Kraftvoll lieben & authentisch leben                                                                                                                             Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                                     Seelenpartner & Dualseelen

"Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
Julie Jeanne de Lespinasse 

Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur

"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" - Aristoteles

Hochsensibilität das besondere Geschenk der Natur


Den Augenblick genießen...die Seele streicheln lassen...wortlos sein...fühlen...raus aus dem Alltag... innehalten...staunen...die kleinen Dinge wahrnehmen...sich von einem Lächeln verzaubern lassen...die Welt in all ihren (Farb-) Nuancen sehen...das heißt sensibel sein...


Sind Sie hochsensibel?

Als hochsensibler Mensch besitzen Sie ein kostbares & wertvolles Geschenk der Natur. 

Die Facetten der Hochsensibilität bestehen aus vielen verschiedenen Nuancen. Und zeigen sich bei jedem sensiblen Menschen anders. 

Mit allen hochsensiblen Sinnen wird permanent ZUVIEL gespürt, ZUVIEL wahrgenommen und ZUVIEL in sich aufgenommen. Und das ohne jegliche natürliche Filterfunktion. 

Oft schlummert diese ganz besondere Begabung unbewusst viele Jahre lang in Ihnen. Bis Sie sie bewusst entdecken. Hochsensibilität ist oft wie eine noch geschlossene Blüte. All Ihre Begabungen, Fähigkeiten und Talente müssen freigelegt werden, um sie zu entfalten. Und sie somit zu ihrer wahren Schönheit und Geltung zu bringen. 

Hier auf dieser Seite finden Sie viele Informationen über Hochsensibilität und die zusammenhängenden Themen. 

Über die hochsensible & hochsensitive Wahrnehmung & Intuition können Sie unter Hochsensitivität ausführliche Informationen lesen...



                                                   Zu den 'Sensible Seele' Tests: 

         Sind Sie hochsensibel, emotional sensibel, außergewöhnlich emotional oder hochsensitiv?



Hochsensibilität als eine von der Natur geschenkte Gabe & Begabung

Hochsensibilität als Geschenk und Gabe der Natur

Viele hochsensible Menschen sehen ihre eigene Hochsensibilität erst einmal nicht als Gabe, sondern nehmen diese Sensibilität als sehr anstrengend und somit als negativ wahr. Für diese Menschen ist ihre Hochsensibilität eher eine Belastung, als ein Segen oder gar ein Geschenk der Natur. Den großen Vorteil den die Hochsensibilität mit sich bringt, wollen oder können viele erst einmal überhaupt nicht sehen. Sehr oft ist es aber so, dass sie trotzdem oder gerade deswegen eine sehr große Erleichterung verspüren, wenn sie endlich einen Begriff für ihr „Anders-sein“ gefunden haben. Was eigentlich sehr einfach zu erklären ist: Sobald man etwas definieren kann, fühlt man sich sofort sehr viel wohler in seiner Haut. Weil man weiß, man bildet sich dieses „Anders sein“ nicht ein, sondern es ist eben einfach so dass man aufgrund seiner Hochsensibilität anders ist als andere – nicht sensible – Menschen. 

Als hochsensibler Mensch hat man sehr viele Vorteile gegenüber nicht sensiblen Menschen. Eben weil die eigene Wahrnehmung so fein und intensiv ist. Man hat dieses Gespür für andere Menschen, aufgrund einer besonders stark ausgeprägten Intuition und Empathie. Man kann sofort einschätzen welchen Menschen man vor sich hat. Und ob dieser Mensch einem gar gut oder böse gesonnen ist. 

Als Gabe sollte man Hochsensibilität deshalb sehen, weil man situationsbedingt immer genau spürt was gerade Sache ist. Wenn man sich selber genau kennt und auf seine Intuition achtet und auf sie hört, wird man normalerweise die passenden Entscheidungen für sich treffen. Und weil man ja spürt welchen Menschen man da vor sich hat, wird man immer entsprechend auf den anderen reagieren und zugehen können.

Es ist also essentiell für das eigene Wohlbefinden, dass man seine Hochsensibilität als das anerkennt und akzeptiert was sie ist, nämlich ein ganz besonderes Geschenk der Natur. Gerade im Umgang mit anderen Menschen bringt das enorm viele Vorteile. Wenn man dazu allerdings erst einmal nicht in der Lage ist, ist das nicht schlimm. Immerhin ist es auch nicht einfach, mit dieser intensiven Wahrnehmung und der ständigen Reizüberflutung oder mit seinen intensiven und überquellenden Gefühlen leben und umgehen zu müssen. Das muss man erst einmal für sich selber lernen. Noch dazu – desto älter man ist, wenn man erfährt dass man eigentlich schon sein Leben lang zu den hochsensiblen Menschen gehört. Im Rückblick gesehen, klärt sich dann so manches auf. Und höchstwahrscheinlich wird man einige Aha-Erlebnisse bekommen, wenn man sich mit seiner Hochsensibilität und seiner gelebten Vergangenheit auseinandersetzt.

Wirklich wichtig ist nur, dass man sich regelmässig seine persönliche Auszeit nimmt um sich wieder zu regenerieren und zu entspannen. Es ist als hochsensibler Mensch unabdingbar, die ständige Reizüberflutung mit Ruhe und Entspannung zu kompensieren.

Stille kann etwas so herrliches und schönes sein. Gerade bei der heutigen Lärmverschmutzung der Umwelt. 

Man kann lernen seine Hochsensibilität zu akzeptieren und sie als positiv in sein Leben zu integrieren. Eigentlich ist es unabdingbar für ein möglichst harmonisches und zufriedenes Leben, dass man sein Leben und seinen Alltag nach der Hochsensibiliät ausrichtet. Völlig egal was andere Menschen dabei von einem halten. Das ist nicht relevant. Wichtig ist dabei nur, dass man sich selber wohl fühlt.

Jedenfalls sollte man seine Hochsensibilität nicht verstecken. Denn das hieße ja andererseits, dass man sich für andere verbiegt. Und das wiederum kann einen enorm belasten, wenn nicht sogar auf Dauer seelisch krank machen. Zumindest wird man in höchstem Maße unzufrieden mit sich und seinem Umfeld sein. Und das ist nun wirklich nicht der Sinn dieser besonderen Gabe. Im Gegenteil. Man sollte versuchen das Beste aus sich selbst herauszuholen und das Beste aus sich und seiner Hochsensibilität zu machen. Ein gesundes Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele wird es einem danken.

Sind das nicht "eigentlich" Gründe genug, um Ihre Hochsensibilität als besondere Gabe und somit als Geschenk der Natur zu sehen und nicht als negative Belastung oder gar als Fluch?

Wirklich niemals sollten Sie sich selber einreden oder sich von anderen beeinflussen lassen, dass Sie sich nicht verändern und Ihre individuelle Situation nicht deutlich verbessern können. 

Denn: Sie können! Wenn Sie es nur wirklich wollen. Die besondere Gabe der Hochsensibilität will gelebt werden. Wozu hat man sie schließlich von der Natur erhalten...?!


Die Bedeutung von Hochsensibilität im alltäglichen Leben

Hochsensibilität im Alltag

Als hochsensibler Mensch sind Sie ständig allen möglichen Sinneswahrnehmungen ausgesetzt. Die ein nicht sensibler gar nicht bemerkt. Als hochsensibler Mensch nehmen Sie Ihre Umgebung ganz anders wahr als ein nicht sensibler. Sie spüren die Stimmungen und zwischenmenschlichen Schwingungen, Sie spüren die Befindlichkeit anderer Personen wenn es niemand anderem auffällt, nehmen Feinheiten auf, die ein nicht sensibler Mensch gar nicht bemerkt. Als hochsensibler Mensch haben Sie oft das Gefühl, das mit Ihnen irgendetwas nicht stimmt, da Sie auf äußere Reize ständig sehr sensibel reagieren. Obwohl Sie ansonsten völlig gesund sind. Hochsensibilität ist also keinesfalls eine Krankheit. Sondern lediglich eine Reaktion des Nervensystems auf eine Reizüberflutung. Und somit ein Persönlichkeitsmerkmal. Deshalb sind Sie als hochsensibler Mensch auch oft ruhebedürftig. Und haben das Gefühl sich für eine Weile zurückziehen zu müssen. Das ist nichts schlimmes, denn Ihr Nervensystem braucht diese Ruhe, um sich wieder entspannen zu können.

Für hochsensible Menschen können zum Beispiel Menschenansammlungen zur Qual werden. Auf großen Veranstaltungen und Partys, in Bahnhöfen, Zügen und Flughäfen, im Straßenverkehr, in Wartezimmern beim Arzt, in Fußgängerzonen oder in Einkaufszentren strömen so viele Reize auf Sie ein, dass Sie nach kurzer Zeit anfangen sich unwohl zu fühlen. Und sich wieder nach Ruhe sehnen. Als hochsensibler Mensch spüren Sie alles viel intensiver als nicht sensible Personen. Geräusche, Licht, Gerüche, Wärme und Kälte usw. können als so unangenehm von Ihnen empfunden werden, dass Sie als betroffene Person gezwungen sind, sich aus der Situation zurückzuziehen. 
 
Auch Liebe, Angst, Kummer, Trauer, Konflikte und Krisen werden von Ihnen völlig anders und sehr viel intensiver und komplexer wahrgenommen, als von nicht (hoch-) sensiblen Menschen. 
 
Auch Hochsensibilität und Depressionen hängen oft zusammen bzw. verstärken sich gegenseitig. Dies muss aber sehr differenziert und im Einzelfall mit allen Zusammenhängen aus dem persönlichen Umfeld gesehen werden. 

Häufig auftretende Kopfschmerzen und Migräne können ebenfalls Hochsensibilitätsbedingt sein. Und zwar erstens durch die permanent auftretende Reizüberflutung ebenso, als zweitens auch als Resultat des vielen Nachdenkens und Grübelns bei (Hoch-) Sensibilität und nicht zuletzt drittens durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien. 

Wenn Sie als hochsensibler Mensch unter Druck gesetzt werden, oder Sie sich überfordert und sich einer Situation nicht gewachsen fühlen - sei es beruflich oder privat - kann es sein, dass Sie Höllenqualen leiden. Ein nicht (hoch-) sensibler Mensch reagiert da ganz anders und nimmt alles viel lockerer.

Chronische Müdigkeit und permanente Erschöpfung ist vielen hochsensiblen Menschen sehr bekannt. 

 
Man nimmt an, dass ca. 15% der Bevölkerung hochsensibel ist. Die Meinungen hierüber gehen aber selbst unter Fachkräften stark auseinander. 

 
Wenn man nun davon ausgeht dass ca. 15% der Bevölkerung hochsensibel sind, ist das immerhin eine Zahl von gut 12 000 000 Menschen alleine in unserem Lande. Und viele davon wissen überhaupt gar nichts von ihrer (Hoch-) Sensibilität. 
 
Ein nicht sensibler Mensch kann sich also gar nicht in die Situation versetzen und es nachvollziehen wie es ist, so empfindsam zu sein. Deshalb sollte dieses Thema viel mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden. Damit die Hochsensiblen entspannter leben können. Und die nicht Sensiblen lernen, die Empfindsamkeit anderer zu tolerieren, zu respektieren und vielleicht auch zu akzeptieren.
 
Da hochsensible Personen oft zurückhaltend sind, weil sie sich in bestimmten Situationen erst eingewöhnen müssen, werden sie oft für schüchtern gehalten. Obwohl viele Hochsensible nicht schüchtern, sondern einfach introvertiert sind. 
 
Echte Schüchternheit besitzt andere Ursachen und Gründe. Und hat immer mit Angst, inneren Blockaden, fehlendem Selbstwert und fehlendem Selbstvertrauen zu tun. 
 
Schlafstörungen treten ebenfalls gehäuft bei den hochsensiblen Menschen auf. Da sie abends sehr schwer abschalten können. Einfach weil sie sich gedanklich ständig mit irgendetwas beschäftigen.  Und so nicht entspannen können, um in einen ruhigen Schlaf zu finden.
 
Als hochsensibler Mensch sollten Sie, um mit diesem besonderen Persönlichkeitsmerkmal im täglichen Leben besser umgehen zu können, erst einmal feststellen ob Sie denn tatsächlich zu den hochsensiblen Personen gehören. So können Sie Ihre Zweifel zerstreuen und ausräumen. Ist es definitiv der Fall dass Sie hochsensibel sind, ist es fast unumgänglich Ihren Lebensstil auf die Hochsensibilität auszurichten. Einen passenden Lebensrhythmus für sich zu finden und Ihre Empfindsamkeit in den Tagesablauf zu integrieren. 


Hochsensibilität & emotionale Sensibilität

emotionale Sensibilität

Neben der angeborenen und genetisch geerbten Hochsensibilität gibt es auch die rein emotionale Sensibilität.
 
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich lediglich in den Gefühlen und Emotionen eines Menschen auswirkt. Die typischen körperlich empfundenen Merkmale der echten Hochsensibilität treten hierbei NICHT auf. 

Die rein emotionale Sensibilität bildet sich oft irgendwann im Laufe des Lebens durch eine Übersensibilisierung. Beispielsweise durch erlittene Traumata, massive Enttäuschungen (z.B. in der Liebe durch Trennungen u. ä.) und gravierende Verletzungen der Seele. 

Wobei die Veranlagung zur emotionalen Sensibilität sehr wohl ebenfalls bereits von Geburt an gegeben sein kann. Da es auch hier vorkommt, dass ein oder beide Elternteile oder auch die Großeltern bereits in irgendeiner Form sensibel sind oder waren. 

Durch traumatische Schlüsselerlebnisse bzw. prägende seelische Verletzungen wird die rein emotionale Sensibilität dann entweder ausgelöst und  / oder auch deutlich verstärkt. 

So gesehen ist die rein emotionale Sensibilität einfach eine Facette der (Hoch-) Sensibilität. 

Denn es gibt sowohl hochsensible Menschen die zusätzlich emotional sehr sensibel sind, als auch hochsensible Menschen die rein emotional gesehen eben nicht besonders sensibel sind. Bei denen sich die Sensibilität tatsächlich mehr in den körperlichen Merkmalen auswirkt. 

Die rein emotionale Sensibilität ist hier allerdings nicht gleichzusetzen mit der normalen Emotionalität die in jedem Menschen mehr oder weniger vorhanden ist. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. 

Der Übergang zur posttraumatischen Belastungsstörung kann fließend sein. Allerdings treten bei der echten PTBS diverse weitere sowohl körperliche als auch seelische Symptome auf. Laut Peter A. Levine sind Traumata heilbar. Diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Denn das innere Potenzial für die Heilung emotionaler Schmerzen liegt in jedem Menschen selber. 

Man braucht im Endeffekt nur einen "menschlichen" Spiegel der in einem die sogenannten 'blinden Flecke' des eigenen Seelenlebens hervorholt und berührt. Und sie einem somit spiegelt. Um sie überhaupt wahrnehmen und sehen zu können. Und um so bewusst an sich zu arbeiten. Und sich so zu heilen. 

Hochsensible Menschen die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, können ihre Hochsensibilität als noch sehr viel intensiver und belastender wahrnehmen und empfinden, als ein hochsensibler Mensch der nicht in irgendeiner Form traumatisiert ist. Das können auch Dinge sein die mehrere Generationen zurückliegen. Und die unbewusst von Generation zu Generation immer weitergegeben werden. 

So gesehen wäre in diesem Fall die Hochsensibilität oder rein emotionale Sensibilität tatsächlich durch nicht verarbeitete traumatische Erlebnisse der Vorfahren bedingt. 


Hochsensibilität & außergewöhnliche Emotionalität

Hochsensibilität außergewöhnliche Emotionalität

Sensibilität an sich ist nicht gleichzusetzen mit Emotionalität. Denn Gefühle und Emotionen besitzt jeder Mensch. Sensibilität eben NICHT. Es gibt sehr viele Menschen die in keiner Weise sensibel sind. Weder dass sie auf äußere Reize mit der völligen Überforderung und Überreizung all ihrer Sinne reagieren, so wie es bei Hochsensibilität der Fall ist, noch dass sie eine rein emotionale Sensibilität in sich tragen. 

Und wenn ein Mensch auf irgendetwas mit außergewöhnlicher Emotionalität reagiert, ist das wieder etwas vollkommen anderes. 

 
Sensibilität = Besondere, bis hin zur extremen Über-Empfindsamkeit aller Sinne 

Emotionalität = Gemütsbewegung (Ausdrucksverhalten), Charaktereigenschaft

 
Wenn ein Mensch daher extrem emotional ist, ist er noch lange nicht hochsensibel. Hochsensible Menschen sind aber im allgemeinen äußerst gefühlsbetont. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Emotionen auch nach außen hin zeigen. Allerdings gibt es sehr wohl außergewöhnlich emotionale Menschen unter den Hochsensiblen. 

Rein emotional sensible Menschen wiederum sind – was ihr innerstes Seelenleben betrifft - bis ins extreme verletzbar. 

Außergewöhnliche Emotionalität ist eben auch Sache der Persönlichkeit und des individuellen Charakters. 

Auch wenn ein Mensch nach außen hin KEINE Gefühle und Emotionen zeigt, bedeutet das noch lange nicht, dass dieser Mensch nicht sensibel ist oder keine Gefühle und Emotionen hat. Es gibt tatsächlich Menschen, die können aus unterschiedlichen Gründen ihre sehr wohl vorhandenen Gefühle und Emotionen nicht nach außen hin zeigen. 


Hochsensibilität in Liebe, Beziehung & Partnerschaft

Hochsensibilität in der Liebe

Liebe ist für hochsensible Menschen meist so essentiell wie die Luft zum atmen. Ein hochsensibler Mensch der liebt, lebt diese Empfindungen mit allem was dazugehört meist sehr emotional und intensiv. Wenn in einer Beziehung ein Partner hochsensibel ist und der andere nicht, kann es sehr oft zu Missverständnissen kommen. Die – wenn sie nicht aufgeklärt werden – die Beziehung in hohem Maße belasten können. 

Es kann aber auch sein, dass gerade deswegen ausgesprochene Harmonie zwischen beiden Partnern herrscht. 

Da der hochsensible Partner einen anderen Lebensrhythmus braucht, ist der Partner automatisch dazu gezwungen, immer wieder aufs Neue Rücksicht zu nehmen. Und geduldig und verständnisvoll zu sein. Nicht jeder Partner bringt die nötige Geduld auf, wenn der sensitive Partner ständig gleich beleidigt ist oder bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausbricht. Es gibt Partner die absolutes Unverständnis zeigen wenn der Hochsensible im Sommer die Hitze nicht verträgt, im Winter die Kälte nicht, große Menschenansammlungen oder volle Kneipen lieber meidet – man wird dann ganz schnell als langweilig eingestuft. Obwohl das ganz und gar nicht der Fall ist. Im Gegenteil. Besitzen hochsensible Menschen ein äußerst reichhaltiges und faszinierendes Innenleben. Man ist eben nur gezwungen einen anderen Lebensrhythmus einzuschlagen. Das hat mit langweilig sein absolut nichts zu tun.

Wenn sich in einer Ehe oder Beziehung beide Partner als hochsensibel entpuppen sollten, wird es je nach individuellem Charakter und der Situation der Herkunftsfamilien viel Konfliktpotenzial geben. Oder absolute Harmonie. Da jeder der beiden auf die verschiedensten Situationen überempfindlich reagiert. Und es sich natürlicherweise bei beiden unterschiedlich auswirkt, wird es in dieser Partnerschaft automatisch immer wieder Schwierigkeiten geben. Wenn nicht aufeinander Rücksicht genommen wird. Und nicht klar und deutlich definiert wird dass beide hochsensibel sind. Und eben darum beide ihre individuellen Eigenarten haben. Erst wenn definitiv klar ist dass es sich bei beiden um Hochsensibilität oder emotionale Sensibilität handelt, kann an den Schwierigkeiten gearbeitet werden. Und die Beziehung kann harmonischer und entspannter gestaltet werden. 

Die gängige Meinung dass gerade bei zwei hochsensiblen Personen eine Beziehung bzw. Partnerschaft wunderbar funktionieren müsste ist nicht ganz richtig. Die Chance hierbei ist vollkommen individuell. Es kommt dabei auf die Persönlichkeit des jeweiligen Partners an, den Charakter und die jeweilige Herkunftsfamilie. Ob man in seinem Leben gelernt hat mit Konflikten umzugehen und sie sinnvoll und adäquat zu lösen. Dazu kommen noch  Faktoren wie zum Beispiel, wie kompromissfähig jeder der Partner ist und wie achtsam und liebevoll man grundsätzlich miteinander umgeht. 

Wenn die Grundpfeiler für eine erfüllende und funktionierende Beziehung und Partnerschaft vorhanden und stabil genug sind, können letztendlich beide Konstellationen ganz wunderbar zusammen harmonieren.

Hochsensible und auch rein emotional sensible Menschen sind zu sehr tiefen und intensiven Gefühlen fähig. Wenn sie einmal lieben, dann normalerweise sehr konstant. Sie spüren alles was in ihrem Partner vorgeht. Nehmen leider aber auch vieles zu persönlich. Oder beziehen eine Veränderung der Stimmung und der Laune des Partners sofort auf sich. Obwohl die jeweiligen Gefühle, Emotionen und Gedanken des Partners vollkommen andere Gründe und Ursachen besitzen. Und mit der Beziehung an sich so überhaupt nichts zu tun haben. Hier wird vom hochsensiblen Partner dann oft so lange nachgebohrt und nachgehakt, bis die Geduld des nicht sensiblen Partners an ihre Grenzen kommt. Vom nicht sensiblen Partner wird dann viel Verständnis notwendig sein, um es nicht zu vollkommen unnötigen Streitereien oder gar zur Eskalation kommen zu lassen. Hochsensible haben in der Beziehung ein hohes Sicherheitsbedürfnis, um sich wirklich geborgen und wohl zu fühlen. Vertrauen zum Partner ist hier extrem wichtig. Da hochsensible Menschen sehr leicht misstrauisch werden können, wenn im Verhalten des Partners vermeintlich etwas im Argen liegt. 

Ein besonders achtsamer Umgang mit der Sexualität ist für hochsensible Menschen von immenser Bedeutsamkeit. 

Ein hochsensibler Mensch der wirklich liebt, tut dies sehr tief und intensiv. Sehr  schnell kann er sich dabei in seinen eigenen Gefühlen verlieren. Gerade hier ist es enorm wichtig seine eigenen Grenzen sehr genau zu kennen. Und auch ganz bewusst darauf zu achten. Ein falsches Wort im absolut falschen Moment kann bei einem hochsensiblen und auch rein emotional sensiblen Menschen Welten zerstören. Er fühlt dabei den emotionalen Schmerz der Enttäuschung und seelischen Verletzbarkeit - der bis hin ins extreme gehen kann - bis ins innerste Mark. Und es kann sehr lange dauern bis er diesen emotionalen Schmerz wieder überwunden hat. Wirklich vergessen wird er eine solche seelische Verletzung aber nicht. 

Sinnlichkeit, Hingabe, Innigkeit, echte Nähe und Intimität ist für hochsensible Menschen enorm wichtig. Und sie genießen genau dies sehr. 

Kuscheln und vom geliebten Menschen berührt und begehrt zu werden ist essentiell für Hochsensible. 

Braucht der Partner oder die Partnerin weniger Nähe, Zärtlichkeit, Berührungen, Kuscheln, Umarmungen oder Sex und der Hochsensible fühlt sich nicht genügend beachtet und gesehen, kann das eine große seelische Belastung für ihn darstellen. Sehr schnell kann sich dann das stark empfundene Gefühl einstellen, nicht begehrenswert zu sein. Was die Beziehung nachhaltig belasten kann. 

Auch kann es sich für nicht sensible oder rein emotional sensible Partner "bedrohlich" anfühlen, wenn der hochsensible Partner jegliche ihrer Stimmungen, Launen und Gefühlsschwankungen wahrnimmt, und in ihnen liest wie in einem Buch. Und ihm nichts was sie denken oder fühlen verborgen bleibt. 

In einer erfüllenden und alle Sinne befriedigenden Sexualität sind hochsensible Frauen wie Männer gleichermaßen auf der Suche nach inniger Verbundenheit mit dem Partner/der Partnerin, Verschmelzung auf allen Ebenen des sensiblen Seins und gemeinsam "Eins" zu sein. Sexualität ist Energie - eine überaus kraftvolle Energie, wenn sie vollkommen frei fließen darf - und diese kraftvolle Energie will gerade bei hochsensiblen Menschen sehr achtsam in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Sich ihrer individuellen Bedürfnisse in Bezug auf eine gesunde und erfüllende Sexualität bewusst zu sein, ist essentiell für hochsensible Menschen. Sex ohne Liebe geht auch für viele - gerade sensible - Männer nicht. 

Während unsere Welt absolut übersexualisiert ist, ist es für Hochsensible ein vollkommen normales Grundbedürfnis, wahrhaftig geliebt, gewollt und begehrt zu werden. 

Hochsensible zelebrieren ihre sinnlichen Gefühle und die Lust voller Genuss. Sie lieben die Liebe. Und sie lieben die Sinnlichkeit...

 

Die hochsensiblen Sinne

Hochsensibilität und Sinne

Hochsensible Menschen haben es wahrlich nicht leicht. Ständig müssen sie mit der alltäglichen Reizüberflutung fertig werden die sie von überall her an allen Ecken und Enden anspringt: Düfte und Gerüche, nervende und quälende Geräusche, Lichtempfindlichkeit, Temperaturunterschiede, Menschenansammlungen, Nachrichten, Straßenverkehr, Stimmengewirr, Gefühle, Stimmungen und Schwingungen von anderen Menschen usw...

All ihre Sinne werden also permanent gefordert und überfordert. Ständig müssen die vielfältigen Eindrücke nach wichtigem und unwichtigem gefiltert und sortiert werden. Was aber nicht bewusst passiert, sondern das sind automatisierte innere Prozesse die da stattfinden. Und das oft innerhalb Sekunden oder Minuten. Was natürlich einen hochsensiblen Menschen überaus anstrengt. 

Oft sind es nur winzige Nuancen, die entscheiden ob ein hochsensibler Mensch sich gerade wohl oder unwohl fühlt. 

 

Schließlich und endlich besitzt der Mensch nicht nur die üblichen fünf Sinne die schon Aristoteles beschrieben hat:

 

  • die visuelle Wahrnehmung der Augen - das Sehen
  • die taktile Wahrnehmung der Haut - das Fühlen
  • die gustatorische Wahrnehmung der Zunge - das Schmecken
  • die auditive Wahrnehmung der Ohren - das Hören
  • die olfaktorische Wahrnehmung der Nase - das Riechen

 

sondern nach der Sinneslehre von Rudolf Steiner insgesamt zwölf Sinne. Nachfolgend die restlichen sieben Sinne: 

 

  • der Lebenssinn (die Tiefensensibilität - die eine bestimmte Wahrnehmung aus dem Körperinneren bezeichnet wie die Schmerzempfindung)
  • der Temperatursinn (das Erkennen und Wahrnehmen von Wärme und Kälte)
  • der Gleichgewichtssinn
  • der Eigenbewegungssinn (wir spüren unsere eigenen Bewegungen und nehmen sie wahr)
  • der Sprachsinn (das Erfassen des seelischen Ausdruckes in Lauten und Mimik und Gestik - Anfang der Empathie)
  • der Gedankensinn (Weiterführung der Empathie) 
  • der Ichsinn, der die Fähigkeit bezeichnet, nicht nur das eigene Ich, sondern auch das Ich von anderen wahrzunehmen

 

Die Wahrnehmung und das Zusammenspiel all dieser Sinne läuft bei hochsensiblen Menschen noch sehr viel differenzierter, intensiver und komplexer ab als bei den nicht Sensiblen. Und vielleicht wird das Bild jetzt schon ein bisschen klarer warum sich ein hochsensibler Mensch ständig gestresst, müde, erschöpft (auch vom vielen Grübeln und Denken) und überfordert fühlt. 

Dazu kommen noch die intensiven eigenen Gefühle und Emotionen. Mit denen ein hochsensibler Mensch auch erst einmal fertig werden muss. 

Wobei in jedem Fall unterschieden werden muss zwischen positivem Stress und negativem Stress! Positiver Stress kann - auf andere Art und Weise - genauso anstrengend sein wie negativ empfundener Stress. 

 

Man könnte die Reizüberflutung bei Hochsensibilität auch als permanenten "Stress der Sinne" bezeichnen...     © Iris Fischer - sensible-seele.net 


Hochsensibilität & Bilderdenken

Hochsensibilität & Bilderdenken

Imagination ist die Fähigkeit in Bildern zu denken...

Stellen Sie sich eine grüne Wiese vor. Wie genau sieht sie aus? Wie groß ist sie? Wie ist das Umfeld der Wiese? Gehen Sie gedanklich über Ihre Wiese - gehen Sie barfuss oder mit Schuhen? Können Sie bequem laufen oder ist das Gras so hoch dass Sie kaum durchkommen? Wie fühlt das Gras sich an? Welcher Duft liegt in der Luft? Wie riecht das Gras? Ist es trocken oder nass? Wie ist das Wetter? Was sehen Sie oder wer/was begegnet Ihnen? Welche Jahreszeit ist es? Ist es kalt oder warm? Ist es still und ruhig oder laut? Gibt es störende Geräusche? Wie fühlen Sie sich? Ist Ihnen wohl oder unwohl? Welche Emotionen löst Ihre Wiese bei Ihnen aus? Fließt ein Gewässer durch die Wiese? Gibt es andere Menschen, Tiere, Blumen, Bäume usw.? Gibt es Wege oder Hindernisse? Wo führt die grüne Wiese Sie hin?

                                                                 © Iris Fischer - sensible-seele.net  


Denken in Bildern kommt häufig bei hochsensiblen Menschen vor.  

Sie benutzen hauptsächlich das räumlich-visuelle Denken. Im Gegensatz zum auditiv-sequenziellen Denken bei nicht sensiblen Personen. 

Wenn Sie in Bildern denken, kommt es Ihnen vielleicht bekannt vor, dass Sie sich tatsächlich schwer tun die Bilder die Sie vor Ihrem inneren Auge sehen, in Worte umzuwandeln. Wenn Ihnen beispielsweise etwas erzählt wird oder wenn Sie etwas lesen, sehen Sie das aufgenommene sofort in inneren Bildern vor sich. Und wenn Sie etwas gefragt werden, fällt es Ihnen schwer, sofort darauf zu antworten. Da Sie Ihre Antwort zwar in inneren Bildern vor sich sehen, diese aber erst einmal in Worte und in passenden Text umwandeln müssen. 

Das kann auf andere Menschen die natürlich nicht wissen dass sie einen Bilderdenker vor sich haben, dann so wirken als ob Sie als Bilderdenker die Antwort nicht wissen. Derweil überlegen Sie krampfhaft, wie Sie so schnell wie möglich eine passende Antwort in Worten formulieren.

Dasselbe gilt wenn Sie jemandem etwas bestimmtes erzählen wollen. Sie sehen zwar die inneren Bilder vor sich, wissen auch ganz genau was Sie erzählen möchten - tun sich aber schwer die passenden Worte dafür zu finden. Damit das Gegenüber auch versteht was Sie ihm sagen wollen. 

Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen. Sie gehen zum Bäcker und sehen vor Ihrem inneren Auge eine leckere Laugenstange mit groben Salzkörnern vor sich. Als Sie von der netten Verkäuferin gefragt werden was Sie denn haben möchten, sagen Sie dass Sie gerne eine Laugenstange hätten. Worauf Sie auch eine Laugenstange erhalten. Dann aber bemerken Sie, dass die Verkäuferin Ihnen zwar die gewünschte Laugenstange gegeben hat, aber ohne die groben Salzkörner die Sie vor Ihrem geistigen Auge zwar gesehen, aber dies nicht ausdrücklich in Worten formuliert haben. Da Sie automatisch davon ausgegangen sind, dass die Verkäuferin genauso denkt wie Sie. Und Ihnen deshalb auch eine Laugenstange mit grobem Salz verkauft. Jetzt liegt es an Ihnen, dieses Missverständnis aufzuklären. Und genau die Laugenstange mit groben Salzkörnern zu bekommen, die Sie auch vor Ihrem inneren Auge gesehen haben. 

Genauso kommt es dann zu Missverständnissen. Und zwar nicht nur in solchen, sondern auch in vielen anderen Situationen. Das Bilderdenken kann also unbewusst und ohne Absicht der Grund dafür sein, wenn zwei Menschen aneinander vorbeireden. Weil der eine nicht verstehen kann, was der andere denn genau sagen möchte. 

Wenn Sie allerdings wissen dass Sie ein Bilderdenker sind, können Sie das zumindest nahestehenden Personen erklären. So dass diese Personen dann nicht fälschlicherweise der Meinung sind, dass Sie irgendwie "zu doof" oder unwissend sind, Dinge zu erklären. Sondern dass Sie einfach eine andere Art des Denkens benutzen. 

Wenn Sie das mit Humor nehmen und einfach explizit betonen: "Du, ich suche gerade nach den passenden Worten, weil ich das was ich dir erzählen möchte zwar in Bildern vor mir sehe, aber ich muss das erst in Text umformulieren." Dann wird Ihr Gegenüber als nahestehender Mensch der Sie ja mag und der Sie nicht verletzen will, dann höchstwahrscheinlich ebenfalls schmunzeln und Ihnen selbstverständlich geduldig die Zeit geben die richtigen Worte zu finden. 

Solange Sie allerdings nicht wissen dass Sie in Bildern denken, und der überwiegende Teil der Menschheit tatsächlich nicht in Bildern denkt, wundern Sie sich höchstwahrscheinlich über sich selber. Weil Sie ja merken dass Sie sich schwer tun, bestimmte Dinge die Sie definitiv wissen und in inneren Bildern ja ganz deutlich vor sich sehen, in die passenden Worte zu kleiden. Ihnen ist dabei aber nicht klar warum das so ist. 

Die Menschen die das räumlich-visuelle Denken benutzen - als in Bildern denken, sind tatsächlich in der großen Minderheit. Wenn Sie also hochsensibel sind und in Bildern denken, ist das wirklich eine besondere Gabe die Sie besitzen. Diese Eigenschaft ist nicht selbstverständlich!


Die hochsensible Scanner-Persönlichkeit

Die hochsensible Scanner-Persönlichkeit

Diese multi-talentierten und vielbegabten Talente zeichnen sich durch extreme Neugier und Wissbegierigkeit zu vielen verschiedenen Themen aus. 

Sie nehmen sich viele Dinge auf einmal vor, fangen gleichzeitig mehrere Vorhaben an und wollen möglichst viele Ideen zur selben Zeit umsetzen. Da sie aber nicht in der Lage sind sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren, bleiben viele Dinge liegen und werden nicht zu Ende gebracht. Denn noch bevor sie das eine zu Ende bringen können, findet sich schon das nächste faszinierende und interessante Projekt, auf das sich dann sofort gestürzt wird. 

Scanner setzen sich immer mehrere Ziele auf einmal. Und es fällt ihnen unglaublich schwer, bei nur einer Sache zu bleiben. Was für sie sowieso so gut wie unmöglich ist. Denn es gibt immer wieder neue spannende Dinge zu entdecken. 

Oft passiert es, dass Scanner sich so viele Vorhaben und Projekte vornehmen, dass sie überhaupt nicht mehr wissen wo sie anfangen sollen. Und so bleibt dann vieles erst einmal liegen und wird vor sich her geschoben. 

Entscheidungen zu treffen, fällt Scanner-Persönlichkeiten unheimlich schwer. Und so werden permanent neue Dinge ausprobiert und nichts richtig zu Ende gebracht. Was aber rein überhaupt nichts mit oberflächlichem Interesse für etwas zu tun hat! Sondern es sind einfach zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig spannend. Und möchten parallel beachtet und bearbeitet werden. 

So etwas wie Langeweile kennt eine Scanner-Persönlichkeit nicht. Denn sie weiß sich immer mit irgendetwas zu beschäftigen. 

Der Ideenreichtum und die vielfältigen Interessen nehmen kein Ende. Sie würden am liebsten alles ausprobieren. Sie erleben die Welt bunt und in all ihren schillernden Facetten. Scanner schöpfen immer aus dem vollen. Die Welt ist für sie ein großer Abenteuerspielplatz mit unendlichen Möglichkeiten. 

Die Scanner-Persönlichkeit kann sich nicht auf ein einziges Thema spezialisieren und festlegen. Sie braucht die bunte Vielfalt. Deshalb sind für Scanner auch Berufe ideal, die auf keinen Fall eintönig und "trocken" sind. Sondern die abwechslungsreich sind und ständig neue Herausforderungen mit sich bringen. Die komplex und spannend sind und individuell und inhaltlich gestalterische und schöpferische Freiheit zulassen. 

Leider werden Scanner-Persönlichkeiten oft von ihren Mitmenschen belächelt und nicht wirklich ernst genommen. 

Scanner-Persönlichkeiten wird von außen immer wieder suggeriert dass sie nicht in Ordnung sind so wie sie sind. Eben weil sie sich nicht auf eine einzige Sache konzentrieren können und nicht erst das eine zu Ende bringen, bevor sie dann das nächste anfangen. Für die Scanner-Persönlichkeit selbst ist dieses Verhalten aber vollkommen normal. Denn sie kennt es von sich selbst nicht anders. 

Wenn ein Vielbegabter Mensch in seinen Möglichkeiten eingeschränkt und beschnitten wird und sich nicht entfalten kann, wird er sehr darunter leiden. 

Oft schwirren vielbegabten Scannern so viele neue Ideen in ihren Gedanken herum, dass sie gar kein Land mehr sehen. Geduld gehört nicht zu den Stärken der Vielbegabten. Da sie alles sofort und gleich in die Tat umsetzen wollen. 

Eine Scanner-Persönlichkeit wird immer unter ihrer Vielbegabung leiden, solange sie noch nicht weiß dass sie ein Scanner und multitalentiert ist. Das ist genauso wie ein hochsensibler Mensch verunsichert ist und leidet, solange er noch keine Definition für sein Anders-denken, Anders-fühlen und Anders-handeln hat. Das WISSEN um ihre Andersartigkeit beruhigt auch hier die Betroffenen ungemein. 

Der Begriff "Scanner" geht übrigens auf die amerikanische Autorin Barbara Sher zurück. 

Eine weitere Möglichkeit herauszufinden ob man als hochsensibler Mensch zu den Scanner-Persönlichkeiten zählt ist, sich detailliert aufzuschreiben für welche Dinge man sich ganz genau interessiert. Höchstwahrscheinlich werden es eine ganze Menge einzelner Dinge, Talente, Fähigkeiten oder Projekte sein. 

Eine Scanner-Persönlichkeit darf man niemals zwingen sich selbst in ihren Möglichkeiten zu beschneiden und das eigene Selbst einzuschränken. Ein vielbegabter Scanner kann sich nicht auf nur eine Sache spezialisieren und konzentrieren. Das würde einen solchen Menschen kreuzunglücklich machen. 

Ihr volles Potenzial KANN eine vielbegabte Scanner-Persönlichkeit nur DANN entfalten, wenn man sie genauso sein lässt wie sie ist. 


Hochsensibilität & Hochbegabung

Hochsensibilität & Hochbegabung

Unter den hochsensiblen Menschen gibt es viele hochbegabte und unter den hochbegabten gibt es viele hochsensible Personen. Die gängigen Vorurteile über hochbegabte Menschen sind heutzutage sehr oft immer noch die, dass Hochbegabung automatisch gleichgesetzt wird mit mathematischem Genie und logischem Denken. Genau das ist aber falsch. Mittlerweile steht erwiesenermaßen fest, dass es mindestens neun verschiedene Arten von Intelligenzen gibt. Die sich bei jedem Menschen wieder anders zeigen. 

 Und zwar nach Howard Gardner - Professor für Psychologie an der Harvard University - folgende:

 

  • Visuell - räumliche Intelligenz
  • Logisch - mathematische Intelligenz
  • Sprachlich - linguistische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Musikalisch - rhythmische Intelligenz
  • Körperlich - kinästhetische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonale (soziale) Intelligenz
  • Existenzielle bzw. spirituelle Intelligenz

 

Weiter gibt es noch die...

 

  • Emotionale Intelligenz 
  • Kreative Intelligenz

 

Auch Hochsensibilität ist eine ganz besondere Form der Begabung!

Viele dieser Intelligenzformen sind mit herkömmlichen Intelligenztests überhaupt nicht nachweisbar. Das heißt aber nicht, dass man nicht doch in irgendeiner Form hochbegabt ist. Nur weil ein Test anderes behauptet. Ein solcher Test immer abhängig von der persönlichen Tagesform! Und es gibt nicht nur den IQ - sondern auch den EQ - und der ist meiner Meinung nach, gerade für hochsensible und hochbegabte Personen noch sehr viel wichtiger als nur der IQ. Man sollte sich dabei auch auf sein Gefühl und auf seine Intuition verlassen. Wenn man sich hier - unter Hochsensiblen und Hochbegabten - zuhause und zugehörig fühlt, dann braucht man keinen Intelligenztest. Denn dann dürfte die Situation eindeutig sein. Noch dazu, wenn die Merkmale ganz klar darauf hinweisen. Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass sie in irgendeiner Form hochintelligent oder gar echt hochbegabt sind. Da sie wie ein Uhrwerk ständig funktionieren und es allen anderen recht machen, nur sie selber bleiben dabei auf der Strecke. Etliche werden auch gnadenlos von anderen unterschätzt, da sie nicht mit ihrer hohen Intelligent nach außen hin "hausieren" gehen. Sondern ihr Können und Wissen dann gezielt einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist. 

Hochsensible Menschen fühlen sich sehr oft in unserer "Norm"-Gesellschaft unwohl. Sie fühlen sich nicht zugehörig. Sie haben ihr Leben lang das starke Gefühl anders zu sein als die "Norm". Sie denken, sie wären irgendwie "abnormal", derweil sie einfach nur anders sind. Bei hochsensiblen Personen die zusätzlich noch hochbegabt sind, ist dieses Gefühl oft noch sehr viel intensiver. Dieser subjektiv empfundene Eindruck ist aber nicht richtig. Jeder Mensch hat seine "Dasein-Berechtigung". Egal ob dieser Mensch nun hochsensibel oder zusätzlich noch hochbegabt ist. Jeder Mensch hat seinen Wert. Kein Mensch ist "Nichts"! Nur jeder ist anders. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Und jeder Mensch hat seinen individuellen Platz im Leben. Jede Intelligenz, jede Begabung, jede Fähigkeit, jedes Talent...alles hat seinen Sinn. Denn alles wird irgendwo, irgendwann und irgendwie von irgendjemandem gebraucht. 

Deshalb tut es hochsensiblen und hochbegabten Personen unendlich gut, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun und sich über ihre empfundene "Andersartigkeit" bewusst auszutauschen. Denn diese Menschen können sich gegenseitig Halt und Verständnis geben. Was gerade bei hochsensiblen und hochbegabten Menschen sehr wichtig zu sein scheint. 

Wenn nun ein Mensch hochsensibel und hochbegabt ist, ist er quasi dazu "gezwungen", ein völlig anderes Leben zu führen als ein nicht sensibler und normal begabter Mensch. Denn ein hochsensibler Mensch fühlt sich sowieso schon sehr anders als nicht sensible Menschen und tut sich mit seiner Sensibilität schwer den Alltag unter den vielen nicht Sensiblen zu meistern. Ist nun dieser hochsensible Mensch zusätzlich hochbegabt, werden die alltäglichen Herausforderungen als noch sehr viel schwieriger wahrgenommen. Auch innerhalb einer Beziehung/Partnerschaft oder in der Familie gibt es höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten. Besonders dann, wenn es "gemischte" Beziehungen/Partnerschaften bzw. Familien gibt. Das heißt, wenn  hochsensible und hochbegabte Menschen mit jemandem unter einem Dach leben der nicht sensibel und normal begabt ist oder der zwar ebenfalls hochsensibel aber normal begabt ist. Hört sich kompliziert an? Nein, ist es gar nicht. Es braucht nur ein Quentchen gegenseitiges Verständnis und Toleranz bzw. Akzeptanz. Dann kann das Zusammenleben wunderbar funktionieren. 

Viele hochbegabte Menschen erfahren erst durch besondere Umstände oder per "Zufall" in späteren Lebensjahren von ihrer Hochbegabung. Wenn nun dieser Mensch erst einmal lernen muss mit seiner Hochsensibilität umzugehen und sie in sein Leben zu integrieren, kann das ein Schock sein, wenn man dann erfährt dass man zusätzlich noch hochbegabt ist. Dahinter steckt soviel ungenutztes und nicht gelebtes Potenzial, soviel innere Ressourcen, so viele "schlafende" Fähigkeiten und Talente...

Und all dieses versteckte Potenzial sollte unbedingt ausgegraben, entfaltet und bewusst gelebt werden. Die inneren Ressourcen müssen aktiviert werden, die Fähigkeiten und Talente aufgeweckt und gefördert werden. Aber es lohnt sich tausendmal, wirklich zu sich selbst zu finden um als hochsensibler und eventuell sogar hochbegabter Mensch endlich ein erfülltes und zufriedenes Leben führen zu können. 

Der Weg dahin kann erst einmal sehr steinig und schwierig sein. Aber wenn man es dann geschafft hat, kann man als hochsensibler und hochbegabter Mensch in sich selber ruhen. Man kann endlich genau das Leben führen, dass zu einem passt und dass sich richtig anfühlt. 

Man ist dann vollkommen bei sich selber angekommen. Man fühlt sich in sich selbst zuhause. 


Bei all den vielen Dingen die einen hochsensiblen Menschen beschäftigen, denken Sie immer daran, dass es in jedem Fall auch andere Hochsensible gibt. Und Sie nicht alleine mit Ihrer Empfindsamkeit sind. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Urteilsvermögen! Ihre Intuition wird Sie dabei führen. 


Herzlichst, Ihre Iris Fischer 

 


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