Kraftvoll lieben & authentisch leben                                                                                                                             Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                                     Seelenpartner & Dualseelen

"Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
Julie Jeanne de Lespinasse 

Sensible Seele Blog - Hochsensibilität & Selbst-Bewusst-Sein


Warum Selbstwertgefühl so wichtig für uns ist

Hochsensibilität & Selbstwertgefühl

Selbstwertgefühl zu besitzen, ist ein unglaublich kraftvolles und machtvolles Gefühl. Ganz genau zu wissen und es auch tief in uns zu spüren, was wir SELBST uns wirklich wert sind, erfüllt unser gesamtes Sein. Wirkliche Würde, Stolz und Selbstachtung zu besitzen, hält uns ganz in unserer Mitte. Denn wenn wir ganz gelassen in unserer ureigenen Mitte ruhen, kann uns so leicht nichts mehr erschüttern. Wir sind in der Lage, uns auf die Stimme unseres Herzens und unserer Seele vollkommen einzulassen. Absolut darauf zu vertrauen, dass wir die passenden Entscheidungen für uns treffen. Uns auf unser ureigenes Urteilsvermögen grenzenlos zu verlassen.

Viele sensible Menschen kennen ihr Selbstwertgefühl nicht. Oder besitzen leider viel zu wenig davon. Sie können sich selbst somit nicht wertVOLL behandeln. Und bekommen so auch von anderen nicht das essentiell wichtige Gefühl zurück, tatsächlich etwas wert zu sein.

Sie vertrauen sich selber nicht. Und können folglich auch anderen nicht vertrauen.

Genau das ist auch der Grund, warum so viele Menschen verzweifelt um Anerkennung und um Liebe kämpfen. Weil sie nicht wissen, was sie als Mensch WERT sind. Sie haben keinen Stolz und viel zu wenig Würde. Was bedeutet, sie verkaufen sich ständig unter ihrem Wert. Und unterschätzen sich somit selbst. Weil sie sich nicht wert-schätzen können. Werden dann aber auch von anderen unterschätzt. Und somit nicht wert-geschätzt.

Jeder Mensch ist in sich vollkommen. Jeder Mensch ist einzigartig. Kein Mensch ist durch einen anderen zu ersetzen.

Auch wenn uns von außen immer wieder anderes eingetrichtert wird. Wie oft hören oder lesen wir irgendwo, dass jeder Mensch ersetzbar – austauschbar - ist. Ja – als „billige“ Arbeitskraft vielleicht – aber nicht als der einzigartige Mensch, der jeder einzelne von uns tatsächlich ist!

Kein Mensch ist wie der andere. Auch wenn das nach außen hin so scheint. Und kein Mensch macht dieselben Erfahrungen, selbst wenn er die vermeintlich selben Situationen oder Gefühle erlebt. Denn jeder Mensch denkt, fühlt und handelt wieder anders. Eben AUFGRUND der vielfältigen und unterschiedlichen Erfahrungen die ihn prägen.

Wenn zehn Menschen die gleichen Erlebnisse haben, sind die Empfindungen aller zehn unterschiedlich. Da jeder Mensch grundsätzlich von Kindheit an individuelle Erfahrungen, Normen und Werte, Konditionierungen und Glaubensmuster in sein Leben mitbekommen hat. Nicht zu vergessen natürlich die individuelle Persönlichkeit. Mit allen angeborenen Fähigkeiten und Talenten, Stärken und Schwächen. 

Mangelndes Selbstwertgefühl resultiert ganz einfach daraus, dass viele von uns sich von Kindheit an immer anpassen und verbiegen mussten. Wir durften überhaupt nicht so sein wie wir wirklich sind. Wir mussten so sein, wie unsere Eltern das für uns bestimmt und uns vorgegeben haben. Wir mussten „brav“ sein und durften uns nicht frei entwickeln und entfalten. Uns wurden sämtliche Entscheidungen abgenommen, da wir sehr oft völlig überbehütet wurden. Wir wurden beschützt vor der großen „bösen“ Welt. Wurden gleichzeitig aber auch davon abgehalten, unsere ureigenen Erfahrungen zu machen. Was aber ganz immens wichtig für eine gesunde seelische Entwicklung ist. Denn nur wenn wir lernen uns zu behaupten, können wir entsprechend aus unserem jeweiligen Bewusstsein heraus agieren und handeln.

Dieses überbehütende und beschützende Verhalten kommt heutzutage auch oft vor. Und zwar bei den „Helikopter-Eltern“. Sie „schweben“ ständig kontrollierend über dem Leben ihrer Kinder und lassen es nicht zu, dass diese Kinder Selbständigkeit entwickeln. Und ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. Und somit auch Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl in sich entwickeln. Diese Kinder sind dann als Erwachsene oft überhaupt nicht fähig, sich alleine durchzubeißen und Verantwortung für sich zu übernehmen. Stattdessen wälzen sie die Verantwortung dann auf die jeweiligen Partner ab, die damit logischerweise auch oft überfordert sind. Und nicht mit den utopischen Erwartungen und Forderungen umgehen können, mit denen sie permanent überschüttet werden.

Solche hochsensiblen Kinder, die permanent von ihren Eltern kontrolliert und „überwacht“ werden, entwickeln sich oft zu Rebellen. Sie kämpfen gegen alles an und lassen sich von niemandem etwas sagen. Was aber als logische Konsequenz aus diesem „Zwang“ sich nicht ausleben zu dürfen, entsteht. Denn dies ist die sensible Seele, die dagegen rebelliert. Die laut aufschreit, wenn sie sich nicht frei entwickeln und entfalten darf. Weil sie so am lernen und reifen gehindert wird.

Was aber diejenigen Eltern überhaupt nicht sehen. Deshalb ist ihnen aber kein Vorwurf zu machen. Denn auch sie handeln ja nur aus dem heraus, was ihnen selbst bewusst ist. Sie können also nicht anders handeln. Denn in diesem „Helikopter-Verhalten“ steckt eine ganz immense Unsicherheit und Angst.

Rebellen wollen dabei nichts anderes als be- und geachtet, wahrgenommen, anerkannt, gehört und gesehen werden. Sie wollen ihre Individualität und Einzigartigkeit ausleben. Sie wollen ihre Visionen verwirklichen und ihr inneres Feuer entfalten. Was auch vollkommen legitim und in Ordnung ist. Wer rebelliert, zeigt damit nur, dass irgendetwas ihn daran hindert, genauso zu sein, wie er tatsächlich ist. Dass er nicht einverstanden ist mit irgendwelchen Dingen. Dass er die Vorgaben wie er zu sein hat, mit seiner inneren Einstellung und seinen ganz persönlichen Werten nicht vereinbaren kann. Weil er dieser Mensch ganz einfach nicht ist. Weil er die Erwartungen der anderen nicht erfüllen kann oder dies auch gar nicht will.

Und indem dieser Mensch rebelliert, versucht er seine Seele zu (be)schützen und zu „retten“. Rebellion und Kampf ist also reiner Selbstschutz.

Die weit schlimmere Variante ist meiner Ansicht nach die, dass die angepassten Menschen dann zu den typischen "Ja-Sagern" werden. 

Und viel zu gutmütig und bescheiden für diese Welt sind. Weil sie sich überhaupt nicht behaupten können. Da sie ein viel zu geringes Selbstwertgefühl und viel zu wenig bis gar kein Selbstvertrauen besitzen. Sie können sich weder durchsetzen, noch adäquat Grenzen setzen. Stattdessen lassen sie sich alles gefallen, ohne sich dagegen zu wehren. Sind aber in Wahrheit kreuzunglücklich dabei. Und haben innerlich eine solche Angst vor Abweisung und Ablehnung, dass sie brav und anständig sämtliche Erwartungen und Vorgaben der anderen erfüllen, ohne auf sich selbst zu achten. Das heißt, sie stellen ihre ureigenen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche permanent den anderen zuliebe zurück. Sie lassen sich leben, anstatt sich selbst zu leben. 

Aus dem Unbewussten ins Bewusstsein.

Deshalb ist es so enorm wichtig, ganz genau zu wissen dass wir vollkommen in Ordnung sind, so wie wir sind. Dass wir durchaus liebenswert sind. Dass wir Liebe selbstverständlich verdient haben. Und dass wir selbstverständlich das Recht haben, dass zu tun und zu lassen, was wir für uns als passend und stimmig und richtig erachten. Denn gerade wir hochsensiblen, emotional sensiblen und auch hochsensitiven Menschen wissen doch sehr genau, was uns gut tut und was nicht. Wir wissen doch sehr genau, was wir für unser Wohlbefinden brauchen und was nicht. Weil wir dies ganz automatisch spüren. Auch wenn wir als Kinder oft nicht ernst genommen wurden in unseren Wahrnehmungen, Empfindungen und Gefühlen. Wenn uns zu oft eingeredet wurde, dass wir uns bestimmte Dinge nur einbilden. Dass wir phantasieren. Dass die Dinge nicht real sind, die wir doch ganz eindeutig spüren.

Natürlich sind all diese Dinge real.

Nur weil die nicht sensiblen und nicht sensitiven Menschen diese Wahrnehmung nicht haben, bedeutet das noch lange nicht, dass es gewisse Dinge nicht auf Erden gibt. Das ist genauso, als wenn im Wald ein Baum umfällt und dabei selbstverständlich Geräusche macht. Nur weil das aber keiner gehört hat, weil keiner dabei war, heißt das noch lange nicht, dass die Geräusche nicht da waren. Ich glaube, Sie wissen was ich damit meine...

Die Dinge existieren so oder so. Ob sie nun bewusst wahrgenommen werden oder nicht.

Selbstwertgefühl ist auch deshalb so wichtig, dass wir genau wissen, wo unsere persönlichen Grenzen sind. Dass wir ganz genau den Punkt spüren, an dem es „Nein“ zu sagen gilt. Und dann auch den Mut haben dies auszusprechen. Und zwar ohne Angst und Unsicherheiten, wie das die anderen nun aufnehmen. Denn das spielt keine Rolle. Denn es sind unsere ureigenen und ganz persönlichen Grenzen, genauso wie andere auch ihre Grenzen haben. Und die ja auch glasklar definieren.

Es gibt sensible Menschen, die sind beruflich vollkommen authentisch und verbiegen sich privat wie eine Spirale. Nur um ja anerkannt, geliebt und gemocht zu werden. Sie tragen eine massive Angst in sich, nicht gut genug zu sein. Es nicht allen recht machen zu können. Das trifft genauso auf Frauen, wie auch auf Männer zu. Sie holen sich beruflich die Anerkennung und den Erfolg, den sie in ihren privaten Beziehungen nicht erhalten. Da sie permanent mit den utopischen Erwartungen zu kämpfen haben, die von außen an sie gestellt werden. Und die sie überhaupt nicht erfüllen können.

Diese sensiblen Menschen zerreißen sich sprichwörtlich fast innerlich. Weil sie nicht verstehen, dass sie es niemals allen recht machen können. Weil immer irgendjemand dabei auf der Strecke bleibt. Und meistens sind diejenigen sie selbst.

Viele sensible Menschen spielen permanent die unterschiedlichsten Rollen. Und sind dabei niemals wirklich authentisch. Und befinden sich schon gar nicht in ihrer Mitte. Weil sie denken, sie dürfen dies nicht sein.

Diese Menschen tragen so viele negative und destruktive Konditionierungen und Glaubenssätze mit sich herum, dass sie sich permanent selber im Weg stehen.

Hier geht es allerdings niemals um Schuld. Denn Schuld ist ein wirklich destruktives und oft großen seelischen Schaden anrichtendes Wort.

Denn alles besitzt grundsätzlich eine Ursache und die daraus resultierende Wirkung. Für die Konsequenzen allerdings trägt jeder Mensch selber die Verantwortung. Nicht irgendjemand anders.

Die Ursache muss grundsätzlich an der Wurzel gepackt werden, um eine wirkungsvolle Veränderung herbeizuführen. Da ansonsten die Dinge nur von oben zugedeckt, verschüttet und „verlagert“ werden. Was auf Dauer gar nichts bringt. Außer negative Konsequenzen. Die sich irgendwann dann bitter rächen.

So ist das oft mit unterdrückten und nicht ausgelebten Gefühlen. Irgendwann kommen diese Gefühle gewaltig an die Oberfläche. Weil sie gelebt, gespürt und wahrgenommen werden wollen.

Oft manifestieren sich lange unterdrückte Gefühle dann in psychosomatischen Beschwerden bis hin zu Depressionen und wirklich ernsthaften Krankheiten. Niemand spricht dann aber davon, dass in Wahrheit lange unterdrückte Gefühle die Ursache für diese Krankheiten und Beschwerden sind. Meist wird nur der äußere Lebensstil dafür verantwortlich gemacht. Was aber so nicht richtig ist. Denn der Mensch an sich sollte immer ganzheitlich gesehen werden. Da Körper, Geist und Seele eine untrennbare Einheit bilden.

Drei Menschen aus meinem Leben - die mir einmal sehr nahe gestanden und mir alles bedeutet haben  - die ihr Leben lang ihre Gefühle immer unterdrückt haben – die grundsätzlich immer alles mit sich selbst abgemacht und sich nach außen hin niemals beschwert haben, die ihre wahren Gefühle niemals artikuliert und ausgelebt haben – die immer nur funktioniert, faule Kompromisse gelebt und nicht wirklich authentisch waren – sind als Konsequenz daraus viel zu früh an schlimmen Erkrankungen gestorben.

Diese Menschen kannten ihr Selbstwertgefühl nicht. Diese Menschen haben es immer nur anderen Menschen versucht recht zu machen. Aber niemals sich selbst. Diese Menschen haben sich immer verbogen und an andere angepasst. Anstatt auf sich selbst zu achten und ihre wahren Gefühle tatsächlich auszuleben.

Was mir persönlich sehr nahe geht. Und mich tief berührt. Denn ich halte es für so enorm wichtig, authentisch zu sein und sich nicht zu verbiegen. Weil das überhaupt nichts bringt. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung. Wenn man nicht so sein darf wie man eigentlich ist.

Heute bin ich allerdings ganz ich. Und befinde mich vollkommen in meiner Mitte. Worüber ich überaus glücklich bin.

Ich finde es so immens wichtig, seine wahren Gefühle zu zeigen. Sich zu artikulieren und seine Gefühle komplett auszuleben. Und sich wirklich seelisch und emotional zu entfalten.

Auch die Liebe in sich zu entfalten. Und sie aktiv den Menschen zu zeigen, denen diese Liebe gilt.

Und sich nicht zu verstecken hinter Angst, Ausreden und Ausflüchten. Nicht irgendwelche Dinge vorzuschieben, bei denen das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat. Weil man solche Dinge immer miteinander vereinbaren kann, wenn man dies nur wirklich will.

Es gibt keine wirklichen Hindernisse. Das Hindernis besteht ausschließlich in uns selbst.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir hochsensiblen, emotional sensiblen und hochsensitiven Menschen alles schaffen können, wenn wir dies nur wirklich wollen.

Deshalb ist unser Selbstwert ein unendlich wertvoller Schatz. Den wir unbedingt an die Oberfläche unseres Bewusstseins befördern sollten.

Da wir nur mit einem gesunden Selbstwertgefühl in der Lage sind, uns vollkommen authentisch zu verwirklichen und uns zu entfalten.

Uns selbst und andere wertzuschätzen und ihnen das auch zu zeigen. Denn nur, indem wir uns selbst respektvoll behandeln, können wir auch von anderen respektvoll behandelt werden.

Machen Sie sich deshalb Ihren Selbstwert bewusst!

 

  • Leben Sie Selbst-Bewusst
  • Leben Sie Ihre ganz persönlichen Werte
  • Leben Sie Ihren Stolz und entwickeln Sie Würde

 

Nur so spüren Sie Lebenskraft, Lebensenergie und innere Freiheit in Ihrem Leben. 

Wir haben es jederzeit selbst in der Hand, eine Veränderung in unserem Leben einzuleiten und zuzulassen. 

Wir haben es jederzeit selbst in der Hand, uns zu kontrollieren oder wirkliche Nähe von anderen zuzulassen. Indem wir unser Herz weit öffnen und all unsere Gefühle und Emotionen wirklich zulassen. 

Wir selbst haben die Entscheidungsgewalt über unser Leben und in welche Richtung der Weg unseres Lebens weitergehen soll. 

Geben Sie nichts auf die Meinungen, Urteile und Bewertungen anderer. Lassen Sie sich nicht leben, sondern leben Sie SICH selbst... :)                                       


                                                  © Iris Fischer – sensible-seele.net  

 

Wie wir in Harmonie und somit in unsere ureigene Mitte finden

Hochsensibilität & Harmonie

(Leseprobe aus meinem Buch "Seelenpartner grenzenlose Liebe") Jeder kennt dieses Wort. Jeder liebt es. Und jeder will es haben. Harmonie ist neben der wahren Liebe der vielleicht meist gewünschte „Zustand“ unter den Menschen. Gerade hochsensible Menschen sind sehr auf Harmonie in all ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und ihrem gesamten Lebensumfeld bedacht. Viele kämpfen darum, Harmonie in ihrem Leben zu bekommen. Weil sie gar nicht wissen wie es ist, IN Harmonie zu sein.

Es ist in Wahrheit viel einfacher als wir denken. Denn – Harmonie ist ein natürlicher Seins-Zustand. Und somit IMMER vorhanden. Wir sehen diese Tatsache nur leider allzu oft nicht. Da wir damit beschäftigt sind uns anderen Dingen zu widmen. Wir legen unseren Fokus ganz automatisch auf den Mangel in unserem Leben. Und konzentrieren uns permanent auf die Dinge, die wir NICHT haben. Wir sind ständig damit beschäftigt, Dinge die abwesend sind, ‚haben’ zu wollen. Und sehen währenddessen nicht, was schon die ganze Zeit anwesend ist in unserem Leben.

Es sind NICHT die äußeren Umstände, die die Harmonie stören. Sondern WIR sind es, die nicht in Harmonie mit UNS SELBST sind. Das ist ganz einfach das Prinzip von Ursache und Wirkung. Nur wenn wir selbst IN Harmonie – also ganz in unserer eigenen Mitte sind – können wir diese natürliche Harmonie nach außen hin aussenden. Damit so diese Harmonie wieder zu uns zurückkommt. Nur indem wir also SELBST in Harmonie sind, können wir Harmonie in unser Leben ziehen.

Das gesamte Leben ist von Natur aus harmonisch. Alles fließt. Alles befindet sich im ständigen Fluss. Alles ist lebendige Energie. Alles lebendige ist mit allem verbunden. Alles schwingt. Alles ist in Bewegung. Wie ein Pendel. Unaufhörlich. Nach allen Seiten. Nach rechts und links, nach oben und unten. Vor und zurück. Nach innen und außen. Jeder Pol braucht einen Gegenpol. Jedes Gewicht braucht ein Gegengewicht. Alles Unbewusste braucht auch Bewusstes. Nur so kann Gleichklang entstehen. Und alles ist ausbalanciert. Eben in Harmonie.

Wir brauchen Dunkelheit, um Licht sehen zu können. Da wo die Anwesenheit von Licht ist, gibt es keine Dunkelheit. Erst die Abwesenheit von Licht zeigt uns die Dunkelheit. Aber nur in der Dunkelheit können wir die Sterne betrachten. Wir brauchen also auch die Dunkelheit, um den Sonnenaufgang – das Licht, den Tagesanbruch – sehen zu können. Ohne Nacht gäbe es keine Sterne für uns. Und ohne Tag gäbe es kein Licht, also keine Sonne. Alles bedingt einander. Alles strebt natürlicherweise danach, vereinigt zu werden. Ordnung und Chaos, Gut und böse, männlich und weiblich.

Das Licht einer brennenden Kerze wirft keinen Schatten. Da es sich vollkommen in seiner Mitte befindet. Es ist von Natur aus IN Harmonie.

Licht ist Liebe. Und Liebe ist ein Seins-Zustand. Alles was NICHT Liebe ist, ist künstlich herbeigeführt. Und somit auch NICHT in Harmonie.

Womit nun wir Menschen sehr oft beschäftigt sind ist, uns mit genau den Dingen zu befassen, die wir überhaupt nicht brauchen können in unserem Leben. Da sie den natürlich angelegten Lebensfluss blockieren. Die Energie kann so nicht mehr fließen und und schwingen. Wir drehen uns nur noch im Kreis. Und es herrscht Stillstand in unserem Leben. Und wir wundern uns dann, wenn wir nicht mehr weiterkommen mit gewissen Dingen. Vergessen dabei aber meist, dass ausschließlich WIR SELBST es sind, die diesen natürlichen Lebenszyklus blockieren. Weil wir uns auf unsere Blockaden konzentrieren. Anstatt uns vertrauensvoll im Fluss des Lebens treiben zu lassen.

Körper, Geist und Seele sind eine untrennbare Einheit. Solange alles ausbalanciert und im Gleichgewicht ist, ist alles in bester Ordnung. Sobald aber eine innere Blockade in uns auftaucht, aus welchem Grund auch immer sie sich in uns manifestiert, ist dieses natürliche Gleichgewicht – die Harmonie in uns – gestört. Und wir werden krank. Krankheit ist eine Manifestation dessen, dass wir nicht wir selber sind. Sondern uns permanent verbiegen. Für uns selbst und für andere. Wir verbiegen uns, um Dinge von anderen zu bekommen, weil wir das so ERWARTEN. Derweil wissen wir aber oft nicht, dass andere uns überhaupt nicht geben KÖNNEN was wir so dringend von ihnen ‚haben’ wollen. Dass ausschließlich WIR SELBST es sind, die uns diese Dinge erfüllen können. Und wir so auch ganz schnell wieder in unserer Mitte und somit in innerer Harmonie wären. Da wir aber permanent darauf WARTEN dass andere uns unsere Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte erfüllen, leben wir im Ungleichgewicht mit uns selbst. Wir befinden uns in einem inneren Mangel, den wir selbst aufrecht erhalten. Bis wir lernen, uns diese Dinge selbst zu erfüllen. Und die anderen einfach SEIN lassen.

Andersherum ist es dasselbe. Wir verbiegen uns WEIL andere von uns ebenfalls Dinge ERWARTEN die wir ihnen wiederum NICHT erfüllen können. Weil das DEREN Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte sind. Auch sie WARTEN wiederum darauf, dass ANDERE ihnen ihren inneren Mangel ausgleichen. Und kommen gar nicht auf die Idee, sich selbst darum zu kümmern sich zu ERFÜLLEN. Und sich so selbst wieder in Harmonie – in den natürlichen Seins-Zustand - zu versetzen. Und weil wir es oft nicht schaffen, den anderen ihre Bedürfnisse bzw. ihren inneren Mangel zu erfüllen, bekommen wir die Quittung. Denn permanent bekommen wir dann suggeriert dass wir nicht gut genug sind wie wir sind. Also verbiegen wir uns noch mehr. Um gut genug zu werden. Was aber nicht funktioniert. Da wir uns immer noch mehr von uns selbst und von unserer inneren Mitte wegbewegen. Weil wir eigentlich die ganze Zeit schon gut genug sind. Diejenigen die von uns ständig verlangen uns zu verbiegen, SEHEN nur unseren wahren Wesenskern nicht. Und wir WISSEN nicht dass wir wundervoll sind genauso wie wir sind. Weil uns das nie von irgendjemand gesagt wurde.

Die natürliche Seins-Liebe kennt keine Schmerzen. Alles was weh tut und schmerzt, ist KEINE Liebe. Es ist die Abwesenheit von Liebe die uns so sehr leiden lässt. Und wir halten uns selbst in diesem Leid gefangen. Und zwar aus einem einzigen Grund. Aus reiner und purer Angst!

Angst schließt Liebe nicht aus, aber sie blockiert sie. Wir selbst blockieren uns. Und zwar mit unseren Gedanken. Denn unsere Gedanken sind es, die Angst in uns entstehen lassen. Weil wir unsere Gedanken BEWERTEN. Es ist niemals eine Situation die uns Angst macht. Es ist niemals ein Mensch der uns Angst macht. Es sind unsere Gedanken und Bewertungen, die den natürlichen Lebensfluss blockieren. Die die wahre Seins-Liebe blockieren. Die die vollkommen normale und natürliche Harmonie blockieren. Weil sich aus den bewerteten Gedanken die entsprechenden Gefühle in uns bilden. Und diese Gefühle sind es, die Angst in uns erzeugen. Nichts anderes. Unser angsterfülltes Sein ist es, das verhindert dass die Liebe fließt.

Wir selbst sind die Gestalter und Schöpfer unseres eigenen Lebens. So wie wir denken, fühlen und handeln, leben wir auch unser Leben. Und alles geht entsprechend mit uns in Resonanz.

Wenn wir also IN Liebe und somit IN Balance und IN Harmonie mit uns selber sind, strahlen wir das IMMER nach außen hin aus. Und bekommen somit IMMER genau das zurück.

Wenn wir immer nur schlechte Laune haben und genervt sind, bekommen wir genau das als Spiegel vor unsere Nase gesetzt.

Wir gehen immer ganz automatisch mit dem in Resonanz, was wir gerade für unsere seelische Weiterentwicklung brauchen. Denn unsere Seele will sich immer entwickeln. Sie will Erfahrungen machen. Und an diesen Erfahrungen reifen. Und wenn wir entsprechende Konditionierungen in uns tragen, machen wir diese entsprechenden Erfahrungen solange und immer wieder, bis wir daraus gelernt und unser Denken, Fühlen und Handeln entsprechend geändert haben.

Wenn wir also unbewusst bestimmte Verhaltens- und Beziehungsmuster in uns tragen, wiederholt sich alles solange wie in einer Endlosschleife, bis wir uns diese Muster bewusst machen. Und ganz bewusst etwas ändern. Es werden sich immer genau die Dinge in unserem Leben manifestieren, die mit uns in entsprechende Resonanz gehen. Und wir daran wachsen können. Wir müssen nur genau hinsehen.

Oft kennen wir Harmonie aber von Grund auf überhaupt nicht. Oder wir kennen lediglich eine Pseudo-Harmonie. Das bedeutet, viele Menschen sind in einer vermeintlich harmonischen familiären Umgebung aufgewachsen. Wenn wir aber hinter die Fassade und ganz genau hinsehen, erkennen wir, dass eigentlich überhaupt keine natürliche Harmonie geherrscht hat. Sondern lediglich eine künstlich erzeugte Harmonie vorhanden war. Nämlich – weil in sehr vielen Familien die Probleme niemals wirklich gelöst, sondern lediglich unter den Teppich gekehrt werden. Weil sich niemand damit beschäftigen will. Weil niemand die Verantwortung für sein eigenes Denken, Fühlen und Handeln übernehmen will. Und für die Auswirkungen die für das Umfeld daraus entstehen. Weil das auch viel zu „anstrengend“ ist, sich mit der Wahrheit zu befassen. Sie wird dann nur weggeschoben.

Wie oft werden Dinge der Einfachheit halber auf andere abgewälzt und wir selbst wähnen uns keiner „Schuld“. Dabei vergessen wir leider aber meist, dass jede Ursache auch eine entsprechende Wirkung hat.

Wenn eine Narzisse – die ja von Natur aus giftig ist – mit anderen Blumen zusammen in einer Vase steht – vergiftet sie diese anderen Blumen ganz automatisch. Weil sie gar nicht anders kann. Die eigentlich gesunden Blumen welken und verderben. Genauso ist es mit Menschen. Die Menschen die NICHT in Harmonie mit ihrem eigenen Selbst sind, „vergiften“ somit ganz automatisch alle anderen Menschen in ihrem Umfeld mit ihrem entsprechenden Verhalten. Deshalb spricht man auch von „giftigen“ Beziehungen. Da die Wirkung der in Disharmonie lebenden Personen IMMER entsprechend auf deren Umfeld zurückfällt. Natürlich läuft all dies meist vollkommen in unserem Unterbewusstsein ab. Die Spitze eines Eisberges ist auch nur der minimalste Teil, der sichtbar ist. Der größte Teil liegt in den Untiefen des eiskalten Meeres verborgen. Genauso liegt der größte Teil unseres Denkens, Fühlens und Handelns in den Tiefen unseres unbewussten Seins. Sehr oft spüren wir Dinge zwar, können diese aber nicht benennen.

Worum es bei dem ganzen geht, ist eigentlich ganz einfach. Das natürlich angelegte Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden. Damit die Harmonie wieder sichtbar wird. Das bedeutet, immer wenn wir selbst uns nicht im inneren Gleichgewicht befinden, regiert das Chaos in unserem Leben. Und die Ordnung ist ist ad acta gelegt. Und genau dies manifestiert sich dann im Außen. Unser Wohnumfeld wird chaotisch und unsere gesamten Lebensverhältnisse strahlen diese innere Disharmonie aus. Auch die Beziehungen die wir führen, die Menschen mit denen wir uns umgeben, zeigen uns deutlich unseren wahren Seelenzustand. Wenn wir uns nur mit Menschen umgeben die uns nicht gut tun, zeigt sich das in einem Ungleichgewicht unseres gesamten Seins. Wenn wir uns von anderen beeinflussen lassen, manifestiert sich auch das entsprechend in uns. Wenn wir nicht wir selber sind, strahlen wir das immer aus und ziehen genau diese Disharmonie an. Nämlich ebenfalls Menschen die nicht sie selbst sind. Also nicht in innerer Harmonie mit sich. Wenn wir uns von den Bewertungen und Meinungen von anderen emotional abhängig machen, können wir nicht wir selbst sein. Es liegt also in unserer eigenen Verantwortung, unseren Körper, Geist und Seele – unsere Gefühle und Emotionen – und somit unser ganzes Sein, in Balance zu halten. Und somit die natürliche Harmonie in uns zu leben.

Das ist es, was wirklich wichtig ist im Leben. Das natürlich angelegte Gleichgewicht wiederherzustellen. Harmonie zuzulassen. Alles in gesunder Balance zu halten.

Sobald von gewissen Dingen zu viel oder zu wenig vorhanden ist, herrscht Disharmonie. Ist beispielsweise das Wasser in der Badewanne zu heiß, ist das schädlich für unsere empfindliche Haut. Ist das Wasser zu kalt, frieren wir. Bringen wir dagegen heiß und kalt zusammen, können wir es so regulieren, dass es in Balance und somit genau passend für uns ist. Und wir uns wohlfühlen können.

Ist bei uns zu viel Liebe vorhanden bzw. wir ZEIGEN zu viel Liebe und unser Gegenpol zeigt uns zu wenig von seiner Liebe – kann die Liebe ebenfalls nicht fließen. Sie ist ganz einfach künstlich von uns selbst blockiert.

Wenn in der Natur ausschließlich die Sonne über längere Zeit zu heiß vom Himmel brennt, ver-brennt sie den wertvollen Erdboden. Er trocknet aus, wenn es nicht regnet und es kühler wird. Und somit ein harmonisierender Ausgleich zustande kommt. Auch hier bildet sich dann Disharmonie. Es hat aber immer eine Ursache WARUM es nicht kühler wird. Und warum es nicht regnet. Aber vielleicht ist selbst das die natürliche Ordnung. Und hat seinen Sinn. Den wir als Menschen nur nicht erkennen. Da wir niemals alles wissen und verstehen werden. Und dies auch nicht brauchen. Der Mensch will immer alles verstehen. Er will immer ganz genau wissen warum etwas wie funktioniert. Derweil ist das doch vollkommen egal. Hauptsache es funktioniert überhaupt. Oder nicht?

Das ist auch der Grund, warum innerhalb von Beziehungen ständig daran „herumgedoktert“ wird. Denn WENN dann tatsächlich einmal Harmonie eingekehrt ist, wird uns das unheimlich. Oder uns wird langweilig. Weil uns diese Normalität suspekt ist. Dann brauchen wir wieder eine „Beschäftigung“. Und anstatt uns auf die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben zu konzentrieren – nämlich die Anwesenheit von wahrer Liebe - legen wir unseren Fokus darauf, die Beziehung auseinanderzunehmen. Um herauszufinden was denn NOCH besser gemacht werden könnte. Es wird niemals so angenommen und gelassen wie es ist. Immer wollen wir noch mehr. Dabei bemerken wir es nicht, dass ausschließlich WIR es sind, die die empfindliche Harmonie in der Beziehung stören. Indem wir sie gewaltig sabotieren. Und dann noch Gründe dafür suchen, um diese dem anderen zuschieben zu können. Nämlich indem wir nach Dingen suchen die nicht da – eben abwesend – sind. Und unseren Fokus nicht darauf lassen was anwesend ist. Nämlich, vielleicht der beste Mensch der uns jemals passiert ist!

Der beste Mensch der Welt hält es irgendwann nicht mehr aus, wenn er niemals er selber sein darf. Wenn er ständig nur kritisiert und negativ bewertet wird. Wenn ihm permanent impliziert wird wie „unvollkommen“ er doch angeblich ist. Derweil sind genau diese Menschen es, die ihre eigene Unvollkommenheit nach außen hin auf andere projizieren. Und eigentlich die ganze Zeit gegen sich selbst kämpfen. Gegen ihre eigene innere Disharmonie. Gegen ihren eigenen inneren Mangel. Sie treiben mit diesem Verhalten den wundervollsten und besten Menschen der Welt irgendwann von sich weg. Weil dieser Mensch es irgendwann nicht mehr ertragen kann, niemals er selbst sein zu dürfen.

Wenn wir uns allgemein ausschließlich mit Dingen umgeben die uns gut tun und mit denen wir uns wohl fühlen, befinden wir uns vollkommen automatisch im natürlichen harmonischen Seins-Zustand. Alles kann fließen und schwingen. So wie es genau richtig und passend für uns ist. Und wie es sein soll.

Eigentlich ist aber IMMER alles genauso wie es sein soll.

Deshalb gibt es auch keine Zufälle im Leben. Und der Spruch „Alles ist sowieso vorherbestimmt“ bekommt eine völlig neue Bedeutung. Ja – es ist tatsächlich alles vorherbestimmt. Aber NUR, weil WIR es selbst in der Hand haben alles entsprechend in unser Leben zu ziehen. Unser „Schicksal“ bestimmen ausschließlich WIR selbst.

Wenn wir an einer Wegkreuzung stehen, sind wir ganz alleine dafür verantwortlich in welche Richtung wir uns bewegen. Welchen Weg für unser Leben wir einschlagen. Wir selbst tragen die Verantwortung für unser Handeln.

Wenn wir entsprechend handeln und wir deshalb negative Erfahrungen machen, liegt das NICHT an anderen. Sondern nur an UNS. Wenn wir positive Erfahrungen machen, umso besser.

Wenn wir darauf hören was ANDERE uns sagen, bewegen wir uns somit weg von uns selbst. Wir bewegen uns WEG aus unserer natürlich angelegten Harmonie. Hinein IN eine künstlich erzeugte Disharmonie. Und wundern uns dann, wenn wir falsche Entscheidungen für uns treffen. Die uns nicht gut tun und die sich vollkommen falsch, unpassend und nicht stimmig anfühlen.

Viele Menschen haben aber von Kindheit an gelernt, sich für andere zu verbiegen. Sie kennen es gar nicht anders. Für sie ist dieser Zustand dann vollkommen „normal“. Normal ist immer das was wir kennen. Das was wir nicht kennen, bezeichnen wir gerne als „unnormal“. Ganz automatisch bewerten wir die Dinge. Und stecken sie in Schubladen die uns bekannt sind. Weil wir uns dann sicher fühlen.

Wir Menschen begeben uns ungern auf unbekanntes Terrain. Nicht umsonst gibt es den schönen Spruch: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.“

Wir alle sind aber genau das. Wir sind was wir essen. Ernähren wir uns permanent nur ungesund, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir krank werden. Da sich dies in uns irgendwann manifestiert. Die Krankheit ist dann nur das Symptom. Eine Warnung an uns, dass wir uns im Ungleichgewicht – in Disharmonie – befinden. Wenn wir darauf nicht hören, wird sich nichts ändern. Kann es im Gegenteil sein, dass wir immer noch kränker werden.

Nur wenn wir selbst etwas ändern, können wir die natürlich angelegte Harmonie in uns wieder sichtbar werden lassen. Nur wenn wir uns gelassen und entspannt in unserer eigenen Mitte befinden – so wie das brennende Licht der Kerze – und uns nicht ständig von uns selbst wegbewegen, werfen wir keine Schatten. Nur wenn wir das Leben und die Liebe zulassen und ‚empfangen’, können wir Fülle und somit Erfüllung erhalten. Und dann auch wahre, bedingungslose Liebe geben.

Nur so kann gegenseitiges geben und nehmen funktionieren. Indem sich alles in Balance und somit im Gleichklang befindet. Nur so schwingt alles in jegliche Richtungen. Vor und zurück. Nach oben und unten. Nach rechts und links. Nach innen und außen. Nur so kann alles ohne Blockaden fließen.

Was uns sehr oft daran hindert uns in innerer Harmonie zu befinden ist pure Angst. Angst blockiert und hemmt uns ganz gewaltig. Und macht uns unbeschreiblich das Leben schwer. Wir selbst machen uns das Leben schwer. Denn wir haben Angst uns verletzbar zu machen. Derweil SIND wir ja schon verletzt. Sonst wüssten wir gar nicht wie sich das anfühlt. Und bräuchten somit auch keine Angst vor erneuter Verletzung zu haben.

Wahre, tiefe und bedingungslose Liebe lässt uns seelisch nackt dastehen. Indem wir Angst haben, hüllen wir uns mit dieser Angst in einen dicken Mantel. Einen Mantel, der uns vor seelischer Entblößung und „Nacktheit“ schützt. Je tiefer und intensiver unsere Angst ist, desto dicker ist unser Schutzmantel.

Wir bilden inneren Widerstand. Und kämpfen gegen alles an was uns Angst macht. So auch gegen die wahrhaftige und bedingungslose Seins-Liebe. Weil wir sie nicht kennen. Denn oft wurden wir von unseren Eltern schon nicht bedingungslos geliebt. Wir mussten funktionieren und nach DEREN Pfeife tanzen. Gerade die Kopfmenschen kennen das oft sehr gut. Da sie leistungsorientiert erzogen wurden. Sie wurden für ihre Leistung belohnt. Sie wurden nicht geliebt weil sie ganz einfach „da“ waren. Derweil waren es die Eltern ja, die das Kind in die Welt gesetzt haben.

Oder wir wurden absolut überbehütet und durften nicht selbstständig Entscheidungen treffen. Wir durften unsere Meinung nicht sagen. Auch da mussten wir jederzeit funktionieren. Anders allerdings. Wir mussten uns den Eltern unterordnen. Gehorchen. Brav sein. Keine Widerworte wagen. Gefühle unterdrücken. Uns wurde nichts zugetraut. Und es wurde uns immer wieder impliziert dass wir nicht gut genug oder an allem „schuld“ sind, was bei den Eltern schief läuft.

So wurden wir schon von Grund auf zur Disharmonie erzogen. Weil auch die Eltern die natürlich angelegte Harmonie nicht kennen.

Kein Wunder also, dass wir Harmonie zwar einerseits alle wollen, andererseits aber auch Angst davor haben. Weil sie uns  – genau wie die Stille – „unheimlich“ und fremd ist. Derweil ist auch Stille ein natürlicher Seins-Zustand. Wir Menschen sind es, die permanent künstlichen Lärm erzeugen. Und uns dann wundern, dass wir alle krank daran werden.

Lärm gibt es zig-tausendfach. Die natürlichen Geräusche der Natur und die künstlich erzeugten der Menschheit.

Stille gibt es nur eine einzige! Genauso wie Harmonie. Und die wahrhaftige Liebe.

Zurück in die natürlich angelegte Harmonie zu finden, ist also von essentieller Bedeutung für wahre innere Zufriedenheit. Die Normalität anzunehmen, sie zuzulassen und sie dann auch auszuhalten, kann allerdings ein Kraftakt sein.

Wir sehen UNS selbst als getrennt von ALLEM anderen an. Unser ICH ist die Trennung vom WIR und vom UNS. Wenn wir als ICH der eine Pol sind, brauchen wir  trotzdem unseren gegensätzlichen Pol Dass DU, um in Harmonie zu gelangen. Wir brauchen das Eins-Sein und das WIR. Wir brauchen das unbewusste genauso wie das bewusste. Da sonst kein Ausgleich stattfinden kann. Und sonst immer ein Ungleichgewicht bestehen würde. Sonst hätten wir weiterhin von dem einen zu viel und von dem anderen vielleicht viel zu wenig. Und die Waage unseres Lebens driftet auf der einen Seite nach oben und auf der anderen nach unten. Sie ruht dann niemals in ihrer Mitte.

Nur mit unserem Gegenpol gemeinsam lässt sich also Harmonie herstellen. Und wir kommen in die innere Balance. Weichheit und Härte. Stärke und Schwäche. Kopf und Herz. Ausgeglichen zu sein, bedeutet zufrieden zu sein. Gelassen und entspannt zu sein.

Indem wir also aufhören, FÜR die Harmonie zu kämpfen, wird sie automatisch eintreten. Weil wir erst dann wirklich sehen und erkennen können dass sie ja längst in unserem Leben IST. Wir haben uns nur auf die falschen Dinge fokussiert und konzentriert.

Indem wir annehmen was IST – können wir IN Liebe sein. Denn wir SIND Liebe. Und die Harmonie IST in uns.


                                                       © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum wir das wertvolle Geschenk unseres individuellen Lebens oft nicht auspacken...

Das wertvolle Geschenk unseres Lebens

...sondern lieber damit beschäftigt sind, die wunderschöne Verpackung zu bewundern und andere zu kopieren...

Eigentlich sind wir selbst überall und jederzeit der Schöpfer unseres ureigenen und ganz persönlichen Lebens. Leider haben wir das oft vergessen. Stattdessen empfinden wir sensiblen Menschen das Leben oft als etwas, dass uns „irgendwie passiert“. Wir nehmen es einfach als Tatsache und als gegeben hin. Weil wir ja hineingeboren wurden in dieses Leben. In diese irdische Existenz. In unsere Familie. Und wir uns dies alles scheinbar ja nicht aussuchen konnten.

Sehr oft unterlassen wir es deshalb, in die reine Essenz dieses Lebens einzutauchen. Stattdessen dümpeln wir nur an der Oberfläche dahin. Und halten uns mehr am Rand dieses Ozeans, der sich Leben nennt, auf. Probeweise halten wir mal mehr, mal weniger unseren Zeh oder unseren Fuß in diesen Ozean, um zu testen, wie sich diese wunderbar anzusehende Konsistenz anfühlt. Vielleicht wagen wir auch ein paar mutige Schritte in diesen weiten Ozean hinein. Dennoch bleiben wir lieber in Sicherheit. In einer Sicherheit, die unser Verstand uns sehr erfolgreich immer wieder vorgaukelt, wie die rettende Fata Morgana in der Wüste. Dies spendet uns vermeintlich Schutz und Halt.

Leider geben wir uns hier Illusionen hin, wenn wir nicht bereit dafür sind, aus unserem Herzen heraus zu leben. Und unsere Intuition und unseren natürlichen Instinkt entscheiden lassen.

Deshalb tauchen wir oft nicht vollständig ein in dieses  riesige Meer des puren und reinen Seins. Wir lassen uns nicht komplett und ganz bewusst in dieses Leben hineinfallen. Und uns vertrauensvoll im energetischen Fluss dieses Lebens treiben. Wir kosten es nicht aus und verzichten nur allzu oft auf die grenzenlosen Chancen, die dieses einmalige Geschenk uns bietet.

Wieviele Menschen wissen auf die drei essentiell wichtigen Fragen wer sie sind, was sie ausmacht und was der Sinn ihres Daseins und somit ihre wahre Bestimmung ist, keine wirkliche Antwort.

Meist definieren wir uns über das, was wir TUN. Also über unseren Beruf. Doch das ist mit der Frage wer wir sind, überhaupt nicht gemeint. Auch werden wir grundsätzlich immer nach unserem Beruf bewertet. Nach dem äußeren Status. Und je nachdem wie hoch oder niedrig die Bewertung von anderen ausfällt, bewegt sich unser äußerer Status nach oben oder nach unten. Und wir landen in einer der typischen Bewertungs-Schubladen. Und weil wir uns dann auch so FÜHLEN, wie wir von anderen bewertet werden, wirkt sich das auf unser Handeln aus. Und wir fangen an uns zu verbiegen. Wir sind dann alles, nur nicht mehr authentisch.

Doch all dieses ist nicht das was und wer wir SIND, sondern schlicht und einfach das, was wir TUN.

Wenn wir nach fünf Dingen gefragt werden, auf die wir stolz sind an uns und in unserem Leben, blicken wir sehr oft erstaunt und mit großen Augen in die Welt. Und wissen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf keine Antwort. Weil wir es gar nicht gewöhnt sind, dass sich überhaupt jemand ehrlich für unser wahres Innenleben interessiert. Wir sind es tatsächlich nicht gewohnt, nach unserer ureigenen Meinung gefragt zu werden. Oft sind wir so auch gar nicht fähig, wichtige Entscheidungen für uns zu treffen.

Ja, wir wissen nicht einmal um all unsere natürlich angelegten Fähigkeiten, Begabungen und Talente. Weder kennen wir unsere wahren Stärken, noch haben wir den Mut auszubrechen, um uns unsere Visionen, innersten Sehnsüchte, Wünsche und Träume zu erfüllen.

Stattdessen lassen wir unsere Kreativität, unsere Leidenschaften, unsere natürlichen Begabungen und Fähigkeiten, unsere Stärken und Talente einfach ungenutzt verstauben.

Wir lassen unseren innersten Kern – die wahre Essenz unserer Seele – bitterlich verhungern. Das macht sich dann bemerkbar, wenn eine tiefe, intensive Sehnsucht nach gewissen Dingen immer mehr an unserem Inneren nagt. Und wir immer unzufriedener und unglücklicher werden.

Wir lassen zu, dass unsere Seele und unser wahres Sein regelrecht verkümmern und versuchen weiterhin, das Leben zu leben, was andere uns vorgeben. Und das zu tun, was andere denken, dass gut für uns ist.

Wir nehmen zwar sehr wohl - durch unser Unterbewusstsein gesteuert und aus purer Gewohnheit - die äußere Form des Lebens wahr – beachten aber oft nicht den faszinierenden Inhalt, den es uns permanent bietet. Weil wir uns nicht mit dem tatsächlichen Wert und dem inneren Kern dieses Geschenkes beschäftigen. Wir fühlen uns nicht verbunden mit dem natürlichen Fluss und den konstant fließenden Energien des Lebens.

Stattdessen konzentrieren wir uns nur auf die Fassade. Auf die äußere Hülle und die große Selbstverständlichkeit, mit der wir das Leben an sich betrachten. Ohne wirklich zu begreifen oder überhaupt darüber nachzudenken, dass dieses Leben ja nur endlich ist. 

Wir bewundern das Leben für das bloße „Sein“, versäumen aber - vor lauter verzückten Blicken auf die äußere Struktur und die wundervolle Verpackung - das glitzernde und glänzende Geschenkpapier zu öffnen und den geheimnisvollen, tiefgründigen Inhalt auszupacken. Und mit unserer ganzen Aufmerksamkeit und unserem gesamten Bewusstsein  zu erforschen.

Dieses Geschenk schier unerschöpflicher, vielfältiger und bunt schillernder Möglichkeiten und Facetten wirklich zu entfalten.

Oft fällt es uns schwer, das Leben in all seiner Vielfalt und endlosen Fülle auszukosten. Uns überhaupt auf das Leben an sich vollständig einzulassen. Die urgewaltige und natürliche Fülle, die uns ständig umgibt, tatsächlich anzunehmen. Sie zuzulassen und wahrhaftig zu empfangen. Mit aller Hingabe zu der wir fähig sind, endlos unser pures Sein zu genießen.

Wir kommen gar nicht auf die Idee, dass wir selber es sind, die jederzeit das Recht und die Möglichkeit haben zu wählen. Und ganz bewusst zu entscheiden, in welche Richtung der Weg in unserem individuellen Leben weitergehen soll. Und wer uns auf diesem Weg unseres ureigenen Lebens begleiten darf. Egal wie dieser Weg aussieht.

Jederzeit können wir Entscheidungen für uns treffen. Entweder aus unserem bewertenden Ego heraus oder mit unserem Herzen und unseren Gefühlen sehr bewusst (aus-) wählen.

Wenn wir aus unserem Ego heraus wählen, also mit unserem Verstand etwas haben wollen, schaffen wir uns oft Dinge an, die wir gar nicht brauchen. Wir tun Dinge, die eigentlich nicht gut für uns sind. Oder die nicht zu uns passen. Wir lassen uns mit Menschen ein, die uns mehr schaden als dass sie uns bereichern.

Ganz einfach weil die Bewertungen unserer Gedanken uns vorgaukelt, diese Dinge unbedingt haben zu müssen. Oder die Beeinflussung von außen uns dazu bringt, diese Dinge zu tun. Oder wir uns so sehr anpassen, dass wir die falschen Menschen in unser Leben lassen. 

Und dann ärgern wir uns, dass wir unser Geld nicht für wichtigere Dinge aufgehoben haben. Und dass wir uns wieder und wieder verbogen haben. Und es nicht geschafft haben, authentisch und in unserer Mitte zu sein.

Wenn wir aus unserem Herzen heraus wählen, können wir sicher sein, dass wir nur die Dinge wählen, die wir wirklich brauchen. Und die tatsächlich in irgendeiner Weise wichtig für uns sind.

Oft sehen wir unsere Einzigartigkeit und Individualität nicht. Oder wir wollen sie auch gar nicht haben. Weil wir nicht aus unserem Herzen heraus wählen und entscheiden können. Sondern weil unser Verstand es ist, der uns prägt.

Stattdessen wählen wir der Einfachheit halber oft den Weg der Massen. Der uns von anderen Menschen permanent vorgegeben wird. Wir lassen uns in eine vorgegebene Schablone pressen und in Schubladen einsortieren. Und geben nur eine konditionierte Kopie unter vielen anderen konditionierten und falsch programmierten Kopien ab.

Anstatt einfach bei uns zu bleiben. Unser bestes Selbst und somit ein einzigartiges Original zu sein.

Ein authentisches Original zu sein, ist dabei weit schwieriger, als lediglich eine Kopie unter vielen darzustellen. Auf das zu hören, was unsere innere Stimme uns – oft kaum mehr wahrnehmbar - die ganze Zeit zuflüstert.

Oft lassen wir sensiblen Menschen uns einfach - ohne nachzudenken und ohne die Dinge zu hinterfragen - mit der Masse treiben. Wir lassen uns von außen begrenzen und begrenzen uns von innen heraus selbst.

Wir leben nicht unser Leben, sondern wir lassen uns von anderen leben.

Wir lassen andere über unser Leben bestimmen. Wir lassen uns von anderen beeinflussen. Wir lassen es zu, von anderen bewertet zu werden.

Wir machen uns sogar emotional abhängig von den Meinungen und Bewertungen anderer.

Wir gehen lieber den breiten Weg der Einfachheit und der Bequemlichkeit, anstatt uns mit unserer wahren Bestimmung zu beschäftigen. Und uns damit auseinanderzusetzen, warum wir überhaupt das unbeschreibliche Glück hatten, hier auf der Erde und in diesem Leben gelandet zu sein. Auch wenn wir oft erst über viele Umwege und Hindernisse hinweg, den wahren Weg unserer Seele einschlagen.

Somit kann das Leben und die Energie nicht fließen. Und der chronische Mangel schlägt in unserem Leben seine oft tiefsitzenden Wurzeln.

So viele von uns kennen den Sinn ihres Lebens und somit ihre wahre Bestimmung nicht. Oft wissen wir nicht einmal, welch unglaublicher Schatz tief in unserem Inneren verborgen ist. Und nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert und endlich gelebt zu werden.

Das innere Feuer unseres Herzens und unserer Seele brennt nur auf Sparflamme. Und ist oftmals sogar in Gefahr, ganz auszugehen.

Wir befinden uns wie eine Schmetterlingsraupe in einem engen Kokon aus Denkfallen, Eigenbegrenzungen und Ängsten. Außerdem geben wir uns oft der Illusion von Zwängen und Verboten hin. Und schaffen es nicht, uns aus unserer Verpuppung zu lösen.

Stattdessen stecken wir fest. Und setzen automatisch den Tunnelblick auf.

Oft rasen wir die Straße unseres Lebens entlang, und verpassen dabei die zahlreichen Ausfahrten, die sich rechts und links unserer Aufmerksamkeit befinden. Und lassen so die unendlichen und faszinierenden, abenteuerlichen und spannenden, bereichernden und erfüllenden Möglichkeiten und Chancen ungenutzt.

So verhindern wir, dass unsere Einzigartigkeit und individuelle Besonderheit sich vollkommen entfalten kann. Und wir von innen heraus leuchten und strahlen. Ganz einfach weil wir mit all unseren Facetten wirklich authentisch sind.

Oft sind wir so in unseren alten, ausgetretenen Pfaden gefangen, dass wir nicht aus unserem bisherigen Denken herausfinden und die Dinge doch einmal bewusst anders betrachten als bisher.

Das Leben mit all seinen Facetten wirklich zu genießen. Den Augenblick und den Moment vollkommen auszukosten. Ohne irgendetwas in uns zurückzubehalten. Unsere Gefühle und Emotionen zu leben. Auszuleben. Unser Herz vollkommen zu öffnen. Die wahrhaftige Liebe zuzulassen. Mit jeder Faser unseres Seins präsent und im Hier und Jetzt zu sein.

Den Menschen der uns das wichtigste in unserem Leben ist, wirklich zuzulassen. Uns wirklich auf diesen Menschen einzulassen.

Innerhalb eines Wimpernschlages ist oft der wundervollste, zauberhafteste und winzigste Glücksmoment ungesehen vorbei. Und kommt vielleicht niemals wieder.

Stattdessen sind wir oft der Meinung, dass doch bis jetzt auch alles irgendwie funktioniert hat und doch bitteschön auch alles wie gewohnt bleiben soll. Dabei sind wir in Wahrheit aber kreuzunglücklich über unsere Situation. Weil wir die Veränderung scheuen. Da wir nicht wissen, was dann auf uns zukommt.

Denn alles was uns fremd ist, macht uns erst einmal Angst. Oder lässt uns urgewaltig zweifeln.

Gerade als hochsensible Menschen befinden wir uns oft in unseren bequemen und gewohnten Fahrwassern. Und wurzeln in unserem bisherigen Bild unserer Wahrnehmung, unseres Bewusstseins und vom Leben. Von der wahrhaftigen Liebe und der puren Essenz unseres Seins – der wahren Qualität unserer Seele - haben wir oft keine Ahnung.

Dass uns das aber nicht weiterbringt, ist uns oftmals nicht wirklich bewusst. Oder wir verdrängen es gekonnt, weil wir es nicht sehen wollen. Denn dann müssten wir ja zugeben, dass wir uns in einem Irrtum befunden haben. Und das fällt erwiesenermaßen sehr vielen von uns ganz unglaublich schwer.

Obwohl – wir WÜRDEN ja so gerne einmal diese oder jene Dinge tun – wir WÜRDEN uns ja gerne alle unsere Sehnsüchte und Wünsche und lang gehegten Träume noch erfüllen...ABER...

Erst muss noch dies und das passieren, dies und das muss sich noch ändern – WENN wir irgendwann dann soweit sind...DANN...ja DANN...werden wir es vielleicht und eventuell einmal ausprobieren...

WENN dann der richtige und passende Zeitpunkt dafür ist...

Und WENN dann nicht schon wieder vollkommen andere Dinge in unserem Leben „wichtig“ sind. Und all unsere Aufmerksamkeit erfordern...

Wir erfinden quasi Ausreden am laufenden Band, um uns vor uns selbst zu rechtfertigen, warum wir dieses oder jenes noch nicht tun (können).

Oft ist es aber einfach so, dass wir nicht entscheiden können, was am wichtigsten für uns ist. Weil wir viel zu oft gar nicht wissen, was wir eigentlich wirklich wollen.

Und wir wissen dies aus dem Grunde oft nicht, weil schon unsere Eltern uns permanent vorgegeben haben, was aus deren Sicht angeblich gut für uns ist. Und was wir für uns zu wollen haben. Sie haben uns viel zu oft vorgegeben, wie wir zu sein haben. Und was wir zu tun haben. Wie wir zu denken und wie wir zu fühlen haben.

Deshalb stellen wir oft etwas dar, was wir nicht wirklich sind. Auch als Erwachsene erfüllen wir Rollen, die uns von anderen vorgegeben werden. Auch wenn diese Rollen überhaupt nicht zu uns passen. Und wir diese Rollen überhaupt nicht haben wollen. Oder wir zwängen uns selbst in eine bestimmte Rolle, um bei anderen einfach gut anzukommen. Obwohl diese Rolle so überhaupt nicht zu uns passt. Und wir uns in Wahrheit auch nicht damit identifizieren können. Weil wir uns eigentlich gar nicht wohl damit fühlen. Wir tun es aber, um es anderen recht zu machen. Vergessen dabei aber, dass unser wahres Selbst dabei auf der Strecke bleibt.

Wenn wir von Grund auf ein Apfelbaum sind, können wir keine Blume werden. Und wenn wir noch soviel dafür tun. Und noch so vieles versuchen, uns dahingehend zu ändern. Es wird nicht funktionieren. Denn ein Apfelbaum ist ein Apfelbaum und eine Blume bleibt eine Blume. Und beide haben ihre ganz eigene Bestimmung. Wir können uns aber aussuchen, welche Rolle wir als Apfelbaum leben wollen. Wollen wir mit unseren vielbeblätterten Ästen und Zweigen Schatten spenden, wollen wir viele Früchte tragen und andere davon nähren und sättigen oder wollen wir lieber einfach an unserem Platz stehen und einsam und unglücklich verkümmern. Als Apfelbaum besitzen wir unzählige Wurzeln die uns mit unserem wahren Sein und mit der Erde verbinden. So haben wir immer sicheren Halt. Den wir uns jederzeit selbst geben können. Solange wir uns an unsere ureigenen Wurzeln und an unsere wahre Bestimmung erinnern.

Allerdings ist es sehr hilfreich für uns, erst einmal zu definieren was wir denn nun tatsächlich SIND.

SIND wir in unserem innersten Kern nun ein Apfelbaum oder SIND wir mit unserem wahren Sein eine Blume.

Wenn wir ein Apfelbaum SIND und trotzdem lieber eine Blume WÄREN, bringt uns das nicht weiter. Denn wenn wir als Apfelbaum ständig damit beschäftigt sind, eine Blume zu kopieren, werden wir niemals glücklich. Weil wir dann das Leben einer Blume führen würden und nicht das Leben, das für uns als Apfelbaum vorgesehen ist.

Wir müssen nur die vielen Möglichkeiten und Facetten mit unserem Bewusstsein SEHEN, die uns in der authentischen Existenz als Apfelbaum gegeben sind. Dann sind wir in der Lage, unser bestes Selbst – ein individuelles Original - zu sein. Dann entwickeln wir auch Stolz darauf, ein Apfelbaum zu sein.

Wir können die vielen Blumen die es gibt, weiterhin bewundern, aber wir müssen diese dann nicht mehr kopieren.

Weil wir unseren wahren Wert als Apfelbaum erkannt haben.

Nicht ganz unwichtig ist allerdings die Frage dabei, WARUM wir denn die ganze Zeit versucht haben, eine Blume zu kopieren. Und unsere wahre Identität als Apfelbaum nicht anerkennen konnten. Oder dies vielleicht auch gar nicht wollten.

Dabei handeln wir immer aus unseren jeweiligen Erfahrungen und aus dem Zustand unseres Bewusstseins heraus.

Im Laufe unseres Lebens verändert und weitet sich unser Bewusstsein. Wir steigen ganz automatisch in einen höheren Bewusstseinslevel auf.

Oft entfernen wir uns sehr von unserer wahren Natur. Wir sehen unsere Wurzeln nicht mehr. Wir sehen die energetische Verbindung nicht mehr, die zwischen uns und der Natur vorhanden ist.

Wir haben oft nicht das Vertrauen in uns selbst, uns auf unsere ureigenen Wahrnehmungen zu verlassen. Unserem ureigenen Urteilsvermögen zu vertrauen. Und uns somit selbst zu glauben, was wirklich gut für unser wahres Sein ist und was nicht. 

Vollkommen unbewusst sind wir so im riesigen Netz unserer Selbsttäuschungen und im illusorischen Sicherheitsmodus unseres Verstandes gefangen, dass wir oft nicht mutig genug sind, uns aus diesem Netz wieder zu befreien.

Uns selbst emotionale Freiheit zu schenken. Und somit ganz automatisch Leichtigkeit und neue Lebenskraft in unser Leben zu ziehen.

Vielleicht versuchen wir es sogar phasenweise und geben viel zu früh wieder auf, wenn uns das auf Anhieb nicht gelingt. Oder weil es Seelenschmerzen oder emotionale Schmerzen in uns verursacht. Oder weil sich pure Angst in unserem Inneren bildet. Weil wir nicht genügend Geduld uns selbst gegenüber zeigen. Weil wir nicht gelassen sind. Weil wir viel zu weit von unserer ureigenen Mitte entfernt sind.

All dieses sorgt dafür, dass wir das Leben nicht voll und ganz genießen und uns wirklich darauf einlassen können. Dieses Geschenk lieber in seiner Verpackung lassen. Und lieber die äußere Fassade bewundern, als uns selbst unser Innerstes zu offenbaren.

Es ist oft sehr viel leichter für uns, in der Selbstverweigerung zu verharren, als uns ganz bewusst aus allem herauszuschälen, was uns am wahren LEBEN und am puren Sein hindert...

Leider leben wir so allzuoft am Leben vorbei. Weil wir viel zu sehr in engmaschigen Netz unserer Gewohnheiten und alten Muster gefangen sind.

Veränderung bedeutet für viele von uns Angst. Angst vor dem Unbekannten. Angst vor dem, was dann passieren könnte. Angst, uns auf UNS SELBST einzulassen und uns unserem wahren Selbst hinzugeben. In unserem innersten Kern tief berührt zu werden. Und die Gefühle die wir dabei spüren, auch ganz bewusst zuzulassen. Uns aus unseren bisherigen nicht passenden Rollen und Masken ganz bewusst zu befreien.

Das erfordert für manchen von uns irrsinnigen Mut. Was sich aber allemal lohnt, um endlich authentisch und innerlich frei LEBEN zu können.

Und so Raum zu schaffen für die Dinge, die Situationen und die Menschen, die auch wirklich in unser Leben wollen. Die wahrhaft für uns bestimmt sind. Weil sie wirklich zu uns passen. Weil wir uns wirklich wohl damit fühlen. Und weil diese Dinge, diese Situationen und diese Menschen wirklich gut für unser authentisches Sein sind.

Deshalb ist es so immens wichtig, uns aus alten Mustern, blockierenden Glaubenssätzen, tiefsitzenden Ängsten und Blockaden zu befreien. Unsere sensible Seele zu heilen.

Genau deshalb ist es wichtig, uns in unserem Herzen zu zentrieren. Um uns so in die Lage zu versetzen, wirklich stimmige und passende Entscheidungen für unser sensibles und authentisches Sein zu treffen.

Uns mit unserem innersten Kern – der Essenz unserer Seele und unserem wahren Sein – ganz bewusst zu verbinden.

Denn nur so können wir das Geschenk unseres Lebens wirklich bewusst wahrnehmen und sehen und uns ganz ausführlich auch dem tatsächlichen Inhalt widmen.

Und nicht nur die äußere Schicht bewundern. Was uns auf Dauer alles andere als befriedigt und erfüllt...                                                                                       

Herzlichst, Ihre Iris Fischer

 

Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen und individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.