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"Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
Julie Jeanne de Lespinasse 

Sensible Seele Blog - Warum Seelenpartner & Dualseelen sich finden - Teil 3


Das tiefe Begehren zwischen Dualseelen

Das tiefe Begehren zwischen Dualseelen

Dualseelen begehren sich gegenseitig permanent zutiefst. Und zwar auf jeglichen Ebenen des Seins. So dass sie kaum die Finger voneinander lassen können. Immer wieder zieht es die Duale zueinander hin und einer ist es immer, der aktiv den Kontakt zum anderen sucht. Die sexuelle Energie, die zwischen beiden Dualseelen fließt, ist ganz immens. Weshalb sich die Duale erst einmal an diese Energien gewöhnen müssen. Was auch mit ein Grund ist, warum sie immer wieder voreinander flüchten. Weil sie diese intensive Energie nicht aushalten. Nicht bei sich halten können. Das erste Mal im Leben lernen sie es kennen, wie es ist, von einem anderen Menschen wahrhaftig begehrt und gewollt zu werden. Nicht aus dem bedürftigen Ego heraus, sondern aus wahrhaftiger und tiefer Liebe. Als der Mensch, der sie in ihrem innersten Kern tatsächlich sind...

Dualseelen sind permanent energetisch miteinander verbunden. Auf allen vorhandenen Ebenen des Seins.

Vor allem die sexuelle Energie, die zwischen den Dualseelen fließt, ist für beide Duale ganz immens und intensiv spürbar. Derweil die sexuell-energetische Verbindung nicht bloßes körperliches Verlangen darstellt, sondern den tiefen Wunsch beider Seelen nach Vereinigung miteinander und „EinsSein“ auf allen Ebenen des Seins zum Ausdruck bringt. Was bedeutet, seelisch, geistig, körperlich und emotional. Auch steht hinter dieser tiefen Sehnsucht nach Verschmelzung gleichzeitig der tiefsitzende Wunsch nach der Verbindung mit uns selbst. Nach der Verbindung und Vereinigung mit unserem wahren Sein. Die sexuelle Energie zwischen den Dualseelen stellt ganz einfach Energie dar, die sich in uns bildet und die wir aus uns selbst beziehen. 

Obwohl die sexuelle Energie irrtümlich meist mit sexueller Lust und körperlichem Begehren definiert und gleichgesetzt wird, handelt es sich hierbei um nichts anderes als intensive, pure Lebensenergie. 

Und Energie an sich in ihrem natürlichen Sein hat erst einmal mit sexueller Lust gar nichts zu tun. Denn Leben an sich IST pure Energie. Und Energie in ihrer natürlichen Form bedeutet Leben. Energie bedeutet Bewusstsein. Je intensiver wir die sexuelle Energie in uns spüren, desto lebendiger fühlen wir uns. Und desto mehr können wir die Energie in uns und unseren energetischen Bewusstseins-Level erhöhen.

Die Energie in uns kann ganz sanft und sachte spürbar sein. Sie kann aber auch kribbeln und pulsieren und ein intensives sehnsuchtsvolles Ziehen in uns verursachen. Wir können diese Energie in unserem Herzen spüren, in unserem Bauch wahrnehmen oder auch als starkes sexuelles Verlangen nach Erfüllung bis hinunter in unser Wurzelchakra fühlen.

Das sexuelle Verlangen zwischen zusammengehörenden Dualseelen ist unermesslich. Das gegenseitige Begehren schier grenzenlos. Man möchte den anderen bei sich haben, seine Stimme hören und sein Lächeln sehen, intensive Gespräche mit ihm führen, und sich gegenseitig auf allen Ebenen des Seins berühren. 

Und wenn man die Haut des anderen berührt, fühlt es sich an, als ob man sich selbst und seine eigene Haut berührt. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes „Eins“...

Ob der andere nun räumlich anwesend oder abwesend ist, man spürt ihn dennoch immer bei sich.

Wahre Dualseelen verhalten sich grundsätzlich so, dass der andere seine Energie und Kraft immer aus sich selbst bezieht. Und nicht vom anderen erhält. Und er sich der immensen Stärke in sich selbst immer mehr und immer wieder bewusst wird. 

Was automatisch auch in wiederkehrenden Rückzügen und immer wieder Zeiten der Funkstille zwischen beiden mündet. Damit wir lernen, bei uns selbst zu bleiben. Und unsere Energie bei uns (be-)halten. Die Energie aushalten. Und auf die wirklich wichtigen Dinge lenken.

Wenn wir die sexuelle Energie sehr intensiv spüren, ERHALTEN wir Energie. Sie bereichert und erfüllt uns. Und spendet uns neue Kraft.

Wenn wir stattdessen aber das Gefühl haben, dass uns ein anderer Mensch unsere Energie und Kraft entzieht und stiehlt, dann handelt es sich um einen Energieräuber und Energievampir – also um einen destruktiven Menschen, der uns schadet. Das tut NICHT unser wahres Dual, der uns niemals wissentlich schaden wollen würde. Der uns im Gegenteil unendlich gut tut. 

Viele Dualseelen fühlen sich permanent müde und erschöpft, energie- und kraftlos. Was einfach daher kommt, dass der gesamte Entwicklungsprozess unserer Seele und unsere ganzheitliche Transformation uns per se sehr viel Energie und Kraft kostet. Und wenn wir uns mit all unserer Aufmerksamkeit ständig auf die falschen Dinge fokussieren, rauben wir uns selbst die notwendige Lebensenergie und Lebenskraft. Weshalb es umso wichtiger ist, dass wir unsere sexuelle Energie - also die Lebensenergie an sich - bei uns selbst behalten. 

Wenn wir die sexuelle Energie in uns ganz immens und intensiv spüren, fühlen wir unser ureigenes Verlangen. Dieses Verlangen in uns selbst ist das immerwährende Verlangen der urweiblichen Frau. 

Was aus Unwissen meist automatisch mit sexueller Lust gleichgesetzt wird, aber vollkommen falsch definiert ist. Und seine wahre Bedeutung vollständig verfehlt.

Das immerwährende Verlangen der urweiblichen Frau stellt schlichtweg den tiefsitzenden Wunsch und das Begehren dar, dass der Mann der wirklich zu ihr gehört, ihr diese urgewaltige und intensiv spürbare Energie abnimmt und sie davon befreit. Damit sie sich erleichtert und erfüllt fühlt. 

Je mehr wir mit uns selbst und unserem innersten urweiblichen Kern und mit der wahren Liebe in uns verbunden sind, desto intensiver und stärker ist diese Energie für uns spürbar. Da die sexuelle Energie in uns ja stetig fließt. Und früher oder später überquillt, wenn uns unser männliches Dual diese Energie nicht abnimmt.  Er nimmt sie uns dann aus tiefer Liebe aus seinem vollkommen freien Willen ab, wenn wir nichts dafür tun und wir ihn nicht dazu bringen wollen (sondern passiv ihm gegenüber bleiben und ihn von sich aus aktiv sein lassen) weil dies seine natürliche Aufgabe als Mann in seinem wahren Sein ist. 

Es sei denn, wir blockieren diese Energie. Was sich dann in der Form äußert, dass wir Seelenschmerzen spüren. Und immer mehr und intensiver leiden, desto mehr wir Energie in uns blockieren.

Etliche Dualseelen kämpfen gegen diese intensive Energie in sich an. Weil sie sie nicht aushalten und einfach bei sich halten können. Sie wollen sie automatisch loswerden, wofür sie auch so einiges tun.

Dabei macht es keinen Sinn, uns von unserer ureigenen sexuellen Lebensenergie abgrenzen oder diese unterdrücken und wegschieben zu wollen. 

Müssen wir uns sogar mit unserer ureigenen Energie verbinden. Und sie vollständig annehmen und in uns integrieren. Da wir nur so aus unserer ureigenen urweiblichen Energie schöpfen können und diese sich immer wieder neu bilden kann. So wie eine Bergquelle, die sich aus sich selbst heraus immer wieder erneuert und niemals versiegt. Sie fließt immerwährend. So wie das Verlangen der urweiblichen Frau immerwährend ist. 

Nur unbewusste Menschen kämpfen gegen ihre ureigene Lebensenergie bzw. sexuelle Energie und die Energie zwischen sich und ihrem Dual an. Je bewusster wir sind, desto mehr genießen wir dieses Verlangen. Genießen wir diese pure, reine sexuelle Energie. Genießen unser pures Sein im Hier und Jetzt und lassen diese Energie jederzeit absolut frei fließen. Da wir mit dieser Energie ganzheitlich verbunden sind.

Das Phänomen, dass wir unser Dual auch über weite Entfernungen hinweg emotional-seelisch-energetisch spüren, wenn er räumlich abwesend ist, ist das unzertrennbare und unzerstörbare Band zwischen Dualseelen, dass beide auch bei Rückzügen, Zeiten der Funkstille und Kontaktabbrüchen zusammenhält und beschützt.

Wenn wir sein (sexuelles) Begehren und Verlangen spüren, wenn er räumlich abwesend ist, kann das bis zum regelrechten „kosmischen Sex“ miteinander auf seelisch-energetischer Ebene münden. Dabei stiehlt uns unser Dual aber keine Energie, sondern schenkt uns im Gegenteil Energie. Nämlich die Energie der wahren Liebe. 

Unser Dual denkt mit seiner ganzen Sehnsucht an uns und wir spüren dann seine (sexuellen) Gefühle, weil wir auf allen Ebenen mit ihm verbunden sind. Und können sogar teilweise seine Phantasien in diesem Augenblick vor unserem inneren Auge sehen. Was bis dahin gehen kann, dass wir intensive Orgasmen (mit-) erleben, obwohl wir uns selbst gar nicht berühren, sondern dies tatsächlich rein energetisch spürbar ist. 

Viele erleben genau dieses Phänomen immer wieder mit ihrem Dual. 

Das kommt ganz einfach daher, dass wir aus tiefer Liebe mit unserem Herzen vollkommen offen für ihn sind, vor allem in solchen Augenblicken, wenn wir mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind und uns auf unseren Alltag konzentrieren. Was uns dann allerdings auch in vollkommen unpassenden Momenten „überfallen“ kann.

Allerdings muss deutlich unterschieden werden zwischen dem emotional-energetischen Erleben auf Seelenebene und dem persönlichen gemeinsamen Erleben in der Realität, wenn beide Duale sich sehen. 

Obwohl energetisch spürbare Phänomene selbstverständlich real und keine Einbildung sind. Und je sensibler und sensitiver wir sind, desto intensiver ist jegliche Form der Energie für uns spürbar. 

Das immerwährende urweibliche Verlangen kennt grundsätzlich jede Frau von sich. Es sei denn, sie will es nicht spüren. Und unterdrückt und verdrängt deshalb die sexuelle Energie (Lebensenergie) in sich. 

  • Das weibliche Dual begehrt ihr männliches Dual und spürt die tiefe Sehnsucht danach, dass er sie von ihrem permanenten immerwährenden Verlangen befreit. 

Was in Wahrheit der tiefsitzende Wunsch danach ist, dass er sie von ihrer überfließenden sexuellen Energie befreit. Weil sie nicht weiß, wohin sie sonst mit ihrer Energie soll, solange sie noch unbewusst ist und nicht gelernt hat, die Energie einfach nur bei sich zu (be-) halten.

  • Das männliche Dual begehrt sein weibliches Dual und spürt die tiefe Sehnsucht danach, sich in Liebe mit ihr zu vereinen. 

Was in Wahrheit der tiefe Wunsch danach ist, ihr die überfließende sexuelle Energie abzunehmen. Weil er diese Energie für sich braucht, um sich innerlich zu transformieren. Und sein Herz vollständig der wahren Liebe zu öffnen. Das ist sein Liebesbeweis an sie. Allerdings hält ihn gleichzeitig seine tiefsitzende Angst davon ab, genau dies vollständig zu tun. Und er schenkt ihr seine Liebe deshalb immer nur wohl dosiert. Aber niemals wirklich komplett, solange beide noch nicht geheilt in sich selber sind.

Wenn wir uns gegen diese Energie und energetische Verbindung wehren, wehren wir uns in Wahrheit immer gegen uns selbst. Wenn wir diese Energie ablehnen, lehnen wir immer uns selbst und die Liebe in uns ab. Wenn wir diese Energie nicht haben wollen, wollen wir unsere ureigene urweibliche sexuelle Lebensenergie nicht haben. Weil wir sie nicht fließen lassen können. Angst und Zweifel blockieren uns dann.

Und indem unser Dual sich immer wieder vor uns zurückzieht, macht er uns auch ohne Worte darauf aufmerksam, dass wir die vollkommen natürliche Energie einfach bei uns (be-) halten sollen. Weil die sexuelle Energie immerwährend in uns existiert.

Ja, unser Dual weiß (zumindest unbewusst, aber vieles ist ihm auch bewusst) alles. Auch wenn er vielleicht nicht offen mit uns darüber spricht :)

Dabei haben viele Dualseelen eine sehr erfüllende Sexualität miteinander, wenn sie sich persönlich sehen. 

Was aber mit dem Sex, wie wir ihn aus ganz normalen Beziehungen und Partnerschaften kennen, absolut nichts zu tun hat. Und auch rein sexuelle Affären sind hiermit nicht gemeint, bei denen das vermeintliche Dual nur ankommt, wenn er bloßen Sex aus seinem bedürftigen Ego heraus haben will.

Denn die sexuellen Begegnungen zwischen zusammengehörenden Dualseelen sind eine reine Offenbarung. Sie sind pure Ekstase und fast göttlicher Natur. Und finden auf einer sehr viel höheren Bewusstseins-Ebene statt. Die sexuellen Energieströme beider Duale fließen so fein zusammen und vereinigen sich miteinander in vollkommener Verschmelzung, dass dies nichts mehr mit normaler Bedürfnisbefriedigung zu tun hat. Sondern einzigartige Begegnungen von tiefer Liebe sind. Zumindest dann, wenn beide sich auf körperlicher Ebene vollständig füreinander öffnen können. Das männliche Dual "beamt" sein weibliches Dual regelrecht in andere (Bewusstseins-)Welten. Raum und Zeit verschwimmen miteinander und lösen sich fast auf. Was einfach daran liegt, dass hier die intensive Energie der wahren Liebe fließt. Gemeinsam tauchen beide Duale ein in intensive, fast meditative und spirituelle Gefühle und lassen sich treiben in grenzenloser Ekstase, Sinnlichkeit und tief empfundener Lust. Dieses sexuelle Erleben ist mit nichts anderem vorher vergleichbar. 

Wer schon einmal Tantra oder "Slow Sex" praktiziert hat, weiß annähernd, was ich hier beschreibe. Nur mit dem riesengroßen Unterschied, dass Dualseelen dies zusammen nicht bewusst, sondern unbewusst erleben. Eben weil die tiefe wahre Liebe zwischen beiden hier im Spiel ist. Und die passiv weibliche und aktiv männliche energetische Verbindung in ihrem wahren Sein hier deshalb sehr intensiv zum tragen kommt. 

Rein "mechanischer" Sex und pure Bedürfnisbefriedigung ist nach dieser Erfahrung und diesen Erlebnissen kaum noch möglich. Man will dies auch gar nicht mehr. Das gesamte Denken über Sexualität allgemein verändert sich völlig. Das gesamte sexuelle Fühlen verändert sich vollständig. Und einige weibliche Duale bleiben dann lieber alleine und verzichten dabei auch auf gelebte Sexualität, solange ihr männliches Dual sich im Rückzug übt, weil sie sich nicht mehr auf irgendeinen "Ersatz-Mann" geschweige denn auf "Trost-Sex" ohne wahre Liebe einlassen können. Man will keine pure Bedürfnisbefriedigung mehr, sondern man will sich auf allen Ebenen (seelisch-emotional-geistig-körperlich) mit seinem zutiefst geliebten Menschen verbinden. Dafür gibt es keinen Ersatz. 

Deshalb darf es auch sein, dass - auch wenn (noch) Unverbindlichkeit zwischen beiden Dualseelen herrscht - beide Duale ihre gemeinsam gelebte Sexualität in der Realität ausleben und über alle Maßen genießen. Sich komplett fallen lassen und sich dieser tiefen Liebe vollkommen hingeben. Beide schenken sich in diesen Momenten bedingungslos dem anderen. Auf allen vorhandenen Ebenen des Seins. Und lassen im wahrsten Sinne des Wortes wahrhaftige Liebe entstehen. Weshalb im Normalfall tiefes Vertrauen zwischen wahren Dualseelen herrscht. Denn ohne tiefes Vertrauen wäre solch „himmlischer Sex“ überhaupt nicht möglich. Da man sich nicht fallen lassen und bedingungslos seinem Dual und der Liebe an sich hingeben könnte.

Nicht nur die Körper beider Duale wollen sich vereinigen, sondern die Seelen wollen die Erfahrung machen, miteinander zu verschmelzen. Und auf diese Weise „Eins“ miteinander sein.

Der gesamte sexuelle „Akt“ wird so zum Schöpfungsakt. Es entsteht tiefe Gelassenheit und Entspannung und die Grenzen beider Duale lösen sich vollständig auf. So entsteht für beide tiefste Erfüllung. Was nur mit weit offenem Herzen und wahrhaftiger Liebe auf diese Art und Weise möglich ist.

Deshalb würde es auch überhaupt keinen Sinn machen, sich gegen dieses immense Begehren der Seelen zu wehren. Und die sexuelle Energie bewusst zu blockieren. Sei es rein energetisch auf Seelenebene oder in der gemeinsam gelebten Realität.

Die sexuelle Energie zwischen Dualseelen darf und soll in jeglicher Hinsicht vollkommen frei fließen. Das tiefe gegenseitige Begehren darf gemeinsam ausgelebt werden. Solange dies aus tiefstem Herzen und aus wahrer Liebe geschieht. Weil beide Dualseelen diese tiefgreifenden Erfahrungen nun einmal zusammen sammeln wollen und für die weitere Entwicklung und Heilung ihrer Seelen brauchen...

Ergänzend erklären und beschreiben auch folgende meiner Artikel dieses Thema:

„Die Befreiung des urweiblichen Seins“ 

„Wie die Liebes-Energie uns verändert“


                                                                    © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Warum die Dualseelenliebe eine Liebe für Fortgeschrittene ist...

Die Dualseelenliebe als Liebe für Fortgeschrittene

  ...und was dies mit unserem Bewusstsein zu tun hat...

Je weiter und intensiver wir den Weg mit unserer Dualseele gehen, desto mehr öffnet sich nicht nur unser Herz, sondern auch unser Bewusstsein. Erfahrung um Erfahrung, Erkenntnis um Erkenntnis, erklimmen wir die verschiedenen Stufen unseres bewussten Seins und schwingen so energetisch immer höher. So finden wir immer mehr in die bedingungslose Liebe. In die Liebe, die das universelle Ziel von zusammengehörenden Dualseelen ist. Wirklich bedingungslose Liebe können nur bewusste Menschen leben. Die auf dem langen, harten Weg der seelischen Entwicklung gelernt haben, sich den Dingen zu stellen. Sich sich selbst zu stellen. Sich der wahrhaftigen Liebe zu stellen. Die ausschließlich dann in einer verbindlichen Partnerschaft miteinander gelebt werden kann, wenn beide Dualseelen sich komplett und mit offenem Herzen auf all dieses einlassen, was auf diesem Weg der Bewusstwerdung tatsächlich passiert. Und sich so der gesamten energetischen Dynamik immer mehr öffnen.

Unser Bewusstsein ist die Manifestation all unserer Erfahrungen im Hier und Jetzt. Unser Unterbewusstsein beeinflusst unser Denken, Fühlen und Handeln ganz enorm. Denn unser Unterbewusstsein merkt sich alles und speichert alles ab, was wir jemals wahrnehmen, fühlen und erleben. Und was uns für immer prägt.

Der innerste Kern unseres wahren Seins ist unsere Seele. Ohne Seele könnten wir nicht existieren. Wir würden verkümmern und uns innerlich ausschließlich leer, vollkommen unlebendig und absolut handlungsunfähig fühlen.

Unser Bewusstsein ist die Entsprechung unserer Seelenanalogie. Ein Spiegel unseres wahren Selbst. Unsere Seele weiß alles und erinnert sich an alles. Weshalb unsere Seele es auch weiß, wenn wir auf unsere wahre Dualseele getroffen sind. Da die beiden zusammengehörenden dualen Seelen sich ja aufgrund ihrer sich perfekt ineinanderfügenden Schwingungsfrequenzen wie zwei Nadeln im Heuhaufen unfehlbar erkennen.

Für mich persönlich ist Fakt, dass es sich bei wahren Dualseelen um zwei Seelen handelt, die sich perfekt gegensätzlich ergänzen, eben weil sie zusammengehören. Und gleichzeitig aber auch auf gewisse Weise gleich sind. Denn  - und das ist kein Widerspruch – tragen beide Duale einen Teil des anderen in sich.

Unser Prozess der Bewusstwerdung ist normalerweise fließend. Und eine Phase geht nahtlos in die nächste über, wenn wir genau dies vertrauensvoll geschehen lassen.

All unsere Sehnsüchte zeigen uns anfangs den tiefen Hunger unserer noch unerfüllten Seele. Und alles was wir im außen suchen, finden wir in Wahrheit ausschließlich in uns selbst. Solange wir allerdings suchen, sind wir uns dieser Wahrheit noch nicht bewusst. Weshalb es unabdingbar notwendig ist, Erfahrungen zu sammeln und (Selbst-) Erkenntnisse daraus zu gewinnen. Vollkommen egal, ob diese Erfahrungen positiver oder destruktiver und negativer Natur sind.

Und es auch zwingend notwendig ist, dass unser Dual uns immer wieder den Spiegel vorhält und uns mit seinem Verhalten antriggert, damit wir unsere Seele auch wirklich heilen können. Uns dabei immer mehr bewusst werden. Was umgekehrt ja ganz genauso gilt. Nur wird dies immer wieder sehr leicht vergessen, dass die Herzensmenschen ja genauso der Spiegel für ihren Kopfmenschen sind. Und er durch uns und unser Verhalten ihm gegenüber ja auch seine Erfahrungen und Erkenntnisse sammelt.

In jedem Fall prägen sie uns alle.

Das primäre Ziel unseres Bewusstseins besteht darin, Erkenntnisse zu sammeln. Und aus diesen Erkenntnissen zu lernen. Alles was uns bewusst geworden ist, in uns zu integrieren. Und die Trennung der Dualität so immer mehr aufzuheben. Da das All-Eins-Sein uns immer mehr bewusst wird. Und wir innerlich wieder in unsere Mitte, in Harmonie und Balance kommen.

Alles lebendige ist (energetisch gesehen) mit allem verbunden. Denn die Energie des Lebens fließt überall...

Das primäre Ziel unserer Seele ist es, sich weiterzuentwickeln, zu wachsen und zu reifen. Um so unser Bewusstsein immer mehr zu erhöhen. Schritt für Schritt legen wir den ganz persönlichen Weg unserer Seele zurück und Stufe um Stufe steigen wir weiter und höher, desto mehr Erfahrungen wir machen und unser Bewusstsein sich so immer mehr öffnet.

Eine wirklich reife Seele (und damit meine ich jetzt nicht das Alter der Seele) erkennen wir daran, dass wir nicht mehr nur denken, dass wir etwas tun wollen, sondern wir tun es dann tatsächlich. Weil wir gar nicht anders können, als zu handeln. Und unsere Gedanken in die Tat umzusetzen. Aus der Tiefe unseres Herzens heraus zu agieren. Aber natürlich auch zu reagieren.

Unser Bewusstsein markiert unseren Geist, unser Unterbewusstsein markiert die Seele.

Ein gesunder Geist (ein gesundes Bewusstsein) und eine gesunde Seele ist sich der Dinge bewusst. Und hinterfragt und reflektiert, um etwas wirklich zu verändern. Ein kranker (angstvoller) Geist und eine belastete Seele ist im bewussten authentischen Sein blockiert. Da er unterdrückt, widersteht und verdrängt. Sich selber nicht reflektieren und die Dinge nicht für sich hinterfragen kann. Und die bedingungslose Liebe so als anstrengend und kompliziert wahrnimmt. Nicht als Königsdisziplin und echtes Privileg erkennt. Wobei selbst unter Wissenschaftlern nicht eindeutig geklärt ist, ob Geist und Bewusstsein einunddasselbe ist oder ob es sich hierbei um zwei verschiedene Dinge handelt. Tatsächlich gesehen ist unser Geist aber etwas anderes als unser bewertender Verstand.

Die einzigartige Liebe zwischen wahren Dualseelen ist allerdings tatsächlich ein Privileg.

Denn den einfachen Weg der puren Bedürfnisbefriedigung - durch Erwartungen, dass andere einem diese von außen erfüllen sollen - kann jeder Mensch gehen. Den schwierigen Weg der Bewusstwerdung und ganzheitlichen Transformation kann man nur gehen und vollständig bewältigen, wenn die eigene Seele dies auch wirklich tun will.

Dualseelen finden genau deshalb zueinander, weil ihre Seelen wirklich bereit und reif dazu sind, sich gemeinsam der bedingungslosen Liebe zu stellen. Und diese mit allen daraus resultierenden Konsequenzen auch tatsächlich zu lernen. Wahre Dualseelen sind wirklich dazu bereit, sich gegenseitig auf allen Ebenen des Seins und in sämtlichen Bereichen des Lebens zu fördern und zu fordern. Sich gegenseitig im wahrsten Sinne des Wortes auf höhere Bewusstseinsstufen zu katapultieren. Und sich in riesigen Quantensprüngen in der Entwicklung nach vorn zu bewegen. Und das vollkommen ungebremst, ohne jegliche Rücksicht oder auch nur einen einzigen winzigen und faulen Kompromiss.

Wenn wir diesen Weg unserer seelischen Entwicklung einmal eingeschlagen haben, geht es nicht mehr zurück. Unser Weg führt uns immer weiter nach vorn. In unsere Zukunft. Bestenfalls in einer verbindlich gelebten Partnerschaft mit unserem zutiefst geliebten Dual.

Und es werden eben NICHT mehr gegenseitig die alten Muster, emotionalen Abhängigkeiten, Bedürftigkeiten und Erwartungen eines emotionalen Mangels bedient. Projektionen der eigenen Unzulänglichkeiten, die von uns auf unser Dual geworfen werden, verlaufen komplett ins Leere. Weil unser Dual darauf nicht eingeht. Sich im Gegenteil im Bedarfsfall ganz still zurückzieht. Damit wir uns selbst hinterfragen und uns dessen bewusst werden. Und je bewusster wir werden, desto mehr verändert sich unser gesamtes Sein. Und wir werden endlich authentisch und echt. So sind überhaupt keine Projektionen nach außen mehr möglich. Da es mit der Zeit immer weniger in uns selbst gibt, dass wir nach außen auf unser Dual projizieren könnten. Was sowieso dann immer sofort und auf der Stelle auf uns zurückfällt. Und sich in unserem Leben manifestiert, bis wir uns dies angesehen, uns damit befasst und ganz bewusst vollständig aufgelöst haben.

Auch lernen wir immer mehr, uns abzugrenzen und Grenzen zu setzen, wo es uns notwendig erscheint. Nicht nur gegenüber unserem Dual, sondern in sämtlichen Bereichen unseres gesamten Lebens.

Mechanismen der Unterdrückung von Gefühlen, Verdrängung der absoluten Wahrheit und auch jegliche nichtigen Ausreden funktionieren nicht mehr. Da wir die noch so lapidarste und winzigste Ausrede sofort und auf der Stelle als solche erkennen. Auch Ausreden vor uns selbst gehören hierzu.

Denn beide Dualseelen spiegeln ja permanent das Verhalten des anderen. Um den anderen genau darauf aufmerksam zu machen, wenn er sich eben (noch) nicht absolut bedingungslos in dieser Liebe verhält.

Aber nicht nur unser Dual spiegelt uns permanent vollständig in unserem wahrhaftigen Sein, sondern das gesamte Leben dient uns als Spiegel, sobald unser Bewusstsein reif dafür ist und dies vollständig erfasst. Wir uns dessen also komplett bewusst sind. Und genau dies im Zentrum unserer Wahrnehmung und im Fokus unserer Aufmerksamkeit liegt.

Auch vorher war das gesamte Leben ein Abbild unserer ureigenen Wahrnehmung. Ein Spiegel all unserer Projektionen, Identifikationen, Gedanken, Gefühle, Erfahrungen, Aktionen und Reaktionen. Wir waren uns dessen nur nicht bewusst. Und haben deshalb nicht darauf geachtet.

Nun feilen wir ständig an unserer bewussten Wahrnehmung, Liebe, Aufmerksamkeit, Selbstfürsorge, Achtsamkeit, Sensibilität, Empathie und Intuition. Und lassen die Energie bewusst in unsere innerste Mitte und zu unserem wahren, authentischen Selbst fließen.

Wir ziehen uns ganz bewusst zurück, wenn es sein muss und wenn es sich absolut richtig und stimmig für uns anfühlt, vollkommen egal, was andere davon halten und gehen zeitweise regelrecht in eine selbst gewählte Isolation. Auch ziehen wir uns komplett von unserer Ursprungsfamilie zurück, wenn es notwendig für uns erscheint. Um uns vollständig und bewusst um das Wohlbefinden unseres wahren Seins auf allen vorhandenen Ebenen zu kümmern und bewusst die überberstende Fülle des Lebens, die wir auf diese Weise ganz automatisch zu uns und in unser Leben ziehen, zu empfangen.

An diesem Punkt unseres ganz bewussten Seins gibt es keine emotionalen Abhängigkeiten mehr in unserem Leben. Es gibt keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisungen, keine Erwartungen und destruktive Kritik, keine Beleidigung, keine gedankliche Bewertung, keine emotionale Erpressung, keine Manipulationen, keinerlei (Macht-) Kampf und Ego-Spielchen und keinerlei faulen Kompromiss mehr.

Denn wir haben schlichtweg die Energie und Kraft hierzu vollständig verloren. Geschweige denn, dass wir das aus unserem Herzen heraus noch so wollen würden.

Stattdessen lassen wir alles zu, was sich absolut stimmig mit unserer Intuition anfühlt. Wir lassen geschehen, was geschehen soll und befinden uns im absoluten Vertrauen. Weil wir das tiefe innere Wissen besitzen, dass alles genauso passiert, wie es sein soll und wie es für uns tatsächlich vom Leben bestimmt ist.

Und jeglicher Kampf in unserem Leben und in der Liebe hat endlich ein Ende.

Wir fühlen uns nichts und niemandem mehr verpflichtet, weil wir nur noch aus unserem Herzen heraus agieren und reagieren. Auch tragen wir kein falsches Verantwortungsgefühl mehr mit uns herum, dass uns doch nur immer wieder in unserem Fortkommen blockieren, belasten und ausbremsen würde.

Wir lassen die Energie des Lebens vollkommen frei fließen. Niemand und nichts besitzt uns. Wir gehören niemandem und niemand gehört uns. Wenn jemand etwas besitzt, dann besitzen wir uns selbst. Wir besitzen dann nämlich die Freiheit unseres wahren, authentischen Seins und die Freiheit, uns selbst, unser Dual und die ganze Welt bedingungslos zu lieben. Genauso wie es sich absolut stimmig für uns anfühlt und wir uns wahrhaftig wohl damit fühlen. Weil uns dies unendlich gut tut.

Denn wir besitzen die stärkste positive Kraft im Universum, wenn wir bedingungslos lieben.

Wir besitzen das Privileg zu unserem geliebten Dual zu gehören. Und unser geliebtes Dual gehört zu uns. Und was zusammengehört, das findet auch (für immer) zueinander, wenn es tatsächlich so sein soll.

Vollkommen egal, wie lange dies dauert. 

Wir kümmern uns aus der Tiefe unseres Herzens heraus intensiv um genau die Menschen, die es verdient haben, unsere Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Zeit zu erhalten. Und die unsere Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Zeit auch tatsächlich für sich wollen. Weil sie genau dies wirklich zu schätzen wissen.

Die Menschen, die wirklich zu uns gehören und aus ihrem freien Willen heraus und aus ihrem Herzen tatsächlich bei uns und an unserer Seite sein wollen und dies auch sind, akzeptieren uns in unserem Weiterentwicklungsprozess, ohne uns zu verurteilen und zu bewerten. Sie nehmen uns einfach an und lassen uns echt und authentisch sein. Weil wir so sind, wie wir sind. Und bestenfalls lassen diese Menschen sich von uns mitziehen und profitieren noch in hohem Maße von unserer Bewusstwerdung und unserem weit offenen Herzen.

Leider gibt es natürlich auch die Menschen, die sich weigern, sich von uns und unserer Bewusstwerdung und inneren Transformation mitziehen zu lassen. Und die komplett in ihrer bequemen Komfortzone, destruktiven Muster und Konditionierungen hängen bleiben. Die sich nicht hinterfragen (wollen oder dies schlichtweg nicht können), weil deren Seele dies offensichtlich nicht will. Oder weil der Verstand und das bedürftige Ego noch viel zu massiv die Macht und die Oberhand über die eigene Seele hat. Die unendliche Kraft der wahren Liebe hat hier (noch) keine Chance. Weil sie aus Angst nicht zugelassen werden kann.

Diese Menschen müssen wir dann sich selbst überlassen. Da sie uns nur wieder blockieren würden auf unserem weiteren Weg.

Was manchmal sehr weh tut, vor allem wenn es sich um eigene Familienmitglieder handelt, mit denen man „eigentlich“ sehr eng verbunden ist. Weh tut vor allem auch diese Erkenntnis, dass einem auf einmal bewusst wird, dass diese Menschen die wahre Qualität unseres Herzens, unserer Seele und unseres wahrhaftigen Seins nicht erkennen. Sie sehen uns einfach nicht so, wie wir in unserem innersten Kern tatsächlich sind. Sie sehen uns lediglich so, wie sie uns sehen wollen. Wie wir in deren Vorstellung, aus deren Bewertungen und aus deren bedürftigem Ego heraus zu sein haben. Und wie die Projektionen ihrer eigenen emotionalen und seelischen Unzulänglichkeiten ihnen fälschlicherweise immer wieder intensiv suggeriert. Die aber ins Leere laufen und uns in unserem Herzen nicht mehr berühren und erreichen. Da wir damit nicht mehr in Resonanz gehen, je bewusster und verbindlicher wir in unserem innersten Kern sind. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als uns bewusst um uns selbst und unser ureigenes Wohlbefinden zu kümmern. Ohne Rücksicht auf die Menschen, die hinter uns zurückbleiben müssen.

Auch wenn das für viele bedeutet, ihre zutiefst geliebte Dualseele erst einmal hinter sich zurückzulassen. Und sich ausschließlich um die Weiterentwicklung der eigenen Seele und den eigenen Lebenssinn zu kümmern.

Beide Dualseelen entwickeln sich aufgrund der (weiblich passiven und männlich aktiven) energetischen Verbindung grundsätzlich konträr – das heißt gegensätzlich – zueinander. Und passen sich so immer mehr im inneren Gleichgewicht aneinander an. 

Was ausschließlich nur auf diese Weise geschehen kann. 

Wir Herzensmenschen öffnen uns für unser wahres Selbst und werden uns selbst gegenüber verbindlich und unser Dual der Kopfmensch öffnet sein Herz uns gegenüber und wird uns gegenüber zur genau passenden Zeit verbindlich.

Weshalb wir unser Dual bzw. die Liebe im außen auch komplett loslassen müssen. 

Damit er vollständig in sein Herz finden und die Wahrheit, die lange Zeit von ihm ja verdrängt, unterdrückt und verleugnet wird, selbst intensiv fühlen kann.

Die Konsequenzen all unseres Handelns in jeglicher aktiver oder passiver Form sind uns zu diesem Zeitpunkt mehr als bewusst. Auch ist uns schon lange Zeit klar, dass nicht das Ziel an sich das Ziel unseres Weges ist, sondern die Bewältigung unseres ganzen Weges mit all seinen kleinen und großen Etappen in erster Linie unser primäres Ziel darstellt.

Und uns ist (oftmals sogar von Anfang an) sehr bewusst, was zwischen Dualseelen definitiv überhaupt NICHT funktioniert. Nämlich...

 

  • Vermeintliche (platonische) Freundschaft      
  • Rein sexuelle Affären
  • Unverbindliche Beziehung

 

Was eine gemeinsam gelebte verbindliche Partnerschaft auf Augenhöhe ja grundsätzlich ausschließt. 

Viele machen sich oft über lange Zeiträume genau hier etwas vor. Und handeln weiterhin aus ihrem bedürftigen Ego heraus, anstatt ihrer ureigenen Wahrnehmung und Intuition zu vertrauen. 

Was uns hingegen an Tatsachen bewusst wird, ist, dass eine aus dem „Dornröschenschlaf“ erwachte verbindliche Beziehung und Partnerschaft eine viel höhere Priorität und einen vollkommen anderen Stellenwert für uns einnimmt, als die bisherigen Handels-, Vernunfts- und Zweckbeziehungen in unserem Leben, die uns in unserem Herzen und unserer Seele weder wirklich befriedigt, noch wahrhaftig genährt, erfüllt und gesättigt haben.

Und wir gestehen uns selbst jetzt genau die Veränderungen in unserem Leben zu, die wir tatsächlich verdient haben. Und wir belohnen uns selbst, indem wir Dinge bewusst nachhaltig verändern.

Wirkliche Veränderungen können aber nur dann hocheffektiv und wirksam geschehen, wenn unser ganz persönlicher Leidensdruck so enorm hoch ist, dass wir alles bisherige nicht mehr tolerieren, akzeptieren oder aushalten können. Unser Handlungsbedarf und der Druck in uns wird dann so enorm hoch und intensiv, dass wir überhaupt nicht mehr anders können, als uns und unser Umfeld bewusst zu verändern. Die Dinge komplett anders zu handhaben, als wir es bisher getan haben.

Wozu es unumgänglich ist, dass wir absolut in die Tiefe unseres wahrhaftigen Seins gehen, um uns wirklich vollständig zu transformieren. Und es zwingend notwendig ist, uns durch sämtliche Schichten unserer emotionalen und seelischen Unzulänglichkeiten zu graben, bis wir im innersten Kern unseres wahrhaftigen Seins angelangt sind. Und unser authentisches Sein und die Liebe in uns tatsächlich befreien. 

Erst dann können wir wirklich aus unserem tiefsten Inneren heraus nach außen hin leuchten und strahlen. 

Und andere Menschen, die ebenso aus ihrem tiefsten Inneren heraus leuchten und strahlen (wollen), damit zu uns und in unser Leben ziehen.

Und ganz genauso geht es unserem Dual. Erst wenn sein ganz persönlicher Leidensdruck so enorm hoch ist, weil auch ihm nun die Dinge bewusst werden und er sie ernsthaft hinterfragt und sich selbst reflektiert, wird sein Handlungsbedarf so stark und intensiv werden, dass er gar nicht mehr anders kann, als die Bequemlichkeit seiner Komfortzone zu verlassen und etwas bei sich zu verändern. Erst dann kann er wirklichen Mut entwickeln und in die aktive Handlung und Verbindlichkeit uns gegenüber gehen. 

Erst wenn wir ihn vollständig losgelassen haben – es vollständig akzeptiert und angenommen haben, dass er nicht bei uns ist, kann er sein Herz vollständig für uns öffnen.

Wenn wir etwas nicht akzeptieren und annehmen können, dürfen wir annehmen und akzeptieren, dass wir genau dies eben NICHT akzeptieren und annehmen und damit eben nicht zufrieden und glücklich leben können. Denn wir können uns nicht mit aller Macht zwingen, etwas zu akzeptieren und anzunehmen, von dem wir in unserem innersten Kern nicht überzeugt sind. An das wir nicht glauben und mit dem wir uns nicht identifizieren. Was uns ganz einfach sinnlos erscheint. 

Es wäre Heuchelei par Excellence, wenn wir uns selbst ganz bewusst zu etwas zwingen würden, dass uns im innersten Kern zutiefst widerstrebt. 

Weil unser Herz und unsere Seele dies eben nicht versteht. Und auch nicht so will. Weil unser Herz und unsere Seele genau weiß, was wirklich vom Leben und Universum für uns bestimmt ist.

Wenn wir uns vollständig bewusst sind, erhält die bedingungslose Liebe oberste Priorität in unserem Sein. 

Der Bindungswunsch gegenüber unserem Dual weicht einer tiefen Gewissheit. Und eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft wird ausschließlich auf Augenhöhe und in vollkommener innerer Freiheit und tiefem Vertrauen gelebt.

Bisheriges gegenseitiges geben und nehmen weicht absichtslosem gegenseitigem schenken aus tiefer, wahrhaftiger Liebe heraus. 

Und einer zieht sich vom anderen zurück und geht in die (selbst-) reflektierende Stille, sobald der andere noch vorhandene Projektionen und eventuell alte Muster und Konditionierungen auf ihn wirft. Was auch in einer verbindlichen Beziehung und Partnerschaft vorkommen wird. Die absolute Harmonie wird es nicht geben. Wohl aber ein gegenseitiges akzeptieren und annehmen ohne jede gedankliche Herablassung oder Bewertung.

Weil auch geheilte Dualseelen nur - wenn auch zutiefst bewusste und achtsame - Menschen sind :)

Und ein gemeinsamer Alltag will ja trotzdem bewerkstelligt und ohne jegliche faule Kompromisse gelebt werden. Was auch in vollkommener und bedingungsloser Liebe aufgrund der äußeren Umstände nicht immer einfach zu handhaben aber definitiv gemeinsam machbar ist. 

 

                                                               © Iris Fischer – sensible-seele.net


Was es mit echtem Mut bei Seelenpartnern & Dualseelen auf sich hat

Wahrer Mut bei Seelenpartnern & Dualseelen

Wahren Mut zu besitzen, ist elementar zwischen zusammengehörenden Seelenpartnern und Dualseelen. Denn nur so kann eine verbindliche Partnerschaft auf Augenhöhe miteinander entstehen. Die urgewaltige Angst vor echter Veränderung ist es allerdings, die viele davon abhält, ernsthaft zu handeln. Die Ungewissheit ist es, die an einem zerrt, wie ein Kleinkind am Rockzipfel seiner Mutter. Die Ungewissheit ist es, die die Gedanken quält. Die Ungewissheit ist es, die dafür sorgt, dass man unsicher wird und zweifelt. Die Zweifel lauern im Hinterhalt des Verstandes nur auf diese Gelegenheit und springen einen dabei so urplötzlich an, dass man ihnen nicht mehr entkommt. Die Zweifel dann bewusst wieder wegzuscheuchen und die Aufmerksamkeit darauf zu fokussieren, mutig zu sein, kostet einen die gesamte Kraft und Energie. Ist aber unabdingbar für den Weg in die bedingungslose Liebe. Und auf dem Weg in eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft mit seinem zutiefst geliebten Seelenpartner oder Dual...

Zweifel sind dabei nichts anderes als ein Konstrukt unseres Verstandes. Pure Illusion. Und immer versuchen sie uns zu verunsichern. Was ihnen auch viel zu oft noch gelingt. Zumindest solange, bis wir uns vollständig in unserem Herzen zentriert und ganz fest in unserem authentischen Sein verankert haben. Dabei wenden die Zweifel alle möglichen Tricks des rationalen, vernünftigen, nüchtern und sachlichen Denkens an, um uns von unserem Herzen wegzubringen. Um uns davon abzubringen zu fühlen. Uns davon abzubringen, mutig zu sein. Und stattdessen in unseren alten Mustern und unserer bequemen Komfortzone auszuharren. Denn sonst hätten die Zweifel ja nichts mehr zu tun und würden sich im Raum unseres Verstandes überaus langweilen ;)

Und nur allzu oft fallen wir (wieder) auf unsere Zweifel herein. Und lassen ihnen die Oberhand. Weil sie uns wieder plagen, wenn ihnen langweilig ist. Und sie Abwechslung und etwas zu tun brauchen. Was uns immer wieder aus unserem Herzen und unserer Mitte wegbringt, solange wir noch nicht genügend in uns selbst und unserem authentischen Sein gefestigt sind.

Mutig zu sein, passiert dabei nicht einfach so. Mutig zu sein, ist eine bewusste Entscheidung.

Mut zu besitzen und sich den Dingen zu stellen, anstatt wegzulaufen und vor den eigenen Gefühlen, vor der Wahrheit und der (Eigen-) Verantwortung zu flüchten, ist eine Lebenseinstellung.

Mutige Menschen sind grundsätzlich bereit, Risiken einzugehen. Sie sind bereit, mit den Konsequenzen Ihrer ganz bewussten Entscheidung zu leben. Bedingungslos. Vollkommen egal, ob diese Konsequenzen positiver oder negativer Natur sind. Und vollkommen egal, was andere Menschen darüber denken und davon halten. Was allerdings in keiner Weise bedeutet, dass mutige Menschen keinerlei Angst in sich tragen. Im Gegenteil. Mutige Menschen tragen sogar ganz immense Ängste in sich. Die sie gewaltig blockieren. Allerdings auf ganz anderen Ebenen. Auf denen sie eben noch nicht mutig sein können.

Angst und Mut widersprechen sich hierbei nicht. Sondern halten sich gegenseitig die Waage. Sie bedingen sich sogar gegenseitig. Denn wer nicht ängstlich ist, weiß auch nicht den Unterschied, wie es sich anfühlt, wahrhaftig mutig zu sein.

Auch dies zeigt uns die Dualität. Die Gegensätzlichkeit in uns. Und gleichzeitig das „EinsSein“ mit uns selbst. Aber auch mit unserem Seelenpartner oder Dual. 

Seelenpartner und Dualseelen sind einerseits mutig, andererseits plagen gewaltige (Ur-) Ängste sie. Und gerade bei Dualseelen ist es so, dass einer von beiden wahren Mut zeigt, sich auf all dieses auf diesem Weg einzulassen. Während der andere feige vor Angst, jeglicher Verbindlichkeit aus dem Weg geht. Vermeintlich! Denn in Wahrheit gehen ja beide der Verbindlichkeit aus dem Weg. Der Kopfmensch geht der Verbindlichkeit seinem Herzmenschen gegenüber aus dem Weg, während der Herzmensch der Verbindlichkeit sich selbst gegenüber lange Zeit aus dem Weg geht. Ja, die vorherrschende Unverbindlichkeit sich selbst gegenüber lange Zeit gar nicht erkennt. Und BEIDE in Wahrheit auf einer Ebene feige sind.

Also sind grundsätzlich beide es, die ganz bewusst an sich arbeiten und wahrhaftigen Mut entwickeln und leben dürfen. Auf den „richtigen“ Ebenen. Und jeder auf seine Weise.

Nämlich den Ebenen der wahrhaftigen Liebe und der Verbindlichkeit. Was sehr bewusste Entscheidungen nach sich zieht. Wer feige in seinen Blockaden verharrt und sich hinter künstlich erschaffenen Barrieren versteckt, um immer neue Ausreden (vor sich selbst) parat zu haben, kommt dabei nicht wirklich weiter. Und wird niemals wirklich glücklich in der Liebe sein.

Bei ganz vielen Seelenpartnern und Dualseelen ist es tatsächlich so, dass sie auf den „falschen“ Ebenen mutig sind. Prioritäten nicht passend gesetzt sind. Die Angst hier noch viel zu schwer wiegt und viel zu groß ist, als dass der Mut eine echte Chance hätte, sich auf den „richtigen“ Ebenen durchzusetzen. Nämlich auf der Ebene der wahren Liebe.

Sich bewusst dafür zu entscheiden, nicht länger in seinen Ängsten zu verharren und der Angst die Macht einzuräumen, sondern echten Mut zu entwickeln und diesen auch zu leben, kommt aus der Tiefe des Herzens und dem innersten Kern der Seele. Denn die Seele ist es, die mutig sein will. Die Seele ist es, die grundsätzlich mutig ist. Die nur vom Verstand, unseren bewertenden Gedanken und (bedürftigen) Ego blockiert wird.

Waghalsig zu sein, kommt dagegen aus dem Ego. Und nicht aus dem Herzen. Denn man will sich und anderen dann etwas beweisen. Allerdings gefährdet man sich und andere dann dabei, wenn man mit Waghalsigkeit leichtsinnig ist. Und Leichtsinn hat nichts mit Mut zu tun.

Wer echten Mut besitzt, geht ein Wagnis ein. Und schadet weder sich selbst, noch schadet er anderen. Im Gegenteil. Weiß er sehr genau, was er da tut. Da er sich sehr bewusst dafür entscheidet, dieses Wagnis einzugehen. Und er ist sich dessen bewusst, dass dies auch bedeuten kann, gründlich zu scheitern. Dieses Risiko geht man dann aber ein. Und ist sich sehr wohl der Konsequenzen daraus bewusst.

Was bedeutet es aber jetzt ganz genau, mutig zu sein? Mutige Menschen tun folgende Dinge...

 

  • Sie handeln wohlüberlegt aus einer tiefen inneren Überzeugung heraus
  • Sie gehen bewusst Risiken ein (ohne dabei leichtsinnig zu werden)
  • Sie hinterfragen die Dinge, stellen sich auch unangenehmen Themen und halten sie aus
  • Sie leben bedingungslos mit den Konsequenzen ihres Handelns
  • Sie leben aus ihrem Herzen heraus und gehen den Weg ihrer Seele
  • Sie vertrauen bedingungslos ihrer Intuition
  • Sie schöpfen bewusst aus ihrem inneren Potenzial
  • Sie rebellieren gegen andere, um sich selbst absolut treu zu bleiben


Das bedeutet für Seelenpartner und Dualseelen sinnigerweise...

 

  • Sie entscheiden sich bewusst FÜR die wahrhaftige, bedingungslose Liebe
  • Sie entscheiden sich bewusst FÜR ihren Seelenpartner oder ihr Dual 
  • Sie entscheiden sich bewusst FÜR ihr authentisches und wahres Selbst

 

Und was ist mit den Seelenpartnern und Dualseelen, die sich eben NICHT trauen, mutig zu sein? Die feige sind und sich lieber im Rückzug üben?

 

  • Sie gehen Entscheidungen aus dem Weg, die sie binden
  • Sie stellen sich nicht der wirklichen Wahrheit (weder sich selbst und ihren wahren Gefühlen, noch ihrem Seelenpartner oder ihrem Dual)
  • Sie benutzen permanent Ausreden, um sich nicht festlegen zu müssen
  • Sie sind konfliktscheu und man kann mit ihnen nichts klären, weil sie lieber weglaufen und flüchten und sich vor der Wahrheit verstecken
  • Sie halten die Wahrheit und die Intensität der wahrhaftigen Liebe nicht aus
  • Sie halten es nicht aus, zutiefst und wahrhaftig geliebt zu WERDEN
  • Sie sagen zu den falschen Partnern/Partnerinnen JA und zu den richtigen NEIN
  • Sie wollen ihre Eigenanteile nicht sehen, warum etwas nicht funktioniert
  • Sie wollen aus Angst alles unter ihrer Kontrolle behalten
  • Sie wollen keine Schwäche zeigen, SIND in Wahrheit aber innerlich schwach
  • Sie besitzen einen viel zu geringen Selbstwert und leben nicht ihr volles Potenzial

 

Kann man nun feigen Menschen einen Strick daraus drehen und ihnen Vorwürfe machen, weil sie so sind, wie sie sind?

NEIN. Oder zumindest nur zum Teil. 

Denn sie können (noch) nicht anders handeln. Weil ihnen die relevanten Dinge und ihr eigenes Fehlverhalten (destruktives Verhalten in der Liebe) noch nicht bewusst sind. Und sie deshalb auch keinen Handlungsbedarf bei sich selbst sehen. Selbst wenn sie bereits emotional und seelisch leiden. Aber dieser Leidensdruck ist noch zu gering, als dass sie anders handeln könnten. Und deshalb ist es so elementar, diesen Menschen gegenüber Grenzen zu setzen. Und zwar sehr konsequent. Wenn auch liebevoll und sanft. Aber sie müssen deutlich zu spüren bekommen, dass sie in Wahrheit destruktiv (auch sich selbst gegenüber) sind.

Feigheit kann sehr grausame Auswirkungen haben. Vor allem dann, wenn der eine aus Feigheit sich nicht mehr bei seinem geliebten Menschen meldet und dieser „verlassene“ Mensch leidet seelische Höllenqualen unter der stillen Abwesenheit seines Seelenpartners oder Duals.

Wobei dies beileibe kein Einzelfall ist, sondern oft genug vorkommt, dass durch den stillen – womöglich jahrelangen – Rückzug ein bereits vorhandenes Trauma aus der Kindheit, das sowieso das gesamte Leben überschattet, dadurch als noch schlimmer empfunden wird und nicht geheilt werden kann, egal, was man versucht. Weil in solchen Fällen bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen ausschließlich wirkliche Heilung wäre, die wahrhaftige und tiefe Liebe von seinem Seelenpartner oder seiner Dualseele aktiv und konstant zu erhalten. Von ihm aktiv geliebt zu WERDEN. Anstatt dass die wahren Gefühle, die hinter einem solch komplexen und ganzheitlichen Trauma stehen, durch das Schweigen und den stillen Rückzug Tag für Tag immer wieder aufs Neue angetriggert werden.

Dies kann derart tiefgehend sein, dass man – OBWOHL man sich vollkommen und komplett auf sich selbst und auf sein Leben einlässt und konzentriert und all seine Energie und Kraft in die eigene Person fließen lässt, dennoch kontinuierlich unter der Abwesenheit des geliebten Menschen leidet. Und permanent bittere Seelentränen weint. Obwohl die Tränen der Seele ja grundsätzlich reinigend, befreiend und heilend wirken. Aber in einem solchen Falle eben nicht genug.

ALLES kann man sich eben doch NICHT selbst geben. Und wenn man sich selbst noch so sehr liebevoll, fürsorglich, achtsam und ganz bewusst um das emotionale, körperliche, seelische, gesundheitliche und geistige Wohlbefinden bemüht.

Und es entspricht auch NICHT der Wahrheit, dass man seine Seele wirklich komplett und vollständig heilen kann

Zumindest nicht, solange der Seelenpartner oder das Dual ständig feige auf der Flucht ist und sich den Dingen nicht stellt. Denn manches kann eben wirklich NUR GEMEINSAM geheilt werden. Wenn beide Seelenpartner und Dualseelen bewusst zueinander stehen. Und auch zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.

Denn Fakt ist, JEDER Mensch braucht Berührung auf jeglichen Ebenen. Zärtlichkeit. Umarmungen. Beistand. Wärme. Geborgenheit. Emotionale und seelische Nähe. 

Und auch wenn es Gegenstimmen gibt, Fakt ist, viele hochsensible und hochsenitive Menschen können alleine niemals wirklich glücklich sein. Weil es einfach ein Ur-Bedürfnis des Herzens und der Seele ist, mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein.

Selbst wenn man per se kein Problem damit hat, alleine in seinem Leben zurechtzukommen. Auf der einen oder anderen Ebene - ja. Kann man schon glücklich sein. Aber nicht ganzheitlich auf allen Ebenen zugleich. Nicht, solange der zutiefst geliebte Mensch sich im stillen Rückzug befindet. Und man sich zutiefst von ihm im Stich gelassen fühlt. Und genau dieses Gefühl, im Stich gelassen worden zu sein, haben etliche Seelenpartner und Dualseelen.

Dahinter steckt Hilflosigkeit und ein sich der Situation ausgeliefert zu fühlen. Keinerlei Kontrolle über die Situation zu besitzen. Selbst absolut nichts tun zu können. Was das ganze noch schlimmer erscheinen lässt. Vor allem dann, wenn man wie schon erwähnt, ein schwerwiegendes nicht verarbeitetes Trauma mit sich herumträgt. Das diese Gefühle immer wieder neu antriggert und verstärkt.

Nun gibt es Stimmen, die der Meinung sind, da ja die wahrhaftige Liebe die stärkste Kraft im Universum ist, müsste doch jeder Mensch der wirklich und wahrhaftig liebt, in der Lage sein, sich seinen Ängsten zu stellen. Und mutig echte Veränderungen in seinem Leben zulassen.

NEIN! So einfach ist dies leider nicht.

Da es wie ich bereits erklärt habe, eine Grundeinstellung eines jeden einzelnen Menschen ist, tatsächlich mutig zu sein oder zumindest es sein zu wollen oder eben auch nicht.

Außerdem zeigt es auch eine ganze Menge Mut, sich eben NICHT für die wahrhaftige Liebe und GEGEN den zutiefst geliebten Menschen zu entscheiden. Nur auf vollkommen anderer Ebene. Auf etwas so einzigartiges und unermesslich kostbares wie die wahre (Seelen-) Liebe bewusst zu verzichten, ist für den Menschen, der sich dagegen entscheidet, NICHT feige. Für den Zurückbleibenden und Verlassenen dagegen schon.

Es ist wie alles andere auch, eine Frage der sehr bewussten und perspektivischen Wahrnehmung.

Mut wird meist automatisch mit positiven Handlungen und positiven Entscheidungen assoziert. Und es wird vergessen, dass auch vermeintlich negative Handlungen und vermeintlich negative Entscheidungen notwendig sind, um vollkommen bei uns selbst zu sein. Das Leben besteht aus vielen winzigen, kleinen, großen und Lebens verändernden Entscheidungen, die wir für uns treffen. Auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen des Lebens und der Liebe. Nur entscheiden wir uns nicht immer automatisch FÜR etwas oder FÜR jemanden, sondern es kommt dabei auch vor, dass wir uns bewusst GEGEN etwas oder GEGEN jemanden entscheiden. Letzteres müssen wir tun, damit wir bei uns selbst und in unserer Mitte bleiben. Keine faulen Kompromisse leben. Was wie von selbst bedingt, dass wir uns uns selbst zuwenden und unsere Aufmerksamkeit, Zeit und Energie dem anderen entziehen. Zumindest definieren und bewerten andere dies von außen als negativ. Während es für uns vielleicht die beste positive Handlung und Entscheidung ist, die wir für uns selbst und unser Wohlbefinden fällen können...

Der Fakt, mutig zu sein, wird von den meisten damit assoziiert, sich FÜR etwas oder FÜR jemanden zu entscheiden. Ohne zu bemerken, dass gerade diese Annahme eine gedankliche Bewertung ist.

Dabei zeugt es in Wahrheit von einem ungeheuren Mut, sich wohlüberlegt und sehr bewusst GEGEN etwas oder GEGEN jemanden zu entscheiden. Denn man ist sich der daraus resultierenden Konsequenzen dann sehr wohl bewusst. Man weiß dann sehr genau, auf was man eigentlich verzichtet. Auf das vielleicht beste, was das Leben einem geschenkt hat. Und sich gegen dieses Geschenk zu stellen und sich stattdessen ausschließlich sich selbst und seinem bequemen alten Leben zuzuwenden, erfordert vielleicht noch größeren Mut und ist wahrscheinlich noch viel schwieriger und schmerzhafter, als sich FÜR etwas oder FÜR jemanden zu entscheiden.

Kann man dies nun als feige definieren? Wohl eher nicht :)

Bewusster Verzicht ist immer schmerzhaft. Und noch sehr viel mehr, wenn es um elementare, existenziell wichtige und essentielle Dinge für uns geht. Und wir genau wissen, was wir dann eben NICHT mehr bei uns und an unserer Seite haben. Unsere Sehnsucht uns stattdessen immer weiter quält. Und sich nicht erfüllt. Woran wir aber dann selbst schuld sind. Da wir hätten haben können, was wir nicht wollten. Was wir lieber abgelehnt, verdrängt, unterdrückt, von uns geschoben und abgewiesen haben. Statt uns mit jeder Faser unseres Seins genau auf das einzulassen, nachdem wir unser gesamtes Leben so sehnsüchtig gesucht und darauf gewartet haben. Und dies uns finden durfte, zu einem Zeitpunkt, als wir am wenigsten daran glaubten, dies jemals noch zu erhalten.

Soll heißen, diejenigen Seelenpartner und Dualseelen, die alleine gelassen wurden, weil ihr Gegenüber sich von ihnen abgewandt hat und in sein altes Leben zurückgekehrt ist, weil er das als einfacher und leichter für sich empfindet, dürfen sich bewusst werden, dass es in Wahrheit weit über die eigene Schmerzgrenze hinausgeht, sich GEGEN den Menschen zu entscheiden, von dem man sehr genau weiß, dass er einen zutiefst wahrhaftig liebt. Und der sein Leben ernsthaft mit einem verbringen will. Weil er sich bewusst dazu entschieden hat. 

Es kann sein, dass es demjenigen sein Herz und seine Seele zerreißt vor tiefempfundenem Schmerz, den anderen wissentlich sich selbst und dem daraus folgenden Leid zu überlassen.

Das könnte jetzt als egoistisch ausgelegt werden, ist es aber nicht. Denn auch hierunter steckt natürlich eine ganze Menge unbewusste oder auch bewusste Angst.


  • Angst, vom Regen in die Traufe zu geraten
  • Angst, den anderen nicht bei sich halten zu können und ihn wieder zu verlieren
  • Angst, noch einmal verlassen und zutiefst enttäuscht zu werden
  • Angst, sich der wahrhaftigen Liebe zu stellen
  • Angst, nicht gut genug zu sein
  • Angst, in dieser Liebe zu versagen und dem anderen nicht gerecht zu werden
  • Angst, sich selber (wieder) zu verlieren
  • Angst, diese Liebe wieder zu verlieren
  • Angst, neues zu beginnen und einen kompletten Neuanfang zu wagen
  • ...und...und...und...

 

Außerdem muss in dem Falle das wahre Empfinden und die wahren Gefühle von sich abgespalten, unterdrückt und verdrängt werden, weil diese Menschen sonst ihr Leben nicht weiterleben können. Denn sie müssen weiterhin in ihrem Leben funktionieren. Da sie sich dafür entschieden haben. Und dies dann auch so wollen.

Was wirklich tragisch ist. Denn die wahre Liebe wirklich und wahrhaftig am eigenen Leib erleben zu dürfen, ist nun einmal das kostbarste und unermesslich wertvollste Geschenk, dass das Leben einem bietet.

Mut ist also nicht gleich Mut. Und Mut ist nicht immer positiv. Sondern kann auch äußerst negativer Natur sein, wenn man genau hinsieht. Wenn man hinter die Fassade des vermeintlich mutigen Handelns schaut. Wenn man den Schmerz und die wahre Tragweite dahinter erkennt.

Genauso wie Feigheit nicht immer Feigheit darstellt. Sondern in Wahrheit eine wohlüberlegte und bewusste (äußerst mutige) Entscheidung und Handlung dahinter steht. 

Eben weil es für viele Menschen einfach bequemer ist, in ihren alten Gewohnheiten auszuharren und in ihrem emotionalen und seelischen Unglück und Leid zu schwelgen. Im Opfer-Bewusstsein zu baden. Anstatt ihr ureigenes Glück SELBST in die Hand zu nehmen. Und alles ihnen mögliche dafür zu tun.

Die Frage stellt sich logischerweise natürlich, ob denn dann die Seelenpartner und Dualseelen, die sich aus tiefsitzender Angst aus ihren alten Mustern vermeintlich nicht lösen können, es überhaupt lernen können, mutig zu sein.

Eine überaus berechtigte Frage. Es ist wie schon erwähnt eine bewusste Entscheidung. Und wenn das primäre Ziel eben NICHT eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft mit seinem Seelenpartner oder seiner Dualseele ist TROTZ der vorhandenen wahrhaftigen Liebe, dann kann man als „sitzengelassenenes“ Gegenüber absolut gar nichts tun. Was ja bei nicht wenigen Seelenpartnern und Dualseelen der tatsächliche Fall ist.

Man kann gar nichts dagegen tun, außer sich vollständig auf sich selbst zu fokussieren. Und sämtliche Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und die gesamte Energie sehr bewusst auf die eigene Person und das eigene Leben zu lenken. Auch wenn dies bedeutet, auf den zutiefst geliebten Menschen zu verzichten. Und ihn sich selbst zu überlassen, damit man selbst weiterkommt auf seinem ureigenen Weg. Denn die Seele und der Sog des Lebens „zwingt“ einen immer weiterzugehen. Und es gibt kein Zurück.

Natürlich könnte man sich dann auch dazu entscheiden, eben nichts an seiner Situation zu ändern und  – bevor man alleine und unglücklich sein Da SEIN fristet - lieber weiterhin eine unverbindliche Beziehung mit seinem Seelenpartner oder Dual zu führen, solange der lieber seiner eigenen Feigheit frönt. Was aber auf Dauer nichts bringt und keinen Sinn macht, denn man steckt dann in einem Negativ-Kreislauf fest, aus dem man nicht mehr herauskommt. Und bewältigt die Lernaufgaben seiner Seele nicht.

Zudem macht es überhaupt keinen Sinn, die eigene seelische Entwicklung zu blockieren. Da man zutiefst darunter leiden und die Seele sich gewaltig dagegen wehren würde.

Denn ER wird niemals etwas ändern, wenn wir uns nicht selbst zuallererst wirklich verändern! 

Unser Seelenpartner oder unser Dual übernimmt nicht die Verantwortung. Weder emotional, noch moralisch, noch sonst irgendwie. Also sind wir gezwungen, zu handeln. Und die Verantwortung (für uns) SELBST zu übernehmen.

Der Fluss des Lebens fließt immer weiter, genauso wie die Zeit immer weiter verrinnt. Ob wir unser gesamtes Potenzial nun bewusst nutzen oder lieber in unserem innersten Kern verstauben lassen. Darauf nimmt das Leben keinerlei Rücksicht. Im schlimmsten Fall werden wir älter und älter und irgendwann alt, ohne dass wir in die richtige Richtung bewusst gehandelt haben. Und so die elementarste und wichtigste und wertvollste Chance unseres Lebens ungenutzt verstrichen ist. Und wir das kostbarste Geschenk, dass das Leben uns geboten hat, nicht angenommen, sondern aus tiefsitzender Angst verschmäht und von uns gestoßen haben.

Wenn man jetzt bewerten würde, würde man es als wahrhaftig feige empfinden, wenn sich der andere nicht aus seinen Ängsten herauslösen kann.

Tatsächlich ist Feigheit aber KEINE gedankliche Bewertung, sondern faktisch gesehen ist Feigheit das Gegenteil von Mut.

Wer feige ist, kann nicht mutig sein. Und wer mutig ist, ist niemals feige. Zumindest nicht auf diesen Ebenen. Auf anderen Ebenen wiederum möglicherweise dann aber sehr wohl doch.

Mutig kann man nur sein, wenn man sich aus seiner bequemen Komfortzone herauswagt. Und sich nicht länger versteckt. Sich bewusst aus seinen gewohnten Gefilden in eine neue Umgebung begibt. Echte Veränderungen bewusst zulässt. Und sich auf diese Veränderungen bewusst einlässt.

Neue Wege können nur dann entstehen, wenn man sie wirklich geht. Schritt für Schritt. Was schon Franz Kafka gesagt hat. Und ich dem aus meiner eigenen Erfahrung aus meinem Herzen und mit meiner Seele zustimmen kann.

Kann man echten Mut also lernen? Hierzu ein ganz klares JA :)

Denn echte Seelenpartner und Dualseelen sind ja dazu „auserkoren“, sich aus ihren alten negativen, unpassenden, destruktiven und hemmenden Mustern herauszulösen. Und endlich auf die Stimme Ihres Herzens und ihrer Seele zu hören.

Natürlich dürfen diejenigen Seelenpartner und Dualseelen, die auf dieser Ebene besonders tiefe Ängste in sich tragen, bewusst lernen, ihr Herz der wahrhaftigen Liebe und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten immer weiter zu öffnen. Und sich aus ihren bisherigen Ängsten Schicht für Schicht immer weiter herauszuschälen. Und zwar solange, bis die Feigheit und das damit verbundene Fluchtverhalten immer mehr schwindet und der Mut immer stärker und kraftvoller spürbar wird. Und an die Oberfläche des vollen Bewusstseins tritt.

Je mehr wir unser Herz der wahrhaftigen Liebe und für ein gemeinsames Leben mit unserem Seelenpartner oder unserem Dual öffnen, desto mehr verschieben sich wie von selbst auch unsere Prioritäten. Und eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft auf Augenhöhe kann auch zum primären Ziel unseres Seelenpartners oder Duals werden.

Nur wenn er sich vollständig auf SEIN offenes Herz einlässt, kann er den wahren Mut entwickeln, sich der wahrhaftigen Liebe und einem gemeinsamen Leben mit uns wirklich zu stellen...

BEIDE Seelenpartner und Dualseelen dürfen lernen, auf elementarer Ebene wahrhaftig mutig zu sein.


Herzlichst, Ihre Iris Fischer

 

 

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Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.