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Seelenpartner & Dualseelen


"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" Aristoteles 

Sensible Seele Blog - Texte über Seelenpartner & Dualseelen - Teil 2


Das energetische Band zwischen Dualseelen


Das energetische Band zwischen Dualseelen

Immer wieder kommt es zwischen zusammengehörenden Dualseelen zu scheinbar widersprüchlichem Verhalten. Was sich letztendlich absolut kontraproduktiv auf die gesamte Beziehung auswirkt. Und die beiden Duale eher voneinander fernhält, als sie verbindlich zueinander und zusammenzuführen. Rückzüge, Flucht und Kontaktabbrüche sind ständig präsent. Auch die Kommunikation leidet immer wieder und steht in deutlichem Kontrast zum Verhalten der Duale. Ausreden und Missverständnisse sind an der Tagesordnung. Ebenso aneinander vorbeizureden und den anderen immer wieder von sich zu weisen. Was vor allem beim Herzensmenschen immer wieder Verwirrung, Zweifel und Unsicherheit schürt...

Da er oftmals seiner ureigenen Wahrnehmung und Intuition nicht glaubt. Wer sich selbst nicht glaubt, kann auch anderen nicht glauben. Wer sich selbst nicht vertraut, kann anderen nicht vertrauen. 

Und wer anderen permanent misstraut, darf sich selber mit gutem Gewissen hinterfragen, warum er nicht imstande ist, zu glauben. Und somit zu vertrauen.

Denn, wenn das eine Dual permanent dem anderen gegenüber misstrauisch ist, die Liebe des anderen anzweifelt oder gar in Frage stellt, dass die tiefe Verbindung zueinander tatsächlich existiert, darf sich dann nicht wundern, dass das Dual sich zurückzieht und den anderen von sich weist. Denn – beide Dualseelen sind immer nur der Spiegel füreinander. 

Der Kopfmensch für den Herzensmenschen genauso, wie der Herzensmensch für den Kopfmensch!

Jegliche Kommunikation oder das Verhalten des einen ist immer als Spiegel im Außen für den anderen zu sehen. Auch die winzigsten und subtilsten Kleinigkeiten dürfen hier grundsätzlich beachtet werden. Da zusammengehörende Dualseelen tatsächlich ALLES verborgene und verdrängte – und wenn es noch so tief im Herzen vergraben und in der Seele versteckt ist - ans Tageslicht bringen.

Beide lernen permanent voneinander. Beide entwickeln sich durch und mit dem anderen weiter. Aber auch oftmals – zumindest phasenweise - jeder für sich allein.

Zwischen zusammengehörenden Dualseelen gibt es viele ungeschriebene Regeln, die beachtet werden wollen.

Um die wiederholten Rückzüge, Flucht und Kontaktabbrüche zu vermeiden. Aber auch, um Ausreden zu verhindern und so miteinander zu kommunizieren, dass das was vom einen gesagt wird, auch tatsächlich so beim anderen ankommt, wie es gemeint ist.

Der Kopfmensch spricht alles aus, was sein Herzensmensch in seinen Augen ihm gegenüber „falsch“ macht. Denn er IST bereits fähig, bedingungslos zu lieben. Und TUT dies auch. Der Herzensmensch nimmt dies aber oft einfach nicht wahr oder will es schlichtweg nicht glauben. Auch verhält er sich dann wiederum gegensätzlich zu dem, was der Kopfmensch ihm – eigentlich im Guten – sagt und mitteilen will. Weil er sich vollkommen zu Unrecht in seinem Verhalten angegriffen fühlt.

Die Kopfmenschen wissen ALLES, was zwischen den Dualen passiert.

Selbst wenn sie nichts explizit über die Seelenverbindung wissen. Da auch die subtilsten und kleinsten Erwartungen nicht im Verborgenen bleiben, die Herzensmenschen ihnen gegenüber oft haben.

Zwischen zusammengehörenden Dualseelen fließt permanent pure und reine Energie.

Diese immense Energie sorgt dafür, dass Dualseelen immer das Gegenteil von dem tun, was der andere erwartet. Da beide die perfekte gegensätzliche Ergänzung füreinander sind.

Zudem wirkt außerdem das ur-weibliche und ur-männliche Prinzip. Wie ich es in meinem Blog unter  „Weiblichkeit leben“ beschreibe.

Wenn etwas beim einen zu stark ausgeprägt ist, ist es beim anderen zu schwach. Genauso umgekehrt. Das, was beim einen Dual zu schwach ausgeprägt ist, besitzt der andere oft zu viel.

Das fängt schon damit an, dass die Herzensmenschen meist sehr emotional sind und ihre Gefühle übersprudeln, wie eine ständig fließende Quelle, die niemals versiegt. Und diese Gefühle werden permanent dem anderen gegenüber gezeigt. Und mitgeteilt. Was dem Kopfmenschen schnell zuviel werden kann. Weil er dies ganz einfach nicht kennt. Und somit nicht gewöhnt ist. Also kann auch das ein Grund sein, warum er ablehnend reagiert. Weil er aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen im Leben und in der Liebe einfach nicht glauben kann, dass er tatsächlich derart liebenswert sein soll. Zwar genießt er durchaus die viele Zuwendung, bleibt aber misstrauisch im Vorsichtsmodus hängen.

Auch der Kopfmensch zweifelt lange Zeit an. Glaubt und vertraut seiner Wahrnehmung nicht. Geschweige denn, dass er auf sein Herz und seine Intuition hört. Das dauert je nach Persönlichkeit und individueller Situation schon eine geraume Zeit. Und wirkt sich bei ihm wieder vollkommen anders aus, als beim Herzensmenschen. Der darf nämlich lernen, seine übersprudelnden Emotionen bewusst zu kanalisieren. Und nicht immer sofort verbal alles „herauszuhauen“, wenn die Impulse ihn überfluten. Und er von dieser tiefen Liebe überfließt.

Stärke und Schwäche – Denken und Fühlen – alles an zuviel und zuwenig darf ausbalanciert und in Harmonie zueinander und - wie zwei Waagschalen - ins Gleichgewicht gebracht werden.

Bei zusammengehörenden Dualen handelt der eine per se immer gegensätzlich zu dem, was der andere von ihm gerade erwartet.

Wenn das eine Dual sich mit dem Verstand einhundert verschiedene Möglichkeiten ausdenkt, wie das andere Dual in bestimmten Situationen oder auf gewisse Dinge reagiert, TUT der andere definitiv etwas absolut unerwartetes und vollkommen anderes, als der eine jemals gedacht (!!) hat. Und schöpft damit die einhunderundeinste Möglichkeit aus. Soll heißen, vollkommen egal, wieviele Gedanken sich das eine Dual macht, wird das andere IMMER das Gegenteil davon tun.

Was grundsätzlich für beide Dualseelen gilt und nicht – wie fälschlicherweise so oft angenommen – nur auf die Kopfmenschen zutrifft.

Da es hier eben nicht darum geht, zu DENKEN und der Illusion seines Verstandes zu verfallen und danach zu handeln, sondern die Liebe tief im Herzen zu verankern und die Dinge einfach zu FÜHLEN.

Es geht darum, absolut frei von jeglichen Erwartungen, Bedingungen und Forderungen zu kommunizieren. Und miteinander umzugehen. Den anderen einfach SEIN zu lassen, wie er ist. Ohne jegliche Erwartungen die Anwesenheit des anderen zu genießen. Im Hier und Jetzt gemeinsam einfach (in grenzenloser Liebe) zu SEIN.

Zusammengehörende Dualseelen spüren aufgrund der energetischen "Standleitung" zueinander und des existierenden gemeinsamen Seelenbandes ALLES, was den anderen betrifft.

Sie spüren die Gefühle und fangen sogar gedanklich die Themen des anderen auf, die diesem gerade zu schaffen machen. Und über die er oft stundenlang oder tagelang nachdenkt.

Sie spüren seine Wut, seine Angst und seine Traurigkeit. Aber auch seine emotionale Verwirrung, seine Sehnsucht und wenn die Liebe zum anderen Dual ihn überflutet. Sie spüren, wenn es dem anderen schlecht geht, wenn er Kopfschmerzen hat oder wenn andere eventuell schlimme Dinge passieren. All dieses manifestiert sich mit seltsamen Ereignissen im Leben des anderen und macht so das eine Dual darauf aufmerksam, dass mit dem anderen oder in dessen Leben etwas nicht stimmt. Vollkommen egal, ob gerade realer Kontakt besteht oder nicht.

Es kann sogar sein, dass beide nach außen hin vollkommen zufrieden und glücklich nebeneinander her laufen und der eine urplötzlich von der Verlustangst des anderen überschwemmt wird und dessen Gedanken auffängt, den anderen eventuell irgendwann zu verlieren. Obwohl beide nur Zentimeter voneinander entfernt sind.

Wenn der eine den anderen berührt und sanft über dessen Haut streichelt, fühlt sich das an, als ob er sich selbst streichelt. Und sich selbst berührt. So intensiv und innig ist das untrennbare energetische Band, dass zwischen beiden Dualen existiert. Da ja beide einen Seelenteil des anderen in sich tragen.    

Oftmals gibt es auch das Phänomen, dass bei einem gemeinsamen Gespräch – ob persönlich oder auch am Telefon - das andere Dual genau an diesem Punkt und Thema ansetzt, über das der eine intensiv über Stunden oder Tage nachgedacht hat. Das kann schon sehr verwirrend sein, wenn der andere in der Realität plötzlich das Thema anschneidet, über das man selber gerade intensiv nachgedacht und sich unzählige Gedanken darüber gemacht hat.    

Die immense Energie, die zwischen Dualseelen existiert, sollte nicht unterschätzt werden. Sie wirkt auch über Hunderte und Tausende Kilometer hinweg.    

Was auch der Grund dafür ist, dass das eine Dual immer noch weiter weg flüchtet und sich regelrecht vor dem anderen versteckt, wenn er von dessen vielen Erwartungen verschreckt, verfolgt, bedrängt, unter Druck gesetzt oder zu irgendetwas gezwungen oder überredet werden will. Was zwischen Dualseelen per se niemals funktioniert. Da hier ausschließlich der pure und freie Wille aus der Entscheidung des Herzens heraus zählt. Und nicht das Funktionieren und Handeln nach dem bewertenden und urteilenden Verstand.    

Zwischen Dualseelen gibt es so viele ungeschriebene Regeln, die beachtet, oftmals in der Realität aber nicht gesehen werden wollen. Weil es für viele zu anstrengend ist, sich mit dem energetischen Prinzip, das da permanent seine beachtliche Wirkung entfaltet, auseinanderzusetzen. Was aber überaus hilfreich dafür wäre, um absolute Klarheit in die Kommunikation zwischen beiden Dualen zu bringen. Und das widersprüchliche Verhalten zueinander einfürallemal zu stoppen.    

Denn nur so können beide Dualseelen sich wirklich deutlich sicht- und spürbar dauerhaft einander annähern. Und sich vollkommen und zu einhundert Prozent wirklich aufeinander einlassen...                                                         

                                                                                                      © Iris Fischer – sensible-seele.net  

 

Die Angst beider Dualseelen

 

Die Angst beider Dualseelen

Hartnäckig wird bei vielen am Mythos festgehalten, dass nur die männlichen Dualseelen bzw. die Kopfmenschen Ängste in sich tragen würden. Und deshalb immer wieder die Flucht ergreifen. Und die weiblichen Dualseelen bzw. die Herzensmenschen hilflos zurückbleiben und sehen können, wo sie (alleine) bleiben. Was absolut nicht der Wahrheit entspricht. Denn, hierbei wird immer wieder die unumwindliche Tatsache vergessen, dass BEIDE immer der perfekte Spiegel füreinander sind. Die energetische Verbindung ist natürlicherweise so immens, dass wirklich ALLES an die Oberfläche des Bewusstseins gespült und durch das wechselseitige Verhalten grundsätzlich für BEIDE sichtbar gemacht wird. Viele richten ihren Blick ausschließlich auf den anderen, sehen und erkennen dabei aber SICH SELBST in ihrem wahren und authentischen Sein nicht... 

Angst ist eine äußerst kraftvolle und stark bindende Energie. Die, wenn sie die Macht über uns Menschen übernimmt, sehr negativ und destruktiv wirkt.

Leider ist es so, dass wir alle nicht nur eine einzige Angst in uns tragen. Sondern mehrere bis viele Ängste sich summieren und zu einer einzigen riesengroßen und gewaltigen Angst verschmelzen. Was dann umso destruktiver wirkt und sowohl unser Verhalten, als auch unsere Lebens- und Liebesqualität immens beeinträchtigt.

Einerseits dient Angst natürlich unserem Selbstschutz. Und aktiviert zurecht den Flucht-Impuls in uns, wenn reale Gefahr droht. Was aber immer noch genetisch bedingt in unseren Zellen gespeichert ist und aus den Urzeiten des Menschen stammt. Als wir noch vor realen Bedrohungen in der Natur fliehen mussten. Was heutzutage in unserer Zivilisation normalerweise nicht mehr notwendig ist. Da wir nicht mehr schutzlos ausgeliefert (mit wilden Tieren gemeinsam) in der Natur leben. 

Nun stellen Sie sich einmal vor, all Ihre Ängste summieren sich und türmen sich zu einem urgewaltigen regelrechten Gebirge auf. Wie wollen Sie gegen ein solches „Gebirge der Angst“ ankommen?

Erst einmal muss die Angst an sich bewusst gemacht werden. Damit sichtbar wird, welche einzelnen Ängste überhaupt am wirken sind.

Dazu braucht es die immense Energie zwischen den Dualseelen. 

Es braucht die tiefe, grenzenlose Liebe beider, ohne die es überhaupt nicht möglich wäre, all diese Ängste zu besiegen. Und aufzulösen. Denn – wahre Liebe siegt immer. Wenn wir es nur zulassen...

 

Bei Dualseelen sind nach meiner Erfahrung folgende Ängste tief im Unterbewusstsein verankert:

 

  • Die Angst, nicht gut genug zu sein
  • Die Angst, den anderen nicht dauerhaft bei sich halten zu können
  • Die Angst, den anderen wieder zu verlieren
  • Die Angst, emotional und seelisch wieder verletzt und enttäuscht zu werden
  • Die Angst, sich selbst zu verlieren
  • Die Angst, wirklich und wahrhaftig angenommen und geliebt zu werden, wie man IST
  • Die Angst, sich auf diese tiefe Liebe wirklich einzulassen
  • Die Angst, seine (emotionale) Freiheit zu verlieren
  • Die Angst, dem anderen seelisch und emotional zu nahe zu kommen und sich auszuliefern
  • Die Angst, die Erfüllung der wahren Liebe tatsächlich zuzulassen
  • Die Angst vor Veränderung
  • Die Angst, sich vollkommen und absolut auf SICH SELBST und sein wahres und authentisches Sein einzulassen

 

All diese Ängste müssen erst einmal in den Fokus des eigenen Bewusstseins geholt und ins passende Licht gerückt werden. Um die Ängste dann im zweiten Schritt überhaupt bearbeiten und gezielt auflösen zu können. Hier muss immer das große Ganze gesehen werden. Mit allen Gründen, Ursachen und Zusammenhängen. Die Wurzeln der Ängste müssen ausgegraben und sichtbar gemacht werden. Denn, nur wenn wir an die Substanz gehen, kann das „Warum“ geklärt werden. Und nur, wenn wir das „Warum“ klären, kann eine Angst tatsächlich aufgelöst werden.

Bei Dualseelen wird durch die Flucht BEIDER immer wieder die Angst sichtbar gemacht.

Und zwar nicht nur die urgewaltige Angst an sich, sondern auch die einzelnen Ängste, die sich in diesem riesigen „Angstgebirge“ verstecken. Immer wieder wird eine der Ängste angetriggert und ragt dann aus dem Getümmel der anderen deutlich sichtbar hervor. Wenn wir nur genau hinsehen. Und unsere eigene Angst überhaupt sehen und erkennen WOLLEN.

DAS ist es nämlich, was Dualseelen sich mit ihren immer wiederkehrenden Rückzügen, Fluchten und bewusst herbeigeführten Kontaktabbrüchen GEGENSEITIG spiegeln.

Es ist NICHT das männliche Dual bzw. der Kopfmensch alleine, der diese ganzen Ängste in sich trägt.

Sondern die weiblichen Duale bzw. die Herzensmenschen tragen ganz genauso diverse destruktiven Ängste in sich.

Und flüchten deshalb ganz genauso vor der urgewaltigen Energie dieser tiefen grenzenlosen Liebe. Weil sie einfach nackte und pure Angst in sich verankert haben, die ihnen oft nicht bewusst ist.

Urgewaltige und riesige Ängste, die beide Duale energetisch bedingt voneinander fernhält. Anstatt sie zueinanderzuführen und sich beide angstfrei vollkommen aufeinander einlassen und sich offen zueinander bekennen können.

Andererseits ist es aber genau diese urgewaltige Energie der wahren Liebe, die beide Duale „EinsSein“ lässt. Und immer wieder vollkommen automatisch und wie „magisch“ zueinander hinzieht.

Beide müssen deshalb ab einem gewissen Punkt der Entwicklung gemeinsam (!!) Hand in Hand mitten durch die heißen Flammen dieser urgewaltigen Ängste gehen.

Von denen manche ausschließlich gemeinsam und zusammen aufgelöst werden können.

Denn, wenn man seelische und emotionale Nähe zueinander immer wieder meidet – aus dieser urgewaltigen Angst heraus, weil man DENKT, die Angst vom ANDEREN (!!) müsse doch irgendwann einmal „wie von selbst“ im Nirwana verschwinden  – täuscht sich selber ganz gewaltig. Dann zappelt man weiterhin hilflos - wie ein Fisch ohne Wasser - im Netz dieser natürlich wirkenden Energie urgewaltiger und destruktiver Angst. 

BEIDE tragen also per se Ängste in sich.

Das männliche Dual bzw. der Kopfmensch zeigt und spiegelt ja überaus deutlich die Angst BEIDER durch sein fernbleiben. Durch seine immer wiederkehrenden Rückzüge. Durch sein nicht einlassen können oder nicht wollen. Durch sein wegstossen seines perfekt ergänzendes Gegenstückes. Durch das verdrängen seiner eigenen Liebe.

Das verdrängen der Liebe beim männlichen Dual bzw. Kopfmenschen spiegelt sehr eindeutig die Angst des Herzensmenschen, sich vollkommen auf SICH SELBST einzulassen. Den Verlust des geliebten Duals (gefühlt) in Kauf zu nehmen, wenn man sich auf sich selbst und auf sein Leben konzentriert und den Fokus vom anderen abzieht.

Sich auf sein ur-weibliches natürliches Sein vollkommen einlässt.

Das männliche Dual bzw. der Kopfmensch KANN sich energetisch bedingt ausschließlich auf das weibliche Dual bzw. den Herzensmenschen einlassen, WENN sie sich vollkommen auf sich selbst konzentriert und die Energie eben von IHM bewusst abzieht.

Bei den weiblichen Dualen bzw. den Herzensmenschen äußerst sich diese Angst oft dadurch, dass sie den Kontakt genau dann abbrechen, WENN das männliche Dual bzw. der Kopfmensch sich zurückzieht. Und sich vor ihnen quasi versteckt.

Bei gebundenen Dualen es auch immer wieder passiert, dass er in sein altes Leben zurückkehrt. Und in seinen alten Mustern hängenbleibt. Gerade aber WEIL auch das weibliche Dual sich nicht absolut und vollkommen auf sich selbst einlässt. Und das Risiko eingeht, sein männliches Gegenstück (gefühlt) zu verlieren.

So KANN er sich NICHT auf sie vollkommen einlassen. Sondern eben immer nur tröpfchenweise. Und schlimmstenfalls gar nicht.

Beide Duale können sich NICHT wirklich verlieren. Es fühlt sich nur immer wieder so an, wenn der andere sich zurückzieht und sich lieber im Schutzmodus seiner als sicher empfundenen Komfortzone versteckt.

Beide verlieren sich in der Realität ausschließlich dann, wenn einer von beiden überreagiert – was sehr oft zwischen Dualseelen vorkommt und bewusst den Kontakt zum anderen abbricht. Was vollkommen und absolut kontraproduktiv ist. Und überaus deutlich zeigt, wie sehr man sich noch in seinen alten negativen und destruktiven Mustern befindet.

 

Weibliche Duale bzw. Herzensmenschen können sehr schlecht die Kontrolle aufgeben.

 

  • Die Kontrolle, ihm/ihr hinterherzuspionieren und ihn einfach mal SEIN und in Ruhe zu lassen
  • Die Kontrolle der Situation, was sich zwischen beiden abspielt
  • Die Kontrolle der Liebe an sich

 

Herzensmenschen können sehr schlecht Liebe „empfangen“. Und diese einfach nur annehmen. Ohne etwas dafür zu tun. Ohne sofort etwas zurückzugeben. Es fällt ihnen verdammt schwer, mit der Liebe gar nichts zu tun. Weil sie das nicht von sich kennen. Sie wollen stattdessen Liebe immer nur geben. Was dem Kopfmenschen wiederum schnell zuviel werden kann. Da dieser auf eine vollkommen andere Art und Weise liebt und seine Liebe zeigt.

Weibliche Duale bzw. Herzensmenschen können sehr oft nicht vertrauen und den Dingen ihren freien Lauf lassen. Einfach gar nichts tun und nur geschehen lassen. Die Energie vollkommen frei fließen lassen.

 

Außer Angst und Kontrolle finden sich oft enorme (Selbst-) Zweifel und Misstrauen. Es wird angezweifelt...

 

  • Dass es Seelenliebe überhaupt gibt
  • Dass die Liebe vom anderen wirklich existiert
  • Dass der andere sich jemals bekennt und sich wirklich einlässt
  • Dass der andere sich aus seinen alten, negativen und destruktiven Mustern herauslöst
  • Dass beide tatsächlich als wirkliches Paar zusammenkommen
  • Dass der andere seine Angst besiegt

 

Solange all diese Zweifel und das Misstrauen besteht, KANN der andere sich nicht einlassen.

Weil auch hier wieder nur Dinge ans Tageslicht kommen und sichtbar gemacht werden, die immer in BEIDEN vorhanden sind.

 

  • Zeigt der eine noch Angst, hat auch der andere Angst
  • Ist der eine misstrauisch, vertraut auch der andere nicht
  • Zweifelt der eine, glaubt auch der andere nicht
  • Kontrolliert der eine (seine Gefühle, die Situation oder sich selbst), kontrolliert auch der andere
  • Flüchtet der eine im Außen, flüchtet auch der andere (nicht sichtbar im Innen)
  • Usw...

 

Das energetische Band zwischen beiden ist so stark, dass ER im Außen flüchten MUSS, um im Spiegel so zu zeigen, wo SIE sich selbst in ihrem Inneren noch sichtbar werden darf.

Denn, ER befindet sich ja bereits die ganze Zeit absolut und vollkommen bei SICH SELBST!

 

Viele kommunizieren dies sogar nach außen. Mit Sätzen wie z. B.

 

  • Komm endlich aus deinem Schneckenhaus heraus
  • Ich wünsche dir, dass du dir sichtbar wirst
  • Durch dich habe ich zu mir gefunden

 

Da das männliche Dual bzw. der Kopfmensch ganz genau weiß, was er will und was nicht. Wo bei den weiblichen Dualen bzw. Herzensmenschen noch oft große Unsicherheit herrscht. Da viele noch lange nicht in ihrer ureigenen Mitte und vollkommen bei sich selbst angekommen sind. Auch wenn irrtümlich manches Mal gedacht wird, dass es schon so ist.

Was er im Außen immer wieder spiegelt. Was aber von vielen Herzensmenschen gar nicht erst gesehen und erkannt wird. Weil sie ihr ureigenes und wahres Selbst noch gar nicht sehen und erkennen können. Da sie ihre Energie und Aufmerksamkeit immer auf den anderen im Außen und nicht auf sich selbst und ihr ureigenes Inneres lenken.

Deshalb wird auch die eigene Angst oft nicht gesehen. Da der Lichtkegel der Aufmerksamkeit immer nur darauf gelenkt wird, dass ER es ist, der vermeintlich (wieder einmal) die Flucht ergreift.

ER kann sich aber nur vollkommen und absolut und zu einhundert Prozent auf SIE einlassen, wenn SIE sich absolut – ohne jegliche faulen Kompromisse – zu einhundert Prozent auf SICH SELBST einlässt.

Beide müssen also die Kontrolle abgeben und ihre Ängste auflösen. Denn das energetische Band zwischen beiden wirkt. Immer. Und jederzeit.

Wenn einer der beiden Duale an diesem Band zieht und sich aus purer Angst am anderen festklammert, muss der andere zwangsläufig flüchten. Und je fester an diesem Band gezogen, desto mehr kontrolliert und geklammert wird, desto schneller und weiter weg flüchtet er.

Nur, wenn der eine dieses energetische Band absolut loslässt - den anderen voll purem Vertrauen frei lässt – ihn einfach SEIN lässt - und vollkommen gelassen in sich selbst ruht, kann der andere wieder ganz von alleine zurückkommen. Für immer. Weil beide per se ganz genau wissen, dass sie zusammengehören.

 

                                                                   © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Worin Sie den Unterschied zwischen Seelenpartnern & Narzissten erkennen


Unterschiede Seelenpartner & Narzisst

Ab und an kommt es vor, dass toxische Partner wie Narzissten oder Borderliner für Seelenpartner oder gar Dualseelen gehalten werden. Oder dass umgekehrt der Verdacht besteht, der Seelenpartner oder das Dual könnte in Wahrheit ein Narzisst sein oder unter der Borderlinestörung leiden. Auch lese ich immer wieder einmal, dass Narzissten fälschlicherweise als Psychopathen betitelt werden. All dies sind aber unterschiedliche Dinge! Seelenpartner und Dualseelen sind in der Regel KEINE Narzissten. Und auch keine Borderliner. Und erst recht keine Psychopathen. Die Wahrheit sieht meiner Erfahrung nach nämlich vollkommen anders aus...

Nämlich so, dass NACH einer toxischen Beziehung mit einem Borderliner oder Narzissten plötzlich der Seelenpartner oder die Dualseele im Leben auftaucht.

Um sich gegenseitig dabei behilflich zu sein, die beiden hochgradig verletzten Seelen zu heilen. Und sich die alten, destruktiven Muster bewusst zu machen. Denn gerade bei Dualseelen gibt es viele Parallelen im Leben. Und beide haben ähnliches erlebt. Nur eben aufgrund der Gegensätzlichkeit beider auf unterschiedliche Weise und mit anderen Auswirkungen. Schlimmstenfalls hatten beide in ihrer Vergangenheit mindestens eine toxische Beziehung. Da sie – vor allem als hochsensible oder emotional sensible Menschen - anfällig dafür sind.

Wenn es sich anstatt des Seelenpartners oder Duals tatsächlich um einen Borderliner oder Narzissten handelt, trägt man als Partner per se das dazu passende Muster in sich.

Auch wenn viele das nicht erkennen, sehen und zugeben wollen. Man leidet also an einer Komplementärstörung. Was im Klartext bedeutet, man passt sich an, verbiegt sich permanent, ordnet sich klaglos unter, lässt sich alles gefallen und stellt seine ureigenen Bedürfnisse ganz weit hinten an.

Weshalb auch hochsensible und emotional sensible Menschen so anfällig für toxische Partner sind. Da sie aufgrund ihrer Konditionierungen, tiefsitzenden Ängste und negativen Glaubenssätze oft genau dieses passende Muster aufweisen.

Wenn man nun schlimmstenfalls an einen echten Psychopathen als Partner gerät, würde man das über einen langen Zeitraum gar nicht merken. Da diese sehr subtil arbeiten. Und nach außen hin als der perfekte Partner/die perfekte Partnerin gelten. Was sie in Wahrheit gar nicht sind. Ja, gar nicht sein können. Hier wird eine künstliche Fassade errichtet, die nur äußerst schwer zu durchschauen ist. Denn echte Psychopathen sind äußerst raffiniert in dem, was sie tun. Denn sie haben nur ein einziges Ziel. Andere Menschen gezielt auszunehmen und zu schröpfen. Emotional, seelisch, finanziell. Was überhaupt nicht und in keiner Weise zum Narzissten passt.

Und auch nicht zu einem echten Seelenpartner und Dual. Da diese von Grund auf respektvoll und achtsam miteinander umgehen. Und sich niemals wissentlich und bewusst gegenseitig verletzen. 

Der Narzisst benutzt zwar andere durchaus für seine Zwecke, aber vollkommen anders, als ein Psychopath das tut. Während der Borderliner nur darauf aus ist, Liebe zu erhalten. 

Ein Prozent der Menschheit gilt als psychopathisch. Das ist ein Mensch unter Hundert. Der Psychopath wird als solcher geboren.

Beim Narzissten und Borderliner dagegen entwickelt sich diese Störung der Persönlichkeit durch die negativen und destruktiven Erfahrungen im Laufe des Lebens, meist aber in der Kindheit.

Bei den Persönlichkeitsstörungen Narzissmus und Borderline scheiden sich die Geister. Angeblich sind es schätzungsweise ca. 1-2 Prozent der Bevölkerung. Das wären 1 – 2 von Hundert. Was ich aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung mit einem Fragezeichen im Raum stehen lasse.

Dazu kommen noch Mischstörungen, bei der beispielsweise zu der narzisstischen Störung zusätzlich noch die Borderlinestörung entwickelt wird. Die Dunkelziffer der nicht erkannten und somit nicht diagnostizierten Fälle ist hoch.

Wenn man diese Zahlen nun gezielt auf die Seelenpartner- und Dualseelenverbindungen anwendet, kommt es rein theoretisch tatsächlich zu einem sehr geringen Prozentsatz an Persönlichkeitsstörungen unter ihnen. Was aber im Verdachtsfall immer gründlich überprüft werden sollte.

Hier kommt auch die immer aktuelle und wichtige Frage zum tragen, ob wir heutzutage in einer narzisstischen Gesellschaft und einer Borderlinegeprägten Welt leben.

Mein Fazit dazu, ein eindeutiges „Ja“ - da mir hierzu zu viele Einzelfälle bekannt sind, um diesen Fakt zu verleugnen, zu verdrängen oder einfach wegzuschieben. Geschweige, dies überhaupt zu wollen.

Wenn der Psychopath also vermeintlich ein Seelenpartner oder das Dual wäre oder andersherum, der vermeintliche Seelenpartner oder das Dual würde sich in Wahrheit als echter Psychopath entpuppen, könnte man dies auch sehr lange nicht erkennen, da Psychopathen ihre Opfer bis ins kleinste Detail imitieren. Sie spielen und spiegeln die Gefühle nur. Denn echte Psychopathen können nicht fühlen. Sie haben keine Emotionen. Da bei ihnen von Geburt an im Kopf etwas „falsch verdrahtet“ ist. Der innere Schalter für Gefühle und Emotionen steht quasi auf „Aus“.

Einen echten Psychopathen erkennen Sie daran, dass die Menschen zwiespältiger Meinung sind, was diesen Menschen betrifft.

Auch die Familie in der ein Psychopath sich befindet oder sich bewusst eingeschlichen hat, spaltet sich in zwei Lager.

Die einen sind die absoluten Fans dieses Menschen und bewundern ihn zutiefst, während die anderen diesen nicht leiden können, sich von ihm fernhalten und sein Verhalten kritisieren. Also nichts mit ihm zu tun haben wollen. Da sie unbewusst spüren, dass mit diesem Menschen etwas nicht stimmt. Hier sollte man unbedingt auf seine Intuition hören. Und bei Verdacht nicht vorschnell urteilen, sondern sehr genau hinsehen. Und die Fakten bewusst prüfen.

Ich weiß nicht, wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass es sich bei einigen Seelenpartnern um Narzissten – bzw. bei Menschen mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung um Seelenpartner handeln soll. Und wer dieses Gerücht ungeprüft und ohne jede wirkliche Ahnung von der Materie immer weiterträgt.

Aus meiner Erfahrung kann ich beruhigenderweise bestätigen, dass es sich bei Seelenpartnern und Dualseelen normalerweise NICHT um Borderliner oder Narzissten oder gar Psychopathen handelt.

In meinen vielen Beratungsgesprächen der letzten Jahre war höchstens eine Handvoll Menschen darunter, bei denen tatsächlich eine vorhandene Persönlichkeitsstörung des Partners/der Partnerin mit einer vermeintlichen Seelenpartnerschaft kollidiert ist.

Hier wird meiner Ansicht nach von einigen – die emotional abhängig von solchen Partnern sind - sehr viel Wunschdenken (vor allem, wahrhaftig und tief geliebt zu werden) in diejenigen Menschen projiziert!

Außerdem verhalten sich Narzissten und Borderliner destruktiv zerstörend...

Borderliner leiden unter einem massiven Nähe-Distanz-Problem aufgrund gravierender Angst vor Nähe. Also an einer Beziehungsstörung. Da die typische Symptomatik immer nur dann auftaucht, wenn – subjektiv empfunden – zuviel Nähe zum Partner/zur Partnerin existiert. Was sich auch deutlich daran zeigt, dass Borderliner gerne (nicht immer und nicht alle!) von Beziehung zu Beziehung springen und sich oftmals nicht langfristig auf einen Partner festlegen können. Aber es gibt durchaus auch über viele Jahre aufrechterhaltene Partnerschaften. In denen der „gesunde“ Partner/die Partnerin allerdings meist seelisch und emotional vollkommen zerstört wird, absolut emotional abhängig geworden ist und sein wahres Selbst komplett aus den Augen verloren hat. Borderliner agieren aus einer massiven Verlustangst heraus und spiegeln ihren Partnern ebenfalls die tiefsten seelischen Abgründe. Allerdings rein manipulativ. Und ich wage zu behaupten, dass sie das unbewusst tun. Und nicht mit Absicht oder aus bösem Willen, wie es von manchem aus Unwissen oder Unmut unterstellt wird. Borderliner können nicht alleine sein und tun von daher alles dafür, um den Partner/die Partnerin emotional abhängig von sich zu machen. Und ihn so bei sich zu halten. Schnell entsteht hier eine symbiotische Bindung, die alles andere als gesund ist. 

...während die Dualseelenbeziehung IMMER eine HEILENDE Beziehung ist.

Tatsächlich gibt es sehr klare Abgrenzungen, an denen deutlich sichtbar wird, welche Art von Partner man wirklich in seinem Leben und an seiner Seite hat. Und es zeigen sich deutliche Unterschiede im männlichen und weiblichen Narzissmus.

 

Wenn nämlich der Mensch, den Sie (vermeintlich) zutiefst lieben, folgende Merkmale aufweist...

 

  • Grundsätzlich sehr „Ich-Bezogen“ ist und alles sich immer nur um ihn dreht
  • Ständig nur bewundert werden will und dabei niemals gesättigt wird – soll heißen, egal wie sehr er bewundert und gelobt wird, es ist niemals genug
  • Immer die Fäden in der Hand haben und alles kontrollieren will
  • Grundsätzlich den Tagesablauf bestimmt – was gemacht oder nicht gemacht wird
  • Er bestimmt – verbietet oder erlaubt „gnädigerweise“ – was man als Partner/Partnerin tun und kaufen darf
  • Permanent versucht, Sie von Ihrem gewohnten Umfeld zu isolieren – von Ihrer Familie, Freunden, Kollegen
  • Sie Ihr Lachen, Ihre Fröhlichkeit und Ihre Lebensfreude verloren haben
  • Ihnen die Energie absaugt wie ein Vampir
  • Permanent äußerst launisch und impulsiv ist
  • Die Welt in einer verzerrten Realität wahrnimmt und sieht
  • Die Erwartungen dieses Menschen an andere vollkommen unrealistisch und utopisch sind
  • Permanent nach Macht, Status, Äußerlichkeiten, Schönheit, Perfektion strebt
  • Permanent neidisch auf Menschen, die mehr haben als er, ist
  • Emotional äußerst sensibel reagiert
  • Sich nur mit Menschen abgibt, die er für „würdig“ empfindet, sich mit ihnen abzugeben
  • In Wahrheit einen sehr geringen Selbstwert aufweist
  • Schwarz-weiß-Denken hat
  • Einen starken Mangel an Empathie zeigt
  • Nicht auf die Bedürfnisse anderer eingeht – auch nicht die, der Menschen, die ihm sehr nahe stehen
  • Sich permanent im Recht fühlt
  • Massive Angst vor der Bewertung durch andere hat
  • In Beziehungen emotional nicht erreichbar ist bzw. Beziehungen auf emotionaler Distanz führt
  • Unter gewaltiger Selbstüberschätzung und ständigem Imponiergehabe leidet
  • Absolut nicht kritikfähig ist
  • Äußerst arrogant wirken kann

 

...handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen männlichen Narzissten.

Es gibt aber nicht DEN einen Narzissten. Sondern auch hier gelten einige Abstufungen und die individuelle Situation.

Narzissten besitzen einen unglaublichen und unwiderstehlichen Charme, dem man sich nicht entziehen kann, wenn man das passende Muster dazu aufweist. Und auf deren Verhalten anspringt. Sie sind äußerst redegewandt und wickeln einen so gekonnt um den Finger, dass man gar nicht anders kann, als ihnen zu verfallen. Weil sie ungeheures Charisma ausstrahlen. Und sehr gekonnt die höchsten Gefühle in einem auslösen.

Weshalb sie - genau wie Borderliner - fälschlicherweise für Seelenpartner gehalten werden können.

Narzissten sind nicht per se schlechte Menschen. Sondern sie haben einfach ein massives Geltungsbedürfnis. Ihr ganzes Verhalten schreit förmlich danach, geliebt und angenommen zu werden, wie sie sind.

Männliche und weibliche Narzissten unterscheiden sich per se in ihrem Verhalten. Der weibliche Narzissmus wirkt sich viel subtiler und feiner, aber auch heimtückischer aus.

 

  • Eine Narzisstin lebt im Extrem – entweder geht sie vollkommen in dem Mann an ihrer Seite auf, verbiegt sich und passt sich bis zum geht nicht mehr an und macht sich emotional abhängig oder sie bleibt absolut unabhängig und alleine
  • Sie leidet permanent unter starken emotionalen Schwankungen
  • Sie ist auf der ständigen Suche nach äußerer Perfektion – die Fassade muss immer stimmen
  • Sie ist sich selbst niemals gut genug und ist niemals mit ihrem Äußeren zufrieden, egal was sie auch für sich tut
  • Sie hat Idealvorstellungen von sich selbst und ihrem Aussehen, kann sie sich selbst diese Vorstellung nicht erfüllen, bestraft sie sich selbst dafür
  • Sie ist sehr sensibel auf allen möglichen Ebenen und in sämtlichen Bereichen – sie will immer die Beste, Schönste und Erfolgreichste sein
  • Sie will unbedingt geliebt werden und ist auf ständiger Suche nach dieser perfekten Liebe
  • Ihre Kinder sind ihr verlängerter Arm – funktionieren sie nicht so, wie sie sich das vorstellt, wird dasjenige Kind zum Sündenbock abgestempelt und für alles – zu Unrecht - schuldig gesprochen. Dem Kind wird permanent impliziert, wie schwierig und kompliziert es doch angeblich sei. Sind mehrere Geschwister vorhanden, werden diese von der narzisstischen Mutter gegeneinander ausgespielt. Die einen werden zum Sündenbock abgestempelt und die anderen zum Goldkind auf ein imaginäres Podest gestellt. Außerdem werden diese ständig kritisiert und angebliche Fehler werden vorgehalten. Sie werden schuldig gesprochen, für das angebliche „Unglück“ der Mutter verantwortlich zu sein. Für Außenstehende ist dies sehr schwer durchschaubar, da die narzisstische Mutter nach außen hin jammert und über ihre angeblich so schwierigen Kinder klagt, mit denen sie nicht klarkommt und nicht umgehen kann
  • Sie leidet unter stark mangelndem Selbstwert und ist auf ständiger Suche nach Bewunderung
  • Sie führt Beziehungen mit ständiger Nähe und Distanz
  • Sie unterdrückt ständig die wahren Bedürfnisse ihrer Seele, weil sie sich zu sehr anpasst aus Angst, nicht gemocht und nicht geliebt zu werden
  • Sie überschreitet ständig die Grenzen ihrer Kinder, mischt sich ungefragt in alles ein, projiziert ihre eigenen Unzulänglichkeiten auf ihr Kind, streitet ab, gewisse Dinge ausgesprochen und gesagt zu haben, manipuliert die Gefühle ihrer Kinder, deckelt sie und hält sie klein
  • Sie verträgt überhaupt keine Kritik und hat grundsätzlich Recht
  • Meinungen anderer lässt sie nicht gelten
  • Sie streitet ab – Ablehnung wird als Rücksichtnahme deklariert, selbstsüchtige Manipulation wird als Hingabe dargestellt, Verleumdung und Kritik werden als „sich sorgen“ verkauft – zu anderen sagt sie grundsätzlich, dass sie doch nur das Beste für ihre Kinder will, aber die seien ja so „undankbar“ – gibt ihren Kindern (die sie als Sündenbock deklariert) chronisch das Gefühl, niemals gut genug für irgendetwas zu sein

  
Es gibt tatsächlich eine psychologisch fundierte Fangfrage, mit der Sie einen echten Narzissten entlarven können.

Fragen Sie doch bei Verdacht diesen Menschen einfach mal, ob er sich für narzisstisch hält. Wenn er darauf mit einem strahlenden „Ja“ antwortet, haben Sie ihn schon. Denn, natürlich ist er stolz darauf, ein Narzisst zu sein.

Es kann aber auch sein, dass er dieser Frage sehr geschickt ausweicht und sagt: „Sind wir nicht alle ein bisschen narzisstisch?“ Was vor allem weibliche Narzisstinnen tun. Da sie viel subtiler vorgehen. Und vor allem sehr kluge und intelligente Wesen sind.

Jemand, der eindeutig NICHT narzisstisch ist, lacht nur milde über diese Frage und bleibt vollkommen gelassen. Oder weist den falschen Verdacht entrüstet von sich.

Ein Seelenpartner oder Dual weist normalerweise NICHT die obigen Merkmale auf!

Seelenpartner und Dualseelen die NACH einer solch toxischen Beziehung aufeinander treffen, triggern sich aber ganz gewaltig gegenseitig die erlebten Dinge an. Und drücken permanent unbewusst Knöpfe beim anderen. Da oft beide ähnliches erlebt haben in ihrer jeweiligen Vergangenheit. Was hier wiederum logisch wiederkehrende Flucht, Rückzüge und eventuelle Kontaktabbrüche sehr begünstigt und erklärt. Da beide dieses ständige getriggert werden nicht aushalten können. Was auch mit ein Grund dafür ist, warum gerade diese Seelenpartner oder Dualseelen fälschlicherweise für Narzissten oder Borderliner gehalten werden. Mit der Zeit, wenn beide Seelen in die Heilung gehen, wird das aber immer besser. Und beide finden immer mehr zusammen. Da hier die bedingungslose Liebe immer mehr zum tragen kommt.

Beide sind erst einmal meilenweit von der eigenen Mitte entfernt. Können aber in Quantensprüngen mit ihrer Entwicklung aufholen und fast in „Nullkommanichts“ in innere Gelassenheit und ihr wahres und authentisches Sein zurückspringen.

Anhand folgender Geschichte wird deutlich, wie die narzisstische Störung entstanden sein soll...

Nach der griechischen Mythologie war Narziss der Sohn des Flussgottes Kephisos und der Leiriope (eine Nymphe). Wegen seiner ungemeinen Schönheit war er sehr umworben, wies aber die Liebe der Nymphe Echo zurück. Als Strafe dafür soll er von Aphrodite dazu verdammt worden sein, sich in sein eigenes Spiegelbild zu verlieben. An dieser erotischen Liebe zu sich selbst ist Narziss nach der Mythologie auch gestorben. Nach einer Version soll er die von Wellen erzeugten Verzerrungen seines Spiegelbildes für Realität gehalten haben, da er die vermeintliche Hässlichkeit nicht ertragen konnte, starb er. Nach einer anderen Version ertrinkt er beim Versuch sich mit seinem Spiegelbild zu vereinen. In einer dritten Version soll er nachdem er sein Spiegelbild gesehen hatte und dieses seiner Phantasie über seine großartige Schönheit nicht genügte sich selbst erstochen haben. Eine vierte Version geht davon aus, dass er in seine Zwillingsschwester verliebt war und deren Tod nicht ertragen hat. Beim Anblick des Spiegelbildes im Wasser soll er immer an sie erinnert worden sein, was er nicht ertragen habe und ihn in den Selbstmord getrieben habe. Aus seinem Blut soll eine Blume gewachsen sein, die man seit dem Narzisse nennt. Der Begriff der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung im Sinne einer neurotischen Selbstverliebtheit bei gleichzeitig hoher Empfindlichkeit ist in Anlehnung an diese Mythologie entstanden.

...und macht auch überdeutlich sichtbar, warum Narzissten immer wieder mit Seelenpartnern und Dualseelen verwechselt werden.

Oder warum Seelenpartner für Narzissten gehalten werden.

Auch bestätigt dies meine schon weiter oben erwähnte Meinung und Erfahrung, dass hier tatsächlich sehr viel Wunschdenken existiert oder schlimme Erfahrungen aus der eigenen Vergangenheit angetriggert und in den vermeintlichen Seelenpartner oder das vermeintliche Dual hinein projiziert und in dessen Verhalten und in die eigenen Gefühle hinein interpretiert wird.                                                                   

                                                                               © Iris Fischer – sensible-seele.net


Seelenpartner & die Kapitulation vor der Liebe

 

Dualseelen & die Kapitulation vor der Liebe

Irgendwann auf unserem Weg kommen wir an einen Punkt, an dem wir aufgeben. Den Kampf für oder gegen die wahre Liebe einfach aufgeben. Nicht die Liebe an sich aufgeben, sondern damit aufhören, die Liebe zu kontrollieren. Den Widerstand gegen unser wahres Sein beenden. Uns stattdessen unserer Angst bewusst stellen. Und uns vollkommen auf unser Dual, auf die wahrhaftige Liebe und auf unser wahres authentisches Sein bewusst einlassen. Wir kapitulieren vor dieser unendlichen Kraft der wahren Liebe. Lassen uns vom urgewaltigen Sog des Lebens einfach nur mitziehen. Uns in den strömenden Fluss der Liebe und des Lebens fallen und vertrauensvoll darin treiben. Ohne uns in irgendeiner Weise dagegen zu wehren. Oder etwas dafür zu tun, die Richtung zu bestimmen, in die es geht. Wir lassen es einfach fließen. Weil uns sehr bewusst geworden ist, wie sinnlos der Kampf gegen uns selbst, gegen oder für unser Dual und gegen oder für die wahre Liebe an sich ist...

In dem Augenblick, in dem wir - bzw. unser Ego dass immer nur „haben will“ – kapitulieren und es aufgeben, die Liebe zu kontrollieren, fühlt es sich an, als ob wir unser eigenes Selbst vernichten. Ein Selbst, dass wir für echt gehalten haben, obwohl dieses Selbst lediglich aus faulen Kompromissen bestanden hat. Und von tiefsitzenden Ängsten, Blockaden und destruktiven Mustern überlagert, begleitet und fremdbestimmt war. Und nicht wirklich unser wahres existierendes Sein gezeigt hat. Es fühlt sich an, als ob wir in ein bodenloses Nichts gezogen werden, ohne zu wissen, was weiter mit uns passiert. Wir fühlen uns innerlich leer. Und diese Leere wollen wir automatisch füllen.

Eine unglaubliche Sehnsucht tobt plötzlich in uns und ist so intensiv und präsent, dass es nur noch schmerzt. Und einfach nur gewaltig weh tut. Und eine urgewaltige Verlustangst breitet sich in unserem Inneren aus. Bricht wie riesige Wellengebirge hoch über uns zusammen. Eine Verlustangst, die wir schon lange besiegt glaubten. Eine Verlustangst, die wir fälschlicherweise für die Angst halten, unser Dual nun endgültig zu verlieren. Stattdessen zeigt uns diese immense Angst, dass wir in Wahrheit Angst davor haben, unser für echt gehaltenes Selbst zu verlieren. Weil das Neue und Unbekannte es ist, dass diese urgewaltige Angst in uns auslöst. Und die tiefe Ungewissheit uns überfällt, was es eigentlich bedeutet, unserem nackten und wahren Selbst gegenüberzustehen. Der Liebe an sich und der nackten Wahrheit über unser eigenes, wirklich authentisches Sein gegenüberzustehen.

Die tiefe Sehnsucht ist nichts anderes, als ein Zeichen, dass wir uns zurücksehnen, nach dem, was wir viele Jahre lang gewöhnt sind. Was wir in- und auswendig kennen. Eine künstlich erschaffene Welt, in der wir uns sicher fühlen. Nämlich die Welt unseres Verstandes. Eine riesengroße Illusion – eine Fata Morgana - in unserem Kopf, aus all unseren bewertenden Gedanken. Die uns ein vermeintliches Sicherheitsnetz geboten haben, in das wir uns jederzeit flüchten und fallen lassen konnten. Nämlich in das Netz all unserer destruktiven Muster, sorgsam gehüteten Fassaden und aufgesetzten Masken. Die uns allesamt in der Bequemlichkeit unserer Komfortzone haben ausharren lassen. Ein selbstgesponnenes Netz aus Lug und (Selbst-) Betrug, Täuschung und Selbsttäuschung. Die nackte Wahrheit haben wir lange verdrängt. Unsere wahren Gefühle viele Jahre unterdrückt. Unser authentisches Sein lange Zeit verleugnet. Einfach nicht wahrgenommen. Obwohl es die ganze Zeit über da war. Denn die Stimme unserer Seele hat uns mit unserer tiefen Sehnsucht und körperlichen Symptomen immer wieder aufmerksam darauf gemacht. Allerdings wollten wir diese Stimme nicht hören. Weil wir uns selbst getäuscht und viele Jahre etwas vorgemacht haben.

Allerdings projizieren wir diese Sehnsucht automatisch erst einmal auf unser Dual. Weil er sich zeitgleich und unerwartet auch von uns wieder entfernt. Und noch einmal zurückzieht. Als ob er spüren würde, dass er gerade stillhalten und vielleicht ein letztes Mal – vermeintlich vor uns – in Wahrheit aber vor sich selbst - flüchten MUSS, damit wir den endgültigen Sprung zurück in unser wahres Selbst schaffen. Dass wahre Selbst, das schon immer in uns existiert, wir dies aber nicht (mehr) sehen konnten, aufgrund all unserer unpassenden Konditionierungen und destruktiven Muster. Und wir diesen Sprung bewusst vollziehen. Damit ER uns dann tatsächlich nachfolgen und sich vollkommen zu uns bekennen kann.

Unser Ego bäumt sich nochmals ganz gewaltig auf und rebelliert, wehrt sich heftig gegen die aufkommende Hilflosigkeit und das immense Gefühl des vermeintlichen ausgeliefert Seins. Es wehrt sich ein letztes Mal gegen die Einsicht, die Dinge nicht mehr kontrollieren zu können. Sondern sie einfach nur zu akzeptieren. Und anzunehmen, wie sie sind. Mit unserem Ego keine Dramen mehr zu inszenieren, um im Außen das zu erhalten, was wir mit unserem Verstand und unseren bewertenden Gedanken permanent unbedingt „haben“ wollen. Sondern endgültig unser Herz entscheiden zu lassen. Uns nicht mehr in der Illusion unseres Verstandes zu verlieren, dass wir vermeintlich nicht gut genug sind, so wie wir sind. Oder dass wir es nicht verdient hätten, wahrhaftige Liebe (von unserem Dual) zu erhalten. Oder dass uns alles entgleitet, was die Liebe an sich angeht.

Weil uns nun sehr bewusst ist, dass wir viele Dinge, die die Liebe betrifft, eben wirklich nicht in unserer Hand haben. Und mit unserem Bewusstsein kontrollieren, beeinflussen oder steuern können. Dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich gegen unser wahres Sein ständig zu wehren. Und unseren inneren Widerstand weiter aufrechtzuerhalten. Was wir ja nur aus alter Gewohnheit tun. Weil wir es nicht anders kennen. Und über einen langen Zeitraum als vollkommen „normal“ angesehen haben. Und weil all dies nun mit aller Gewalt an die Oberfläche unseres Bewusstsein dringt. Sich plötzlich überdeutlich sichtbar in unserem Leben manifestiert. Wir können überhaupt nicht anders, als die Dinge auf der Stelle zu klären. Sie gezielt zu heilen, zu wandeln und zu transformieren. Und so ganz bewusst endgültig aufzulösen.

Absolute und kristallklare Klarheit in uns selbst, in unserem Leben und auch in der Beziehung zu unserem Dual zu schaffen. Weil das Universum, das Leben - die reine Existenz und das pure Sein an sich - diese kristallklare Klarheit nun von uns fordert. Die alten Muster funktionieren nicht mehr. Was auch unser Dual sehr deutlich spürt. Und auf allen Ebenen seines ureigenen Seins mitbekommt. Wie er damit umgeht, liegt nicht in unserer Macht. Ob er es schafft, endgültig auf sein Herz zu hören und uns gegenüber danach handelt, was sein Herz ihm sagt, ist alleine seine Entscheidung. 

Indem wir kapitulieren und jegliche Kontrolle bewusst aufgeben, stehen wir absolut und vollkommen – ohne jeglichen faulen Kompromiss – zu unserem wahren, authentischen Sein. Zu der Liebe zu uns selbst und zu der wahren Liebe an sich. Aber auch zur Liebe zu unserem Dual.

Wir schälen uns Schicht für Schicht nun sehr bewusst heraus aus allem, was wir nicht mehr brauchen in unserem Leben. Und befreien unser authentisches und wahres Sein. Wir befreien die Liebe in uns. Die lange Zeit zugedeckt war von einer dicken Schicht Angst - und allen destruktiven Mustern, die sich im Laufe der Zeit in unserem Leben auf unserer Seele abgelagert haben. Die versteckt war hinter sorgsam gehüteten Fassaden und einstudierten Rollen. Verborgen und für uns selbst nicht sichtbar hinter unserer sorgfältig hochgezogenen Dornenhecke. Die unser vermeintlicher Schutz vor erneuten Verletzungen war. Die in Wahrheit aber ein Schutz gegen uns selbst war. Und wir stellen uns nun dieser urgewaltigen Angst. Gehen ihr entgegen und verschmelzen regelrecht mit ihr.

Wir lassen es nicht mehr zu, dass uns irgendjemand drangsaliert und in irgendeiner Weise daran hindert, vollkommen authentisch zu Sein. Endlich UNS SELBST zu leben. Und nicht mehr anderen zuliebe – die uns in Wahrheit gar nicht lieben und uns nicht authentisch sein lassen, da sie selber nicht authentisch sind und sich selber nicht genügend lieben – zu verbiegen oder uns an äußere Gegebenheiten anzupassen, die uns in Wahrheit nur zuwider sind. Die wir überhaupt nicht wollen. Und die weder zu uns, noch in unser Leben passen. Weil wir uns mit diesen Dingen weder identifizieren, noch mit unserem Herzen wirklich und wahrhaftig dahinter stehen können.

Die immer noch vorhandenen Reste der Dornenhecke um unser wahres Selbst fallen komplett in sich zusammen. Und liegen nun verstreut zu unseren Füßen. Vorsichtig steigen wir nun sehr bewusst über diese Reste hinweg, um uns nicht an den vorhandenen Dornen zu stechen. Und uns selbst somit erneut zu verletzen.

Vollkommen „nackt“ und schutzlos stehen wir nun da. Vor unserem wahren Selbst. Vor der urgewaltigen Kraft der wahren Liebe. Vor der nackten Wahrheit an sich. Die nun in ihrer absoluten Vollkommenheit sichtbar für uns wird. Und nun endlich wirklich vollkommen aufblühen und sich zu ihrer wahren Schönheit und Pracht entfalten kann.

Urplötzlich SEHEN und erkennen wir die tatsächlichen Auswirkungen der riesigen Angst in uns und unserem geliebten Dual. Wir erkennen die fatalen Auswirkungen all unserer bisherigen negativen Konditionierungen auf unser gesamtes Sein. Auf all die verschiedenen Bereiche und Ebenen unseres Lebens. Und sämtlicher vorhandenen oder gewesenen Beziehungen. Und weshalb wir uns selbst nicht erlaubt haben – ja dies überhaupt nicht konnten - wirklich vollkommen und absolut WIR SELBST zu sein.

Wir sehen SEINE Angst so überdeutlich, dass uns dies in der Seele heftig schmerzt. Weil wir nun wiederum erkennen, wie sehr die Angst unser eigenes bisheriges Leben und die Liebe bestimmt hat. Verhindert hat, dass wir tatsächlich glücklich waren. Verhindert hat, dass wir es zulassen konnten, wirklich und wahrhaftig geliebt zu WERDEN. Und diese Liebe vom anderen auch tatsächlich zu erhalten. Verhindert hat, dass wir wirklich funktionierende, lebendige, erfüllende Beziehungen mit echter seelischer und emotionaler Nähe, Innigkeit und Intimität führen konnten. Die verhindert hat, uns der wahren Liebe zu stellen. Uns UNS SELBST zu stellen. Die verhindert hat, dass die Liebe vollkommen frei fließt und eine Konstante in der Liebe vorhanden war. Die verhindert hat, dass wir bleiben, anstatt immer wieder zu flüchten. Und vor uns selbst und vor der wahren Liebe zu fliehen. Und gleichzeitig immer weiter nach der wahren Liebe im Außen zu suchen. Nicht wissend, dass die wahrhaftige Liebe die ganze Zeit tief in unserem Inneren geschlummert hat. Und nur darauf gewartet hat, aufgeweckt zu werden und endlich bewusst gelebt werden zu dürfen. Sich vollkommen erfüllen und entfalten zu dürfen. Und sich aus sich selbst heraus immer wieder erneuern zu dürfen. Einfach auf natürliche Weise fließen zu dürfen.

Tiefe Verwirrung breitet sich in uns aus, angesichts der Tatsachen und immensen neuerlichen (Selbst-) Erkenntnisse, die sich in uns auftun. Und die uns klarmachen, wie weit wir schon vor Jahren hätten sein können, hätten wir unser Leben nicht permanent fremdbestimmen und von anderen steuern lassen.

Uns wird bewusst, wie kostbar das Leben an sich ist. Das jede Sekunde, in der wir uns NICHT selbst leben, glasklar verschwendete und unwiederbringliche Lebenszeit ist.

Wir haben nun keine Lust und keine Zeit mehr, weitere kostbare Momente und Augenblicke unseres Lebens verstreichen zu lassen, ohne etwas für UNS zu tun. Ohne ganz bei uns selbst zu sein. Ohne vollkommen IN Liebe – zu uns selbst und zu unserem Dual - zu sein.

Wir tun nun nur noch die Dinge, die wir auch wirklich mit unserem Herzen tun wollen, lassen nur noch Menschen in unserem Leben zu, die uns wirklich wichtig sind und die uns ernsthaft etwas bedeuten. Wir widmen uns nur noch Dingen, mit denen wir uns vollständig mit unserem Gefühl identifizieren können. Hinter denen wir mit unserem ganzen Sein stehen.

Wir tun die Dinge nicht mehr anderen zuliebe, um uns zu verbiegen, sondern wir tun die Dinge für UNS selbst. Weil wir lieben, was wir tun. Und weil wir uns vollkommen wohl damit fühlen. Wohlfühlen in uns selbst und mit uns selbst. Mit allem, was unser wahres Sein ausmacht.

Wir leben und zeigen uns in all unseren sensiblen und emotionalen (ur-weiblichen als Frau und ur-männlichen als Mann) Facetten. Weil UNS das so gefällt. Und weil unser Herz und unsere Seele das tatsächlich so will.

Erst jetzt wird deutlich für uns sichtbar, dass wir in all der Zeit mit unserem Dual doch noch nicht so authentisch und wahrhaftig waren, wie wir die ganze Zeit über gedacht haben. Sondern, dass da immer noch ein winziger Rest gefehlt hat. Weshalb auch unser Dual jetzt noch einmal flüchten und sich vermeintlich vor uns zurückziehen muss. Um uns zu zeigen und sichtbar zu machen, DASS wir eben doch noch nicht vollkommen authentisch uns selbst leben. Dass wir uns immer noch ein kleines Stück verbiegen und anpassen. Und so uns immer wieder – wenn auch nur ein winziges Stück – von uns selbst – aus unserer Mitte heraus - wegbewegen. Ohne dass wir das selbst bemerkt hätten.

Er aber hat es bemerkt. Und seine Liebe zu uns „zwingt“ ihn dazu, uns genau dies zu spiegeln. Damit auch ER sich vollkommen und endgültig aus seiner eigenen Angst befreien und seine Liebe zu uns ebenfalls vollständig entfalten und sich endlich zu einhundert Prozent zu uns bekennen und sich wirklich auf uns einlassen kann. Ohne sich selbst zu drosseln. Und die Liebe in ihrer puren Existenz in irgendeiner Weise aus vermeintlichem Selbstschutz in sich zurückzubehalten.

Erst jetzt können wir wirklich die restlichen Ängste gemeinsam mit unserem Dual bewältigen. Was vorher nur vermeintlich möglich war.

Wir verspüren keinerlei Impuls mehr in uns, irgendetwas für unser Dual zu tun. Wir wenden uns uns selbst und unserem Leben zu und empfangen einfach das, was von unserem Dual zu uns kommt. Denn er (das männliche Dual) ist nun an der Reihe, wirklich aktiv zu werden und zu handeln. Was wir ihm in Zukunft nicht mehr abnehmen werden. So wie wir das in unseren alten Mustern und in unserem „alten“ Leben noch gemacht haben.

Sondern wir bleiben passiv und vollkommen bei uns. Und leben uns selbst und unser Leben. Unser Dual ist jederzeit bei uns willkommen. Unser Herz, unsere Arme und unsere Türe ist jederzeit für ihn geöffnet, aber er ist derjenige, der nun in die aktive Handlung uns gegenüber gehen muss. Wenn er uns tatsächlich in seinem Leben und an seiner Seite haben will.

Das Leben, das Universum, die reine Existenz an sich - die nackte Wahrheit und die pure Liebe in ihrem absoluten Sein - haben diese kristallklare Klarheit in uns, unserem Dual und unserem Leben geschaffen...

Und wir haben eines mit unserem Herzen endlich begriffen...in all der Zeit mit unserem Dual ging es in Wahrheit immer nur um eines. Nämlich, es ging immer nur um UNS. 

Um unser WAHRES und authentisches SELBST. Es ging die ganze Zeit darum, alle unterdrückten, verdrängten und verleugneten Anteile wieder zu uns zurückzuholen. Und somit IN uns selbst wieder vollkommen und "Ganz" zu werden. 

Unser Dual "muss" uns genau solange verleugnen, solange wir UNS SELBST verleugnen.

Unser Dual muss seine Liebe zu uns solange unterdrücken, von sich schieben und verdrängen, solange wir die Liebe zu uns selbst und unser wahres Selbst unterdrücken, von uns schieben und verdrängen. 

Eine feste Bindung mit unserem Dual ist die absolute Krönung dieser einzigartigen, wahrhaftigen und tiefen Liebe. Was aber alleine von IHM aus der Tiefe seines Herzens und dem Inneren seiner Seele kommen und sich im wahren Leben mit uns gemeinsam manifestieren muss. 

Indem er sich nämlich absolut und vollkommen bedingungslos zu uns und seiner Liebe für uns bekennt...

Weil wir UNS zu unserem wahren und authentischen Sein vollkommen bekannt haben und absolut und bedingungslos zu UNS SELBST stehen.

 

                                                                          © Iris Fischer – sensible-seele.net


Die Traumatisierungen der männlichen Dualseelen

 

Die Traumatisierungen der männlichen Dualseelen

Für mich ist es an der Zeit, einmal eine Lanze zu brechen. Eine Lanze für die sensiblen Männer der Dualseelen. Denn permanent heißt es überall, der Mann muss sich um die Frau bemühen. Die Frau soll möglichst passiv bleiben. Und nichts in Richtung ihres männlichen Duals unternehmen. Was auch für eine gewisse Zeit absolut richtig ist. Irgendwann allerdings steht fest, dass - wenn der Mann sich einmal deutlich sichtbar darauf eingelassen hat, dass ER derjenige ist, der sich um die Frau bemüht und dies per se tatsächlich TUT und somit ER eindeutig die treibende Kraft in dieser Beziehung ist  - weil die Frau gelassen in sich ruht und sich vertrauensvoll seiner liebevollen Führung überlässt, geht es zwischen beiden Dualen um ganz andere Dinge...

Es dreht sich nämlich jetzt ganz explizit um die urgewaltigen Ängste und nicht verarbeiteten Traumata aus der Vergangenheit der sensiblen Dualseelenmänner. Was auch der Grund dieser Männer ist, sich immer nur tröpfchenweise – aber niemals vollkommen - auf ihr weibliches Dual einzulassen. Obwohl diese Männer das sehr wohl genauso wollen....

Ab einer gewissen Zeit dreht es sich tatsächlich eben NICHT mehr um die Ur-Weiblichkeit und die Ur-Männlichkeit zwischen beiden Dualen. 

Weil die Energie zwischen beiden bereits ausgeglichen fließt und somit in die richtige Balance gekommen ist.

Kopfmenschen lieben grundsätzlich auf eine vollkommen andere Art und Weise als wir Herzensmenschen dies tun. Wir haben keine Probleme damit, unsere Gefühle zu zeigen und unsere Emotionen unserem geliebten Dual mitzuteilen. Anfangs tun wir das viel zu viel, was den Dualseelenmännern schlichtweg urgewaltige Angst einjagt. Weil sie es aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen ganz einfach nicht glauben, dermaßen liebenswert zu sein. Sie bleiben misstrauisch und ziehen sich aus immensen Zweifeln immer wieder zurück. Weil sie es nicht kennen, soviel wahre Liebe, Zuwendung und Zärtlichkeit tatsächlich zu erhalten. Irgendwann balanciert sich dieses aber aus und wir lernen, unsere Emotionen zu kanalisieren. Und nicht immer sofort nach außen zu tragen und ihn damit zu überfordern. Und er genießt es einfach nur, diese tiefe, intensive Liebe, Zuwendung und Zärtlichkeit von uns zu erhalten. Er genießt es schlichtweg nur, einfach vollkommen Mann SEIN zu dürfen. Er genießt es endlos, dermaßen von uns begehrt zu werden. Da er uns ja ganz genauso sehr begehrt und liebt. 

Auch die männlichen Kopfmenschen zeigen ihre Liebe. 

Nur eben auf eine vollkommen andere Art und Weise. Oft äußerst subtil. Und nicht auf den ersten Blick sichtbar. Als Frau muss man da schon sehr genau hinSEHEN. Und vor allem auch hinHÖREN. Und ebenfalls sehr genau hinSPÜREN. Er gibt uns sogar sehr subtile Zeichen, DASS er nicht imstande ist, seine Liebe zu uns ebenfalls zu artikulieren.

Die männlichen Kopfmenschen der Dualseelen wissen im Normalfall sehr genau, was sie wollen und was nicht. Was sie auch immer wieder kristallklar in Worten ihrem weiblichen Dual gegenüber definieren.

Viele Kopfmenschen TUN sehr wohl viele Dinge für ihr weibliches Dual, den Herzensmenschen. Auch wenn sie ihr weibliches Dual lange Zeit nicht wirklich in ihr Leben lassen. Sie halten sich dann vorwiegend im Leben des Herzensmenschen auf. Oder beide treffen sich permanent auf neutralem Boden. Es gibt aber auch männliche Kopfmenschen, die lassen ihr weibliches Dual „häppchenweise“ in ihr eigenes Leben.

Die männlichen Kopfmenschen der Dualseelen können sich deshalb oft nicht vollkommen und zu einhundert Prozent auf ihr weibliches Dual einlassen, weil urgewaltige Ängste und nicht verarbeitete seelische Verletzungen – bis hin zu handfesten posttraumatischen Belastungsstörungen - sie davon abhalten, sich nochmals in eine feste Bindung zu stürzen. Trotz oder gerade aufgrund der tiefen Gefühle, die sie sehr wohl für ihren weiblichen Herzensmenschen haben. Und trotz der urgewaltigen Sehnsucht nach Erfüllung dieser Liebe, die bei ihnen genauso stark und intensiv vorhanden ist.

Je sensibler die Männer sind, desto intensiver und stärker wirken sich die alten Verletzungen der Seele auf die Verbindung beider Duale zueinander aus.

 

  • Es gibt Kopfmenschen, die flüchten sich in ihre Arbeit, um ihre wahren Gefühle nicht spüren zu müssen. Und um einen Vorwand zu haben, diese zu verdrängen. Weil sie „angeblich“ so sehr beschäftigt sind, die ganze Zeit
  • Dann gibt es die männlichen Kopfmenschen, die regelrecht in emotional oberflächliche Beziehungen mit anderen Frauen flüchten, um sich zu „verstecken“ und eine Barriere zwischen sich und ihrem weiblichen Herzensmenschen zu errichten. Diese Dualseelenmänner belügen, betrügen und hintergehen dabei ganz gewaltig SICH SELBST
  • Oder auch welche, die in ihr altes Leben zurückkehren und lieber in ihren alten, destruktiven Mustern und Gewohnheiten ausharren. Sie spalten ihre Gefühle von sich ab, da sie ansonsten nicht weiterleben können und eben auch nur wieder in ihren alten Rollen und Maskeraden funktionieren

 

Sie tun das nur aus einem einzigen Grunde. Nicht, weil sie ihr weibliches Dual nicht lieben, sondern WEIL sie eben zuviel Angst haben, sich aus der vermeintlichen Sicherheit ihrer bisherigen Komfortzone und aus der Illusion ihrer Gedanken herauszubewegen. Und einen kompletten Neuanfang mit ihrem weiblichen Herzensmenschen zu wagen.

Und das ganze hat rein überhaupt nichts mehr mit der Ur-Weiblichkeit und der Ur-Männlichkeit zu tun.

Wenn in diesem Abschnitt der allerletzten Phase die weiblichen Herzensmenschen absolut bereit dazu sind, sich vollkommen und absolut mit jeder Faser ihres gesamten Seins auf ihr männliches Dual einzulassen, liegt es alleine am Kopfmenschen, eine Entscheidung für beide (!!) zu treffen. Sich ebenfalls vollkommen einzulassen und eine feste Bindung mit dem weiblichen Dual einzugehen – einen kompletten Neuanfang zu wagen – oder weiterhin im destruktiven Netz seiner Ängste und alten, destruktiven Muster gefangen zu bleiben. Und somit beide Dualseelen auf Dauer unglücklich zu machen.

Denn die weiblichen Herzensmenschen leiden oft Höllenqualen in dieser allerletzten Phase. In der tatsächlich entschieden wird, ob es ein gemeinsames Leben beider Duale geben wird, oder eben nicht.

Und diese gefühlten Höllenqualen und die tiefe Sehnsucht danach, mit dem geliebten männlichen Dual endlich ein gemeinsames Leben aufzubauen und zu führen, hat rein überhaupt nichts mehr mit emotionaler Bedürftigkeit und emotionalem Mangel zu tun. Sondern – wenn es sich um hochsensible, emotional sensible und hochsensitive Menschen handelt, ist dies ein vollkommen normales Ur-Bedürfnis, mit dem zutiefst geliebten Menschen endlich vereint und wirklich zusammen zu sein.

Aufgrund der Sensibilität leidet eben nicht nur die Seele ganz immens, sondern das gesamte Sein mit allen Sinnen ist davon betroffen.

Hier nützt es nichts, sich abzulenken und bei sich selbst zu bleiben. Da die Seele an sich es ist, die leidet.

Auch wenn man seine Glücksquelle längst nicht mehr im Außen sucht, sondern vollkommen aus sich selbst bezieht, will diese tiefe, ECHTE Liebe doch endlich gelebt werden.

Und das kann sie nicht wirklich, wenn man die Liebe immer nur bei sich selbst behalten und sie anderweitig kompensieren soll. Was gerade bei hochsensiblen Menschen oft nicht funktioniert. Oder eben mit immensen Seelenschmerzen quittiert wird. Und die Seelentränen ohne jede Kontrolle permanent fließen.

Denn die sensible Seele wehrt sich strikt dagegen, diese unendliche Liebe mit dem Dual nicht leben zu dürfen. Da die Seele sehr genau weiß, dass beide Duale füreinander bestimmt sind. Und deshalb ganz enorm darunter leidet, wenn beide noch nicht wirklich in einem gemeinsamen Leben miteinander vereint sind.

Auch wenn aus der spirituell-esoterischen Ecke immer wieder absolut nicht haltbare Vorwände gebracht werden, was bedingungslose Liebe angeblich bedeutet, sind diese Vorwände in der Realität nicht umsetzbar. Und davon distanziere ich mich auch ganz deutlich.

Denn die Dualseelenliebe IST gemeinsam lebbar. Wenn beide Duale sich vollkommen und absolut bedingungslos aufeinander einlassen.

Dazu muss das weibliche Dual gelassen und entspannt in ihrer ureigenen Mitte ruhen. Und ihrem männlichen Dual – dem Kopfmenschen – sehr deutlich zu verstehen geben, dass sie ihm nicht mehr weglaufen wird. Dass sie sich absolut auf ihn und diese Liebe einlässt. Nicht, indem sie „lediglich“ bereit dazu ist, sondern indem sie das auch tatsächlich ernsthaft TUT. Und sich nicht auf irgendwelche „Ersatzpartner“ als Trostpflaster wirft, nur weil sie es nicht aushält, dass er noch nicht so weit ist wie sie. Und er eben länger braucht, seine geschundene, oft äußerst sensible Seele von alten Verletzungen zu heilen. Die urgewaltigen Ängste aufzulösen, die ihn ganz genauso plagen. Und er ganz genauso sehr darunter leidet. Auch ihm macht es keinen Spass, permanent solch tiefe Ängste in seinem Inneren zu spüren. In dem tiefen Wissen, dass er sich aufgrunddessen nicht wirklich auf sie einlassen kann. Obwohl er das sehr wohl genauso will. Und er genau dies seinem weiblichen Dual auch immer wieder zeigt. 

Ab einem gewissen Zeitpunkt wird ihm nämlich sehr bewusst, welch urgewaltige Ängste da in ihm die ganze Zeit eigentlich toben. Natürlich gibt er das nicht offen zu. Denn er schämt sich sehr wohl all dieser Ängste. Kann es aber ja so schnell nicht ändern. 

Denn das männliche Dual weiß sehr genau, dass das weibliche Dual unendlich leidet. Ja, den Kopfmenschen ist dies tatsächlich sehr bewusst!

Indem sie ihm zu verstehen gibt, dass sie jederzeit und überall vollkommen zu ihm steht, kann er überhaupt erst vollkommenes Vertrauen in sie setzen. Indem sie sich ganz offen zu ihm bekennt. Und nicht als erstes von IHM erwartet (!!), dass er genau dies tut. Dass sie BLEIBT, wenn es mal nicht so „rund“ zwischen beiden Dualen läuft. Und seine urgewaltigen Ängste noch überdeutlich spürbar sind. Und er sich aufgrunddessen immer wieder in sein Schneckenhaus zurückzieht. Und sich vermeintlich vor seinem weiblichen Dual versteckt. Derweil schützt er sich nur vor möglichen erneuten seelischen Verletzungen. Und flüchtet in Wahrheit vor sich selbst. Und eben NICHT vor seinem weiblichen Dual. Auch wenn das fälschlicherweise immer wieder einmal so aussieht.

Nein, warum er in Wahrheit flüchtet, ist ganz einfach: Er hat eine ganz immense Angst, dass seine Vergangenheit sich wiederholen könnte. Dass das weibliche Dual urplötzlich sich als emotional instabil herausstellt und ihn doch nicht so sein lässt, wie er ist. Dass sie sich genauso fordernd, dominant, kontrollierend, drängend und erwartungsvoll erweist, wie die Frauen sich in seinen vergangenen Beziehungen ihm gegenüber verhalten haben. Er hat schlichtweg eine urgewaltige Angst, dass sein weibliches Dual ihm nur etwas vorgemacht hat. Und in Wahrheit auch nicht anders ist, als die bisherigen Frauen in seinem Leben. Von denen er so tief traumatisiert und seelisch massiv verletzt wurde. Manchmal wirkt dies sogar tatsächlich so, wenn er ein gewisses Verhalten an den Tag legt oder etwas sagt, um ihre Reaktion zu testen. Und sie daraufhin eine kristallklare Grenze zieht und so in ihm alte, noch nicht geheilte Wunden angetriggert werden. Oder sie tatsächlich einen kleinen Rückfall erleidet, weil sie seinen Test nicht als Test erkennt und somit überreagiert. Woraufhin er wieder in den Rückzug geht. Sich vor ihr "versteckt" und sich in seinem Schneckenhaus verschanzt. Um sich erneut zu schützen. Weil auch ER in dem Fall überreagiert. 

Hier darf das männliche Dual ebenfalls lernen, seine Emotionen zu kanalisieren. Und bewusst zu BLEIBEN und dies auszuhalten. Anstatt wieder die Flucht zu ergreifen und in den Rückzug zu gehen. 

Und das weibliche Dual darf ihren "Fehler" wieder ausbügeln, indem sie ebenfalls mindestens einen Schritt zurücktritt. Und das männliche Dual erst einmal vollkommen in Ruhe und sich beruhigen lässt. Denn, wenn sie in diesem Moment auf ihn zugehen und um seine Aufmerksamkeit "betteln" würde, würde das einen so gewaltigen Fluchtreflex in ihm auslösen, dass er sich nur noch tiefer in seinem Schneckenhaus verschanzt. Sich überhaupt nicht mehr herauswagt und sich umso länger "tot" stellt und versteckt. Was an sich tragisch genug ist. Denn wir sprechen hier von längst und lange erwachsenen und eigenverantwortlich und selbstbestimmt denkenden und handelnden Menschen. 

Er muss nun wissen und immer wieder spüren, DASS sein weibliches Dual gelassen in sich ruht. 

 

  • Dass sie wirklich IST, wie sie ist. Und vorgibt zu SEIN. Vollkommen authentisch nämlich
  • Dass sie ECHT ist
  • Dass sie offen und ehrlich ganz SIE SELBST ist und ihm nichts vorgespielt hat. In sämtlichen ihrer ur-weiblichen, emotionalen und sensiblen Facetten

 

Selbst wenn sie das aufgrund ihrer hochsensiblen Seele gar nicht immer kann, muss es deutlich sichtbar für ihn sein, dass sie BLEIBT, anstatt sich von ihm abzuwenden.

Und ihn wiederum im Stich zu lassen, wenn er sich nicht immer bei ihr meldet. Weil er das schlichtweg oft einfach nicht schafft. Selbst wenn es einmal zum Konflikt zwischen beiden Dualseelen kommt – was vollkommen normal und menschlich ist – und ER aus massiver Angst gleich wieder flüchtet, dass sie trotzdem und gerade deshalb BLEIBT und ihm so ganz deutlich zu verstehen gibt und zeigt, dass sie der ganzen Situation gewachsen ist. Dass sie erwachsen und reif geworden ist und sich inzwischen SELBST der sprichwörtliche ‚Fels in der Brandung’ ist. Dass sie sich selbst halten kann. Dass sie für sich selber einstehen und einfach authentisch und echt SEIN kann. Das sie sich in ihrem wahren und authentischen Sein verteidigt. Und sich selber absolut treu dabei bleibt.

Dass ER ganz einfach SEIN darf, wie er ist. Auch wenn er immer wieder flüchtet. Und vor seinen eigenen Gefühlen wegläuft. Dass sie BLEIBT und ihn trotzdem zutiefst liebt. Auch wenn die Sehnsucht sie unendlich plagt, wenn er sich wieder einmal entzieht und sich vor ihr „versteckt“.

Irgendwann kapiert man als weibliches Dual einfach, dass das männliche Dual nicht anders kann. Da er aus purer Angst heraus handelt.

Ja, natürlich sollte die positive Kraft dieser tiefen Liebe stärker sein als die Angst - da Liebe nun einmal die mächtigste Kraft im Universum ist - aber das ist oft eben NICHT der Fall. Die Angst als negative Kraft hat hier die Macht übernommen. Und überlagert diese tiefe und unendliche Liebe. Und diese Angst ist eben NICHT so einfach auflösbar. Da sie ebenfalls oft viele Generationen zurückführt. Und sehr tief in diesen Menschen verankert ist. Und unbewusst von Generation zu Generation immer weiter getragen wird. 

Dies braucht Zeit und sehr viel Geduld. 

Viele weibliche Duale wollen aber diese Geduld nicht aufbringen. Sie wollen sich diese Zeit nicht nehmen, auch ihrem männlichen Dual zuzugestehen, sich die sensible Seele vollkommen zu heilen.

Wenn das weibliche Dual sich von ihm abwendet und sich „nur“ noch auf sich und auf ihr Leben konzentriert, bestärkt ihn das ja immer weiter, dass sie eben doch noch nicht so weit ist, wie gedacht. Dass sie eben noch genauso vor sich selber wegläuft. Und nicht vollkommen zu sich selber steht. 

Und – nein, das widerspricht jetzt nicht meinen ganzen vorherigen Texten. Da dieser Abschnitt der allerletzten Phase eine äußerst sensible Phase ist, für beide.

Das weibliche Dual muss sich sowohl vollkommen auf SICH SELBST, als auch auf ihr männliches Dual und auf diese tiefe Liebe absolut einlassen. Sie muss sich darauf einlassen, zu BLEIBEN. Und die Erfüllung auszuhalten, die sie „zwangsläufig“ überfällt, WENN sie sich vollkommen einlässt. Auf das, was IST, einlässt. Sie muss die Liebe ihres männlichen Duals aushalten. Sie muss es aushalten, seine Liebe zu empfangen. Auch wenn sie immer noch nur tröpfchenweise von ihm kommt. Sie muss es aushalten, dass er eben seine Zeit und seinen Raum braucht, um sich aus den Fesseln seiner urgewaltigen Ängste zu befreien.

Immerhin hat auch er ihr die Zeit und den Raum gegeben, sich vollständig die Seele zu heilen. Sich zu entwickeln und sich ihren urgewaltigen Ängsten zu stellen. Das männliche Dual hat das weibliche Dual mit stoischer Engelsgeduld solange geschützt, beschützt, gestärkt und absolut bedingungslos gehalten, bis sie sich selbst wieder schützen, beschützen und sicher halten konnte. Dann hatte er die Energie und Kraft nicht mehr. Da er ja währenddessen die ganze Zeit seine Liebe zu ihr unterdrücken, verdrängen, auf Eis legen, verleugnen und von sich schieben musste.

Das männliche Dual hat all dies aus Liebe getan. Aus tiefer, reiner, purer, grenzenloser Liebe.

Aber viele weibliche Duale sehen genau dies nicht. Sie sind nicht bereit, ihrem männlichen Dual dasselbe zuzugestehen. Sie halten es nicht aus, zu „warten“. Sie halten es nicht aus, dass er eben länger braucht, als sie. Und sich nicht zeitgleich entwickeln kann. Weil das aufgrund der weiblich-männlichen Energie überhaupt nicht möglich ist.

Die energetische Verbindung ist nun einmal von Natur aus genauso eingerichtet, dass der Mann sich erst dann bewegen, sich entwickeln und heilen kann, wenn das weibliche Dual mit ihrer Entwicklung ziemlich fertig und vollkommen und ganz in ihrem wahren und authentischen Sein angekommen ist.

Es sind grundsätzlich IMMER die weiblichen Duale bzw. die Herzensmenschen, die zuerst in ihre ureigene Mitte kommen und gelassen in sich ruhen müssen. Sie sind es, die sich als erstes komplett die Seele heilen und sich aus ihrer Angst befreien müssen.

Erst dann kann das männliche Dual bzw. der Kopfmensch sich überhaupt bewegen und in seine eigene Heilung gehen. Ausschließlich dann. Und genau dies halten viele weibliche Duale bzw. Herzensmenschen nicht aus.

Bedingungslose Liebe bedeutet aber genau dies. DASS man dem anderen genau die Zeit und den Raum gibt, den er eben braucht. Und wenn er länger dazu braucht, dann ist das eben so.

Alles braucht seine individuelle Zeit. Auch ein Apfel am Baum braucht seine Zeit, um zu wachsen und zu reifen. Und somit genieß- und wirklich essbar zu sein. Und wie sagt man so schön: „Auch das Gras wächst nicht schneller und wird zum schönen Rasen, wenn man permanent daran zieht“ ;))

Auch macht man sich lange Zeit vor, dass es auf dem Dualseelenweg ja „nur“ um die eigene Weiterentwicklung der Seele geht.

NEIN – es geht ebenfalls darum, die eigene Liebesfähigkeit zu kultivieren. Es geht darum, Ängste zu überwinden. Es absolut zuzulassen, von unserem männlichen Dual zutiefst geliebt zu WERDEN.

Es geht darum, die Selbstliebe zu veredeln. Und eben die Glücksquelle nicht mehr im Außen beim Partner zu suchen. Sondern, das Glück vollkommen aus sich selber zu beziehen. Und den Partner bzw. das Dual als absolute Bereicherung und eben die perfekte gegensätzliche Ergänzung zu sich selber zu sehen.

Es stimmt NICHT – wie aus der spirituell-esoterischen Ecke gerne betont wird - dass es keinerlei Konflikte, Diskussionen oder Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Dualen mehr gibt, wenn beide Seelen geheilt sind. Auch in einer geklärten und geheilten Dualseelenbeziehung gibt es Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen. Das ist menschlich. Und in einer lebendigen Beziehung vollkommen normal. Gerade bei solch Gegensätzen wie Kopfmensch und Herzensmensch.

Es wäre absolut verlogen, zu behaupten, dass in einer geheilten und erwachsenen Beziehung kein Potenzial für Konflikte mehr vorhanden ist. Denn man darf hier nicht vergessen, dass beide grundsätzlich der Spiegel füreinander sind. Und sich diesen Spiegel auch bei gefühlten Winzigkeiten gnadenlos gegenseitig vorhalten. 

Ganz genauso, wie man selbst permanent zwischen Kopf und Herz hin und her schaltet und sich urgewaltige Kämpfe von Denken und Fühlen im eigenen Sein abspielen können, kann es auch Konflikte zwischen Kopfmensch und Herzmensch im Außen geben. Das ist vollkommen normal. Es wird immer einmal Reibung geben, wo zwei dermaßen unterschiedliche Menschen aufeinander treffen. Auch wenn sich beide zutiefst lieben. Und beide sehr auf Harmonie bedacht sind. Und beide „eigentlich“ Konflikte scheuen. 

Es wird aber ANDERS damit umgegangen. Es gibt keinerlei Machtkämpfe mehr. Es gibt keine Szenen und keine Dramen mehr zwischen den Dualen.

Es wird sich nicht mehr angeschrien und beleidigt, sondern sachlich argumentiert und nach konstruktiven Lösungen gesucht. Und an den richtigen Stellen geschwiegen. 

 

  • Leben, bedeutet Vielfalt
  • Leben, bedeutet Veränderung
  • Leben, bedeutet Wachstum
  • Leben, bedeutet Entwicklung
  • Leben, bedeutet Handlung
  • Leben, bedeutet Gefühl
  • Leben, bedeutet Denken

 

Ein gemeinsames Leben zu führen, bedeutet, permanent Entscheidungen zu treffen. Für BEIDE.

Natürlich macht es trotzdem einen immensen Unterschied, ob man aus seinem Verstand oder aus seinem Herzen heraus entscheidet.

Und es macht ebenso einen urgewaltigen Unterschied, ob einer der Duale oder sogar beide flüchten oder ob sie stehenBLEIBEN. Und sich ganz bewusst den Konflikten stellen. Um diese konstruktiv zu klären. So dass beide mit dem Resultat auch leben können. Ohne dass irgendein fauler Kompromiss von einem oder beiden eingegangen werden muss. Normale  Kompromisse wird es allerdings immer wieder einmal geben. Das bleibt im Alltag gar nicht aus.

Selbst wenn das männliche Dual seinen weiblichen Herzensmenschen wie eine Königin behandelt, sie bewundert und verehrt und sie auf Händen trägt, um ihr ihre Wünsche zu erfüllen, kann NICHT immer alles nur harmonisch, friedlich und voll Sonnenschein sein.

Da wir menschliche Wesen sind und keine Roboter, die per Werkseinstellung auf: „Funktioniert immer, widerspricht niemals, ist immer derselben Meinung wie andere, muckt niemals auf, sondern ist immer lieb und brav“ gesetzt sind, GIBT es selbstverständlich hin und wieder einmal Diskussionen oder eine Meinungsverschiedenheit.

Ein Kopfmensch wird grundsätzlich immer anders denken, fühlen und handeln, als wir Herzensmenschen dies tun. Auch dann, wenn die Seele geheilt und in Balance gebracht ist. 

Genau das ist die Gegensätzlichkeit des Lebens und gerade deshalb perfekte Ergänzung beider zusammengehörenden Dualseelen. 

Meiner Ansicht nach ist es spirituelle Verlogenheit, Dinge als bedingungslose Liebe zu verkaufen, die mit wahrer und ECHTER Liebe absolut gar nichts zu tun haben. Es wird sich hinter einer spirituellen Fassade versteckt, um schweigsam Dinge auszuhalten und in Situationen auszuharren, die man nicht wirklich für sich annehmen und akzeptieren kann. Es werden die Dinge genauso gedreht wie man sie braucht und sehr subtil manipuliert, um die Fassade von angeblich bedingungsloser Liebe überhaupt aufrecht halten zu können. 

Diese Strategien halte ich für brandgefährlich, gerade für emotional labile hochsensible Menschen, die sich noch am Anfang oder mitten in ihrem Entwicklungsprozess befinden. 

Denn man kann eben NICHT per se alles klaglos annehmen und akzeptieren, was das männliche Dual sagt oder was er tut. 

Weil manches ganz einfach gegen die eigenen Prinzipien, Normen und Werte verstösst. Man sich nicht damit identifizieren und somit auch nicht damit leben kann. Wenn man solch eine Situation lediglich hinnimmt, weil man sehr genau weiß, wenn man dies nicht tut, ist der andere weg, ist das eine Ausrede sondergleichen. Es ist Lug und Selbstbetrug. Das ist Selbsttäuschung auf hohem Niveau. Das ist alles andere, aber KEINE wahre und bedingungslose Liebe!

Das ist pure Angst, den anderen zu verlieren, wenn man sich nicht an ihn anpasst. Wenn man sich nicht seinem Willen unterwirft. Und sich für ihn wiederum verbiegt. Wenn man dessen Leben lebt und nicht das eigene.

Gerade spirituell-esoterische Menschen greifen gerne den Vorwand auf, bedingungslose Liebe würde angeblich bedeuten, dem anderen völlige Freiheit in all seinen Handlungen zu lassen. Es klaglos zu akzeptieren, egal, was der andere tut. Das ist meiner Meinung nach Unsinn. 

Denn das wäre eine scheinheilige, spirituell angehauchte Fassade aus vermeintlicher Pseudo-Liebe. Und Pseudo-Harmonie. Und hätte mit echter und wirklicher bedingungsloser Liebe absolut nichts zu tun.

Man kann eben NICHT immer sämtliche seiner Gefühle einfach kompensieren oder transformieren. Weil sie uns darauf aufmerksam machen, DASS irgendetwas im Argen liegt. 

Auch oder gerade wenn man bedingungslos liebt, ist es notwendig, eine kristallklare Grenze zu setzen, wenn der andere etwas sagt oder tut, was einem selbst nicht gefällt. 

Mit dem man nicht leben und umgehen kann. Was gegen die eigenen Prinzipien, den weiblichen (oder andersherum männlichen) Stolz, die tiefen inneren Überzeugungen und Wertvorstellungen verstösst. Was einem die Seele erneut verletzt. Oder zumindest alte Verletzungen antriggert, die noch geheilt werden dürfen.

Was auch in den geklärtesten und geheiltesten Beziehungen vorkommt. Denn wir sind wie schon erwähnt, alle Menschen. Mit Gefühlen und Emotionen. Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sind menschlich.

Zwischen zwei zusammengehörenden Dualen geschieht alles aus tiefer und ECHTER Liebe, Achtsamkeit und tiefem Respekt füreinander. 

Und in einer solch geheilten und geklärten Beziehung läuft es eben ANDERS. Aber eben noch lange nicht perfekt.

Perfektion wäre – zumindest für mich – absolut langweilig. Weil es dann keinen Platz und Raum für Entwicklung, Andersartigkeit, Vielfalt und Veränderung geben würde. Und gerade die Vielfalt, Veränderung, Entwicklung, Unterschiedlichkeit und Reibung aneinander macht das Leben doch erst wahrhaft lebendig.

Was nun die Ängste und nicht verarbeiteten Verletzungen der sensiblen Dualseelenmänner betrifft, die männlichen Duale bzw. die Kopfmenschen brauchen für sich die Zeit und den Raum, sich zu entwickeln. Sich ihren Ängsten zu stellen, die wirklich urgewaltig sein können. Und nicht so einfach zu lokalisieren und aufzulösen sind. 

Das männliche Dual muss dies schließlich auch WOLLEN.

Und gerade ein verstandesorientierter und verkopfter Dualseelen-Mann WILL bekanntlich ja ausschließlich dann eine Veränderung und feste Bindung mit seinem weiblichen Dual, wenn er deutlich spürt, sieht und erkennt, dass er wirklich und wahrhaftig geliebt und ganz genauso angenommen wird, wie er nun mal ist. 

Selbst und gerade MIT seinen ganzen Ängsten, Macken, Angewohnheiten und Fehlern.

DAS ist wahre und bedingungslose Liebe.

Solange er auch nur die winzigste vermeintliche "Gefahr" für sein sensibles Seelenleben und seine pure und authentische Existenz an sich aus Richtung seines weiblichen Duals wittert, wird er sich nicht einlassen. Sondern immer wieder flüchten. 

Der männliche Kopfmensch ist die perfekte, gegensätzliche Ergänzung zum weiblichen Herzensmensch. Beide sind die absoluten Traumpartner füreinander. Da sie füreinander bestimmt sind. Und nun mal zusammengehören wie das Yin und Yang. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass permanent nur Harmonie und Frieden zwischen beiden Dualseelen herrscht.

SEHEN Sie genau hin. Und Sie SEHEN und erkennen in ihm per se immer nur SICH SELBST.

Zeigt er noch Angst? Dann besteht in Ihnen ebenfalls Angst.

Nämlich Ihre Angst vor dem Neuen und Ungewissen, dass Ihr Leben ab jetzt bestimmt. Sie nehmen zwar eine Biegung auf dem Weg Ihres Lebens wahr, können aber noch nicht sehen und erkennen, wohin dieser Weg Sie nach dieser Biegung führt. Ob dieser Weg auch tatsächlich sicher, passend und stimmig für Sie ist.

Dazu müssen Sie mutig sein. Und das Risiko eingehen, diesen neuen Weg für sich zu erkunden. 

Ihre Sehnsucht zeigt Ihnen den von der Natur gegebenen Weg Ihrer Seele. Folgen Sie diesem Weg und somit der Stimme Ihrer Sehnsucht...und nähren, sättigen und erfüllen Sie bewusst Ihre Seele.

SEHEN Sie genau hin und Sie sehen und erkennen in IHM und seinem Verhalten überaus deutlich, wie sehr Sie bereits authentisch und vollkommen echt sind.

SEHEN Sie genau HIN. Und Sie sehen und erkennen klar und deutlich, an welchem Punkt Sie WIRKLICH in Ihrer ganz persönlichen Entwicklung stehen. 

 

                                                                                              © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum es keine Abkürzung auf dem Dualseelenweg gibt

 

Warum es keine Abkürzung für Dualseelen gibt

Der Dualseelenweg ist ein Meisterweg. Der Meisterweg innerer Wandlung und vollständiger Transformation. Der Weg der bedingungslosen Liebe und der Bewusstwerdung und wieder Vervollständigung unseres wahren, authentischen Seins. Nur wenige Seelenpartner und Dualseelen gehen diesen Weg ‚zurück zu sich selbst’ aber tatsächlich gemeinsam. Denn immer wieder bricht einer von beiden oder gar beide aus dieser Beziehung aus und flüchtet vor seinen wahren Gefühlen. Weil er nicht in der Lage ist, diese auszuhalten und sich SICH SELBST ernsthaft zu stellen. Hier geraten etliche in eine tiefe, sehr subtil ausgelegte Falle...

Oft ist es nämlich so, dass man sich (vermeintlich) gut und sicher fühlt und denkt (!), man wäre schon soweit, sich auf seinen Seelenpartner oder sein Dual vollkommen einzulassen. Wenn er denn endlich käme und sich zu einem bekennt. Was aber ein Trugschluss und riesengroße Illusion des Verstandes ist. Denn, gewisse Verhaltens- oder Beziehungsmuster können nur im unmittelbaren Kontakt mit einem anderen Menschen ausgelöst werden. Wo also (auch zeitenweise) niemand ist, kann auch kein unstimmiges oder destruktives Verhalten stattfinden. Es sei denn, man behandelt sich selber schlecht. Gerade, wenn man alleine ist.

Was im Klartext bedeutet, dass alte emotionale und seelische Wunden, unstimmige, destruktive Glaubenssätze und Muster oder Konditionierungen immer noch da und vorhanden sind. Selbst wenn man diese auf den ersten Blick gar nicht bemerkt.

Oft unterdrückt und verdrängt man in Wahrheit auch immer noch ein Stück weit sein wahres, authentisches Sein. Während man sich tief in der Falle des „Wartens“ auf seinen Seelenpartner oder sein Dual befindet. Und bemerkt dies schlichtweg einfach nicht. Man macht sich hier vor, schon vollkommen in seiner ureigenen Mitte zu sein. Wenn man aber gezielt und bewusst sehr genau  hinsieht, erkennt man deutlich den „klitzekleinen“ faulen Kompromiss, den man mit sich selbst eingegangen ist.  Denn die Wahrheit ist, dass man urgewaltige Angst hat, wahrhaftig gesehen zu werden. Sich selbst so zu sehen und anzunehmen, wie man tatsächlich ist. Deshalb will man zumindest ein Stück weit die Kontrolle über sich selbst und über die Liebe behalten. Und passt sich so unbewusst - zumindest zu einem kleinen Teil - seinem Seelenpartner oder seiner Dualseele an. 

Was sich beispielsweise überdeutlich daran bemerkbar macht, dass der Kiefer chronisch verkrampft ist und man permanent die Zähne zusammenbeißt. Was einfach daher rührt, dass man – im wahrsten Sinne des Wortes - nicht all das aussprechen kann, was einen zutiefst bewegt. Auch andere psychosomatische Beschwerden können sich dadurch bilden, dass man immer noch etwas in sich zurückhält.

Man ist also nicht wirklich so tiefenentspannt und gelassen, wie es für einen selbst und auch nach außen hin oft den Anschein macht.

In Wahrheit wird immer noch einiges unterdrückt, weggeschoben, verdrängt und immer wieder auf Eis gelegt. Auch wenn man bereits in seiner ureigenen Mitte ruht. 

Und sich immer noch tiefer und intensiver seinem ureigenen, wahren und authentischen Sein widmet.

 

  • Man traut sich nicht, dem anderen gegenüber seine absolut wahren Gedanken auszusprechen
  • Man traut sich nicht, seine wirklich echten Gefühle auszuleben und dem anderen bedingungslos zu zeigen
  • Man traut sich nicht, Missverständnisse wirklich zu klären
  • Man traut sich nicht, zu seinem ureigenen und wahren SELBST vollkommen zu stehen
  • Man traut sich nicht, als erstes zu handeln und Nägel mit Köpfen zu machen. Sondern „wartet“ immer wieder fälschlicherweise darauf, dass der andere doch endlich zuerst ins Tun kommt

 

Die urgewaltige Angst, sich ohne jegliche faulen Kompromisse vollkommen auf SICH SELBST einzulassen, sitzt unbewusst oft sehr tief. Sich wirklich und wahrhaftig seinem wahren ur-weiblichen oder ur-männlichen Sein bedingungslos hinzugeben, ist für viele erst einmal schwer. Da schier endlose (Selbst-) Zweifel und Unsicherheiten sie plagen. Und alte Gewohnheiten nicht so leicht abzulegen sind.

Der Dualseelenweg ist dabei immer ein HEILENDER Weg.

Mit gnadenloser Echtheit und absoluter und wahrhaftiger Ehrlichkeit. Eben mit vollkommener Authentizität.

Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich SICH SELBST wirklich zu stellen.

Ansonsten würden die ganzen seelischen, emotionalen, geistigen und auch körperlich spürbaren Strapazen auch überhaupt keinen Sinn machen.

Vielen Menschen geht auf diesem einzigartigen Meisterweg aber irgendwann unterwegs die Kraft aus. Sie haben schlichtweg keine Nerven und oft auch keine Lust, sich jahrelang mit derart heftigen „Nebenwirkungen“ herumzuschlagen, wie sie der Entwicklungsprozess zwischen wahren Dualseelen nun einmal auslöst. Und sie haben auch nicht die Energie, sich auf die Entsagungen einzulassen, die dieser Weg von ihnen fordert. Den Preis zu zahlen, den die wahre, bedingungslose Liebe mit sich bringt. Und die Konsequenzen auszuhalten, die sich aus dieser Entscheidung des Herzens ergeben. Da absolut nichts mehr beim alten bleibt.

Vielen fällt es verdammt schwer, die bedingungslose Liebe wirklich zu leben. Und sie besitzen auch nicht den Mut, sich ohne jede Bedingung darauf einzulassen. Und sich aus der vermeintlichen Sicherheit ihres Verstandes und bequemen Komfortzone ihres bisherigen Lebens ernsthaft herauszubegeben.

Und sich SICH SELBST und ihrem wahren Sein endlich zu stellen.

Manche sind auch der Meinung oder entwickeln in sich den tiefsitzenden Wunsch, eine Abkürzung auf dem Dualseelenweg nehmen zu können. Um somit schneller ans Ziel und in eine feste Bindung mit dem Dual zu gelangen.

Hier muss ich einmal kristallklar klarstellen: NEIN, es gibt keine Abkürzung auf dem Dualseelenweg.

Die individuellen Lernaufgaben, die jeder einzelne Mensch und jedes einzelne Paar zu absolvieren hat, kann man nicht ignorieren. Man kann sie nicht einfach umgehen oder darüber hinwegspringen.

Die Seele will nun einmal gewisse Erfahrungen sammeln. Denn Erfahrungen prägen unser gesamtes Sein. Und bestimmen unser weiteres Denken, Fühlen und Handeln. Dazu gehören die negativen und destruktiven Erfahrungen genauso, wie die positiven, zauberhaften und wundervollen. Die Seele will lernen. Sie will reifen und sich immer weiter entwickeln. Denn nur so können wir aus unserem „Dornröschenschlaf“ des unbewussten Seins vollständig aufwachen. Unser Bewusstsein immer noch weiter öffnen und letztendlich dadurch auf eine viel höhere BewusstSeins-Stufe und vollkommen andere Ebene des Seins gelangen.

Das funktioniert nicht mit einer Abkürzung.

Man kann auf dem Weg der eigenen Weiterentwicklung absolut nichts ignorieren, auslassen und überspringen. Da sich ansonsten genau diese Dinge solange wieder und wieder im eigenen Leben manifestieren, bis man daraus gelernt und sich weiterentwickelt hat.

Was auf dem Dualseelenweg definitiv NICHT funktioniert...

 

  • Man kann nicht taktieren oder manipulieren, um so schneller oder überhaupt in eine Beziehung mit seinem Seelenpartner oder seinem Dual zu kommen oder ihn irgendwie bewusst an sich zu binden
  • Man kann absolut NICHTS erzwingen, erpressen, fordern, erwarten, bedingen, forcieren oder kontrollieren
  • Man kann keine „Spielchen“ spielen, permanent sich selbst oder dem anderen gegenüber Ausreden benutzen, sich selbst oder den anderen belügen oder irgendwelche „Konzepte“ oder Strategien anwenden

 

All diese Dinge funktionieren deshalb nicht, weil Dualseelen sich gegenseitig jederzeit vollkommen durchschauen können. Und absolut gläsern füreinander sind.

Und all dies dem anderen sofort mit entsprechendem Verhalten spiegeln. 

Es nützt nichts, sich gegen den Entwicklungswillen der eigenen Seele zu stellen.

Sich mit Händen und Füßen zu wehren, dagegen anzukämpfen, zu blockieren, zu rebellieren und sich permanent im inneren Widerstand gegen sich selbst oder gegen die wahre Liebe zu befinden.

Man kann all seine lange verdrängten Gefühle und Anteile des wahren Seins nun nicht mehr länger zurückhalten. Denn diese wollen endlich wahrhaftig und ohne jede Bedingung gelebt, entfaltet und immer weiter kultiviert werden.

Es nützt nichts, sich als erwachsener Mensch wie ein trotziges Kleinkind mit seinem (bedürftigen) Ego aufzubäumen, mit dem Fuß aufzustampfen und gegen diesen ganzen Weg lautstark zu protestieren. 

Sinnbildlich um sich zu schlagen, mit Worten, wie:

 

  • Ich will das so nicht, ich will das anders
  • Ich will das selbst bestimmen
  • Müssen muss ich gar nichts
  • Ich will das jetzt sofort und nicht ewig warten
  • Usw...

 

Hier spricht dann sehr eindeutig das verletzte, bedürftige innere Kind!

Genauso bleibt man erst recht im Netz seiner alten Muster gefangen. Und merkt außerdem nicht, dass man sich tief in einer sehr subtil daherkommenden Falle befindet.

Wenn man absolut auf sich selbst zurückgeworfen ist und – was vielen genauso passiert - weite Strecken des Weges alleine hinter sich bringen muss, geht es einem nach einer gewissen Zeit „eigentlich“ gut. Denkt (!) man jedenfalls über sich selbst :)

Man denkt, es geht einem gut, weil in Wahrheit nichts angetriggert wird, solange man über längere Zeiträume alleine seinen Weg der seelischen ENT-wicklung geht.

Man fühlt sich vermeintlich wohl, lebt sein Leben, kümmert sich um seine alltäglichen Dinge und bemerkt dabei gar nicht, dass manches nur Schein ist.

Denn wäre man vollkommen ehrlich und stünde man tatsächlich absolut und zu einhundert Prozent WIRKLICH zu seinem wahren, authentischen Sein, würde man erkennen, dass ja gar nichts angetriggert werden KANN, wenn keine Gelegenheit mit dem Seelenpartner oder Dual vorhanden ist. Wenn der andere es vorzieht, sich in der Tiefe seines Schneckenhauses zu verstecken und weiterhin vor seinen wahren Gefühlen und seinem wahren, authentischen Sein zu fliehen. 

Da auch ER die urgewaltige Angst in sich trägt, WIRKLICH gesehen zu werden und SICH SELBST wirklich zu sehen. 

Man macht sich selbst oft vor, glücklich zu sein. 

Derweil ist man, wenn man sehr genau hinsieht und sich die absolute Wahrheit wirklich eingesteht - es vor sich selbst überhaupt ehrlich zugibt - oft zutiefst unglücklich, weil der Seelenpartner oder das Dual sich einem so lange verweigert. 

Es können keine destruktiven Muster und Glaubenssätze zum Vorschein kommen, solange man sich selbst in Sicherheit wiegt. Und einem absolut nichts im Außen gespiegelt wird. Weil man – solange man alleine sein Da-Sein fristet – sich selbst überhaupt nicht erkennt. 

Man KANN sich also überhaupt NICHT vollständig heilen, solange der Seelenpartner oder das Dual nicht greifbar für einen ist. Solange er sich im totalen Rückzug befindet und sich SICH SELBST und auch dieser Liebe verweigert.

Oder man selbst es vorzieht, lieber zu flüchten. Als sich der absoluten Wahrheit zu stellen.

Es sei denn, man lässt sich auf Ersatzpartner – die dann aber auch nur Trostpflaster und „Übungspartner“ wären – ein. Was nicht wirklich funktioniert, da man auch hier wieder ganz schnell in seine alten Muster geworfen wird. Und dies keine Entscheidung aus dem Herzen heraus und nicht aus wahrhaftiger Liebe wäre. Viele können dies auch überhaupt nicht. Weil die Liebe zum Seelenpartner oder Dual viel zu tief und intensiv ist, als dass man in irgendeiner Art und Weise fähig wäre, sich ernsthaft auf eine „Notlösung“ einzulassen. Diese Menschen bleiben dann tatsächlich oft für sehr lange Zeit vollkommen allein.

Beide Duale brauchen einander also für die komplette Heilung der Seelen.

Angst vor Nähe kann man NICHT überwinden und auflösen, wenn einer von beiden oder gar beide immer wieder voreinander und vor der intensiven und innigen seelischen und emotionalen Nähe zueinander flüchten.

Angst vor Nähe kann man nur überwinden und auflösen, wenn beide sich auf die Nähe zueinander vollkommen einlassen.

Und Hand in Hand gemeinsam mitten durch das heiß brennende Flammenmeer der urgewaltigen Angst hindurch gehen.

Hier gilt es tatsächlich, sehr genau HINzusehen. Ob man nicht doch in dieser subtil und absolut unscheinbar daherkommenden Falle gelandet ist. Und sich in Wahrheit doch nicht absolut vollständig zu einhundert Prozent auf SICH SELBST und sein wahres, authentisches Sein einlässt. 

Man macht sich hier selbst oft gewaltig etwas vor. 

Der Dualseelenweg ist kein gemütlicher Spaziergang. Das spürt jeder nur allzu deutlich, dessen Seele entschlossen ist, diesen Meisterweg tatsächlich zu gehen.

Wirklich gemütlich und bequem ist anders. Einfach ist anders. Genau dies kann jeder. Den Dualseelenweg darf eben NICHT jeder beschreiten. Das ist nur besonders starken, reifen und ausgewählten Seelen vorbehalten. Die die Strapazen dieses Meisterweges auch tatsächlich aushalten und bewältigen können.

Ja, es ist schwer. Es ist verdammt hart und schwer, sich aus seinen alten Mustern zu lösen. Negative, unpassende Konditionierungen hinter sich zu lassen. Alte Denkmuster, tiefsitzende Glaubenssätze und innere Überzeugungen aufzulösen, die man sein Leben lang gewöhnt ist. Und als vollkommen normal angesehen hat. Sich seinen urgewaltigen Ängsten zu stellen, die einen über lange Wegstrecken seines Lebens schon gewohnheitsmässig begleitet haben.

Ja, es ist verdammt heftig, nicht kontrollieren zu können, was sich da im gesamten Leben beider Duale abspielt, wenn die Veränderungen erst einmal greifen. Und all das wegfällt und in den heißen Flammen dieser unendlich tiefen und intensiven Liebe verbrennt und wegschmilzt, was eben nicht mehr gebraucht wird im Leben beider Duale.

Es ist unerträglich und für (hoch-) sensible Seelen kaum auszuhalten, wenn das geliebte Dual sich wieder und wieder zurückzieht und sich emotional verweigert. Weil man die tiefe Liebe seines Duals sehr genau sieht, spürt und fühlt und die Seele eben definitiv WEIß, dass die Liebe in beiden Dualen vorhanden ist. Da sich beide immerhin eine Seele in zwei Körpern teilen.

Oder auch wenn man selbst flüchtet und sich seinem Dual immer wieder entzieht. Die Seelenschmerzen werden oft dermaßen heftig, dass die Seelentränen vollkommen unkontrolliert fließen. Und oft stundenlang kein Ende mehr nehmen wollen.

Was einfach daher kommt, dass hochsensible Menschen sämtliche Erlebnisse und Gefühle absolut ungefiltert in sich aufnehmen. Und dann vollkommen überfordert von diesen ganzen vielfältigen Eindrücken sind. Die das sensible Sein überschwemmen, wie eine urgewaltige Flut.

Das permanente Nähe-Distanz-Spiel zermürbt hochsensible und hochsensitive Menschen auf Dauer. Und kann sie regelrecht krank machen. Da die hochsensible Seele es kaum verkraftet, wenn der zutiefst geliebte Mensch sich immer wieder von einem entfernt. Und wieder die intensiv entstandene Innigkeit meidet. Sich persönlichen Treffen und sogar Telefonaten verweigert. Und sich auch sonst nicht wirklich auf echte Nähe einlässt.

Was aber immer wieder spiegelt, dass man sich nicht auf SICH SELBST vollständig einlässt! Man sieht und erkennt dies nur meist nicht.

Und braucht deshalb hier wieder den kristallklaren und tiefen Spiegel im Außen.

Auch ist es absolut unerlässlich, die emotionale Bedürftigkeit aufzulösen. Und die kommt eben aus unserem Ego, das immer nur „haben“ will. Weil es sich über so lange Zeit im chronischen Mangelzustand befindet. Und die Fülle erst für sich entdecken und vollständig zulassen muss.

Und was die vermeintliche Abkürzung auf unserem Weg betrifft – JEDER einzelne Mensch und jedes einzelne Seelenpartner- und Dualseelenpaar muss seine ureigenen und individuellen Erfahrungen machen. Das ist gar nicht anders möglich. Da niemand die Erfahrungen einem anderen Menschen abnehmen und für ihn machen kann. Sie würden trotzdem niemals gleich sein. Sondern immer individuell. Und vollkommen anders.

Außerdem beinhaltet der Dualseelenweg gewisse aufeinanderfolgende Phasen. Die im großen und ganzen gesehen bei allen Dualseelenpaaren gleich oder zumindest ähnlich ablaufen. Je nachdem, an welchem Punkt der einzelne Mensch mit seiner ganz persönlichen Entwicklung steht. Und je nachdem, wie schnell er in der Lage ist, die Dinge zu lernen und für sich umzusetzen.

Ja, man kann seinen individuellen Weg natürlich schneller oder auch langsamer gehen. Aber kann diesen nicht abkürzen, indem man wichtige Dinge, die zu lernen sind, einfach mal ignoriert.

Sobald man versucht, gewisse Erfahrungen, die die Seele unbedingt machen will, auszulassen und mit vollem Bewusstsein zu überspringen, manifestieren sich diese so urgewaltig und immer schneller im eigenen Leben, bis man sie für sich akzeptiert und bewusst angenommen hat. Und damit aufgehört, sich dagegen zu wehren.

Denn, solange man dagegen ankämpft, wird alles nur schlimmer. Und man muss weitere Runden des Lernens mit seinem Seelenpartner oder seiner Dualseele drehen. Mit dem starken Gefühl der ständigen Wiederholung, wieder zurück auf Anfang dieses Weges katapultiert zu sein.

Deshalb ist es tatsächlich das Beste, alles auf diesem Weg einfach anzunehmen und ganz bewusst und bedingungslos genauso zu akzeptieren, wie es IST. Absolut ehrlich und offen sich selbst gegenüber und seinem wahren, authentischen Sein zu sein.

Sich darauf einzulassen, den Weg mit seinem Seelenpartner oder Dual tatsächlich zusammen zu gehen. Komplett und ohne jeglichen faulen Kompromiss. Sondern dabei immer zu einhundert Prozent WIRKLICH zu sich selber zu stehen.

Egal, wie lange der Weg dauert...und egal, wie viele Rückschläge und vermeintliche Fehler auf diesem Weg immer wieder passieren...

 

                                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net  


Es funktioniert nicht mehr, zu funktionieren

   

Dualseelen & wenn das Ego nicht mehr funktioniert

Über lange Strecken unseres Lebens haben wir nur funktioniert. Wir haben funktioniert und nach destruktiven Mustern, Konditionierungen und Glaubenssätzen gelebt. Es hat funktioniert, uns hinter aufgesetzten Rollen, Masken und Fassaden zu verstecken. Uns in vermeintlicher Sicherheit unseres Verstandes zu wiegen, ohne zu bemerken, dass wir tief im Netz einer Illusionsfalle sitzen. Es hat funktioniert, uns auf Zweck- und Handelsbeziehungen einzulassen, die nicht auf wahrer Liebe basieren. Es hat funktioniert, uns selbst immer wieder zu verlassen und von uns selbst getrennt zu sein. Es hat funktioniert, unsere wahren Gefühle wegzudrücken und sie zu verdrängen. Den emotionalen Mangel in uns zu kompensieren. Es hat funktioniert, uns selbst zu täuschen, zu belügen und zu betrügen. Ab einem gewissen Punkt unserer Entwicklung ist genau dies nicht mehr möglich. Denn uns wird bewusst, dass alles, was aus unserem (bedürftigen) Ego kommt, nicht mehr funktioniert...

In normalen Beziehungen und Partnerschaften wird nach dem Prinzip des Egos und des „Haben wollens“ gelebt. Es werden Erwartungen, Bedingungen und Forderungen an diese Verbindungen geknüpft. Es werden Ansprüche angemeldet, da man in dem Glauben lebt, nur weil man mit einem anderen Menschen eine Beziehung oder Partnerschaft führt, ist man einander etwas schuldig.

Liebe wird oft assoziiert mit dem Gefühl, dass aufgrund von Äußerlichkeiten und Statussymbolen die man am anderen bewundert, entsteht. Und man den anderen aus seinem Ego heraus für sich „haben“ will. Eine Beziehung oder Partnerschaft mit diesem Menschen eingehen will, weil der andere ja attraktiv ist oder einen tollen Job hat, ein tolles Auto fährt, ein Haus hat, finanziell gut gestellt ist, immer „top“ gestylt ist, viele erfolgreiche und bessergestellte Leute kennt, einen Doktortitel trägt usw...

Liebe wird gleichgesetzt mit Kontrolle und (emotionaler) Abhängigkeit zueinander. Aber wo kontrolliert wird, regiert die Angst. Und wo Angst sitzt, grasiert Kontrolle. Was fehlt, ist das Vertrauen. Nicht umsonst werden permanent Machtspielchen gespielt  und immer wieder aufs Neue furchtbare Dramen inszeniert. Was immer aus dem (bedürftigen) Ego und einem chronischen Mangeldenken heraus geschieht. Mit echter Liebe hat das nichts gemein.

Liebe wird oft verwechselt mit bloßem Gefühl. Ein tiefes Gefühl für jemanden zu haben, bedeutet aber noch lange nicht, wahrhaftig und echt zu lieben. Obwohl das Gefühl natürlich echt ist. Aber Gefühl ist nicht gleich Liebe. Gefühl ist Gefühl und wahre Liebe ist wahre Liebe.

Wahre Liebe ist, wenn wir nicht die Tätigkeit eines Künstlers, Arztes oder Geschäftsführers (oder für die Männer die Tätigkeit einer Krankenschwester, Sängerin oder Schauspielerin) lieben, sondern den sensiblen Menschen, der hinter der Tätigkeit des Künstlers, Arztes oder Geschäftsführers (die Frau, die hinter der Fassade der Krankenschwester, Sängerin oder Schauspielerin) steckt. Wenn wir nicht den Erfolg und das Geld lieben, das ein Mensch auf seinem Konto hat, sondern wenn wir diesen Menschen immer noch an unserer Seite wollen, auch wenn er „arm wie eine Kirchenmaus“ wäre. Weil der Mensch an sich uns dies wert ist. Weil der Mensch an sich – genauso wie er ist – gut genug für uns ist. Weil wir diesen Menschen als würdig empfinden, an unserer Seite zu sein und mit ihm gemeinsam das Leben zu verbringen.

Beziehungen und Partnerschaften werden oft eingegangen, um nicht alleine zu sein. Lieber zu zweit unglücklich, als alleine glücklich, lautet das unbewusste Motto vieler. Weil sie überhaupt nicht wissen, wie es ist, wirklich einmal alleine mit sich selbst zu sein. Alleine Zeit mit sich zu verbringen. Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit sich selbst überhaupt klarzukommen. Geschweige denn, sich selbst wirklich zu lieben. Und gut für sich zu sorgen. Mit der (inneren) Stille klarzukommen, die entsteht, wenn man wirklich alleine mit sich selbst ist. Und zwar ganz gezielt und sehr bewusst.

Neue Beziehungen werden eingegangen, ohne die Altlasten überhaupt verarbeitet und wirklich losgelassen zu haben. Hier macht man sich vor, dass dies funktioniert. Aber das funktioniert eben nicht. 

Paare in Zweck- und Handelsbeziehungen, die nicht auf wahrer Liebe basieren, bleiben aus reinen Vernunftsgründen zusammen...

 

  • Aufgrund Erwartungen anderer
  • Weil es gemeinsame Kinder gibt
  • Weil es eine gemeinsam zu leitende Firma gibt
  • Weil es ein gemeinsames Haus abzuzahlen gilt
  • Aus Angst, alleine zu sein und keinen neuen Partner/Partnerin zu finden
  • Aus Angst, finanziell oder sozial abzusteigen
  • Weil sie der irrigen Meinung sind, der Partner/die Partnerin müsse sich doch irgendwann ändern


Hier macht man sich lediglich vor, dass dies funktioniert. Denn genau dies funktioniert auf Dauer eben nicht. 

Zwischen zusammengehörenden Dualseelen ist all dies nicht mehr möglich. Da die Dualseelenliebe – die wahre und bedingungslose Liebe - eine Liebe für Fortgeschrittene ist.

Im Laufe unserer persönlichen ENT-wicklung wird uns immer mehr bewusst, dass das „alte“ Verhalten zwischen unserem Dual und uns nicht mehr funktioniert. Da wir uns inzwischen fest in unserem Herzen verankert und tief in unserer ureigenen Mitte zentriert haben. Uns nur noch nach der wahren Liebe ausrichten. Und danach handeln, was unser Herz und unsere Seele für uns will.

Aber nicht nur das. Uns wird auch immer mehr bewusst, wie gut es uns tut, uns aus alten Verbindungen – sei es familiär oder auch freundschaftlich – gelöst zu haben, die uns vielleicht viele Jahre lang belastet und geschadet, anstatt bereichert und erfüllt haben. Die uns von unserem wahren Weg des Herzens und der Seele abgehalten haben. Und wir uns – weil wir es nicht besser wussten - abhalten haben lassen.

Oft ist es so, dass wir uns unendlich erleichtert und befreit fühlen, wenn wir uns von destruktiv handelnden Menschen gelöst haben. Dass es auf einmal vorwärts geht in unserem Leben. Dass auf einmal alles fließt. Und die Fülle uns in jeglichen Bereichen und auf allen Ebenen unseres Lebens überschwemmt.

Was schlichtweg daher kommt, dass wir uns nicht nur von diesen Menschen, sondern auch aus falschen Pflicht- oder Verantwortungsgefühlen, oder auch vollkommen unangemessenen Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen diesen Menschen gegenüber gelöst haben. Da wir die endlosen Erwartungen die diese Menschen an uns haben, einfach nicht erfüllen können. Und dies in Wahrheit auch nicht wollen. Da wir dafür nicht zuständig sind. Und dies somit auch nicht mehr tun.

Deren Erwartungen sind NICHT unsere Erwartungen. Deren Wünsche sind NICHT unsere Wünsche. Deren Lebensentwürfe sind NICHT unsere Lebensentwürfe. Deren Werte sind NICHT unsere Werte. Deren seelische und emotionale Defizite, Unzufriedenheit und Unzulänglichkeiten sind NICHT unsere Defizite, Unzufriedenheit und auch nicht Unzulänglichkeit. Somit können wir deren Ansprüche überhaupt nicht erfüllen. Weil das schlichtweg nicht in den Aufgabenbereich unseres Lebens und ureigenen Seins fällt.

Unser Ego schützt unser Herz und unsere Seele nur vermeintlich vor Verletzung.

Wenn wir die Führung unserem Herzen und unserer Seele überlassen, werden wir immer das richtige für uns tun. Richtig ist es immer dann, wenn es sich leicht anfühlt.

Wenn alles fließt. Wenn es ohne unser aktives Zutun in unser Leben kommt. Weil wir es ganz einfach geschehen lassen können. Weil wir offen für Veränderung sind. Offen für das Leben sind. Weil wir absolut bereit sind, das Leben zu empfangen. Die Fülle in unser Leben zu lassen. Die Erfüllung zuzulassen. Und diese dann auch auszuhalten...

Solange wir in unseren (bedürftigen) Ego-Spielchen gefangen sind, fühlt sich vieles falsch an. Da es gar nicht zu uns passt. Weil es nicht UNSERE Vorstellung vom Leben an sich ist, die wir uns übergestülpt haben. Oder überstülpen haben lassen. Es sind oft nicht unsere Werte, nach denen wir leben. Nicht unsere Überzeugungen. Nicht unsere ureigene Wahrheit. Sondern die Werte und Überzeugungen anderer. Die Wahrheit anderer. Ja, wir leben bis hierhin sogar oft das Leben anderer. Gehen wieder und wieder faule Kompromisse ein. Nur um die anderen zufriedenzustellen! Was wir in Wahrheit wirklich dabei fühlen, schieben wir gekonnt von uns.

Wie wichtig es aber ist, explizit nach unserer ureigenen Wahrheit zu leben, weil wir uns nur damit wirklich und wahrhaftig vollkommen identifizieren können – wird uns immer mehr bewusst, je mehr wir bei uns selbst ankommen. Desto mehr wir zu uns selbst „Ja“ sagen. Und desto weniger wir einen Spiegel im Außen für uns brauchen, um unsere inneren Schatten darin zu erkennen. Weil unser Selbstwert mittlerweile stark ist. Und wir absolut gelassen in uns selber ruhen. Und uns selbst nicht mehr verlassen. Denn das haben wir über lange Jahre unseres Lebens viel zu oft und viel zu sehr getan.

Wir haben UNS SELBST verlassen, uns quasi von uns selbst getrennt, unser wahres Sein im Stich gelassen, unsere wahren Bedürfnisse und Sehnsüchte ignoriert, unsere Gefühle und Emotionen verraten und verdrängt und in einer Welt voller Illusion, Projektion und Phantasie gelebt. Wir haben urgewaltige Angst davor entwickelt, vollkommen echt und authentisch zu sein. Angst, wahrhaftig gesehen zu werden und uns selbst wahrhaftig zu sehen. So wie wir nun einmal sind. Wir haben die Entscheidung zu uns selbst zu stehen, immer wieder aufgeschoben. Vor uns hergeschoben. Ja, wir haben diese Entscheidung überhaupt nicht wahrhaben wollen. Weil diese Entscheidung eine urgewaltige und massive Angst in uns auslöst. Nämlich die irrtümliche Angst, dass wir unseren Seelenpartner oder unser Dual verlieren, wenn wir uns für UNS entscheiden.

Derweil hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Denn wir wenden uns nicht von unserem Seelenpartner oder Dual ab, wenn wir zu uns selber stehen. Wir verlassen ihn auch nicht. Auch brechen wir den Kontakt zu ihm nicht ab. Wir bewegen uns NICHT von ihm weg. Sondern wir bewegen uns in Wahrheit lediglich HIN zu uns selbst.

Wir versöhnen uns mit UNS SELBST!

Jetzt ist die Zeit, uns endgültig zu entscheiden. Denn zurück können wir nicht mehr. Das Leben zieht uns unaufhaltsam weiter...immer mehr nach vorn...

Irgendwann sind wir an dem Punkt, an dem wir überdeutlich wahrnehmen und sehen, dass wir uns entscheiden müssen. Uns für uns selbst entscheiden müssen, wenn wir wirklich absolut authentisch sein und uns vollkommen selbst leben wollen. Und zwar mit jeglichen unserer emotionalen und sensiblen Facetten, „Fehlerchen“, Angewohnheiten und Macken. In jeglichen Bereichen und auf sämtlichen Ebenen unseres Seins. In unserem Inneren, wie in unserem äußeren Leben. Wir müssen es zulassen und aushalten, uns selbst wahrhaftig zu sehen. Uns so zu sehen, wie wir WIRKLICH sind. Sensibel, emotional, verletzlich, unperfekt. Unsere Schwächen zu sehen, die tatsächlich auch Stärken sein können. Wir müssen es zulassen und aushalten, den letzten Sprung in unser wahres, authentisches Sein zu schaffen. Und diese Entscheidung FÜR UNS SELBST endgültig vollziehen. Dies nicht nur gedanklich tun zu wollen, sondern es auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Es funktioniert nicht mehr, zu funktionieren. Da wir alles, was wir tun, nur noch aus tiefer (Selbst-) Liebe und aus unserem Herzen heraus tun.

Wir können nicht mehr nach unserem Verstand und aus unserem (bedürftigen) Ego heraus handeln. Weil wir nicht mehr bedürftig und nicht mehr im (emotionalen) Mangel sind. Das lässt unser Herz und unsere Seele nicht mehr zu. Wir hören auf, uns selbst und andere zu bewerten. Wir hören auf, andere in imaginäre Schubladen zu stecken und in irgendwelche sinnlosen Kategorien einzuteilen.

Das Bedürfnis mit unserem Verstand etwas „haben zu wollen“ ist uns schlichtweg abhanden gekommen. Das Bedürfnis, für etwas zu kämpfen, haben wir schlichtweg verloren.

Wir können das, was nicht zu uns gehört, einfach sein lassen. Ohne uns darum zu kümmern, was irgendjemand anders davon hält. Wir rechtfertigen uns nicht mehr. Wir entschuldigen nichts mehr.

Stattdessen sortieren wir gnadenlos und radikal aus, wen wir noch in unser Leben lassen. Was wir selber für uns tun und was wir zulassen, was andere für uns tun. Wir laufen auch niemandem mehr hinterher. Denn wir sind nun auf einhundert Prozent „Empfang“ ausgerichtet.

Wer wirklich bei uns und mit uns zusammensein will, darf liebend gerne an unserer Seite und in unserem Leben sein. Darf mit uns gemeinsam einfach SEIN...

Das Wort „Mangel“ existiert für uns nicht mehr. Da wir uns nur noch auf Fülle und Erfüllung und das Hier und Jetzt fokussieren.

Wir sind inzwischen in der Lage, kristallklare Grenzen für uns zu setzen. „Nein“ zu sagen, wenn wir auch „Nein“ meinen und aus unserem tiefsten Herzen „Ja“ zu sagen, weil wir offen und ehrlich auch „Ja“ meinen.

Wir wissen sehr genau, was wir wirklich wollen und was nicht. Was wir zulassen können und was nicht. Was wir aushalten können und was nicht. Wen wir wirklich bei uns wollen und wen nicht. Wen wir wirklich lieben und wen nicht.

Und genau hier ist der Punkt, uns absolut und ohne jeglichen faulen Kompromiss auf UNS SELBST einzulassen. Und zwar nicht nur mit einem Teil von uns, sondern vollkommen und zu einhundert Prozent. Die Beziehung zu uns selbst zu kultivieren. Unser ECHTES und authentisches Sein vollkommen zu entfalten. Und zwar auf jeglichen Ebenen und jedweden Bereichen unseres Lebens. Die Selbstliebe in uns zu kultivieren. Und sie immer mehr nach außen strahlen zu lassen.

Dazu ist es notwendig, zu ERKENNEN, dass wir doch die ganze Zeit noch nicht wirklich vollkommen bei uns selbst waren. Und deutlich zu SEHEN, dass wir immer noch einen kleinen Teil von uns gut behütet, ignoriert und beiseite geschoben haben. Weil wir unbewusst immer wieder nach einer Strategie und Methode gesucht haben, die Entscheidung FÜR uns selbst aufzuschieben. Weil wir sehr genau gespürt haben, was das für uns bedeutet.

Nämlich, dass wir unserem Seelenpartner und Dual damit eine Grenze setzen müssen. Und zwar absolut kristallklar und wirklich konsequent.

Dass wir damit aufhören, uns immer weiter an die Gegebenheiten anzupassen, die ER die ganze Zeit unbewusst vorgibt. Und wir dies unbewusst geschehen haben lassen. Uns darauf eingelassen haben. Wir haben uns selbst immer noch ein Stück weit verlassen, um ihn nicht zu verlassen. Und von ihm nicht verlassen zu werden. Dass wir ihn komplett sich selbst überlassen, solange er nicht bereit ist, sich verbindlich auf uns einzulassen. Solange er nicht vollständig zu uns steht und sich offen zu uns bekennt. Solange er sich noch hinter seinen Ausreden, Ego-Spielchen und Angstbehafteten Mustern versteckt. Denn ER macht sich ja zu dieser Zeit noch selber vor, dass sein Ego weiterhin funktioniert. Dass das funktionieren noch funktioniert. Dass es vermeintlich weiterhin wunderbar funktioniert, sich in seiner Komfortzone und Bequemlichkeit seines bisherigen Lebens zu suhlen, obwohl auch er schon lange nicht mehr wirklich glücklich ist. Und es irrtümlich weiterhin wunderbar funktioniert, sich in der vermeintlichen Sicherheit seines Verstandes zu verstecken. Obwohl es den männlichen Dualen zu dieser Zeit bereits sehr schlecht geht. Sie leiden unter Burnout-Symptomen oder gar handfesten Depressionen. Und es geht Ihnen in jeglicher Hinsicht immer schlechter.

Viele Kopfmenschen spüren jetzt erst überdeutlich, dass es eben nicht mehr funktioniert, zu funktionieren. Dass der Verstand ja gar nicht die Sicherheit bietet, wie sie die ganze Zeit gedacht (!!) haben. Da auch sie langsam immer mehr ins Fühlen kommen. Und das Herz sich immer weiter durchsetzt. Weil auch hier die wahre Liebe endlich wirklich und wahrhaftig ECHT SEIN - gelebt und erlebt werden will.

Solange konzentrieren und fokussieren wir uns vollkommen auf UNS SELBST und unser Leben. Wir sind für ihn (erst einmal) nicht mehr erreichbar. Wir stehen ihm nicht mehr zur Verfügung, solange er uns weiterhin verleugnet. Und er sich damit selbst verleugnet.

ERST DANN – wenn er vollständig auf sich selbst gestellt ist und deutlich spürt, dass wir nicht mehr verfügbar für ihn sind, in seiner permanent zelebrierten Unverbindlichkeit - fängt tatsächlich SEIN Leidensweg und tiefgreifender Entwicklungsprozess an...! KANN überhaupt erst dann anfangen, wenn wir uns komplett und ganz FÜR uns selbst entschieden haben. Erst jetzt KANN er tatsächlich wirklich seine wahren Gefühle spüren. Weil sie immer mehr an die Oberfläche kommen und seinen Verstand irritieren. Sein immer weniger funktionierendes Ego überrollen wie riesige Wellenberge...

Diese Entscheidung ist für die meisten weiblichen Herzensmenschen kaum durchführbar. Alleine der Gedanke daran ist für viele absolut unerträglich. Weil diese Entscheidung eine der schwierigsten ihres Lebens ist. Die Entscheidung gegen die Angst – dafür FÜR die wahre Liebe und FÜR das eigene authentische Selbst - ist eine reine Entscheidung des Herzens. Und zwar ausschließlich des wahrhaft liebenden Herzens.

Viele, viele bittere Seelentränen begleiten diese endgültige Entscheidung für uns selbst. Und nicht nur das. Vielen weiblichen Dualen geht es in dieser Phase richtig schlecht. Vor allem, wenn sie hochsensibel und hochsensitiv sind. Und sie werden ebenfalls krank. Folgende Symptome können sich unter anderem zeigen, wenn die Seele urgewaltig gegen das gefühlte und vermeintliche „getrennt-sein“ von dem geliebten Seelenpartner oder Dual rebelliert...

 

  • Fingernägel brechen plötzlich ständig ab
  • Die Haare werden brüchig
  • Körperliche Verletzungen treten gehäuft auf
  • Schmerzhafte Muskelverspannungen bilden sich
  • Seelenschmerzen treten mehr oder weniger intensiv auf
  • Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung entwickeln sich
  • Gefühle von Trübsinn und Demotivation treten auf
  • ... 

 

Die Entscheidung muss dennoch getroffen werden. Es muss gehandelt werden. Denn beide spüren überdeutlich, wie blockiert sie in dieser Phase sind. Die Herzensmenschen MÜSSEN nun unbedingt handeln, um so beide Seelenpartner oder Duale aus ihren restlichen Blockaden zu befreien. Denn das männliche Dual ist blockiert und kann sich nicht entwickeln, weil das weibliche Dual aus purer Angst blockiert. 

Und diese Erkenntnis schmerzt furchtbar. Es ist mehr als schlimm, zu sehen, wie schlecht es dem männlichen Dual nun geht und wie sehr blockiert er ist, weil man als weibliches Dual blockiert. 

Das tut richtig weh! Und kostet viele Seelentränen.

Das weibliche Dual muss sich also ganz bewusst bewegen, damit das männliche Dual sich ebenfalls bewegen und aus seiner Angst befreien kann. 

Und hier muss ich einmal eine ganz persönliche Anmerkung in den Raum stellen...

Immer wieder ist zu lesen und ich werde dies auch immer wieder mal gefragt, ob es zutrifft, dass man tatsächlich den Beziehungswunsch zu seinem Dual aufgeben und er einem gleichgültig werden müsse, damit er wirklich zu einem kommt. Ganz ehrlich gesagt, halte ich absolut nichts von dieser irreführenden Theorie. Denn gerade hochsensible und hochsensitive Menschen haben ein essentielles Grundbedürfnis, mit ihrem Seelenpartner oder Dual in einer verbindlichen Partnerschaft zusammen glücklich zu sein. Hier bewusst die Hoffnung mit nicht haltbaren Aussagen zu rauben, finde ich persönlich absolut utopisch. In Einzelfällen mag dies eventuell sogar funktionieren, doch pauschalisieren möchte ich dies nicht. Denn jeder Mensch ist anders. Nicht alle Herzensmenschen sind gleich und auch nicht alle Kopfmenschen sind gleich. Selbst wenn es viele Parallelen gibt, ist doch jeder individuell in seinem Empfinden, seinem bewussten oder unbewussten agieren und reagieren.

Und nach meiner Logik und persönlichen Erfahrung sind diese Aussagen per se nicht haltbar. Denn, wenn man den Beziehungswunsch zu einem bestimmten Menschen aufgibt und er einem gleichgültig werden würde, könnte man ja überhaupt keine Beziehung und Partnerschaft mehr mit ihm eingehen, selbst wenn dieser Mensch plötzlich ankommen, vor einem stehen und regelrecht um eine verbindliche Beziehung „weinen und betteln“ würde. Was auch mit echter, wahrer und bedingungsloser Liebe nichts zu tun hätte.

Ein Mensch, den man wahrhaftig, echt und zutiefst liebt, kann einem nicht gleichgültig werden! Denn Gleichgültigkeit ist das Gegenteil von Liebe.

Diese Aussage hat also eher etwas von bindungsloser (!!) Liebe, für die man keine emotionale Verantwortung übernehmen will. Hier kommt dann doch wieder das Ego ins Spiel!

Außerdem fühlt sich dies für viele wiederum so an, dass sie sich dann verbiegen. Und eben NICHT authentisch und echt sind, wenn sie so tun, als ob sie keine verbindliche Beziehung mit dem geliebten Menschen mehr wollen. Weil sie es nicht in ihrem Herzen fühlen, den Wunsch tatsächlich aufgeben zu können. Und ihre Seele ein tiefes inneres Wissen in sich trägt, dass sehr wohl eine verbindliche Partnerschaft beider vorgesehen ist. Warum also sollte man sich dann etwas vormachen und so tun, als ob man den Beziehungswunsch aufgibt...?!

Auch dies funktioniert nicht! Da das Ego hier aus dem Spiel ist.

Es gibt keine allgemeingültigen und pauschalen Konzepte, nach denen man sich richten kann, damit ein Mensch – auch wenn es der Seelenpartner oder das Dual ist – sich für einen entscheidet. Das entscheidet immer noch derjenige Mensch selbst. Nicht, weil er sich nach einem Konzept und irgendwelchen Vorgaben richtet, sondern aus seinem freien Willen und weil sein Herz das so will. 

Es gibt Erfahrungen, mit denen Menschen in Resonanz gehen, sie sich in diesen Erfahrungen spiegeln und wiedererkennen und nach denen sie sich dann richten und Halt und Orientierung für sich finden. Weil es sich so dann ganz einfach individuell richtig und stimmig anfühlt.

Wir dürfen es stattdessen annehmen und akzeptieren, wenn unser Seelenpartner oder Dual noch nicht soweit ist, sich vollkommen auf uns einzulassen. Weil wir gleichzeitig auch noch nicht bereit dafür sind, uns auf uns selbst vollkommen einzulassen.

Wenn wir ihn WIRKLICH wahrhaftig und echt lieben, geben wir ihm in stoischer Engelsgeduld die Zeit und den Raum, den er jetzt für sich braucht. Und das hat rein überhaupt nichts mit „warten auf ihn“ zu tun. Denn in der Zwischenzeit leben wir unser Leben. Und kümmern uns achtsam und fürsorglich um uns selbst. Wenn wir dazu nicht bereit sind, spielt unser Ego uns noch einen Streich. Und hält uns fest in der Illusion unseres Verstandes.

Bis hierher haben wir uns oft noch selbst getäuscht und uns eingeredet, dass wir doch bereits authentisch und in unserer Mitte sind. Dass wir doch die ganze Zeit schon absolut gelassen in uns selber ruhen.

NEIN – ein kleiner Teil hat noch gefehlt.

Solange wir uns weiterhin unverbindlich mit unserem Seelenpartner oder Dual treffen und weiterhin unverbindlichen Kontakt mit ihm pflegen, auf seine unverbindlichen Nachrichten oder Anrufe reagieren, obwohl wir in Wahrheit ausschließlich Verbindlichkeit mit ihm wollen, wird sich absolut nichts ändern. Wird ER nichts ändern. Wenn wir immer wieder zurückfallen und ihm nachgeben, nur aus Angst, ihn zu verlieren, KANN er überhaupt NICHTS ändern. Und wir bleiben unverbindlich zu UNS SELBST!

An diesem Punkt nicht mehr aus emotionaler Bedürftigkeit Verbindlichkeit mit ihm zu wollen, sondern aus tiefer, echter, wahrer Liebe mit ihm ein gemeinsames Leben aufbauen zu wollen, eine wirkliche Partnerschaft auf Augenhöhe leben zu wollen. Weil wir das tiefe innere Wissen besitzen, dass beide zusammengehören. Weil das Leben beide schließlich zusammengeführt hat, nicht nur um uns selbst wieder zu finden und uns mit uns selbst wieder zu versöhnen und zu verbinden – uns selbst gegenüber absolut verbindlich zu sein - sondern um endlich mit dem wirklich passenden Partner – eben unserem Seelenpartner oder Dual - ein gemeinsames Leben zu leben.

Alleine mit uns selbst sein zu können, ohne uns alleine und einsam zu fühlen. Gleichzeitig miteinander zu zweit „Eins“ sein zu können und innerlich wahrhaftig zufrieden und wirklich glücklich zu sein. Erfüllt zu sein. In Liebe zu sein. Wieder zu zweit alleine zu SEIN...

Unser Seelenpartner oder Dual weiß sehr genau, dass er zu uns gehört. Er weiß sehr genau, dass er jederzeit in unserem Leben und an unserer Seite sein darf, wenn er sich endlich entscheidet. Endgültig FÜR die wahre Liebe und für UNS entscheidet. Für ein gemeinsames „Wir“ entscheidet. Dafür entscheidet, der Sehnsucht in sich endlich nachzugeben. Und sich offen zu uns zu bekennen. Zu uns zu stehen. Sich vollständig auf uns einzulassen. Verbindlich zu werden. Ein gemeinsames Leben mit uns zu führen.

Diese Entscheidung fällt ihm genauso schwer, wie unsere Entscheidung, uns für uns zu entscheiden. Verbindlichkeit mit uns selbst einzugehen. 

Da hierfür die Angst endgültig besiegt und aufgelöst werden muss. Mut entwickelt werden muss. Von beiden Seelenpartnern oder Dualen!

Mut zu sich selber zu stehen und Mut, sein Glück mit uns mit beiden Händen zu packen und so festzuhalten, wie es nur irgendwie geht.

Wir müssen zu uns selbst stehen und er muss zu sich selbst stehen. Nur auf andere Art und Weise. Wir stehen die ganze Zeit bereits zu ihm und er darf nun lernen, wahrhaftig zu uns zu stehen.


                                                                              © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum Geduld auf unserem Dualseelenweg essentiell ist


Seelenpartner & Dualseelen & Geduld

Im Zuge des Entwicklungsweges mit unserem Seelenpartner und Dual stoßen wir oft an unsere Grenzen. Oder müssen diese gar komplett neu definieren. Immer wieder werden wir daran erinnert und damit konfrontiert, dass es unumgänglich ist, Geduld zu lernen. Geduld mit uns selbst zu haben, wenn nicht immer gleich alles gelingt, was wir uns vornehmen oder was wir tun. Geduld zu haben mit unserem Seelenpartner und Dual, wenn mit ihm nicht immer alles so glatt läuft, wie wir dies erhoffen und auch Geduld zu haben, mit der gesamten Situation, in der wir uns mit ihm befinden. Für viele ist es unglaublich schwer, wirklich geduldig zu sein. Da sie es in der heutigen hektischen, schnelllebigen und austauschbaren Zeit gewöhnt sind, die Dinge jetzt, sofort und gleich zu erhalten. Die Wahrheit ist, nur mit echter Geduld kommen wir hier wirklich an unser Ziel...

Wir alle kennen den Spruch: Geduld ist eine Tugend. Auch ich habe in meinen jüngeren Jahren diesen Spruch immer abgetan und ungeduldig abgewunken. Und heute ist mir so bewusst wie nie, dass Geduld wirklich und wahrhaftig als Tugend zu sehen ist.

Weil echte Geduld zu besitzen eine wahre Stärke ist.

Wirklich gelassen im Hier und Jetzt zu sein, nicht auf die Zeit zu achten, die man geduldig darauf „wartet“, die Dinge zu erhalten, die man anstrebt, muss man gezielt lernen. Was wirklich schwierig ist. Das weiß ich nun aus intensiver eigener Erfahrung ;)

Wahre Geduld zu besitzen, ist etwas vollkommen anderes, als in einer Situation einfach auszuharren oder auf etwas oder jemanden zu warten. Passives Warten ist eine aktive Handlung, die die Energie blockiert. So dass die Energie nicht mehr frei fließen kann. Kann aber auch in eine innere Haltung transformiert werden. Dann können wir das „passive Warten“ in echte Geduld umwandeln.

Ist „Warten“ wirklich eine Zeitverschwendung?

Einige definieren das „Warten“ auf ihren Seelenpartner oder auf ihr Dual tatsächlich als Zeitverschwendung. Auf ihrem Weg der seelischen Entwicklung setzen sie ihn und auch sich selbst immer wieder – unbewusst und auch bewusst - gehörig unter Druck. Indem sie ihm beispielsweise immer wieder zu verstehen geben, dass sie nicht bereit sind, jahrelang (auf ihn) zu warten. Woraufhin er flüchtet und sich erst einmal zurückzieht. Was nicht verwunderlich ist, da er ja sämtliche Erwartungen, die an ihn gestellt werden, überhaupt nicht erfüllen kann. Geschweige denn, dass er dies überhaupt will.

Wie würden wir selbst reagieren?

Wenn wir den Spieß nun einmal umdrehen und uns vorstellen, wie WIR uns fühlen würden, wenn UNS der zutiefst geliebte Mensch zu verstehen gibt, dass er nicht bereit ist, jahrelang auf uns zu warten - bis wir wirklich soweit sind, uns vollkommen auf ihn einzulassen und uns offen zu ihm zu bekennen – wie würden WIR auf diese Aussage reagieren?

Auch wir würden uns zutiefst verletzt von ihm zurückziehen! Und wären zutiefst enttäuscht über seine Einstellung. Auch wir würden dann an seiner Liebe zu uns zweifeln.

Dabei übersehen wir nämlich etwas elementares: In Wahrheit sind WIR SELBST noch nicht bereit, uns komplett einzulassen. Weil wir nicht vollkommen zu unserem wahren Selbst stehen! Wie also soll ER bereit sein, sich ohne jegliche Bedingung auf uns einzulassen, wenn wir selbst noch nicht bereit dafür sind?

Wir verstehen nicht, dass er uns verleugnet, obwohl wir uns doch selbst verleugnen!

Er als unser Spiegel zeigt uns immer wieder überdeutlich, dass wir selbst es sind, die uns verleugnen. Unser Seelenpartner und Dual MUSS uns sogar komplett verleugnen. Da wir die ganze Wahrheit ansonsten nicht erkennen, sehen und begreifen würden.

Etliche Herzensmenschen hadern deshalb immer wieder mit sich und sind der irrtümlichen Meinung, dass etwas nicht in Ordnung mit ihnen ist. Unbewusst befinden sie sich im Modus einer vermeintlichen Schuld. Und sind immer noch der destruktiven Überzeugung, nicht gut genug für ihren Seelenpartner oder ihr Dual zu sein. Was im Klartext bedeutet, noch nicht (selbst-) sicher genug zu sein. Sich selbst noch nicht genügend zu vertrauen. Ihm und dem Leben noch nicht genügend zu vertrauen. Und so auch noch nicht alles vertrauensvoll fließen und geschehen lassen zu können. Da der Verstand immer wieder mitmischt, sich einschaltet und das Herz mit seinen gedanklichen Illusionen provoziert. Hier wird auch die Geduld immer wieder in Frage gestellt und fälschlicherweise an der Gesamtsituation gezweifelt.

Wenn wir mit uns selbst keinerlei Geduld haben, wie sollen wir dann einem anderen Menschen gegenüber wahre Geduld aufbringen? Selbst wenn es der Mensch ist, den wir doch zutiefst wahrhaftig lieben?

Wenn wir unsere Angst, wirklich zu uns selbst zu stehen, auf ihn projizieren und der ernsthaften Meinung sind, dass ER derjenige ist, der Angst hat, wirklich zu uns zu stehen?

Wir selbst sind in Wahrheit diejenigen, die die Zeit verschwenden. Den Prozess der seelischen Entwicklung künstlich in die Länge ziehen. Die immer weiter Zeit schinden und uns davor drücken, vollständig zu uns selbst zu stehen. Wir leben in der permanenten Illusion, dass unser Seelenpartner oder unsere Dualseele derjenige ist, der die Zeit schindet. Und der nicht zu uns steht. 

Nein, meine lieben Herzensmenschen. Dies sind lange Zeit WIR SELBST!

Denn unser Dual spiegelt uns ja immer nur! Die Angst, die wir in uns tragen, ist NICHT die Angst, unser Dual eventuell zu verlieren. Sondern es ist in Wahrheit die tiefsitzende Angst, die Liebe wieder zu verlieren. 

Und genau dies ist es in Wahrheit, was viele Herzensmenschen davon abhält, sich vollständig und komplett auf sich selbst einzulassen. 

Die unbewusste, gravierende Angst, diese Liebe vermeintlich wieder zu verlieren. Was aber nicht passiert. Und auch Ihren Seelenpartner und Ihr Dual verlieren Sie nicht! Das sind nur die Gedanken im Kopf. Die Illusion unseres Verstandes, der uns in die Irre führt und uns von unserem Herzen wegbringt. Der uns davon abhält, die Wahrheit in uns zu FÜHLEN. Der uns davon abbringen will, bedingungslos zu vertrauen. Uns selbst zu vertrauen, unserem Seelenpartner und Dual bedingungslos zu vertrauen und auch dem Leben an sich zu vertrauen...

Obwohl wir es jederzeit selbst in der Hand haben, unser Leben wirklich zu leben, anstatt im Wartemodus zu hängen und so unsere überaus wertvolle Lebenszeit tatsächlich mit Nichts-Tun und passivem Warten zu verschwenden.

Wir haben es jederzeit selbst in der Hand, die tiefe Liebe, die uns mit unserem Seelenpartner oder Dual für immer verbindet, gemeinsam lebbar zu machen.

Und dazu ist echte Geduld unumgänglich. Zeit spielt hierbei absolut keine Rolle. Denn echte und wahre Liebe kann „warten“...

Der Unterschied zwischen echter Geduld, ausharren und „passivem Warten“ ist folgender...

  • Ausharren 

Wenn wir etwas mit vermeintlicher Geduld stoisch ertragen und aushalten, worunter wir in Wahrheit seelisch und emotional bis hin zum Extrem leiden. Also lediglich ausharren, anstatt wirklich anzunehmen und zu akzeptieren. Wir uns aber nicht daraus lösen können. Weil wir Angst haben, dann das falsche zu tun. Das ist Selbstsabotage par Exellence und von echter Geduld Welten entfernt. Halten wir uns so im Gegenteil selbst im Kreislauf des Leidens gefangen.

  • Echte Geduld

Wenn Zeit absolut keine Rolle für uns spielt. Wenn wir es bedingungslos annehmen und akzeptieren, dass wir etwas – was wir aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele für uns wollen – dennoch nicht sofort, jetzt und gleich haben können, weil vielleicht der passende Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen ist. Die Zeit, der andere oder wir selbst noch nicht reif dafür ist. Wir in der Zwischenzeit aber absolut gelassen in uns selber ruhen und unser Leben leben. Uns auf vollkommen andere Dinge konzentrieren. Ohne in den „passiven Wartemodus“ zu verfallen oder unglücklich und unzufrieden ausharren. Die Energie also vollständig auf uns selbst lenken und darauf vertrauen, dass alles das, was wirklich zu uns gehört, sich zum passenden Zeitpunkt in unserem Leben manifestiert. Wir alles geschehen und fließen lassen können.

  • Passives Warten

Wenn wir unsere Energie und unseren Fokus permanent auf die Dinge, Situation oder die Person lenken, von der wir „erwarten“ etwas zu bekommen. Wenn wir unser Leben tatenlos an uns vorbeiziehen lassen und unsere ureigenen Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Sehnsüchte, Visionen und Ziele ignorieren, verdrängen, unterdrücken und von uns schieben. Wir unser Leben nicht leben. Wir uns nicht selbst leben. Somit fließt die Energie in die vollkommen falsche Richtung. Und die Fülle des Lebens und in der Liebe kann uns nicht erreichen. Womit auch die wahre Erfüllung von uns fernbleibt. Wir drehen uns im Kreis und erleben wie in einer Zeitschleife alles was wir NICHT wollen, wieder und wieder und wieder. Und zwar solange, bis wir es gelernt haben und echte Geduld entwickeln.

Nicht umsonst heißt es, nur mit Geduld fängt man einen Fisch... – da ist sehr wohl was wahres dran :)

Wenn wir einen Angler am Fluss sitzen sehen, muss auch er Geduld aufbringen. Obwohl auch er gelangweilt am Ufer sitzen und genervt passiv darauf warten könnte, dass ihm endlich ein Fisch ins Netz geht oder an der Angel anbeißt. Stattdessen bleibt er vollkommen gelassen, ist entspannt und genießt die Zeit des mit sich selbst alleine Seins. Vielleicht denkt er in der Zwischenzeit über irgendwelche Dinge nach, macht Pläne, trifft irgendwelche Entscheidungen, beobachtet die Natur, nimmt winzige Details um sich herum wahr, die seine Seele erfreuen, aber sitzt nicht Trübsal blasend da und wartet passiv. In meinen Urlauben am Meer sehe ich auch immer wieder Angler. Mal auf einer Seebrücke, mal an der Promenade oder am unteren Ufer einer Steilküste. Manchmal treffen sich mehrere und vertreiben sich gemeinsam die Zeit. Wirken dabei aber alles andere als gelangweilt, während sie „warten“. Wenn sie dann erfolgreich waren, präsentieren sie ihren Familien stolz ihren Fang. Was immer wahre Geduld voraussetzt. 

Was ich mit diesem Beispiel von Geduld verdeutlichen möchte, ist einfach folgendes...

Wenn wir etwas wirklich wollen, schaffen wir das auch. Und tun per se alles, was dafür notwendig ist. Vollkommen egal, wie lange das dauert. Ob nun der Angler fünf Minuten oder fünf Stunden darauf wartet, einen Fisch zu fangen und ob wir jahrelang darauf warten müssen, bis sich unser Beziehungswunsch mit unserem Seelenpartner oder Dual endlich erfüllt, spielt im Endeffekt keine Rolle. Dabei sollten wir nicht den Fehler machen und ihm die Verantwortung überstülpen. Denn es liegt genauso an uns, die Zeit sinnvoll zu nutzen und wahrhaftig zu uns zu stehen. 

So dass auch ER ganz offen und endgültig vollkommen zu uns stehen kann. 

Und wie ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben habe - der Weg ist das Ziel und das Ziel ist der Weg. Die Belohnung folgt auf dem Fuße, wenn wir wirklich Geduld haben und es schaffen, bedingungslos zu vertrauen und alles genauso zu akzeptieren und anzunehmen, wie es im Moment IST...

Wenn Sie einen deutlichen Hang zur Ungeduld bei sich selbst feststellen, fragen Sie sich einmal folgendes...

 

  • Warum fällt es Ihnen so schwer, wirklich geduldig zu sein?
  • Warum spielt Zeit eine so große Rolle für Sie?
  • Weshalb schaffen Sie es nicht, gelassen und entspannt zu sein?
  • Woher haben Sie den starken Hang zur Ungeduld?
  • Was genau will Ihnen Ihre Ungeduld sagen?
  • Weshalb können Sie die Dinge nicht annehmen und akzeptieren, wie sie sind?

 

Üben Sie sich in Geduld, wenn Sie Ihrem Seelenpartner oder Dual WIRKLICH nahe sein wollen.

Jedes Mal, wenn Sie in Ungeduld verfallen, fragen Sie sich einmal ernsthaft, wie SIE sich fühlen würden, wenn Ihr Seelenpartner oder Dual diese Ungeduld Ihnen gegenüber zeigen würde. 

Wie Sie sich fühlen würden, wenn er Sie immer wieder unter Druck setzen, kontrollieren und bedrängen würde. 

Gestehen Sie sich selbst und Ihrem Seelenpartner und Dual die individuelle Zeit zu, die jeder Mensch für seine seelische Entwicklung, Heilung und Transformation per se benötigt...

Und das ist KEINE Zeitverschwendung. Im Gegenteil. Manchmal wird langewährende Geduld königlich belohnt :)

                                                                      © Iris Fischer – sensible-seele.net


Der kolossale Irrtum mit dem Loslassen


Dualseelen & der Irrtum mit dem Loslassen

Wie ein unaufhaltsames und immer weiter grassierendes Feuer in der staubtrockenen Steppe wird permanent und ohne klar zu definieren, was es tatsächlich bedeutet, weiterverbreitet, dass wir unser zutiefst geliebtes Dual wieder loslassen sollen, damit er wirklich zu uns findet, sich offen zu uns bekennt und sich auf uns verbindlich einlässt. Was nie Sinn für mich gemacht hat und niemals stimmig für mich war. Bis zu der Zeit, als ich selber an genau dem Punkt stand, loszulassen. Wüsste ich folgendes nicht aus intensivem eigenem Erleben, ich würde es schlichtweg nicht glauben. Was ich da urplötzlich begriffen habe, war, dass wir nicht unser Dual loslassen müssen, sondern dass es in Wahrheit darum geht, etwas ganz anderes loszulassen....

Nämlich, die urgewaltige und äußerst bedrohlich wirkende Angst loszulassen, diese tiefe, intensive und einzigartige Liebe die uns mit unserem Dual verbindet, wieder zu verlieren.

Die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, fühlt sich so bedrohlich an, dass dies kaum mit Worten erklärbar ist. Diejenigen, die diese Angst ebenfalls unbewusst oder auch bereits bewusst in sich spüren, wissen genau, wovon ich schreibe.

Alleine ein einziger Gedanke daran, die Liebe an sich eventuell wieder zu verlieren, ruft solch urgewaltige Schmerzen in unserer sensiblen Seele wach, dass dies tatsächlich kaum mehr ausgehalten werden kann. Es fühlt sich an, als ob die eigene Existenz vernichtet werden könnte. Genau das ist der passende Ausdruck hierfür. Ein Gefühl absoluter Vernichtung des eigenen Seins breitet sich in uns aus. Und dieses Gefühl ist dermaßen unerträglich, dass wir nur noch flüchten und davonlaufen möchten. Was aber nicht möglich ist. Denn unser Inneres nehmen wir ja immer mit. Vollkommen egal, wohin wir auch gehen.

Deshalb klammern wir uns auch an dieser Liebe und an unserem Seelenpartner und Dual so fest. Weil wir beides ja in unserem Leben für immer behalten wollen. Sowohl diesen EINEN Menschen, der zu uns gehört, als auch diese echte, tiefe, einzigartige Liebe. Deshalb fällt es uns so schwer, ihn freizulassen. Ihn vollkommen sich selbst zu überlassen, solange er sich nicht komplett für uns entscheidet. 

Wahre Liebe lässt aber per se immer frei...

Gleichzeitig manifestiert sich in uns die Angst, den allerletzten Sprung in unser vollständig authentisches Sein zu tun. Und unseren Seelenpartner oder unser Dual genau dadurch zu verlieren. Obwohl wir diese Verlustangst schon lange überwunden glaubten. An genau diesem Punkt kommt sie aber nochmals hoch und zeigt sich uns erneut. Und dieses Mal mit einer solchen Wucht und Heftigkeit, die absolut erschreckend für unsere hochsensible Seele ist.

In Wahrheit handelt es sich hierbei um die Angst, UNS SELBST gegenüber verbindlich zu werden. Und diese Angst projizieren wir auf unser Dual. Und denken, dass er in Wahrheit derjenige ist, der Angst hat, sich verbindlich auf uns einzulassen.

Die ganze Zeit über, die er vermeintlich so unverbindlich zu uns war, waren wir UNS SELBST gegenüber unverbindlich. ER hat uns dies nur im Außen in seiner Funktion des Spiegels gezeigt.

Es durchfährt unser Bewusstsein wie ein intensives Wetterleuchten – ein Urgewitter aus puren, sich hell entladenden Blitzen - dass sich sämtliche unserer tiefsten Ängste in unserem Leben manifestieren. Und zwar mit jeder Lernrunde, die wir noch einmal erleben, immer schneller und schneller. Immer heftiger und intensiver. Weil sie von uns endgültig aufgelöst werden wollen. Es wird uns schlagartig bewusst, wie intensiv und urgewaltig unsere Angst, die Liebe und unseren Seelenpartner oder unser Dual eventuell wieder zu verlieren, in Wahrheit ist.

Wie atemberaubend tief unsere Angst sitzt, uns selbst gegenüber verbindlich zu werden.

Es wird nun nahezu unmöglich, diesen Ängsten aufs Neue auszuweichen. So wie uns das eine lange Zeit unseres Lebens immer wieder gelungen ist. Nun können wir unsere Ängste nicht mehr wegdrücken und verdrängen. Da die inzwischen unerträglich gewordene Situation der permanenten Unverbindlichkeit mit unserem Seelenpartner oder Dual uns mittlerweile dazu zwingt, uns mit diesen Ängsten zu befassen.

Und uns UNS SELBST wahrhaftig zu stellen.

Viele sind nun an dem Punkt, an dem ihr Seelenpartner oder Dual sie eventuell komplett verleugnet. Es kann sogar sein, dass er – wenn er von der Seelenpartner- und Dualseelenthematik weiß – nun urplötzlich auch die tiefe Seelenverbindung zwischen beiden leugnet.

Hier MÜSSEN wir selbst handeln.

Und nicht mehr von ihm erwarten (was vielleicht die allerletzte Erwartung war, die wir unbewusst noch an ihn hatten), dass er handelt. Denn er kann es hier noch nicht.

Und um nun zum Loslassen zurückzukommen - das Loslassen geschieht in Intervallen. In Abschnitten. Und in Etappen.

Weil jedes Mal, wenn wieder eine Situation passiert, in den wir überdeutlich spüren, dass wir nun wirklich loslassen müssten – und wir dies nicht schaffen – müssen wir weitere Lernrunden mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele drehen.

Jedes Mal, wenn wir wieder nicht vertrauen und wieder unserer Angst und unserem bedürftigen Ego nachgeben, fallen wir wieder zurück und drehen eine neue Runde.

Allerdings auf immer höheren und feineren Leveln. Weil unser Bewusstsein sich immer weiter öffnet. Und dieses Karussell dreht sich immer schneller. Stoppt urplötzlich und schleudert uns wieder zurück auf Anfang. Weil wir wieder nicht begriffen haben. Es wieder nicht geschafft haben, standhaft zu sein. Absolut ehrlich und verbindlich zu uns selber zu sein.

Wir müssen also handeln und uns vollständig UNS SELBST zuwenden. Wir müssen die Liebe im Außen – also unseren Seelenpartner oder unser Dual – komplett sich selbst überlassen. Und uns vollständig der Liebe in uns – unserer Selbstliebe - zuwenden. Unserem wahren, authentischen Sein zuwenden. 

Wir müssen uns absolut und vollständig verbindlich mit uns selbst einlassen.

Wir müssen es vollständig annehmen und akzeptieren, dass sich unser Seelenpartner oder Dual an diesem Punkt noch nicht vollständig auf uns einlassen kann. Noch nicht verbindlich uns gegenüber werden kann. Da er sich erst selbst heilen und aus seinen eigenen Traumatisierungen und Ängsten lösen muss. Seine Vergangenheit emotional loslassen und sich dann absolut verbindlich auf SICH SELBST einlassen muss.

Wir müssen es komplett annehmen und akzeptieren, dass unser Beziehungswunsch mit ihm an diesem Punkt noch nicht erfüllt werden kann. Weil WIR SELBST erst lernen müssen, zu uns selbst verbindlich zu sein. Uns unsere tiefe Sehnsucht zu erfüllen, uns endlich vollständig auf uns selbst einzulassen. Der tiefen Verlockung in unser ureigenes Sein zu folgen. Dem intensiven Verlangen nachzugeben, uns unserem wahren Sein vollständig hinzugeben. Uns im Ozean unseres wahren, authentischen Seins treiben zu lassen. Im vollen Vertrauen, dass unser ureigenes und sensibles Sein und die Liebe in uns stark genug ist und uns wahrhaftig trägt...

So wie dann unser Seelenpartner oder Dual ZEITVERSETZT lernt, sich seiner eigenen Sehnsucht und Angst zu stellen, sich auf die wahre Liebe und auf uns vollständig einzulassen.  Die Verbindlichkeit mit uns wahrhaftig zuzulassen. Die Verbindlichkeit mit sich selbst zuzulassen. Sich ebenfalls in den Ozean des reinen Seins fallen und vertrauensvoll von seiner Liebe treiben und halten lassen kann.

Ja, es findet tatsächlich ALLES in BEIDEN Seelenpartnern und Dualseelen statt!

Nur, dass es nun umgekehrt ist. Und er durch unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber gespiegelt bekommt, dass er in Wahrheit ebenfalls sich selbst gegenüber unverbindlich ist. Da er sich ja bislang weigert, offen zu seiner Liebe und zu uns zu stehen.

Was ihm, wenn ihm das erst einmal wirklich bewusst wird, einen ebensolchen Schock versetzt, wie das bei uns der Fall war. Denn nun kommt sein schlechtes Gewissen dazu. Sein Gewissen, dass jetzt erst begreift, was er sich selbst und auch uns eigentlich angetan hat, mit seinem permanent abweisenden Verhalten. Seiner Verweigerung für diese Liebe. Dass er uns und unsere tiefe Liebe zu ihm und auch sich selbst permanent mit Füßen getreten hat. 

Alles andere funktioniert an diesem Punkt nicht mehr. Es geschieht vom Universum geführt, fast wie von selbst.

So sehr es auch schmerzt, unser geliebtes Dual sich selbst zu überlassen, so dringend und unbedingt notwendig ist das Hinwenden zu unserem eigenen Selbst.

Faktisch gesehen lassen wir also nicht unseren Seelenpartner oder unser Dual los, sondern wir lassen die Liebe im Außen los. Wir lassen den Wunsch los, von ihm geliebt zu WERDEN. Denn er liebt uns ja schon längst. Nur zeigt er es noch nicht. Und wenden uns der Liebe zu, die wir in unserem Inneren tragen. Denn diese Liebe – von der Begegnung mit unserem Seelenpartner oder Dual entfacht – wird immer und ewig in unserem Inneren sein. Denn wir selbst sind (in) Liebe.

Dies ist vielleicht gefühlt die schlimmste Handlung, die wir jemals umgesetzt haben. Da wir fälschlicherweise dem Irrtum und der Illusion verfallen sind, den Menschen, den wir so sehr lieben, dadurch zu verlieren.

Aber wir können nicht verlieren, was sowieso zu uns gehört. Da wir selbst ja Liebe sind. Und wir von ihm ja ebenso geliebt werden. Also können wir ihn nicht verlieren. Selbst wenn das erst einmal den Anschein macht.

Was wir selbst im Innen sind, können wir im Außen nicht verlieren!

Im Klartext bedeutet das Hinwenden zu uns selbst, dass wir jegliche Bereiche unseres Lebens komplett authentisch umgestalten. Dass wir unseren Fokus vollständig darauf legen, alles das, was wir vernachlässigt, verdrängt und aufgeschoben haben, aufholen und nachholen, es zu tun. Dass wir ab sofort die Regeln für unser Leben komplett selbst bestimmen. Und uns zukünftig auch ohne jegliche Bedingung daran halten.

Alles, was vergangen ist, was uns (emotional und seelisch) schadet und belastet, lassen wir (emotional) los. Sämtliche Projektionen und Illusionen unseres Verstandes - unseres (bedürftigen) Egos - lassen wir los.

Und konzentrieren uns zu einhundert Prozent auf das Hier und Jetzt. Und zwar in sämtlichen Bereichen unseres Lebens und auf allen Ebenen unseres sensiblen Seins.

Wir entstauben komplett unsere sensible Seele und legen ihren innersten Kern (endlich) frei.

Dabei berücksichtigen wir jede noch so winzige Ecke und vermeintliche Nichtigkeit, die wir noch bemerken. Die nun ganz in unser Bewusstsein rückt.

 

  • Wir tun nur noch das, was wir wirklich tun wollen
  • Wir tun nur noch das, womit wir uns wirklich wohl fühlen
  • Wir halten uns nur noch an Orten auf, an denen wir tatsächlich sein wollen
  • Wir umgeben uns nur noch mit Menschen, die unser Leben bereichern
  • Wir tun nur noch die Dinge, die uns wirklich gut tun

 

Wer jetzt noch sagt, „Das kann ich aber nicht“, sitzt immer noch seinem (bedürftigen und bewertenden) Ego und gedanklichen Illusionen und Projektionen auf.

Denn, wenn wir etwas WIRKLICH wirklich wollen, schaffen wir dies auch. Das kann ich mit reinem Gewissen von mir selbst (und anderen, die dies ebenfalls bestätigen) sagen :)

Was wir noch loslassen, ist das konditionierte und uns vehement eingebläute KONZEPT unserer Gesellschaft von Beziehungen und Partnerschaft.

Wir lassen die anerzogene VORSTELLUNG einer Beziehung und Partnerschaft los, wie wir es aus unserem bisherigen Leben kennen.

Denn vielleicht stimmen unsere bisherigen Konditionierungen und Glaubenssätze, was Beziehungen und Partnerschaft betrifft, überhaupt nicht mit unserer ureigenen Wahrheit – und dem, was unser Herz und unsere Seele wirklich für uns will – überein!

Hier sollten wir ausschließlich auf unsere Intuition, unser Herz und unsere Seele hören. Und bewusst in uns hineinspüren, was wir WIRKLICH für uns wollen. Was sich wahrhaft ECHT und authentisch für uns anfühlt. Also lassen wir unsere bisherigen unpassenden und destruktiven Konditionierungen und Glaubenssätze los. Und prüfen mit unserem Herzen sehr genau, wie unser Beziehungskonzept tatsächlich aussieht.

Was bedeutet es aber nun tatsächlich, verbindlich uns selbst gegenüber zu sein?

 

  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, uns selbst absolut treu zu sein. Zu einhundert Prozent zu uns selbst zu stehen. Ohne uns zu verbiegen oder an äußere Gegebenheiten anzupassen, die andere vorgeben und die wir nicht wollen. Stattdessen unseren ureigenen Überzeugungen, Vorstellungen, Konzepten und unserer ureigenen Wahrheit bedingungslos – ohne jegliche Bewertung und ohne jedes sinnlose Schubladen-Denken oder einteilen in Kategorien zu folgen
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, keine faulen Kompromisse mehr einzugehen, was  Freundschaften, Beziehungen und Partnerschaft betrifft. Wir geben uns nicht mit irgendetwas zufrieden, was andere uns vorgeben, sondern wir setzen das um, was wir wirklich für uns wollen. Was uns bereichert, inspiriert und motiviert. Was unser Herz, unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele befriedigt, nährt und sättigt, was unser authentisches Sein vollständig erfüllt.
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut ehrlich zu uns selbst zu sein. Uns selbst nicht zu belügen, zu betrügen oder uns selbst etwas vorzumachen und uns selbst zu (ent-) täuschen. Sondern unserer ureigenen Wahrnehmung und unserer Intuition bedingungslos zu glauben, unserem natürlichen Instinkt zu vertrauen und dem Weg unseres Herzens und unserer Seele zu folgen. Und NICHT mehr von unserem Verstand in die Irre leiten zu lassen
  • Verbindlichkeit uns selbst gegenüber heißt, absolut selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu handeln. Uns von niemandem in ein (Verhaltens-) Korsett pressen zu lassen, dass uns nicht passt und unserem wahren Sein nicht entspricht

 

Verbunden mit der reinen Liebe, verbunden mit unserem Seelenpartner oder Dual, verbunden mit uns selbst und verbunden mit dem Leben an sich zu sein.

Hier müssen wir lernen, mit uns selbst alleine zu sein. Einfach zu SEIN, ohne etwas dafür zu tun, um von außen etwas zu erhalten, was uns vermeintlich fehlt. Jeglichen Kampf, Widerstand oder Kontrolle im Leben und in der Liebe sein zu lassen.

Die Liebe und das Leben fließen und geschehen zu lassen, im bedingungslosen Vertrauen, dass alles, was zu uns gehört und wahrhaftig bei uns sein will, ganz von selbst zu uns kommt.

Es ist wahrlich eine Kunst, mit uns selbst alleine zu sein. Die Stille in uns zu ertragen, die uns ganz automatisch überfällt, wenn wir uns uns selbst hingeben.

Das Gefühl der Leere in uns nicht als vermeintliche Langeweile zu sehen, da sonst unser Verstand und unser bewertendes Ego wieder die Oberhand über uns gewinnt.

Sondern dafür zu sorgen, dass wir (selbst-) erfüllt sind und absolut darauf verzichten, von anderen etwas zu erwarten. Der Leere in uns einen Sinn zu geben. Diese mit Neuem zu füllen. Und endlich vollständig unser wahres Sein zu leben. Uns wirklich lebendig zu fühlen.

 

  • OHNE uns wieder eine Ersatzbefriedigung im Außen zu suchen.
  • Ohne wieder eine äußere Quelle des Glücks für uns auszuerwählen, die nicht dafür zuständig ist, unsere innere Leere zu füllen.
  • OHNE uns auf einen Ersatzpartner als Trostpflaster – denn etwas anderes als zweite Wahl würde ein solcher Mensch niemals sein - einzulassen.

 

Denn dann würden wir uns wieder selber verlassen. Wir würden uns wieder von unserem wahren Sein trennen. Und unsere Verbindlichkeit uns selbst gegenüber wäre wieder dahin. Denn ein Ersatzpartner als Trostpflaster weist immer daraufhin, dass wir nicht vollständig verbindlich uns selbst gegenüber sind. Und immer noch einen inneren Mangel damit kompensieren, wenn wir nicht imstande sind, mit uns selbst alleine zu sein. Wenn wir nicht bereit sind, auf eine äußere Quelle des Glücks und auf die Liebe im Außen zu verzichten, um wahrhaft bei uns selbst anzukommen. Dann kommt auch unser Seelenpartner oder Dual nicht zu uns. Und wir „warten“ vergeblich auf ihn...

Unser Ego spielt uns dann noch immer einen Streich. Und wir sind immer noch im dichten Netz der Illusion unserer (bewertenden) Gedanken und unbewussten Bedürftigkeit gefangen...

Zu lernen, wirklich bedingungslos zu lieben, zu geben und absichtslos zu kommunizieren.

Die Liebe im Außen vollständig loszulassen, im absoluten Vertrauen, dass der Mensch, der zu uns gehört, ganz von selbst zu uns findet, wenn wir uns in kompromissloser Verbindlichkeit und absoluter Liebe zu uns selbst üben.

Die massive Angst loszulassen, uns wirklich vollständig auf uns selbst einzulassen. Und die unbegründete, tiefsitzende Angst loszulassen, dass wir die wahre Liebe wieder verlieren. Weil genau das nicht passieren wird. 

 

                                                                         © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum wir in die Tiefe gehen müssen, um uns vollständig zu transformieren

    

Dualseelen & innere Transformation

Immer wieder lese ich verwundert, dass Dualseelen von etlichen als (esoterisches) „Konzept“ bezeichnet und die bedingungslose (Seelen-) Liebe als nicht lebbar oder überhaupt nicht existent abgetan wird. Über Dualseelen wird gespottet und die Thematik nicht ernst genommen. Was in mir jedes Mal ein Kopfschütteln hervorruft. Denn echte Seelenpartner und wahre Dualseelen haben absolut nichts mit Esoterik, geschweige denn, mit einem von Menschen erfundenen „Konzept“ zu tun. Auch der Begriff `Spiritualität` wird von vielen mit Esoterik gleichgesetzt. Was aber beides vollkommen unterschiedliche Dinge sind. Der Begriff „Dualseele“ wird aus Unwissenheit oft falsch interpretiert. Derweil ist das naturgegebene Prinzip von Dualität und Polarität zwischen Dualseelen in Wahrheit ganz einfach erklärbar...

Spiritualität bedeutet in Wahrheit nichts anderes, als sein tiefes inneres Wissen, seinen tiefen inneren Glauben und seine tiefen inneren Überzeugungen – eben seine ureigene Wahrheit - tatsächlich zu LEBEN.

Sich nicht nur rein theoretisch darüber auszulassen und sich damit auseinanderzusetzen, sondern die Dinge auch tatsächlich in die Praxis umzusetzen, an die man aus seinem tiefsten Inneren glaubt. Weil man aus seinem tiefsten Herzen und aus tiefster Seele von seinem Glauben überzeugt ist und sich damit bedingungslos identifiziert.

Esoterik wird meist nach außen gerichtet dargestellt und mit (für die Seele) in Wahrheit sehr gefährlichen „Heilpraktiken“ beworben. Worauf ich aber hier nicht weiter eingehen will. Da ich mich davon immer wieder sehr bewusst distanziere.

Esoterik – wie sie heute verstanden und fälschlicherweise umgesetzt wird - bzw. sich nach außen zu richten, erzeugt immer eine gewisse Abhängigkeit. Kratzt lediglich an der Oberfläche des eigenen Seins und „zwingt“ einen dazu, seine Aufmerksamkeit auf die falschen Dinge zu lenken. Nämlich von seinem ureigenen Inneren (was die wahre und ursprüngliche Bedeutung der Esoterik ist = nach innen gerichtet) weg, hin ins Außen. Was dann wiederum Unsicherheiten und Zweifel erzeugt, weil man nicht seiner ureigenen Wahrnehmung und Intuition glaubt. Stattdessen glaubt man die Dinge, die einem von außen an esoterischen Konzepten verkauft werden. Und konzentriert sich irrtümlicherweise darauf. Macht sich lieber davon abhängig, als sich selbst zu vertrauen. Und in die Tiefe des eigenen Herzens zu FÜHLEN. 

Diese Dinge versprechen zwar oft eine kurzfristige Besserung des Befindens oder der eigenen Situation, aber eben nicht dauerhaft. Und berühren dabei absolut nicht die wahre Tiefe des eigenen Seins.

Außerdem lenkt man so seine Lebenskraft und Lebensenergie, die man dringend für sich selber braucht, permanent von sich weg. Anstatt sie bewusst bei sich zu behalten. Und sich auf sich selbst und auf sein Inneres zu fokussieren. Man bewegt sich so ständig aus seiner ureigenen Mitte heraus, von seinem wahren, authentischen Sein weg.

Und das gefährlichste daran ist, dass Esoterik meist mit einem diffusen Schleier aus „Pseudo-Liebe“, Halbwissen und Pseudo-Wahrheiten zugedeckt wird.

Was bei echter Spiritualität NICHT der Fall ist. Da hier die wahre und bedingungslose Liebe gelernt und der tiefe Glaube an etwas tatsächlich gelebt wird. Mit Oberflächlichkeit hat wahre Spiritualität im Gegensatz zu falsch verstandener Esoterik nichts zu tun.

Was das Wort „Dualseele“ nun tatsächlich bedeutet...

Wie ich oben schon erwähnt habe, wird der Begriff „Dualseele“ oft falsch interpretiert. Nur weil Kopfmensch auf Herzmensch trifft, handelt es sich noch lange nicht um echte Dualseelen! Leider gibt es hier sehr oft Verwechslungen. Und der tiefe Wunsch, von diesem Menschen wahrhaftig geliebt zu werden, steht dann im Vordergrund. Und wird durch die esoterischen „Konzepte“ noch geschürt.

Wahre Dualseelen bergen dabei nichts anderes als das Prinzip der Dualität (Zweiheit) und gleichzeitig der gegensätzlichen Polarität in sich. 

Die spirituelle Sicht:

Sie sind also gleich – weil spirituell gesehen eine Seele sich in zwei menschlichen Körpern geteilt hat. Und diese Seelenteile sich bereits aus vielen Vorleben kennen. Dann doch wieder gegensätzlich ergänzend und vollständig und „ganz“ in sich selbst - in ihrer als vom Ego getrennt wahrgenommenen „Einheit“ - sind. Ganz einfach, um einerseits die Erfahrung der permanent überbordenden Gefühle und Emotionen zu machen und andererseits die gleichen Dinge aus der Sicht des rationalen und sachlich-nüchternen Denkens zu erleben. Der eine Seelenteil macht die Erfahrungen aus der weiblichen Sicht, der andere auf männlicher Ebene. Nur so können sich beide Dualseelen harmonisieren und innerlich wieder in Balance bringen. Weil die Seele so beide Erfahrungen gleichzeitig – getrennt und doch gemeinsam in Ergänzung zueinander - machen kann.

Die rein menschliche und rational-nüchtern-sachliche Erklärung:

Wenn beide dann aufeinandertreffen, werden sämtliche – bis dahin als normal angesehenen – Überzeugungen, Konditionierungen und (Glaubens-) Muster an die Oberfläche des Bewusstseins gespült. Und beiden wird bewusst, was alles „zuviel“ oder „zu wenig“ ausgeprägt in ihnen vorhanden ist. In welchen Bereichen und auf welchen Ebenen sie sich harmonisieren und ausbalancieren dürfen.

Deshalb gibt es bei Dualseelen auch grundsätzlich immer einen Herzensmenschen und einen Kopfmenschen. Der eine ist zu sehr in seinen Gefühlen verhaftet und badet ständig in seinen überschäumenden Emotionen, während der andere nur in seinem Verstand die vermeintliche Wahrheit sieht. Und ihm nicht bewusst ist, dass er hier permanent der Illusion seiner als sicher empfundenen Gedanken aufsitzt.

In der Illusion unseres bewertenden Denkens sehen wir uns selbst von allem anderen getrennt. Und empfinden uns deshalb als unvollkommen. Und je mehr negative und destruktive Erfahrungen wir in unserem Leben machen, desto mehr Seelenanteile sind von uns getrennt. Weil wir sie unbewusst von uns abspalten, unterdrücken und verdrängen, um dem ständigen emotionalen Schmerz zu entgehen, den wir nicht ertragen können. Und „müssen“ uns deshalb auch unvollkommen und chronisch „gehandicapt“ fühlen.

Mit unserem Dual fühlen wir uns wieder „ganz“. Weil wir nur durch und mit ihm sämtliche unserer abgespaltenen Seelenanteile wieder zurückholen und in unser Inneres und authentisches Sein integrieren können. Weil er uns diese Unvollkommenheit einerseits immer wieder spiegelt und zwar solange, bis wir uns vollständig geheilt und in uns selbst wieder „ganz“ geworden sind. Und andererseits wir uns bei ihm endlich angekommen und vollkommen zuhause fühlen. Da beide Dualseelen eben nun einmal zusammengehören. Gemeinsam ein „großes Ganzes“ ergeben. Und eben nun einmal gemeinsam „Eins“ sind.

Deshalb ist es auch ein unermesslich wertvolles Geschenk, auf unsere wahre Dualseele zu treffen. Und diese einzigartige Seelenliebe tatsächlich lebbar zu machen. Selbst wenn dies eben seine Zeit dauert.

Und eigentlich ist es aus meiner Sicht eine tiefe Beleidigung echten Dualseelen gegenüber, diese als (esoterisches) „Konzept“ zu verkaufen oder sie gar als Nicht-Existent zu interpretieren. Und andererseits das Thema mit Dingen zu instrumentalisieren, die bewusst Abhängigkeiten im Außen schaffen. Was bei Dualseelen eben NICHT (mehr) sein soll. Und auch nicht mehr funktioniert. Da es ja gerade darum geht, (emotionale) Abhängigkeiten im Außen zu überwinden. 

Das menschliche und rein irdische Denken, Fühlen und Handeln – was weder mit Esoterik noch mit Spiritualität zu tun hat - habe ich ja unter anderem bereits in meinem Blogartikel „Was das Spiegeln zwischen Dualseelen wirklich bedeutet“ rational erklärt. Und somit den wahren Sinn von Dualseelenbegegnungen dargestellt. Aus rein menschlicher Sicht sind Dualseelen tatsächlich nichts anderes, als zwei Menschen, die aufgrund ihrer Glaubensmuster, Konditionierungen, Erfahrungen, Charaktereigenschaften, Persönlichkeit usw... die perfekte Einheit und gleichzeitig gegensätzliche Ergänzung füreinander bilden. Yin und Yang eben. Zwei in sich selbst getrennte und doch vollkommene Wesen und gemeinsam „Eins“.

Alles, was wir in unserem Dual wahrnehmen, sehen und fühlen, befindet sich bereits in uns. Da WIR SELBST die Dualseele sind! Wir selbst sind dual und "eins" zugleich...

Was ich in meinem Text "Die Dualseele sind wir selbst" bereits ausführlich erklärt habe.

Auch gelebte Spiritualität und rationales Denken sind hier gegensätzliche Pole, die sich perfekt gegenseitig ergänzen. Und miteinander perfekt harmonieren. Denn nicht alles, was zwischen wahren Dualseelen geschieht, ist mit dem Verstand nachvollziehbar. Tatsächlich gibt es einige Phänomene, die absolut nicht rational oder menschlich zu erklären sind. Und genau diese wunderbaren Phänomene sind es, die die Kopfmenschen (aber auch etliche Herzensmenschen, die sich sehr in ihrem Verstand befinden) beträchtlich an der gesamten Thematik der Seelenverbindungen zweifeln lässt ;))

Auch gibt es nicht – wie irrtümlich weit verbreitet ist – den einen, der seine Gefühle zu klären hat und den anderen, der Loslassen muss. Da grundsätzlich beide Dualseelen – sowohl der Kopfmensch, als auch immer der Herzensmensch - ihre Gefühle klären und ihr Leben neu ordnen müssen, um sich aus ihren alten Strukturen und Mustern zu befreien. Und was das Loslassen angeht, dazu habe ich mich ja in anderen meiner Artikel bereits geäußert...

Warum wir in die Tiefe gehen müssen, um unsere Seele wirklich zu heilen

Dualseelen begegnen sich, um sich wieder ins Bewusstsein zu rufen, wer sie tief in ihrem Inneren wirklich sind. Was beide verdrängt und vergessen haben, zu SEIN. Sie werden wie „magisch“ zueinandergeführt und finden sich wie zwei Nadeln im Heuhaufen, um sich gegenseitig die Seele zu heilen.

Diese Begegnung ist per se als Weckruf unserer Seele zu verstehen. Die geheilt werden, wachsen, lernen und reifen und sich weiterentwickeln will. Beide Seelenteile wollen neue Erfahrungen machen.

Dualseelen fordern und fördern sich gegenseitig permanent.

Damit jeder lernt, vollständig bei sich selbst zu bleiben. Und vollkommen gelassen in seiner ureigenen Mitte ruht. Sich von nichts und niemandem mehr beunruhigen lässt. Egal, was auch im Außen passiert. Genau deshalb sind auch Dualseelen der tiefste und klarste Spiegel füreinander, den es überhaupt gibt. Oft kommt es dabei vor, dass gerade der Herzensmensch sich lieber damit beschäftigt, seinen Spiegel im Außen zu putzen und zu polieren - also sein Dual zu beobachten, zu kontrollieren und sich darum zu bemühen, dass dieser Spiegel im Außen nach seinen Wünschen und Vorgaben funktioniert. Als den Fokus auf das eigene Selbst zu lenken und sich um sein ureigenes Inneres zu kümmern...

Gerade Dualseelen katapultieren sich gegenseitig immer wieder aus der Bequemlichkeit ihrer bisherigen - als sicher empfundenen - Komfortzone heraus.

Und lassen es nicht zu, dass alles beim alten bleibt. Sie lassen es schlichtweg nicht zu, dass man weiterhin in seinen alten, negativen oder destruktiven Überzeugungen, Glaubensmustern und Konditionierungen verharrt. Sie scheuchen einen immer wieder auf und zwingen einen dazu, genau hinzusehen. Sich selbst genau anzusehen. Die Wurzeln unter der Oberfläche bewusst anzusehen. An die Ursachen zu gehen. Sich diese bewusst zu machen. Immer wieder ziehen sie einem den Boden unter den Füßen weg, auf dem man sich vermeintlich sicher glaubt. So dass man sich bewegen MUSS, um etwas in sich und im Außen zu verändern. Es reicht nicht, wenn man die Dinge gedanklich tun will, sondern nun muss man sie auch tatsächlich aktiv umsetzen. Da man ansonsten dieselben Dinge wieder und wieder unter die Nase gerieben bekommt, er einem solange den sicher geglaubten Boden unter den Füßen wieder wegreißt und man wieder stolpert und fällt, bis die Seele diese Lektion gelernt hat und nur dadurch weiter vorwärts kommt und sich wieder weiterentwickeln kann. Weil sie sich wieder erfüllt fühlt. Gesehen fühlt. Von Grund auf genährt und gesättigt fühlt.

Es nützt absolut nichts, nur leicht an der Oberfläche zu kratzen und alte seelische Wunden aufzureißen, bis sie bluten und ihnen dann nur ein „(Trost-)Pflaster“ aufzukleben. Es bringt nichts, seelische oder emotionale Schmerzen in Alkohol zu ertränken, Tabletten gegen Depressionen oder Ängste zu nehmen und sich in Arbeit zu verkriechen. Es hilft überhaupt nichts, permanent räumlich zu flüchten und so in Wahrheit alles zu verlagern. Es bringt absolut nichts, in dem irrtümlichen Denken auszuharren und zu hoffen, dass sich doch irgendwann endlich einmal etwas ändern muss. Dass der andere handelt, während man selber passiv bleibt. Oder dass sich eine belastende Situation von alleine auflöst. Dass seelischer oder emotionaler Schmerz von selbst (ohne das eigene zutun) verschwindet.

Nein - wir müssen an die Wurzel heran. Denn nur, wenn wir die Ursachen für unser ganz persönliches Denken, Fühlen und Handeln, bewusst erkennen, wahrnehmen und sehen – UNS SELBST wahrhaftig und echt sehen - können wir wirklich etwas in uns verändern. Die aufgekratzten, aufgerissenen (in Wahrheit bis ins Extrem angetriggerten) Verletzungen dürfen also nicht nur nicht mehr bluten – nicht mehr seelische und emotionale Schmerzen in uns hervorrufen - sondern müssen vollständig in der Tiefe ausheilen. Das teilweise immense Gefühl des „Getrennt-Seins“ muss sich wirklich auflösen. Nicht nur mit Ablenkung zugedeckt werden. Wir müssen uns wirklich in uns selbst „Eins“ fühlen. Und nicht nur mit unserem Verstand so tun, als ob. Und uns weiterhin selbst stark täuschen.

Das ist wie bei einem Baum. Der Baum hat zwar einen Stamm, der äußerlich gesehen unverwüstlich wirkt, in seinem Inneren kann er aber krank und sogar hohl sein. Der Baum findet ausschließlich Halt in seinen Wurzeln, die tief im Boden verankert sind, auf dem er steht. Wenn eine dieser Wurzeln krank ist, kann sich das auf alle anderen Wurzeln übertragen. Und der ganze Baum wird verkümmern. Wir können den Baum zwar an der Oberfläche – seine Äste, Zweige und Blätter - hegen und pflegen, wir können auch seine Früchte ernten, was aber trotzdem nichts nützt, wenn seine Wurzeln per se angegriffen und die Früchte krank, verkümmert und nicht genießbar für uns sind. Und wenn die Erde – in der diese Wurzeln verankert sind - die Nährstoffe nicht besitzt, die der Baum für sein gesundes Wachstum braucht. Nur dann sind auch die Früchte, die wir ernten, von Grund auf gesund und essbar.

Während also der Baum noch ein winziges Bäumchen ist, muss bereits darauf geachtet werden, dass die Wurzeln gesund und kräftig genug sind, sich fest und sicher im Erdboden zu verankern. So dass der Baum immer weiter wachsen, sich entwickeln und seine wahre Schönheit und Kraft vollkommen entfalten kann.

Um einen krank gewordenen Baum wirklich zu heilen, müssen wir die Erde entfernen und die Wurzeln ausgraben. Die kranken Wurzeln entfernen und bewusst darauf achten, dass die Erde genügend Nährstoffe besitzt, um den Baum wirklich zu sättigen. 

Genauso ist es mit unserer (hochsensiblen) Seele. Auch diese muss von Kindheit an mit aller Kraft der Liebe gehegt, gepflegt, gehalten, beschützt und geschützt werden, um sich gesund zu entwickeln und sich absolut frei zu entfalten. Die Umgebung muss konstanten Halt bieten, damit die Seele sich sicher in sich selbst fühlt.

Aber leider ist es sehr oft so, dass wir bereits als Kleinkinder von unseren Eltern oder einem Elternteil blockiert und daran gehindert werden, uns in uns selbst vollkommen und ganz zu fühlen. Und keinen konstanten Halt im Leben bekommen. Und je älter wir dann werden und negative und destruktive Erfahrungen im Leben und in der Liebe machen, desto unvollkommener und unsicherer fühlen wir uns. 

Was im Klartext heißt, wir müssen uns den tiefsten und schmerzendsten Schatten unseres Seelenlebens stellen. Um uns selbst von Grund auf zu transformieren. Und somit endlich vollkommen echt und authentisch zu SEIN.

Genau dies wollen und können allerdings viele nicht. Weil sie sich permanent nicht auf sich selbst und auf ihr tiefstes Inneres konzentrieren, sondern den Fokus und somit auch die Energie immer auf das Außen und auf ihre Dualseele lenken. Sich durch Halbwissen und Falschinformationen im Außen verunsichern lassen, anstatt sich selbst und ihrer ureigenen Wahrnehmung und Intuition vollkommen zu vertrauen. Und sich dann wundern, wenn nichts positives passiert. Warum es keine wirkliche Annäherung zwischen beiden Dualen gibt.

An diesem Punkt wird die Verantwortung oft dem Dual in die Schuhe geschoben. Der sich diesen Schuh aber nicht anziehen lässt. Sondern dann lieber (wieder) die Flucht ergreift und sich uns und auch sich selbst weiterhin stoisch verweigert.

Dies wird genau solange geschehen, bis wir uns uns selbst zuwenden. Und wirklich und wahrhaftig in die Tiefe gehen. In die diffuse Schattenwelt unserer Seele eintauchen. Und uns auch den am schwersten zugänglichsten Stellen und dunkelsten Ecken zuwenden. Auch wenn uns dies eine massive Angst einjagt. Genauso wie es vielen eine immense Angst macht, sich in unbekannte, tiefe, dunkle Kellergewölbe zu begeben, in denen kaum Licht vorhanden ist. Oder in einer mondlosen Nacht durch den dunklen Wald zu streifen und sich den vermeintlichen Gefahren auszusetzen, die dort lauern. Was auch nur unsere bewertenden Gedanken uns eintrichtern. Bei jedem Geräusch zucken wir zusammen. Weil wir Gefahr sehen, wo in Wahrheit keine ist. Denn, nur weil es dunkel ist, ist es noch lange nicht gefährlich. Wirklich gefährlich wird es dann, wenn wir der Angst in uns nachgeben. Und uns in die negative Energie der Angst hineinfallen lassen. Weil sie uns dann Kraft raubt und wir Fehler machen.

Und da sitzt die eigentliche Gefahr. Aus dem Ego heraus die falschen Entscheidungen für uns zu treffen. Die uns nicht gut tun und uns schaden. Und die sich grundsätzlich falsch anfühlen.

Mit unserem Seelenleben ist es genauso. Wir baden in tiefsitzenden Ängsten, Zweifeln und Blockaden und können oder wollen nicht erkennen, dass es immer nur der Verstand ist, der uns in die Irre führt.

Deshalb ist es essentiell wichtig, uns in unserem Herzen zu zentrieren. Und uns fest in unserem ureigenen Selbst zu verankern. Die Aufmerksamkeit immer auf uns selbst zu lenken. Und nicht aus falscher oder vermeintlicher Rücksichtnahme permanent auf unser Dual im Außen zu schauen.

Sämtliche Anteile unserer Seele, die uns davon abhalten, vollkommen und in uns selbst „ganz“ zu sein, müssen wir also bewusst zurückholen. Und in unser authentisches Sein integrieren.

Wir müssen uns dem Erwachsenen in uns zuwenden.

Und dem Erwachsenen in uns komplett den Raum geben, den er für sich braucht, um sich zu entfalten. Erwachsene Entscheidungen für uns treffen.

Uns nicht mehr an das kindlich unsichere Verhalten klammern. Weil das angeblich Sicherheit bietet. Und nicht mehr in der kindlichen Trotzhaltung ausharren, wenn das bedürftige Ego wieder einmal die Macht an sich reißen und unseren inneren Erwachsenen blockieren will.

Sondern alles kindlich-bedürftige-unreife-ängstliche in uns einfach loszulassen...

Damit die Energie und Aufmerksamkeit per se im Hier und Jetzt und vollkommen bei uns selbst und unserem wahren Sein ist.

Mit irgendeinem oberflächlichen „Konzept“, dass unsere Energie und Aufmerksamkeit im Außen bündelt und uns von uns selbst ablenkt und wegführt, hat all dies überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil.

Unsere Dualseele ist wahrhaftig das Beste, was uns in unserem Leben passiert. Denn, unsere Dualseele macht uns das kostbarste Geschenk überhaupt.

Unser Dual schenkt uns absolut bedingungslos UNS SELBST...

   

                                                          © Iris Fischer – sensible-seele.net


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Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.