Kraftvoll & authentisch leben                                                                                                                              Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                                                Seelenpartner & Dualseelen             

                    "Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
                  Julie Jeanne de Lespinasse 

Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur

"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" - Aristoteles

Hochsensibilität das besondere Geschenk der Natur


Den Augenblick genießen...die Seele streicheln lassen...wortlos sein...fühlen...raus aus dem Alltag... innehalten...staunen...die kleinen Dinge wahrnehmen...sich von einem Lächeln verzaubern lassen...die Welt in all ihren (Farb-) Nuancen sehen...das heißt sensibel sein...


Sind Sie hochsensibel?

Als hochsensibler Mensch besitzen Sie ein kostbares & wertvolles Geschenk der Natur. 

Die Facetten der Hochsensibilität bestehen aus vielen verschiedenen Nuancen. Und zeigen sich bei jedem sensiblen Menschen anders. 

Mit allen hochsensiblen Sinnen wird permanent ZUVIEL gespürt, ZUVIEL wahrgenommen und ZUVIEL in sich aufgenommen. Und das ohne jegliche natürliche Filterfunktion. 

Oft schlummert diese ganz besondere Begabung unbewusst viele Jahre lang in Ihnen. Bis Sie sie bewusst entdecken. Hochsensibilität ist oft wie eine noch geschlossene Blüte. All Ihre Begabungen, Fähigkeiten und Talente müssen freigelegt werden, um sie bewusst zu entfalten. Und sie somit zu ihrer wahren Schönheit und Geltung zu bringen. 

Hier auf dieser Seite finden Sie viele Informationen über Hochsensibilität und die zusammenhängenden Themen. 



Zu den 'Sensible Seele' Tests: 

Sind Sie hochsensibel, emotional sensibel, außergewöhnlich emotional oder hochsensitiv?



Wie fühlt sich Hochsensibilität eigentlich an?



Der eigene Herzschlag ist spürbar wie ein flatternder Vogel in einem zu engen Käfig. Man spürt wie das Blut in den Adern pulsiert. Die Muskeln verspannen sich. Der Kopf fängt langsam an zu dröhnen und man weiß schon gar nicht mehr, wo man hinschauen soll. Manchmal entwickelt man auch ein „Unwirklichkeits-Gefühl“ in sich. Es gibt so viele Dinge zu sehen. Das Stimmengewirr um einen herum macht einen schier wahnsinnig. Es ist einfach zu viel. Zu laut. Zu viele Eindrücke, die man für sich zu verarbeiten hat. Am liebsten würde man auf der Stelle flüchten. Man wünscht sich einfach nur Stille.

Zu viele Spiegel überall. Das Licht von unzähligen Lampen bricht sich in all diesen Spiegeln und ist viel zu grell – was ein Angriff und eine Herausforderung für überempfindliche Augen ist. Denn die Augen schmerzen von dieser Helligkeit. Man versucht sie zusammenzukneifen um den drohenden Kopfschmerz zu vermeiden. Der Boden ist glatt und rutschig. Das alles fühlt sich unangenehm an. Verschiedenste Gerüche – süße schwere oder blumige Parfums, Schweißgeruch, Essens-Düfte, Putzmittel - provozieren die empfindsame Nase. So dass einem fast übel wird. Man zuckt erschreckt zusammen, wenn neben einem plötzlich jemand laut auflacht oder laut redet, die Leute drängen sich ungeduldig oder rücksichtslos an einem vorbei, man hat keine Ruhe, man wird versehentlich geschubst, man fühlt sich immer gestresster. Von irgendwo her ertönt Hintergrundmusik aus unsichtbaren Lautsprechern. Das kann ebenfalls nervig sein.

Am liebsten würde man laut schreien. Aber man reißt sich zusammen. Versucht tief durchzuatmen. Es will einem nicht so recht gelingen. Die vielen Eindrücke um einen herum bewirken, dass man sich völlig überreizt fühlt. Man versucht wenigstens die störenden Geräusche um sich herum auszublenden, da sie regelrecht in den Ohren weh tun. Was aber auch nicht wirklich gelingt. Der hochsensible Mensch beneidet die anderen (nicht sensiblen) Menschen die scheinbar so unbekümmert den Trubel im Einkaufszentrum geniessen. Es ist einfach alles zu viel.

Man sieht nach rechts und links, betrachtet all die Sachen die da angeboten werden, stöbert hier und da in Kleidung, Büchern, DVD`s und anderen Dingen, überlegt es sich dann aber anders und kauft doch nichts, weil man nicht die Ruhe hat sich für etwas bestimmtes zu entscheiden. Als Hochsensibler ist man gestresst.

Man zieht seine Jacke aus, weil es einem zu warm wird und man sich unwohl fühlt. Nach einer Weile zieht man sie wieder an, weil man friert. Die Luft ist stickig, man kann kaum noch frei atmen. Man fühlt sich absolut unwohl. Man bekommt das Gefühl jeder starrt einen an und bemerkt wie schlecht man sich fühlt. Man hört die anderen Leute lachen, man bekommt mit, wenn jemand sich streitet, es fällt einem auf, wenn jemand besonders glücklich ist. Man fängt jegliche Gefühle und Stimmungen fremder Leute auf.

Das strengt an. Das strengt sogar sehr an.

Ein hochsensibler Mensch atmet erst einmal tief und erleichtert die frische Luft draußen ein, und genießt die wohltuende Ruhe, wenn er aus dem Einkaufszentrum wieder herauskommt. Schließlich dauert es bis zu mehreren Stunden, bis man sich von diesem Einkaufsbummel wieder erholt hat. Schlimmstenfalls leidet man danach unter unerträglichen Kopfschmerzen oder Migräne und ist gezwungen sich zu Hause erst einmal hinzulegen.

Szenenwechsel…

Als hochsensibler Mensch sitzt man in einem riesigen und vollen Restaurant. Wieder das übliche Stimmengewirr, lautes Lachen, Besteck klappert auf den Tellern so dass man immer wieder erschreckt zusammenzuckt, denn dieses Geräusch schmerzt regelrecht in den Ohren. Kellner eilen zwischen den Tischen hin und her um die Bestellungen aufzunehmen und das Essen und die Getränke zu servieren. Es ist viel zu warm. Die Luft ist Duftgeschwängert von allem möglichem. Immer wieder stehen irgendwelche Leute auf, ziehen sich ihre Jacken an und gehen offensichtlich zum Rauchen nach draußen. Der Hochsensible sieht sich um, um festzustellen welche Art von Leuten mit ihm in diesem Restaurant sitzen. Da fallen einem Paare auf die sich nichts (mehr) zu sagen haben, da ist ein verliebtes Paar dass die Köpfe eng zusammensteckt und die ganze Zeit Händchen hält, da sind Gruppen von Leuten die aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommen, da ist die südländische Großfamilie deren Kinder lautstark die Beachtung der Eltern einfordern, da ist eine Gruppe von Freunden die über irgendetwas lautstark diskutiert, da ist die schrille Stimme einer Frau die sich bei ihrem Partner über ihren „nervigen“ Alltag auslässt. Der hochsensible Mensch registriert die Launen der anderen Menschen, welche Art von Kleidung sie tragen, wie sie zueinander stehen, wie sie sich allgemein verhalten usw…

Man sieht sich um, bewundert das Ambiente des Restaurants, prägt sich Einzelheiten ein, fragt sich wie die gesamte sehr üppige und auch sehr schöne Dekoration staubfrei gehalten wird, versucht den Lärm auszublenden, was einem Hochsensiblen aber nicht wirklich gelingen mag, denn man fühlt sich inmitten der anderen unwohl und kann sich nicht entspannen. Die nicht hochsensible Begleitung – Partner bzw. Familie oder Freunde - mit der der hochsensible Mensch zusammen im Restaurant sitzt und der man bestenfalls absolut vertraut, ist entspannt und gelassen. Wenn diese nicht hochsensiblen Menschen verständnisvoll, geduldig und rücksichtsvoll sind, werden sie versuchen die hochsensible Person so gut es geht abzulenken und zu unterhalten. Während dann das Essen genossen wird, und die verschiedenen Geschmacksrichtungen auf der Zunge sehr bewusst wahrgenommen werden, versucht man sich auf seine Zweisamkeit bzw. Familie oder Freunde zu konzentrieren. Was aber bei den vielen Eindrücken nur schwer machbar ist. Es ist alles andere als eine wirkliche Wohlfühlatmosphäre. Zu laut, zu viel los, viel zu viel was der hochsensible Mensch überhaupt so schnell nicht verarbeiten kann. Er fühlt sich einfach fehl am Platz.

So oder so ähnlich geht es sehr vielen hochsensiblen Personen. 

Permanente Überforderung all seiner Sinne. Damit muss der hochsensible Mensch per se erst einmal zurecht kommen. Und umzugehen Lernen. 

Dabei nimmt man an, dass ca. 15% der Bevölkerung hochsensibel ist. Die Meinungen hierüber gehen aber selbst unter Fachkräften stark auseinander. 

Meiner Beobachtung nach kann man von 10 - 15% ausgehen. Sogar eher weniger. Zumindest was eine echte angeborene Hochsensibilität betrifft. 

Wenn man davon ausgeht dass ca. 15% der Bevölkerung hochsensibel sind, ist das immerhin eine Zahl von gut 12 000 000 Menschen alleine in unserem Lande. Und viele davon wissen überhaupt gar nichts von ihrer (Hoch-) Sensibilität.

Dabei ist Hochsensibilität ein Persönlichkeitsmerkmal. Eine angeborene Begabung. Eine Gabe. Und keine Krankheit. Auch keine Einbildung. Angeborene echte Hochsensibilität ist nicht "heilbar" oder therapierbar. 

Für nicht Sensible ist das nur äußerst schwer nachvollziehbar und verstehbar.

Die Folge dieser Anstrengung die vielen Reize zu verkraften und zu verarbeiten sind zum einen, dass der Hochsensible innerlich total unter Strom steht und zum anderen dass der Cortisolspiegel sich unter diesem Stress stark erhöht. Bleibt der Cortisolspiegel über einen längeren Zeitraum auf diesem überhöhten Niveau, kann das die verschiedensten Krankheiten zur Folge haben.

Ein nicht hochsensibler Mensch hat eine vollkommen andere Wahrnehmung der Dinge und solcher Situationen. 

Er kann sich überhaupt nicht vorstellen wie sich das für einen hochsensiblen Menschen anfühlt eine Situation wie diese oder eine ähnliche zu erleben, und auszuhalten. Was natürlich zu erheblichen Konflikten bis hin zu totalem Unverständnis führen kann, wenn ein nicht sensibler Mensch immer wieder „gezwungen“ ist, auf den hochsensiblen Menschen Rücksicht zu nehmen.

Ein ganz anderes Beispiel:

Langsam spaziert man den breiten Waldweg entlang. Man genießt die wohltuende Stille. Die Luft ist klar, sauber und rein. Man hört nur Vogelgezwitscher und den Wind der in den Blättern der Bäume raschelt. Sanft spürt man seinen Hauch auch auf seinem Gesicht. Es ist angenehm mild, die Sonnenstrahlen die es bis auf den Waldboden schaffen verbreiten eine mystische Lichtstimmung. Es duftet nach Moos, Pilzen und frischer Erde. Kleine Steinchen knirschen unter den Schuhen. Irgendetwas kitzelt an der Nase.

Man fühlt sich wohl. Kein Mensch weit und breit. Man ist ganz alleine oder auch zu zweit unterwegs. Eventuell hat man seinen Hund dabei, der immer ein Stück vorausrennt und überall herumschnuppert. Tief atmet man ein und aus und spürt wie man innerlich immer ruhiger wird, immer mehr entspannt. Das Herz schlägt gleichmässig und langsam. Der Puls ist normal.

Man lässt seinen Blick umher schweifen und sieht sich um. Es fällt einem die Löcher oder Risse in den Blättern die an den Bäumen hängen auf, man sieht zwischen den Bäumen oder hohem Gras ein filigranes und kunstvoll gesponnenes Netz einer Spinne – ein Insekt hat sich darin verfangen. Irgendwo klopft ein Specht an den Stamm eines Baumes, Warnrufe von Vögeln werden laut, weil man in ihr Revier kommt und vor einem auf dem Boden liegt eine Nacktschnecke. Weiter weg sind Ameisen zugange. Am Wegesrand entdeckt man kleine Blümchen, ein Schmetterling fliegt durch die Luft, es fällt einem der umgestürzte Baum, und der offensichtlich durch einen Blitzschlag zerspaltene Baumstumpf der noch übrig ist auf. Es duftet nach frischem Holz und Harz. Überall auf dem Waldboden und auf dem Weg liegen Tannen- oder Kiefernzapfen. Im Gebüsch an der Seite raschelt es.

Man lauscht… NICHTS …nur die natürlichen Geräusche des Waldes und der eigene Atem…

Das Grün des Waldes beruhigt ungemein. Der alltägliche Stress fällt mit einem Mal von einem ab. Gelassenheit breitet sich in einem aus. Man fühlt sich ruhig und entspannt. Ein solcher Spaziergang ist einfach nur wohltuend und inspirierend für alle Sinne…

Was für ein gewaltiger Unterschied zwischen diesen geschilderten drei Erlebnissen existiert. Und doch erlebt ein hochsensibler Mensch genau das ständig immer wieder. Im positiven und im negativen Sinne. 

Sei es in einer vollen U-Bahn, am Bahnhof, auf dem Flughafen, bei einem Stadtbummel am Wochenende, im vollen Kino, zur Hauptverkehrszeit oder überhaupt beim Autofahren usw…

Genau dieser Stress ist auch der Grund, warum so viele hochsensible Menschen lieber für sich alleine bzw. in der Natur unterwegs sind. Denn da werden all ihre Sinne geschont und sie können sich entspannen und Kraft und Ruhe tanken.

Dazu kommen noch die mehr oder weniger stark ausgeprägte Intuition sowie die subjektiv empfundenen und als positiv oder negativ ausgelegten, Gefühle und Emotionen eines hochsensiblen Menschen.

Ein hochsensibler Mensch ist den lieben langen Tag damit beschäftigt irgendwie mit den Sinneseindrücken und Reizüberflutungen fertig zu werden die ihm laufend von morgens bis abends begegnen. 

Das tut er nicht bewusst, sondern das sind innere Prozesse die sich ununterbrochen in dem hochsensiblen Menschen abspielen.


  • Ein hochsensibler Mensch muss ständig Eindrücke und Reize nach brauchbarem und unbrauchbarem Filtern
  • Er muss sich ständig von anderen und anderem Abgrenzen
  • Er ist ständig gezwungen bewusst auf sich zu achten


Der Hochsensible muss sich ständig mit seinen intensiven Gefühlen, Wahrnehmungen und Emotionen auseinandersetzen. Und auch mit denen anderer Menschen. Da er ja die Stimmungen und Schwingungen anderer ebenfalls (er)spürt und wahrnimmt.

Das alles ist unglaublich anstrengend für den gesamten Organismus.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass hochsensible Menschen sich oft zurückziehen und alleine sein wollen. Denn sie müssen ja irgendwie ihre inneren Akkus wieder aufladen und den „Stress der Sinne“ und die permanente Reizüberflutung wieder kompensieren. Damit sie für den Alltag wieder fit sind und „funktionieren“ können.


Emotionale Sensibilität



Neben der angeborenen und genetisch geerbten Hochsensibilität gibt es auch die rein emotionale Sensibilität.
 
Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich lediglich in den Gefühlen und Emotionen eines Menschen auswirkt. Die typischen körperlich empfundenen Merkmale der echten Hochsensibilität treten hierbei NICHT auf. 

Die rein emotionale Sensibilität bildet sich oft irgendwann im Laufe des Lebens durch eine Übersensibilisierung. Beispielsweise durch erlittene Traumata, massive Enttäuschungen (z.B. in der Liebe durch Trennungen u. ä.) und gravierende Verletzungen der Seele. 

Wobei die Veranlagung zur emotionalen Sensibilität sehr wohl ebenfalls bereits von Geburt an gegeben sein kann. 

Da es auch hier vorkommt, dass ein oder beide Elternteile oder auch die Großeltern bereits in irgendeiner Form sensibel sind oder waren. 

Durch traumatische Schlüsselerlebnisse bzw. prägende seelische Verletzungen wird die rein emotionale Sensibilität dann entweder ausgelöst und  / oder auch deutlich verstärkt. 

So gesehen ist die rein emotionale Sensibilität einfach eine Facette der (Hoch-) Sensibilität. 

Denn es gibt sowohl hochsensible Menschen die zusätzlich emotional sehr sensibel sind, als auch hochsensible Menschen die rein emotional gesehen eben nicht besonders sensibel sind. Bei denen sich die Sensibilität tatsächlich mehr in den körperlichen Merkmalen auswirkt. 

Die rein emotionale Sensibilität ist hier allerdings nicht gleichzusetzen mit der normalen Emotionalität die in jedem Menschen mehr oder weniger vorhanden ist. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. 

Der Übergang zur posttraumatischen Belastungsstörung kann fließend sein. Allerdings treten bei der echten PTBS diverse weitere sowohl körperliche als auch seelische Symptome auf. Laut Peter A. Levine sind Traumata heilbar. Diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Denn das innere Potenzial für die Heilung emotionaler Schmerzen liegt in jedem Menschen selber. 

Man braucht im Endeffekt nur einen "menschlichen" Spiegel der in einem die sogenannten 'blinden Flecke' des eigenen Seelenlebens hervorholt und berührt. Und sie einem somit spiegelt. Um sie überhaupt wahrnehmen und sehen zu können. Und um so bewusst an sich zu arbeiten. Und sich so zu heilen. 

Hochsensible Menschen die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, können ihre Hochsensibilität als noch sehr viel intensiver und belastender wahrnehmen und empfinden, als ein hochsensibler Mensch der nicht in irgendeiner Form traumatisiert ist. Das können auch Dinge sein die mehrere Generationen zurückliegen. Und die unbewusst von Generation zu Generation immer weitergegeben werden. 

So gesehen wäre in diesem Fall die Hochsensibilität oder rein emotionale Sensibilität tatsächlich durch nicht verarbeitete traumatische Erlebnisse der Vorfahren bedingt. 


Hochsensibilität & außergewöhnliche Emotionalität



Sensibilität an sich ist nicht gleichzusetzen mit Emotionalität. Denn Gefühle und Emotionen besitzt jeder Mensch. Sensibilität eben NICHT. Es gibt sehr viele Menschen die in keiner Weise sensibel sind. Weder dass sie auf äußere Reize mit der völligen Überforderung und Überreizung all ihrer Sinne reagieren, so wie es bei Hochsensibilität der Fall ist, noch dass sie eine rein emotionale Sensibilität in sich tragen. 

Und wenn ein Mensch auf irgendetwas mit außergewöhnlicher Emotionalität (also hochemotional) reagiert, ist das wieder etwas vollkommen anderes. 

 
Sensibilität = Besondere, bis hin zur extremen Über-Empfindsamkeit aller Sinne 

Emotionalität = Gemütsbewegung (Ausdrucksverhalten), Charaktereigenschaft

 
Wenn ein Mensch daher extrem emotional ist, ist er noch lange nicht hochsensibel. Hochsensible Menschen sind aber im allgemeinen äußerst gefühlsbetont. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Emotionen auch nach außen hin zeigen. Allerdings gibt es sehr wohl außergewöhnlich emotionale Menschen unter den Hochsensiblen. 

Rein emotional sensible Menschen wiederum sind – was ihr innerstes Seelenleben betrifft - bis ins extreme verletzbar. 

Außergewöhnliche Emotionalität ist eben auch Sache der Persönlichkeit und des individuellen Charakters. 

Auch wenn ein Mensch nach außen hin KEINE Gefühle und Emotionen zeigt, bedeutet das noch lange nicht, dass dieser Mensch nicht sensibel ist oder keine Gefühle und Emotionen hat. Es gibt tatsächlich Menschen, die können aus unterschiedlichen Gründen ihre sehr wohl vorhandenen Gefühle und Emotionen nicht nach außen hin zeigen. 


Hochsensibilität in Liebe, Beziehung & Partnerschaft



Liebe ist für hochsensible Menschen meist so essentiell wie die Luft zum atmen. Ein hochsensibler Mensch der liebt, lebt diese Empfindungen mit allem was dazugehört meist sehr emotional und intensiv. Wenn in einer Beziehung ein Partner hochsensibel ist und der andere nicht, kann es sehr oft zu Missverständnissen kommen. Die – wenn sie nicht aufgeklärt werden – die Beziehung in hohem Maße belasten können. 

Es kann aber auch sein, dass gerade deswegen ausgesprochene Harmonie zwischen beiden Partnern herrscht. 

Da der hochsensible Partner einen anderen Lebensrhythmus braucht, ist der Partner automatisch dazu gezwungen, immer wieder aufs Neue Rücksicht zu nehmen. Und geduldig und verständnisvoll zu sein. Nicht jeder Partner bringt die nötige Geduld auf, wenn der sensitive Partner ständig gleich beleidigt ist oder bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausbricht. Es gibt Partner die absolutes Unverständnis zeigen wenn der Hochsensible im Sommer die Hitze nicht verträgt, im Winter die Kälte nicht, große Menschenansammlungen oder volle Kneipen lieber meidet – man wird dann ganz schnell als langweilig eingestuft. Obwohl das ganz und gar nicht der Fall ist. Im Gegenteil. Besitzen hochsensible Menschen ein äußerst reichhaltiges und faszinierendes Innenleben. Man ist eben nur gezwungen einen anderen Lebensrhythmus einzuschlagen. Das hat mit langweilig sein absolut nichts zu tun.

Wenn sich in einer Ehe oder Beziehung beide Partner als hochsensibel entpuppen sollten, wird es je nach individuellem Charakter und der Situation der Herkunftsfamilien viel Konfliktpotenzial geben. Oder absolute Harmonie. Da jeder der beiden auf die verschiedensten Situationen überempfindlich reagiert. Und es sich natürlicherweise bei beiden unterschiedlich auswirkt, wird es in dieser Partnerschaft automatisch immer wieder Schwierigkeiten geben. Wenn nicht aufeinander Rücksicht genommen wird. Und nicht klar und deutlich definiert wird dass beide hochsensibel sind. Und eben darum beide ihre individuellen Eigenarten haben. Erst wenn definitiv klar ist dass es sich bei beiden um Hochsensibilität oder emotionale Sensibilität handelt, kann an den Schwierigkeiten gearbeitet werden. Und die Beziehung kann harmonischer und entspannter gestaltet werden. 

Die gängige Meinung dass gerade bei zwei hochsensiblen Personen eine Beziehung bzw. Partnerschaft wunderbar funktionieren müsste ist nicht ganz richtig. Die Chance hierbei ist vollkommen individuell. Es kommt dabei auf die Persönlichkeit des jeweiligen Partners an, den Charakter und die jeweilige Herkunftsfamilie. Ob man in seinem Leben gelernt hat mit Konflikten umzugehen und sie sinnvoll und adäquat zu lösen. Dazu kommen noch  Faktoren wie zum Beispiel, wie kompromissfähig jeder der Partner ist und wie achtsam und liebevoll man grundsätzlich miteinander umgeht. 

Wenn die Grundpfeiler für eine erfüllende und funktionierende Beziehung und Partnerschaft vorhanden und stabil genug sind, können letztendlich beide Konstellationen ganz wunderbar zusammen harmonieren.

Hochsensible und auch rein emotional sensible Menschen sind zu sehr tiefen und intensiven Gefühlen fähig. Wenn sie einmal lieben, dann normalerweise sehr konstant. Sie spüren alles was in ihrem Partner vorgeht. Nehmen leider aber auch vieles zu persönlich. Oder beziehen eine Veränderung der Stimmung und der Laune des Partners sofort auf sich. Obwohl die jeweiligen Gefühle, Emotionen und Gedanken des Partners vollkommen andere Gründe und Ursachen besitzen. Und mit der Beziehung an sich so überhaupt nichts zu tun haben. Hier wird vom hochsensiblen Partner dann oft so lange nachgebohrt und nachgehakt, bis die Geduld des nicht sensiblen Partners an ihre Grenzen kommt. Vom nicht sensiblen Partner wird dann viel Verständnis notwendig sein, um es nicht zu vollkommen unnötigen Streitereien oder gar zur Eskalation kommen zu lassen. Hochsensible haben in der Beziehung ein hohes Sicherheitsbedürfnis, um sich wirklich geborgen und wohl zu fühlen. Vertrauen zum Partner ist hier extrem wichtig. Da hochsensible Menschen sehr leicht misstrauisch werden können, wenn im Verhalten des Partners vermeintlich etwas im Argen liegt. 

Ein besonders achtsamer Umgang mit der Sexualität ist für hochsensible Menschen von immenser Bedeutsamkeit. 

Ein hochsensibler Mensch der wirklich liebt, tut dies sehr tief und intensiv. Sehr  schnell kann er sich dabei in seinen eigenen Gefühlen verlieren. Gerade hier ist es enorm wichtig seine eigenen Grenzen sehr genau zu kennen. Und auch ganz bewusst darauf zu achten. Ein falsches Wort im absolut falschen Moment kann bei einem hochsensiblen und auch rein emotional sensiblen Menschen Welten zerstören. Er fühlt dabei den emotionalen Schmerz der Enttäuschung und seelischen Verletzbarkeit - der bis hin ins extreme gehen kann - bis ins innerste Mark. Und es kann sehr lange dauern bis er diesen emotionalen Schmerz wieder überwunden hat. Wirklich vergessen wird er eine solche seelische Verletzung aber nicht. 

Sinnlichkeit, Hingabe, Innigkeit, echte Nähe und Intimität ist für hochsensible Menschen enorm wichtig. Und sie genießen genau dies sehr. 

Kuscheln und vom geliebten Menschen berührt und begehrt zu werden ist essentiell für Hochsensible. 

Braucht der Partner oder die Partnerin weniger Nähe, Zärtlichkeit, Berührungen, Kuscheln, Umarmungen oder Sex und der Hochsensible fühlt sich nicht genügend beachtet und gesehen, kann das eine große seelische Belastung für ihn darstellen. Sehr schnell kann sich dann das stark empfundene Gefühl einstellen, nicht begehrenswert zu sein. Was die Beziehung nachhaltig belasten kann. 

Auch kann es sich für nicht sensible oder rein emotional sensible Partner "bedrohlich" anfühlen, wenn der hochsensible Partner jegliche ihrer Stimmungen, Launen und Gefühlsschwankungen wahrnimmt, und in ihnen liest wie in einem Buch. Und ihm nichts was sie denken oder fühlen verborgen bleibt. 

In einer erfüllenden und alle Sinne befriedigenden Sexualität sind hochsensible Frauen wie Männer gleichermaßen auf der Suche nach inniger Verbundenheit mit dem Partner/der Partnerin, Verschmelzung auf allen Ebenen des sensiblen Seins und gemeinsam "Eins" zu sein. Sexualität ist Energie - eine überaus kraftvolle Energie, wenn sie vollkommen frei fließen darf - und diese kraftvolle Energie will gerade bei hochsensiblen Menschen sehr achtsam in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Sich ihrer individuellen Bedürfnisse in Bezug auf eine gesunde und erfüllende Sexualität bewusst zu sein, ist essentiell für hochsensible Menschen. Sex ohne Liebe geht auch für viele - gerade sensible - Männer nicht. 

Während unsere Welt absolut übersexualisiert ist, ist es für Hochsensible ein vollkommen normales Grundbedürfnis, wahrhaftig geliebt, gewollt und begehrt zu werden. 

Hochsensible zelebrieren ihre sinnlichen Gefühle und die Lust voller Genuss. Sie lieben die Liebe. Und sie lieben die Sinnlichkeit...

 

Die hochsensiblen Sinne



Hochsensible Menschen haben es wahrlich nicht leicht. Ständig müssen sie mit der alltäglichen Reizüberflutung fertig werden die sie von überall her an allen Ecken und Enden anspringt: Düfte und Gerüche, nervende und quälende Geräusche, Lichtempfindlichkeit, Temperaturunterschiede, Menschenansammlungen, Nachrichten, Straßenverkehr, Stimmengewirr, Gefühle, Stimmungen und Schwingungen von anderen Menschen usw...

All ihre Sinne werden also permanent gefordert und überfordert. Ständig müssen die vielfältigen Eindrücke nach wichtigem und unwichtigem gefiltert und sortiert werden. Was aber nicht bewusst passiert, sondern das sind automatisierte innere Prozesse die da stattfinden. Und das oft innerhalb Sekunden oder Minuten. Was natürlich einen hochsensiblen Menschen überaus anstrengt. 

Oft sind es nur winzige Nuancen, die entscheiden ob ein hochsensibler Mensch sich gerade wohl oder unwohl fühlt. 

 

Schließlich und endlich besitzt der Mensch nicht nur die üblichen fünf Sinne die schon Aristoteles beschrieben hat:

 

  • die visuelle Wahrnehmung der Augen - das Sehen
  • die taktile Wahrnehmung der Haut - das Fühlen
  • die gustatorische Wahrnehmung der Zunge - das Schmecken
  • die auditive Wahrnehmung der Ohren - das Hören
  • die olfaktorische Wahrnehmung der Nase - das Riechen

 

sondern nach der Sinneslehre von Rudolf Steiner insgesamt zwölf Sinne. Nachfolgend die restlichen sieben Sinne: 

 

  • der Lebenssinn (die Tiefensensibilität - die eine bestimmte Wahrnehmung aus dem Körperinneren bezeichnet wie die Schmerzempfindung)
  • der Temperatursinn (das Erkennen und Wahrnehmen von Wärme und Kälte)
  • der Gleichgewichtssinn
  • der Eigenbewegungssinn (wir spüren unsere eigenen Bewegungen und nehmen sie wahr)
  • der Sprachsinn (das Erfassen des seelischen Ausdruckes in Lauten und Mimik und Gestik - Anfang der Empathie)
  • der Gedankensinn (Weiterführung der Empathie) 
  • der Ichsinn, der die Fähigkeit bezeichnet, nicht nur das eigene Ich, sondern auch das Ich von anderen wahrzunehmen

 

Die Wahrnehmung und das Zusammenspiel all dieser Sinne läuft bei hochsensiblen Menschen noch sehr viel differenzierter, intensiver und komplexer ab als bei den nicht Sensiblen. Und vielleicht wird das Bild jetzt schon ein bisschen klarer warum sich ein hochsensibler Mensch ständig gestresst, müde, erschöpft (auch vom vielen Grübeln und Denken) und überfordert fühlt. 

Dazu kommen noch die intensiven eigenen Gefühle und Emotionen. Mit denen ein hochsensibler Mensch auch erst einmal fertig werden muss. 

Wobei in jedem Fall unterschieden werden muss zwischen positivem Stress und negativem Stress! Positiver Stress kann - auf andere Art und Weise - genauso anstrengend sein wie negativ empfundener Stress. 

Man könnte die Reizüberflutung bei Hochsensibilität auch als permanenten "Stress der Sinne" bezeichnen...     © Iris Fischer - sensible-seele.net 


Die hochsensible & hochsensitive Wahrnehmung 



Die hochsensible und hochsensitive Wahrnehmung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine (Hoch-) Begabung all unserer Sinne. Wir nehmen Dinge und winzigste Veränderungen und Details wahr, die anderen Menschen überhaupt nicht auffallen. Und die uns vollkommen zu Unrecht als blühende Phantasie-Gespinste zugeordnet werden. Oft wird unsere überaus feinsinnige Wahrnehmung von anderen überhaupt nicht ernst genommen. Und sogar teilweise regelrecht verspottet. 

Das was wir sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken, wissen oder auch im Voraus ahnen sind Fakten. Diese feinsinnige Wahrnehmung bilden wir uns nicht ein!

Aufgrund dieser von der Natur geschenkten Fähigkeiten sind wir in der Lage rein instinktiv und intuitiv zu agieren und zu reagieren. 

Allerdings ist es bei vielen hochsensiblen und hochsensitiven Menschen so, dass sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht glauben. Und sich selber folglich auch nicht vollkommen vertrauen. 

Deshalb sind sie oft innerlich zerrissen, tief verunsichert und zweifeln ihre ureigenen Fähigkeiten an. Das Selbstbewusstsein ist dann viel zu gering ausgeprägt und der Selbstwert leidet darunter. 

Derweil gibt es niemals nur eine einzige Wirklichkeit bzw. niemals nur eine einzige Realität. Jeder einzelne Mensch bastelt sich ständig seine eigene Wirklichkeit und lebt im wahrsten Sinne des Wortes in seiner ureigenen kleinen Welt. In einem von ihm selbst erschaffenen Kosmos aus seinen ureigenen Wahrnehmungen, Gedanken und subjektiv empfundenen Gefühlen. 

So gesehen gibt es unendlich viele Wirklichkeiten und jede davon ist ein individuelles Konstrukt unterschiedlichster Menschen.  So bekommt der negativ angehauchte Spruch „Du lebst doch in deiner eigenen kleinen Welt“ eine vollkommen andere Bedeutung. Denn so gesehen stimmt das tatsächlich. 

Da es so viele unterschiedliche Wirklichkeiten gibt, ist es schwer Dinge, Situationen oder das Verhalten anderer Menschen objektiv zu beurteilen. 

Bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen differenziert und intensiviert sich die Subjektivität der Wahrnehmung noch sehr viel mehr. Durch die Reizüberflutung der wir ständig ausgesetzt sind und die Gefühls-Stürme die oft in unserem Inneren toben, spielt die subjektive Wahrnehmung eine ganz große Rolle. 

Laut Paul Watzlawick ist die subjektive Wahrnehmung auf die zwischenmenschliche Kommunikation zurückzuführen. Er schreibt in seinem Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ dass es zwar zahllose sehr widersprüchliche Wirklichkeits-Auffassungen gibt, die aber das Ergebnis von Kommunikation und nicht von objektiver Wahrheit sind. Der Glaube nach einer einzigen bestehenden Wirklichkeit ist laut ihm eine gefährliche Selbsttäuschung (des eigenen Verstandes und des dualen Denkens).

Folgende Faktoren tragen zu einer subjektiven Wahrnehmung bei:

 

  • Kommunikation
  • Hochsensibilität & Hochsensitivität
  • Persönlicher Geschmack (z.B. bei Mode, Musik, Filme)
  • Wahrnehmungsstörungen wie Halluzinationen, Illusionen
  • Gefühle (Wut, Trauer)
  • Schockzustände durch traumatische Erfahrung
  • Drogenmissbrauch, Alkoholeinfluss
  • Optische Täuschungen
  • Wünsche
  • Lichteinwirkung
  • Motivation & persönliche Einstellung (durch Anerziehung von Normen und Werten)
  • Bedürfnisse, Erwartungen
  • Ambivalente Wahrnehmung
  • Lernerfahrungen
  • Persönlichkeitsstörungen wie Borderline - da die individuelle Wahrnehmung dieser Menschen immens verschoben ist

 

Auch das individuelle Zeiterleben beeinflusst maßgeblich die subjektive Wahrnehmung. So spielt die soziale Zeit, Zeitepochen, Tages- ,Jahres- u. Uhrzeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und das eigene Lebensalter eine große Rolle. Die subjektive Zeit ist gegenüber der objektiven Zeit äußerst vielschichtig und komplex. (Aus dem Buch „Die Zeiten der Zeit“ von Luigi Boscolo und Paolo Bertrando). Man kann z. B. nicht definieren wie lange ein Augenblick genau dauert. Man kann ihn aber isoliert betrachten, so dass er dann schon Vergangenheit geworden ist. 

Da bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen die Gefühlswelt besonders intensiv ausgeprägt ist, wird der subjektiven Wahrnehmung automatisch eine immense Bedeutung beigemessen. Viele Entscheidungen, Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden hier subjektiv beurteilt und haben einen immensen Einfluss auf das gesamte Leben. 

Wir sind dermaßen mit unseren Gefühlen verbunden dass eine objektive Darstellung der Realität oft gar nicht möglich ist. Wir können uns in subjektiv empfundenen Gefühlen regelrecht verlieren. 

Allerdings nicht zu verwechseln mit objektiv gegebenen Fakten, die tatsächlich objektive Fakten sind. Egal wie man dies auch dreht und wendet. 

Wenn es beispielsweise regnet, ist das ein objektiv gegebener Fakt. Wenn es uns dagegen zu warm oder zu kalt ist, ist dies eine sehr subjektive Beurteilung unserer gefühlten Wahrnehmung. 

Hochsensible und hochsensitive Kinder schaffen sich besonders ihre ureigene Wirklichkeit, ihre ureigenen Träume und Phantasien. Dabei sollte man als Eltern aufpassen dass die Kinder nicht dermaßen in ihrer selbst erschaffenen Traumwelt versinken dass sie den Bezug zur Realität vollkommen verlieren. Was ja beispielsweise bei stundenlangem Computerspielen (auch bei Erwachsenen) ganz schnell passieren kann. 

Für die Liebe, Beziehung und Partnerschaft bedeutet das, dass bei Konflikten eine objektive Beurteilung der Situation schlecht möglich wenn nicht sogar unmöglich ist. Wenn einer der Partner hochsensibel oder auch hochsensitiv ist kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der nicht sensible und nicht sensitive Partner das Verhalten des Hochsensiblen nicht verstehen, weil er oft gar nicht weiß dass Hochsensibilität und Hochsensitivität überhaupt existiert und weil er seine Umwelt völlig anders wahrnimmt. Wenn beide Partner hochsensibel und hochsensitiv sind, können sie sich zwar gegenseitig eigentlich verstehen, aber wenn die subjektive Wahrnehmung dazukommt, denkt, fühlt und handelt doch jeder der Partner wieder anders. Da jeder aus einer anderen und individuellen Lebenssituation kommt. 

Deshalb kann es wichtig und sinnvoll sein dass eine dritte Person die objektiv in der Lage ist die Situation nachzuvollziehen, zu Rate gezogen wird. 

Eigentlich ist es deshalb aus all diesen Gründen unlogisch und die Sache überhaupt nicht wert, über etwas zu streiten das nur subjektiv beurteilt wird und nicht objektiv gesehen, bewertet und wahrgenommen werden kann. 

Wünschenswert könnte allerdings sein, dass trotzdem jeder der Partner das subjektive Empfinden des anderen versucht zu tolerieren, wenn er es schon nicht verstehen oder akzeptieren kann. Das ist zwar bestimmt nicht leicht, aber der hochsensible und hochsensitive Partner wird es dem nicht Sensiblen mit Sicherheit hoch anrechnen wenn der sich wenigstens um Verständnis bemüht :)


Hochsensibilität & Bilderdenken



Imagination ist die Fähigkeit in Bildern zu denken...

Stellen Sie sich eine grüne Wiese vor. Wie genau sieht sie aus? Wie groß ist sie? Wie ist das Umfeld der Wiese? Gehen Sie gedanklich über Ihre Wiese - gehen Sie barfuss oder mit Schuhen? Können Sie bequem laufen oder ist das Gras so hoch dass Sie kaum durchkommen? Wie fühlt das Gras sich an? Welcher Duft liegt in der Luft? Wie riecht das Gras? Ist es trocken oder nass? Wie ist das Wetter? Was sehen Sie oder wer/was begegnet Ihnen? Welche Jahreszeit ist es? Ist es kalt oder warm? Ist es still und ruhig oder laut? Gibt es störende Geräusche? Wie fühlen Sie sich? Ist Ihnen wohl oder unwohl? Welche Emotionen löst Ihre Wiese bei Ihnen aus? Fließt ein Gewässer durch die Wiese? Gibt es andere Menschen, Tiere, Blumen, Bäume usw.? Gibt es Wege oder Hindernisse? Wo führt die grüne Wiese Sie hin?       © Iris Fischer - sensible-seele.net  

Denken in Bildern kommt häufig bei hochsensiblen Menschen vor.  

Sie benutzen hauptsächlich das räumlich-visuelle Denken. Im Gegensatz zum auditiv-sequenziellen Denken bei nicht sensiblen Personen. 

Wenn Sie in Bildern denken, kommt es Ihnen vielleicht bekannt vor, dass Sie sich tatsächlich schwer tun die Bilder die Sie vor Ihrem inneren Auge sehen, in Worte umzuwandeln. Wenn Ihnen beispielsweise etwas erzählt wird oder wenn Sie etwas lesen, sehen Sie das aufgenommene sofort in inneren Bildern vor sich. Und wenn Sie etwas gefragt werden, fällt es Ihnen schwer, sofort darauf zu antworten. Da Sie Ihre Antwort zwar in inneren Bildern vor sich sehen, diese aber erst einmal in Worte und in passenden Text umwandeln müssen. 

Das kann auf andere Menschen die natürlich nicht wissen dass sie einen Bilderdenker vor sich haben, dann so wirken als ob Sie als Bilderdenker die Antwort nicht wissen. Derweil überlegen Sie krampfhaft, wie Sie so schnell wie möglich eine passende Antwort in Worten formulieren.

Dasselbe gilt wenn Sie jemandem etwas bestimmtes erzählen wollen. Sie sehen zwar die inneren Bilder vor sich, wissen auch ganz genau was Sie erzählen möchten - tun sich aber schwer die passenden Worte dafür zu finden. Damit das Gegenüber auch versteht was Sie ihm sagen wollen. 

Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen. Sie gehen zum Bäcker und sehen vor Ihrem inneren Auge eine leckere Laugenstange mit groben Salzkörnern vor sich. Als Sie von der netten Verkäuferin gefragt werden was Sie denn haben möchten, sagen Sie dass Sie gerne eine Laugenstange hätten. Worauf Sie auch eine Laugenstange erhalten. Dann aber bemerken Sie, dass die Verkäuferin Ihnen zwar die gewünschte Laugenstange gegeben hat, aber ohne die groben Salzkörner die Sie vor Ihrem geistigen Auge zwar gesehen, aber dies nicht ausdrücklich in Worten formuliert haben. Da Sie automatisch davon ausgegangen sind, dass die Verkäuferin genauso denkt wie Sie. Und Ihnen deshalb auch eine Laugenstange mit grobem Salz verkauft. Jetzt liegt es an Ihnen, dieses Missverständnis aufzuklären. Und genau die Laugenstange mit groben Salzkörnern zu bekommen, die Sie auch vor Ihrem inneren Auge gesehen haben. 

Genauso kommt es dann zu Missverständnissen. Und zwar nicht nur in solchen, sondern auch in vielen anderen Situationen. Das Bilderdenken kann also unbewusst und ohne Absicht der Grund dafür sein, wenn zwei Menschen aneinander vorbeireden. Weil der eine nicht verstehen kann, was der andere denn genau sagen möchte. 

Wenn Sie allerdings wissen dass Sie ein Bilderdenker sind, können Sie das zumindest nahestehenden Personen erklären. So dass diese Personen dann nicht fälschlicherweise der Meinung sind, dass Sie irgendwie "zu doof" oder unwissend sind, Dinge zu erklären. Sondern dass Sie einfach eine andere Art des Denkens benutzen. 

Wenn Sie das mit Humor nehmen und einfach explizit betonen: "Du, ich suche gerade nach den passenden Worten, weil ich das was ich dir erzählen möchte zwar in Bildern vor mir sehe, aber ich muss das erst in Text umformulieren." Dann wird Ihr Gegenüber als nahestehender Mensch der Sie ja mag und der Sie nicht verletzen will, dann höchstwahrscheinlich ebenfalls schmunzeln und Ihnen selbstverständlich geduldig die Zeit geben die richtigen Worte zu finden. 

Solange Sie allerdings nicht wissen dass Sie in Bildern denken, und der überwiegende Teil der Menschheit tatsächlich nicht in Bildern denkt, wundern Sie sich höchstwahrscheinlich über sich selber. Weil Sie ja merken dass Sie sich schwer tun, bestimmte Dinge die Sie definitiv wissen und in inneren Bildern ja ganz deutlich vor sich sehen, in die passenden Worte zu kleiden. Ihnen ist dabei aber nicht klar warum das so ist. 

Die Menschen die das räumlich-visuelle Denken benutzen - als in Bildern denken, sind tatsächlich in der großen Minderheit. Wenn Sie also hochsensibel sind und in Bildern denken, ist das wirklich eine besondere Gabe die Sie besitzen. Diese Eigenschaft ist nicht selbstverständlich!


Die hochsensible Scanner-Persönlichkeit



Diese multi-talentierten und vielbegabten Talente zeichnen sich durch extreme Neugier und Wissbegierigkeit zu vielen verschiedenen Themen aus. 

Sie nehmen sich viele Dinge auf einmal vor, fangen gleichzeitig mehrere Vorhaben an und wollen möglichst viele Ideen zur selben Zeit umsetzen. Da sie aber nicht in der Lage sind sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren, bleiben viele Dinge liegen und werden nicht zu Ende gebracht. Denn noch bevor sie das eine zu Ende bringen können, findet sich schon das nächste faszinierende und interessante Projekt, auf das sich dann sofort gestürzt wird. 

Scanner setzen sich immer mehrere Ziele auf einmal. Und es fällt ihnen unglaublich schwer, bei nur einer Sache zu bleiben. Was für sie sowieso so gut wie unmöglich ist. Denn es gibt immer wieder neue spannende Dinge zu entdecken. 

Oft passiert es, dass Scanner sich so viele Vorhaben und Projekte vornehmen, dass sie überhaupt nicht mehr wissen wo sie anfangen sollen. Und so bleibt dann vieles erst einmal liegen und wird vor sich her geschoben. 

Entscheidungen zu treffen, fällt Scanner-Persönlichkeiten unheimlich schwer. Und so werden permanent neue Dinge ausprobiert und nichts richtig zu Ende gebracht. Was aber rein überhaupt nichts mit oberflächlichem Interesse für etwas zu tun hat! Sondern es sind einfach zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig spannend. Und möchten parallel beachtet und bearbeitet werden. 

So etwas wie Langeweile kennt eine Scanner-Persönlichkeit nicht. Denn sie weiß sich immer mit irgendetwas zu beschäftigen. 

Der Ideenreichtum und die vielfältigen Interessen nehmen kein Ende. Sie würden am liebsten alles ausprobieren. Sie erleben die Welt bunt und in all ihren schillernden Facetten. Scanner schöpfen immer aus dem vollen. Die Welt ist für sie ein großer Abenteuerspielplatz mit unendlichen Möglichkeiten. 

Die Scanner-Persönlichkeit kann sich nicht auf ein einziges Thema spezialisieren und festlegen. Sie braucht die bunte Vielfalt. Deshalb sind für Scanner auch Berufe ideal, die auf keinen Fall eintönig und "trocken" sind. Sondern die abwechslungsreich sind und ständig neue Herausforderungen mit sich bringen. Die komplex und spannend sind und individuell und inhaltlich gestalterische und schöpferische Freiheit zulassen. 

Leider werden Scanner-Persönlichkeiten oft von ihren Mitmenschen belächelt und nicht wirklich ernst genommen. 

Scanner-Persönlichkeiten wird von außen immer wieder suggeriert dass sie nicht in Ordnung sind so wie sie sind. Eben weil sie sich nicht auf eine einzige Sache konzentrieren können und nicht erst das eine zu Ende bringen, bevor sie dann das nächste anfangen. Für die Scanner-Persönlichkeit selbst ist dieses Verhalten aber vollkommen normal. Denn sie kennt es von sich selbst nicht anders. 

Wenn ein Vielbegabter Mensch in seinen Möglichkeiten eingeschränkt und beschnitten wird und sich nicht entfalten kann, wird er sehr darunter leiden. 

Oft schwirren vielbegabten Scannern so viele neue Ideen in ihren Gedanken herum, dass sie gar kein Land mehr sehen. Geduld gehört nicht zu den Stärken der Vielbegabten. Da sie alles sofort und gleich in die Tat umsetzen wollen. 

Eine Scanner-Persönlichkeit wird immer unter ihrer Vielbegabung leiden, solange sie noch nicht weiß dass sie ein Scanner und multitalentiert ist. Das ist genauso wie ein hochsensibler Mensch verunsichert ist und leidet, solange er noch keine Definition für sein Anders-denken, Anders-fühlen und Anders-handeln hat. Das WISSEN um ihre Andersartigkeit beruhigt auch hier die Betroffenen ungemein. 

Der Begriff "Scanner" geht übrigens auf die amerikanische Autorin Barbara Sher zurück. 

Eine weitere Möglichkeit herauszufinden ob man als hochsensibler Mensch zu den Scanner-Persönlichkeiten zählt ist, sich detailliert aufzuschreiben für welche Dinge man sich ganz genau interessiert. Höchstwahrscheinlich werden es eine ganze Menge einzelner Dinge, Talente, Fähigkeiten oder Projekte sein. 

Eine Scanner-Persönlichkeit darf man niemals zwingen sich selbst in ihren Möglichkeiten zu beschneiden und das eigene Selbst einzuschränken. Ein vielbegabter Scanner kann sich nicht auf nur eine Sache spezialisieren und konzentrieren. Das würde einen solchen Menschen kreuzunglücklich machen. 

Ihr volles Potenzial KANN eine vielbegabte Scanner-Persönlichkeit nur DANN entfalten, wenn man sie genauso sein lässt wie sie ist. 


Hochsensibilität & Hochbegabung



Unter den hochsensiblen Menschen gibt es viele hochbegabte und unter den hochbegabten gibt es viele hochsensible Personen. Die gängigen Vorurteile über hochbegabte Menschen sind heutzutage sehr oft immer noch die, dass Hochbegabung automatisch gleichgesetzt wird mit mathematischem Genie und logischem Denken. Genau das ist aber falsch. Mittlerweile steht erwiesenermaßen fest, dass es mindestens neun verschiedene Arten von Intelligenzen gibt. Die sich bei jedem Menschen wieder anders zeigen. 

 Und zwar nach Howard Gardner - Professor für Psychologie an der Harvard University - folgende:

 

  • Visuell - räumliche Intelligenz
  • Logisch - mathematische Intelligenz
  • Sprachlich - linguistische Intelligenz
  • Naturalistische Intelligenz
  • Musikalisch - rhythmische Intelligenz
  • Körperlich - kinästhetische Intelligenz
  • Intrapersonale Intelligenz
  • Interpersonale (soziale) Intelligenz
  • Existenzielle bzw. spirituelle Intelligenz

 

Weiter gibt es noch die...

 

  • Emotionale Intelligenz 
  • Kreative Intelligenz

 

Auch Hochsensibilität ist eine ganz besondere Form der Begabung!

Viele dieser Intelligenzformen sind mit herkömmlichen Intelligenztests überhaupt nicht nachweisbar. Das heißt aber nicht, dass man nicht doch in irgendeiner Form hochbegabt ist. Nur weil ein Test anderes behauptet. Ein solcher Test immer abhängig von der persönlichen Tagesform! Und es gibt nicht nur den IQ - sondern auch den EQ - und der ist meiner Meinung nach, gerade für hochsensible und hochbegabte Personen noch sehr viel wichtiger als nur der IQ. Man sollte sich dabei auch auf sein Gefühl und auf seine Intuition verlassen. Wenn man sich hier - unter Hochsensiblen und Hochbegabten - zuhause und zugehörig fühlt, dann braucht man keinen Intelligenztest. Denn dann dürfte die Situation eindeutig sein. Noch dazu, wenn die Merkmale ganz klar darauf hinweisen. Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass sie in irgendeiner Form hochintelligent oder gar echt hochbegabt sind. Da sie wie ein Uhrwerk ständig funktionieren und es allen anderen recht machen, nur sie selber bleiben dabei auf der Strecke. Etliche werden auch gnadenlos von anderen unterschätzt, da sie nicht mit ihrer hohen Intelligent nach außen hin "hausieren" gehen. Sondern ihr Können und Wissen dann gezielt einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist. 

Hochsensible Menschen fühlen sich sehr oft in unserer "Norm"-Gesellschaft unwohl. Sie fühlen sich nicht zugehörig. Sie haben ihr Leben lang das starke Gefühl anders zu sein als die "Norm". Sie denken, sie wären irgendwie "abnormal", derweil sie einfach nur anders sind. Bei hochsensiblen Personen die zusätzlich noch hochbegabt sind, ist dieses Gefühl oft noch sehr viel intensiver. Dieser subjektiv empfundene Eindruck ist aber nicht richtig. Jeder Mensch hat seine "Dasein-Berechtigung". Egal ob dieser Mensch nun hochsensibel oder zusätzlich noch hochbegabt ist. Jeder Mensch hat seinen Wert. Kein Mensch ist "Nichts"! Nur jeder ist anders. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Und jeder Mensch hat seinen individuellen Platz im Leben. Jede Intelligenz, jede Begabung, jede Fähigkeit, jedes Talent...alles hat seinen Sinn. Denn alles wird irgendwo, irgendwann und irgendwie von irgendjemandem gebraucht. 

Deshalb tut es hochsensiblen und hochbegabten Personen unendlich gut, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun und sich über ihre empfundene "Andersartigkeit" bewusst auszutauschen. Denn diese Menschen können sich gegenseitig Halt und Verständnis geben. Was gerade bei hochsensiblen und hochbegabten Menschen sehr wichtig zu sein scheint. 

Wenn nun ein Mensch hochsensibel und hochbegabt ist, ist er quasi dazu "gezwungen", ein völlig anderes Leben zu führen als ein nicht sensibler und normal begabter Mensch. Denn ein hochsensibler Mensch fühlt sich sowieso schon sehr anders als nicht sensible Menschen und tut sich mit seiner Sensibilität schwer den Alltag unter den vielen nicht Sensiblen zu meistern. Ist nun dieser hochsensible Mensch zusätzlich hochbegabt, werden die alltäglichen Herausforderungen als noch sehr viel schwieriger wahrgenommen. Auch innerhalb einer Beziehung/Partnerschaft oder in der Familie gibt es höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten. Besonders dann, wenn es "gemischte" Beziehungen/Partnerschaften bzw. Familien gibt. Das heißt, wenn  hochsensible und hochbegabte Menschen mit jemandem unter einem Dach leben der nicht sensibel und normal begabt ist oder der zwar ebenfalls hochsensibel aber normal begabt ist. Hört sich kompliziert an? Nein, ist es gar nicht. Es braucht nur ein Quentchen gegenseitiges Verständnis und Toleranz bzw. Akzeptanz. Dann kann das Zusammenleben wunderbar funktionieren. 

Viele hochbegabte Menschen erfahren erst durch besondere Umstände oder per "Zufall" in späteren Lebensjahren von ihrer Hochbegabung. Wenn nun dieser Mensch erst einmal lernen muss mit seiner Hochsensibilität umzugehen und sie in sein Leben zu integrieren, kann das ein Schock sein, wenn man dann erfährt dass man zusätzlich noch hochbegabt ist. Dahinter steckt soviel ungenutztes und nicht gelebtes Potenzial, soviel innere Ressourcen, so viele "schlafende" Fähigkeiten und Talente...

Und all dieses versteckte Potenzial sollte unbedingt ausgegraben, entfaltet und bewusst gelebt werden. Die inneren Ressourcen müssen aktiviert werden, die Fähigkeiten und Talente aufgeweckt und gefördert werden. Aber es lohnt sich tausendmal, wirklich zu sich selbst zu finden um als hochsensibler und eventuell sogar hochbegabter Mensch endlich ein erfülltes und zufriedenes Leben führen zu können. 

Der Weg dahin kann erst einmal sehr steinig und schwierig sein. Aber wenn man es dann geschafft hat, kann man als hochsensibler und hochbegabter Mensch in sich selber ruhen. Man kann endlich genau das Leben führen, dass zu einem passt und dass sich richtig anfühlt. 

Man ist dann vollkommen bei sich selber angekommen. Man fühlt sich in sich selbst zuhause. 


Resilienz & Hochsensibilität



Resilienz bezeichnet eine psychische Widerstandsfähigkeit. Man könnte auch sagen, seelische Unverwüstbarkeit als natürlicher Selbstschutz. 

Jeder Mensch trägt Ressourcen in sich. Die er bei Bedarf aktivieren und bewusst nutzen und steuern kann. So ist er in der Lage Krisen zu bewältigen oder auch, sich vor den Auswirkungen traumatischer Erlebnisse zu schützen. 

Resiliente Menschen besitzen die Fähigkeit, sich selbst so zu regulieren dass sie belastende oder traumatische Erlebnisse psychisch unbeschadet überstehen. Während nicht resiliente Menschen an solchen Ereignissen fast zugrunde gehen können. 

Resiliente Menschen entwickeln sich weiter, da sie in der Lage sind sich zu reflektieren. Und sich letztendlich innerlich selbst zu stärken. Ihr Selbsterhaltungstrieb ist enorm hoch. Sie sind Kämpfernaturen und lassen sich nicht unterkriegen. Sie besitzen Lebensfreude und eine hohe Problemlösefähigkeit. Sie holen aus den widrigsten Umständen des Lebens noch das beste für sich heraus. 

Resilienz lässt sich bewusst trainieren und fördern. 

Hochsensible Menschen sind zwar einerseits äußerst empfindsam und verletzlich, was aber noch lange nicht bedeutet dass sie emotional instabil oder innerlich „schwach“ sind. 

Gerade hochsensible Menschen können emotional und seelisch sehr stabil und innerlich stark sein, wenn sie sich ganz in ihrer eigenen Mitte befinden. Wenn sie also ganz bei sich selbst angekommen sind. Und innere Ruhe und Gelassenheit besitzen. 

Innere Ruhe und Gelassenheit hilft ganz enorm dabei, psychisch deutlich weniger anfällig zu sein, als wenn man sich permanent innerlich nervös, gestresst, ängstlich, unsicher und angespannt fühlt. Und man sich dadurch als innerlich schwach empfindet. 

Innere Ruhe und vollkommene Gelassenheit kann man sehr gut mit regelmässiger Meditation erreichen. 

Hohe bis extreme Sensibilität bedeutet NICHT automatisch - emotional, seelisch und psychisch schwach oder labil zu sein! Im Gegenteil. 

Gibt es unter den hochsensiblen Menschen äußerst stabile, zähe und widerstandsfähige – also resiliente - Personen. Die von Grund auf wahre Kämpfernaturen sind. Und die sich immer wieder selber aus dem Sumpf ziehen. Da sie eine natürliche, innerlich starke Persönlichkeit und eine starke Seele besitzen. 

Resiliente Menschen besitzen die Fähigkeit in Stresssituationen so zu reagieren, dass ihre seelische und psychische Gesundheit dadurch keinen Schaden nimmt. Sie können sich selbst kontrollieren und Lösungsorientiert denken und handeln. 

Eine hohe Resilienz hilft enorm dabei sich selbst seelisch, psychisch und emotional zu heilen. 

Resilienz bedeutet auch, immer die passenden Möglichkeiten für sich zu finden, achtsam für sich selbst zu sorgen und sich selbst innerlich immer wieder bewusst zu stärken. 

Resiliente Menschen glauben an das Gute im Leben und geben die Hoffnung nicht auf. Sie sehen in allem einen gewissen Sinn, hinterfragen die Dinge und nutzen all ihre vorhandenen hochsensiblen und auch hochsensitiven Fähigkeiten. Die absolut hilfreich sind, um die eigene Resilienz zu stärken. Aufgrund der überaus feinsinnigen und hoch komplexen Wahrnehmungsfähigkeit, die hochsensible und hochsensitive Menschen natürlicherweise in sich tragen. 

Resilienz ist genau wie Hochsensibilität. Eine oft noch geschlossenen Knospe, die man ganz bewusst zur entfalteten Blüte in all ihrer wunderbaren Schönheit und Pracht bringen kann. 

Dies bedeutet für Sie als hochsensibler Mensch eine wohldosierte und bewusste Selbst-Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Selbstliebe :)

Herzlichst, Ihre Iris Fischer 

 


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