ende bringen, bevor sie dann das nächste anfangen. Für die Scanner-Persönlichkeit selbst ist dieses Verhalten aber vollkommen normal. Denn sie kennt es von sich selbst nicht anders. 

Wenn ein Vielbegabter Mensch in seinen Möglichkeiten eingeschränkt und beschnitten wird und sich nicht entfalten kann, wird er sehr darunter leiden. 

Oft schwirren vielbegabten Scannern so viele neue Ideen in ihren Gedanken herum, dass sie gar kein Land mehr sehen. Geduld gehört nicht zu den Stärken der Vielbegabten. Da sie alles sofort und gleich in die Tat umsetzen wollen. 

Eine Scanner-Persönlichkeit wird immer unter ihrer Vielbegabung leiden, solange sie noch nicht weiß dass sie ein Scanner und vielbegabt ist. Das ist genauso wie ein hochsensibler Mensch verunsichert ist und leidet, solange er noch keine Definition für sein anders-denken, anders-fühlen und anders-handeln hat. Das WISSEN um ihre Andersartigkeit beruhigt auch hier die Betroffenen ungemein. 

Der Begriff "Scanner" geht übrigens auf die amerikanische Autorin Barbara Sher zurück. 

Eine weitere Möglichkeit herauszufinden ob man als hochsensibler Mensch zu den Scanner-Persönlichkeiten zählt ist, sich detailliert aufzuschreiben für welche Dinge man sich ganz genau interessiert. Höchstwahrscheinlich werden es eine ganze Menge einzelner Dinge, Talente, Fähigkeiten oder Projekte sein. 

Eine Scanner-Persönlichkeit darf man niemals zwingen sich selbst in seinen Möglichkeiten zu beschneiden und das eigene Selbst einzuschränken. Ein vielbegabter Scanner kann sich nicht auf nur eine Sache spezialisieren und konzentrieren. Das würde einen solchen Menschen kreuzunglücklich machen. 

Ihr volles Potenzial KANN eine vielbegabte Scanner-Persönlichkeit nur DANN entfalten, wenn man sie genauso sein lässt wie sie ist. Das gilt auch für Scanner-Kinder. Die ja erst einmal ihre volle Persönlichkeit möglichst ungestört und frei von unnötigen Begrenzungen entwickeln müssen. 


Hochsensibilität und außergewöhnliche Emotionalität

Hochsensibilität außergewöhnliche Emotionalität

Sensibilität an sich ist nicht gleichzusetzen mit Emotionalität. Denn Gefühle und Emotionen besitzt jeder Mensch. Sensibilität eben NICHT. Es gibt sehr viele Menschen die in keiner Weise sensibel sind. Weder dass sie auf äußere Reize mit der völligen Überforderung und Überreizung all ihrer Sinne reagieren, so wie es bei Hochsensibilität der Fall ist, noch dass sie eine rein emotionale Sensibilität in sich tragen. 

Und wenn ein Mensch auf irgendetwas mit außergewöhnlicher Emotionalität reagiert, ist das wieder etwas vollkommen anderes. 


Sensibilität = Besondere, bis hin zur extremen Über-Empfindsamkeit aller Sinne 

Emotionalität = Gemütsbewegung (Ausdrucksverhalten), Charaktereigenschaft


Wenn ein Mensch daher extrem emotional ist, ist er noch lange nicht hochsensibel. Hochsensible Menschen sind aber im allgemeinen äußerst gefühlsbetont. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Emotionen auch nach außen hin zeigen. Allerdings gibt es sehr wohl außergewöhnlich emotionale Menschen unter den Hochsensiblen. 

Rein emotional sensible Menschen wiederum sind – was ihr innerstes Seelenleben betrifft - bis ins extreme verletzbar. 

Sind Sie außergewöhnlich emotional...? Anhand folgender Fragen können Sie das für sich definieren:

  • Können Sie Ihr Temperament nur schwer zügeln?
  • Können Sie Ihre positiven wie negativen Gefühle und Emotionen schlecht kontrollieren und zurückhalten?
  • Reagieren Sie beispielsweise bei Kritik an Ihrer Person oder an Ihren Handlungen leicht über, und lassen Ihren Emotionen dann lautstark freien Lauf?
  • Jubeln Sie laut wenn Sie sich über etwas freuen?
  • Zeigen Sie überschwänglich Ihre Liebe? 
  • Werden Sie schnell laut oder sogar nach außen hin aggressiv bei Wut, Ärger, Frust?
  • Werden Sie laut wenn Sie etwas voller Begeisterung und Enthusiasmus erzählen?
  • Beschweren Sie sich lautstark wenn Ihnen irgendetwas nicht passt?
  • Haben Sie den Hang aktiv und heftig zu streiten?
  • Lieben Sie lautstarke und leidenschaftliche Diskussionen? 
  • Lachen Sie gerne laut und aus tiefstem Herzen?
  • Appellieren Sie voller Begeisterung Ihre inneren Überzeugungen und persönlichen Meinungen nach außen?
  • Machen Sie aus winzigen Kleinigkeiten gerne richtige Dramen? 
  • Zeigen Sie gerne intensiv Ihre Gefühle und Emotionen nach außen? 
  • Reagieren Sie intensiv bis heftig emotional bei entsprechenden Filmen, Erlebnissen, Ereignissen, Erzählungen, Medienberichten?
  • Regen Sie sich tierisch auf, wenn andere Menschen über etwas anderer Meinung sind als Sie selbst?
  • Werden Sie laut beim telefonieren, wenn Sie enthusiastisch etwas erzählen?
  • Wie empfinden Sie selbst Ihre Gefühlsausbrüche? Stören Sie sich selbst daran oder suggerieren Ihnen andere Personen von außen, dass Sie Ihre Emotionen besonders stark und intensiv ausleben?

                   
                                                                       © Iris Fischer – sensible-seele.net 

Diese Merkmale sind lediglich als Anhaltspunkte für eine eventuelle außergewöhnliche Emotionalität zu verstehen. Sie stellen keine „Diagnose“ dar! Wenn allerdings einige oder auch viele der Punkte sehr intensiv auf Sie zutreffen, dürften Sie außergewöhnlich emotional sein. 

Diese Merkmale können sich sowohl bei Hochsensibilität, als auch bei emotionaler Sensibilität zeigen. Müssen es aber nicht zwangsläufig! 

Denn außergewöhnliche Emotionalität ist eben auch Sache der Persönlichkeit und des individuellen Charakters. 

Auch wenn ein Mensch nach außen hin KEINE Gefühle und Emotionen zeigt, bedeutet das noch lange nicht, dass dieser Mensch nicht sensibel ist oder keine Gefühle und Emotionen hat. Es gibt tatsächlich Menschen, die können aus unterschiedlichen Gründen ihre sehr wohl vorhandenen Gefühle und Emotionen nicht nach außen hin zeigen. 


Hochsensibilität und Resilienz

Hochsensibilität und Resilienz

Resilienz bezeichnet eine psychische Widerstandsfähigkeit. Man könnte auch sagen, seelische Unverwüstbarkeit als natürlicher Selbstschutz. 

Jeder Mensch trägt Ressourcen in sich. Die er bei Bedarf aktivieren und bewusst nutzen und steuern kann. So ist er in der Lage Krisen zu bewältigen oder auch, sich vor den Auswirkungen traumatischer Erlebnisse zu schützen. 

Resiliente Menschen besitzen die Fähigkeit, sich selbst so zu regulieren dass sie belastende oder traumatische Erlebnisse psychisch unbeschadet überstehen. Während nicht resiliente Menschen an solchen Ereignissen fast zugrunde gehen können. 

Resiliente Menschen entwickeln sich weiter, da sie in der Lage sind sich zu reflektieren. Und sich letztendlich innerlich selbst zu stärken. Ihr Selbsterhaltungstrieb ist enorm hoch. Sie sind Kämpfernaturen und lassen sich nicht unterkriegen. Sie besitzen Lebensfreude und eine hohe Problemlösefähigkeit. Sie holen aus den widrigsten Umständen des Lebens noch das beste für sich heraus. 

Resilienz lässt sich bewusst trainieren und fördern. 

Hochsensible Menschen sind zwar einerseits äußerst empfindsam und verletzlich, was aber noch lange nicht bedeutet dass sie emotional instabil oder innerlich „schwach“ sind. 

Gerade hochsensible Menschen können emotional und seelisch sehr stabil und innerlich stark sein, wenn sie sich ganz in ihrer eigenen Mitte befinden. Wenn sie also ganz bei sich selbst angekommen sind. Und innere Ruhe und Gelassenheit besitzen. 

Innere Ruhe und Gelassenheit hilft ganz enorm dabei, psychisch deutlich weniger anfällig zu sein, als wenn man sich permanent innerlich nervös, gestresst, ängstlich, unsicher und angespannt fühlt. Und man sich dadurch als innerlich schwach empfindet. 

Innere Ruhe und vollkommene Gelassenheit kann man beispielsweise sehr gut mit regelmässiger Meditation erreichen. 

Hohe bis extreme Sensibilität bedeutet NICHT automatisch - emotional, seelisch und psychisch schwach oder labil zu sein! 

Im Gegenteil. 

Gibt es unter den hochsensiblen Menschen äußerst stabile, zähe und widerstandsfähige – also resiliente - Personen. Die von Grund auf wahre Kämpfernaturen sind. Und die sich immer wieder selber aus dem Sumpf ziehen. Da sie eine natürliche, innerlich starke Persönlichkeit besitzen. 

Resiliente Menschen besitzen die Fähigkeit in Stresssituationen so zu reagieren, dass ihre seelische und psychische Gesundheit dadurch keinen Schaden nimmt. Sie können sich selbst kontrollieren und Lösungsorientiert denken und handeln. 

Eine hohe Resilienz hilft enorm dabei sich selbst seelisch, psychisch und emotional zu heilen. 

Resilienz bedeutet auch, Möglichkeiten für sich zu finden, gut für sich selbst zu sorgen und sich selbst innerlich zu stärken. 

Resiliente Menschen glauben an das Gute im Leben und geben die Hoffnung nicht auf. Sie sehen in allem einen gewissen Sinn, hinterfragen die Dinge und nutzen all ihre vorhandenen hochsensiblen und auch hochsensitiven Fähigkeiten. Die absolut hilfreich sind, um die eigene Resilienz zu stärken. Aufgrund der überaus feinsinnigen und hoch komplexen Wahrnehmungsfähigkeit, die hochsensible und hochsensitive Menschen natürlicherweise in sich tragen. 

Resilienz ist genau wie Hochsensibilität. Eine oft noch geschlossenen Knospe, die man ganz bewusst zur entfalteten Blüte in all ihrer wunderbaren Schönheit und Pracht bringen kann. 

Dies bedeutet für Sie als hochsensibler Mensch eine wohldosierte und bewusste Selbst-Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Selbstliebe. 

   

Hochsensibilität und Spiritualität

Hochsensibilität und Spiritualität

Hochsensible und hochsensitive Menschen besitzen oft einen Hang zum mystischen. Zum rational unerklärbaren. Zum übernatürlichen. 

Sie interessieren sich für alle möglichen Dinge die mit dem Verstand nicht erfassbar und erklärbar sind. Auch besitzen sie oft mediale Interessen und Fähigkeiten. 

Spirituell ausgerichtete Menschen interessieren sich für philosophische Dinge, Reinkarnation oder metaphysische Fragen. Sie beschäftigen sich mit Sinn- und Seins-Fragen. 

Hochsensible Menschen sind oft auf der Suche. 

Auf der Suche nach Wahrheit. Auf der Suche nach Antworten. Auf der Suche nach Stille. Auf der Suche nach dem passenden Glauben. Auf der Suche nach Liebe. Auf der Suche nach Glück. Auf der Suche nach innerer Zufriedenheit. Auf der Suche nach Entspannung. Auf der Suche nach der richtigen Lebensstrategie. Auf der Suche nach sich selbst. Auf der Suche nach ihrer inneren Mitte. 

Die absolute Wahrheit gibt es nicht. Da sie immer sehr subjektiv zu sehen ist. Denn der eine Mensch glaubt an dieses, ein anderer an etwas anderes. Und oft bleibt einem das Leben gewisse Antworten schuldig. Wirkliche Stille ist in unserer heutigen lauten Welt sowieso schwer zu finden. Alles andere ist erlernbar. 


Unterschieden werden bei der Spiritualität drei Dinge


  • Erstens Sie befinden sich noch auf der Suche nach spirituellen Dingen, die sich passend, richtig und stimmig für Sie persönlich anfühlen
  • Zweitens Ihr Glaube an etwas bestimmtes 
  • Drittens Ihre Überzeugung, die passende Richtung der Spiritualität für sich gefunden zu haben und diese Überzeugung auch zu leben


Auch wenn Sie überhaupt nicht an spirituelle Dinge glauben, weil vielleicht Ihr Verstand immer wieder dazwischen haut, ist das nicht schlimm. 

Das ist vollkommen in Ordnung. Denn Spiritualität ist ja wie gesagt nichts anderes als eine ganz persönliche innere Überzeugung. 

Sobald Sie Ängste oder Zweifel in sich spüren was Spiritualität an sich betrifft, können Sie sich selbst hinterfragen warum Sie Ängste oder Zweifel plagen. Und was sie Ihnen sagen wollen. Warum Sie vielleicht nicht an spirituelle Dinge glauben können. Obwohl diese tatsächlich existieren. Auch für Ihr 'nicht glauben können' gibt es ja immer Ursachen und Gründe. 

Das 'nicht glauben können' an spirituelle Dinge kommt oft bei Menschen vor, die sehr in ihrem Verstand verhaftet sind. 

Die also Kopf-Entscheidungen treffen und nicht auf ihre Intuition, auf ihr Herz und auf ihre Seele hören (können). Die sich selbst sozusagen nicht erlauben an spirituelle Dinge zu glauben. Da sie für alles eine rationale Erklärung haben. 

Was aber nichts mit deren Sensibilität zu tun hat. 

Denn es gibt auch extrem sensible Menschen die sich absolut in ihrem Kopf befinden. Und ihre Gefühle aus purer Angst einfach nicht zulassen können. 

Spiritualität zu leben bedeutet, sich Höherem zu öffnen. 

Dabei kann es auch passieren, dass hochsensible und hochsensitive Menschen mit einem Mal spirituell „aufwachen“ aus ihrem bisherigen "Dornröschenschlaf" und so einen gewaltigen Quantensprung in ihrer persönlichen Weiterentwicklung machen. 

Spirituelles 'aufwachen' bedeutet im Grunde einzig und alleine, dass sich Ihr sensibles Bewusstsein öffnet und erweitert. 

Das bedeutet, Sie nehmen die Dinge, das Leben an sich und sich selbst einfach noch feiner, detaillierter und intensiver wahr. Ihnen werden dann mit einem Mal Dinge oder Fähigkeiten an sich selbst bewusst, die Ihnen vorher in der Weise noch nicht klar waren. Die vielleicht aber in Ihrem Unterbewusstsein schon lange vor sich hin geschlummert haben. Ihre Prioritäten verschieben sich. Es werden Ihnen Dinge unwichtig, die Sie bisher als wichtig für sich erachtet haben. 

Das Leben geht in diesem Fall vollkommen normal weiter. Sie denken, fühlen und handeln nur sehr viel bewusster. Und hinterfragen die Dinge und Ihr bisheriges Leben noch viel mehr als Sie es vorher eh schon getan haben.

Hochsensible und hochsensitive Menschen hinterfragen sowieso von Grund auf die Dinge. 

Spiritualität an sich gibt Ihrem Leben einen Sinn. Eine Richtung. Sie haben etwas an dass Sie sich festhalten können. An Ihrem spirituellen Glauben und an Ihren spirituellen Überzeugungen. Das gibt Ihnen Sicherheit. 

Wovon ja hochsensible und hochsensitive Menschen oft eine ganze Menge für sich brauchen. 

Spirituell ausgerichtete Menschen leben sehr viel bewusster und haben per se einen ausgeprägten Hang zur Natur bzw. zu natürlichen Dingen. 

Wichtig ist in jedem Fall immer, dass Sie sich mit Ihrer persönlich gelebten Spiritualität vollkommen identifizieren können. 

Dass Sie sich mit Ihrem spirituellen Glauben wohl fühlen. Dass Sie überzeugt sind, die passende spirituelle Richtung für sich gefunden zu haben. Denn nur so können Sie wahrhaft authentisch sein. 


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Bei all den vielen Dingen die einen hochsensiblen Menschen beschäftigen, denken Sie immer daran dass es in jedem Fall auch andere Hochsensible gibt. Und Sie nicht alleine mit Ihrer Empfindsamkeit sind. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Urteilsvermögen! Ihre Intuition wird Sie führen. 

Herzlichst, Ihre Iris Fischer 


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