Kraftvoll & authentisch leben                                                                                                                       Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                                                                      Seelenpartner & Dualseelen                                  

                     "Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
                        Julie Jeanne de Lespinasse 

Sensible Seele Blog - Warum Seelenpartner & Dualseelen sich finden - Teil 2


                         Seelenpartner & die Kapitulation vor der Liebe



Irgendwann auf unserem Weg kommen wir an einen Punkt, an dem wir aufgeben. Den Kampf für oder gegen die wahre Liebe einfach aufgeben. Nicht die Liebe an sich aufgeben, sondern damit aufhören, die Liebe zu kontrollieren. Den Widerstand gegen unser wahres Sein beenden. Uns stattdessen unserer Angst bewusst stellen. Und uns vollkommen auf unser Dual, auf die wahrhaftige Liebe und auf unser wahres authentisches Sein bewusst einlassen. Wir kapitulieren vor dieser unendlichen Kraft der wahren Liebe. Lassen uns vom urgewaltigen Sog des Lebens einfach nur mitziehen. Uns in den strömenden Fluss der Liebe und des Lebens fallen und vertrauensvoll darin treiben. Ohne uns in irgendeiner Weise dagegen zu wehren. Oder etwas dafür zu tun, die Richtung zu bestimmen, in die es geht. Wir lassen es einfach fließen. Weil uns sehr bewusst geworden ist, wie sinnlos der Kampf gegen uns selbst, gegen oder für unser Dual und gegen oder für die wahre Liebe an sich ist...

In dem Augenblick, in dem wir - bzw. unser Ego dass immer nur „haben will“ – kapitulieren und es aufgeben, die Liebe zu kontrollieren, fühlt es sich an, als ob wir unser eigenes Selbst vernichten. Ein Selbst, dass wir für echt gehalten haben, obwohl dieses Selbst lediglich aus faulen Kompromissen bestanden hat. Und von tiefsitzenden Ängsten, Blockaden und destruktiven Mustern überlagert, begleitet und fremdbestimmt war. Und nicht wirklich unser wahres existierendes Sein gezeigt hat. Es fühlt sich an, als ob wir in ein bodenloses Nichts gezogen werden, ohne zu wissen, was weiter mit uns passiert. Wir fühlen uns innerlich leer. Und diese Leere wollen wir automatisch füllen.

Eine unglaubliche Sehnsucht tobt plötzlich in uns und ist so intensiv und präsent, dass es nur noch schmerzt. Und einfach nur gewaltig weh tut. Und eine urgewaltige Verlustangst breitet sich in unserem Inneren aus. Bricht wie riesige Wellengebirge hoch über uns zusammen. Eine Verlustangst, die wir schon lange besiegt glaubten. Eine Verlustangst, die wir fälschlicherweise für die Angst halten, unser Dual nun endgültig zu verlieren. Stattdessen zeigt uns diese immense Angst, dass wir in Wahrheit Angst davor haben, unser für echt gehaltenes Selbst zu verlieren. Weil das Neue und Unbekannte es ist, dass diese urgewaltige Angst in uns auslöst. Und die tiefe Ungewissheit uns überfällt, was es eigentlich bedeutet, unserem nackten und wahren Selbst gegenüberzustehen. Der Liebe an sich und der nackten Wahrheit über unser eigenes, wirklich authentisches Sein gegenüberzustehen.

Die tiefe Sehnsucht ist nichts anderes, als ein Zeichen, dass wir uns zurücksehnen, nach dem, was wir viele Jahre lang gewöhnt sind. Was wir in- und auswendig kennen. Eine künstlich erschaffene Welt, in der wir uns sicher fühlen. Nämlich die Welt unseres Verstandes. Eine riesengroße Illusion – eine Fata Morgana - in unserem Kopf, aus all unseren bewertenden Gedanken. Die uns ein vermeintliches Sicherheitsnetz geboten haben, in das wir uns jederzeit flüchten und fallen lassen konnten. Nämlich in das Netz all unserer destruktiven Muster, sorgsam gehüteten Fassaden und aufgesetzten Masken. Die uns allesamt in der Bequemlichkeit unserer Komfortzone haben ausharren lassen. Ein selbstgesponnenes Netz aus Lug und (Selbst-) Betrug, Täuschung und Selbsttäuschung. Die nackte Wahrheit haben wir lange verdrängt. Unsere wahren Gefühle viele Jahre unterdrückt. Unser authentisches Sein lange Zeit verleugnet. Einfach nicht wahrgenommen. Obwohl es die ganze Zeit über da war. Denn die Stimme unserer Seele hat uns mit unserer tiefen Sehnsucht und körperlichen Symptomen immer wieder aufmerksam darauf gemacht. Allerdings wollten wir diese Stimme nicht hören. Weil wir uns selbst getäuscht und viele Jahre etwas vorgemacht haben.

Allerdings projizieren wir diese Sehnsucht automatisch erst einmal auf unser Dual. Weil er sich zeitgleich und unerwartet auch von uns wieder entfernt. Und noch einmal zurückzieht. Als ob er spüren würde, dass er gerade stillhalten und vielleicht ein letztes Mal – vermeintlich vor uns – in Wahrheit aber vor sich selbst - flüchten MUSS, damit wir den endgültigen Sprung zurück in unser wahres Selbst schaffen. Dass wahre Selbst, das schon immer in uns existiert, wir dies aber nicht (mehr) sehen konnten, aufgrund all unserer unpassenden Konditionierungen und destruktiven Muster. Und wir diesen Sprung bewusst vollziehen. Damit ER uns dann tatsächlich nachfolgen und sich vollkommen zu uns bekennen kann.

Unser Ego bäumt sich nochmals ganz gewaltig auf und rebelliert, wehrt sich heftig gegen die aufkommende Hilflosigkeit und das immense Gefühl des vermeintlichen ausgeliefert Seins. Es wehrt sich ein letztes Mal gegen die Einsicht, die Dinge nicht mehr kontrollieren zu können. Sondern sie einfach nur zu akzeptieren. Und anzunehmen, wie sie sind. Mit unserem Ego keine Dramen mehr zu inszenieren, um im Außen das zu erhalten, was wir mit unserem Verstand und unseren bewertenden Gedanken permanent unbedingt „haben“ wollen. Sondern endgültig unser Herz entscheiden zu lassen. Uns nicht mehr in der Illusion unseres Verstandes zu verlieren, dass wir vermeintlich nicht gut genug sind, so wie wir sind. Oder dass wir es nicht verdient hätten, wahrhaftige Liebe (von unserem Dual) zu erhalten. Oder dass uns alles entgleitet, was die Liebe an sich angeht.

Weil uns nun sehr bewusst ist, dass wir viele Dinge, die die Liebe betrifft, eben wirklich nicht in unserer Hand haben. Und mit unserem Bewusstsein kontrollieren, beeinflussen oder steuern können. Dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich gegen unser wahres Sein ständig zu wehren. Und unseren inneren Widerstand weiter aufrechtzuerhalten. Was wir ja nur aus alter Gewohnheit tun. Weil wir es nicht anders kennen. Und über einen langen Zeitraum als vollkommen „normal“ angesehen haben. Und weil all dies nun mit aller Gewalt an die Oberfläche unseres Bewusstsein dringt. Sich plötzlich überdeutlich sichtbar in unserem Leben manifestiert. Wir können überhaupt nicht anders, als die Dinge auf der Stelle zu klären. Sie gezielt zu heilen, zu wandeln und zu transformieren. Und so ganz bewusst endgültig aufzulösen.

Absolute und kristallklare Klarheit in uns selbst, in unserem Leben und auch in der Beziehung zu unserem Dual zu schaffen. Weil das Universum, das Leben - die reine Existenz und das pure Sein an sich - diese kristallklare Klarheit nun von uns fordert. Die alten Muster funktionieren nicht mehr. Was auch unser Dual sehr deutlich spürt. Und auf allen Ebenen seines ureigenen Seins mitbekommt. Wie er damit umgeht, liegt nicht in unserer Macht. Ob er es schafft, endgültig auf sein Herz zu hören und uns gegenüber danach handelt, was sein Herz ihm sagt, ist alleine seine Entscheidung. 

Indem wir kapitulieren und jegliche Kontrolle bewusst aufgeben, stehen wir absolut und vollkommen – ohne jeglichen faulen Kompromiss – zu unserem wahren, authentischen Sein. Zu der Liebe zu uns selbst und zu der wahren Liebe an sich. Aber auch zur Liebe zu unserem Dual.

Wir schälen uns Schicht für Schicht nun sehr bewusst heraus aus allem, was wir nicht mehr brauchen in unserem Leben. Und befreien unser authentisches und wahres Sein. Wir befreien die Liebe in uns. Die lange Zeit zugedeckt war von einer dicken Schicht Angst - und allen destruktiven Mustern, die sich im Laufe der Zeit in unserem Leben auf unserer Seele abgelagert haben. Die versteckt war hinter sorgsam gehüteten Fassaden und einstudierten Rollen. Verborgen und für uns selbst nicht sichtbar hinter unserer sorgfältig hochgezogenen Dornenhecke. Die unser vermeintlicher Schutz vor erneuten Verletzungen war. Die in Wahrheit aber ein Schutz gegen uns selbst war. Und wir stellen uns nun dieser urgewaltigen Angst. Gehen ihr entgegen und verschmelzen regelrecht mit ihr.

Wir lassen es nicht mehr zu, dass uns irgendjemand drangsaliert und in irgendeiner Weise daran hindert, vollkommen authentisch zu Sein. Endlich UNS SELBST zu leben. Und nicht mehr anderen zuliebe – die uns in Wahrheit gar nicht lieben und uns nicht authentisch sein lassen, da sie selber nicht authentisch sind und sich selber nicht genügend lieben – zu verbiegen oder uns an äußere Gegebenheiten anzupassen, die uns in Wahrheit nur zuwider sind. Die wir überhaupt nicht wollen. Und die weder zu uns, noch in unser Leben passen. Weil wir uns mit diesen Dingen weder identifizieren, noch mit unserem Herzen wirklich und wahrhaftig dahinter stehen können.

Die immer noch vorhandenen Reste der Dornenhecke um unser wahres Selbst fallen komplett in sich zusammen. Und liegen nun verstreut zu unseren Füßen. Vorsichtig steigen wir nun sehr bewusst über diese Reste hinweg, um uns nicht an den vorhandenen Dornen zu stechen. Und uns selbst somit erneut zu verletzen.

Vollkommen „nackt“ und schutzlos stehen wir nun da. Vor unserem wahren Selbst. Vor der urgewaltigen Kraft der wahren Liebe. Vor der nackten Wahrheit an sich. Die nun in ihrer absoluten Vollkommenheit sichtbar für uns wird. Und nun endlich wirklich vollkommen aufblühen und sich zu ihrer wahren Schönheit und Pracht entfalten kann.

Urplötzlich SEHEN und erkennen wir die tatsächlichen Auswirkungen der riesigen Angst in uns und unserem geliebten Dual. Wir erkennen die fatalen Auswirkungen all unserer bisherigen negativen Konditionierungen auf unser gesamtes Sein. Auf all die verschiedenen Bereiche und Ebenen unseres Lebens. Und sämtlicher vorhandenen oder gewesenen Beziehungen. Und weshalb wir uns selbst nicht erlaubt haben – ja dies überhaupt nicht konnten - wirklich vollkommen und absolut WIR SELBST zu sein.

Wir sehen SEINE Angst so überdeutlich, dass uns dies in der Seele heftig schmerzt. Weil wir nun wiederum erkennen, wie sehr die Angst unser eigenes bisheriges Leben und die Liebe bestimmt hat. Verhindert hat, dass wir tatsächlich glücklich waren. Verhindert hat, dass wir es zulassen konnten, wirklich und wahrhaftig geliebt zu WERDEN. Und diese Liebe vom anderen auch tatsächlich zu erhalten. Verhindert hat, dass wir wirklich funktionierende, lebendige, erfüllende Beziehungen mit echter seelischer und emotionaler Nähe, Innigkeit und Intimität führen konnten. Die verhindert hat, uns der wahren Liebe zu stellen. Uns UNS SELBST zu stellen. Die verhindert hat, dass die Liebe vollkommen frei fließt und eine Konstante in der Liebe vorhanden war. Die verhindert hat, dass wir bleiben, anstatt immer wieder zu flüchten. Und vor uns selbst und vor der wahren Liebe zu fliehen. Und gleichzeitig immer weiter nach der wahren Liebe im Außen zu suchen. Nicht wissend, dass die wahrhaftige Liebe die ganze Zeit tief in unserem Inneren geschlummert hat. Und nur darauf gewartet hat, aufgeweckt zu werden und endlich bewusst gelebt werden zu dürfen. Sich vollkommen erfüllen und entfalten zu dürfen. Und sich aus sich selbst heraus immer wieder erneuern zu dürfen. Einfach auf natürliche Weise fließen zu dürfen.

Tiefe Verwirrung breitet sich in uns aus, angesichts der Tatsachen und immensen neuerlichen (Selbst-) Erkenntnisse, die sich in uns auftun. Und die uns klarmachen, wie weit wir schon vor Jahren hätten sein können, hätten wir unser Leben nicht permanent fremdbestimmen und von anderen steuern lassen.

Uns wird bewusst, wie kostbar das Leben an sich ist. Das jede Sekunde, in der wir uns NICHT selbst leben, glasklar verschwendete und unwiederbringliche Lebenszeit ist.

Wir haben nun keine Lust und keine Zeit mehr, weitere kostbare Momente und Augenblicke unseres Lebens verstreichen zu lassen, ohne etwas für UNS zu tun. Ohne ganz bei uns selbst zu sein. Ohne vollkommen IN Liebe – zu uns selbst und zu unserem Dual - zu sein.

Wir tun nun nur noch die Dinge, die wir auch wirklich mit unserem Herzen tun wollen, lassen nur noch Menschen in unserem Leben zu, die uns wirklich wichtig sind und die uns ernsthaft etwas bedeuten. Wir widmen uns nur noch Dingen, mit denen wir uns vollständig mit unserem Gefühl identifizieren können. Hinter denen wir mit unserem ganzen Sein stehen.

Wir tun die Dinge nicht mehr anderen zuliebe, um uns zu verbiegen, sondern wir tun die Dinge für UNS selbst. Weil wir lieben, was wir tun. Und weil wir uns vollkommen wohl damit fühlen. Wohlfühlen in uns selbst und mit uns selbst. Mit allem, was unser wahres Sein ausmacht.

Wir leben und zeigen uns in all unseren sensiblen und emotionalen (ur-weiblichen als Frau und ur-männlichen als Mann) Facetten. Weil UNS das so gefällt. Und weil unser Herz und unsere Seele das tatsächlich so will.

Erst jetzt wird deutlich für uns sichtbar, dass wir in all der Zeit mit unserem Dual doch noch nicht so authentisch und wahrhaftig waren, wie wir die ganze Zeit über gedacht haben. Sondern, dass da immer noch ein winziger Rest gefehlt hat. Weshalb auch unser Dual jetzt noch einmal flüchten und sich vermeintlich vor uns zurückziehen muss. Um uns zu zeigen und sichtbar zu machen, DASS wir eben doch noch nicht vollkommen authentisch uns selbst leben. Dass wir uns immer noch ein kleines Stück verbiegen und anpassen. Und so uns immer wieder – wenn auch nur ein winziges Stück – von uns selbst – aus unserer Mitte heraus - wegbewegen. Ohne dass wir das selbst bemerkt hätten.

Er aber hat es bemerkt. Und seine Liebe zu uns „zwingt“ ihn dazu, uns genau dies zu spiegeln. Damit auch ER sich vollkommen und endgültig aus seiner eigenen Angst befreien und seine Liebe zu uns ebenfalls vollständig entfalten und sich endlich zu einhundert Prozent zu uns bekennen und sich wirklich auf uns einlassen kann. Ohne sich selbst zu drosseln. Und die Liebe in ihrer puren Existenz in irgendeiner Weise aus vermeintlichem Selbstschutz in sich zurückzubehalten.

Erst jetzt können wir wirklich die restlichen Ängste gemeinsam mit unserem Dual bewältigen. Was vorher nur vermeintlich möglich war.

Wir verspüren keinerlei Impuls mehr in uns, irgendetwas für unser Dual zu tun. Wir wenden uns uns selbst und unserem Leben zu und empfangen einfach das, was von unserem Dual zu uns kommt. Denn er (das männliche Dual) ist nun an der Reihe, wirklich aktiv zu werden und zu handeln. Was wir ihm in Zukunft nicht mehr abnehmen werden. So wie wir das in unseren alten Mustern und in unserem „alten“ Leben noch gemacht haben.

Sondern wir bleiben passiv und vollkommen bei uns. Und leben uns selbst und unser Leben. Unser Dual ist jederzeit bei uns willkommen. Unser Herz, unsere Arme und unsere Türe ist jederzeit für ihn geöffnet, aber er ist derjenige, der nun in die aktive Handlung uns gegenüber gehen muss. Wenn er uns tatsächlich in seinem Leben und an seiner Seite haben will.

Das Leben, das Universum, die reine Existenz an sich - die nackte Wahrheit und die pure Liebe in ihrem absoluten Sein - haben diese kristallklare Klarheit in uns, unserem Dual und unserem Leben geschaffen...

Und wir haben eines mit unserem Herzen endlich begriffen...in all der Zeit mit unserem Dual ging es in Wahrheit immer nur um eines. Nämlich, es ging immer nur um UNS. 

Um unser WAHRES und authentisches SELBST. Es ging die ganze Zeit darum, alle unterdrückten, verdrängten und verleugneten Anteile wieder zu uns zurückzuholen. Und somit IN uns selbst wieder vollkommen und "Ganz" zu werden. 

Unser Dual "muss" uns genau solange verleugnen, solange wir UNS SELBST verleugnen.

Unser Dual muss seine Liebe zu uns solange unterdrücken, von sich schieben und verdrängen, solange wir die Liebe zu uns selbst und unser wahres Selbst unterdrücken, von uns schieben und verdrängen. 

Eine feste Bindung mit unserem Dual ist die absolute Krönung dieser einzigartigen, wahrhaftigen und tiefen Liebe. Was aber alleine von IHM aus der Tiefe seines Herzens und dem Inneren seiner Seele kommen und sich im wahren Leben mit uns gemeinsam manifestieren muss. 

Indem er sich nämlich absolut und vollkommen bedingungslos zu uns und seiner Liebe für uns bekennt...

Weil wir UNS zu unserem wahren und authentischen Sein vollkommen bekannt haben und absolut und bedingungslos zu UNS SELBST stehen.


Die Traumatisierungen der männlichen Dualseelen



Für mich ist es an der Zeit, einmal eine Lanze zu brechen. Eine Lanze für die sensiblen Männer der Dualseelen. Denn permanent heißt es überall, der Mann muss sich um die Frau bemühen. Die Frau soll möglichst passiv bleiben. Und nichts in Richtung ihres männlichen Duals unternehmen. Was auch für eine gewisse Zeit absolut richtig ist. Irgendwann allerdings steht fest, dass - wenn der Mann sich einmal deutlich sichtbar darauf eingelassen hat, dass ER derjenige ist, der sich um die Frau bemüht und dies per se tatsächlich TUT und somit ER eindeutig die treibende Kraft in dieser Beziehung ist  - weil die Frau gelassen in sich ruht und sich vertrauensvoll seiner liebevollen Führung überlässt, geht es zwischen beiden Dualen um ganz andere Dinge...

Es dreht sich nämlich jetzt ganz explizit um die urgewaltigen Ängste und nicht verarbeiteten Traumata aus der Vergangenheit der sensiblen Dualseelenmänner. Was auch der Grund dieser Männer ist, sich immer nur tröpfchenweise – aber niemals vollkommen - auf ihr weibliches Dual einzulassen. Obwohl diese Männer das sehr wohl genauso wollen....

Ab einer gewissen Zeit dreht es sich tatsächlich eben NICHT mehr um die Ur-Weiblichkeit und die Ur-Männlichkeit zwischen beiden Dualen. 

Weil die Energie zwischen beiden bereits ausgeglichen fließt und somit in die richtige Balance gekommen ist.

Kopfmenschen lieben grundsätzlich auf eine vollkommen andere Art und Weise als wir Herzensmenschen dies tun. Wir haben keine Probleme damit, unsere Gefühle zu zeigen und unsere Emotionen unserem geliebten Dual mitzuteilen. Anfangs tun wir das viel zu viel, was den Dualseelenmännern schlichtweg urgewaltige Angst einjagt. Weil sie es aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen ganz einfach nicht glauben, dermaßen liebenswert zu sein. Sie bleiben misstrauisch und ziehen sich aus immensen Zweifeln immer wieder zurück. Weil sie es nicht kennen, soviel wahre Liebe, Zuwendung und Zärtlichkeit tatsächlich zu erhalten. Irgendwann balanciert sich dieses aber aus und wir lernen, unsere Emotionen zu kanalisieren. Und nicht immer sofort nach außen zu tragen und ihn damit zu überfordern. Und er genießt es einfach nur, diese tiefe, intensive Liebe, Zuwendung und Zärtlichkeit von uns zu erhalten. Er genießt es schlichtweg nur, einfach vollkommen Mann SEIN zu dürfen. Er genießt es endlos, dermaßen von uns begehrt zu werden. Da er uns ja ganz genauso sehr begehrt und liebt. 

Auch die männlichen Kopfmenschen zeigen ihre Liebe. 

Nur eben auf eine vollkommen andere Art und Weise. Oft äußerst subtil. Und nicht auf den ersten Blick sichtbar. Als Frau muss man da schon sehr genau hinSEHEN. Und vor allem auch hinHÖREN. Und ebenfalls sehr genau hinSPÜREN. Er gibt uns sogar sehr subtile Zeichen, DASS er nicht imstande ist, seine Liebe zu uns ebenfalls zu artikulieren.

Die männlichen Kopfmenschen der Dualseelen wissen im Normalfall sehr genau, was sie wollen und was nicht. Was sie auch immer wieder kristallklar in Worten ihrem weiblichen Dual gegenüber definieren.

Viele Kopfmenschen TUN sehr wohl viele Dinge für ihr weibliches Dual, den Herzensmenschen. Auch wenn sie ihr weibliches Dual lange Zeit nicht wirklich in ihr Leben lassen. Sie halten sich dann vorwiegend im Leben des Herzensmenschen auf. Oder beide treffen sich permanent auf neutralem Boden. Es gibt aber auch männliche Kopfmenschen, die lassen ihr weibliches Dual „häppchenweise“ in ihr eigenes Leben.

Die männlichen Kopfmenschen der Dualseelen können sich deshalb oft nicht vollkommen und zu einhundert Prozent auf ihr weibliches Dual einlassen, weil urgewaltige Ängste und nicht verarbeitete seelische Verletzungen – bis hin zu handfesten posttraumatischen Belastungsstörungen - sie davon abhalten, sich nochmals in eine feste Bindung zu stürzen. Trotz oder gerade aufgrund der tiefen Gefühle, die sie sehr wohl für ihren weiblichen Herzensmenschen haben. Und trotz der urgewaltigen Sehnsucht nach Erfüllung dieser Liebe, die bei ihnen genauso stark und intensiv vorhanden ist.

Je sensibler die Männer sind, desto intensiver und stärker wirken sich die alten Verletzungen der Seele auf die Verbindung beider Duale zueinander aus.

 

  • Es gibt Kopfmenschen, die flüchten sich in ihre Arbeit, um ihre wahren Gefühle nicht spüren zu müssen. Und um einen Vorwand zu haben, diese zu verdrängen. Weil sie „angeblich“ so sehr beschäftigt sind, die ganze Zeit
  • Dann gibt es die männlichen Kopfmenschen, die regelrecht in emotional oberflächliche Beziehungen mit anderen Frauen flüchten, um sich zu „verstecken“ und eine Barriere zwischen sich und ihrem weiblichen Herzensmenschen zu errichten. Diese Dualseelenmänner belügen, betrügen und hintergehen dabei ganz gewaltig SICH SELBST
  • Oder auch welche, die in ihr altes Leben zurückkehren und lieber in ihren alten, destruktiven Mustern und Gewohnheiten ausharren. Sie spalten ihre Gefühle von sich ab, da sie ansonsten nicht weiterleben können und eben auch nur wieder in ihren alten Rollen und Maskeraden funktionieren

 

Sie tun das nur aus einem einzigen Grunde. Nicht, weil sie ihr weibliches Dual nicht lieben, sondern WEIL sie eben zuviel Angst haben, sich aus der vermeintlichen Sicherheit ihrer bisherigen Komfortzone und aus der Illusion ihrer Gedanken herauszubewegen. Und einen kompletten Neuanfang mit ihrem weiblichen Herzensmenschen zu wagen.

Und das ganze hat rein überhaupt nichts mehr mit der Ur-Weiblichkeit und der Ur-Männlichkeit zu tun.

Wenn in diesem Abschnitt der allerletzten Phase die weiblichen Herzensmenschen absolut bereit dazu sind, sich vollkommen und absolut mit jeder Faser ihres gesamten Seins auf ihr männliches Dual einzulassen, liegt es alleine am Kopfmenschen, eine Entscheidung für beide (!!) zu treffen. Sich ebenfalls vollkommen einzulassen und eine feste Bindung mit dem weiblichen Dual einzugehen – einen kompletten Neuanfang zu wagen – oder weiterhin im destruktiven Netz seiner Ängste und alten, destruktiven Muster gefangen zu bleiben. Und somit beide Dualseelen auf Dauer unglücklich zu machen.

Denn die weiblichen Herzensmenschen leiden oft Höllenqualen in dieser allerletzten Phase. In der tatsächlich entschieden wird, ob es ein gemeinsames Leben beider Duale geben wird, oder eben nicht.

Und diese gefühlten Höllenqualen und die tiefe Sehnsucht danach, mit dem geliebten männlichen Dual endlich ein gemeinsames Leben aufzubauen und zu führen, hat rein überhaupt nichts mehr mit emotionaler Bedürftigkeit und emotionalem Mangel zu tun. Sondern – wenn es sich um hochsensible, emotional sensible und hochsensitive Menschen handelt, ist dies ein vollkommen normales Ur-Bedürfnis, mit dem zutiefst geliebten Menschen endlich vereint und wirklich zusammen zu sein.

Aufgrund der Sensibilität leidet eben nicht nur die Seele ganz immens, sondern das gesamte Sein mit allen Sinnen ist davon betroffen.

Hier nützt es nichts, sich abzulenken und bei sich selbst zu bleiben. Da die Seele an sich es ist, die leidet.

Auch wenn man seine Glücksquelle längst nicht mehr im Außen sucht, sondern vollkommen aus sich selbst bezieht, will diese tiefe, ECHTE Liebe doch endlich gelebt werden.

Und das kann sie nicht wirklich, wenn man die Liebe immer nur bei sich selbst behalten und sie anderweitig kompensieren soll. Was gerade bei hochsensiblen Menschen oft nicht funktioniert. Oder eben mit immensen Seelenschmerzen quittiert wird. Und die Seelentränen ohne jede Kontrolle permanent fließen.

Denn die sensible Seele wehrt sich strikt dagegen, diese unendliche Liebe mit dem Dual nicht leben zu dürfen. Da die Seele sehr genau weiß, dass beide Duale füreinander bestimmt sind. Und deshalb ganz enorm darunter leidet, wenn beide noch nicht wirklich in einem gemeinsamen Leben miteinander vereint sind.

Auch wenn aus der spirituell-esoterischen Ecke immer wieder absolut nicht haltbare Vorwände gebracht werden, was bedingungslose Liebe angeblich bedeutet, sind diese Vorwände in der Realität nicht umsetzbar. Und davon distanziere ich mich auch ganz deutlich.

Denn die Dualseelenliebe IST gemeinsam lebbar. Wenn beide Duale sich vollkommen und absolut bedingungslos aufeinander einlassen.

Dazu muss das weibliche Dual gelassen und entspannt in ihrer ureigenen Mitte ruhen. Und ihrem männlichen Dual – dem Kopfmenschen – sehr deutlich zu verstehen geben, dass sie ihm nicht mehr weglaufen wird. Dass sie sich absolut auf ihn und diese Liebe einlässt. Nicht, indem sie „lediglich“ bereit dazu ist, sondern indem sie das auch tatsächlich ernsthaft TUT. Und sich nicht auf irgendwelche „Ersatzpartner“ als Trostpflaster wirft, nur weil sie es nicht aushält, dass er noch nicht so weit ist wie sie. Und er eben länger braucht, seine geschundene, oft äußerst sensible Seele von alten Verletzungen zu heilen. Die urgewaltigen Ängste aufzulösen, die ihn ganz genauso plagen. Und er ganz genauso sehr darunter leidet. Auch ihm macht es keinen Spass, permanent solch tiefe Ängste in seinem Inneren zu spüren. In dem tiefen Wissen, dass er sich aufgrunddessen nicht wirklich auf sie einlassen kann. Obwohl er das sehr wohl genauso will. Und er genau dies seinem weiblichen Dual auch immer wieder zeigt. 

Ab einem gewissen Zeitpunkt wird ihm nämlich sehr bewusst, welch urgewaltige Ängste da in ihm die ganze Zeit eigentlich toben. Natürlich gibt er das nicht offen zu. Denn er schämt sich sehr wohl all dieser Ängste. Kann es aber ja so schnell nicht ändern. 

Denn das männliche Dual weiß sehr genau, dass das weibliche Dual unendlich leidet. Ja, den Kopfmenschen ist dies tatsächlich sehr bewusst!

Indem sie ihm zu verstehen gibt, dass sie jederzeit und überall vollkommen zu ihm steht, kann er überhaupt erst vollkommenes Vertrauen in sie setzen. Indem sie sich ganz offen zu ihm bekennt. Und nicht als erstes von IHM erwartet (!!), dass er genau dies tut. Dass sie BLEIBT, wenn es mal nicht so „rund“ zwischen beiden Dualen läuft. Und seine urgewaltigen Ängste noch überdeutlich spürbar sind. Und er sich aufgrunddessen immer wieder in sein Schneckenhaus zurückzieht. Und sich vermeintlich vor seinem weiblichen Dual versteckt. Derweil schützt er sich nur vor möglichen erneuten seelischen Verletzungen. Und flüchtet in Wahrheit vor sich selbst. Und eben NICHT vor seinem weiblichen Dual. Auch wenn das fälschlicherweise immer wieder einmal so aussieht.

Nein, warum er in Wahrheit flüchtet, ist ganz einfach: Er hat eine ganz immense Angst, dass seine Vergangenheit sich wiederholen könnte. Dass das weibliche Dual urplötzlich sich als emotional instabil herausstellt und ihn doch nicht so sein lässt, wie er ist. Dass sie sich genauso fordernd, dominant, kontrollierend, drängend und erwartungsvoll erweist, wie die Frauen sich in seinen vergangenen Beziehungen ihm gegenüber verhalten haben. Er hat schlichtweg eine urgewaltige Angst, dass sein weibliches Dual ihm nur etwas vorgemacht hat. Und in Wahrheit auch nicht anders ist, als die bisherigen Frauen in seinem Leben. Von denen er so tief traumatisiert und seelisch massiv verletzt wurde. Manchmal wirkt dies sogar tatsächlich so, wenn er ein gewisses Verhalten an den Tag legt oder etwas sagt, um ihre Reaktion zu testen. Und sie daraufhin eine kristallklare Grenze zieht und so in ihm alte, noch nicht geheilte Wunden angetriggert werden. Oder sie tatsächlich einen kleinen Rückfall erleidet, weil sie seinen Test nicht als Test erkennt und somit überreagiert. Woraufhin er wieder in den Rückzug geht. Sich vor ihr "versteckt" und sich in seinem Schneckenhaus verschanzt. Um sich erneut zu schützen. Weil auch ER in dem Fall überreagiert. 

Hier darf das männliche Dual ebenfalls lernen, seine Emotionen zu kanalisieren. Und bewusst zu BLEIBEN und dies auszuhalten. Anstatt wieder die Flucht zu ergreifen und in den Rückzug zu gehen. 

Und das weibliche Dual darf ihren "Fehler" wieder ausbügeln, indem sie ebenfalls mindestens einen Schritt zurücktritt. Und das männliche Dual erst einmal vollkommen in Ruhe und sich beruhigen lässt. Denn, wenn sie in diesem Moment auf ihn zugehen und um seine Aufmerksamkeit "betteln" würde, würde das einen so gewaltigen Fluchtreflex in ihm auslösen, dass er sich nur noch tiefer in seinem Schneckenhaus verschanzt. Sich überhaupt nicht mehr herauswagt und sich umso länger "tot" stellt und versteckt. Was an sich tragisch genug ist. Denn wir sprechen hier von längst und lange erwachsenen und eigenverantwortlich und selbstbestimmt denkenden und handelnden Menschen. 

Er muss nun wissen und immer wieder spüren, DASS sein weibliches Dual gelassen in sich ruht. 

 

  • Dass sie wirklich IST, wie sie ist. Und vorgibt zu SEIN. Vollkommen authentisch nämlich
  • Dass sie ECHT ist
  • Dass sie offen und ehrlich ganz SIE SELBST ist und ihm nichts vorgespielt hat. In sämtlichen ihrer ur-weiblichen, emotionalen und sensiblen Facetten

 

Selbst wenn sie das aufgrund ihrer hochsensiblen Seele gar nicht immer kann, muss es deutlich sichtbar für ihn sein, dass sie BLEIBT, anstatt sich von ihm abzuwenden.

Und ihn wiederum im Stich zu lassen, wenn er sich nicht immer bei ihr meldet. Weil er das schlichtweg oft einfach nicht schafft. Selbst wenn es einmal zum Konflikt zwischen beiden Dualseelen kommt – was vollkommen normal und menschlich ist – und ER aus massiver Angst gleich wieder flüchtet, dass sie trotzdem und gerade deshalb BLEIBT und ihm so ganz deutlich zu verstehen gibt und zeigt, dass sie der ganzen Situation gewachsen ist. Dass sie erwachsen und reif geworden ist und sich inzwischen SELBST der sprichwörtliche ‚Fels in der Brandung’ ist. Dass sie sich selbst halten kann. Dass sie für sich selber einstehen und einfach authentisch und echt SEIN kann. Das sie sich in ihrem wahren und authentischen Sein verteidigt. Und sich selber absolut treu dabei bleibt.

Dass ER ganz einfach SEIN darf, wie er ist. Auch wenn er immer wieder flüchtet. Und vor seinen eigenen Gefühlen wegläuft. Dass sie BLEIBT und ihn trotzdem zutiefst liebt. Auch wenn die Sehnsucht sie unendlich plagt, wenn er sich wieder einmal entzieht und sich vor ihr „versteckt“.

Irgendwann kapiert man als weibliches Dual einfach, dass das männliche Dual nicht anders kann. Da er aus purer Angst heraus handelt.

Ja, natürlich sollte die positive Kraft dieser tiefen Liebe stärker sein als die Angst - da Liebe nun einmal die mächtigste Kraft im Universum ist - aber das ist oft eben NICHT der Fall. Die Angst als negative Kraft hat hier die Macht übernommen. Und überlagert diese tiefe und unendliche Liebe. Und diese Angst ist eben NICHT so einfach auflösbar. Da sie ebenfalls oft viele Generationen zurückführt. Und sehr tief in diesen Menschen verankert ist. Und unbewusst von Generation zu Generation immer weiter getragen wird. 

Dies braucht Zeit und sehr viel Geduld. 

Viele weibliche Duale wollen aber diese Geduld nicht aufbringen. Sie wollen sich diese Zeit nicht nehmen, auch ihrem männlichen Dual zuzugestehen, sich die sensible Seele vollkommen zu heilen.

Wenn das weibliche Dual sich von ihm abwendet und sich „nur“ noch auf sich und auf ihr Leben konzentriert, bestärkt ihn das ja immer weiter, dass sie eben doch noch nicht so weit ist, wie gedacht. Dass sie eben noch genauso vor sich selber wegläuft. Und nicht vollkommen zu sich selber steht. 

Und – nein, das widerspricht jetzt nicht meinen ganzen vorherigen Texten. Da dieser Abschnitt der allerletzten Phase eine äußerst sensible Phase ist, für beide.

Das weibliche Dual muss sich sowohl vollkommen auf SICH SELBST, als auch auf ihr männliches Dual und auf diese tiefe Liebe absolut einlassen. Sie muss sich darauf einlassen, zu BLEIBEN. Und die Erfüllung auszuhalten, die sie „zwangsläufig“ überfällt, WENN sie sich vollkommen einlässt. Auf das, was IST, einlässt. Sie muss die Liebe ihres männlichen Duals aushalten. Sie muss es aushalten, seine Liebe zu empfangen. Auch wenn sie immer noch nur tröpfchenweise von ihm kommt. Sie muss es aushalten, dass er eben seine Zeit und seinen Raum braucht, um sich aus den Fesseln seiner urgewaltigen Ängste zu befreien.

Immerhin hat auch er ihr die Zeit und den Raum gegeben, sich vollständig die Seele zu heilen. Sich zu entwickeln und sich ihren urgewaltigen Ängsten zu stellen. Das männliche Dual hat das weibliche Dual mit stoischer Engelsgeduld solange geschützt, beschützt, gestärkt und absolut bedingungslos gehalten, bis sie sich selbst wieder schützen, beschützen und sicher halten konnte. Dann hatte er die Energie und Kraft nicht mehr. Da er ja währenddessen die ganze Zeit seine Liebe zu ihr unterdrücken, verdrängen, auf Eis legen, verleugnen und von sich schieben musste.

Das männliche Dual hat all dies aus Liebe getan. Aus tiefer, reiner, purer, grenzenloser Liebe.

Aber viele weibliche Duale sehen genau dies nicht. Sie sind nicht bereit, ihrem männlichen Dual dasselbe zuzugestehen. Sie halten es nicht aus, zu „warten“. Sie halten es nicht aus, dass er eben länger braucht, als sie. Und sich nicht zeitgleich entwickeln kann. Weil das aufgrund der weiblich-männlichen Energie überhaupt nicht möglich ist.

Die energetische Verbindung ist nun einmal von Natur aus genauso eingerichtet, dass der Mann sich erst dann bewegen, sich entwickeln und heilen kann, wenn das weibliche Dual mit ihrer Entwicklung ziemlich fertig und vollkommen und ganz in ihrem wahren und authentischen Sein angekommen ist.

Es sind grundsätzlich IMMER die weiblichen Duale bzw. die Herzensmenschen, die zuerst in ihre ureigene Mitte kommen und gelassen in sich ruhen müssen. Sie sind es, die sich als erstes komplett die Seele heilen und sich aus ihrer Angst befreien müssen.

Erst dann kann das männliche Dual bzw. der Kopfmensch sich überhaupt bewegen und in seine eigene Heilung gehen. Ausschließlich dann. Und genau dies halten viele weibliche Duale bzw. Herzensmenschen nicht aus.

Bedingungslose Liebe bedeutet aber genau dies. DASS man dem anderen genau die Zeit und den Raum gibt, den er eben braucht. Und wenn er länger dazu braucht, dann ist das eben so.

Alles braucht seine individuelle Zeit. Auch ein Apfel am Baum braucht seine Zeit, um zu wachsen und zu reifen. Und somit genieß- und wirklich essbar zu sein. Und wie sagt man so schön: „Auch das Gras wächst nicht schneller und wird zum schönen Rasen, wenn man permanent daran zieht“ ;))

Auch macht man sich lange Zeit vor, dass es auf dem Dualseelenweg ja „nur“ um die eigene Weiterentwicklung der Seele geht.

NEIN – es geht ebenfalls darum, die eigene Liebesfähigkeit zu kultivieren. Es geht darum, Ängste zu überwinden. Es absolut zuzulassen, von unserem männlichen Dual zutiefst geliebt zu WERDEN.

Es geht darum, die Selbstliebe zu veredeln. Und eben die Glücksquelle nicht mehr im Außen beim Partner zu suchen. Sondern, das Glück vollkommen aus sich selber zu beziehen. Und den Partner bzw. das Dual als absolute Bereicherung und eben die perfekte gegensätzliche Ergänzung zu sich selber zu sehen.

Es stimmt NICHT – wie aus der spirituell-esoterischen Ecke gerne betont wird - dass es keinerlei Konflikte, Diskussionen oder Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Dualen mehr gibt, wenn beide Seelen geheilt sind. Auch in einer geklärten und geheilten Dualseelenbeziehung gibt es Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen. Das ist menschlich. Und in einer lebendigen Beziehung vollkommen normal. Gerade bei solch Gegensätzen wie Kopfmensch und Herzensmensch.

Es wäre absolut verlogen, zu behaupten, dass in einer geheilten und erwachsenen Beziehung kein Potenzial für Konflikte mehr vorhanden ist. Denn man darf hier nicht vergessen, dass beide grundsätzlich der Spiegel füreinander sind. Und sich diesen Spiegel auch bei gefühlten Winzigkeiten gnadenlos gegenseitig vorhalten. 

Ganz genauso, wie man selbst permanent zwischen Kopf und Herz hin und her schaltet und sich urgewaltige Kämpfe von Denken und Fühlen im eigenen Sein abspielen können, kann es auch Konflikte zwischen Kopfmensch und Herzmensch im Außen geben. Das ist vollkommen normal. Es wird immer einmal Reibung geben, wo zwei dermaßen unterschiedliche Menschen aufeinander treffen. Auch wenn sich beide zutiefst lieben. Und beide sehr auf Harmonie bedacht sind. Und beide „eigentlich“ Konflikte scheuen. 

Es wird aber ANDERS damit umgegangen. Es gibt keinerlei Machtkämpfe mehr. Es gibt keine Szenen und keine Dramen mehr zwischen den Dualen.

Es wird sich nicht mehr angeschrien und beleidigt, sondern sachlich argumentiert und nach konstruktiven Lösungen gesucht. Und an den richtigen Stellen geschwiegen. 

 

  • Leben, bedeutet Vielfalt
  • Leben, bedeutet Veränderung
  • Leben, bedeutet Wachstum
  • Leben, bedeutet Entwicklung
  • Leben, bedeutet Handlung
  • Leben, bedeutet Gefühl
  • Leben, bedeutet Denken

 

Ein gemeinsames Leben zu führen, bedeutet, permanent Entscheidungen zu treffen. Für BEIDE.

Natürlich macht es trotzdem einen immensen Unterschied, ob man aus seinem Verstand oder aus seinem Herzen heraus entscheidet.

Und es macht ebenso einen urgewaltigen Unterschied, ob einer der Duale oder sogar beide flüchten oder ob sie stehenBLEIBEN. Und sich ganz bewusst den Konflikten stellen. Um diese konstruktiv zu klären. So dass beide mit dem Resultat auch leben können. Ohne dass irgendein fauler Kompromiss von einem oder beiden eingegangen werden muss. Normale  Kompromisse wird es allerdings immer wieder einmal geben. Das bleibt im Alltag gar nicht aus.

Selbst wenn das männliche Dual seinen weiblichen Herzensmenschen wie eine Königin behandelt, sie bewundert und verehrt und sie auf Händen trägt, um ihr ihre Wünsche zu erfüllen, kann NICHT immer alles nur harmonisch, friedlich und voll Sonnenschein sein.

Da wir menschliche Wesen sind und keine Roboter, die per Werkseinstellung auf: „Funktioniert immer, widerspricht niemals, ist immer derselben Meinung wie andere, muckt niemals auf, sondern ist immer lieb und brav“ gesetzt sind, GIBT es selbstverständlich hin und wieder einmal Diskussionen oder eine Meinungsverschiedenheit.

Ein Kopfmensch wird grundsätzlich immer anders denken, fühlen und handeln, als wir Herzensmenschen dies tun. Auch dann, wenn die Seele geheilt und in Balance gebracht ist. 

Genau das ist die Gegensätzlichkeit des Lebens und gerade deshalb perfekte Ergänzung beider zusammengehörenden Dualseelen. 

Meiner Ansicht nach ist es spirituelle Verlogenheit, Dinge als bedingungslose Liebe zu verkaufen, die mit wahrer und ECHTER Liebe absolut gar nichts zu tun haben. Es wird sich hinter einer spirituellen Fassade versteckt, um schweigsam Dinge auszuhalten und in Situationen auszuharren, die man nicht wirklich für sich annehmen und akzeptieren kann. Es werden die Dinge genauso gedreht wie man sie braucht und sehr subtil manipuliert, um die Fassade von angeblich bedingungsloser Liebe überhaupt aufrecht halten zu können. 

Diese Strategien halte ich für brandgefährlich, gerade für emotional labile hochsensible Menschen, die sich noch am Anfang oder mitten in ihrem Entwicklungsprozess befinden. 

Denn man kann eben NICHT per se alles klaglos annehmen und akzeptieren, was das männliche Dual sagt oder was er tut. 

Weil manches ganz einfach gegen die eigenen Prinzipien, Normen und Werte verstösst. Man sich nicht damit identifizieren und somit auch nicht damit leben kann. Wenn man solch eine Situation lediglich hinnimmt, weil man sehr genau weiß, wenn man dies nicht tut, ist der andere weg, ist das eine Ausrede sondergleichen. Es ist Lug und Selbstbetrug. Das ist Selbsttäuschung auf hohem Niveau. Das ist alles andere, aber KEINE wahre und bedingungslose Liebe!

Das ist pure Angst, den anderen zu verlieren, wenn man sich nicht an ihn anpasst. Wenn man sich nicht seinem Willen unterwirft. Und sich für ihn wiederum verbiegt. Wenn man dessen Leben lebt und nicht das eigene.

Gerade spirituell-esoterische Menschen greifen gerne den Vorwand auf, bedingungslose Liebe würde angeblich bedeuten, dem anderen völlige Freiheit in all seinen Handlungen zu lassen. Es klaglos zu akzeptieren, egal, was der andere tut. Das ist meiner Meinung nach Unsinn. 

Denn das wäre eine scheinheilige, spirituell angehauchte Fassade aus vermeintlicher Pseudo-Liebe. Und Pseudo-Harmonie. Und hätte mit echter und wirklicher bedingungsloser Liebe absolut nichts zu tun.

Man kann eben NICHT immer sämtliche seiner Gefühle einfach kompensieren oder transformieren. Weil sie uns darauf aufmerksam machen, DASS irgendetwas im Argen liegt. 

Auch oder gerade wenn man bedingungslos liebt, ist es notwendig, eine kristallklare Grenze zu setzen, wenn der andere etwas sagt oder tut, was einem selbst nicht gefällt. 

Mit dem man nicht leben und umgehen kann. Was gegen die eigenen Prinzipien, den weiblichen (oder andersherum männlichen) Stolz, die tiefen inneren Überzeugungen und Wertvorstellungen verstösst. Was einem die Seele erneut verletzt. Oder zumindest alte Verletzungen antriggert, die noch geheilt werden dürfen.

Was auch in den geklärtesten und geheiltesten Beziehungen vorkommt. Denn wir sind wie schon erwähnt, alle Menschen. Mit Gefühlen und Emotionen. Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sind menschlich.

Zwischen zwei zusammengehörenden Dualen geschieht alles aus tiefer und ECHTER Liebe, Achtsamkeit und tiefem Respekt füreinander. 

Und in einer solch geheilten und geklärten Beziehung läuft es eben ANDERS. Aber eben noch lange nicht perfekt.

Perfektion wäre – zumindest für mich – absolut langweilig. Weil es dann keinen Platz und Raum für Entwicklung, Andersartigkeit, Vielfalt und Veränderung geben würde. Und gerade die Vielfalt, Veränderung, Entwicklung, Unterschiedlichkeit und Reibung aneinander macht das Leben doch erst wahrhaft lebendig.

Was nun die Ängste und nicht verarbeiteten Verletzungen der sensiblen Dualseelenmänner betrifft, die männlichen Duale bzw. die Kopfmenschen brauchen für sich die Zeit und den Raum, sich zu entwickeln. Sich ihren Ängsten zu stellen, die wirklich urgewaltig sein können. Und nicht so einfach zu lokalisieren und aufzulösen sind. 

Das männliche Dual muss dies schließlich auch WOLLEN.

Und gerade ein verstandesorientierter und verkopfter Dualseelen-Mann WILL bekanntlich ja ausschließlich dann eine Veränderung und feste Bindung mit seinem weiblichen Dual, wenn er deutlich spürt, sieht und erkennt, dass er wirklich und wahrhaftig geliebt und ganz genauso angenommen wird, wie er nun mal ist. 

Selbst und gerade MIT seinen ganzen Ängsten, Macken, Angewohnheiten und Fehlern.

DAS ist wahre und bedingungslose Liebe.

Solange er auch nur die winzigste vermeintliche "Gefahr" für sein sensibles Seelenleben und seine pure und authentische Existenz an sich aus Richtung seines weiblichen Duals wittert, wird er sich nicht einlassen. Sondern immer wieder flüchten. 

Der männliche Kopfmensch ist die perfekte, gegensätzliche Ergänzung zum weiblichen Herzensmensch. Beide sind die absoluten Traumpartner füreinander. Da sie füreinander bestimmt sind. Und nun mal zusammengehören wie das Yin und Yang. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass permanent nur Harmonie und Frieden zwischen beiden Dualseelen herrscht.

SEHEN Sie genau hin. Und Sie SEHEN und erkennen in ihm per se immer nur SICH SELBST.

Zeigt er noch Angst? Dann besteht in Ihnen ebenfalls Angst.

Nämlich Ihre Angst vor dem Neuen und Ungewissen, dass Ihr Leben ab jetzt bestimmt. Sie nehmen zwar eine Biegung auf dem Weg Ihres Lebens wahr, können aber noch nicht sehen und erkennen, wohin dieser Weg Sie nach dieser Biegung führt. Ob dieser Weg auch tatsächlich sicher, passend und stimmig für Sie ist.

Dazu müssen Sie mutig sein. Und das Risiko eingehen, diesen neuen Weg für sich zu erkunden. 

Ihre Sehnsucht zeigt Ihnen den von der Natur gegebenen Weg Ihrer Seele. Folgen Sie diesem Weg und somit der Stimme Ihrer Sehnsucht...und nähren, sättigen und erfüllen Sie bewusst Ihre Seele.

SEHEN Sie genau hin und Sie sehen und erkennen in IHM und seinem Verhalten überaus deutlich, wie sehr Sie bereits authentisch und vollkommen echt sind.

SEHEN Sie genau HIN. Und Sie sehen und erkennen klar und deutlich, an welchem Punkt Sie WIRKLICH in Ihrer ganz persönlichen Entwicklung stehen. 


                           Es funktioniert nicht mehr, zu funktionieren



Über lange Strecken unseres Lebens haben wir nur funktioniert. Wir haben funktioniert und nach destruktiven Mustern, Konditionierungen und Glaubenssätzen gelebt. Es hat funktioniert, uns hinter aufgesetzten Rollen, Masken und Fassaden zu verstecken. Uns in vermeintlicher Sicherheit unseres Verstandes zu wiegen, ohne zu bemerken, dass wir tief im Netz einer Illusionsfalle sitzen. Es hat funktioniert, uns auf Zweck- und Handelsbeziehungen einzulassen, die nicht auf wahrer Liebe basieren. Es hat funktioniert, uns selbst immer wieder zu verlassen und von uns selbst getrennt zu sein. Es hat funktioniert, unsere wahren Gefühle wegzudrücken und sie zu verdrängen. Den emotionalen Mangel in uns zu kompensieren. Es hat funktioniert, uns selbst zu täuschen, zu belügen und zu betrügen. Ab einem gewissen Punkt unserer Entwicklung ist genau dies nicht mehr möglich. Denn uns wird bewusst, dass alles, was aus unserem (bedürftigen) Ego kommt, nicht mehr funktioniert...

In normalen Beziehungen und Partnerschaften wird nach dem Prinzip des Egos und des „Haben wollens“ gelebt. Es werden Erwartungen, Bedingungen und Forderungen an diese Verbindungen geknüpft. Es werden Ansprüche angemeldet, da man in dem Glauben lebt, nur weil man mit einem anderen Menschen eine Beziehung oder Partnerschaft führt, ist man einander etwas schuldig.

Liebe wird oft assoziiert mit dem Gefühl, dass aufgrund von Äußerlichkeiten und Statussymbolen die man am anderen bewundert, entsteht. Und man den anderen aus seinem Ego heraus für sich „haben“ will. Eine Beziehung oder Partnerschaft mit diesem Menschen eingehen will, weil der andere ja attraktiv ist oder einen tollen Job hat, ein tolles Auto fährt, ein Haus hat, finanziell gut gestellt ist, immer „top“ gestylt ist, viele erfolgreiche und bessergestellte Leute kennt, einen Doktortitel trägt usw...

Liebe wird gleichgesetzt mit Kontrolle und (emotionaler) Abhängigkeit zueinander. Aber wo kontrolliert wird, regiert die Angst. Und wo Angst sitzt, grasiert Kontrolle. Was fehlt, ist das Vertrauen. Nicht umsonst werden permanent Machtspielchen gespielt  und immer wieder aufs Neue furchtbare Dramen inszeniert. Was immer aus dem (bedürftigen) Ego und einem chronischen Mangeldenken heraus geschieht. Mit echter Liebe hat das nichts gemein.

Liebe wird oft verwechselt mit bloßem Gefühl. Ein tiefes Gefühl für jemanden zu haben, bedeutet aber noch lange nicht, wahrhaftig und echt zu lieben. Obwohl das Gefühl natürlich echt ist. Aber Gefühl ist nicht gleich Liebe. Gefühl ist Gefühl und wahre Liebe ist wahre Liebe.

Wahre Liebe ist, wenn wir nicht die Tätigkeit eines Künstlers, Arztes oder Geschäftsführers (oder für die Männer die Tätigkeit einer Krankenschwester, Sängerin oder Schauspielerin) lieben, sondern den sensiblen Menschen, der hinter der Tätigkeit des Künstlers, Arztes oder Geschäftsführers (die Frau, die hinter der Fassade der Krankenschwester, Sängerin oder Schauspielerin) steckt. Wenn wir nicht den Erfolg und das Geld lieben, das ein Mensch auf seinem Konto hat, sondern wenn wir diesen Menschen immer noch an unserer Seite wollen, auch wenn er „arm wie eine Kirchenmaus“ wäre. Weil der Mensch an sich uns dies wert ist. Weil der Mensch an sich – genauso wie er ist – gut genug für uns ist. Weil wir diesen Menschen als würdig empfinden, an unserer Seite zu sein und mit ihm gemeinsam das Leben zu verbringen.

Beziehungen und Partnerschaften werden oft eingegangen, um nicht alleine zu sein. Lieber zu zweit unglücklich, als alleine glücklich, lautet das unbewusste Motto vieler. Weil sie überhaupt nicht wissen, wie es ist, wirklich einmal alleine mit sich selbst zu sein. Alleine Zeit mit sich zu verbringen. Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit sich selbst überhaupt klarzukommen. Geschweige denn, sich selbst wirklich zu lieben. Und gut für sich zu sorgen. Mit der (inneren) Stille klarzukommen, die entsteht, wenn man wirklich alleine mit sich selbst ist. Und zwar ganz gezielt und sehr bewusst.

Neue Beziehungen werden eingegangen, ohne die Altlasten überhaupt verarbeitet und wirklich losgelassen zu haben. Hier macht man sich vor, dass dies funktioniert. Aber das funktioniert eben nicht. 

Paare in Zweck- und Handelsbeziehungen, die nicht auf wahrer Liebe basieren, bleiben aus reinen Vernunftsgründen zusammen...

 

  • Aufgrund Erwartungen anderer
  • Weil es gemeinsame Kinder gibt
  • Weil es eine gemeinsam zu leitende Firma gibt
  • Weil es ein gemeinsames Haus abzuzahlen gilt
  • Aus Angst, alleine zu sein und keinen neuen Partner/Partnerin zu finden
  • Aus Angst, finanziell oder sozial abzusteigen
  • Weil sie der irrigen Meinung sind, der Partner/die Partnerin müsse sich doch irgendwann ändern


Hier macht man sich lediglich vor, dass dies funktioniert. Denn genau dies funktioniert auf Dauer eben nicht. 

Zwischen zusammengehörenden Dualseelen ist all dies nicht mehr möglich. Da die Dualseelenliebe – die wahre und bedingungslose Liebe - eine Liebe für Fortgeschrittene ist.

Im Laufe unserer persönlichen ENT-wicklung wird uns immer mehr bewusst, dass das „alte“ Verhalten zwischen unserem Dual und uns nicht mehr funktioniert. Da wir uns inzwischen fest in unserem Herzen verankert und tief in unserer ureigenen Mitte zentriert haben. Uns nur noch nach der wahren Liebe ausrichten. Und danach handeln, was unser Herz und unsere Seele für uns will.

Aber nicht nur das. Uns wird auch immer mehr bewusst, wie gut es uns tut, uns aus alten Verbindungen – sei es familiär oder auch freundschaftlich – gelöst zu haben, die uns vielleicht viele Jahre lang belastet und geschadet, anstatt bereichert und erfüllt haben. Die uns von unserem wahren Weg des Herzens und der Seele abgehalten haben. Und wir uns – weil wir es nicht besser wussten - abhalten haben lassen.

Oft ist es so, dass wir uns unendlich erleichtert und befreit fühlen, wenn wir uns von destruktiv handelnden Menschen gelöst haben. Dass es auf einmal vorwärts geht in unserem Leben. Dass auf einmal alles fließt. Und die Fülle uns in jeglichen Bereichen und auf allen Ebenen unseres Lebens überschwemmt.

Was schlichtweg daher kommt, dass wir uns nicht nur von diesen Menschen, sondern auch aus falschen Pflicht- oder Verantwortungsgefühlen, oder auch vollkommen unangemessenen Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen diesen Menschen gegenüber gelöst haben. Da wir die endlosen Erwartungen die diese Menschen an uns haben, einfach nicht erfüllen können. Und dies in Wahrheit auch nicht wollen. Da wir dafür nicht zuständig sind. Und dies somit auch nicht mehr tun.

Deren Erwartungen sind NICHT unsere Erwartungen. Deren Wünsche sind NICHT unsere Wünsche. Deren Lebensentwürfe sind NICHT unsere Lebensentwürfe. Deren Werte sind NICHT unsere Werte. Deren seelische und emotionale Defizite, Unzufriedenheit und Unzulänglichkeiten sind NICHT unsere Defizite, Unzufriedenheit und auch nicht Unzulänglichkeit. Somit können wir deren Ansprüche überhaupt nicht erfüllen. Weil das schlichtweg nicht in den Aufgabenbereich unseres Lebens und ureigenen Seins fällt.

Unser Ego schützt unser Herz und unsere Seele nur vermeintlich vor Verletzung.

Wenn wir die Führung unserem Herzen und unserer Seele überlassen, werden wir immer das richtige für uns tun. Richtig ist es immer dann, wenn es sich leicht anfühlt.

Wenn alles fließt. Wenn es ohne unser aktives Zutun in unser Leben kommt. Weil wir es ganz einfach geschehen lassen können. Weil wir offen für Veränderung sind. Offen für das Leben sind. Weil wir absolut bereit sind, das Leben zu empfangen. Die Fülle in unser Leben zu lassen. Die Erfüllung zuzulassen. Und diese dann auch auszuhalten...

Solange wir in unseren (bedürftigen) Ego-Spielchen gefangen sind, fühlt sich vieles falsch an. Da es gar nicht zu uns passt. Weil es nicht UNSERE Vorstellung vom Leben an sich ist, die wir uns übergestülpt haben. Oder überstülpen haben lassen. Es sind oft nicht unsere Werte, nach denen wir leben. Nicht unsere Überzeugungen. Nicht unsere ureigene Wahrheit. Sondern die Werte und Überzeugungen anderer. Die Wahrheit anderer. Ja, wir leben bis hierhin sogar oft das Leben anderer. Gehen wieder und wieder faule Kompromisse ein. Nur um die anderen zufriedenzustellen! Was wir in Wahrheit wirklich dabei fühlen, schieben wir gekonnt von uns.

Wie wichtig es aber ist, explizit nach unserer ureigenen Wahrheit zu leben, weil wir uns nur damit wirklich und wahrhaftig vollkommen identifizieren können – wird uns immer mehr bewusst, je mehr wir bei uns selbst ankommen. Desto mehr wir zu uns selbst „Ja“ sagen. Und desto weniger wir einen Spiegel im Außen für uns brauchen, um unsere inneren Schatten darin zu erkennen. Weil unser Selbstwert mittlerweile stark ist. Und wir absolut gelassen in uns selber ruhen. Und uns selbst nicht mehr verlassen. Denn das haben wir über lange Jahre unseres Lebens viel zu oft und viel zu sehr getan.

Wir haben UNS SELBST verlassen, uns quasi von uns selbst getrennt, unser wahres Sein im Stich gelassen, unsere wahren Bedürfnisse und Sehnsüchte ignoriert, unsere Gefühle und Emotionen verraten und verdrängt und in einer Welt voller Illusion, Projektion und Phantasie gelebt. Wir haben urgewaltige Angst davor entwickelt, vollkommen echt und authentisch zu sein. Angst, wahrhaftig gesehen zu werden und uns selbst wahrhaftig zu sehen. So wie wir nun einmal sind. Wir haben die Entscheidung zu uns selbst zu stehen, immer wieder aufgeschoben. Vor uns hergeschoben. Ja, wir haben diese Entscheidung überhaupt nicht wahrhaben wollen. Weil diese Entscheidung eine urgewaltige und massive Angst in uns auslöst. Nämlich die irrtümliche Angst, dass wir unseren Seelenpartner oder unser Dual verlieren, wenn wir uns für UNS entscheiden.

Derweil hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Denn wir wenden uns nicht von unserem Seelenpartner oder Dual ab, wenn wir zu uns selber stehen. Wir verlassen ihn auch nicht. Auch brechen wir den Kontakt zu ihm nicht ab. Wir bewegen uns NICHT von ihm weg. Sondern wir bewegen uns in Wahrheit lediglich HIN zu uns selbst.

Wir versöhnen uns mit UNS SELBST!

Jetzt ist die Zeit, uns endgültig zu entscheiden. Denn zurück können wir nicht mehr. Das Leben zieht uns unaufhaltsam weiter...immer mehr nach vorn...

Irgendwann sind wir an dem Punkt, an dem wir überdeutlich wahrnehmen und sehen, dass wir uns entscheiden müssen. Uns für uns selbst entscheiden müssen, wenn wir wirklich absolut authentisch sein und uns vollkommen selbst leben wollen. Und zwar mit jeglichen unserer emotionalen und sensiblen Facetten, „Fehlerchen“, Angewohnheiten und Macken. In jeglichen Bereichen und auf sämtlichen Ebenen unseres Seins. In unserem Inneren, wie in unserem äußeren Leben. Wir müssen es zulassen und aushalten, uns selbst wahrhaftig zu sehen. Uns so zu sehen, wie wir WIRKLICH sind. Sensibel, emotional, verletzlich, unperfekt. Unsere Schwächen zu sehen, die tatsächlich auch Stärken sein können. Wir müssen es zulassen und aushalten, den letzten Sprung in unser wahres, authentisches Sein zu schaffen. Und diese Entscheidung FÜR UNS SELBST endgültig vollziehen. Dies nicht nur gedanklich tun zu wollen, sondern es auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Es funktioniert nicht mehr, zu funktionieren. Da wir alles, was wir tun, nur noch aus tiefer (Selbst-) Liebe und aus unserem Herzen heraus tun.

Wir können nicht mehr nach unserem Verstand und aus unserem (bedürftigen) Ego heraus handeln. Weil wir nicht mehr bedürftig und nicht mehr im (emotionalen) Mangel sind. Das lässt unser Herz und unsere Seele nicht mehr zu. Wir hören auf, uns selbst und andere zu bewerten. Wir hören auf, andere in imaginäre Schubladen zu stecken und in irgendwelche sinnlosen Kategorien einzuteilen.

Das Bedürfnis mit unserem Verstand etwas „haben zu wollen“ ist uns schlichtweg abhanden gekommen. Das Bedürfnis, für etwas zu kämpfen, haben wir schlichtweg verloren.

Wir können das, was nicht zu uns gehört, einfach sein lassen. Ohne uns darum zu kümmern, was irgendjemand anders davon hält. Wir rechtfertigen uns nicht mehr. Wir entschuldigen nichts mehr.

Stattdessen sortieren wir gnadenlos und radikal aus, wen wir noch in unser Leben lassen. Was wir selber für uns tun und was wir zulassen, was andere für uns tun. Wir laufen auch niemandem mehr hinterher. Denn wir sind nun auf einhundert Prozent „Empfang“ ausgerichtet.

Wer wirklich bei uns und mit uns zusammensein will, darf liebend gerne an unserer Seite und in unserem Leben sein. Darf mit uns gemeinsam einfach SEIN...

Das Wort „Mangel“ existiert für uns nicht mehr. Da wir uns nur noch auf Fülle und Erfüllung und das Hier und Jetzt fokussieren.

Wir sind inzwischen in der Lage, kristallklare Grenzen für uns zu setzen. „Nein“ zu sagen, wenn wir auch „Nein“ meinen und aus unserem tiefsten Herzen „Ja“ zu sagen, weil wir offen und ehrlich auch „Ja“ meinen.

Wir wissen sehr genau, was wir wirklich wollen und was nicht. Was wir zulassen können und was nicht. Was wir aushalten können und was nicht. Wen wir wirklich bei uns wollen und wen nicht. Wen wir wirklich lieben und wen nicht.

Und genau hier ist der Punkt, uns absolut und ohne jeglichen faulen Kompromiss auf UNS SELBST einzulassen. Und zwar nicht nur mit einem Teil von uns, sondern vollkommen und zu einhundert Prozent. Die Beziehung zu uns selbst zu kultivieren. Unser ECHTES und authentisches Sein vollkommen zu entfalten. Und zwar auf jeglichen Ebenen und jedweden Bereichen unseres Lebens. Die Selbstliebe in uns zu kultivieren. Und sie immer mehr nach außen strahlen zu lassen.

Dazu ist es notwendig, zu ERKENNEN, dass wir doch die ganze Zeit noch nicht wirklich vollkommen bei uns selbst waren. Und deutlich zu SEHEN, dass wir immer noch einen kleinen Teil von uns gut behütet, ignoriert und beiseite geschoben haben. Weil wir unbewusst immer wieder nach einer Strategie und Methode gesucht haben, die Entscheidung FÜR uns selbst aufzuschieben. Weil wir sehr genau gespürt haben, was das für uns bedeutet.

Nämlich, dass wir unserem Seelenpartner und Dual damit eine Grenze setzen müssen. Und zwar absolut kristallklar und wirklich konsequent.

Dass wir damit aufhören, uns immer weiter an die Gegebenheiten anzupassen, die ER die ganze Zeit unbewusst vorgibt. Und wir dies unbewusst geschehen haben lassen. Uns darauf eingelassen haben. Wir haben uns selbst immer noch ein Stück weit verlassen, um ihn nicht zu verlassen. Und von ihm nicht verlassen zu werden. Dass wir ihn komplett sich selbst überlassen, solange er nicht bereit ist, sich verbindlich auf uns einzulassen. Solange er nicht vollständig zu uns steht und sich offen zu uns bekennt. Solange er sich noch hinter seinen Ausreden, Ego-Spielchen und Angstbehafteten Mustern versteckt. Denn ER macht sich ja zu dieser Zeit noch selber vor, dass sein Ego weiterhin funktioniert. Dass das funktionieren noch funktioniert. Dass es vermeintlich weiterhin wunderbar funktioniert, sich in seiner Komfortzone und Bequemlichkeit seines bisherigen Lebens zu suhlen, obwohl auch er schon lange nicht mehr wirklich glücklich ist. Und es irrtümlich weiterhin wunderbar funktioniert, sich in der vermeintlichen Sicherheit seines Verstandes zu verstecken. Obwohl es den männlichen Dualen zu dieser Zeit bereits sehr schlecht geht. Sie leiden unter Burnout-Symptomen oder gar handfesten Depressionen. Und es geht Ihnen in jeglicher Hinsicht immer schlechter.

Viele Kopfmenschen spüren jetzt erst überdeutlich, dass es eben nicht mehr funktioniert, zu funktionieren. Dass der Verstand ja gar nicht die Sicherheit bietet, wie sie die ganze Zeit gedacht (!!) haben. Da auch sie langsam immer mehr ins Fühlen kommen. Und das Herz sich immer weiter durchsetzt. Weil auch hier die wahre Liebe endlich wirklich und wahrhaftig ECHT SEIN - gelebt und erlebt werden will.

Solange konzentrieren und fokussieren wir uns vollkommen auf UNS SELBST und unser Leben. Wir sind für ihn (erst einmal) nicht mehr erreichbar. Wir stehen ihm nicht mehr zur Verfügung, solange er uns weiterhin verleugnet. Und er sich damit selbst verleugnet.

ERST DANN – wenn er vollständig auf sich selbst gestellt ist und deutlich spürt, dass wir nicht mehr verfügbar für ihn sind, in seiner permanent zelebrierten Unverbindlichkeit - fängt tatsächlich SEIN Leidensweg und tiefgreifender Entwicklungsprozess an...! KANN überhaupt erst dann anfangen, wenn wir uns komplett und ganz FÜR uns selbst entschieden haben. Erst jetzt KANN er tatsächlich wirklich seine wahren Gefühle spüren. Weil sie immer mehr an die Oberfläche kommen und seinen Verstand irritieren. Sein immer weniger funktionierendes Ego überrollen wie riesige Wellenberge...

Diese Entscheidung ist für die meisten weiblichen Herzensmenschen kaum durchführbar. Alleine der Gedanke daran ist für viele absolut unerträglich. Weil diese Entscheidung eine der schwierigsten ihres Lebens ist. Die Entscheidung gegen die Angst – dafür FÜR die wahre Liebe und FÜR das eigene authentische Selbst - ist eine reine Entscheidung des Herzens. Und zwar ausschließlich des wahrhaft liebenden Herzens.

Viele, viele bittere Seelentränen begleiten diese endgültige Entscheidung für uns selbst. Und nicht nur das. Vielen weiblichen Dualen geht es in dieser Phase richtig schlecht. Vor allem, wenn sie hochsensibel und hochsensitiv sind. Und sie werden ebenfalls krank. Folgende Symptome können sich unter anderem zeigen, wenn die Seele urgewaltig gegen das gefühlte und vermeintliche „getrennt-sein“ von dem geliebten Seelenpartner oder Dual rebelliert...

 

  • Fingernägel brechen plötzlich ständig ab
  • Die Haare werden brüchig
  • Körperliche Verletzungen treten gehäuft auf
  • Schmerzhafte Muskelverspannungen bilden sich
  • Seelenschmerzen treten mehr oder weniger intensiv auf
  • Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung entwickeln sich
  • Gefühle von Trübsinn und Demotivation treten auf
  • ... 

 

Die Entscheidung muss dennoch getroffen werden. Es muss gehandelt werden. Denn beide spüren überdeutlich, wie blockiert sie in dieser Phase sind. Die Herzensmenschen MÜSSEN nun unbedingt handeln, um so beide Seelenpartner oder Duale aus ihren restlichen Blockaden zu befreien. Denn das männliche Dual ist blockiert und kann sich nicht entwickeln, weil das weibliche Dual aus purer Angst blockiert. 

Und diese Erkenntnis schmerzt furchtbar. Es ist mehr als schlimm, zu sehen, wie schlecht es dem männlichen Dual nun geht und wie sehr blockiert er ist, weil man als weibliches Dual blockiert. 

Das tut richtig weh! Und kostet viele Seelentränen.

Das weibliche Dual muss sich also ganz bewusst bewegen, damit das männliche Dual sich ebenfalls bewegen und aus seiner Angst befreien kann. 

Und hier muss ich einmal eine ganz persönliche Anmerkung in den Raum stellen...

Immer wieder ist zu lesen und ich werde dies auch immer wieder mal gefragt, ob es zutrifft, dass man tatsächlich den Beziehungswunsch zu seinem Dual aufgeben und er einem gleichgültig werden müsse, damit er wirklich zu einem kommt. Ganz ehrlich gesagt, halte ich absolut nichts von dieser irreführenden Theorie. Denn gerade hochsensible und hochsensitive Menschen haben ein essentielles Grundbedürfnis, mit ihrem Seelenpartner oder Dual in einer verbindlichen Partnerschaft zusammen glücklich zu sein. Hier bewusst die Hoffnung mit nicht haltbaren Aussagen zu rauben, finde ich persönlich absolut utopisch. In Einzelfällen mag dies eventuell sogar funktionieren, doch pauschalisieren möchte ich dies nicht. Denn jeder Mensch ist anders. Nicht alle Herzensmenschen sind gleich und auch nicht alle Kopfmenschen sind gleich. Selbst wenn es viele Parallelen gibt, ist doch jeder individuell in seinem Empfinden, seinem bewussten oder unbewussten agieren und reagieren.

Und nach meiner Logik und persönlichen Erfahrung sind diese Aussagen per se nicht haltbar. Denn, wenn man den Beziehungswunsch zu einem bestimmten Menschen aufgibt und er einem gleichgültig werden würde, könnte man ja überhaupt keine Beziehung und Partnerschaft mehr mit ihm eingehen, selbst wenn dieser Mensch plötzlich ankommen, vor einem stehen und regelrecht um eine verbindliche Beziehung „weinen und betteln“ würde. Was auch mit echter, wahrer und bedingungsloser Liebe nichts zu tun hätte.

Ein Mensch, den man wahrhaftig, echt und zutiefst liebt, kann einem nicht gleichgültig werden! Denn Gleichgültigkeit ist das Gegenteil von Liebe.

Diese Aussage hat also eher etwas von bindungsloser (!!) Liebe, für die man keine emotionale Verantwortung übernehmen will. Hier kommt dann doch wieder das Ego ins Spiel!

Außerdem fühlt sich dies für viele wiederum so an, dass sie sich dann verbiegen. Und eben NICHT authentisch und echt sind, wenn sie so tun, als ob sie keine verbindliche Beziehung mit dem geliebten Menschen mehr wollen. Weil sie es nicht in ihrem Herzen fühlen, den Wunsch tatsächlich aufgeben zu können. Und ihre Seele ein tiefes inneres Wissen in sich trägt, dass sehr wohl eine verbindliche Partnerschaft beider vorgesehen ist. Warum also sollte man sich dann etwas vormachen und so tun, als ob man den Beziehungswunsch aufgibt...?!

Auch dies funktioniert nicht! Da das Ego hier aus dem Spiel ist.

Es gibt keine allgemeingültigen und pauschalen Konzepte, nach denen man sich richten kann, damit ein Mensch – auch wenn es der Seelenpartner oder das Dual ist – sich für einen entscheidet. Das entscheidet immer noch derjenige Mensch selbst. Nicht, weil er sich nach einem Konzept und irgendwelchen Vorgaben richtet, sondern aus seinem freien Willen und weil sein Herz das so will. 

Es gibt Erfahrungen, mit denen Menschen in Resonanz gehen, sie sich in diesen Erfahrungen spiegeln und wiedererkennen und nach denen sie sich dann richten und Halt und Orientierung für sich finden. Weil es sich so dann ganz einfach individuell richtig und stimmig anfühlt.

Wir dürfen es stattdessen annehmen und akzeptieren, wenn unser Seelenpartner oder Dual noch nicht soweit ist, sich vollkommen auf uns einzulassen. Weil wir gleichzeitig auch noch nicht bereit dafür sind, uns auf uns selbst vollkommen einzulassen.

Wenn wir ihn WIRKLICH wahrhaftig und echt lieben, geben wir ihm in stoischer Engelsgeduld die Zeit und den Raum, den er jetzt für sich braucht. Und das hat rein überhaupt nichts mit „warten auf ihn“ zu tun. Denn in der Zwischenzeit leben wir unser Leben. Und kümmern uns achtsam und fürsorglich um uns selbst. Wenn wir dazu nicht bereit sind, spielt unser Ego uns noch einen Streich. Und hält uns fest in der Illusion unseres Verstandes.

Bis hierher haben wir uns oft noch selbst getäuscht und uns eingeredet, dass wir doch bereits authentisch und in unserer Mitte sind. Dass wir doch die ganze Zeit schon absolut gelassen in uns selber ruhen.

NEIN – ein kleiner Teil hat noch gefehlt.

Solange wir uns weiterhin unverbindlich mit unserem Seelenpartner oder Dual treffen und weiterhin unverbindlichen Kontakt mit ihm pflegen, auf seine unverbindlichen Nachrichten oder Anrufe reagieren, obwohl wir in Wahrheit ausschließlich Verbindlichkeit mit ihm wollen, wird sich absolut nichts ändern. Wird ER nichts ändern. Wenn wir immer wieder zurückfallen und ihm nachgeben, nur aus Angst, ihn zu verlieren, KANN er überhaupt NICHTS ändern. Und wir bleiben unverbindlich zu UNS SELBST!

An diesem Punkt nicht mehr aus emotionaler Bedürftigkeit Verbindlichkeit mit ihm zu wollen, sondern aus tiefer, echter, wahrer Liebe mit ihm ein gemeinsames Leben aufbauen zu wollen, eine wirkliche Partnerschaft auf Augenhöhe leben zu wollen. Weil wir das tiefe innere Wissen besitzen, dass beide zusammengehören. Weil das Leben beide schließlich zusammengeführt hat, nicht nur um uns selbst wieder zu finden und uns mit uns selbst wieder zu versöhnen und zu verbinden – uns selbst gegenüber absolut verbindlich zu sein - sondern um endlich mit dem wirklich passenden Partner – eben unserem Seelenpartner oder Dual - ein gemeinsames Leben zu leben.

Alleine mit uns selbst sein zu können, ohne uns alleine und einsam zu fühlen. Gleichzeitig miteinander zu zweit „Eins“ sein zu können und innerlich wahrhaftig zufrieden und wirklich glücklich zu sein. Erfüllt zu sein. In Liebe zu sein. Wieder zu zweit alleine zu SEIN...

Unser Seelenpartner oder Dual weiß sehr genau, dass er zu uns gehört. Er weiß sehr genau, dass er jederzeit in unserem Leben und an unserer Seite sein darf, wenn er sich endlich entscheidet. Endgültig FÜR die wahre Liebe und für UNS entscheidet. Für ein gemeinsames „Wir“ entscheidet. Dafür entscheidet, der Sehnsucht in sich endlich nachzugeben. Und sich offen zu uns zu bekennen. Zu uns zu stehen. Sich vollständig auf uns einzulassen. Verbindlich zu werden. Ein gemeinsames Leben mit uns zu führen.

Diese Entscheidung fällt ihm genauso schwer, wie unsere Entscheidung, uns für uns zu entscheiden. Verbindlichkeit mit uns selbst einzugehen. 

Da hierfür die Angst endgültig besiegt und aufgelöst werden muss. Mut entwickelt werden muss. Von beiden Seelenpartnern oder Dualen!

Mut zu sich selber zu stehen und Mut, sein Glück mit uns mit beiden Händen zu packen und so festzuhalten, wie es nur irgendwie geht.

Wir müssen zu uns selbst stehen und er muss zu sich selbst stehen. Nur auf andere Art und Weise. Wir stehen die ganze Zeit bereits zu ihm und er darf nun lernen, wahrhaftig zu uns zu stehen.


                                   Der fatale Irrtum mit dem Loslassen



Wie ein unaufhaltsames und immer weiter grassierendes Feuer in der staubtrockenen Steppe wird permanent und ohne klar zu definieren, was es tatsächlich bedeutet, weiterverbreitet, dass wir unser zutiefst geliebtes Dual wieder loslassen sollen, damit er wirklich zu uns findet, sich offen zu uns bekennt und sich auf uns verbindlich einlässt. Was nie Sinn für mich gemacht hat und niemals stimmig für mich war. Bis zu der Zeit, als ich selber an genau dem Punkt stand, loszulassen. Wüsste ich folgendes nicht aus intensivem eigenem Erleben, ich würde es schlichtweg nicht glauben. Was ich da urplötzlich begriffen habe, war, dass wir nicht unser Dual loslassen müssen, sondern dass es in Wahrheit darum geht, etwas ganz anderes loszulassen....

Nämlich, die urgewaltige und äußerst bedrohlich wirkende Angst loszulassen, diese tiefe, intensive und einzigartige Liebe die uns mit unserem Dual verbindet, wieder zu verlieren.

Die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, fühlt sich so bedrohlich an, dass dies kaum mit Worten erklärbar ist. Diejenigen, die diese Angst ebenfalls unbewusst oder auch bereits bewusst in sich spüren, wissen genau, wovon ich schreibe.

Alleine ein einziger Gedanke daran, die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, ruft solch urgewaltige Schmerzen in unserer sensiblen Seele wach, dass dies tatsächlich kaum mehr ausgehalten werden kann. Es fühlt sich an, als ob die eigene Existenz vernichtet werden könnte. Genau das ist der passende Ausdruck hierfür. Ein Gefühl absoluter Vernichtung des eigenen Seins breitet sich in uns aus. Und dieses Gefühl ist dermaßen unerträglich, dass wir nur noch flüchten und davonlaufen möchten. Was aber nicht möglich ist. Denn unser Inneres nehmen wir ja immer mit. Vollkommen egal, wohin wir auch gehen.

Deshalb klammern wir uns auch an dieser Liebe und an unserem Seelenpartner und Dual so fest. Weil wir beides ja in unserem Leben für immer behalten wollen. Sowohl diesen EINEN Menschen, der zu uns gehört, als auch diese echte, tiefe, einzigartige Liebe. Deshalb fällt es uns so schwer, ihn freizulassen. Ihn vollkommen sich selbst zu überlassen, solange er sich nicht komplett für uns entscheidet. 

Wahre Liebe lässt aber per se immer frei...

Gleichzeitig manifestiert sich in uns die Angst, den allerletzten Sprung in unser vollständig authentisches Sein zu tun. Und unseren Seelenpartner oder unser Dual genau dadurch zu verlieren. Obwohl wir diese Verlustangst schon lange überwunden glaubten. An genau diesem Punkt kommt sie aber nochmals hoch und zeigt sich uns erneut. Und dieses Mal mit einer solchen Wucht und Heftigkeit, die absolut erschreckend für unsere hochsensible Seele ist.

In Wahrheit handelt es sich hierbei um die Angst, UNS SELBST gegenüber verbindlich zu werden. Und diese Angst projizieren wir auf unser Dual. Und denken, dass er in Wahrheit derjenige ist, der Angst hat, sich verbindlich auf uns einzulassen.

Die ganze Zeit über, die er vermeintlich so unverbindlich zu uns war, waren wir UNS SELBST gegenüber unverbindlich. ER hat uns dies nur im Außen in seiner Funktion des Spiegels gezeigt.

Es durchfährt unser Bewusstsein wie ein intensives Wetterleuchten – ein Urgewitter aus puren, sich hell entladenden Blitzen - dass sich sämtliche unserer tiefsten Ängste in unserem Leben manifestieren. Und zwar mit jeder Lernrunde, die wir noch einmal erleben, immer schneller und schneller. Immer heftiger und intensiver. Weil sie von uns endgültig aufgelöst werden wollen. Es wird uns schlagartig bewusst, wie intensiv und urgewaltig unsere Angst, die Liebe und unseren Seelenpartner oder unser Dual eventuell wieder zu verlieren, in Wahrheit ist.

Wie atemberaubend tief unsere Angst sitzt, uns selbst gegenüber verbindlich zu werden.

Es wird nun nahezu unmöglich, diesen Ängsten aufs Neue auszuweichen. So wie uns das eine lange Zeit unseres Lebens immer wieder gelungen ist. Nun können wir unsere Ängste nicht mehr wegdrücken und verdrängen. Da die inzwischen unerträglich gewordene Situation der permanenten Unverbindlichkeit mit unserem Seelenpartner oder Dual uns mittlerweile dazu zwingt, uns mit diesen Ängsten zu befassen.

Und uns UNS SELBST wahrhaftig zu stellen.

Viele sind nun an dem Punkt, an dem ihr Seelenpartner oder Dual sie eventuell komplett verleugnet. Es kann sogar sein, dass er – wenn er von der Seelenpartner- und Dualseelenthematik weiß – nun urplötzlich auch die tiefe Seelenverbindung zwischen beiden leugnet.

Hier MÜSSEN wir selbst handeln.

Und nicht mehr von ihm erwarten (was vielleicht die allerletzte Erwartung war, die wir unbewusst noch an ihn hatten), dass er handelt. Denn er kann es hier noch nicht.

Und um nun zum Loslassen zurückzukommen - das Loslassen geschieht in Intervallen. In Abschnitten. Und in Etappen.

Weil jedes Mal, wenn wieder eine Situation passiert, in den wir überdeutlich spüren, dass wir nun wirklich loslassen müssten – und wir dies nicht schaffen – müssen wir weitere Lernrunden mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele drehen.

Jedes Mal, wenn wir wieder nicht vertrauen und wieder unserer Angst und unserem bedürftigen Ego nachgeben, fallen wir wieder zurück und drehen eine neue Runde.

Allerdings auf immer höheren und feineren Leveln. Weil unser Bewusstsein sich immer weiter öffnet. Und dieses Karussell dreht sich immer schneller. Stoppt urplötzlich und schleudert uns wieder zurück auf Anfang. Weil wir wieder nicht begriffen haben. Es wieder nicht geschafft haben, standhaft zu sein. Absolut ehrlich und verbindlich zu uns selber zu sein.

Wir müssen also handeln und uns vollständig UNS SELBST zuwenden. Wir müssen die Liebe im Außen – also unseren Seelenpartner oder unser Dual – komplett sich selbst überlassen. Und uns vollständig der Liebe in uns – unserer Selbstliebe - zuwenden. Unserem wahren, authentischen Sein zuwenden. 

Wir müssen uns absolut und vollständig verbindlich mit uns selbst einlassen.

Wir müssen es vollständig annehmen und akzeptieren, dass sich unser Seelenpartner oder Dual an diesem Punkt noch nicht vollständig auf uns einlassen kann. Noch nicht verbindlich uns gegenüber werden kann. Da er sich erst selbst heilen und aus seinen eigenen Traumatisierungen und Ängsten lösen muss. Seine Vergangenheit emotional loslassen und sich dann absolut verbindlich auf SICH SELBST einlassen muss.

Wir müssen es komplett annehmen und akzeptieren, dass unser Beziehungswunsch mit ihm an diesem Punkt noch nicht erfüllt werden kann. Weil WIR SELBST erst lernen müssen, zu uns selbst verbindlich zu sein. Uns unsere tiefe Sehnsucht zu erfüllen, uns endlich vollständig auf uns selbst einzulassen. Der tiefen Verlockung in unser ureigenes Sein zu folgen. Dem intensiven Verlangen nachzugeben, uns unserem wahren Sein vollständig hinzugeben. Uns im Ozean unseres wahren, authentischen Seins treiben zu lassen. Im vollen Vertrauen, dass unser ureigenes und sensibles Sein und die Liebe in uns stark genug ist und uns wahrhaftig trägt...

So wie dann unser Seelenpartner oder Dual ZEITVERSETZT lernt, sich seiner eigenen Sehnsucht und Angst zu stellen, sich auf die wahre Liebe und auf uns vollständig einzulassen.  Die Verbindlichkeit mit uns wahrhaftig zuzulassen. Die Verbindlichkeit mit sich selbst zuzulassen. Sich ebenfalls in den Ozean des reinen Seins fallen und vertrauensvoll von seiner Liebe treiben und halten lassen kann.

Ja, es findet tatsächlich ALLES in BEIDEN Seelenpartnern und Dualseelen statt!

Nur, dass es nun umgekehrt ist. Und er durch unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber gespiegelt bekommt, dass er in Wahrheit ebenfalls sich selbst gegenüber unverbindlich ist. Da er sich ja bislang weigert, offen zu seiner Liebe und zu uns zu stehen.

Was ihm, wenn ihm das erst einmal wirklich bewusst wird, einen ebensolchen Schock versetzt, wie das bei uns der Fall war. Denn nun kommt sein schlechtes Gewissen dazu. Sein Gewissen, dass jetzt erst begreift, was er sich selbst und auch uns eigentlich angetan hat, mit seinem permanent abweisenden Verhalten. Seiner Verweigerung für diese Liebe. Dass er uns und unsere tiefe Liebe zu ihm und auch sich selbst permanent mit Füßen getreten hat. 

Alles andere funktioniert an diesem Punkt nicht mehr. Es geschieht vom Universum geführt, fast wie von selbst.

So sehr es auch schmerzt, unser geliebtes Dual sich selbst zu überlassen, so dringend und unbedingt notwendig ist das Hinwenden zu unserem eigenen Selbst.

Faktisch gesehen lassen wir also nicht unseren Seelenpartner oder unser Dual los, sondern wir lassen die Liebe im Außen los. Wir lassen den Wunsch los, von ihm geliebt zu WERDEN. Denn er liebt uns ja schon längst. Nur zeigt er es noch nicht. Und wenden uns der Liebe zu, die wir in unserem Inneren tragen. Denn diese Liebe – von der Begegnung mit unserem Seelenpartner oder Dual entfacht – wird immer und ewig in unserem Inneren sein. Denn wir selbst sind (in) Liebe.

Dies ist vielleicht gefühlt die schlimmste Handlung, die wir jemals umgesetzt haben. Da wir fälschlicherweise dem Irrtum und der Illusion verfallen sind, den Menschen, den wir so sehr lieben, dadurch zu verlieren.

Aber wir können nicht verlieren, was sowieso zu uns gehört. Da wir selbst ja Liebe sind. Und wir von ihm ja ebenso geliebt werden. Also können wir ihn nicht verlieren. Selbst wenn das erst einmal den Anschein macht.

Was wir selbst im Innen sind, können wir im Außen nicht verlieren!

Im Klartext bedeutet das Hinwenden zu uns selbst, dass wir jegliche Bereiche unseres Lebens komplett authentisch umgestalten. Dass wir unseren Fokus vollständig darauf legen, alles das, was wir vernachlässigt, verdrängt und aufgeschoben haben, aufholen und nachholen, es zu tun. Dass wir ab sofort die Regeln für unser Leben komplett selbst bestimmen. Und uns zukünftig auch ohne jegliche Bedingung daran halten.

Alles, was vergangen ist, was uns (emotional und seelisch) schadet und belastet, lassen wir (emotional) los. Sämtliche Projektionen und Illusionen unseres Verstandes - unseres (bedürftigen) Egos - lassen wir los.

Und konzentrieren uns zu einhundert Prozent auf das Hier und Jetzt. Und zwar in sämtlichen Bereichen unseres Lebens und auf allen Ebenen unseres sensiblen Seins.

Wir entstauben komplett unsere sensible Seele und legen ihren innersten Kern (endlich) frei.

Dabei berücksichtigen wir jede noch so winzige Ecke und vermeintliche Nichtigkeit, die wir noch bemerken. Die nun ganz in unser Bewusstsein rückt.

 

  • Wir tun nur noch das, was wir wirklich tun wollen
  • Wir tun nur noch das, womit wir uns wirklich wohl fühlen
  • Wir halten uns nur noch an Orten auf, an denen wir tatsächlich sein wollen
  • Wir umgeben uns nur noch mit Menschen, die unser Leben bereichern
  • Wir tun nur noch die Dinge, die uns wirklich gut tun

 

Wer jetzt noch sagt, „Das kann ich aber nicht“, sitzt immer noch seinem (bedürftigen und bewertenden) Ego und gedanklichen Illusionen und Projektionen auf.

Denn, wenn wir etwas WIRKLICH wirklich wollen, schaffen wir dies auch. Das kann ich mit reinem Gewissen von mir selbst (und anderen, die dies ebenfalls bestätigen) sagen :)

Was wir noch loslassen, ist das konditionierte und uns vehement eingebläute KONZEPT unserer Gesellschaft von Beziehungen und Partnerschaft.

Wir lassen die anerzogene VORSTELLUNG einer Beziehung und Partnerschaft los, wie wir es aus unserem bisherigen Leben kennen.

Denn vielleicht stimmen unsere bisherigen Konditionierungen und Glaubenssätze, was Beziehungen und Partnerschaft betrifft, überhaupt nicht mit unserer ureigenen Wahrheit – und dem, was unser Herz und unsere Seele wirklich für uns will – überein!

Hier sollten wir ausschließlich auf unsere Intuition, unser Herz und unsere Seele hören. Und bewusst in uns hineinspüren, was wir WIRKLICH für uns wollen. Was sich wahrhaft ECHT und authentisch für uns anfühlt. Also lassen wir unsere bisherigen unpassenden und destruktiven Konditionierungen und Glaubenssätze los. Und prüfen mit unserem Herzen sehr genau, wie unser Beziehungskonzept tatsächlich aussieht.

Was bedeutet es aber nun tatsächlich, verbindlich uns selbst gegenüber zu sein?

 

  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, uns selbst absolut treu zu sein. Zu einhundert Prozent zu uns selbst zu stehen. Ohne uns zu verbiegen oder an äußere Gegebenheiten anzupassen, die andere vorgeben und die wir nicht wollen. Stattdessen unseren ureigenen Überzeugungen, Vorstellungen, Konzepten und unserer ureigenen Wahrheit bedingungslos – ohne jegliche Bewertung und ohne jedes sinnlose Schubladen-Denken oder einteilen in Kategorien zu folgen
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, keine faulen Kompromisse mehr einzugehen, was  Freundschaften, Beziehungen und Partnerschaft betrifft. Wir geben uns nicht mit irgendetwas zufrieden, was andere uns vorgeben, sondern wir setzen das um, was wir wirklich für uns wollen. Was uns bereichert, inspiriert und motiviert. Was unser Herz, unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele befriedigt, nährt und sättigt, was unser authentisches Sein vollständig erfüllt.
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut ehrlich zu uns selbst zu sein. Uns selbst nicht zu belügen, zu betrügen oder uns selbst etwas vorzumachen und uns selbst zu (ent-) täuschen. Sondern unserer ureigenen Wahrnehmung und unserer Intuition bedingungslos zu glauben, unserem natürlichen Instinkt zu vertrauen und dem Weg unseres Herzens und unserer Seele zu folgen. Und NICHT mehr von unserem Verstand in die Irre leiten zu lassen
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu handeln. Uns von niemandem in ein (Verhaltens-) Korsett pressen zu lassen, dass uns nicht passt und unserem wahren Sein nicht entspricht

 

Verbunden mit der reinen Liebe, verbunden mit unserem Seelenpartner oder Dual, verbunden mit uns selbst und verbunden mit dem Leben an sich zu sein.

Hier müssen wir lernen, mit uns selbst alleine zu sein. Einfach zu SEIN, ohne etwas dafür zu tun, um von außen etwas zu erhalten, was uns vermeintlich fehlt. Jeglichen Kampf, Widerstand oder Kontrolle im Leben und in der Liebe sein zu lassen.

Die Liebe und das Leben fließen und geschehen zu lassen, im bedingungslosen Vertrauen, dass alles, was zu uns gehört und wahrhaftig bei uns sein will, ganz von selbst zu uns kommt.

Es ist wahrlich eine Kunst, mit uns selbst alleine zu sein. Die Stille in uns zu ertragen, die uns ganz automatisch überfällt, wenn wir uns uns selbst hingeben.

Das Gefühl der Leere in uns nicht als vermeintliche Langeweile zu sehen, da sonst unser Verstand und unser bewertendes Ego wieder die Oberhand über uns gewinnt.

Sondern dafür zu sorgen, dass wir (selbst-) erfüllt sind und absolut darauf verzichten, von anderen etwas zu erwarten. Der Leere in uns einen Sinn zu geben. Diese mit Neuem zu füllen. Und endlich vollständig unser wahres Sein zu leben. Uns wirklich lebendig zu fühlen.

 

  • OHNE uns wieder eine Ersatzbefriedigung im Außen zu suchen.
  • Ohne wieder eine äußere Quelle des Glücks für uns auszuerwählen, die nicht dafür zuständig ist, unsere innere Leere zu füllen.
  • OHNE uns auf einen Ersatzpartner als Trostpflaster – denn etwas anderes als zweite Wahl würde ein solcher Mensch niemals sein - einzulassen.

 

Denn dann würden wir uns wieder selber verlassen. Wir würden uns wieder von unserem wahren Sein trennen. Und unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber wäre wieder dahin. Denn ein Ersatzpartner als Trostpflaster weist immer daraufhin, dass wir nicht vollständig verbindlich uns selbst gegenüber sind. Und immer noch einen inneren Mangel damit kompensieren, wenn wir nicht imstande sind, mit uns selbst alleine zu sein. Wenn wir nicht bereit sind, auf eine äußere Quelle des Glücks und auf die Liebe im Außen zu verzichten, um wahrhaft bei uns selbst anzukommen. Dann kommt auch unser Seelenpartner oder Dual nicht zu uns. Und wir „warten“ vergeblich auf ihn...

Unser Ego spielt uns dann noch immer einen Streich. Und wir sind immer noch im dichten Netz der Illusion unserer (bewertenden) Gedanken und unbewussten Bedürftigkeit gefangen...

Zu lernen, wirklich bedingungslos zu lieben, zu geben und absichtslos zu kommunizieren.

Die Liebe im Außen vollständig loszulassen, im absoluten Vertrauen, dass der Mensch, der zu uns gehört, ganz von selbst zu uns findet, wenn wir uns in kompromissloser Verbindlichkeit und absoluter Liebe zu uns selbst üben.

Die massive Angst loszulassen, uns wirklich vollständig auf uns selbst einzulassen. Und die unbegründete, tiefsitzende Angst loszulassen, dass wir die wahre Liebe wieder verlieren. Weil genau das nicht passieren wird. 


                                            Die Hingabe an die Liebe

   


Wahre Liebe ist radikal. Wahre Liebe ist bedingungslos. Wahre Liebe ist absolut. Wenn wir auch nur ein einziges Mal für einen winzigen Augenblick die wahrhaftige Liebe in unserem Herzen, unserer Seele und unserem ganzen Sein spüren, für einen kleinen Moment den leisen Hauch der Verführung wahrnehmen und intensiv fühlen, was es wirklich bedeutet, wahrhaftig und tief geliebt zu werden, ist es an uns, zu entscheiden. Uns ganz bewusst zu entscheiden, ob wir uns dieser Liebe mit unserem gesamten Sein vollkommen hingeben. Oder ob wir weiterhin lediglich an der Oberfläche vermeintlicher Liebe herumkratzen. Und andere Gefühle, die wir empfinden, mit wahrhaftiger Liebe verwechseln. Ohne uns mit weit geöffnetem Herzen tatsächlich auf die wahre Liebe einzulassen. Uns von dem urgewaltigen Sog, den diese Liebe bildet, einfach mitziehen zu lassen. In diese bodenlos tiefe Liebe vertrauensvoll hineinsinken zu lassen. Und zwar zu einhundert Prozent. Denn, wahre Liebe ist nichts, was uns ‚einfach so’ passiert...

Das Universum lässt uns diese tiefe Liebe ausschließlich dann aufs heftigste spüren, wenn wir mit unserer Seele tatsächlich bereit dazu sind. Denn dann senden wir genau die passenden Energien und Schwingungen aus, mit denen die wahre Liebe uns punktgenau findet. Vollkommen egal, wo auf dieser Erde wir gerade sind.

Wenn wir dieses unermesslich wertvolle Geschenk vom Leben erhalten, ist es an uns, uns zu entscheiden. 

Nehmen wir dieses Geschenk an und lassen uns mutig mit sämtlichen Konsequenzen komplett darauf ein oder weisen wir es voller Angst vor dem Neuen und Unbekannten zurück. 

Grundsätzlich gibt es immer zwei Wege, eine Entscheidung für uns zu treffen. Für etwas oder gegen etwas zu sein und für jemanden oder gegen jemanden zu sein. Unverbindlich an der Oberfläche zu bleiben oder verbindlich zu sein und wirklich in die Tiefe zu gehen. Entweder wir lassen unseren Kopf für uns entscheiden oder wir hören auf die Stimme unseres Herzens. Und folgen dem Ruf unserer Seele. Denn es gibt für uns nur ein sehr eindeutiges „Ja“ oder ein sehr eindeutiges „Nein“.

Halbherzigkeiten – ein bisschen Kopf oder ein bisschen Herz – nur ein bisschen Liebe - funktionieren nicht. Genauso wenig, wie es funktioniert, „nur ein bisschen schwanger“ zu sein.

Hier machen sich viele Menschen etwas vor. Da sie die Liebe immer nur punktuell in ihr Leben und ihr wahres Sein nicht wirklich durchdringen und vollständig fluten lassen. Nicht bereit dazu sind, sich in diese Liebe auch vollkommen hineinfallen zu lassen. 

Sie dosieren stattdessen die Liebe und denken, so wird es schon gehen. Nein, das ist ein urgewaltiger Trugschluss. So „funktioniert“ wahre Liebe nicht.

Passiv zu bleiben und lediglich zu denken, dass wir etwas tun wollen oder tatsächlich aktiv zu werden und zu handeln, sind per se zwei gegensätzliche Dinge. Die weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Mit denen wir dann umgehen und leben müssen. Weil wir dies ausschließlich selbst zu verantworten haben. Nicht jemand anders. Niemand im Außen. Auch nicht unser Seelenpartner oder Dual. Wir können jederzeit weiter im unendlichen Ozean unserer tiefsten Ängste und Sehnsüchte baden und unzufrieden an unserem wahren Glück vorbeirudern oder wir können bewusst etwas ändern.

Jederzeit können wir uns unseren tiefsten Wunsch erfüllen. Und bewusst dazu stehen, verbindlich zu sein. Eine bewusste Entscheidung zu treffen, für das essentielle Gefühl, in uns selbst „ganz“ zu sein. Uns nicht mehr als nur „halb“ wahrzunehmen. Und uns permanent unvollkommen und „falsch“ zu fühlen.

Dies können wir nur, indem wir uns bewusst FÜR unser wahres Selbst entscheiden. Uns ganz bewusst FÜR die wahre Liebe entscheiden. Und uns somit auch bewusst FÜR unseren Seelenpartner oder unser Dual entscheiden. Und uns ohne jeden faulen Kompromiss auf diese bewusste Entscheidung einzulassen. Und zwar absolut, bedingungslos und konsequent. Zu einhundert Prozent. Indem wir uns ganz bewusst abnabeln von Abhängigkeiten im Außen. Uns nicht mehr beeinflussen lassen von Ansichten, Bewertungen und Meinungen anderer.

Sondern uns ganz bewusst uns selbst und der Liebe zuwenden. Der tiefen Liebe, die bereits die ganze Zeit IN uns ist, unsere Aufmerksamkeit schenken. Weil wir selbst von Natur aus Liebe sind. Wir hatten genau dies nur vergessen. Vergessen aufgrund all unserer Konditionierungen, negativen Erfahrungen und destruktiven Muster.

Unser Dual erinnert uns wieder daran, dass wir selbst Liebe sind.

Es ist eine reine Entscheidung des Herzens. Für die wahre Liebe, für unser wahres Sein und für unseren Seelenpartner oder unser Dual.

Etliche bleiben dabei lieber in der bequemen Hängematte ihrer Komfortzone und alten Muster liegen. Denn das wahre Glück innerer Befreiung und wirkliche Zufriedenheit macht ihnen viel zu viel Angst.

Sie können (oder wollen) die wirkliche Tragweite, die die wahre Liebe mit sich bringt, nicht fassen.

Denn, wahre Liebe erfordert es, ganz bewusst Opfer zu bringen. NICHT die Liebe selbst fordert Opfer (!!) sondern die ganz bewusste Entscheidung erfordert es, für die Liebe etwas zu opfern.

Nämlich die alten, destruktiven Konditionierungen und Muster, aufgesetzten Rollen, Masken und Fassaden abzulegen. Und sich auf die daraus resultierende Veränderung mit allen Konsequenzen vollständig einzulassen. Und nicht länger den Illusionen des eigenen Verstandes nachzujagen. Dem zu glauben, was einen in Wahrheit sowieso nur in die Irre führt. Sondern seinem Herzen zu glauben. Und seiner ureigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Viele sind nicht bereit, die Opfer zu bringen, die eine bewusste Entscheidung für die wahre Liebe erfordert. Sie sind nicht bereit, sich aus ihren alten Mustern und ihrem alten Leben zu befreien. Sich eventuell aus noch bestehenden und nicht mehr funktionierenden Beziehungen herauszulösen. Sie sind nicht bereit, sich wirklich zu verändern. Und vollständig zu transformieren. Sie denken (!), dass es auch anders geht. Dass es ausreicht, sich nur zu einem kleinen Teil zu verändern. Sich nur auf ein "bisschen" wahre Liebe einzulassen. Und sitzen genauso wieder gewaltig den Illusionen ihres Verstandes auf. Weil sie sich in Wahrheit wieder selbst täuschen. Sich selber etwas vormachen. Sich selbst belügen und betrügen. Wieder nur faule Kompromisse eingehen. 

Und das gilt genauso für Herzensmenschen, wie für die Kopfmenschen. 

Stattdessen erwarten sie von ihrem Seelenpartner oder Dual, dass er sich zuerst bewegt. Und er als erstes handeln muss. Man wartet im wahrsten Sinne des Wortes darauf, dass das Dual sich verändert und sich entwickelt und merkt dabei die ganze Zeit nicht, dass man selbst sich wieder zurück in den Dornröschenschlaf begibt. Während man hofft und weiter darauf wartet, dass der Seelenpartner oder das Dual kommt und einen aus den eigenen Begrenzungen herausreißt und befreit. Auch dies ist eine versteckte Erwartung. Was einem aber erst einmal bewusst werden muss.

Man gibt sich so nicht der wahrhaftigen Liebe hin. Man gibt sich so nicht sich selber hin. Man gibt sich so auch nicht seinem Seelenpartner oder Dual hin. Denn man erwartet ja immer vom anderen. Während man selber bequem ist und nichts tut.

Es ist also absolut notwendig, sich zu entscheiden.

Auch, sich dafür zu entscheiden, alleine zu sein, solange das Dual noch stur in seiner Selbstverweigerung verharrt. Sich absolut und ohne jeden Kompromiss sich selbst in seinem wahren Sein zuzuwenden. Sich seinem wahren Selbst ganz bewusst zu stellen. Und sich vollkommen sich selbst hinzugeben. Erst einmal sich selbst gegenüber beziehungsfähig zu werden. Die Beziehung zu sich selbst ganz bewusst zu kultivieren. Da man ausschließlich so auch wirklich fähig und in der Lage ist, im Außen eine ECHTE Partnerschaft verbindlich und tatsächlich auf Augenhöhe zu führen.

Wir können uns nicht unserem Seelenpartner oder Dual vollkommen hingeben, wenn wir nicht in der Lage sind, uns uns selbst vollständig hinzugeben. Bei uns selbst zu bleiben und uns selbst gegenüber vollständig verbindlich zu sein

Erst wenn wir gelernt haben, was es heißt, die Liebe vollständig zuzulassen, uns dieser Liebe mit unserem ganzen Sein tatsächlich hinzugeben, nicht mehr nur tröpfchenweise dosiert, sondern mit der gesamten und urgewaltigen Kraft, mit der die wahre Liebe fließt, können wir WIRKLICH beziehungsfähig werden.

Erst wenn wir in der Lage sind, es vollständig zuzulassen, von unserem Seelenpartner oder Dual wahrhaftig und tief geliebt zu WERDEN und die gesamte Kraft seiner Liebe von ihm aktiv zu ERHALTEN - wie urgewaltige Wassermassen, die uns fluten und jede einzelne Faser unseres gesamten Seins vollständig durchdringen – und nicht mehr so wohldosiert, wie es über den langen Zeitraum, während dem er sich uns scheinbar verweigert, der Fall war – dann kann auch ER sich uns vollständig öffnen. Und sich WIRKLICH vollkommen auf uns einlassen. Sich sowohl sich selbst, als auch der Liebe an sich öffnen. Sich uns und dieser Liebe vollständig hingeben.

 

  • Indem wir uns UNS SELBST öffnen, kann auch er sich sich selbst öffnen
  • Indem wir uns der Liebe an sich öffnen, kann auch er sich der Liebe an sich öffnen
  • Indem wir uns IHM vollständig öffnen, kann auch er sich uns vollständig öffnen

 

Erst dann, wenn wir es geschafft haben, nicht mehr zu flüchten, sondern zu bleiben, wenn uns die Wucht der Liebe in all ihrer urgewaltigen Kraft trifft – gelassen in unserer ureigenen Mitte zu ruhen - uns vollständig für uns zu entscheiden und sowohl die Liebe im Außen, als auch diverse Abhängigkeiten im Außen vollständig loszulassen, uns vollständig darauf einlassen, mit uns selbst alleine zu sein, haben wir es in unserem Herzen begriffen, was es wirklich bedeutet, absolut und bedingungslos IN Liebe zu sein.

Solange sich noch Gedanken bilden, wie:

 

  • Ich will aber nicht alleine sein
  • Ich will aber nicht so lange auf ihn warten
  • Ich will aber unbedingt eine Beziehung haben
  • Ich will aber, dass ER sich zuerst entscheidet
  • Ich will aber, dass ER zuerst aktiv wird und handelt
  • Ich will dies, das und jenes...

 

Solange sind wir nicht wirklich in der Lage, uns der Bedingungslosigkeit, Tiefe und Intensität der wahrhaftigen Liebe wirklich zu stellen. Uns ihr vollständig hinzugeben. Und solange sind wir auch nicht in der Lage, die Liebe in all ihrer urgewaltigen Kraft wahrhaftig auszuhalten, die wir von unsem Seelenpartner oder Dual aktiv ERHALTEN. Genau deshalb hält er sich auch noch zurück. Weil er unbewusst unsere teils immense Abwehr spürt, die wir in Wahrheit uns selbst gegenüber oft an den Tag legen.

Solange wir nicht bereit dazu sind, mit allen notwendigen Konsequenzen die Opfer zu bringen, die es erfordert, uns ganz für die wahrhaftige Liebe zu entscheiden, sind wir noch nicht tief genug in unserem Herzen und unserem wahren authentischen Sein verankert.

Und genauso lange halten wir unser Dual unbewusst von uns fern. Entschieden hat ER sich in Wahrheit schon längst. Wir sehen dies oft nur genau deshalb solange nicht, weil wir viel zu sehr damit beschäftigt sind, uns Gedanken über Gedanken darüber zu machen, was denn mit ihm eigentlich los ist, dass er sich uns so offensichtlich verweigert. Wir werden innerlich wütend, frustriert und verunsichert, weil wir der Meinung sind, dass er doch jetzt endlich einmal anfangen müsste, sich aus seinen ureigenen Ängsten, Konditionierungen und Mustern zu befreien. Sich aus seinem alten Leben zu lösen und die umfassenden Veränderungen zuzulassen, die zwangsläufig eintreten, wenn er sich uns und der wahrhaftigen Liebe zuwendet und sich uns und dieser Liebe erst einmal vollständig hingibt.

Wir sind der irrtümlichen Ansicht, schon bereit und somit bereits viel weiter zu sein, als unser Seelenpartner oder Dual.

Dabei sehen wir tragischerweise nicht, dass wir uns in Wahrheit genauso verhalten, wie der Hase sich in der Fabel mit dem Rennen zwischen sich und der Schildkröte verhält...

„Es waren einmal eine Schildkröte und ein Hase. Der Hase machte sich Tag für Tag über die Langsamkeit der Schildkröte lustig und verhöhnte sie. Eines Tages hatte es die Schildkröte satt und schlug ein Rennen vor. Der Hase warf sich lachend vor der Schildkröte auf den Boden. Die Schildkröte aber bestand auf dem Rennen und der Hase schlug ein. Als der Startschuss fiel, sprang der Hase große Haken schlagend und mit vielen Umwegen los. Die ganze Zeit über lachte er über die Dummheit der Schildkröte. Und um ihre Niederlage besonders auszukosten, legte er sich kurz vor dem Ziel ins weiche Gras, um dort auf sie zu warten. Die Schildkröte kroch unermüdlich voran. Als sie sich dem Ziel näherte, sah sie den Hasen im Gras, doch sie ließ sich nicht beirren. Sie kroch weiter und tatsächlich ging sie als Erste über die Ziellinie! Als die anderen Tiere jubelten, schreckte der Hase hoch und erkannte, dass er verloren hatte. Er war nämlich vor Erschöpfung eingeschlafen.“

Ganz genauso verhalten wir uns in Wahrheit sehr oft. Immer wieder beschweren wir uns darüber, dass sich unser Dual vermeintlich überhaupt nicht bewegt. Dass er vermeintlich nichts tut, um sich zu verändern. Um die Situation an sich zu verändern. Dass er vermeintlich nicht fähig ist, sich für uns zu entscheiden. Übersehen dabei aber geflissentlich, dass WIR es ja sind, die sich die ganze Zeit dieser Liebe verweigern. Und es nicht schaffen, verbindlich uns selbst gegenüber zu werden. Dass wir es sind, die es nicht schaffen, aktiv zu werden und endlich zu handeln. Und endgültig zu entscheiden, uns der Liebe an sich vollständig hinzugeben. Stattdessen wehren wir uns permanent und befinden uns im inneren Widerstand. Immer wieder wollen wir flüchten. Oft auch nur in Gedanken. Aber selbst dann fließt die Energie in die vollkommen falsche Richtung. Was er natürlich ebenso wahrnimmt und spürt.

Er MUSS dann von uns wegbleiben, sich vor uns verstecken und bewusst sein Herz vor uns schützen. Da SEINE Schutzmauer um sein Herz jedes Mal komplett in sich zusammenstürzt, wenn er uns wieder sieht oder uns auch nur am Telefon hört. Deshalb vermeiden die Kopfmenschen auch immer wieder den persönlichen Kontakt und stellen sich regelrecht „tot“. Weil sie jedes Mal einen kompletten Kontrollverlust erleiden. Von dem sie sich immer wieder erholen müssen. Was immense Kraft und Energie von ihnen fordert. Die sie eben irgendwann nicht mehr haben, wenn die Gefühle immer mehr an die Oberfläche kommen und sie nicht mehr in der Lage sind, sich auf Dauer zu kontrollieren. Sie stattdessen in einem Burnout oder in tiefen Depressionen landen. Es ihnen in jedem Fall immer schlechter und schlechter geht.

Und zwar solange, bis WIR die vollständige Wahrheit der Wahrheit hinter der Wahrheit in unserem Herzen FÜHLEN. 

Und endlich WIR bewusst aktiv werden und handeln. Eine ganz bewusste Entscheidung für uns selbst treffen.

Unser Seelenpartner oder Dual kennt die Wahrheit schon lange Zeit vor uns. Nur schweigt er natürlich und zieht sich still, leise und ohne Worte von uns zurück. Weil wir selbst es sind, die die Wahrheit hinter der Wahrheit der Wahrheit verstehen und wirklich begreifen müssen.

Wir sind es, die uns zuerst der Liebe in uns vollständig hingeben und es zulassen und aushalten müssen, dass unser Seelenpartner oder Dual uns mit all seiner Kraft innig und zutiefst wahrhaftig liebt.

Die Wahrheit der Wahrheit hinter der Wahrheit ist ganz einfach, dass BEIDE vom jeweils anderen denken, dass er noch nicht soweit ist. Es sind also immer beide sowohl der Hase als auch die Schildkröte :)

Wir Herzensmenschen sind andauernd der irrtümlichen Ansicht, dass unser Dual ja vermeintlich noch nicht soweit ist. Und der Kopfmensch bleibt solange von uns fern, solange er auch nur ansatzweise vermutet (!), dass wir noch nicht soweit sind. Da er genauso lange (irrtümlicherweise) denkt, dass er uns sowieso nicht auf Dauer bei sich halten kann. Und wir denken dann wiederum, dass er uns nicht gut genug für sich befindet, um sich verbindlich auf uns einzulassen. Uns endlich wirklich in sein Leben und an seine Seite zu lassen. Aber er denkt ganz genauso über uns, solange wir immer wieder offensichtlich in den Rückzug gehen. Und es nicht bedingungslos geschehen lassen und aushalten können, was da zwischen ihm und uns passiert.

Womit er auch tatsächlich recht hat, solange wir noch nicht vollständig gelassen in uns selbst und unserer ureigenen Mitte ruhen. Und uns einfach nur absichtslos von ihm wahrhaftig lieben lassen (können)...

Wirklich bereit sind wir ausschließlich dann, wenn wir tatsächlich bedingungslos fähig sind, mit uns selbst alleine zu sein. Wenn wir überdeutlich in uns spüren, dass die dicke Schutzmauer um unser Herz komplett eingestürzt und zusammengebrochen ist. Wenn wir uns durch die hohe und dichte Dornenhecke unserer Eigenbegrenzungen von innen heraus vollständig befreit haben. Wenn wir uns auch wirklich emotional und seelisch befreit FÜHLEN. Darin gefestigt sind, Grenzen zu setzen, wo es notwendig für uns persönlich ist. Wenn uns im Außen nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringt. Sondern wir gelassen bei uns selbst bleiben können.

Wenn wir in der Lage sind, wirklich absichtslos zu lieben und zu geben. Es WIRKLICH aushalten, von unserem Dual zutiefst geliebt zu WERDEN...


                        Dualseelen & der unerfüllte Beziehungswunsch



Der Wunsch nach einer verbindlichen Beziehung steht bei vielen Seelenpartnern und Dualseelen uneingeschränkt an erster Stelle. Da bei hochsensiblen Menschen das verbindliche zusammensein mit dem geliebten Menschen ein essentielles Urbedürfnis ist. Ist aber gleichzeitig eine von uns selbst erschaffene Barriere, die uns von uns selbst wegbringt. Weil wir so den Fokus permanent nach außen und auf unser Dual richten, anstatt unsere Aufmerksamkeit vollständig nach innen auf unser wahres Selbst zu lenken. Die tiefe Sehnsucht nach Erfüllung ist in Wahrheit das innige Verlangen nach Verbindung mit unserem wahren Selbst. Erst wenn wir die Verbindung zu unserem wahren Selbst vollständig zulassen, uns bedingungslos auf unser wahres Sein einlassen, sind wir in der Lage, eine verbindliche Beziehung und echte Partnerschaft mit unserem Seelenpartner oder Dual einzugehen...

Weil wir nur so beziehungsfähig werden und die tiefe, wahre Seelenliebe zwischen uns und unserem Dual auch tatsächlich lebbar gemacht werden kann. Und wir erst einmal lernen dürfen, die Beziehung mit uns selbst vollständig einzugehen. Ohne Ablenkung, Ausreden und faule Kompromisse.

Auch wird in diesem Zusammenhang immer wieder von unerfüllter Liebe gesprochen. Was so aber nicht richtig ist. Denn, diese Liebe IST erfüllt. Beide befinden sich ja IN tiefer Liebe zueinander. Auch wenn diese Liebe (noch) nicht wirklich gemeinsam als richtiges Paar lebbar ist. Viele Dualseelen leben sehr wohl eine (inoffizielle) Beziehung miteinander. Auch wenn man das Wort „Beziehung“ in diesem Falle anders definiert. Eine Beziehung entsteht und besteht immer in dem Moment, in dem man in permanentem Kontakt miteinander ist. Selbst wenn es Phasen der Unterbrechungen gibt. Wenn man den anderen irgendwie am eigenen Leben teilhaben lässt. Oder sich im Leben des anderen befindet. Wenn man sich nicht nur emotional, geistig und seelisch, sondern auch körperlich nah ist. Wenn man sich immer wieder trifft, gemeinsam Dinge unternimmt, telefoniert, sich schreibt, miteinander verschmilzt und sich einander auch auf sexueller Ebene hingibt. Wenn man elementare Dinge aus dem Leben des anderen weiß. Wenn beide sich alles aus dem eigenen Leben erzählen. Wenn sie sich Dinge erzählen, die sie sonst niemandem anvertrauen würden.

Auch wenn das bei Dualseelen immer nur tröpfchenweise – wie bei einem künstlich gedrosselten Wasserfall – geschieht.

Es ist ein elementarer Unterschied, ob es sich um eine tatsächlich unerfüllte (einseitige) Liebe oder lediglich um einen unerfüllten Bindungswunsch nach einer echten gelebten Partnerschaft mit dem zutiefst geliebten Menschen handelt. Und dieser Wunsch trotz vorhandener Liebe beider lediglich aus Angst blockiert wird.

Bei einer echten Seelenliebe sind sich immer BEIDE dieser tiefen, einzigartigen und intensiven Verbundenheit zueinander bewusst. BEIDE spüren tiefe Liebe füreinander. BEIDE spüren das „EinsSein“ mit dem anderen. BEIDE spüren das tiefe Gefühl, beim anderen angekommen und „zuhause“ zu sein. BEIDE begehren sich emotional, seelisch, geistig und körperlich gleichermaßen. Und BEIDE suchen automatisch immer wieder den Kontakt zum anderen.

Auch wenn der Kopfmensch dieser Beziehung seine Liebe lange Zeit verleugnet, von sich schiebt und unterdrückt, ist sie auch bei ihm dennoch vorhanden.

Der Faktor Zeit spielt hier keine Rolle, um in eine echte, verbindliche Beziehung miteinander zu gelangen.

Denn alles im Leben hat seine ureigene Zeit. Alles hat seine Ordnung. Alles fließt und geschieht zyklisch. Das ist der Lauf der Natur. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter. So wie jeder Sonnenaufgang ein neuer Anfang ist und jeder aufsteigende Mond eine Vollendung darstellt, bedeutet jede anfangende Zeit einen Neubeginn. So wie die aufsteigende Dämmerung den Übergang markiert und sich zur Nacht vom hell leuchtenden Tageslicht löst. Denn nur dann, wenn die Dunkelheit hereinbricht, sind wir in der Lage, die Sterne am Nachthimmel zu sehen. Und alles was abgeschlossen und somit vergangen ist, ist Vollendung. Eine Vollendung und somit Veränderung bedeutet immer, andere Möglichkeiten zu sehen. Vielleicht, das Gegenteil von dem zu tun, was man aus reiner Gewohnheit ansonsten getan hat.

Viele Seelenpartner und Dualseelen befinden sich derzeit in dieser Zeit des Übergangs...

Die Zeit des Übergangs ist immer eine Zeit der Stille. Der inneren Einkehr, Besinnung und wirklichen Veränderung. Ein Loslösen von Altem und ein Öffnen für Neues. Eine Zeit der Befreiung, Bewusstwerdung und ganzheitlichen Tranformation.

So wie die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahren immer eine Zeit der Stille und des Übergangs von der Vergangenheit in die Zukunft – ein Loslösen von Altem und Platz machen für Neues - und somit in eine bewusst erlebte Vollendung ist.

Für Dualseelen bedeutet dies die schwierige Zeit des bewussten Alleine-Seins.

Die Zeit des Übergangs ist notwendig, um uns so vollständig nach innen zu wenden. Uns von all dem zu lösen, was wir nicht mehr brauchen. Was uns nicht mehr gut tut. Was wir auch überhaupt nicht mehr für uns wollen. Und uns unserem wahren, authentischen Sein zu widmen. Den Fokus unserer Aufmerksamkeit, Kraft und Energie gezielt auf unser ureigenes Selbst zu lenken. Und uns so aus unserer ureigenen Tiefe heraus auf allen Ebenen vollständig zu transformieren.

Uns selbst auf allen Ebenen zu nähren und zu sättigen und uns die ureigenen Bedürfnisse zu stillen. Und dies nicht mehr von anderen Menschen im Außen zu erwarten. Denn wir brauchen keine Glücksquelle im Außen, da wir selbst unser ureigenes Glück sind.

Es reicht nicht aus, sich nur die Seele von alten Verletzungen und das Ego von destruktiven Mustern zu heilen. Nein, die Transformation und wirkliche Veränderung muss sämtliche Bereiche unseres Lebens und alle Ebenen unseres sensiblen Seins erfassen. Geistig, seelisch, emotional, körperlich. Überall dort, wo wir offene „Baustellen“ haben.

Die einen planen einen notwendigen Umzug für sich oder richten sich ihre alte Wohnung neu ein. Das kann auch einen längst überfälligen Wechsel des Jobs – weg vom Überlebensjob und stattdessen endlich hin zum Traumberuf und zur Berufung bedeuten. Ein bewusstes Loslassen noch bestehender Ego-Beziehungen oder eine ganzheitliche Heilung der eigenen Gesundheit. Viele erfüllen sich endlich langgehegte Träume oder Leidenschaften, widmen sich bewusst ihren eigentlichen Interessen, die sie vielleicht über viele Jahre lang vernachlässigt oder ganz aufgegeben hatten oder setzen endlich ihre Visionen und Ziele um, die sie schon lange in ihrem Herzen und in ihrer Seele mit sich herumtragen.

Eines aber haben alle gemeinsam. Sie fangen endlich an Eigenverantwortung zu übernehmen - (sich selbst) bewusst zu LEBEN - und nicht mehr nur zu funktionieren.

Wir müssen uns unseren immer noch offenen Baustellen und auch unserem wahren Selbst vollständig stellen und uns dessen vollkommen bewusst sein. Bewusst im Hier und Jetzt sein. Unsere alten Egostrukturen vollständig loslassen und das bewusste Fühlen vollkommen zulassen. Wir müssen uns wieder daran erinnern, wer wir in Wahrheit wirklich sind. Weil wir genau dies sehr oft vergessen haben. Und dazu müssen wir vollkommen alleine sein. Um unser wahres Sein überhaupt wieder spüren zu können. Um uns selbst vollkommen neu kennenzulernen. Um uns selbst endlich wirklich zu sehen. So wie wir unter all den Überfrachtungen all der Beeinflußungen und Programmierungen von Außen tatsächlich sind. Einfach echt sind.

Wir haben es selbst in der Hand, wie schnell unsere Transformation vollendet ist. Wie schnell unsere Dualseele und wir uns einander wirklich verbindlich annähern. Und beide sich so dauerhaft aufeinander einlassen können.

Je mehr wir uns auf uns selbst und auf unser wahres Sein fokussieren, desto intensiver bündeln wir unsere Lebensenergie und Lebenskraft für uns. Was ganz immens wichtig ist, um uns wirklich vollständig auf allen Ebenen zu wandeln.

Wirkliche Veränderung und echte Transformation kann nur geschehen, wenn man die alten, ausgetretenen Pfade bewusst verlässt. Und diesen nicht mehr folgt, nur weil man dies seit langem so gewohnt ist. Denn es ist ja sehr viel bequemer, in die Fußstapfen der anderen zu treten, als eigene Erfahrungen zu machen und Entscheidungen zu treffen, wohin man nun ganz bewusst geht.

Neue Pfade und Wege entstehen immer nur dadurch, dass man bewusst den Fokus umlenkt. Den Blickwinkel verändert und auch einmal die anderen Richtungen wahrnimmt und sieht. Mut aufbringt und das Risiko eingeht, eine echte Veränderung herbeizuführen. Auch wenn man nicht wahrnimmt, erkennt und sieht, was hinter der nächsten Ecke der Ungewissheit auf einen wartet. Indem man einfach TUT, was das eigene Herz tatsächlich tun will. Und das Ego außen vor lässt. Dies einfach nicht mehr beachtet. Was sowieso nicht funktioniert. Denn unser Ego verliert immer mehr an Macht. Und unser Herz gewinnt gewaltig an Kraft. Der Anker unserer Liebe hat sich tief in unser Herz gegraben und schützt uns so vor unserem Ego. Unser Herz hat längst die Oberhand gewonnen.

Dennoch müssen wir wahrhaft beziehungsfähig werden...

Wir müssen uns bedingungslos und unbedingt von Abhängigkeiten im Außen lösen. Ersatz-Glücks-Quellen loslassen und unser Glück einzig aus unserem eigenen Inneren beziehen.

Wir müssen es bedingungslos annehmen und vollständig akzeptieren, mit uns selbst alleine zu sein.

Was für einige im Klartext bedeutet, die (noch bedürftigen) Ego-Gedanken an einen Ersatzpartner als Trostpflaster ganz bewusst aufzugeben. Da ein solcher Ersatzpartner immer nur zweite Wahl und eine dysfunktionale „Übergangslösung“ wäre. Aber niemals exklusiv und allererste Wahl. Da dieser Mensch nicht für einen bestimmt ist.

Alles was wir mit unserem Ego und emotionalen Mangel explizit suchen, ist in Wahrheit nicht für uns bestimmt. Weil unsere Seele dies nicht braucht.

Das, was von „ganz alleine“ zu uns kommt, wenn wir am allerwenigsten damit rechnen, gehört dann auch wirklich ganz exklusiv zu uns. Weil unsere Seele an genau diesen Menschen und Dingen wachsen, lernen, reifen und sich immer weiterentwickeln kann.

Wirklich beziehungsfähig zu sein, bedeutet, mit den Gegebenheiten bewusst und bedingungslos umzugehen. Dies auch auszuhalten und vor allem zu BLEIBEN.

Nicht mehr zu flüchten und in den Rückzug zu gehen. Denn Flucht bedeutet in diesem Falle immer, dass man nicht fähig ist, sich dieser Beziehung verbindlich zu stellen. Die emotionale und seelische Nähe und innige Verbindung auch auszuhalten. 

Man ist dann im wahrsten Sinne des Wortes bindungs- und beziehungs-UN-fähig. Und dies gilt genauso für Herzensmenschen, wie für Kopfmenschen. 

Alles genauso zu akzeptieren und anzunehmen, wie es ist. Auch den Menschen, den wir zutiefst lieben, genauso sein zu lassen, wie er ist. Auch wenn dieser Mensch vielleicht in seinem alten Leben und in seinen alten Mustern steckenbleibt. Den Weg zu uns nicht finden kann. Weil die Zeit dafür nicht reif ist. Auch den Schmerz in uns anzunehmen und zu akzeptieren.

Während dieser ganzen Transformation geht es immer nur um uns! Und wir erhalten genau das, was unsere Seele für sich braucht.

Das, was wir nicht mehr für uns brauchen, verschwindet von ganz alleine aus unserem Leben. Oder löst sich einfach auf.

Es geht explizit darum, die Verbindung zu uns selbst wiederzufinden. Bedingungslos zu unserem wahrhaftigen Sein zu stehen. Und uns vollständig auf unser wahres Sein einzulassen. Was uns unser tiefer Wunsch, eine verbindliche Beziehung mit unserem Seelenpartner oder Dual einzugehen, immer wieder spiegelt.

 

  • Solange wir in ihm als Spiegel immer noch negative oder destruktive Dinge wahrnehmen und sehen, ist in uns selbst noch etwas, das wahrgenommen, gesehen, gefühlt, geordnet, sortiert, bearbeitet, befreit, reflektiert, hinterfragt, aufgearbeitet und aufgelöst werden will
  • Solange wir in irgendeiner Form noch flüchten, indem wir uns im Außen beispielsweise ständig ablenken, verweigern wir uns immer noch uns selbst
  • Solange wir uns immer noch an Abhängigkeiten im Außen klammern, sind wir immer noch nicht vollständig authentisch
  • Solange wir noch Angst in unserem Dual als Spiegel erkennen, wahrnehmen und sehen, bedeutet dies, dass auch wir noch irgendeine Form von Ängsten in uns tragen. Auch wenn uns dies oft nicht bewusst ist
  • Solange wir im Außen noch nach etwas suchen, suchen wir in Wahrheit immer noch uns selbst. Auch wenn es vielleicht nur eine winzige Facette unseres authentischen Seins ist

 

In dieser Zeit des Übergangs kommt uns jeglicher Impuls abhanden, uns aus unserer ureigenen Mitte wieder wegzubewegen. Und auch nur irgendetwas aktiv zu tun, um von unserem Seelenpartner oder Dual die Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten, die wir uns so sehnlichst von ihm wünschen. Wir leben unser Leben und konzentrieren uns vollständig auf uns selbst.

Denn er kann bis jetzt die Liebe, die er in Wahrheit tief in seinem Inneren trägt, nicht vollständig zu uns fließen lassen. Da er sie einfach noch nicht vollständig zulassen kann. Da er es auch noch nicht zulassen kann, in jeglicher Hinsicht vollkommen zu sich selber zu stehen. Was ja unmittelbar mit uns selbst zusammenhängt. Er kann erst dann, wenn wir können. Egal, was es ist.


  • Wenn wir nicht können, kann auch er nicht.
  • Wenn wir können, kann auch er.

 

  • Wenn wir zulassen, lässt auch er zu.
  • Wenn wir uns einlassen, lässt auch er sich ein.
  • Wenn wir es fließen lassen, lässt auch er es fließen.

 

Aber uns kommt jeglicher Impuls abhanden, uns auch nur in irgendeiner Weise darum zu kümmern. Wir kümmern uns nicht mehr darum, was er tut oder was nicht. Auch warten wir nicht mehr darauf, dass er sich bemüht. Irgendwo in uns ist zwar die Hoffnung, aber dennoch liegt unser Fokus vollkommen auf uns. Und nicht mehr auf ihm.

Uns kommt jeglicher Impuls abhanden, für irgendetwas aktiv zu kämpfen oder uns aktiv um irgendetwas zu bemühen. Denn wir haben nun innerlich den Schalter vollständig auf Empfang und Fülle umgelegt. Wir leben unser Leben und erfüllen uns vollständig selbst, als darauf zu warten, dass dies jemand anderes und explizit unser Dual für uns tut.

Wir erwarten nichts mehr, sondern nehmen es an, wie es ist und akzeptieren. Selbst wenn wir nach wie vor den tiefen Schmerz in uns fühlen, wenn unser Dual nicht bei uns und mit uns zusammen ist.

Allerdings besteht bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen die immense Gefahr, dass sie die tiefe Liebe wieder verdrängen und wegdrücken, solange der Seelenpartner oder das Dual sich ihnen (noch) vehement stur verweigert. Da sie nicht damit umgehen können, dass die Liebe nicht fließt. Dass sie nichts tun können und dies auch nicht dürfen, um nicht seinen Weg der Entwicklung zu stören. Oder diesen gar zu blockieren. Hier nützt es nichts, sich selber immer wieder zu suggerieren, die Liebe einfach nur bei sich zu behalten. Und überhaupt nichts damit zu tun. Denn diese tiefe und echte Liebe WILL ja gelebt und gefühlt werden. Was aber bei vielen nicht geht, wenn das Dual sich verweigert. Hochsensible Menschen können dies oft nicht auf andere Weise kompensieren. Das geht nicht. Auch wenn man dies noch so sehr probiert und versucht.

Wahre Liebe will fließen. Was sie nicht kann, wenn auch nur einer von beiden blockiert. Und das schmerzt ganz enorm. Und hier greift eben NICHT mehr die Aussage, dass das was weh tut, nicht die Liebe ist. Weil das in diesem Fall nicht so ist. Natürlich tut nicht die Liebe an sich so weh, sondern das unaussprechbare Gefühl der Ablehnung und der Zurückweisung ist es, dass so immens schmerzt. Und mit dem hochsensible Menschen per se enorm schlecht umgehen können. Hier nützt es nichts, immer wieder zu implizieren, dass an sich selbst gearbeitet werden muss. Um diese Gefühle zu überwinden. Für etliche Hochsensible gilt – wenn der Mensch, dem ihre tiefe Liebe gilt, sich dieser Liebe so vehement verweigert, sind sie nicht fähig, glücklich zu werden. Sie fühlen sich dermaßen schlecht, dass sie es selbst kaum in passende Worte fassen können. Da sie genau dies im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos sein lässt. Hier kann man noch so sehr bei sich selbst und noch so authentisch und echt sein – solange der Seelenpartner oder das Dual die Liebe nicht zu- und somit frei fließen lässt, werden beide (gemeinsam) nicht glücklich. Was allerdings nicht sensible Menschen kaum jemals verstehen werden.

Der essentielle Wunsch nach verbindlicher Beziehung mit unserem Seelenpartner oder Dual wird immer irgendwo tief in uns vorhanden und somit präsent sein. Dies kann man nicht (weg-) leugnen oder sich irgendwas vormachen. Denn Tatsachen sind Tatsachen, Fakten sind Fakten und Realität ist Realität.

Wahre Liebe ist wahre Liebe. Und diese Liebe will vollkommen frei zwischen beiden Liebenden fließen.

Man arrangiert sich eventuell damit, dass man nicht das erhält, was das eigene Herz und die Seele so sehnsüchtig will. Man gewöhnt sich schlichtweg daran, dass dieser Mensch nicht bei einem ist oder besser gesagt, man gewöhnt sich an das alleine sein mit sich selbst. Wirklich glücklich sind etliche dabei allerdings nicht.

Und wenn man noch so sehr mit sich selber verbunden ist, noch so sehr bei sich selbst angekommen ist, hochsensible Menschen brauchen die Liebe nun einmal wie die essentielle Luft zum atmen.

Es ist schlichtweg eine spirituell- esoterische Lüge, dass man keine Liebe von Außen mehr braucht, wenn man sich selbst nur genügend tief liebt. Denn jeder Mensch will auch Liebe erhalten. Jeder Mensch will auch geliebt werden und nicht immer nur selbst Liebe geben.

Allerdings ist es gleichzeitig auch so, dass man sich selber immer wieder verlässt, wenn man den Fokus auf den Wunsch nach Beziehung und Partnerschaft mit seinem Seelenpartner oder Dual lenkt. Hier darf man dann immer schauen, inwieweit man noch echt und authentisch man selber ist, wie sehr man tatsächlich mit seinem wahren Sein verbunden und noch in seiner ureigenen Mitte ist. Denn ein essentielles Ur-Bedürfnis hat absolut nichts mit emotionaler Bedürftigkeit und eventuellem Mangel-Denken zu tun.

Ein essentielles Ur-Bedürfnis hat seinen Sitz im Herzen und in der Seele. Ein Wunsch kommt oft aus dem (bedürftigen) Ego der Illusionsfalle des Denkens. Hier sollte man sich des Unterschiedes sehr bewusst sein.

Ja, es scheint Menschen zu geben, die wirklich zufrieden und glücklich sind, auch ohne verbindliche Beziehung oder Kontakt mit ihrem Seelenpartner oder Dual. Ob dies aber tatsächlich echt ist, wage ich zu bezweifeln. 

Eine Zeit des Übergangs ist immer begrenzt. Und geht irgendwann wieder vorbei. Weshalb echte Geduld absolut notwendig ist, diese Zeit bestmöglichst zu „überstehen“. Solange man einfach nur hinnimmt, kommt man nicht weiter. Und bleibt im Kreislauf des Wartens und Leidens gefangen. Darf weitere Lernrunden für sich drehen. Verankert die Liebe dabei aber jedes Mal tiefer im Herzen. Und wird sich seiner Themen dabei immer bewusster.

Indem man sich immer tiefer mit seinem wahren, authentischen Sein verbindet, wird man immer kompromissloser, radikaler und echter.

 

  • Man will nicht mehr handeln, sondern man handelt
  • Man wartet nicht mehr, sondern man tut
  • Man gibt absichtslos, weil man aus tiefstem Herzen geben will und erwartet absolut nichts zurück
  • Man flüchtet nicht mehr, sondern man bleibt
  • Man nimmt nicht mehr hin, sondern man akzeptiert & nimmt an
  • Man setzt deutlich sichtbare Grenzen
  • Man trifft explizit kristallklare Entscheidungen – dafür oder dagegen

 

Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert radikalen Mut. Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert gnadenlose Echtheit und Ehrlichkeit. Verbindlichkeit mit sich selbst einzugehen, erfordert es, bedingungslos zu lieben. Sich selbst zu lieben. Sich sich selbst hinzugeben. Sich auf sich selbst einzulassen. Sich selbst zuzulassen. Sich selbst zu sehen, genauso, wie man ist. Und somit auch seinen Seelenpartner oder sein Dual bedingungslos zu lieben. Sich ihm vertrauensvoll hinzugeben. Sich auf ihn ohne faulen Kompromiss einzulassen. Diesen Menschen an seiner Seite und in seinem Leben zuzulassen. Und zwar zu einhundert Prozent. Sich auf diesen einen einzigen Menschen einzulassen. Ohne sich in irgendeiner Form zu begrenzen und ein Hintertürchen für eine eventuelle Flucht offen zu lassen. Denn, wahre Liebe bedeutet Verbindlichkeit. Verbindlichkeit sich selbst gegenüber und somit auch automatisch zu seinem Seelenpartner oder Dual.

Sich auf die Zeit des Übergangs und somit der inneren Einkehr und Stille vollkommen einzulassen – auch dies erfordert eine Menge Mut. Und viele geben viel zu früh auf. Sie schaffen es nicht, sich auf diesen Weg der Entwicklung vollständig einzulassen. Haben immense Angst vor dieser inneren Wandlung. Eine immense Angst vor Veränderung. Sie führen einen endlosen Kampf gegen Windmühlen und sabotieren und blockieren sich selbst.

Gerade in der Zeit des Übergangs ist man nicht beziehungsfähig. Weil man das Alte erst einmal gezielt hinter sich lassen, sich innerlich befreien und so ganz bewusst Platz für Neues schaffen muss. 

Jeder Mensch, mit dem man jetzt in irgendeiner Form eine "Trost-Beziehung" eingehen würde, nur weil der Seelenpartner oder das Dual nicht greifbar ist, wäre nur ein ungenügender Übergangspartner. Und das Ego spielt hier einen urgewaltigen Streich. 

Nur wer mit sich selbst bedingungslose Verbindlichkeit schafft, schafft auch Verbindlichkeit mit seinem Seelenpartner oder Dual.

Nur wer die Beziehung zu seinem wahren Sein immer weiter veredelt, vertieft und kultivert, kann auch die Beziehung zu seinem Seelenpartner oder Dual immer weiter vertiefen, veredeln und kultivieren.

So vergeht die Phase des Übergangs und die Zeit der inneren Einkehr und Stille viel schneller. Und die unfassbar wertvolle Zeit der Vollendung naht...

Wenn man nicht darauf achtet, was der andere tut, sondern sich ausschließlich intensiv damit beschäftigt, was man für sich selbst explizit tut.

Eines sollte dabei immer bewusst sein. Eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft mit unserem Seelenpartner oder Dual ist per se die wundervollste Belohnung für den Weg unserer inneren Wandlung. Und vollständigen Transformation. Und hat niemals die Priorität auf dem ersten Platz. Sondern die verbindliche Beziehung mit unserem wahren und echten Sein steht für uns immer an erster und oberster Stelle.


                                       Der energetische Sog des Lebens



Der energetische Sog des Lebens ist mystisch, magisch und magnetisch. Mit seiner unendlichen Kraft zieht er uns weiter und weiter. Weiter nach vorn. Und es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns von diesem magnetischen Sog einfach mitziehen zu lassen, je mehr wir bei uns selbst und unserem ureigenen, authentischen Sein ankommen. Denn er lässt uns unsere ureigene Schöpferkraft spüren, die wir tief in unserem Inneren tragen. Leider ist es aber oft so, dass wir die Energie des Lebens nicht vollkommen frei fließen lassen (können). Wenn wir blockiert sind, stockt die Energie und wir drehen uns immer wieder im Kreis. Und erleben einundasselbe immer und immer wieder, solange, bis wir durch all unsere Erfahrungen in der Lage sind, uns unseren Themen zu stellen. Sie uns bewusst anzusehen und so aktiv etwas zu verändern. Denn nur so kann die Energie des Lebens vollkommen frei fließen und all das, was tatsächlich für uns und unser ureigenes Leben bestimmt ist, kommt „ganz wie von selbst“ zu uns... auch der Mensch, der wirklich für immer zu uns gehört...

Es ist immens wichtig, dass wir bewusst innehalten... bewusst stehen bleiben... bewusst wahrnehmen... bewusst hineinspüren... was noch angesehen, geheilt und aufgelöst werden will in uns.

Veränderung macht Angst. Angst vor der Ungewissheit, die dann auf uns zukommt, wenn wir die Dinge mit einem Mal anders machen, als wir es bisher in unseren alten und destruktiven Mustern und Konditionierungen getan haben.

Und weil wir oftmals einfach nicht wissen, wie...

Viele Menschen sind nicht in der Lage, sich wirklich zu verändern. Veränderung an sich zuzulassen. Sich auf eine Veränderung wirklich einzulassen. Vor allem hochsensible Menschen haben oft immense Probleme damit. Und sie schwanken wie ein Fähnchen im Wind. Immer zwischen (ver-) zweifeln, (ab-) warten, bangen und hoffen, dass sich alles doch noch zum positiven hin wendet. Allerdings harren viele nur aus, ohne selbst etwas zu tun. Da sie die Verantwortung abgeben und sich diverse Glücksquellen im Außen erschaffen. Von denen sie dann erwarten, zufriedengestellt und glücklich gemacht zu werden. Was aber niemals dauerhaft – wenn überhaupt - gut gehen wird. Weil das absolut entgegen unserer Natur ist.

Oft assoziieren wir Veränderung als negativ. Oder als schlecht. Wir sehen nur die Nachteile, die unser (bedürftiges) Ego und unser Verstand uns eintrichtern. Aber die Vorteile ziehen an uns vorbei. Sie zeigen sich uns zwar wieder und wieder und wieder, aber wir wollen sie oft über einen langen Zeitraum hinweg nicht sehen. Wir ignorieren und verdrängen sie und schieben sie immer wieder aufs Neue von uns. Weil wir der Angst in uns Macht einräumen.

Die Angst hat die Macht über uns, anstatt wir wahrhaftigen Mut entwickeln und uns bewusst unserer tiefsitzenden Ur-Angst stellen. Und der unermesslichen Kraft unseres Herzens die Macht überlassen, solange bis sich die wahre Liebe in uns mit all ihrer Energie über den destruktiven, stockenden Fluss unserer Angst erhebt. Und so die Angst in uns auflöst. Und wir wieder wir selbst sind und vollkommen authentisch einfach nur SEIN können.

Alle Flüsse münden früher oder später in andere Flüsse und dann irgendwann ins Meer. Ins Meer als der Wiege allen natürlichen Lebens. Zurück in ihr ureigenes und authentisches Sein. Denn egal, wie breit oder schmal oder wie lang oder kurz ein Fluss ist, egal durch welche Landschaft oder welchen Teil unserer Erde er fließt, vollkommen egal, wie künstlich vom Menschen verdreckt oder wie sauber und rein er ist, wie natürlich er belassen wird oder wie künstlich begradigt er von uns Menschen wurde, besteht er in seiner Reinheit und Konsistenz immer aus Wasser. Und der Sog des Lebens zieht ihn zurück zu seiner wahren Natur. Hinein in seine Ganzheit und ins „EinsSein“mit sich selbst.

Der Mensch ist es, der per se immer die Konsistenz von allem verändert. Der alles unter Kontrolle behalten will. Der künstlich und mit Zwang alles anders will. Nichts so sein lässt, wie es natürlicherweise ist.

Wasser ist und bleibt aber Wasser. Vollkommen egal, ob es nur ein Tropfen ist oder viele Tropfen eine Welle, ein dünnes Rinnsal oder einen breiten Fluss oder das unendlich weite Meer ergeben... die Konsistenz und das authentische Sein ist immer gleich. Nämlich schlicht und einfach pures Wasser. Genauso, wie wir immer wir selbst sind. Egal, welchen Weg wir gehen und wie oft wir uns verändern. Wir sind immer wir. Selbst wenn wir nicht vollkommen in unserer Mitte und authentisch und echt sind. Alles was wir denken, fühlen und tun, sind wir selbst. Und niemand anders.

Die Natur reguliert sich immer von selbst. Und es herrscht eine perfekte Symbiose, Ausgeglichenheit, Balance und Harmonie.

Der Mensch ist es, der immer alles noch besser und am besten perfekter als noch so perfekt machen will. Denn er ist niemals zufrieden. Seine innere Unzufriedenheit trägt er nach außen und all dies manifestiert sich im Tun. Im negativen und destruktiven Handeln.

Der Mensch ist oft perfide. Er bekämpft Feuer mit Feuer. Weil er denkt (!) „Wie du mir, so ich dir“. Nicht wissend, was er mit genau dieser inneren destruktiven Einstellung anrichtet. Denn genauso wird alles noch schlimmer. Und es entstehen Blockaden und immer weiter schwelende Konflikte, die sich immer mehr hochschaukeln und ausweiten und sich so hoch erhitzen können, bis sie vollkommen außer Kontrolle geraten. Und nur noch Schaden anrichten. Die man aber mit aller Bewusstheit vermeiden kann. Indem man nämlich gelassen (im natürlichen Fluss des Lebens und der Energie) bleibt und nicht auf das Feuer, das einem entgegengebracht wird, reagiert. Und es so noch weiter anfacht. Bis man sich vielleicht selbst an den heißen und lodernden Flammen verbrennt. Denn Feuer braucht Wasser, um seine (zerstörende) Macht zu verlieren und sich selber zu löschen. Und Wasser braucht Feuer, um sich zu erhitzen. Das ist die natürliche Balance des Lebens.

Beides – Feuer und Wasser ist von essentieller und existenzieller Bedeutung für uns alle, wir brauchen beides zum gesunden Leben, als auch dass es immensen Schaden anrichten und etliches für immer zerstören in der Lage ist. 

Der Mensch spielt auf Zeit solange mit dem Feuer, bis er sich äußerst schmerzhaft daran verbrennt. Weil er sich der Hitze des Feuers nicht wirklich bewusst ist und aus Schaden oftmals nicht klug wird. Er entzieht sich nicht dem Feuer und fokussiert sich auf den Nutzen, sondern bekämpft es vehement. Und zwar solange, bis gar nichts mehr geht. Und man so in seiner Negativspirale des Egos und Denkens festhängt, dass man kaum noch herauskommt. Es sei denn, es geschehen Zeichen und Wunder. Und das Universum (in Wahrheit das Resonanzgesetz aus Ursache und Wirkung = die urgewaltige Energie des Lebens) hat Einsicht. Dann schickt es uns einen Seelenpartner oder unsere Dualseele. Damit wir aus dem Negativ-Sumpf wieder herausfinden. Allerdings zieht uns unser Seelenpartner oder Dual nicht aktiv heraus aus dem Sumpf, sondern er verhält sich uns gegenüber so, dass wir dadurch in die Lage kommen, uns selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Und uns voller Vertrauen zurück in den Fluss des Lebens fallen lassen und uns dem urgewaltigen Sog des Lebens wieder hingeben (können).

Es gibt kein Zurück mehr, wenn wir uns einmal vollkommen bewusst in den Fluss des Lebens hineinfallen lassen. Wir mitten in diesem Fluss unendlicher Energien treiben und die Kontrolle unseres Egos an unser Herz abgeben. Bewusst unserer Seele und unserer Intuition folgen. Denn der Fluss des Lebens fließt immer nur in eine einzige Richtung... nämlich nach vorn...

Viele Menschen würden am liebsten wieder den Rückweg antreten. Und in ihre alten Muster und ihr altes, bequemes Leben zurückkehren. Weil es sie zu sehr anstrengt, sich den Gegebenheiten im Hier und Jetzt vollständig zu stellen. Etliche tun das tatsächlich auch. Sind aber in Wahrheit tief unglücklich, dass sie es nicht schaffen, ihr Herz vollkommen zu öffnen und sich aktiv zu verändern. Da sie (noch) aus irgendeinem Grund zu schwach sind, um sich in der wahrhaftigen Liebe zu zentrieren. Und sich in der wahren Kraft ihres Herzens zu verankern.

Dieser Kampf (gegen sich selbst)  ist ein Kampf gegen Windmühlen, den man nur verlieren kann. Weil man dadurch sich selbst und sein wahres Sein zerstört. Das ist dasselbe, als würde man versuchen, mit einem Kanu einen reißenden Fluss entgegengesetzt hinaufzurudern, anstatt sich mit der Fließrichtung einfach treiben zu lassen.

Wenn wir einmal unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele begegnet sind, wird all dies über den Haufen geworfen. Da wir so gezwungenermaßen auf allen Ebenen unseres Seins spüren dürfen, wie es ist, uns vollkommen bewusst und bedingungslos dem Sog und der fließenden Energie des Lebens anzuvertrauen....

 

  • Wirkliche Veränderung braucht BewusstSEIN
  • Wirkliche Veränderung braucht wahrhaftigen Mut
  • Wirkliche Veränderung braucht die Kraft des Herzens
  • Wirkliche Veränderung braucht eine bewusste Entscheidung
  • Wirkliche Veränderung braucht aktives Handeln

 

Unser innerer Leidensdruck muss so intensiv, stark und groß sein, dass uns gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als irgendetwas zu verändern. Damit der Leidensdruck aufhört. Die Sehnsucht (nach uns selbst und unserem wahren, authentischen Sein) aufhört und somit auch die Sehnsucht nach unserem Seelenpartner und Dual automatisch schwächer wird. Weil unsere Sehnsucht sich so vom Mangel in Fülle und in Erfüllung wandelt. Und wir so endlich in der Lage sind, unser wahres Glück vollkommen aus uns selbst zu beziehen. Und dies nicht mehr von anderen erwarten. Die diese Funktion sowieso nicht erfüllen können, noch dass sie dies wahrscheinlich überhaupt wollen. Weil auch sie unbewusst spüren, dass sie nicht für unser wirkliches Glück zuständig sind.

Erst wenn der Leidensdruck in uns intensiv und stark genug ist, so dass wir es überhaupt nicht mehr anders aushalten (können), können wir uns WIRKLICH verändern. Ja, können wir eine echte Veränderung tatsächlich erst dann zulassen. Und uns bedingungslos darauf einlassen. Denn der Handlungsimpuls in uns wird dann so stark, dass wir quasi „wie von selbst“ anfangen, anders zu agieren. Oder zu reagieren, je nachdem...

Oft wissen wir überhaupt nicht, wo wir überhaupt anfangen sollen, wenn wir wissen und spüren, dass es so viele Dinge sind, die wir verändern und anders gestalten müssten (dürfen). Wenn wir uns aber voller Vertrauen mitten im Fluss des Lebens befinden, entscheidet das Leben für uns und genau das löst sich auf, was im Moment am wichtigsten für uns ist.

Weder brauchen wir irgendetwas zu kontrollieren, noch dagegen oder dafür zu kämpfen, noch uns im Widerstand (meist gegen uns selbst) zu befinden, noch uns selbst, das Leben und die (wahre) Liebe zu blockieren.

Wenn wir vertrauen (können), können wir alles vollkommen frei fließen lassen. Die Energie, die wahrhaftige Liebe und das Leben an sich.

Der Sog des Lebens lässt sich nicht aufhalten. Von absolut niemandem. Denn der Sog des Lebens ist das Leben an sich. Von allem Lebendigen selbst erzeugt. Denn alles ist mit allem verbunden. Alles ist reine und pure Energie. Die wir blockieren können oder vertrauensvoll fließen und dann auch genießen lernen können. Je nachdem. Und mit all unseren (sensiblen) Sinnen im wahrsten Sinne des Wortes genußvoller und sinnlicher leben zu können.

Was im Klartext bedeutet, vollkommene Eigenverantwortung zu übernehmen. Unsere ureigenen Entscheidungen zu treffen. Uns nicht mehr von anderen negativ beeinflussen und blockieren zu lassen. Uns nicht mehr von uns selbst wegzubewegen. Und uns irrtümlicherweise an anderen zu orientieren. Uns mit anderen fälschlicherweise vergleichen oder gar identifizieren zu wollen. Nach dem Motto „Wer von uns ist besser, als der andere“. Denn wir machen es so, wie wir wollen und andere machen es anders, weil sie es anders (für sich selber, nicht für uns!!) wollen.

Nicht mehr die Quantität – vollkommen egal, bei welchen Dingen -  spielt eine Rolle, sondern echte Qualität nistet sich in der Tiefe unseres Herzens und unserer Seele und auf allen Ebenen unseres wahrhaftigen Seins ein. Die wir auch eisern beibehalten und durchsetzen. Und kristallklare Grenzen sowohl für andere, als auch vor uns selbst ziehen.

Unsere falschen Ego-Gedanken „rächen“ sich nun ganz schnell. 

Im Sog des Lebens manifestiert sich alles immer schneller, intensiver und heftiger in unserem Leben. Und zwar sofort und auf der Stelle, wenn es sein muss. Und dies uns nützt und weiterbringt. Die Energieströme werden immer feiner und subtiler spürbar. Der altbekannte Satz „Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort“ erhält nun eine vollkommen neue Bedeutung ;)

Ich selbst erlebe genau dies ständig. Erlaube ich mir auch nur einen einzigen Gedanken in die „falsche“ Richtung, weil das liebe Ego sich zwischendurch auch einmal wieder meldet und seinen altbekannten (und destruktiven) Senf dazugeben will, rächt sich alles auf der Stelle. Und es geht mit einem Mal alles schief. Denke ich beispielsweise in die falsche Richtung bestimmter Personen aus meinem Leben, fällt mir mit sofortiger Wirkung (!) garantiert alles aus der Hand oder es geht auf der Stelle das schief, was ich gerade tue. Gerade so, als ob das Universum mir damit mitteilen möchte, ob ich denn nichts anderes zu tun habe, als mich mit solch „lapidaren“ Gedanken zu beschäftigen, wo es doch weit wichtigere Dinge in meinem Leben gibt. Und ich weiß, dass es anderen genauso geht.

Das sind die altbekannten „Sünden“ – eben die zerstörenden Ego-Gedanken, die man als hochsensibler und hochsensitiver Mensch wohl niemals vollkommen und ganz abstellen kann.

Was ich aber auch als absolut normal bezeichne. Denn es wäre ja absolut bewundernswert, wenn es tatsächlich jemand schafft, überhaupt nicht mehr über ganz bestimmte Dinge nachzudenken. Oder überhaupt zu denken. Und stattdessen nur noch zu fühlen. Was ja auch Unsinn ist. Fühlen sollen wir dann, wenn es um Entscheidungen geht, die wir treffen müssen (dürfen). Wenn es um die wahre Liebe geht. Wenn es darum geht, uns in unserem Herzen zu zentrieren und die wahre Liebe tief in unserem Inneren zu verankern.

Denken müssen wir schon auch ab und an ;)

Denn immerhin haben wir unseren Verstand von der Natur erhalten, dass wir diesen auch benutzen. Allerdings nicht in destruktivem Maße, sondern in bewusster Ausgeglichenheit zwischen unserem Kopf und unserem Herz.

Und deshalb finde ich es absoluten Unsinn, uns Herzensmenschen weiszumachen, dass wir mehr in unseren Kopf gehen und mehr ins Denken kommen müssen, damit unser Kopfmensch mehr ins Fühlen kommt.

Wir hochsensiblen Menschen sind per se IMMER in unserem Kopf. Wir können nicht anders. Nur denken wir als Herzensmenschen nicht nüchtern, sachlich und rational, sondern emotional. Und genau DAS ist es, was wir ändern dürfen. Mehr unsere Gefühle und Emotionen zu kanalisieren und zu bündeln und nicht mehr alle unsere Emotionen vollkommen unkontrolliert nach außen zu lassen. Weil unser geliebter Kopfmensch damit gar nicht umgehen kann. Er fühlt (!!) sich völlig überfordert, wenn wir ihn mit unseren Gefühlen und Emotionen überrollen, solange er selbst seine eigene Liebe (für uns) noch nicht vollständig zulassen und uns offen zeigen kann.

Denken und Fühlen – Kopf und Herz wollen ausbalanciert und harmonisiert werden.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns dem urgewaltigen Sog des Lebens „ausliefern“ und uns absolut bedingungslos mitziehen lassen. Denn so kommt alles wieder zurück in seine natürliche Ordnung. Und das Leben kann sich selbst leben. Wir können uns selbst leben. Die Liebe in uns darf sich selbst leben.

Und auch der Sog des Lebens lebt sich selbst in all seinen natürlichen, lebendigen, bunten, schillernden, schwarz-weißen und vielfältigen Facetten. Genauso wie der Sog der Gezeiten mit Ebbe und Flut mit absoluter Sicherheit und Zuverlässigkeit in aller Regelmässigkeit immer wiederkehrt. Auf Regen folgt Sonne und auf Kälte wieder Wärme. Auf Dunkelheit folgt immer Licht und jedem neuen Morgen wohnt ein neuer Anfang inne.

Jeder neue Tag ist eine neue Chance. Und es bleibt jedem Menschen selber überlassen, ob er diese Chance mit all seinem BewusstSEIN sinnvoll nutzt...

Das Leben lebt sich, die Energie und der Sog des Lebens entfaltet sich und fließt vollkommen frei... wenn wir all dies bewusst erkennen, wahrnehmen und sehen...

Der mystische, magische und magnetische Sog des Lebens will ganz bewusst gelebt und vor allem will er GEFÜHLT werden...

Und es ist ein unbeschreiblich kraftvolles Gefühl, sich dem urgewaltigen, natürlichen Sog des Lebens anzuvertrauen und sich ihm vollkommen hinzugeben. Genauso wie wir uns vertrauensvoll komplett unserem wahrhaftigen, authentischen Sein und ebenso unserem Seelenpartner oder Dual hingeben und anvertrauen und uns bedingungslos der wahren Liebe in uns öffnen (dürfen)...


          Wie der Kopfmensch in der Dualseelenbeziehung tatsächlich tickt



Zwischen Dualseelen kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Da Kopfmenschen sich natürlicherweise gegensätzlich zum Herzensmenschen verhalten. Deshalb wird meist angenommen, dass es ausschließlich am Kopfmenschen liegt, dass eine verbindliche Partnerschaft zwischen beiden Dualseelen über lange Zeit erst einmal nicht möglich ist. Weil scheinbar die Kopfmenschen es sind, die sich die ganze Zeit unverbindlich verhalten und sich nicht komplett auf ihren Herzensmenschen einlassen wollen. Und sie ganz andere Beweggründe haben, sich so zu verhalten, als sie es tun, als Herzensmenschen allgemein glauben...

Wir alle werden der, der wir sind, durch unsere Erziehung, unsere Konditionierungen, anerlernten Werte, Normen, Konventionen und (oft destruktiven) Muster.

Wir alle sind auf gewisse Weise „Opfer“ von gewollter Manipulation und bewusster und unbewusster Programmierungen, sowie emotionalen Abhängigkeiten im Außen.

Wir alle machen von Kindheit an Erfahrungen, die uns zutiefst prägen. Positiv und negativ.

Die Kopfmenschen der Dualseelen sind meist sehr liebenswerte und sanftmütige Menschen. Viele sind hochsensibel oder emotional sensibel und äußerst empathisch. Und ebenso harmoniebedürftig und verletzlich wie die Herzensmenschen. Selbst wenn das nach außen hin auf den ersten Blick nicht so wirkt.

Sie sind absolut zuverlässige, pflicht- und verantwortungsbewusste Menschen. Sie sind immer da, wenn man sie wirklich braucht – (so zumindest meine persönliche Erfahrung). Streit und Konflikte sind ihnen zuwider. Lieber flüchten sie bei aufkeimenden Unstimmigkeiten und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus. Es sei denn, sie spüren deutliche Ungerechtigkeiten. Oder erhalten ungerechtfertige Vorwürfe und fühlen sich dadurch in ihrer Persönlichkeit „angegriffen“ und verletzt. Dann gehen sie in die Offensive. Und werden ebenfalls gemein und verletzend. Was aber keine böse Absicht ist, sondern bloße Verteidigung ihres Selbst darstellt.

Zwar wirken sie oftmals verschlossen und kaltherzig (was sie aber in Wahrheit überhaupt nicht sind) und deren andersartiger Denkstil kann einen Herzensmenschen schon sehr irritieren. Weshalb es auch oft zu Missverständnissen kommt zwischen beiden Dualseelen. Weil der eine eben emotional denkt, fühlt und handelt, während der andere rational-nüchtern-sachlich-vernünftig bleibt. Außerdem leiden Kopfmenschen oft unter gravierenden Schuldgefühlen. Vermeintlich „schuld“ daran zu sein, wenn andere sich ihretwegen schlecht fühlen. Weil sie das genauso immer wieder impliziert bekommen. Das personifizierte schlechte Gewissen. Vollkommen zu Unrecht.

Dennoch sind Kopfmenschen oft sehr humorvoll und man kann äußerst ernsthafte und tiefgründige Gespräche mit ihnen führen.

Der Kopfmensch versteht erst einmal die überquellenden Emotionen und Gefühle des Herzensmenschen nicht und der Herzensmensch kann es nicht nachvollziehen und verstehen, dass der Kopfmensch sich seinen Gefühlen derart verweigert. Und eben nur rational denkt, fühlt und handelt.

Ebenfalls versteht der Kopfmensch es nicht, dass der Herzensmensch so sehr um die Liebe des Kopfmenschen bettelt, kämpft und sich immer wieder verzweifelt um ihn bemüht. Da der ihn doch längst ganz genauso liebt!

Er versteht es nicht, dass der Herzensmensch seine Liebe nicht SIEHT.

Ein leider sehr weit verbreiteter Irrtum ist der, dass immer wieder angenommen wird, der Kopfmensch der Dualseelen könne angeblich nicht lieben.

Was einfach nicht den Fakten und Tatsachen entspricht. Denn – die Kopfmenschen der Dualseelen können sogar sehr tief und intensiv fühlen. Und sie lieben ihren Herzensmenschen sehr wohl. Auch wenn sie das lange Zeit verleugnen und verbergen.

Sie lieben diesen sogar sehr tief und intensiv. Genauso wie der Herzensmensch ihn liebt. Sie können es oft nur nicht aussprechen. Und es gibt welche, die können ihre Liebe nicht zeigen.

Man darf als Herzensmensch ganz genau HIN-sehen. Man darf sehr genau HIN-hören und man darf sehr genau HIN-spüren, was vom Kopfmenschen so alles in Richtung Herzensmensch kommt. Dann sieht, spürt und weiß man sehr wohl, dass in diesen Menschen die Liebe ganz genauso vorhanden ist. Was in ihnen in Wahrheit tatsächlich vorgeht. Man nimmt die Liebe des anderen dann sehr wohl sehr feinsinnig wahr.

Die Kopfmenschen der Dualseelen leiden unter massiven Ängsten. Nur ist den Herzensmenschen sehr oft nicht bewusst, dass sie selbst es sind, die da so angstvoll sind. Dass sie es in Wahrheit sind, die unter einer massiven Angst leiden, wahrhaftig geliebt zu WERDEN. Und ihr zutiefst geliebter Kopfmensch ihnen mit seinem abweisenden und abwehrenden Flucht- und Rückzugsverhalten genau dies immer wieder heftigst spiegelt.

Und ein weiterer Fakt ist, dass die Kopfmenschen ihren geliebten Herzensmenschen schlichtweg nicht eingeplant haben in ihr funktionales Leben.

Ja, das ist tatsächlich so. Die (wahre) Liebe ist einfach nicht eingeplant. Denn diese Liebe ist nicht ihr auserkorenes Ziel. Trotz der immensen Sehnsucht danach, die wahre Liebe wirklich zu (er-) leben.

Das primäre Ziel der Kopfmenschen ist es, in ihren anerlernten Rollen, Mustern, aufgesetzten Masken und Fassaden zu funktionieren. Für ANDERE zu funktionieren.

Nur nicht für sich selbst.

Zu funktionieren und die Erwartungen die ihr Umfeld an sie stellt, so gut es eben geht, zu erfüllen. Denn sie leben nicht ihr eigenes Leben, sondern das Leben, das andere für sie ausgesucht und ihnen vorgegeben haben. So haben sie es bereits in ihrer Kindheit und dann in angrenzenden Beziehungen und Partnerschaften gelernt.

Sie erlauben es sich schlichtweg nicht, sich selbst zu leben und wahrhaftig (mit dem RICHTIGEN Partner, der RICHTIGEN Partnerin) glücklich zu sein.

Da sie dies einfach nicht kennen. Sie kennen es nur, zu funktionieren. Leistung zu zeigen. (Berufliche) Erfolge vorzuweisen. Zu kämpfen, um echte Anerkennung (und vermeintlich Liebe als Belohnung) zu erhalten.

Kopfmenschen setzen sich permanent Ziele, die sie erreichen möchten.

Da sie sich grundsätzlich über Erfolg definieren. Sie (ver-) planen ihr Leben und richten ihr Leben ausschließlich nach diesen Plänen aus. Vergessen dabei aber, dass das Leben sich nicht nach Plan gestalten lässt. Denn das ist vollkommen wider die Natur. Das Leben lebt sich, während der Kopfmensch immer wieder aufs neue seine Pläne schmiedet. Sich verbiegt und an Gegebenheiten anpasst, die nicht die seinen sind. Sondern die, die andere ihm vorgeben.

Nur beruflich, da ist der Kopfmensch authentisch und absolut echt. Hier darf und kann er sich vollständig beweisen. Hier darf er sich vollständig entfalten und sein, wie er ist. Was er privat und persönlich in seinen Beziehungen und Partnerschaften eben NICHT darf. Weil er nur an Partner(innen) gerät, die utopische Ansprüche, Erwartungen, Bedingungen und Forderungen an ihn hegen, die er niemals erfüllen kann. So sehr er dies auch versucht. Genügen kann und wird er hier niemals. Weil er aufgrund seiner destruktiven Muster immer an Partner(innen) gerät, für die er NIEMALS gut genug sein KANN. Weil diese Menschen sich selbst niemals gut genug sind. Und deshalb die eigenen Unzulänglichkeiten per se auf den Kopfmenschen projizieren. Und somit ER sich dann logischerweise als ungenügend und unzulänglich empfindet und fühlt. Da er dies ja ständig kommuniziert bekommt.

Die falschen Partnerinnen machen ihm permanent klar, dass andere Männer vermeintlich besser wären, als er. Das heißt, sie machen ihn permanent schlecht. Weil sie in Wahrheit mit sich selbst unglücklich und unzufrieden sind.

Ein männlicher Kopfmensch darf niemals wirklich Mann sein. Es fehlt ihm gewaltig an Selbstwert und Selbstvertrauen. Er traut sich nicht, dagegen aufzumucken und sich als wirklicher Mann durchzusetzen.

Der Kopfmensch kann sich noch so sehr verbiegen und versuchen, eine solche Partnerin zufrieden zu stellen und glücklich zu machen. Es wird ihm beim besten Willen niemals gelingen.

Und die weiblichen Kopfmenschen geraten durch ihre anerlernten Muster des permanenten „Leistung zeigen und sich anpassen und funktionieren müssens“ leicht an pure Egoisten und Narzissten. Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass solche destruktiven Partner nur der Spiegel ihrer eigenen (negativen und destruktiven) Konditionierungen und Muster sind.

In dem Augenblick, in dem beide Dualseelen sich finden, bringt das den Kopfmenschen ebenfalls vollkommen aus seinem (geplanten) Konzept. Da alles urplötzlich vollkommen anders ist, als er die ganze Zeit denkt (!!).

Er ist vollständig verwirrt, weil er diese tiefgehenden Gefühle und Emotionen aus seinem bisherigen Leben nicht kennt.

Es verwirrt ihn zutiefst, die wahre Liebe so urplötzlich zu erleben.

Womit er ja niemals ernsthaft gerechnet hat. Weil sie zwar seiner Sehnsucht, seinem Verlangen und seinem Wunschdenken, nicht aber seinen tatsächlichen vernünftigen (Lebens-) Plänen entspricht.

Und die ihn mit so urplötzlicher Kraft und Energie überfällt und überflutet, als wenn ein Staudamm ganz plötzlich bricht. Und die immensen Wassermassen ganze Landstriche fluten und unter sich begraben. 

So überflutet ihn die wahre Liebe. Sie flutet sein gesamtes Sein. Genauso wie sie den Herzensmenschen bis in die kleinste Zelle flutet.

Die wahre Liebe verändert auch den Kopfmenschen in seinem gesamten Sein.

Er kennt es schlichtweg nicht, so tief und intensiv von einem anderen Menschen geliebt und emotional und seelisch berührt zu werden. Er kennt es nicht, so intensiv und tiefgehend zu FÜHLEN. Und zwar auf sämtlichen Ebenen seines verkopften Seins.

Er kennt es nicht, urplötzlich SEIN zu dürfen, wie er hinter all seinen Masken, Rollen und Fassaden tatsächlich ist. Nämlich vollkommen authentisch und echt. Es ist ihm suspekt, akzeptiert und angenommen zu werden, wie er als Mensch nun einmal ist. Mit und trotz all seiner (vermeintlichen) Fehler.

Und genau das löst eine urgewaltige Angst in diesen Menschen aus. Es löst die Ur-Angst im Kopfmenschen aus.

Die urgewaltige Angst, nicht zu genügen und seinen zutiefst geliebten Herzensmenschen nicht dauerhaft bei sich halten zu können.

Was ebenso die tiefsitzende Ur-Angst der Herzensmenschen ist. Es ist die tiefsitzende Angst vor Verlust. Vor dem Verlust der Liebe an sich.

Die Kopfmenschen kennen es überhaupt nicht, als der Mensch gesehen zu werden, der sie in Wahrheit tief in ihrem Inneren sind. Der Mensch nämlich, der sich hinter all den sorgsam gehüteten und permanent aufgesetzten Masken, Rollen und Fassaden versteckt. Sie kennen es nicht, Liebe tatsächlich zu erhalten. Sie kennen es nur, für irgendwelche Erfolge mit materiellen Dingen belohnt und „gekauft“ zu werden. Sie kennen es nur, oberflächliche Vernunfts- und Zweckbeziehungen zu führen. Das, was sie bisher für Liebe gehalten haben, entpuppt sich bei genauem hinsehen als bloße Fata Morgana. Als heiße Luft.

In Wahrheit wissen sie überhaupt nicht, welche wertvollen Menschen sie tatsächlich sind. Was für ein unermesslich kostbares Geschenk sie für ihren Herzensmenschen sind. Da sie dies einfach nicht glauben. Da sie weder ihrer Intuition, noch ihrer ureigenen Wahrnehmung trauen. Weil sie dies niemals gelernt haben. Und dies primär auch nicht eingeplant haben. 

Das wahre Glück wird deshalb ignoriert, verdrängt und unterdrückt.

Geplant ist primär ein (vernünftiges) Leben in der bequemen Komfortzone. Das was der Verstand an Fakten sammeln und analysieren und was er gedanklich bewerten und verstehen kann, das wird gelebt. Alles andere wird vehement ausgeblendet, verdrängt, beiseite geschoben, abgeblockt und ignoriert.

Was sie gelernt haben ist, ihre wahren Gefühle zu unterdrücken und auszuschalten und jederzeit zu funktionieren. Nach ihrer Vernunft zu handeln und Leistung zu zeigen. Dafür zu kämpfen, geliebt, gemocht, anerkannt und akzeptiert zu werden.

Sie kennen es schlichtweg nicht, einfach nur „Da-Seins-geliebt“ zu werden. Echt und authentisch einfach SEIN zu dürfen. Gefühle und Emotionen zeigen zu dürfen.

Ja, wahrhaftig, intensiv, tief und echt lieben zu dürfen.

Da kommt mit einem Mal das gefühlvolle und emotionale Dual daher und überschüttet den Kopfmenschen mit all seiner Liebe.

Anfangs genießt der Kopfmensch dies überaus in vollen Zügen. Wenn es ihn auch trotzdem irritiert. Sobald aber ein gewisser Level an Liebe erreicht ist, erträgt er nicht mehr.

Er hält diese grenzenlos tiefe Liebe einfach nicht aus. Er hält es nicht aus, in diesen bodenlos tiefen Gefühlen der Liebe zu baden. Er hält es nicht aus, soviel Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten.

Und dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen und sich tief in sein Schneckenhaus zu verkriechen. Sich „tot“ zu stellen. Seinen Herzensmenschen (scheinbar) zu ignorieren.

Denn in Wahrheit flüchtet der Kopfmensch immer nur vor seinem wahren Selbst. Vor seinen Gefühlen. Er verdrängt, ignoriert und unterdrückt seine EIGENEN Gefühle.

Er verdrängt die Wahrheit und will sie nicht sehen. Er will sie nicht spüren. Und nichts damit zu tun haben. Da er ja denkt (!!), seinen Herzensmenschen und diese Liebe sowieso wieder zu verlieren. Und er mit dieser Liebe und auch diesem Menschen niemals gerechnet hat in seinem vollkommen verplanten, vernünftigen und zielorientiert eingerichteten, bequemen Leben.

Genauso wie der Herzensmensch oft die Flucht ergreift, weil er die Liebe, die der Kopfmensch ihm entgegenbringt, gar nicht aushält.

Es ihm zuviel wird und er dann flüchtet. Denn Herzensmenschen kennen es meist nur, Liebe zu geben. Liebe aber nicht explizit zu erhalten. Also macht ihnen das Angst, wenn die Liebe und Energie des Kopfmenschen zu ihnen fließt, sobald der sein Herz für sie öffnet. Sie halten es nicht aus, weil sie denken, dass sie es nicht wert sind. Dass sie diese Liebe nicht verdient haben. Dass sie diese Liebe und den geliebten Menschen ja sowieso wieder verlieren.

 

  • Die tiefe Ur-Angst der Herzensmenschen ist es, die Liebe an sich wieder zu verlieren.
  • Die tiefsitzende Ur-Angst der Kopfmenschen ist es, sich selbst (in der Liebe & im anderen) zu verlieren.

 

Und so flüchten BEIDE – Kopfmensch wie Herzensmensch vor der wahrhaftigen Liebe.

Beide wollen zutiefst geliebt werden, können dies aber nicht zulassen. Viele Kopfmenschen wissen auch gar nicht, wie das überhaupt geht, Liebe aktiv zu geben.

Beide dürfen nun lernen, ihr Herz vollkommen für diese Liebe zu öffnen. Bedingungslos die Liebe an sich vollständig auszuhalten und fließen zu lassen...

Der Kopfmensch flüchtet solange und verweigert sich dieser Liebe, solange er auch noch die winzigste Forderung, Erwartung oder Bedingung von Seiten des Herzensmenschen spürt. Weil er ganz einfach eine urgewaltige Angst hat, dass seine Vergangenheit sich wiederholt. Und das will er eben nicht mehr. Weil er genau dies aus seinem Leben verbannt und niemals mehr eingeplant hat.

So wie er die wahre Liebe zwar will, aber sie eben nicht seinem Plan eines „vernünftigen“ Lebens entspricht.

Da er sich ja dann in der Liebe verlieren würde. Und er dem fatalen Irrtum verfällt, sich selbst (wieder) zu verlieren. So wie er sich sein ganzes Leben lang bisher im Leben von anderen verloren hatte.

Der Kopfmensch verweigert aus seiner Ur-Angst heraus ab einem gewissen Zeitpunkt (trotz seiner tief empfundenen Liebe) jeglichen persönlichen Kontakt mit seinem Herzensmenschen. Da seine dicke Mauer des Selbstschutzes sich jedes Mal sofort in Nichts auflöst, wenn er seinen geliebten Herzensmenschen persönlich sieht. Oft auch dann, wenn er ihn (sie) nur am Telefon hört. Die Schutzmauer stürzt in sich zusammen und er kann sich dagegen nicht wehren. Steht also seelisch und emotional vollkommen schutzlos und „nackt“ vor seinem Dual. Und solange der Herzensmensch noch in seiner emotionalen Bedürftigkeit steckt, würde dies den Kopfmenschen tatsächlich wieder in seinem echten und authentischen Sein „vernichten“. Er würde (wieder) sich selber im Leben und Sein des anderen verlieren, wenn er sich einlassen würde. Wenn er es zulassen würde, dass die Liebe vollkommen fließt.

Und deshalb (ver-) meidet der Kopfmensch solange diese wahrhaftige Liebe. Selbst wenn er wie ein Tier darunter leidet.

Er bewacht mit seinem Verstand vehement sein Herz und merkt dabei gar nicht, dass die wahrhaftige Liebe die ganze Zeit schon in seinem Herzen und in seiner Seele wohnt.

Dass sie sich längst eingeschlichen und für immer dort eingenistet hat.

Wo er sie doch „eigentlich“ gar nicht haben wollte. Da er nicht eingeplant hat, wahrhaftig zu lieben. Da er nach seinen bisherigen Erfahrungen keinen anderen Menschen mehr in seinem Leben, geschweige denn in seinem Herzen haben wollte. Um ganz einfach nicht noch mehr und noch einmal verletzt und verlassen zu werden. Und um ganz einfach den Ur-Schmerz in sich nicht noch einmal so heftig zu spüren. 

Er unterdrückt, verdrängt und verleugnet nicht nur sich selber, sondern ebenfalls sein Dual. Er verleugnet spätestens dann alles, wenn der Herzensmensch es nicht schafft, vollkommen bedingungslos und verbindlich zu sich selber zu stehen. So spiegelt der Kopfmensch dem Herzensmensch, dass der in Wahrheit selbst noch nicht wirklich so weit ist, sich auf diese Beziehung verbindlich einzulassen.

Solange beide im anderen als ihren Spiegel noch negatives und destruktives wahrnehmen, erkennen und sehen, sind in Wahrheit sowohl der Herzensmensch als auch der Kopfmensch noch nicht soweit, sich auf eine verbindliche Partnerschaft miteinander einzulassen.

Erst wenn nur noch Liebe beim anderen wahrgenommen, gespürt, erkannt und gesehen wird, sind beide in sich befreit. Und vollkommen bei sich selbst angekommen.

Der Kopfmensch ist auf die Entwicklung des Herzensmenschen angewiesen. Nur dann, wenn der Herzensmensch sich ganz bewusst heilt und sich in seinem Herzen und authentischen Sein zentriert und verankert, kann auch der Kopfmensch ihm folgen.

Aber eben IMMER nur zeitversetzt. Und niemals in Echtzeit.

Sobald der Herzensmensch auch nur in irgendeiner Weise blockiert und auf seinem Weg zu sich selber nicht weiterkommt, kommt auch der Kopfmensch nicht weiter. Und bleibt genau an dem Punkt stecken, an dem er sich dann gerade befindet.

Wobei es ein ganz immenser und wichtiger Unterschied ist, ob der Kopfmensch sich seiner Weiterentwicklung an sich stur verweigert oder ob er sich tatsächlich aus welchem Grund auch immer „nur“ auf eine feste Bindung mit seinem Dual nicht einlassen will. Oder es schlichtweg aus seiner tiefsitzenden Ur-Angst heraus nicht kann.

Kopfmenschen sagen oftmals: „Ich kann mich nicht auf dich einlassen.“ – „Ich kann dir nicht das bieten, was du für dich brauchst“ oder ähnliche Sätze.

Das rührt einfach daher, dass sie erstens Erwartungen spüren, die sie weder erfüllen können, noch dass sie das überhaupt wollen und sie ebenfalls den emotionalen Mangel des Herzensmenschen spüren, den sie nicht erfüllen und ausfüllen können. Denn das kann nur der Herzensmensch selbst.

Solange der Kopfmensch auch nur das kleinste bisschen ahnt, dass sein Herzens-Dual ihn als seine Glücksquelle im Außen wahrnimmt und sieht, wird er flüchten und sich zurückhalten. Und ihm so seine „Bedürftigkeit“ immer wieder neu spiegeln.

Wirklich niemals verletzt der Kopfmensch seinen geliebten Herzensmenschen mit Absicht. Behandelt ihn achtlos und ohne Respekt. Er spiegelt immer nur dessen Verhalten. Und wie der Herzensmensch sich selbst behandelt.

Immer wieder kommt es auch vor, dass die Kopfmenschen ihren Herzensmenschen genauso behandeln, wie sie in ihrer Vergangenheit von den „falschen“ Menschen negativ und destruktiv behandelt worden sind. Hier ist es immens wichtig, Grenzen zu setzen. Und dem Kopfmenschen aufzuzeigen, dass er sich so (aus Liebe) nicht verhalten darf.

Für Kopfmenschen gilt außerdem, keinerlei Ausreden sich selbst und dem geliebten Herzensmenschen gegenüber mehr zu erfinden, sondern sich der Wahrheit vollkommen zu stellen.

Sich seinen wahren Gefühlen und der Liebe an sich wirklich zu stellen. Sich aus emotionalen Abhängigkeiten (beispielsweise der Eltern) zu lösen und die volle Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Denn viele Kopfmenschen sind weit im Erwachsenenalter noch immer emotional abhängig von ihren Eltern. Und lassen sich aus falschem Verantwortungs- und Pflichtgefühl dort „bemuttern“ und versorgen.

Die Liebe absolut zuzulassen, so wie sie ist...

Die Kopfmenschen wissen dabei sehr genau, wie tief und intensiv sie von ihren Herzensmenschen geliebt werden! Sie wissen in Wahrheit alles, was zwischen beiden so vor sich geht. Selbst wenn ihnen nicht explizit bewusst ist, dass beide Dualseelen sind, spüren und sehen sie unbewusst doch sehr vieles.

Die Herzensmenschen müssen nur sehr genau darauf achten, was und wie der Kopfmensch mit ihnen kommuniziert. Denn er stößt die Entwicklung seines Duals immer wieder mit seinen Aussagen an...

Beide fordern und fördern sich immer wieder gegenseitig in ihrer Entwicklung.

Die Kopfmenschen dürfen lernen, dass das Leben und die wahrhaftige Liebe sich nicht nach stur eingehaltenen Plänen und Zielen ausrichten und verwirklichen lässt. Sondern dass das Leben und die wahrhaftige Liebe gerade dann absolut unverhofft geschieht, wenn dies NICHT eingeplant ist. Und man am allerwenigsten damit rechnet.

Weil das Leben und die Liebe eben einfach passiert...und somit auch vollkommen frei fließen will...

Sie dürfen lernen, ECHTE emotionale und seelische Nähe zu ihrem geliebten Herzens-Dual zuzulassen. Die Liebe an sich auszuhalten. Und nicht mehr zu flüchten. Sondern sich vollständig hinzugeben und einzulassen. Auf die wahrhaftige Liebe und auf ihr zutiefst geliebtes Dual.

Sie dürfen lernen, die wahrhaftige, tiefe und intensive Liebe in ihrem Leben explizit einzuplanen :)

Denn die wahre Liebe braucht ihren Raum. Sie braucht die bewusste Erlaubnis, dass sie in ihrem Leben einfach nur SEIN darf. Dass die wahre Liebe - der zutiefst geliebte Mensch - im eigenen Leben auch eingeplant wird. Und seinen ihm zustehenden und exklusiven Platz im Leben des jeweils anderen erhält. 


Wie Lernpartner als Spiegelpartner uns auf unserem Dualseelenweg (beg-)leiten



Lernpartner als Spiegelpartner spielen eine wichtige Schlüsselrolle zwischen zusammengehörenden Dualseelen. Sie sind Menschen, die dazu bestimmt sind, uns neben unserer Dualseele auf die eine oder andere Weise auf unserem Weg in die innere Heilung zu begleiten. Uns verbal und nonverbal ebenfalls zu spiegeln. Damit wir uns mit deren Unterstützung bestimmten Themen ganz bewusst noch einmal stellen. Diese Menschen sind dazu bestimmt, uns aktiv auf unserem Weg behilflich zu sein. Uns auf unbewusster Ebene zu leiten und zu begleiten. Man könnte sie auch als „karmische Helferseelen“ bezeichnen. Weil das Schicksal natürlicherweise dafür sorgt, dass wir bestimmte Erfahrungen durch und mit diesen Menschen machen können oder auch müssen - um wirklich auf unserem Weg voranzukommen und so unsere Themen auflösen zu dürfen - und die mitunter ebenfalls so heftige Gefühlsstürme in uns auszulösen in der Lage sind, wie unser Seelenpartner oder unser Dual...

Vor allem, wenn unser Seelenpartner oder unsere Dualseele gerade nicht greifbar für uns ist, sind diese Menschen dazu da, Themen in uns anzutriggern, die noch angesehen und geheilt werden wollen. Es kann sein, dass dies ein fremder Mensch ist, der uns mit einer kurzen Begegnung etwas spiegelt und sichtbar für uns macht, weil wir mit seinen Energien und Schwingungen ähnlich in Resonanz gehen, wie mit unserem Seelenpartner oder Dual. Es kann auch sein, dass dieser Mensch – selbst wenn es nur eine kurze Begegnung von wenigen Minuten ist und wir diesen Menschen danach niemals mehr wieder zu sehen bekommen - ähnlich starke Gefühle in uns wachruft, wie unser Seelenpartner oder Dual. Und uns damit sagt, was uns vielleicht (noch) in unserem Leben oder auf bestimmten Ebenen unseres authentischen Seins fehlt. Weil wir eine wichtige Facette unseres wahren Selbst in diesem Menschen erkennen. Es kann auch passieren, dass nach einer solch kurzen Begegnung bittere Tränen heftig bei uns fließen, eben WEIL wir erkennen, was uns in Wahrheit in unserem Leben oder in der wahrhaftigen Liebe noch fehlt. Weil wir vielleicht noch nicht bedingungslos und nicht auf allen Ebenen mit unserem wahren Sein verbunden sind. Und vor allem erkennen wir in einem solchen Moment, was unser Dual uns emotional vorenthält und uns nicht gibt. Weil er dies uns ganz einfach noch nicht geben kann, da er selber noch nicht so weit ist.

Es kann aber auch ein Mensch sein, der uns in unserem Leben sehr vertraut und mit uns auf die eine oder andere Weise über lange Zeit bereits sehr eng verbunden ist. Wie ein Familienmitglied oder das eigene Kind. Auch kann dies ein Arbeitskollege/eine Kollegin sein oder ein Ex-Partner/eine Ex-Partnerin, der uns verbal oder nonverbal einmalig oder auch mehrfach (eben so oft und so lange, bis wir wirklich verstanden und daraus gelernt haben) unsere wunden und wundesten Punkte spiegelt. Zu dem wir vielleicht sogar aus den ein oder anderen Gründen ein äußerst ambivalentes Verhältnis besitzen. Oder dies gar ein toxischer Mensch für uns ist.

Lernpartner als Spiegelpartner sind absolut notwendig, damit wir auf dem Weg unserer Entwicklung immer weiter voranzukommen, weil wir dies alleine und ohne die Hilfe unseres Seelenpartners oder Duals eben nicht vollständig bewerkstelligen würden.

Um uns wirklich die Seele zu heilen und uns nachhaltig aus unseren destruktiven Mustern, Selbstschutz- und Kontrollmechanismen herauszuschälen und zu befreien und unser wahres Sein vollständig zu transformieren, ist es unabdingbar notwendig, dass unsere Themen und die blinden Flecke unseres Seelenlebens in uns immer wieder angetriggert und so aus unseren tiefsten Tiefen an die Oberfläche unseres Bewusstseins hochgeholt werden. Damit wir gezwungen sind, uns unsere Themen immer wieder anzusehen, solange wir diese noch nicht vollständig aufgelöst haben. Denn wo nichts in uns angetriggert wird, kann auch nichts heilen. Und wir leiden immer weiter. 

Weshalb die Lernpartner als Spiegelpartner ins Spiel kommen und uns auf unserem Weg sowohl in die passende Richtung lenken und leiten als auch begleiten.

Sie sind entweder bereits vorher in unserem Leben oder es werden die genau passenden Menschen (wieder) in  unser Leben geführt und wir treffen auf diese Menschen in ganz bestimmten Momenten und im genau passenden Augenblick - vollkommen unvorbereitet und ganz urplötzlich - ohne damit in irgendeiner Weise gerechnet zu haben. Und zwar ausschließlich ebenfalls dann, wenn dies unserer seelischen Weiterentwicklung und weiteren Heilung unserer Seele dient.

Es kann sein, dass uns nur ein Lernpartner als Spiegelpartner neben unserem Seelenpartner oder Dual bestimmt ist, es können uns aber auch mehrere (gleichzeitig oder nacheinander) begegnen.

Sie können sowohl weiblich, als auch männlich sein. Unabhängig davon, ob wir selbst männlich oder weiblich sind. Das spielt zu diesem Zweck keine Rolle. Denn es geht einzig um das spiegeln unserer Themen.

Diese Lernpartner als Spiegelpartner - die das Leben uns in genau den Augenblicken zuspielt, in denen wir diese Menschen unbedingt brauchen, damit wir auf unserem Weg wieder weiterkommen – auch dies kann auf völlig skurrile Weise passieren, wenn wir am allerwenigsten damit rechnen – sind etwas vollständig anderes als jene Ersatzpartner als Trostpflaster, die sich einige Seelenpartner oder Dualseelen aus einem noch vorhandenen emotionalen Mangel heraus gezielt suchen, weil sie (noch) nicht gelernt haben, mit sich selber alleine zu sein. Und sich vollständig auf sich selber zu fokussieren. Diese Menschen suchen sich ihre Glücksquelle noch im Außen. Und haben es noch nicht wirklich in ihrem Herzen verankert, dass sie ihr wahres Glück einzig aus sich selber und ihrem authentischen Sein beziehen dürfen. 

Diese Ersatz- und Trostbeziehungen – die in Wahrheit nur eine ungenügende Übergangslösung darstellen und auch mit der bedingungslosen, wahrhaftigen Liebe absolut nichts zu tun haben, weil sie einzig aus einem Mangel-Denken des bedürftigen Egos resultieren und in Wahrheit auch nicht vom Universum für einen bestimmt sind - funktionieren auf Dauer nicht. Da man so gewaltig in seine alten Muster zurückrutscht. Oder noch nicht so weit ist, wie man von sich selber gedacht hat. Im Endeffekt sind auch dies wieder Beziehungen, aus denen man bestenfalls lernt. Und dadurch auch wieder weiterkommt auf seinem Weg. Dennoch zeigen solche mit dem Ego gesuchten Ersatzbeziehungen, dass man im Netz seiner alten Muster noch festhängt. Und sich daraus erst noch bewusst befreien darf. 

Aber zurück zu den vom Schicksal für uns bestimmten Lernpartnern als Spiegelpartner... :)

Vielleicht kennen Sie dies auch von sich, dass es bestimmte Menschen in Ihrem Leben und nahen Umfeld gibt, die immer wieder irgendwelche Dinge und Themen in Ihnen antriggern – mit Worten, die sie Ihnen gegenüber aussprechen oder sich entsprechend destruktiv Ihnen gegenüber verhalten und zwar mitunter überaus heftig -  gerade wenn Ihr Seelenpartner oder Ihre Dualseele nicht greifbar für Sie ist. Weil gerade eine notwendige Kontaktpause besteht und das Universum Sie beide bewusst auseinander hält, damit Sie beide eigenständig – jeder für sich - an Ihren Themen arbeiten können und jeder für sich auf seinem Weg zu sich selbst effektiv voran kommt.

Unsere Lernpartner als Spiegelpartner dringen durch ihr Verhalten uns gegenüber oder auch durch Worte, die sie uns gegenüber aussprechen, bis in den tiefsten innersten Kern unserer Seele. Und bringen uns dadurch dazu – ähnlich wie unser Dual – uns gewissen Themen zu stellen. Uns diese bewusst anzusehen, zu hinterfragen und genau zu analysieren, um sie somit endlich endgültig auflösen zu können. Meist sind dies Themen, durch die wir grundsätzlich mit unserem Dual verbunden sind. Oder durch das unser Dual überhaupt erst zu uns gefunden hat. Weil beide Dualseelen die gleichen oder sehr ähnliche Erfahrungen durch diese Themen gemacht haben. Der Herzensmensch auf emotionaler Ebene und der Kopfmensch auf der rationalen Verstandesebene. Hier kann es Lernpartner als Spiegelpartner geben, die auf eine besondere Weise die Schlüsselrolle zwischen beiden Dualseelen spielen. Weil in ganz besonderem Maße BEIDE Dualseelen durch das Verhalten dieses Menschen immer wieder in dem Thema durch das sie von Grund auf miteinander verbunden sind, angetriggert werden. Und der Kopfmensch den persönlichen Kontakt zu seinem Herzensmenschen deshalb immer wieder meidet, um in Wahrheit das permanente angetriggert und erinnert werden an sein unerlöstes Thema zu vermeiden. Da er diese Gefühle einfach nicht mehr spüren will. Hier sorgt aber die Natur und das Universum von ganz alleine dafür, dass auch der Kopfmensch nicht umhin kommt, sich seinem unerlösten Thema zu stellen. Weil es ihm ganz einfach irgendwann dermaßen schlecht geht, dass er dazu gezwungen ist, sich mit sich selbst, seinen unterdrückten und verdrängten Gefühlen und seinen destruktiven Beziehungsmustern auseinanderzusetzen. 

In diesen Momenten werden wir dazu gezwungen, uns uns selber zuzuwenden. Uns mit all unserer Energie und Aufmerksamkeit vollkommen auf uns zu konzentrieren.

Uns immer noch tiefer in unserem authentischen Sein zu zentrieren.

Uns in unserem ureigenen Sein so fest zu verankern, dass uns nichts und niemand mehr jemals aus unserer Mitte wegbringt.

Vor allem, wenn unsere dicken Mauern des Selbstschutzes längst vollständig in sich zusammengekracht und zusammengefallen sind – wir uns von innen heraus aus unserer selbst hochgezogenen Dornenhecke der Eigenbegrenzungen mit all unserer Energie und Kraft längst herausgekämpft haben - und wir nun vollkommen schutzlos seelisch „nackt“ dastehen, nutzen diese Menschen dies, da sie unsere wundesten Punkte nur allzu genau kennen. Zumindest die, die uns sowieso sehr nahe stehen. Manche tun dies ganz bewusst, weil sie uns damit etwas klarmachen wollen, manche aber auch auf unbewusster Ebene. Um uns ganz einfach aufzuzeigen, ob und inwieweit wir bereits in uns selbst gefestigt sind.

Hier ist es ganz enorm wichtig, das wir uns abgrenzen und weiter das Grenzen setzen und „Nein“ sagen üben, wenn uns dies notwendig erscheint. Vollkommen bei UNS bleiben. Und schauen, was UNS in diesem Moment gut tut. Was WIR in diesem Moment für unser seelisches und emotionales Wohlbefinden brauchen.

Denn auch diese Lernpartner als Spiegelpartner projizieren in Wahrheit lediglich ihre eigenen emotionalen und seelischen Unzulänglichkeiten auf uns. Was uns aber genau diese noch ungelösten Facetten von uns selbst und unserem wahren Sein aufzeigt. Da auch hier die Energien und Schwingungen genau zueinander passen.

Die Energien und Ausprägungen dieser Lernpartner als Spiegelpartner werden nun mit der Zeit immer feiner. Immer subtiler. Alles passiert immer schneller. Und heftiger. Irgendwann amüsieren wir uns nur mehr darüber, wenn wir wahrnehmen, sehen und erkennen, dass das Leben uns wieder erneut testet. Denn wir haben uns ja längst sehr eindeutig FÜR die bedingungslose, wahrhaftige Liebe und FÜR unseren Seelenpartner oder unser Dual – und somit auch vollständig FÜR unser wahres, authentisches Selbst – entschieden.

Weshalb wir uns auch vollkommen gelassen vollständig in unserer Mitte befinden. Und uns nur mehr ein müdes Lächeln abringen, wenn sich ein Mensch um uns bemüht, der uns als Ersatzpartner, Trostpflaster oder Übergangslösung in keiner Weise interessiert. Da er für uns als Partner niemals in Frage käme. Denn all unsere Energie und Aufmerksamkeit ist schon lange ausschließlich auf uns selbst gerichtet. Erst recht, wenn unser Seelenpartner oder Dual gerade ebenfalls mit seiner eigenen Heilung beschäftigt ist. 

In dieser Situation käme es schlichtweg einem Hochverrat - uns selbst gegenüber und auch unserem Seelenpartner oder Dual gegenüber - gleich, uns von einem ungenügenden Ersatzpartner trösten zu lassen. 

Da wir so uns selbst und auch unseren Seelenpartner oder unser Dual schmählich im Stich und fallen lassen würden, wie eine heiße Kartoffel. 

Auch diese Tatsache wahrzunehmen, ist eine essentiell wichtige Erkenntnis für uns.

Nur so kann unsere Seele sich weiterentwickeln, reifen und vollständig heilen. Kann lernen, wirkliche Veränderung zuzulassen.

 

  • Welche Personen spielen in Ihrem Leben den Lernpartner als Spiegelpartner und somit eine wichtige Schlüsselrolle zwischen Ihnen und Ihrem Seelenpartner oder Ihrem Dual?
  • Wie genau äußerst sich dies?
  • Welche Themen werden angetriggert, die Sie sich dadurch noch einmal ganz bewusst ansehen dürfen?

 

Nehmen Sie dies als Geschenk und ganz natürliche Hilfe des Lebens und der Natur an Sie an! Auch wenn es vielleicht noch so heftig ist, was dadurch an Themen in Ihnen hochgeholt wird.

Letztendlich dient es ausschließlich unserer inneren Heilung und Transformation und der Wiedervervoll-ständigung unseres wahren und ureigenen Selbst. Denn es ist für diese Menschen natürlicherweise vom Schicksal bestimmt, diese immens wichtige Schlüsselrolle zwischen uns und unserem Seelenpartner oder Dual zu spielen. Auch wenn dies diesen Menschen überhaupt nicht bewusst ist. :)


                                 Warum Dualseelen zusammengehören



Wir leben in einer Welt der Dualität. Dualität kennt aber nur die Gesetze der „Zweiheit“ und des getrennt von allem anderen Seins. Eine Welt der Dualität kennt die Welt des „EinsSeins“ mit sich selber nicht. Diese Welt eröffnet uns erst unser Dual. Und zwar auf intensive, spektakuläre und einzigartige Weise. Da er unsere perfekte gegensätzliche Ergänzung ist. Herzmensch trifft Kopfmensch und die wahrhaftige Liebe in uns erwacht. Was genau der Punkt ist, an dem unser Verstand kapituliert. Da unser Herz sich weit öffnet und zu vollkommen neuem Bewusstsein erblüht. Und unser Verstand all die „magischen“ Dinge, die hier urplötzlich mit uns geschehen, in keiner Weise versteht. Denn an dem Punkt der Begegnung mit unserer Dualseele wissen wir noch überhaupt nicht, was da mit uns so urplötzlich passiert. Das erschließt sich uns erst mit der Zeit, wenn wir uns auf diesen Weg der Entwicklung bedingungslos und vollständig mit unserem Herzen einlassen...

In der Natur herrscht grundsätzlich immer Dualität und Polarität. Sommer & Winter, Tag & Nacht, Leere & Fülle...

Zweiheit und Gegensatz. Jeder Pol benötigt seinen Gegenpol. Jedes Gewicht braucht sein Gegengewicht, um natürlicherweise ausgeglichen, in Harmonie und in Balance zu sein. Jeder Held besitzt einen Antihelden. Da er sonst nicht Held sein kann. Jedes Vorbild braucht ein Gegenbild, um als Vorbild überhaupt fungieren zu können.  Jeder Reichtum braucht auch ein Gefühl der Armut, damit man beides wirklich nachempfinden kann.

Alles benötigt Anfang und Vollendung. Alles braucht einen Weg und ein anvisiertes Ziel. Alles braucht Raum und eine Zeit des Übergangs. Alles braucht Möglichkeiten der Gestaltung und Möglichkeiten, sich zu entfalten. Alles braucht einen ersten Schritt, die erste Minute und eine aktive Handlung. Und alles das braucht eine kristallklare Entscheidung.

Ansonsten würde keinerlei Mitte existieren. Keine Schattierungen. Keine Nuancen. Es gäbe nur Extreme. Es gäbe nur entweder...oder...

Es gäbe nur oben oder unten. Rechts oder links. Plus oder Minus. Heiß oder kalt. Trocken oder Nass. Himmel oder Hölle. Richtig oder falsch. Fortschritt oder Stillstand.

Alles in der Natur ist miteinander verbunden. Alles ist aufeinander abgestimmt und ineinander verwoben. Und doch sehen wir gleichzeitig alles als voneinander getrennt und als „Zweiheit“ an. Eben als Dual. Weil unser Verstand mit seiner Wahrnehmung uns diese Illusion vorgaukelt. Da wir Menschen darauf konditioniert sind, uns in unserem Verstand zu befinden. Und all die Dinge zu tun, die unsere bewertenden Gedanken uns einflüstern. Derweil ergänzt sich natürlicherweise alles perfekt und ist doch gegensätzlich und eigenständig vorhanden.

Und anstatt auf unser Herz, unser Gefühl und unsere Intuition zu hören, entfernen wir uns mit der Zeit immer mehr von unserer wahren Natur. Von unserem wahren, authentischen Sein. Von dem Gefühl der Verbundenheit und dem Gefühls des „EinsSeins“ mit uns selbst. Dieses Gefühl kennen wir meist überhaupt nicht (mehr), wenn unsere Dualseele uns findet. Weil wir schon lange nicht mehr in unserer Mitte ruhen, sondern Welten von unserem natürlichen und authentischen Sein entfernt sind. Auch wenn uns dies meist gar nicht bewusst ist.

Und indem unser Dual natürlicherweise den tiefsten und klarsten Spiegel darstellt, der von der Natur für uns bestimmt ist (wenn unsere Seele wirklich soweit ist, denn nur reife Seelen halten diesen gesamten Entwicklungsprozess überhaupt aus) und wir uns bei ihm endlich angekommen und zuhause fühlen, dürfen wir uns wieder darüber bewusst werden, ERKENNEN, wahrnehmen und FÜHLEN, dass wir in Wahrheit IN UNS SELBST zuhause sind. Dass wir die ganze Zeit in Disharmonie mit uns selbst gelebt und uns in uns selbst nicht in Balance und natürlicher Harmonie befunden haben. Was sich in diversen Zeichen und Symptomen für uns spür- und sichtbar über viele Jahre in unserem individuellen Leben manifestiert hat. Was wir aber nicht sehen und erkennen konnten. Oder dies auch gar nicht wollten. Da wir viel zu sehr damit beschäftigt waren, unserem bewertenden Denken zu folgen, den Illusionen unseres Verstandes aufzusitzen und des Suchens unseres emotional bedürftigen Egos nach Erfüllung hinterherzujagen.

Die Gedanken und das Gefühl der tiefen Trennung von uns selbst wird uns schon in die Wiege gelegt. Denn bereits als Baby empfinden wir das intensive Gefühl der Trennung von unserer Mutter, wenn die Nabelschnur – die uns miteinander verbindet und die uns in ihrem Bauch genährt und gesättigt hat - künstlich durchtrennt wird. Und wir noch dazu (ab-) getrennt von der Liebe und vom Urvertrauen werden, wenn unsere Urbedürfnisse nach der Geburt von unserer Mutter (oder auch von unserem Vater) nicht erfüllt werden. Wenn ein Elternteil oder beide auf emotionaler Ebene unerreichbar für uns ist. So lernen wir bereits in der ersten Lebensphase den Mangelzustand kennen. Wir erleben bereits als klitzekleines, hilfloses, den Umständen ausgeliefertes und auf die Fürsorge Erwachsener angewiesenes Lebewesen, wie es ist entweder bedingungslos geliebt zu werden oder wir erleben Abweisung. Und das prägende Gefühl des nicht Willkommen Seins. Wir erleben es entweder angenommen zu werden wie wir sind und genauso sein zu dürfen oder wir spüren überdeutlich, wie es ist in Wahrheit nicht gewollt zu werden. Und eigentlich im Leben unserer Mutter (oder unseres Vaters) nur zu stören. Weil wir nur als schwieriger und komplizierter Ballast gelten. Und nicht als eigenständiges Wesen dass seine eigene individuelle Persönlichkeit besitzt und Liebe und Zuwendung braucht, um seine Seele gesund zu entwickeln. Und das Urbedürfnis in uns tragen, wahrhaftig gesehen zu werden, als der Mensch, der wir von Geburt an in all unseren Facetten natürlicherweise sind.

Um diesen Urschmerz nicht permanent fühlen zu müssen und so daran erinnert zu werden, was uns eigentlich die ganze Zeit emotional so schmerzlich fehlt, weil wir unwissentlich und unbewusst von uns selbst und von der wahren Liebe getrennt sind, erfinden wir uns einfach neu. Wir erfinden unser Ego und füllen unseren Verstand mit Bewertungen, Phantasien und inneren Traumbildern. Die wir dann unser Leben lang verfolgen, um sie uns zu erfüllen. Wir verstecken uns hinter sorgsam gehüteten Fassaden, aufgesetzten Masken und unseren anerzogenen Rollen. Wir leben in einer Welt des bloßen Scheins, um nur ja die Wahrheit nicht fühlen zu müssen. Wir erfinden Ausreden vor uns selbst und unterdrücken und verdrängen unsere wahren Gefühle. Und die tiefe Sehnsucht nach unserem wahren Sein. Wir verschließen immer mehr unser Herz, um nur ja keine Enttäuschung und Verletzung mehr zu spüren. Und verlassen uns immer noch weiter selbst.

Was uns dann in Form unseres tiefen und als äußerst intensiv gefühlten Urschmerzes wieder einholt, durch die permanente Flucht und Abweisung unseres Duals. Das sind die quälenden und oft kaum zu ertragenden Seelenschmerzen (in Wahrheit unser tiefsitzender Schmerz der Ablehnung, des Mangels und des Verlustes) die uns ständig plagen, wenn wir es nicht ertragen, von unserem Dual „getrennt“ zu sein. Weil wir uns auch hier der Situation ausgeliefert fühlen, ohne selbst die Möglichkeit zu haben, etwas daran zu verändern. Und weil wir das Gefühl des „EinsSeins“ mit uns selbst und auch mit ihm noch nicht (vollständig) in unserem Sein verankert und in unserem Herzen integriert haben.

All dies stellt die grenzenlose, tiefe Liebe die uns mit unserer Dualseele verbindet auf den Kopf. Die Liebe, die die ganze Zeit IN uns selbst vorhanden war. Ohne dass wir dies nur ansatzweise wussten. Die vergraben und verschüttet in den tiefsten Tiefen unserer Seele nur darauf gewartet hat, dass wir sie endlich wahrnehmen, erkennen und sehen. Und endlich bewusst befreien. Damit sie vollkommen frei fließen und sich vollständig in all ihrer Schönheit und (Schöpfer-) Kraft entfalten kann.

In Wahrheit brauchen wir unsere Dualseele, um durch diesen Menschen in unser wahres Sein und in unsere ureigene Mitte zu finden. Um uns selbst zu sehen und zu erkennen, wer wir in Wahrheit wirklich sind. Um uns in uns selbst endlich vollkommen und „Ganz“ zu fühlen und „Eins“ mit uns selbst zu SEIN.

 

  • Alles das, was wir im Spiegel sehen, sind immer nur wir selbst
  • Alles das, nach dem wir suchen, existiert die ganze Zeit in uns

 

Alles was unser Dual uns mit seinem Verhalten im Außen zeigt, sind wir tief in uns die ganze Zeit selbst. So wie unser Dual uns im Außen ergänzt und sich gleichzeitig absolut gegensätzlich uns gegenüber verhält, SIND wir die ganze Zeit IN UNS SELBST.    

Wir selbst sind IN UNS Gegensatz und „EINS“ zugleich.    

Jeder einzelne Mensch besitzt sowohl weibliche als auch männliche Anteile in sich. Jeder Mann besitzt die Anima und jede Frau den Animus in sich. Jeder Mensch ist Yin und Yang zugleich.    

Nur sind wir darauf konditioniert, in Extremen zu leben, anstatt in Harmonie und natürlicher Balance mit uns selbst.    

Wir besitzen entweder ZU viel oder ZU wenig von etwas. Wir sind entweder als Frau ZU männlich oder als Mann ZU weiblich. Was per se mit der weiblich-männlich energetischen Verbindung zusammenhängt. Wir sind als Frau ZU stark und dann als Mann ZU schwach. Wir sind ZU laut oder ZU leise. Wir reden ZU viel oder viel ZU wenig. Wir besitzen ZU viel Selbstbewusstsein oder viel ZU wenig davon. Wir kennen unseren wahren SELBST-Wert und wirken dann oder sind vielleicht tatsächlich viel ZU selbstbewusst (so dass sich fälschlicherweise niemand mehr an uns herantraut) oder wir kennen diesen eben NICHT. Und sind uns dann ZU wenig unseres Selbst bewusst.    

Alles was „ZU..“ (wenig oder viel vorhanden) ist, ist nicht ausgeglichen. Befindet sich nicht in Harmonie. Die beiden Waagschalen der ursprünglichen Mitte schweben nicht auf gleicher Höhe, sondern pendeln immer im Extrem. Entweder ZU weit oben oder ZU weit unten...    

Aber wir sind nicht in unserer Mitte. Wir sind nicht ausgeglichen und in innerem Frieden mit uns selbst.    

Solange wir uns noch in unserem Verstand befinden und nicht vollständig mit unserem wahren Sein verbunden und in unserem Herzen angekommen sind, die Liebe noch nicht fest in unserem Herzen verankert und unsere wahre Natur vollständig in uns integriert ist, brauchen wir unser Dual als unseren Spiegel. Damit wir SEHEN und ERKENNEN und dies dann verändern können.    

Lange Zeit ist es sehr oft aber so, dass wir die „Schuld“, dass diese Seelenliebe nicht gemeinsam lebbar ist, in unserem Spiegel suchen, anstatt uns auf uns selbst zu fokussieren.    

Wir suchen die Schuld in unserem Dual, anstatt uns auf uns selbst zu konzentrieren. Wir suchen immer wieder Ursachen und Gründe, warum ER sich nicht verbindlich auf uns einlässt. Kommen aber nicht auf die Idee, dass wir selbst es sind, der sich nicht vollständig auf sich einlässt. Wir klagen ihn an, dass ER Angst hat, sich auf uns einzulassen, derweil wir es in Wahrheit sind, die Angst haben, uns auf uns selbst einzulassen. Bis wir irgendwann begreifen und verstehen, dass wir uns mit uns selbst verbinden müssen, bevor er sich mit uns verbindet und die Liebe dann mit ihm gemeinsam lebbar wird.    

Was aber weder unsere, noch seine Schuld ist, dass wir ihm die Schuld zuschieben. Sondern dies ist ganz einfach das Resultat aus unseren vergangenen Erfahrungen.    

Dualseelen sind in Wahrheit zwei absolut unabhängig voneinander bestehende Individuen. Weil beide IN SICH GANZ und vollkommene Wesen sind. Beide vereinen sowohl die Dualität als auch die Polarität in sich. Gerade deshalb gehören sie zusammen und sind natürlicherweise füreinander bestimmt. Weil nur sie sich gegenseitig zeigen können, dass sie in sich selbst vollkommen und doch gegensätzlich sind.    

Sie vereinen beide die Gleichheit und das „EinsSeins“ IN sich selbst. Als auch alle gegensätzlichen Pole dieser (Liebes-) Beziehung gemeinsam als zusammengehörendes (Dualseelen-) Paar im Außen.    

Kopf & Herz. Denken & Fühlen. Männlich & Weiblich.    

Diese Tatsachen und Fakten mit unserem Verstand zu greifen ist nicht schwer. Sie mit unserem Herzen tatsächlich zu FÜHLEN, steht auf einem vollkommen anderen Blatt.    

Und stellt die eigentliche Herausforderung dar. Denn unsere Dualseele IST die größte Herausforderung in unserem Leben. Und die Wahrheit hinter der Wahrheit ist, dass die größte Herausforderung in Wahrheit darin besteht, uns mit uns selbst in purer Liebe zu verbinden. Vollständig zu uns selbst zu stehen. Dies in uns vollständig zu integrieren, dass wir in Wahrheit selbst dual und gegensätzlich sind.    

Wir selbst sind in Wahrheit sowohl...als auch...    

 

  • Wir selbst sind sowohl Yin als auch Yang
  • Wir selbst sind sowohl Stärke als auch Schwäche
  • Wir selbst sind sowohl Gebende als auch Empfangende
  • Wir selbst sind sowohl Veränderung als auch Stillstand
  • Wir selbst sind sowohl Angst als auch Mut
  • Wir selbst sind sowohl Liebe als auch Gleichgültigkeit
  • Wir selbst sind sowohl Wahrheit als auch Lüge
  • Wir selbst sind sowohl Licht als auch Dunkelheit 
  • ...

 

Es ist DAS schwierigste und schmerzhafteste Unterfangen überhaupt in unserem Leben, unser Dual in Liebe frei zu lassen ohne Angst ihn zu verlieren. Ihn vollkommen sich selbst zu überlassen und uns vollständig auf uns zu konzentrieren. In dem vollkommenen Vertrauen, dass schon alles richtig wird. Und er zu uns kommen wird, in genau dem Augenblick, in dem wir tatsächlich dazu bereit sind, die Liebe gemeinsam mit unserem Dual zu leben. Denn dann ist auch er bereit.    

Dualseelen gehören ganz einfach deshalb zusammen, weil sie – gerade weil sie gegensätzlich sind -  sich perfekt ergänzen. Denn gerade die Unterschiede und somit Gegensätzlichkeit macht eine solche Verbindung wirklich lebendig. Es findet echtes Wachstum, Weiterentwicklung und somit auch wirkliche Veränderung statt. Und es können neue und gemeinsame Erfahrungen als „richtiges“ Paar gemacht werden. Weil Dualseelen sich permanent gegenseitig in ihrer Entwicklung anschubsen, fordern und fördern.    

Dazu müssen aber beide innerlich vollkommen frei für diese Seelenverbindung sein. Sie müssen altes und belastendes endgültig hinter sich gelassen haben und vollständig im Hier und Jetzt angekommen sein. Sie müssen wirklich bereit sein, sich voll und ganz auf diesen einen einzigen Menschen einzulassen. Und diesem Menschen einen expliziten Platz im eigenen Leben anbieten. Sie müssen wirklich bereit für diese einzigartige und tiefe Liebe sein.    

Sie müssen sich beide vollständig auf die Liebe (in sich selbst und zueinander) fokussieren. Und sich bedingungslos nach der Liebe ausrichten, damit sie gemeinsam lebbar wird. Beide müssen sich eindeutig und explizit FÜR die wahre Liebe und FÜR das wahre und authentische Sein entscheiden.    

Bei zwei gleichen Menschen – wie beispielsweise Zwillingsseelen – kann niemals eine solche Entwicklung stattfinden, wie dies bei Dualseelen geschieht. Da der Gegensatz und die dadurch bedingte Reibung aneinander fehlt. Eine solche (Seelen-) gleiche Verbindung verläuft sehr oft harmonisch und friedlich, aber findet mehr auf einer freundschaftlichen Ebene statt. Und beide können nicht aneinander wachsen und reifen. Bei Zwillingsseelen bricht früher oder später derjenige aus der Beziehung aus, dessen Seele nicht bereit ist, im Stillstand zu verharren. Sondern dessen Seele neugierig auf andere und neue Erfahrungen ist. Die Seele, die permanent lernen, wachsen, reifen und sich wirklich weiterentwickeln will. Denn Stillstand bedeutet Ödnis, Leere und Langeweile. Und sieht keinen Handlungsbedarf nach echter Veränderung vor.    

Und bei zwei gegensätzlichen und unterschiedlichen Menschen ist es leider oft so, dass gerade dieser Gegensatz als störend und zu anstrengend empfunden wird. Weshalb viele auch der Meinung sind, wenn zwei Menschen zu unterschiedlich sind, passen sie nicht zusammen. Natürlich gibt es Menschen die wirklich nicht und in keiner Weise zusammenpassen. Weil sie von der Natur auch überhaupt nicht füreinander vorgesehen sind. Weil sie keine Gemeinsamkeiten besitzen. Und die Seelen nichts voneinander lernen können. Hier spielt dann einfach der Verstand einen Streich, weil das Ego diesen Menschen aus irgendeinem Grund "besitzen" will, was aber absolut nichts mit Liebe zu tun hat. Da das Leben und das Schicksal diesen Menschen nicht für einen bestimmt hat, sondern das bedürftige Ego auf der Suche nach (vermeintlicher) Erfüllung ist. 

Bei Dualseelen ist ja GERADE der Gegensatz die perfekte Ergänzung füreinander. Da beide wie zwei Puzzleteile die zusammengehören, perfekt ineinanderpassen. Und nur am Gegensatz - an der Verschiedenheit von Menschen - kann man wirklich lernen, neue Erfahrungen machen und aneinander wachsen und reifen. 

Zwillingsseelen sind dabei oft eine Vorbereitung auf die Dualseele.    

Nebenbei habe ich mich einmal mit der englischen Bezeichnung „Twinflames“ beschäftigt. Und die englische Bezeichnung „Twinflames“ bezeichnet für mich eindeutig zusammengehörende Dualseelen. Auch wenn manche der Ansicht sind, dass „Twinflames“ das englische Wort für Zwillingsseele darstellt. Was ich nicht so sehe. Denn mein Seelenzwilling ist definitiv vollkommen gegensätzlich zu meinem Dual. Auch wenn es doch Gemeinsamkeiten zwischen beiden Männern gibt.    

Ein Seelenzwilling ist etwas vollkommen anderes als die wahre Dualseele. Und es fühlt sich beides definitiv vollkommen anders und unterschiedlich an.    

Dualseelen gehören für mich explizit in einer gemeinsam gelebten Beziehung und Partnerschaft zusammen. Weil sie füreinander bestimmt sind. Alles andere würde absolut keinerlei Sinn für mich ergeben.    

Gerade aber weil viele Dualseelen nicht als echtes Paar zueinanderfinden, hat es jeder einzelne Mensch zu jeder Zeit selbst in der Hand, diese Chance ganz bewusst zu maximieren. Und sich explizit FÜR die wahre Liebe und damit FÜR das wahre und authentische Sein und somit FÜR ein gemeinsames Leben mit dem geliebten Dual zu entscheiden.    

Aber selbst wenn Dualseelen zusammengehören, bedeutet das noch lange nicht, dass beide sich tatsächlich als ihre perfekte gegensätzliche Ergänzung ERKENNEN.  

Oder dass beide – wenn sie sich erkannt haben - den Mut aufbringen, sich auf all die Dinge, die der schwierige und langwierige Weg zu sich selbst so mit sich bringt, auch tatsächlich komplett einzulassen. Denn ein bisschen einlassen geht nicht. Ein bisschen Liebe zu geben, funktioniert nicht. Sich unverbindlich auf den anderen einzulassen, macht auf Dauer beide mürbe, krank und unglücklich. Denn beide leiden darunter, dass sie sich nicht trauen, der tiefen Sehnsucht in sich vollständig nachzugeben. Und den meterdicken Staudamm der Gefühle endlich brechen zu lassen. Damit die Liebe sich vollständig ihren Weg in die pure Erfüllung bahnen kann. Und nicht mehr nur tröpfchenweise beim anderen ankommt und immer wieder missverstanden wird.    

Viele widerstehen sich selbst und auch dieser tiefen, einzigartigen Liebe. Nicht nur Kopfmenschen, sondern auch etliche Herzensmenschen. Ohne sich dessen aber wirklich bewusst zu sein. 

Alleine aber das Wissen, dass es DEN einen Menschen auf dieser Erde gibt, der wirklich zu einem gehört und von dem man uneingeschränkt und ohne jegliche Bedingung einfach nur zutiefst geliebt und angenommen wird, genauso wie man ist, kann schon so einiges in einem bewirken. Macht aber viele noch lange nicht wirklich glücklich, wenn das Dual sich nicht für sie und ein gemeinsames Leben entscheiden will oder dies einfach nicht kann. Da man so immer wieder in seinen Urschmerz zurückgeworfen wird. Und immer wieder daran erinnert wird, wie schmerzhaft es ist, nicht gewollt  zu werden. Wie schmerzhaft es ist, abgewiesen zu werden. Und wie schmerzhaft es ist, sich wertlos zu fühlen, weil das Dual einem mit seiner Zurückweisung dieses Gefühl immer wieder gibt, es vermeintlich nicht wert zu sein und wie schmerzhaft es ist, sich all diesem hilflos aufgeliefert zu fühlen und nichts tun zu können, den anderen umzustimmen. Was hochsensible Menschen nicht selten ganz massiv belastet. Und sie zutiefst unglücklich sein lässt. Da Selbstliebe hier einfach nicht ausreicht, um wirklich wahrhaftig auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen alleine glücklich zu sein. Da man ja keinen anderen potenziellen Partner mehr an sich heranlassen kann. Und dies auch nicht will. Weil das Urbedürfnis dazu fehlt. Denn es fehlt im Grunde nichts. Denn man ist vollkommen erfüllt. Es fehlt lediglich der Mensch, den man zutiefst wahrhaftig liebt. Und den man natürlicherweise um sich haben möchte. Jeden Tag. Eben das geliebte Dual. Der mit nichts und niemand anderem ersetzbar ist. Dessen Platz niemand anders ausfüllen kann. 

Und jeden einzelnen Tag wird man daran erinnert, dass er nicht da und bei einem ist. 

Es sind so viele Dinge die einem fehlen, wenn der geliebte Mensch nicht bei einem ist. In einer solchen Situation kann man noch so viel in Selbstliebe baden, es bringt einen nicht weiter. Weil Selbstliebe eben wirklich nicht ausreicht um wahrhaftig alleine glücklich zu sein. Denn wir Menschen sind nicht dazu gemacht, unser Leben alleine zu verbringen. Zwar gibt es Menschen, die auch ohne ihr Dual glücklich zu sein scheinen, aber die Frage ist dann doch immer wieder, ob dieses Glück tatsächlich echt und ehrlich empfunden wird, oder ob nicht einfach die Tatsache verdrängt und weggeschoben wird, dass das Dual einen anderen Weg für sich gewählt hat. Weil dies zuzugeben einfach doch zu weh tun würde. 

Und man fragt sich, ob es tatsächlich richtig war ihm und auch sich selber so dermaßen weh zu tun, indem man sich vollkommen für sich selbst entschieden und ihn bewusst sich selber überlassen hat. Damit auch er sich heilen, von Altlasten befreien und sich vollständig für diese Liebe öffnen und entscheiden kann. Um dann wieder zur passenden Zeit zu einem zurückzufinden, weil er genau wie man selber weiß, zu wem er gehört...


Dualseelen & wenn die wahrhaftige Liebe erblüht



Irgendwann im Laufe des Entwicklungsprozesses mit unserer Dualseele kommt es zu einem Moment des spirituellen Erwachens. In dem das Bewusstsein scheinbar unvorhergesehen schlagartig aufbricht wie eine bisher noch geschlossene Blütenknospe, die sich urplötzlich öffnet und all ihre Blätter vollständig entfaltet. So dass wie durch einen plötzlichen Blitzeinschlag kristallklare Klarheit in einem herrscht. Und man die Dinge mit einem Mal so deutlich vor seinem inneren Auge wahrnimmt und in seinem Herzen begreift, die man vor diesem unfassbar kostbaren Augenblick noch nicht wirklich verstanden, wahrhaftig gefühlt und fest im ureigenen, authentischen Sein verankert hatte. Da es etwas vollkommen anderes ist, Dinge mit seinem selbstbegrenzenden und bewertenden Verstand oder bedürftigen Ego zu begreifen, als sie wirklich mit seinem Herzen und in tiefer Liebe des authentischen Seins wahrhaftig zu fühlen...

Das spirituelle Erwachen ist etwas anderes als der esoterisch angehauchte oder auch mystisch anmutende Begriff der plötzlich eintretenden göttlichen und ganzheitlichen Erleuchtung. Obwohl manche Menschen die beiden Begriffe synonym verwenden, ist deren Bedeutung nicht dieselbe.

Der Moment des spirituellen Erwachens – das erwachen und aufblühen der wahrhaftigen Liebe  - löst bei einigen Menschen tiefes Erschrecken oder gar massive Angstzustände aus. Da sie auf diesen bahnbrechenden Moment in keiner Weise vorbereitet sind. Und dieser Moment des Aufwachens aus dem bisherigen und viel zu lang angehaltenen „Dornröschenschlaf“ und das Erwachen des eigenen Bewusstseins (und bewussten Seins) SELBST reine Liebe zu SEIN so urplötzlich und unvorgesehen geschieht, dass es schon höchst erschreckend und verwirrend sein kann, bis man sich wirklich an diesen neuen Zustand des Fühlens und Seins in purer Liebe gewöhnt.

Ab diesem Moment fühlt man sich von intensiver, reiner Liebe umhüllt, wie von einem dichten Kokon, der einen vollständig umgibt. Die wahrhaftige und tiefe Liebe, die jede einzelne Faser des eigenen Seins durchdringt und einen konstant schützt und beschützt. Und man ganz genau weiß, dass einem von nun an nichts und niemand mehr irgendetwas anhaben kann. Weil die Liebe in einem endlich befreit und man vollständig bei sich selbst, in seiner Mitte und in seinem wahren Sein angekommen ist.

Man fühlt sich eingehüllt in diese Liebe, die so intensiv zu spüren ist, dass man erst einmal nicht weiß, wie einem eigentlich geschieht. Die Liebe bricht sich ihre Bahn, überquellend von ihrer eigenen Intensität und Kraft und erneuert sich wie aus einer niemals endenden Quelle immer wieder aus sich selbst heraus. Und es ist kaum zu ertragen, mit dieser immens kraftvollen Liebe absolut nichts zu tun. Sondern diese tiefe, reine, pure Liebe einfach nur zu spüren. Sie einfach SEIN zu lassen. Sie in sich zu halten und einfach nur auszuhalten. Sie nicht unkontrolliert und ungefiltert nach draußen zu lassen.

Ab diesem Moment fühlt man sich konstant wie in eine dicke, weiche und weiße Wolken- oder Watteschicht eingepackt. Denn die wahre Liebe in uns ist befreit und erwacht und zeigt sich uns jetzt in all ihrer Schönheit und Schöpferkraft. Und sie kann endlich ungebremst vollkommen frei fließen...

Wir erkennen die Sinnlosigkeit unseres bisher so immens eingeschränkten Lebens durch all unsere Selbstbegrenzungen, destruktiven (Glaubens-)Muster, Konditionierungen, Manipulationen, des funktionieren und permanent Leistung zeigen müssens, der Konventionen die in Wahrheit nichts anderes als pure Kontrollmechanismen der Menschheit sind.

Wir durchschauen die Strukturen der allgemeinen Gesellschaft und sind nicht mehr bereit, mit der Masse zu gehen. Wir sind nicht mehr bereit, die sinnlosen Spielchen der Gesellschaft zu spielen, sondern wir wollen unsere Individualität entfalten und als eigenständig und auch anders oder quer denkende und handelnde Freigeister leben. Wir wollen die limitierenden Fesseln der Selbstbegrenzungen unseres Egos abstreifen und endlich unser wahres Selbst entfalten.

Was wir nun auch mit der ganzen Macht unseres Bewusstseins tun. Wir erfinden uns selber (unser Selbst) neu und erschaffen mit unserem Herzen unsere eigene Realität. Und leben unsere ganz ureigene Wahrheit. Auch und gerade in dem Wissen, dass unsere Wahrheit eine ganz andere sein kann, als die von anderen Menschen. Auch der Menschen, die uns nahe stehen und die uns ganz immens wichtig sind. Weil gerade die Unterschiedlichkeit und Vielfalt das Leben wirklich lebendig und bunt sein lässt.

Derweil sind wir immer wir selbst. Waren wir immer wir selbst.

Denn vollkommen egal, wie oft wir uns selbst neu erfinden, vollkommen egal, wie oft wir unsere Gedanken gegen neue austauschen, uns an ihnen festklammern und Halt und Sicherheit in ihnen suchen oder sie einfach ziehen lassen, wie Wolken, die wie lichte Schleier am Himmel hoch über uns hinwegziehen, und wir sie vertrauensvoll loslassen können, sind wir immer wir selbst. Vollkommen egal, wie oft wir unsere Vorstellungen, inneren Überzeugungen und Konzepte gegen neue austauschen, sind wir immer wir. Vollkommen egal, wie oft wir uns in unseren Handlungen von anderen beeinflussen haben lassen, uns von uns selbst und unserer Mitte entfernt und unser wahres Selbst – den innersten Kern unseres wahrhaftigen Seins – aus den Augen verloren und uns selbst verlassen haben, sind wir immer wir selbst.

Denn wir alleine haben es jede Sekunde unseres Lebens in der Hand, inwieweit wir uns selbst leben. Oder ob wir uns weiterhin fremdbestimmen und unser Handeln und Tun beeinflussen lassen und immer wieder aufs Neue faule Kompromisse eingehen. Wir selbst sind es, die es zulassen oder verhindern können, ganz bei uns und in unserer Mitte zu sein.

Wir können uns selbst ständig betrügen, uns verbiegen und bis zur absoluten Selbstaufgabe an andere anpassen, oder wir können uns selbst vollkommen treu und dann eben wirklich authentisch und echt sein.

Wir sind immer wir. Vollkommen egal, ob unser Bewusstsein – unser bewusstes Sein – und unser Herz vollkommen geöffnet oder unserer ureigenen Wahrheit gegenüber fest verschlossen ist. Vollkommen egal, ob wir viele Jahre lang wie Dornröschen alles verschlafen oder endlich erwachen und durch das bewusst werden unseres wahren Seins vollständig aufblühen.

Allerdings hat sich der Moment des Erwachens der wahren Liebe nur scheinbar unvorhergesehen und urplötzlich seine Bahn gebrochen.

In Wahrheit hat sich dies oft bereits etliche Jahre lang vor der Begegnung mit unserem Dual in diversen Zeichen bemerkbar gemacht. Bei einigen auch angestossen durch einen Seelenpartner oder die Zwillingsseele. Wird aber durch unsere Dualseele noch einmal ganz immens angeheizt und auf dem Weg unserer Entwicklung ganz massiv und intensiv von uns gespürt.

Denn Erwachen geschieht immer zyklisch. In aufeinanderfolgenden und ineinander verschachtelten Phasen und kann sich über viele Jahre erstrecken...

Folgende Anzeichen sind Zeichen des spirituellen Erwachens und Aufwachens aus dem bisherigen "Dornröschenschlaf"...

 

  • Oft zeigen sich jahrelang vorher bereits permanent starke Muskelverspannungen des Körpers, die man einfach nicht los bekommt, egal was man auch dagegen versucht
  • Es zeigt sich ständige Traurigkeit bis hin zu handfesten Depressionen, weil man einfach nicht den Mut hat, sich selbst zu leben, sondern sich noch von anderen leben und über sich entscheiden lässt
  • Es herrscht ziemliches Gefühls-Chaos und häufiges Weinen, scheinbar ohne ersichtlichen Grund
  • Es kommen berufliche Veränderungen auf einen zu, denn man ist nicht mehr bereit, nach den Vorgaben anderer zu leben - man will keinem Überlebensjob mehr nachgehen, sondern seinen Traumberuf und seine Berufung - eben seine wahre Bestimmung - ausleben und leben
  • Es kommt ein bewusster Rückzug von vermeintlichen Freunden und Familie, da man viel Zeit für sich und seine Weiterentwicklung, sehr viel Erholung und Ruhe braucht. Denn das erwachen und bewusste befreien der wahren Liebe erfordert sämtliche Energie und Kraft
  • Es kommen Phasen enormer Schlafprobleme auf einen zu - man wacht nachts ständig auf, kann erst gar nicht einschlafen und auch nicht durchschlafen - dafür schläft man dann zu anderen (ungewöhnlichen) Zeiten, weil man durch den ständigen Schlafentzug permanent müde und chronisch erschöpft wird
  • Es zeigen sich intensive und wildeste Träume - denn man verarbeitet sehr viel und die alte und negative Energie verlässt den Körper und das Bewusstsein
  • Man fühlt sich nirgends mehr zugehörig, egal wo und mit wem man gerade zusammen ist - man "schwebt" mit seinem erwachenden Bewusstseinszustand "zwischen den Welten" und fühlt sich nur noch einsam und fremd - weil immer weniger des alten ausgebremsten, belasteten und eingeengten Lebens zusammenpasst
  • Man führt immer mehr und immer öfter Selbstgespräche und macht sich selber gewisse Dinge bewusst, lässt seine wahren Gefühle und Emotionen zu (hier zeigt sich oft sehr viel alte, aufgestaute Wut, die viele Jahre lang ständig unterdrückt, weggedrückt und verdrängt und niemals wirklich ausgelebt wurde und die nun endlich bewusst gefühlt werden will)
  • Dinge die man bisher gerne gemacht hat, werden einem gleichgültig und man verliert das Interesse daran, die Prioritäten verschieben sich und man erkennt, was wirklich elementar und wichtig ist - es wird einem bewusst, was man wirklich für sich will und was auf keinen Fall)
  • Der Wunsch und die tiefe Sehnsucht endlich zuhause anzukommen, wird massiv und intensiv - die hoch spannende Zeit des Übergangs von der alten belasteten in die neue befreite und kraftvolle Energie bricht an
  • Qualität in jeglicher Hinsicht, auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen - anstatt Quantität - wird immer wichtiger

 

In dieser Zeit ist es ganz enorm wichtig, sich als hochsensibler Mensch immer wieder bewusst zu erden...

...und sich immer wieder in seinem authentischen Sein und seiner ureigenen Mitte zu zentrieren und in seinem Herzen auszurichten...

Wenn wir das "neue" Bewusstsein in uns integrieren und uns vollständig damit identifizieren, macht sich dies in folgenden Anzeichen bemerkbar...

 

  • Die Ernährung verändert sich automatisch und wird ebenfalls authentisch, weil sie dann wirklich zu  einem passt und man lernt, auf sein Körpergefühl und seine Intuition zu vertrauen
  • Man geht bewusst und sehr viel achtsamer mit dem eigenen Selbst und auch mit anderen Menschen um
  • Man entgiftet seinen Körper
  • Man übernimmt komplett Eigenverantwortung
  • Man vergleicht sich mit niemandem mehr, da man die Sinnlosigkeit dahinter und die Spielchen des Egos erkennt
  • Man will sein inneres Potenzial vollständig in die Welt tragen und leben
  • Man erkennt, dass der Weg das Ziel ist und nicht das Ziel das eigentliche Ziel darstellt
  • Man lebt nur noch seine ureigene Wahrheit
  • Man tut nur noch das, was man wirklich tun will und mit dem man sich tatsächlich wohl fühlt
  • Man umgibt sich nur noch mit Menschen, die einem gut tun und die einem wohlwollend sind
  • Man befindet sich mit seinem gesamten Sein immer mehr im Hier und Jetzt
  • Man lebt selbstbestimmt und setzt Grenzen, wo es notwendig ist
  • Die eigene Wahrnehmung wird immer intensiver und feiner, die Energien (anderer Menschen) immer  subtiler spürbar 
  • Echte Gelassenheit, innere Ruhe und Frieden mit sich und der Welt nistet sich tief im eigenen Sein ein
  • Die Augen werden so klar wie ein Bergsee, dem man bis auf seinen tiefen Grund sehen kann, da man    sich von allem alten, negativen und belastenden vollständig befreit und gelöst hat

 

Man befindet sich nun auf dem Bewusstseins-Level, sein Leben komplett selbst in die Hand zu nehmen...

Zu TUN was immer man wirklich tun will und nicht mehr darauf zu warten, dass das was man will, von jemand anderem erfüllt wird. Man lebt sich und das Leben lebt sich und man folgt dem natürlichen Fluss des Lebens und kann vertrauensvoll die Dinge geschehen lassen, die auch geschehen sollen. So dass das, was wirklich für einen bestimmt ist, von ganz alleine zu einem und ins eigene Leben kommt...

Der Energiefluss des Lebens und der Energiefluss der wahren Liebe leiten und führen uns, weil unser Herz nun vollständig geöffnet - unsere Schutzmauern komplett in sich zusammengestürzt und nicht mehr existent für uns sind - und absolut frei für neue Erfahrungen ist...

Erst wenn die Liebe in uns vollständig befreit, erwacht und aufgeblüht ist und wir mit unserem weit geöffneten Bewusstsein vollständig im Hier und Jetzt angekommen sind - wir mit unserem innersten Kern, mit unserem wahrhaftigen und authentischen Sein vollständig verbunden sind und in uns selbst Vollkommen und "Ganz" (also "Eins" mit uns selbst) geworden sind, kann der Mensch zu uns in unser Leben und an unsere Seite kommen, der auch mit seinem reinen und freien Willen aus seinem weit offenen - ebenfalls befreiten, erwachten und erblühten - Herzen heraus an unserer Seite wirklich und wahrhaftig mit jeder Faser seines gesamten (Bewusst-) Seins sein möchte...

Was gerade für Kopfmenschen bzw. die Menschen, die "eigentlich" mit Spiritualität nichts anfangen können, eine ganz enorme Herausforderung darstellt, sich auf all dies wirklich einzulassen. Da hier der vermeintlich Sicherheit bietende Verstand immer wieder mitmischt und die Türe zum Herzen schwer bewacht...derweil die wahre Liebe längst drinnen und tief verankert ist, im unendlich weiten Raum des Herzens... :)


Warum wir unser Herz in der Liebe nicht austricksen können



Unser Herz hat nur einen einzigen Wunsch. Es will lieben. Und die Liebe hat nur den einzigen Wunsch, sich zu erfüllen. Da dies das Ur-Bedürfnis unseres Herzens und der Liebe an sich ist. Das einzige, was unser Herz daran hindert, die Liebe in all ihrer Schönheit und Kraft entfalten und fließen zu lassen, ist die Vernunft. Die immer wieder mit allen möglichen Mitteln und Tricks versucht, die Liebe an ihrer wahren Bestimmung zu hindern. Die unser Herz austricksen und ihm weismachen will, dass es auch ohne wahrhaftige Liebe geht. Das das Leben auch ohne wahrhaftige Liebe oder mit nur ein bisschen davon funktioniert. Dabei befindet sich die Vernunft auf dem Holzweg. Denn unser Herz lässt sich nicht in die Irre führen. Es lässt sich nicht austricksen. So oft die Vernunft dies auch will. Da die Liebe sich in unserem und im Herzen unseres Seelenpartners oder unserer Dualseele längst häuslich eingerichtet hat...

Unsere Ur-Bedürfnisse zu beachten, ist elementar wichtig in unserem Leben. Da wir sie zum Leben brauchen, wie die Luft zum atmen. Genauso wie wir ohne Liebe nicht leben, lediglich irgendwie existieren können. Bedürfnisse die aus unserem Verstand kommen, brauchen wir nicht, um zu überleben. Sie sind lediglich ein Konstrukt unseres Egos, dass sich seine künstlich erschaffene Traumwelt erfüllen will. Die Sehnsüchte, Bedürfnisse und Wünsche, die tief aus unserem Herzen und aus unserer Seele kommen, brauchen wir in unserem Leben. Diese können wir nicht ignorieren, verleugnen, unterdrücken und verdrängen. Denn dies sind unsere echten Ur-Bedürfnisse, die nach Erfüllung lechzen, damit wir innere Ruhe, Frieden und wahrhaftiges (Liebes-) Glück mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele finden können.

Unsere Ur-Bedürfnisse sind Schlaf, Wasser, Nahrung, Luft, Wärme, Liebe, Licht, Sicherheit, Schutz, Erfüllung...

Und unsere von der Natur geschenkten natürlichen Fähigkeiten, Talente, Begabungen,  Leidenschaften, Visionen und Ziele besitzen ihren Ursprung im innersten Kern unserer Seele. Auch dies sind Ur-Bedürfnisse, die erfüllt, gelebt und entfaltet werden wollen, um uns selbst ganzheitlich zu leben.

Unsere Ur-Bedürfnisse können wir nicht austricksen. Da wir sie zum (über-) leben brauchen.

Wenn wir unseren Gefühlen, unserer Intuition und unserem Ur-Instinkt natürlicherweise vertrauen und achtsam auf unser Körpergefühl hören, können wir uns all unsere Ur-Bedürfnisse erfüllen. Denn wir brauchen sie, um unser gesamtes Sein gesund zu halten und bewusst zu nähren und zu sättigen.

Das Ur-Bedürfnis unserer Seele ist es, Erfahrungen zu machen. An diesen zu wachsen und immer weiter zu reifen. Das Ur-Bedürfnis unseres Körpers ist es, für unser gesamtes Sein gesund zu bleiben und zu funktionieren. Das Ur-Bedürfnis unseres Geistes ist es, sich zu bilden, weil er von Natur aus neugierig ist und lernen und sich beschäftigen will. Das Ur-Bedürfnis unseres Herzens ist zu lieben. Denn das ist seine wahre Bestimmung.

Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Bekommt auch nur eines davon seine Ur-Bedürfnisse nicht erfüllt, bekommen wir das zu spüren, mit (psychosomatischen) Symptomen und Zeichen im Außen. Und werden schlimmstenfalls krank.

Dabei steht jedes einzelne Symptom für ein Ur-Bedürfnis dass wir nicht wahrnehmen. Für ein Gefühl oder eine Emotion, die wir wegschieben, verdrängen und ignorieren. Für eine Fähigkeit oder ein Talent, das wir nicht ausleben.

Unser Herz ist die Verbindung die all das - unser ureigenes Sein - zusammenhält. Was uns immer wieder dazwischen funkt, in unserem Herzen verankert zu sein, ist die Vernunft und unser Ego. Die uns immer wieder davon abbringen wollen, zu fühlen. Und die von der Natur gegebene Aufgabe unseres Herzens blockieren.

In unserem Herzen sind wir absolut sicher und wirklich zuhause. Unser Verstand gaukelt uns mit all seinen künstlich erschaffenen Phantasien, Illusionen und Traumbildern lediglich vor, dass wir in unseren bewertenden Gedanken den Halt und die Sicherheit finden, nach der unser bedürftiges Ego sich sehnt.

Wirklichen Halt finden wir in der Liebe und in unserem Herzen. Denn Liebe beflügelt uns. Sie inspiriert und motiviert uns. Sie lässt uns über uns selbst hinauswachsen und alles erreichen, was wir wirklich aus unserem Herzen heraus und aus wahrer Liebe wollen.

Liebe macht uns innerlich stark und Liebe macht uns innerlich schwach. 

Die Liebe in uns ist ständig präsent. Und verlangt all unsere Aufmerksamkeit. Sie verlangt eine kristallklare Entscheidung. Eine sehr klare Positionierung und eindeutige Ausrichtung in unserem Herzen. Sie verlangt Taten und unseren Willen, mit all den sich daraus ergebenden Konsequenzen IN wahrhaftiger Liebe zu leben.

Denn die Liebe verlangt nach nichts anderem, als nach SICH SELBST.

Die geballte Energie und Kraft der wahrhaftigen Liebe ist die Belohnung für all unsere Mühen. Für all die „Opfer“ die wir für diese Liebe erbracht haben. Für all das, was wir zurücklassen mussten, um diese Liebe zu leben. Denn die wahrhaftige Liebe ist die stärkste Kraft unseres Universums.

Die Liebe erwartet nichts. Die Liebe fordert nichts. Und die Liebe kontrolliert nichts. Sie besitzt nichts und sie nimmt nichts, außer sich selbst. Die Liebe will einfach nur SEIN.

Die Liebe will nichts als nur Liebe.

Dadurch, dass wir mit und durch unsere Dualseele „Ganz“ in uns geworden sind, können wir uns selbst wieder spüren. Können wir die Liebe spüren. Wir können all unsere Ur-Bedürfnisse (wieder) bewusst wahrnehmen, erkennen und sehen. Wir können unsere wahre Bestimmung bewusst entdecken, ausgraben und leben. Auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen. Und können uns endlich bewusst ganzheitlich erfüllen. Aus unserem Herzen heraus aus tiefer, wahrer Liebe.

Wenn es als hochsensibler Mensch unser Ur-Bedürfnis ist, weil es tief aus unserem Herzen und aus unserer Seele kommt, mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele in einer verbindlichen Partnerschaft zusammenzusein und ein gemeinsames Leben als richtiges Paar zu führen, können wir ohne diese Erfüllung unseres Herzens und ohne diesen einen bestimmten Menschen nicht glücklich sein. Weil unser Herz seine wahre Bestimmung nicht leben und seinen Lebens-Sinn – nämlich zu zweit gemeinsam IN tiefer Liebe zu sein – nicht vollständig entfalten kann.

Denn unser Herz verlangt nach seinem Herzen. Unsere Seele verlangt nach seiner Seele. Unser Körper verlangt nach seinem Körper. Unser Geist verlangt nach seinem Geist.

Die Liebe verlangt nach Liebe...im innen, wie im Außen...in der Nähe, wie in der Ferne...

An dieser Stelle nützt es auch nichts, sich auf die Selbstliebe zu fokussieren. Und sich selbst die Liebe zu geben, die man von außen nicht erhält, solange unser Lieblingsmensch sich so vehement verweigert. Denn Selbstliebe alleine genügt hochsensiblen Menschen niemals, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.

Wir brauchen Berührung auf jeglichen Ebenen unseres Seins, um wirklich zufrieden und glücklich zu sein. Wir brauchen das kraftvolle Gefühl von einem anderen Menschen geliebt zu werden und diese Liebe von ihm auch vollständig zu erhalten. Zärtlichkeit von genau diesem einen Menschen (unserem Lieblingsmenschen) zu empfangen (und nicht von irgendjemand, den unser Herz und unser Körper oder unsere Seele gar nicht will) und von ihm aus wirklicher Liebe heraus begehrt und gewollt zu werden, um uns vollständig erfüllt zu fühlen, uns wahrhaftig emotional fallen zu lassen und auch einmal schwach zeigen zu dürfen.

Wir brauchen es, die geliebte Stimme zu hören, sein Lächeln zu sehen und einfach zu spüren, dass er bei uns ist. Und auch aus seinem Herzen heraus bei uns sein will. Weil es auch SEIN Ur-Bedürfnis ist, mit uns verbindlich zusammenzusein.

Hochsensible Menschen können trotz tiefer Selbstliebe vereinsamen, wenn der zu ihnen gehörende Mensch nicht in der Lage ist, sich eindeutig für sie zu entscheiden. Und sich offen zu ihnen zu bekennen. Sie können zutiefst unglücklich werden, wenn sie von ihrem geliebten Menschen alleine gelassen werden. Denn sie verkraften es nicht, dermaßen abgelehnt, abgewiesen und vielleicht noch vollständig verleugnet zu werden. Weil sie genau wissen, dass dieser Mensch SICH SELBST und die tiefe Liebe in seinem Herzen in Wahrheit verleugnet.

Was mit vermeintlich zu wenig Selbstliebe überhaupt gar nichts zu tun hat. Denn sie können sich noch so sehr selbst zutiefst lieben und mit sich selber alleine sein, sie können noch so viel Lebensfreude und Lebenslust empfinden, in der Tiefe des Herzens und in der Seele sind sie nicht glücklich. Sie können noch so viel Liebe nach außen tragen und der Welt schenken, sie werden (alleine) nicht glücklich.

Wenn der Mensch, den sie am meisten auf dieser Welt lieben und mit dem sie am engsten verbunden sind, sich ihnen scheinbar grundlos entzieht, kann das sehr tiefen seelischen Kummer in hochsensiblen Menschen auslösen. Sie leiden weiter – auch wenn sie schon lange in ihrer ureigenen Mitte angekommen sind - und die Seelenschmerzen und Tränen nehmen kein Ende. Sie werden zwar schwächer und zeigen sich seltener, sind aber dennoch immer  – zumindest unterschwellig - präsent.

Hochsensible Menschen können noch so sehr daran arbeiten ihren Seelenpartner oder ihre Dualseele „loszulassen“ und alles genauso anzunehmen und zu akzeptieren, wie es ist, es macht sie dennoch irgendwie schwach. Eben WEIL es ein tiefes Ur-Bedürfnis ihres Herzens ist zu lieben und geliebt zu werden und die Liebe sich so nicht selbst vollständig erfüllen kann.

Denn man will ja nicht irgendjemanden, sondern diesen einen einzigen Menschen. Da er einfach zu einem gehört.

Es entspricht nicht der Realität, dass wir immer nur stark sein müssen. Da wir das gar nicht können. Da wir genauso Schwäche wie Stärke spüren. Sei es körperlich, seelisch, geistig oder emotional. Da wir aufgrund der gegensätzlichen Pole in uns genauso Schwäche wie Stärke sind.

Nun können wir uns mit allerlei Ablenkungen unseres Verstandes im Außen vormachen, dass wir vermeintlich keine Liebe oder keine Beziehung und Partnerschaft im Außen brauchen. Dass wir auch ohne unseren geliebten Menschen in unserem Leben zurechtkommen. Und dass wir uns selbst alleine vollkommen genügen. Wir können unseren tiefsten Herzenswunsch von uns wegschieben, ignorieren und unterdrüccken. Was uns aber nichts bringt. Da unser Herz und unsere Seele vollkommen automatisch mit Schmerzen und Kummer reagiert. Und so seine Stimme erhebt und um seine Erfüllung ruft, weil wir unser Ur-Bedürfnis des Herzens nicht erhören (können).

Denn unser Herz ist an allem beteiligt, was wir denken, was wir tun oder auch was wir nicht tun. Es ist nur die elementare Frage, ob wir auf unser Herz, unsere Gefühle und unsere innere Stimme hören. Oder ob wir all das ignorieren.

Wenn unser Herz etwas will aber wir hören lieber auf die Vernunft, hindern wir jedes einzelne Mal aufs Neue unser Herz daran, seiner wahren Bestimmung zu folgen, zutiefst zu lieben und wahrhaftig zu fühlen. Wir hindern die Liebe daran, sich mit sich selbst zu erfüllen.

Und das gilt genauso für unseren Seelenpartner oder für unser Dual.

Auch wenn wir uns (immer oder zumindest zeitweise) der Liebe verweigern und uns im inneren Widerstand gegen die Liebe befinden - die Liebe wohnt längst im innersten Raum unseres Herzens und auch im Herzen unseres Seelenpartners oder Duals und hat sich dort häuslich eingenistet.

Unser Verstand stellt seine schärfsten Wächter – nämlich unser bedürftiges Ego und unsere bewertenden Gedanken - vor unsere Herzenstüre und hält sie immer wieder dazu an, nur ja absolut zuverlässig die Türe zu unserem Herzen zu bewachen. Und es in keinem Fall zuzulassen, dass irgendwann –  womöglich zu einem Zeitpunkt, an dem wir es überhaupt nicht brauchen können oder dies gar erwarten - irgendjemand heimlich die Türe öffnen und sich hineinschleichen kann in unser Herz.

Derweil unser Verstand derart beschäftigt ist mit seinen Wächtern gegen die Liebe, hat die Liebe sich ihren ureigenen Weg gebahnt und sich an unseren Wächtern vorbei vollkommen unbemerkt durch einen winzig kleinen offenen Spalt durch die Hintertüre unseres Herzens hinein geschlichen. Dort hat sie sich eingenistet und wartet voll tiefer Sehnsucht darauf, von uns endlich entdeckt, bewusst wahrgenommen, erkannt und vor allem bewusst gefühlt zu werden.

WENN wir die Liebe dann vollkommen unerwartet doch in unserem Herzen entdecken, sind wir völlig geschockt. Da wir das mit unserem Verstand so gar nicht geplant, gewollt und erwartet haben. Wir sind so dermaßen geschockt, dass wir nicht wissen, was wir jetzt tun sollen. Also machen wir uns schnell selbst etwas vor und verleugnen einfach, dass es die wahrhaftige Liebe gibt und diese Liebe es tatsächlich geschafft hat, den Raum unseres Herzens durch die Hintertüre, die wir total vergessen haben abzuschließen und von unseren Wächtern bewachen zu lassen, so klammheimlich zu erobern. Und unseren Verstand und unser Ego so einfach auszutricksen.

Wir wehren uns gegen die wahre Liebe solange, bis uns vollständig die Kraft ausgeht. Und wir erkennen, wie sinnlos der Kampf und unser innerer Widerstand gegen die Liebe ist.

Erst dann schaffen wir es, die Liebe bedingungslos anzunehmen und zuzulassen. Und unser Herz darf seine natürliche Bestimmung erfüllen. Es darf endlich mit all seiner Kraft lieben. Und die wahrhaftige Liebe in all ihrer Intensität in die Welt tragen. Denjenigen Menschen zukommen lassen, die diese Liebe auch tatsächlich wollen. Weil sie die Liebe vollständig annehmen, zulassen und aushalten können.

Deshalb fechten auch unser Kopf und unser Herz oft über viele Jahre lang erbitterte Kämpfe miteinander aus. Da unser Herz gehört und die Liebe gefühlt werden und unser Verstand die Macht an sich reißen will. Was ihm mit vielerlei selbst erschaffener Illusionen, gedanklichen Luftschlössern und schillernden Fata Morganas auch sehr oft gelingt. Aber eben nicht dauerhaft. Denn unser Herz wehrt sich nach Kräften, damit wir es ebenfalls spüren. Damit wir unsere Gefühle beachten und achten und bewusst darauf hören, was jedes einzelne unserer Gefühle und vor allem die wahrhaftige Liebe uns denn so elementar wichtiges sagen will.

Denn die wahrhaftige Liebe siegt immer. Es ist nur eine Frage der Zeit...

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch unser Seelenpartner oder unsere Dualseele in der Tiefe seines eigenen Herzens bewusst wird, dass er vor der wahrhaftigen Liebe, vor sich selbst und auch vor uns und einem gemeinsamen Glück nicht dauerhaft flüchten und weglaufen kann. Da die Liebe sich längst in seinem Herzen befindet.

Und auch sein Herz lässt sich nicht ewig von seinem Verstand und der Vernunft austricksen...


Wenn wir vom Tun ins Sein kommen



Das pure Sein kennen wir meist überhaupt nicht, wenn wir auf unseren Seelenpartner oder unsere Dualseele treffen. Wir wissen nicht wie sich dies anfühlt. Da wir darauf konditioniert und ausgerichtet sind, all unsere Aufmerksamkeit und Energie auf den Mangel in unserem Leben zu lenken. Durch unseren Seelenpartner oder unsere Dualseele durften wir lernen, einfach zu SEIN. Und eben nichts dafür zu tun, um Fülle zu erhalten. Es war ein überaus harter, anstrengender aber auch unbeschreiblich wertvoller, kostbarer und wundervoller Weg der seelischen Weiterentwicklung und Transformation, uns bis zu diesem Punkt „durchzuschlagen“. Aber wenn wir es bis hierhin geschafft haben und uns die vielen kleinen und großen Teilziele ansehen, die wir dabei erreicht und hinter uns gelassen haben, dürfen wir unendlich stolz auf uns sein. Denn nun dürfen wir endlich in unserem Leben in Liebe, in Fülle und in Erfüllung einfach nur SEIN...

Aber was genau hat es nun wirklich zu bedeuten, einfach zu SEIN...?

Alles ist Energie und alles ist durch energetische Schwingung miteinander verbunden. Weshalb auch das Gesetz von Ursache und Wirkung immer seine Gültigkeit besitzt.

Die energetischen Schwingungen sind für uns mittlerweile so fein und so subtil spürbar geworden, dass wir sehr genau unterscheiden, mit welcher Art Mensch wir es im jeweiligen Moment zu tun haben. Wie dieser Mensch wirklich gestrickt ist. Ob dieser Mensch ehrlich (zu sich selbst und zu uns) ist und sich ebenfalls in seinem Herzen befindet oder ob er uns braucht aus seinem eigenen Mangel-Denken heraus und weil er sich selbst noch etwas vormacht. Um sich durch uns energetisch wieder aufzuladen. Und dann in seinen alten Mustern, destruktiven Gedanken und Handlungen einfach weiterzumachen. Ohne bei sich etwas zu ändern.

Wir unterscheiden sehr genau, ob ein Mensch bereit ist von sich aus zu GEBEN und dies auch tatsächlich TUT oder ob er selber passiv bleibt und von uns nur nimmt. Wozu wir an diesem Punkt nicht mehr bereit sind. Wir sind nicht mehr bereit, zu geben und nichts vom anderen zurückzuerhalten. Und wenn wir selbst geben – UNS einem anderen Menschen geben - uns und unser wahres Sein mit all unserer Liebe (ver-) schenken - dann tun wir dies aus der Tiefe unseres Herzens heraus. Weil wir dies wirklich so wollen. Und weil wir dann auch nichts vom anderen zurückerwarten. Da wir jetzt absichtslos geben können, wenn dieser Mensch uns dies tatsächlich wert ist.

Von Menschen die von uns nur nehmen - ohne uns von sich etwas zu geben - und die immer wieder etwas in sich zurückbehalten und sich selbst in ihrem wahren Sein nicht von ganzem Herzen zulassen können, halten wir uns ganz bewusst fern. Weil uns dies wieder blockieren würde und unsere Seele nicht weiterbringt.

Wir unterscheiden dabei sehr genau, welcher Mensch ehrlich und echt uns gegenüber ist oder wer uns nur schaden will. Denn die jeweilige positive oder negative Energie ist sehr intensiv spürbar für uns. Und zieht uns entweder nach oben und hindert uns nicht daran, weiterzukommen und uns immer weiter zu entfalten oder sie zieht uns mit einer solch starken Penetranz immer weiter nach unten wie ein machtvoller und starker Magnet und blockiert uns in unserem natürlichen SEIN, dass uns regelrecht schwindelig wird von der negativen Ausstrahlung und Energie eines solchen Menschen.

Was uns nicht gut tut, von dem bleiben wir fern. Und gehen keinerlei faule Kompromisse mehr ein. Allerdings wird das Universum uns testen. Und das kann mitunter sehr heftig ausfallen. 

Bei uns hochsensiblen und hochsensitiven Menschen haben sich all unsere Sinneswahrnehmungen auf dem Weg unserer Entwicklung noch sehr viel mehr verfeinert und intensiviert. Und je weiter unser Bewusstsein sich öffnet und wir unser bewusstes Sein kultivieren, desto mehr sind wir im Augenblick präsent in dem was wir energetisch, körperlich und seelisch wahrnehmen und was wir emotional in unserem Herzen fühlen.

Wenn wir es unser Leben lang gewohnt sind zu handeln und aktiv etwas dafür zu tun, um etwas zu erhalten, ist es für uns ganz schön schwer, einfach nur zu SEIN. Nichts zu tun, sondern im Augenblick einfach nur präsent zu SEIN. Geschehen zu lassen, was geschehen soll und uns innerlich auf ‚Empfang’ auszurichten. Das Leben, die Energie und die Liebe vollkommen frei fließen zu lassen. Nichts verändern, verbessern oder beeinflussen zu wollen, nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen. Uns nicht mehr mit unseren bewertenden Gedanken zu identifizieren, sondern uns nach unseren Gefühlen auszurichten. 

Denn der Augenblick im JETZT ist vollkommen, so wie er ist. Wir sind vollkommen. So wie wir sind. 

Was NICHT bedeutet, sich Ungerechtigkeiten gefallen zu lassen. Sondern kristallklare Grenzen zu setzen und unsere ureigene Wahrheit durchzusetzen, wo es notwendig ist. Was wir mittlerweile gelernt haben, ganz vehement auch zu tun. Wir bewegen uns nicht mehr von uns selbst und unserem ureigenen Sein weg. Sondern wir bleiben in unserer Mitte, egal was auch von außen kommt.

Was bedeutet, uns mit all unserer Aufmerksamkeit bewusst nach innen zu richten. Und vollständig präsent im Hier und Jetzt und bei uns selbst zu sein. Uns in unserer innersten Mitte zu zentrieren und in uns hineinzulauschen. Uns unserer Bedürfnisse und ureigenen Wahrheit gewahr zu sein.

Weder befinden wir uns mit all unseren Gedanken in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Sondern nur im Hier und Jetzt. Unsere gesamte Wahrnehmung befindet sich immer im Augenblick.

Bewusst lauschen wir der Stille in uns. Bewusst nehmen wir wahr, wie wir atmen. Bewusst spüren wir in uns hinein, was unser Herz, unsere Seele, unser Geist und unser Körper JETZT gerade von uns braucht.

Bewusst achten wir auf das jeweilige Bedürfnis, dass wir in diesem Moment in uns spüren. Und ebenfalls achten wir auf das Gefühl, das in diesem Moment eventuell in uns hochsteigt. Wir lassen es zu und fühlen dieses Gefühl. Und wissen genau, was uns dieses Gefühl im jeweiligen Augenblick sagt. Wir erfüllen uns unser Bedürfnis, weil wir dies KÖNNEN. Denn wir alleine sind hierfür verantwortlich.

Wenn wir auf diesem Bewusstseinslevel angekommen sind, uns mit all unserer Aufmerksamkeit, Energie und Wahrnehmungsfähigkeit vollkommen im Augenblick – im Hier und Jetzt –  befinden und einfach nur SEIN zu können – wenn wir gelernt haben, uns darauf zu fokussieren und dies auch auszuhalten (UNS SELBST auszuhalten, genauso wie wir sind) -  haben wir nicht mehr das Bedürfnis danach, uns um irgendetwas aktiv zu bemühen, dass wir meinen, mit unserem Ego unbedingt haben zu wollen. Sondern wir sind uns mit all unserem wahrhaftigen Sein bewusst, was wir aus der Tiefe unseres Herzens und unserer Seele heraus WIRKLICH gerade für uns brauchen. Wir wissen genau was wir wollen und was nicht.

Erst jetzt fühlen wir WIRKLICH, was es bedeutet, zu sagen: „Ich BIN...“

Früher haben wir uns und andere über Äußerlichkeiten, Beruf und Statussymbole definiert und uns mit all diesen Dingen identifiziert. Was nun unwichtig für uns geworden ist. Nein, damit es nicht zu Missverständnissen kommt, es ist uns selbstverständlich nicht unwichtig geworden, wie wir oder andere aussehen oder welchen Beruf wir oder andere ausüben, sondern es ist uns bewusst geworden, das Beste aus UNS SELBST herauszuholen. Unser bestes Selbst – eben ein individuelles und unser ureigenes Original – und keine „billige“ Kopie von jemand anderem (mehr) zu sein. Nicht nur was Äußerlichkeiten betrifft, sondern auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen unseres Lebens und unseres Seins.

Wir vergleichen uns mit niemandem mehr, weil wir verstanden haben, wie einzigartig und einmalig wir in unserem ureigenen SEIN tatsächlich sind. Niemand anders ist so wie wir. Und dieser Fakt IST wie er IST. Wir betonen unsere Einzigartigkeit. Und stellen unser individuelles Sein in den Mittelpunkt. Wir zeigen uns und machen uns vollständig sichtbar. Sowohl für uns selbst, als auch für andere. Genauso wie wir sind. Aus unserem Herzen und unserer Seele heraus. Weil wir diese Entscheidung ganz bewusst aus unserem innersten Kern getroffen haben.

Wir identifizieren uns nicht mehr über das, was wir denken oder über das was andere von uns halten, sondern wir glauben nur noch das, was wir tief in unserem Inneren wahrnehmen und fühlen. Dann nämlich sind wir vollkommen authentisch und ECHT.

Das bedeutet es auch, authentisch zu sein...

 

  • Vollkommen ehrlich – sowohl zu uns selbst, als auch zu anderen - zu sein
  • Ausschließlich unsere ureigene Wahrheit zu leben - aus unseren tiefsten inneren Überzeugungen, ureigenen Werten und wahrhaftigen Gefühlen heraus
  • Unsere ganz ureigene Spiritualität zu leben, weil wir felsenfest an diese Dinge glauben

 

Genau dies lässt uns echt und authentisch sein...

Achtsam kümmern wir uns von nun an mit unserem gesamten BewusstSEIN um unsere Ur-Bedürfnisse. Um die Bedürfnisse unseres Herzens und unserer Seele.

Und wir sind in der Lage, immer mehr das anzunehmen, was im jetzigen Moment tatsächlich IST.

Um das was JETZT nicht gegeben oder vorhanden IST, kümmern wir uns überhaupt nicht mehr. Selbst wenn unser Verstand immer noch immer wieder einmal dazwischenfunkt und uns in unser altes Verhalten zurückdrängen will. Wenn er uns Angst machen will. Wenn er will, dass wir Illusionen aufsitzen oder dass wir uns vollkommen unnötige Gedanken um Dinge machen die unwichtig und JETZT nicht gegeben und Menschen die JETZT nicht anwesend sind.

Dieser kostbare, einzigartige Augenblick JETZT ist unwiederbringlich.

Das was JETZT gerade geschieht, zieht an uns vorbei und kommt niemals mehr wieder, wenn wir es JETZT nicht beachten. So können unermesslich kostbare und glückselig machende Augenblicke und wertvolle Lebenszeit untätig verschwendet werden. Deshalb haben wir durch und mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele über Jahre hinweg gelernt, uns vollkommen auf das was JETZT gegeben IST zu fokussieren.

Das pure (Bewusst-) SEIN und das bewusste Sein lässt uns für uns selbst wahrhaftig sichtbar werden.  

Wenn wir nach innen in unser wahrhaftiges Sein lauschen, nehmen wir wahr, wer wir wirklich sind.

Dann nehmen wir wahr, was wir wahrhaftig wollen. Was unser Herz für sich braucht und was unsere Seele wirklich will.

Dann nehmen wir mit all unseren Sinnen und unserem vollen BewusstSEIN wahr ob beispielsweise JETZT gerade...

 

  • Unser Körper, unser Geist, unsere Seele oder unser Herz hungrig ist und bewusst gepflegt, genährt und gesättigt werden will
  • Stille angesagt ist oder wir bewusst Musik genießen oder Gesellschaft suchen und mit anderen Menschen kommunizieren wollen
  • Bewegung oder Ruhe und Entspannung notwendig ist
  • Unser Beruf und unsere Berufung (unsere Lebensaufgabe und wahre Bestimmung) und unser Business  unsere ganze Beachtung braucht oder unser ganz persönliches Privatleben Vorrang und Priorität hat
  • ... 

 

Unsere gesamte Energie mit all unseren inneren Ressourcen will von uns wahrgenommen, gesehen und gefühlt werden. Auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen. Und zwar immer und zu jeder Zeit. 

Eben JETZT...

All unsere Begabungen, Talente und Visionen wollen in die Welt getragen werden. JETZT..

Wir lassen uns zutiefst berühren in unserem Herzen und in unserer Seele, wenn wir geheilt und bei uns selbst im reinen und puren Sein angekommen sind.

Auch unseren Seelenpartner oder unsere Dualseele können wir an dieser Stelle wirklich SEIN lassen, so wie er ist. An dieser Stelle machen wir uns nichts mehr vor. Und uns wird urplötzlich klar, dass wir es vollständig angenommen und gänzlich akzeptiert haben, dass er an diesem Punkt nicht bei uns ist. Wir tragen ihn ganz fest in unserem Herzen und spüren dabei seine ständige Präsenz. Er ist immer bei uns und wir sind "Eins" mit ihm. Dennoch haben wir ihn komplett Losgelassen und ihn vollständig sich selber überlassen. 

Und in uns tragen wir das tiefe Wissen und Vertrauen, dass alles gut werden wird zwischen uns und unserem geliebten Dual...


Warum sich auf dem Dualseelenweg scheinbar alles verändert und in Wahrheit doch gar nichts geschieht - Teil 1

 


Das Leben an sich bedeutet Wachstum, Weiterentwicklung und Wandlung. Die Natur und das Leben verändert sich ständig. Nichts bleibt, wie es ist. Etwas wird geboren, wächst und gedeiht und verändert sich stetig dabei. Und nichts und niemand lebt ewig. Alles lebendige endet irgendwann. Und wird aus sich selbst heraus neu geboren. Und der Kreislauf des Lebens beginnt wieder von vorn. Auch wir Menschen verändern uns ständig. Aber wir haben oft Angst vor einer Veränderung. Weil wir nicht wissen, was dann mit uns passiert. Die Ungewissheit ist es, die alles an sich reißt und uns blockiert und uns zweifeln, zaudern und zögern lässt. Die sich uns permanent in den Weg stellt und uns gewaltig in unserem wahren Sein ausbremst. Dabei haben wir ständig das starke Gefühl, dass irgendwelche urgewaltigen Dinge mit uns und mit unserem Leben passieren. Hier lauern ein paar mächtige Fallen. Denn während wir an uns arbeiten, uns vermeintlich verändern und ganzheitlich transformieren, passiert scheinbar alles und in Wahrheit doch nichts...

Während dem Weg unserer Entwicklung kommen wir oft an unsere persönlichen Grenzen und wachsen dabei weit über uns selbst hinaus. Dabei denken wir oft, dass wir – solange wir uns nicht in unserer Mitte befinden – noch nicht wir selbst sind. Weil auch ständig uns jemand anderes sagt, dass wir gar nicht wir selbst sind, solange wir nicht authentisch sind. Ständig hören oder lesen wir, wir müssen wieder wir selbst werden.

Aber sind wir dabei tatsächlich nicht wir selbst, nur weil wir uns lange Zeit verbogen und an Gegebenheiten von anderen angepasst haben? Waren wir jemand anders, nur weil wir nicht mit uns selbst und unserem innersten Kern verbunden waren? Können wir überhaupt jemals irgendjemand anders sein?

Nein! Das können wir nicht. Wir können nicht jemand anders sein.

Denn vollkommen egal, wie wir auch sind, ob wir uns vollkommen in unserer Mitte befinden oder Welten von unserem scheinbar wahrhaftigen Sein entfernt haben – sind wir immer wir selbst. Auch wenn wir Überzeugungen die sich tief in unserem Sein verankert haben, von anderen Menschen übernommen haben, sind wir immer wir selbst. Bei allem was wir tun - oder eben aufgrund unserer Überzeugungen mit denen wir uns identifizieren oder auch nicht - nicht tun, sind wir immer wir. Ob wir aktiv agieren oder passiv lediglich reagieren, sind das immer wir selbst. Denn wir handeln immer aus unserem derzeitigen Wissen und Bewusstseinszustand heraus.


  • WIR selbst sind es, die (nicht) handeln. Nicht jemand anders.
  • WIR selbst sind es, die endgültige Entscheidungen scheuen, wie der Teufel das Weihwasser scheut
  • WIR selbst sind es, die unverbindlich mit unserem innersten Kern umgehen und nicht imstande sind, uns selbst gegenüber verbindlich zu sein. Absolut verbindlich zu sein.
  • WIR selbst sind es, die sich aus tiefsitzender Angst, die Liebe wieder zu verlieren, an unserem geliebten Dual festhalten und festklammern wollen, anstatt ihm bedingungslos zu vertrauen, dass er seinen Weg zum genau passenden Augenblick zu uns findet
  • WIR selbst sind es, die lange Zeit Angst vor einer wirklichen Veränderung haben
  • WIR selbst sind es, die in Wahrheit noch nicht bereit für Verbindlichkeit sind, solange unser Dual auf sich warten lässt


Während dem Weg mit unserer Dualseele bleibt im wahrsten Sinne des Wortes kein Stein mehr auf dem anderen. Alles in uns und in unserem Leben verändert sich. 

Scheinbar. Denn wir DENKEN alles verändert sich.

Bei allem was wir tun, scheint alles anders zu werden. Denn ständig geschieht etwas und verändert sich (scheinbar) vollkommen. Und scheinbar bewegen wir (bewegen sich) Welten durch uns. 

Die Welt aber dreht sich genauso weiter wie vorher. Der Zyklus der Natur bleibt immer gleich. Die Zeit bleibt nicht stehen. Der Zeiger der Uhr bewegt sich immer weiter. Genauso wie der Sand durch die Sanduhr rieselt, wenn wir sie wieder von neuem umdrehen, wechseln sich Tag und Nacht ständig ab, genauso wie Windstille und Sturm, Ruhe und Lärm, Ebbe und Flut und die aufeinanderfolgenden Jahreszeiten. Anfang und Neugeburt, Wachstum, Entwicklung, Veränderung, Übergang, Wandlung und das Ende mit endgültiger Vollendung. Alles bleibt gleich. Dinge und Menschen kommen in unser Leben und gehen irgendwann wieder weg. Sei es, weil wir sie nicht (mehr) bei uns haben wollen oder weil sie von selbst wieder gehen und für immer verschwinden. Genauso wie andere Dinge und Menschen sich von Anfang bis Ende bei uns und in unserem Leben befinden. Weil es einfach so sein soll. Weil es einfach so IST. Das ist der zyklische Lauf der Natur. Nur der Mensch kämpft gegen oder für alles an und bekämpft alles, was er nicht annehmen und akzeptieren kann, so wie es ist.

Alles IST und bleibt dennoch, so wie es IST.

Das was wir auf dem Weg mit unserer Dualseele tatsächlich tun, ist - wir tauschen all unsere vielen Gedanken gegen neue Gedanken aus. Wir tauschen alte, negative, belastende und destruktive Gedanken gegen neue, freie, positive und konstruktive Gedanken aus. Wir tauschen anerlernte Konzepte, Ideen und Überzeugungen gegen unsere ureigenen – aus unserem tiefsten Inneren kommenden - aus. Und alles was sich tatsächlich in uns und in unserem Leben verändert, ist unser bewertendes Denken. Ansonsten bleibt alles gleich wie es ist. Wie es schon immer war. Und wie es in Zukunft auch immer sein wird.

Nichts hat sich in Wahrheit verändert.

Für uns sieht es lediglich aus, als ob sich alles vollkommen verändert hätte in uns, in unserem Leben und um uns herum. Und doch verändert sich durch unsere tiefgreifende Wandlung und Transformation alles.

Und es bewegen sich - bewegen wir aus unserem tiefsten Inneren heraus - Welten. Und alles wird - scheinbar - anders.

So wie wir die Linse einer Kamera gezielt auf ein bestimmtes Objekt richten und wir die Schärfe auf einen ganz bestimmten Punkt im Bild einstellen. Was drumherum ist, wird automatisch unscharf gestellt. Und entzieht sich so unserer Wahrnehmung. Aber nur dorthin, worauf unsere gebündelte Wahrnehmung liegt, fließt all unsere ureigene (Lebens-) Energie und Aufmerksamkeit. Oder andersherum fließt unsere Energie immer nur dorthin, worauf unsere gebündelte Wahrnehmung und Aufmerksamkeit (bewusst oder unbewusst) gerichtet ist.

 

  • Liebe trifft auf Liebe und erhält Liebe
  • Mut trifft auf Mut und erhält Mut
  • Verbindlichkeit trifft auf Verbindlichkeit und erhält Verbindlichkeit
  • Fülle trifft auf Fülle und erhält Fülle
  • BewusstSein trifft auf BewusstSein und erhält BewusstSein

  

Der Mensch ist es, der bewertet und alles in Schubladen sortiert und in Kategorien einteilt. Der Sicherheit braucht und etwas an dem er sich festhalten kann. Der ständig im Außen den Fels in der Brandung und die Glücksquelle für die eigene Zufriedenheit sucht und nicht die Verantwortung für sich selbst in die eigene Hand nehmen will. Ständig wird jemand anders für das eigene Glück oder Unglück verantwortlich gemacht. Derweil steckt nichts weiter als bewertendes Schubladendenken und Angst vor Kontrollverlust dahinter.

Auch die Fülle des Lebens ist schon immer vorhanden.

So wie sie auch immer vorhanden sein wird. Die Natur reguliert sich dabei immer von selbst. Alles kommt zum genau passenden Zeitpunkt. Und hat genau seinen Sinn. Auch wenn wir Menschen das oft nicht erkennen. Dürre und Trockenheit ganz genauso wie Zeiten der Blüte und überbordenden Fruchtbarkeit durch aufkommenden Regen und Wind. Es ist immer genügend für alle vorhanden. Nur der Mensch will das nicht sehen.

Nur der Mensch ist es, der die Natur nicht so akzeptiert, wie sie ist. Der Mensch ist es, der andere Menschen kontrolliert und sich selbst unterwirft. Das ist nicht die Natur. Weil der Mensch immer aus Angst heraus handelt, die sein Verstand ihm ins Ohr flüstert und er so permanent alles unter Kontrolle behalten will. Der Mensch ist es, der andere Menschen quält. Der ständig von anderen fordert, verlangt und erwartet, dass sie sich (für ihn) ändern sollen. Und ihnen so die natürlich vorhandene Harmonie und den Seelenfrieden nimmt.

Nur der Mensch schadet anderen Menschen. Das ist nicht die Natur. An die Natur haben die Menschen sich schon seit Urzeiten angepasst. Die Evolution sorgt natürlicherweise dafür, dass der Mensch sich den Gegebenheiten die die Natur vorgibt, ganz wie von selbst anpassen kann. Auch wenn dies oft sehr lange Zeit dauert.

Genauso wie die wahrhaftige Liebe oft keinen Raum hat.

Genauso wie es oft sehr lange Zeit dauert, bis zusammengehörende Seelenpartner und Dualseelen sich finden, wahrhaftig erkennen und ihre einzigartige, tiefe Liebe gemeinsam lebbar wird. Und daran sind grundsätzlich immer BEIDE Seelenpartner und BEIDE Dualseelen beteiligt. Männer wie Frauen. Kopfmenschen wie Herzmenschen. Einer alleine richtet in Wahrheit so gut wie nichts aus. Da sich in Wahrheit nicht einer verändern und sich scheinbar alleine der wahrhaftigen Liebe zuwenden kann. Das tun immer beide. Wenn auch vielleicht unbewusst und auf vollkommen unterschiedliche Weise.

Lange Zeit in unserem Leben konnten wir die Fülle des Lebens nicht wahrnehmen, erkennen und sehen. Da wir all unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung auf den Mangel in unserem Leben – auf die Dinge, die wir NICHT hatten - verschwendet haben. Und wir somit unsere ganze Energie zu den falschen, destruktiven und kontraproduktiven Dingen haben fließen lassen.

Das Leben an sich ist so voll überbordender Fülle, dass es in Wahrheit überhaupt keinen Mangel gibt. Nirgendwo auf der Welt. Und nirgendwo in uns selbst.

Wir empfinden das lediglich so, wenn wir uns auf all die Dinge konzentrieren, die wir NICHT haben. Wenn wir dagegen all unsere Aufmerksamkeit und Energie gezielt bündeln und ganz bewusst auf das lenken, was wir in unserem Leben alles HABEN, fällt uns die wahrhaftige Fülle des Lebens tatsächlich erst auf. So wie wir den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, wenn wir den Blick nur aufs ganze Bild lenken. Wenn wir dagegen die einzelnen Bäume – jeden für sich – ganz bewusst in den Fokus unserer Wahrnehmung und Aufmerksamkeit richten, werden wir uns erst der gesamten Schönheit und Kraft des einzelnen Baumes gewahr.

Die Fülle des Lebens war schon immer vorhanden. Wir hatten sie lediglich ausgeblendet aus unserem Leben und unserem Sein, da wir mit Scheuklappen durch unser Leben gestolpert sind.

Solange wir uns in unserem Dornröschenschlaf befinden, können wir viele Dinge nicht wahrnehmen, erkennen und sehen. Auch unser wahres, authentisches Sein nicht. Auch nicht, dass wir immer wir selbst sind. Dass wir nur unsere anerlernten, alten und wertenden Gedankenkonstrukte gegen neue, befreite Gedanken austauschen brauchen, um vom gefühlten Mangel in die Fülle zu kommen. 

Wir denken, wir müssten authentisch werden. Wir sind schon authentisch. Wir sind nur in Disharmonie und außer Balance geraten. Wir sind die ganze Zeit bereits ganz wir selbst. Wir sind nur nicht mit unserem innersten Kern und mit unserem wahrhaftigen Sein verbunden.

Es ist so wie ein großes Knäuel Wolle, dass mit lauter Wirren und Knoten mehr schlecht als recht zusammengebunden wurde und wir weder den Anfang noch das Ende finden und es so nicht in seiner vorgesehenen Rolle - seinem wahren Da-Sein - benutzen können. Deshalb müssen wir dieses Knäuel bewusst von seinem Ende aus, dass wir ja erst gezielt suchen müssen - von hinten nach vorne, hinein in seinen innersten Kern - aufrollen, sortieren und in einem befreiten und sorgfältig aufgerolltem neuen Knäuel wieder funktionstüchtig machen.

Nur im vollständig erwachten Zustand werden uns diese Dinge bewusst. Wir müssen nicht wir selbst werden. Weil wir die ganze Zeit schon wir selbst sind.

Das was wir tun müssen ist, uns mit unserem innersten Kern wieder verbinden. Mit unserem wahren und ureigenen Selbst. So dass uns niemand und nichts mehr in unseren Gedanken – egal welcher Richtung – beeinflussen, blockieren und behindern und uns an unserem wahrhaftigen Sein hindern kann.

Das ist eine der bodenlos tiefen und urgewaltigen Fallen, in die wir leider sehr leicht hineintapsen. Der Glaube, dass sich auf dem Weg mit unserer Dualseele alles verändert. Weil wir uns selbst scheinbar vollkommen verändern. Und unser Verstand dies uns permanent einflößt.

Derweil in Wahrheit alles IST, wie es IST und sich nur unser (bisher bewertendes) Denken verändert.


Warum sich auf dem Dualseelenweg scheinbar alles verändert und in Wahrheit doch gar nichts geschieht – Teil 2



Während wir so urplötzlich in den unumkehrbaren und tiefgreifenden Entwicklungsprozess mit unserer Dualseele hineingeworfen werden, wird uns mit der Zeit immer mehr bewusst, dass sich unser Denken gewaltig verändert. Das was wir bisher gedacht und geglaubt haben, löst sich immer mehr auf, je tiefer wir in unseren innersten Kern und unser Herz vordringen. Und wir uns selbst von einer vollkommen neuen Seite begreifen. Wir sehen uns nun, wie wir tatsächlich sind, unter all unseren Konditionierungen. Und uns wird klar, dass wir in Wahrheit doch vollkommen anders sind, als wir von uns selbst bisher gedacht haben. Denn unsere Dualseele bringt Facetten unseres Seins zum Vorschein, von denen wir über lange Zeit nicht wussten, dass sie in uns überhaupt existieren. Die wir vielleicht dunkel erahnt haben. Was genau die Facetten sind, die wir an anderen Menschen bewundern. Was uns immer gespiegelt hat, dass wir in Wahrheit genauso sind. Weil wir immer genau die Dinge geglaubt haben, die wir gedacht haben. Und wie wir jetzt an diesem Punkt wissen, können wir alleine durch unsere Gedanken und das was wir in unserem Herzen tatsächlich glauben und fühlen, wahrhaftig Welten bewegen...

Weshalb sich auch scheinbar alles in uns und um uns verändert und im Grunde doch nichts.

Denn wir leben unser Leben ganz genauso weiter wie vor der Begegnung mit unserem Seelenpartner oder Dual. Wir atmen, wir essen, wir trinken, wir schlafen, wir gehen unserer Arbeit, unseren Leidenschaften und Interessen nach und versuchen uns zu verwirklichen. Wir arbeiten an uns, heilen uns unsere Seele von alten Verletzungen und transformieren unser gesamtes Sein. Und scheinbar bewegt sich jetzt alles und wird vollkommen anders in uns und in unserem Leben.

In Wahrheit verändert sich mit der Zeit nur unser Denken und das an was wir tief in uns glauben. Und so sind wir der Meinung, dass sich außerhalb von uns alles verändert. Derweil sich nur unser bisher bewertendes Denken verändert.

Am Anfang wenn wir auf unseren Seelenpartner oder unsere Dualseele treffen, sind wir sehr oft noch ungläubig. Und denken (!!) wir bilden uns all dieses nur ein, was da mit uns und um uns herum so urgewaltig und urplötzlich passiert. Weil wir dem Gefühl in uns noch nicht trauen und glauben.

Denn dieser Entwicklungsprozess unserer Seele ist absolut unumkehrbar. Und es gibt kein Zurück. Wenn wir uns auf all dieses bedingungslos einlassen, geht unser Weg und unsere Entwicklung permanent weiter. Und hört niemals mehr auf.

Wenn die wahrhaftige Liebe in uns einmal vollständig befreit ist, ist dies unwiderbringlich geschehen. Denn wahrhaftige Liebe löst sich nicht auf. 

Aber wir glauben es nicht, weil wir (uns) nicht vertrauen. Wir zweifeln. Aber nicht unser Herz zweifelt und auch nicht unsere Seele ist misstrauisch, sondern es ist alleine unser Verstand, der uns auf vollkommene Irrwege führen und uns mit seinen Bewertungen nur Illusionen einreden will.

Im Grunde unseres Herzens wissen wir sehr genau, an was wir tatsächlich glauben und an was nicht. Wir konnten uns selbst bisher nur nicht mehr spüren.

An diesem Punkt unserer ENTwicklung wissen wir sehr genau, wer wir in Wahrheit tatsächlich sind. Was allein UNSER ureigener Glaube und UNSERE ureigenen Gedanken sind. Und wir lassen uns von anderen nicht mehr beeinflussen. Wir lassen uns nicht mehr manipulieren. Wir lassen uns nicht mehr emotional erpressen. Wir lassen uns nicht mehr auf Spielchen des (bedürftigen) Egos ein. Weil wir UNS SELBST wieder erkennen. Weil wir UNS SELBST endlich SEHEN, wie wir sind.

Unsere Energie verändert sich dabei ständig. Und unsere Ausstrahlung wird vollkommen anders. Was uns die täglichen Begegnungen im Außen spürbar und sichtbar spiegeln. Denn indem wir uns scheinbar vollständig verändern, verändert sich alles im Außen. Und da wir nun nur noch Liebe aussenden – die Liebe, die wir selbst tief in uns selbst sind - kommt auch nur Liebe zu uns zurück. Mit allem anderen gehen wir nicht mehr in Resonanz. Da die Schwingungen nicht mehr zusammenpassen und nicht mehr mit uns harmonieren.

Wo Liebe und Fülle ist, erkennen, sehen und spüren wir nur Liebe und Fülle.

Da wo wir nur Liebe und Fülle geben, erhalten wir auch nur Liebe und Fülle zurück.

Unsere Angst vor Veränderung verschwindet nun immer mehr und löst sich vollständig in Luft auf. Und wir graben all unseren Mut aus, der schon immer in uns steckt. Den wir nur unter all unseren Widerständen, Blockaden und Ängsten vergessen hatten.

In Wahrheit haben wir nicht Angst vor der Veränderung an sich, denn Veränderung und Wandlung geschieht unser Leben lang automatisch. Veränderung und Wandlung ist das Leben selbst.

In Wahrheit haben wir Angst vor der Angst.

Angst, die Angst in uns zuzulassen und sie zu spüren. Angst, uns bewusst all unseren Ängsten zu stellen. Denn wir wurden ja dazu erzogen, die Angst zu bekämpfen und zu verdrängen. Schon die typischen Sprüche, die wir uns alle von Kindheit an anhören müssen, dass wir doch keine Angst haben brauchen, denn nichts ist ja bekanntlich so schlimm, wie es scheint, Angst zu haben würde angeblich bedeuten schwach zu sein usw...

Und außerdem sind wir vollkommen alleine, wenn die tiefsitzenden Ängste uns urgewaltig überfallen, wie riesige Wellenberge, die über uns zusammenkrachen und wir denken, wir würden unter den Wassermassen (unseren intensiven Gefühlen) ertrinken. Wir sind alleine und müssen vollkommen alleine mit unserer Angst fertig werden. Alleine, wie wir immer schon waren, wenn wir mit unserem wahren Sein und unserem Selbst beschäftigt sind. Niemand im Außen kann es uns abnehmen, unsere Angst zu durchfühlen. Da müssen wir vollkommen alleine durch. Und nur so kann sich die Angst vollständig auflösen.

Davon kann ich wahrlich aus eigenem intensiven Erleben ganze Bücher füllen :)

Die Angst vor der Angst (und erst recht unsere Ur-Angst) ist so ziemlich das heftigste, was wir bewusst zulassen und durchleben müssen, um uns zu heilen. Als ich durch all meine - teilweise massiven und viele Jahre vorhandenen – Ängste und meine Ur-Angst an sich gegangen bin, hat sich das für mich angefühlt wie absolute Vernichtung. Was mich unglaubliche Mengen an bitteren Tränen und heftigste Seelenschmerzen gekostet hat. Die Liebe und seelische und energetische Verbindung zu meinem Dual hat mich aber immer gestärkt. Diese unfassbare Liebe hat mich immer geschützt und beschützt. Mein Dual ist für mich das wertvollste, kostbarste und beste, was das Leben mir jemals geschenkt hat. Wofür ich unendlich dankbar bin. Denn durch und mit ihm habe ich so vieles geschafft und so vieles verstanden. Mit meinen Gedanken, mit meinem Herzen und mit meiner Seele wirklich verstanden. Was ich ohne ihn niemals hätte so erleben können. 

Die tiefe Liebe in mir beschützt mich immer vor Schaden. Jeder Mensch, der wahrhaftig liebt, kennt dieses Gefühl des eingehüllt Seins in den weichen und dichten und warmen unzerstörbaren Mantel der wahrhaftigen Liebe. Die wie ein seidenweicher und unzerstörbarer Kokon wirkt, der einen umgibt.

Dieses Gefühl, dass einem nichts und niemand mehr irgendetwas böses anhaben kann. Denn es gibt immer Menschen, die einem schaden wollen. Die nichts gutes im Sinn haben. Durch unsere Liebe gehen wir aber mit solchen Menschen nicht mehr in Resonanz. Die Energie ist jetzt so subtil spürbar für uns, dass wir uns instinktiv und intuitiv absolut schützen. Gerade bei hochsensiblen und hochsensitiven Menschen die von Grund auf hochempathisch sind, haben sich alle Sinne dermaßen verfeinert und intensiviert, dass wir die winzigste und minimalste negative oder destruktive Energie spüren können, die nicht gut für uns ist. Wovon wir uns instinktiv distanzieren.

Unsere bewertenden Gedanken haben sich vollständig verändert. Und wir bewerten nicht mehr. Weil wir die Sinnlosigkeit die in Wahrheit hinter den Wertungen steckt, erkannt haben und nicht mehr wollen. Und dadurch haben wir uns und alles um uns herum vollständig verändert.

Die wahrhaftige Liebe verändert alles. Wofür wir alles und doch gar nichts tun müssen.

Vor der Begegnung mit unserem Dual würden wir niemals glauben, dass wir selbst es sind, die unser Schicksal bestimmen. Dass wir selbst es sind, die uns blockieren. Dass wir selbst es sind, die unser wahres Sein ausgraben und an die Oberfläche unseres Bewusstseins befördern müssen. Nicht jemand anders. Dass wir es jede Sekunde des Tages selbst in der Hand haben, zu sein wie wir sind. Auch, bedingungslos zu lieben. All unsere Erwartungen, Bedingungen, Ansprüche und Forderungen loszulassen, Die Kontrolle aus Angst vor Verlust loszulassen.

Bedingungslos zu lieben heißt, bedingungslos zu lieben. Die Liebe zu LEBEN. Und zwar jederzeit. Immer. Weil diese Liebe immer da ist. Denn sie lässt sich nicht ignorieren. Sie lässt sich nicht wegschieben. Die wahrhaftige Liebe ist einfach da. Und will gefühlt werden. Und für diese Liebe geben wir ganz automatisch auf, was wir gefühlt nicht mehr brauchen. Weil uns die wahre Liebe in all Ihrer Kraft genug ist.

Während dem Weg unserer Entwicklung geben wir alles auf, was uns bisher belastet, geschadet, gehemmt und blockiert hat.

Und wir lassen alles zu, was uns fordert und fördert, erfüllt und absolut weiterbringt auf unserem ganz persönlichen Weg.

Wir tun freiwillig – weil unser Herz und unsere Seele es wahrhaftig so will – ALLES und doch gar nichts dafür, uns zu verändern. Wir müssen NICHTS tun. Und dies mit unserem Verstand zu begreifen, fällt so unglaublich schwer. Weil nur unser Herz und unsere Seele genau weiß, was es wirklich bedeutet, dass sich alles auf unserem Weg ändert, wenn wir nichts und doch gleichzeitig alles tun, damit genau dies geschieht.

Damit geschehen kann, was geschehen soll – weil es für uns so bestimmt ist – ist es absolut notwendig, dass wir uns auf all dieses bewusst einlassen. Dass wir aufhören, dagegen und gegen uns selbst zu kämpfen. Denn es ist ein Kampf gegen Windmühlen, den wir immer verlieren. Genauso betrifft das den Widerstand, unsere Blockaden und die Angst, die in uns vorhanden ist.

Bisher in unserem Leben haben wir immer gekämpft. Wir haben immer etwas aktiv GETAN, um das zu erhalten, was wir aus unserem bedürftigen Ego heraus haben wollten.

Jetzt wissen wir, dass wir nur unser Denken verändern müssen, um wahrhaftige Liebe, Fülle und Erfüllung zu erhalten. Weil wir einfach empfangen.

Alles was wir tatsächlich tun müssen ist, unseren inneren Schalter von „aktivem Kampf“ auf „passiven Empfang“ auszurichten.

Wir tun nichts mehr um etwas zu erhalten – wir kämpfen nicht mehr dafür, denn wir befinden uns mittlerweile im puren und reinen Sein – wir empfangen nur noch. Wir lassen die Energie fließen, in dem tiefen Wissen und Glauben, dass uns das Leben alles das schenkt, was wir aus unserem Herzen heraus tatsächlich brauchen. Und das Leben bringt uns all die Menschen und Dinge, die wirklich für uns persönlich bestimmt sind. Lange Zeit glauben wir dies aber nicht. Aus meinem eigenen Erleben kann ich aber bestätigen – weil ich schon viele Jahre in diesem Vertrauen bin – dass das Leben einem immer genau die Menschen und die Dinge schenkt, die man tatsächlich für sich braucht. Weil das Herz und die Seele dies wirklich so will. Weil dann die Dinge, die man erhält, auch wirklich für einen bestimmt sind. Die Dinge und Menschen um die man erst kämpfen muss, um sie zu erhalten, sind NICHT für einen bestimmt. Weil nur das bedürftige Ego sie haben will. Um den (emotionalen) Mangel des eigenen Denkens zu befriedigen. Nicht aber das Herz und auch nicht die Seele.

Die Energie und das Leben an sich einfach fließen zu lassen und vollständig zu vertrauen, ist dabei gar nicht so einfach. Und braucht wahrhaftigen Mut. Mut zur Veränderung. Mut, die eigenen bewertenden Gedanken einfach ziehen zu lassen. Sie nicht mehr festzuhalten und sich an diese Gedanken zu klammern, wie ein Ertrinkender sich an den sprichwörtlichen Strohhalm klammert, um vermeintliche Sicherheit und scheinbaren Halt zu erlangen. Sondern die belastenden, hemmenden, destruktiven und schadenden Gedanken, die eine dunkle, negative und schwere Energie ausstrahlen und einen nur immer weiter nach unten ziehen, ziehen zu lassen.

Und uns stattdessen unsere Energie immer weiter zu erhöhen, indem wir uns im Herzen zentrieren und im Fühlen fest verankern. Weil wir dann sehr genau wissen, warum etwas geschieht. Weil wir vertrauen. Weil wir glauben. Weil wir tief in unserem wahrhaftigen Sein davon überzeugt sind. Weil wir uns damit identifizieren. Und vollkommen „Eins“ mit uns selbst geworden sind. Wir hören nicht mehr auf destruktive Gedanken. Wobei unser Verstand immer wieder dennoch versucht, uns wieder in die Irre zu führen. Und wir sehr leicht darauf hereinfallen können. Aber wir schaffen es immer leichter und schneller uns in unserem Herzen, in unserem Fühlen und in unserem ureigenen Sein zu zentrieren.

Und erschaffen uns so eine Welt aus vollkommener Liebe und Fülle. Weil wir selbst wahrhaftige Liebe und Fülle sind.

Das was wir denken und woran wir ganz fest tief in uns glauben, manifestiert sich in der Welt um uns herum und bei den Menschen die uns umgeben.

Wenn wir einfach empfangen, erhalten wir genau das, was wir brauchen. Und noch viel mehr. Denn Fülle erzeugt Fülle. Und die Fülle des Lebens fließt zu uns, wenn wir nichts dafür tun. Sondern einfach nur auf „Empfang“ ausgerichtet sind.

Und so verändert sich alles und doch geschieht nichts. Außer dass sich unser Denken gewaltig verändert. Und dafür müssen wir alles und doch gar nichts tun...

Herzlichst, Ihre Iris Fischer - (c) sensible-seele.net


 

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Über die Autorin

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.