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Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur
Seelenpartner & Dualseelen


"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" Aristoteles 

Sensible Seele Blogartikel-Archiv 


Hochsensibilität & der weibliche und männliche Ur-Instinkt


Der weibliche & männliche Ur-Instinkt

Leider haben viele sensible Menschen verlernt auf ihren natürlichen Instinkt zu hören. Sie haben verlernt sich rein intuitiv und wie „blind“ zu verhalten. Sie vertrauen sich selber nicht. Weil sie sich ihrer wahren Stärke überhaupt nicht bewusst sind. Entweder haben sie es nie gelernt oder im Laufe ihres Lebens aufgrund der Umstände wieder verlernt.

Viele hochsensible Menschen haben sehr wohl eine ausgeprägte und feine Intuition. ABER – der natürliche Ur-Instinkt ist dabei noch ein bisschen etwas anderes. Auf den natürlichen Instinkt und seine Intuition zu hören und eben NICHT jedem Impuls nachzugeben der sich in einem meldet - nur weil man das bisher so gewöhnt war – ist die wahre sensible Stärke. Denn nicht jeder gefühlte Impuls ist eine tatsächliche Aufforderung zum Handeln. Wie oft hat man sich schon im Nachhinein tierisch geärgert weil man eben NICHT auf seine Intuition und seinen Ur-Instinkt vertraut, sondern nur auf Gefühle und Emotionen oder irgendwelche irreführenden Gedanken gehört hat?

Zum anderen leiden viele sensible Menschen unter diversen Ängsten. Und auch diese hindern einen daran, auf seinen natürlichen weiblichen und männlichen Instinkt zu hören. Hier kommt beispielsweise die Verlustangst ganz groß zum tragen. Aber auch die Angst vor Erfolg oder die Angst zu Versagen und das „falsche“ zu tun, hindern einen daran seinem natürlichen Ur-Instinkt zu vertrauen.

Viele Frauen sind es müde geworden ständig eine männliche Rolle einnehmen zu müssen. Und permanent auf allen Ebenen nur zu funktionieren. Die wahre Ur-Weiblichkeit wurde den Frauen über viele, viele Jahre lang fast systematisch abtrainiert. Und irgendwie findet seit einiger Zeit eine Art Rollenumkehr statt. Männer werden dadurch femininer und weicher. Sie leben ihre weiblichen und gefühlvollen Anteile aus, während die Frauen dazu verdonnert wurden die männlichen Anteile in sich zu dominieren.

Die ‚neue’ und weichere Männlichkeit des Mannes ist zwar äußerst wünschenswert, aber die wahre Ur-Männlichkeit sollte dabei trotzdem nicht verloren gehen. Viele heutige Männer sind einfach zu passiv und ‚nehmend’ - und damit ZU sehr in die weibliche Rolle gefallen. Sie sollten wieder lernen ihrem natürlichen männlichen Instinkt zu vertrauen und so in ihre Ur-Männlichkeit zurückkehren. Um somit aktiv und ‚gebend’ sein zu können.

Eine Frau die gelassen und entspannt in ihrer Ur-Weiblichkeit ruht, ist sinnlich, sanft, weich, sensibel, passiv und empfangend. Aber auch wild, emotional und impulsiv. Eben genauso unberechenbar wie die Natur. Sie kann Grenzen setzen und tut nur das was sie auch wirklich tun will. Und womit sie sich definitiv wohl fühlt. Sie lässt sich keinesfalls verbiegen und ist nicht dazu bereit permanent die Erwartungen anderer zu erfüllen. Weil sie das überhaupt nicht kann.

Viele Frauen lehnen ihre Ur-Weiblichkeit aber unbewusst ab. Weil sie darauf konditioniert sind, hart und kämpferisch zu sein. Was ja eindeutig den männlichen Eigenschaften zuzuordnen ist. Sie müssen permanent Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Auch bemuttern viele Frauen ihre Männer. Anstatt sich von ihnen umwerben zu lassen. Und viele Männer lassen sich von den Frauen gerne bemuttern. Und sind lieber der passive Part als aktiv zu handeln. Niemand weiß mehr so genau wem eigentlich welche Rolle gehört. Dabei spüren viele instinktiv dass irgendetwas eigentlich total verqer läuft. Können es aber nicht definieren. Und vertrauen nicht auf dieses Gefühl. Und so sind viele sensible Menschen tief in ihrem Inneren alles andere als glücklich. Sie spüren oft über viele Jahre lang eine unendlich tiefe Sehnsucht in sich, sind aber nicht in der Lage diese innere Leere zu füllen. Und den quälenden Seelen-Hunger in sich zu stillen. Sie wissen nicht woran das wirklich liegt und können es von daher auch nicht ändern.

Wichtig ist in jedem Fall, der eigenen Wahrnehmung, dem eigenen Ur-Instinkt und der Intuition zu vertrauen. Der natürliche Instinkt hilft – genau wie die Intuition - dabei, den individuell passenden Weg zu finden. Er „warnt“ vor drohenden Gefahren und wenn sich etwas nicht richtig oder nicht „stimmig“ anfühlt. Wenn es beispielsweise an der Zeit ist klare Grenzen zu setzen und „nein“ zu sagen. Sobald sich innere Abwehr gegen irgendetwas einstellt, ist es an der Zeit auf seinen natürlichen Instinkt zu hören. Die Intuition hilft dabei Pläne in die Tat umzusetzen, auf spontane Eingebungen zu hören, diffuse Unklarheiten die unausgesprochen in der Luft liegen richtig zu deuten, Gefühle wirklich zu verstehen, Stimmungen wahrzunehmen, Gedanken zu kanalisieren usw...

Dabei sind sich der natürliche Ur-Instinkt und die Intuition ziemlich ähnlich. Und doch gibt es feine Unterschiede. Der natürliche Instinkt ist genau wie die Hochsensibilität angeboren. Auf die Intution zu hören muss erst gelernt werden.

Die Gesellschaft an sich kennt es heutzutage überhaupt nicht mehr, dass Frauen sich rein instinktiv verhalten. Und mit unverschleiertem Blick ihre weiblichen Seiten leben. Es wird überhaupt nicht gewünscht, dass Frauen sich ur-weiblich verhalten.

Alles ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und ein wertendes „Schubladen-Denken“ hat sich etabliert.

Der Schleier der Vergessenheit liegt heutzutage über den Menschen. Vergessenheit bezüglich ihrer eigentlichen Weiblichkeit und wahren Männlichkeit. Und Vergessenheit des natürlichen Ur-Instinktes.

Aber auch die vergessenen Anteile der eigenen Sensibilität. Denn viele Menschen wissen ja überhaupt nichts von ihrer Hochsensibilität oder emotionalen Sensibilität.

Da stellt sich mir die äußerst interessante und faszinierende Frage, ob nicht alle Menschen per se eigentlich sensibel sind?

Es gibt ja viele Menschen die bei den nicht-hochsensiblen Personen von „normal-sensiblen“  sprechen. Dieser Begriff erschließt sich mir aber weder aus meinem logischen Denken, noch aus meinem persönlichen Erleben. Denn aus meiner Erfahrung heraus ist ein Mensch entweder hochsensibel oder rein emotional sensibel oder eben nicht sensibel. Emotionen hat jeder Mensch. Das ist aber nicht dasselbe wie Sensibilität.

Ist es dabei aber vielleicht einfach so, dass auch die Sensibilität den Menschen mit der Zeit abhanden gekommen ist? Ja regelrecht „abtrainiert“ wurde? Genauso wie die wahre Ur-Weiblichkeit und echte Ur-Männlichkeit und der natürliche Instinkt den meisten Menschen innerhalb vielen, vielen Jahren abgewöhnt wurde?

Was die Sensibilität vieler Menschen betrifft, wird auch sie ja permenent untergraben. Denn wir sensiblen Menschen sollen ja überhaupt NICHT sensibel sein. Vor allem nicht in den meisten Berufen. Wir sollen uns verbiegen und den sensiblen Teil in uns verleugnen. Das ist sinngemäß dasselbe, als wenn man einem intelligenten Menschen verbietet seine Intelligenz zu nutzen und auszuleben. Oder wenn man einen Menschen dazu zwingt absichtlich seine Gefühle nicht mehr zu fühlen. Wir werden gesellschaftlich regelrecht dazu „genötigt“ diesen Teil unserer Persönlichkeit abzuspalten. Und ihn zu ignorieren. So ist es also kein Wunder dass so viele sensible Menschen einfach krank werden. Und Ängste und Depressionen entwickeln. Weil sie nicht damit leben können ihre Sensibilität ständig unterdrücken und wegdrücken zu müssen. Auch gibt es Personen die davon abraten, nach außen hin jedem Menschen zu sagen oder zu zeigen dass man sensibel ist. Warum? Warum soll man seine Sensibilität verleugnen und verstecken? Jeder Mensch hat das gute Recht sensibel zu sein. Natürlich trägt jeder für sich selbst die Verantwortung wie er mit seiner Sensibilität umgeht. Und wem er davon erzählt oder wem nicht. Jeder darf das genauso handhaben wie er es für sich für richtig hält. Leider sind gerade Männer hauptsächlich im Berufsleben dazu gezwungen sich zusammenzureißen und sich zu verbiegen. Weil es weder toleriert noch akzeptiert wird wenn ein Mann emotional, gefühlvoll und weich ist. Die Vorteile die genau darin liegen, werden überhaupt nicht gesehen. Aber auch bei Frauen ist in vielen Bereichen Sensibilität nicht gewünscht. Und somit auch nicht der natürliche Ur-Instinkt. Es muss Leistung gezeigt und funktioniert werden. Die Intuition, der natürliche Instinkt, die sensiblen Fähigkeiten und das natürliche Potenzial der wahren weiblichen und männlichen Rollen bleiben so ungenutzt und können nicht ausgeschöpft und entfaltet werden.

Gerade in letzter Zeit entdecken immer mehr Menschen ihre Hochsensibilität oder rein emotionale Sensibilität. Deshalb sprechen auch einige davon dass Sensibilität gerade „in Mode“ sei.

Sensible Menschen hat es allerdings schon immer gegeben. Früher lebten die Menschen IN und MIT der Natur. Also MUSSTEN sie sensibel sein. Sensibel für die Gefahren die ihnen in der Natur gedroht haben. Sie MUSSTEN nach ihrem Instinkt handeln. Sie mussten die Gefahren SPÜREN. Und Strategien für die Ab- und Gegenwehr entwickeln. Ohne Sensibilität und ohne ihren Ur-Instinkt konnten die Menschen gar nicht (über-) leben.

Jeder Mensch verfügt innerlich über weibliche und männliche Anteile. Diese Anteile sind aber oft alles andere als ausbalanciert. Im Gegenteil. Wirft man die weiblichen und männlichen Anteile in eine Waagschale, driften bei den Frauen die harten und kämpferischen – aktiv gebenden - männlichen Anteile schwer nach unten. Und bei vielen Männern wiegen die weiblichen und weichen – passiv und nehmenden - Anteile zu viel.

Der wahre weibliche und männliche Ur-Kern liegt bei vielen Menschen einfach brach. Ebenso der Selbst-Wert, das Selbst-Bewusstsein und das Selbst-Vertrauen.

Auf seinen ur-weiblichen und ur-männlichen Instinkt zu hören ist dabei gar nicht so schwer. Man muss sich ihn nur wieder ins Bewusstsein zurückholen. Man muss den Schleier der Vergessenheit auf die Seite ziehen oder ganz beseitigen.

Die ur-weiblichen und ur-männlichen Anteile eines jeden Menschen sollten wieder ins Bewusstsein rücken und ins Gleichgewicht und in Balance gebracht werden.

Falsche – über viele Generationen anhaltende - Konditionierungen, negative Glaubenssätze, unpassende Denk- und Verhaltensmuster müssen wieder umprogrammiert und ins wahre Licht gerückt werden. Nur so kann die wahre Ur-Weiblichkeit und echte Ur-Männlichkeit wieder in dem gleißenden Licht erstrahlen für den sie in Wahrheit auch vorgesehen ist.

Ganz fatal sind gerade die Vorstellungen, dass wir alle permanent den Erwartungen ANDERER entsprechen „müssten“. Auch das ist eine ganz falsche innere Programmierung.

MÜSSEN müssen wir alle überhaupt nichts! Es sind freie Entscheidungen die wir treffen dürfen! Es ist eine Frage des absolut freien Willens, ob wir gewisse Dinge die andere von uns erwarten WIRKLICH tun wollen. Oder ob wir sie uns einfach „aufzwingen“ lassen. Und dies dann nur tun um „gut genug“ für die anderen zu sein. Und nicht bestraft zu werden weil wir nicht zu allem „ja und amen“ sagen.

Wie oft habe ich schon gehört dass Männer genauso wie Frauen „eigentlich“ ganz anders leben und handeln wollen als ANDERE das von ihnen erwarten. Sie füllen nur die Rollen der Erwartungen aus. Sie sind gar nicht sie selbst.

Diese Menschen leben oft nur einen Kompromiss. Und sind über viele Jahre einfach nur FREMD-BESTIMMT.

Sie leben aus ihren falschen Konditionierungen heraus. Weil sie gar nicht mehr wissen wie es sich anfühlt, nur nach der eigenen Intuition, dem wahren weiblichen und männlichen Ur-Instinkt zu handeln. Sie geben Impulsen nach, die sich hinterher als völlig falsche Fehler herausstellen. Und sind dabei kreuzunglücklich in ihren selbstauferlegten Eigenbegrenzungen. Sie sind überhaupt nicht in der Lage den Schleier der Vergessenheit auch nur ein bisschen zu lüften. Weil sie keine Ahnung davon haben dass sie konditioniert und falsch programmiert sind.

Glücklicherweise scheint sich heutzutage immer mehr eine neue und höhere Bewusstseinsebene anzubahnen und auszubreiten. Spiritualität spielt für viele sensible Menschen eine große oder immer größer werdende Rolle. Was im übrigen nichts mit Esoterik zu tun hat! Denn das sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Im Endeffekt ist es vollkommen egal an was jeder einzelne Mensch glaubt. Denn es gibt hier NIEMALS ein „richtig“ oder „falsch“. Wenn das, an was man ganz persönlich glaubt, sich für einen selbst stimmig, absolut richtig und passend anfühlt – wenn man sich in diesem Thema wohl, angekommen und zuhause fühlt und man sich damit absolut identifizieren kann - dann sollte man sich auch danach richten. Und sich nicht von dem beeinflußen lassen was andere davon halten. Denn für andere gelten wieder andere Dinge. Wenn man sich aber NICHT damit identifizieren kann, wenn man sich UNWOHL fühlt, wenn es sich unecht und irgendwie „komisch“ und falsch anfühlt, wenn man intuitiv SPÜRT dass dies einem eher schadet als nützt, dann sollte man sich auch dringend auf dieses innere Gefühl verlassen. Denn DAS ist der wahre Ur-Instinkt! Und genau da fängt schon das verbiegen an. Denn viele Menschen haben leider nicht das Selbstvertrauen, auf dieses innere Gefühl zu hören.

Die Menschen fangen aber an, sich immer mehr mit ihrer persönlichen Situation auseinanderzusetzen. Sie sind nicht mehr bereit einfach alles hinzunehmen und sich in ihrem wahren Mensch-SEIN „kastrieren“ zu lassen. Sie machen sich Gedanken über ihre Konditionierungen und sind nicht mehr bereit ständig die Erwartungen ANDERER zu erfüllen. Weil sie das auch oftmals überhaupt nicht KÖNNEN.

Der Weg des Herzens und der eigenen Seele bleibt dabei sehr oft auf der Strecke.

Wichtig ist vor allen Dingen, den Schleier der Vergessenheit wegzuschieben und sich mit unverstelltem Blick auf das eigene SELBST – auf seine eigentliche männliche und weibliche Ur-Identität zu konzentrieren. Und sich auf seinen natürlichen Instinkt zu verlassen.

Man sollte sich ganz bewusst fragen: „Was will ICH in MEINEM Leben für MICH ganz persönlich? WAS sagt MIR mein weiblicher oder männlicher Ur-Instinkt dazu? Was will mein Herz? Was meine sensible Seele?“

Wie gesagt sind die emotionalen, gedanklichen oder gefühlten Impulse nicht immer eine sofortige Handlungsaufforderung. Sondern man sollte das tun was der natürliche Instinkt und die Intuition einem rät.

Diese neue Bewusstseinsebene macht sich überall bemerkbar. Auch in den Beziehungen die man führt. Deshalb gibt es immer mehr Seelenpartnerbegegnungen. Vor allem die Begegnung mit seiner Dualseele. Weil diese absolut einzigartige und außergewöhnliche Seelenverbindung einen dazu „zwingt“, sich den eigenen Schattenseiten zu stellen und seine alten seelischen Verletzungen und erlittenen Traumata zu heilen. Und sich aus alten Konditionierungen und Programmierungen zu lösen. Da man ansonsten niemals in der Lage sein wird eine wirkliche Beziehung und Partnerschaft mit seiner über alles geliebten Dualseele einzugehen. In einer „normalen“ Beziehung und Partnerschaft mit einer ganz „normalen“ Liebe ist das nicht möglich. Man entwickelt sich zwar auch da weiter, aber niemals in dieser Form und niemals in diesen Quantensprüngen wie in der Dualseelenverbindung. Da diese besondere Beziehung der Seelenliebe eine heilende Beziehung ist. Gerade in einer Dualseelenverbindung sollte man auf seinen weiblichen und männlichen Ur-Instinkt und auf seine Intuition hören. Denn dieser Instinkt weist einem den richtigen Weg. Genau auf diesem Weg kommt man ganz bei sich SELBST an. 

Sich selbst wieder ins innere Gleichgewicht zu bringen und den Schleier der Vergessenheit entgültig abzuwerfen, braucht allerdings wirkliches Selbst-Bewusstsein. Solange man sich seines SELBST nicht vollkommen BEWUSST ist, kann man sein inneres Yin und Yang – die weiblichen und männlichen Anteile in sich – nicht wieder in Balance bringen. Gerade hierzu ist es notwendig und wichtig, den eigenen natürlichen Instinkt zu trainieren und zu benutzen.

Der überaus wertvolle Schlüssel, seinem weiblichen und männlichen Ur-Instinkt zu vertrauen und zurück in seine wahre Rolle zu finden, liegt immer in einem selber.

Dieser Schlüssel liegt in der eigenen Sensibilität. Seine Sensibilität bewusst zu spüren und sich seinem sensiblen SELBST ganz bewusst zu sein. Seinen wahren Selbst-Wert zu kennen und sich selbst vollkommen zu vertrauen. Wenn man sich selbst und seinem wahren weiblichen und männlichen Instinkt nicht vertraut, wem will man dann im außen wirklich vertrauen?

Diese innere Transformation ist notwendig, um zu sich selbst zu finden und ganz bei SICH anzukommen. Nur so schafft man es auch, einfach nur zu SEIN.

Sensibel zu SEIN.

Wenn die eigenen Gedanken, Gefühle und Emotionen verrückt spielen, ist das nur ein aufbäumen gegen die inneren Widerstände. Weil man nicht damit klarkommt. Und sie nicht annimmt und akzeptiert. Darum ist es umso wichtiger auf seinen natürlichen Instinkt zu vertrauen.

Wie sagte schon Oscar Wilde: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende. 

Die innere Transformation – als das konsequente hören auf seinen natürlichen Ur-Instinkt – ist wichtig, um überhaupt die inneren männlichen und weiblichen Anteile wieder zu vereinen und in Balance zu bringen. Nur so kann die Rückkehr in die eigene Ur-Weiblichkeit und die Ur-Männlichkeit wirklich funktionieren.

Warum mir dieses Thema überhaupt so wichtig ist und ich so ausführlich darüber schreibe, ist ganz einfach. Ich bekomme seit vielen Jahren bei vielen Menschen mit, wie sie eigentlich im Stillen leiden. Weil sie nicht „gehört“ werden. Weil sie nicht „gesehen“ werden. Nicht der Mensch sein DÜRFEN der sie wirklich sind. Sie dürfen nicht sensibel SEIN. Sie dürfen nicht ur-weiblich SEIN. Und sie dürfen schon überhaupt nicht ur-männlich SEIN.

Und sind es deshalb überhaupt nicht gewöhnt wenn sie dann auf einen Menschen treffen der sie wirklich sieht. Und wirklich hört. Und wirklich annimmt. Und einfach nur SEIN lässt. Genauso wie sie sind.

Jeder Mensch DARF sensibel sein. Warum sonst werden so viele Menschen sensibel geboren? Das hat ja seinen Sinn genauso wie es ist. Diese besondere Fähigkeit aller Facetten der Sensibilität will deshalb gelebt werden.

Also ist es doch immens wichtig, einen passenden Umgang mit seiner eigenen Sensibilität zu finden. All seine Sinne bewusst zu nutzen und auf seinen sensiblen natürlichen Ur-Instinkt zu vertrauen.

Was bringt einem sonst dieses unendlich kostbare Geschenk der Natur, wenn man dieses Geschenk nicht annimmt und ganz bewusst für sich und sein individuelles Leben nutzt?   

                                                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Die Konsequenzen unterdrückter und nicht ausgelebter Gefühle

   

Konsequenzen unterdrückter & verdrängter Gefühle

Die Auswirkungen, wenn wir unsere ureigenen Gefühle - teilweise über viele Jahre lang - immer nur unterdrücken, sie wegschieben, verdrängen, nicht ausleben und nicht wirklich bewusst spüren, können ziemlich drastisch werden. Und sich in psychosomatischen Beschwerden bis hin zu ernsthaften Erkrankungen äußern. 

Wenn wir beispielsweise Ärger, Wut, Frust, Traurigkeit, Angst, Eifersucht, Enttäuschung, Verzweiflung, Hilflosigkeit und auch Hass immer nur im wahrsten Sinne des Wortes "runterschlucken" und in uns "hinein fressen", dann kann sich das in Magenproblemen äußern. Die irgendwann im schlimmsten Fall in ein Magengeschwür münden können (nicht zwangsläufig müssen!). Es kann Magendruck auftreten, Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen oder auch Magenkrämpfe. 

Unsere unterdrückten, angestauten und nicht ausgelebten Gefühle liegen uns dann im wahrsten Sinne des Wortes schwer im Magen, weil wir sie nicht verdauen können.

Auch können sich echte Depressionen bilden. Da sich, wenn wir unsere Gefühle nicht ausleben - sie nicht spüren, artikulieren und ausdrücken - Aggressionen bilden können und diese Aggressionen der nicht ausgelebten Gefühle richten sich dann nach innen. Sozusagen gegen uns selbst. Depressionen sind also nichts anderes, als gegen uns selbst gerichtete Aggressionen. Irgendwann allerdings, das kann viele Jahre später sein, kann es durchaus passieren, dass wir dann mit einem Mal regelrecht "explodieren" und die ganzen Gefühle kommen an die Oberfläche und bahnen sich zwangsweise ihren Weg nach draußen. Dann können wir richtiggehend verbal aggressiv werden, gegen die Personen, die die Ursache für unsere unterdrückten Gefühle sind. Das können die eigenen Eltern sein, Geschwister, aber auch der eigene Partner oder die Partnerin. Dann kommt genau das an die Oberfläche, was jahrelang tief in unserer Seele oder in unserem Herzen geschwelt hat. Was wir immer unterdrückt und hinuntergeschluckt haben. 

Wenn uns beispielsweise als Kind nicht erlaubt wurde, unsere Gefühle zu artikulieren und sie auszuleben, wurden wir somit gegen unseren Willen gezwungen, unsere Gefühle zu unterdrücken. Wir durften sie nicht spüren. So ist es ja nur logisch, dass diese uns verbotenen Gefühle und Emotionen irgendwann zu ihrem Recht kommen und gespürt, ausgedrückt und ausgelebt werden wollen. Und genau das kann sich dann in Depressionen äußern und auch in offenen Aggressionen gegen die "Auslöser-Personen" richten. Was für diese Personen dann allerdings nicht gerade angenehm sein dürfte. Weil diese Personen dann meist überhaupt nicht verstehen, um was es eigentlich geht. 

Wir sind dann komplett in einem falschen und unpassenden Verhaltensmuster gefangen. Und zwar genauso lange, bis wir uns ganz bewusst daraus befreien. Das kann sich auch äußern, indem wir uns in Beziehungen und Partnerschaften viel zu viele Dinge gefallen lassen. Da wir nicht gelernt haben uns zu artikulieren und uns zu wehren, wenn uns etwas nicht gefällt. Wenn wir uns unwohl fühlen. Auch hier "schlucken wir vieles hinunter" und "fressen Dinge in uns hinein". Wir zeigen unsere wahren Gefühle nicht. Da wir es einfach nicht können. Erst wenn wir uns bewusst aus diesem Muster befreit haben, wenn wir uns unserer ureigenen Angst gestellt haben, gelingt es uns wirklich, mit einem passenden Partner - einer passenden Partnerin, dauerhaft glücklich zu werden. 

Genau das kann nämlich passieren. Dass wir im Laufe unseres Lebens eine regelrecht massive Angst davor entwickelt haben, unsere eigenen Gefühle zu spüren. Angst, unsere Gefühle auszuhalten. Angst, unsere Gefühle auszuleben. Angst, die Kontrolle über uns zu verlieren wenn wir unsere Gefühle bewusst zulassen. Diese Angst hindert, hemmt und blockiert uns, unsere Gefühle bewusst zu spüren und sie zuzulassen. Das kann sich bis zur echten Panik entwickeln, wenn wir von irgendjemandem "bedrängt" oder auch liebevoll dazu aufgefordert werden, unsere Gefühle zu zeigen. 

All das gerade beschriebene gilt im übrigen für jegliche Gefühle! Also auch für positive Gefühle wie Liebe, Freude, Sehnsucht, Glück, Lust, Begierde, Zärtlichkeit und Verlangen.

Auch wenn wir diese positiven Gefühle über einen langen Zeitraum permanent unterdrücken (müssen) und nicht ausleben können - sie sich in uns anstauen - können psychosomatische Beschwerden die Folge davon sein. Auch kann chronische Unzufriedenheit, ein permanentes "Unglücklichkeits-Empfinden", ständige Traurigkeit oder das diffuse Gefühl, dass uns irgendetwas elementares und essenzielles fehlt im Leben - dass wir oft gar nicht wirklich artikulieren und ausdrücken können - auftreten. 

Beispielsweise, wenn wir uns über Jahre hinweg in einer lieblosen Beziehung und Partnerschaft befinden, in der wir emotional regelrecht verhungern und auch unsere körperlichen Bedürfnisse nicht erfüllen und ausleben können. Oder es einfach nicht dürfen. Schlimmstenfalls kann uns eine solche Situation richtig krank machen. Und wir leiden seelisch immens. 

Oft ist es auch so, dass wir ja gar nicht wissen, was uns im Leben oder in der Liebe eigentlich genau fehlt, bis wir auf den einen Menschen treffen der uns genau dieses ganz automatisch gibt. Als ob es ganz selbstverständlich so sein soll. Es passt mit einem Mal alles und wir fühlen uns rundherum einfach nur glücklich. Plötzlich können wir all unsere Gefühle spüren, ausdrücken und leben. Weil uns dieser Mensch auf allen Ebenen einfach nur gut tut. Und wir uns mit einem Mal so wohl fühlen, wie nie zuvor in unserem Leben. 

Es gibt allerdings auch Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sind, ihre eigenen Gefühle zu spüren. Sie können es einfach nicht. Sie fühlen sich innerlich leer. Beispielsweise bei chronischen Depressionen oder auch bei der Borderlinestörung. Dann gilt es erst recht, Ursachenforschung zu betreiben. Denn es ist enorm wichtig, seine eigenen Gefühle zu kennen. Sie definieren zu können, sie bewusst spüren zu können, sie aushalten zu können, sie anzunehmen so wie sie sind und sich letztendlich auch zu erlauben, diese Gefühle auszudrücken und sie auszuleben. 

Es gibt Menschen, die dann einen regelrecht exzessiven Lebensstil entwickeln und führen, nur um sich anderweitig selbst zu spüren. Wenn sie schon ihre eigenen Gefühle und Emotionen nicht spüren können. Das kann auch in diversen Süchten ausarten. Spielsucht, Alkoholsucht und Drogensucht sind nur einige Beispiele davon. 

Irgendwie und irgendwo wollen wir ja alle unsere Gefühle und Emotionen spüren, artikulieren und sie auch leben. Oder? Gerade als gefühlvolle, sensible und emotionale Menschen. 

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns als erwachsene Menschen genau dies auch selbst erlauben! Das ist enorm wichtig für unser seelisches Gleichgewicht. Für unsere seelische Balance. 

Falsche Verknüpfungen von Gedanken und Gefühlen

Sehr oft sind es auch einfach falsche Verknüpfungen in unserem Verstand, die frühere Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle und Emotionen mit dem aktuellen Erleben in Verbindung bringen. Das wiederum kann sehr fatal sein. Denn das aktuelle Erleben hat rein überhaupt nichts mit der Vergangenheit zu tun. Oft verknüpfen wir auch gedanklich Gefühle mit Situationen, die uns Angst machen, und sind dann der Meinung, dass das Ereignis bzw. die Situation in uns die Angst auslöst. Derweil sind es einfach nur unsere Gedanken, die uns einen ganz gewaltigen Streich spielen. Die Gedanken sind es, die regelrecht „spinnen“. Und uns in die Irre führen, wenn wir nicht aufpassen. Es ist nicht das Gefühl in uns, dass die Angst auslöst, sondern es sind unsere Gedanken die uns Angst machen. Es ist unser Verstand, der gegen uns arbeitet. Denn der Verstand ist es, der zweifelt.

Es ist nicht unser Herz und unsere Intuition, die uns da ärgert. Es ist alleine unser Verstand! Er ist es, der uns die schlimmen Dinge einflüstert. Der für alles eine rationale Erklärung haben will. Der nicht vertraut. Der uns immer wieder Stolpersteine in den Weg legt. Unser Herz dagegen und unsere Intuition verbindet sich mit unserem höheren Selbst. Mit dem Leben in all seinen Facetten. Und lehrt uns, dem nicht Greifbaren zu vertrauen. Nämlich unseren Gefühlen und Emotionen. Denn, wenn wir vollkommen in unserem Herzen sind und uns vertrauensvoll nach unserer Intuition richten, treffen wir normalerweise immer die richtigen und passenden Entscheidungen für uns. Und unser Leben befindet sich im Fluss!

Kämpfen aber Herz und Verstand ständig erbittert miteinander, ist das so, als wenn eine Waage niemals wirklich im Gleichgewicht ist. Permanent ist entweder die eine oder die andere Seite oben oder unten. Niemals sind die beiden im Einklang miteinander. Ständig gehen wir so einen Schritt vor und treten zwei wieder zurück. Wir kommen einfach nicht vorwärts im Leben oder in bestimmten Bereichen. Die Energie, das Leben, die Liebe und das Glück, können so nicht in Ruhe und Gelassenheit fließen. Weil innere Blockaden die Folge von diesen ständigen Kämpfen sind. Und genau diese inneren ungelösten Blockaden sind es, die uns daran hindern, das Leben, die Liebe und das Glück wirklich zu genießen. Die uns daran hindern, uns einfach fallen zu lassen, und uns selbst vollkommen zu vertrauen!

Wäre es nicht wunderschön, wenn unser Herz und unser Verstand im Einklang miteinander wären? Und wir so genügend Selbstvertrauen besitzen um ohne nachzudenken, und ohne mit der Wimper zu zucken, einfach danach gehen könnten was unser Gefühl – also unser Herz – und unsere Intuition uns sagen? Weil wir dann ganz genau wüssten, dass wir uns selbst vollkommen vertrauen? Weil wir immer das richtige tun, wenn wir uns in unserem Herzen befinden? Weil das was unser Herz uns sagt, IMMER das richtige ist?

Da es niemals falsch sein kann, unserem Herzen zu folgen!

Aber unseren Verstand können wir  – wenigstens zeitenweise – gezielt mundtot machen! Da gerade er mit seiner Vernunft uns immer wieder einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht. Und das sollte doch eigentlich nicht sein. Denn manchmal ist es einfach wichtig, dass wir NUR auf das hören was unser Herz uns sagt. Nur so kommen wir weiter im Leben. Und nur so erreichen wir das, was unser Herz WIRKLICH will. Nämlich lieben und glücklich sein. Nur so werden unsere Gefühle und Emotionen genügend gewürdigt und beachtet. Und vor allem geachtet! Wenn wir in der Lage sind uns selbst absolut und bedingungslos zu vertrauen.

Vertrauen ist die Basis unserer gesamten Gefühlswelt

Denn auf das Vertrauen bauen alle anderen Gefühle auf. Ohne das Urvertrauen, dass wir als Baby normalerweise von unserer Mutter lernen und das essenziell wichtig ist für die normale Entwicklung unserer Gefühlswelt, werden uns alle anderen Emotionen und Gefühle immer wieder Streiche spielen und einen Strich durch unsere Rechnung machen. Allerdings gibt es auch Umstände, in denen wir eben nicht dieses für unsere gesunde seelische Entwicklung notwendige Urvertrauen lernen. Das wirkt sich dann fatal auf unser gesamtes Leben aus. Wenn wir Vertrauen haben, insbesondere genügend Selbstvertrauen in uns vorhanden ist, können wir auch anderen Menschen vertrauen. Können wir uns dagegen selber nicht vertrauen, schaffen wir es auch nicht, zu einem anderen Menschen wirkliches Vertrauen aufzubauen.

Werden wir im Gegenteil dann immer misstrauisch sein. Und Misstrauen wiederum führt dann zu Gefühlen die wir eigentlich nicht brauchen, weil sie uns nur belasten. Eifersucht, Wut und Angst  zählen hierzu. Aber auch Enttäuschung, Hilflosigkeit oder Schuldgefühle gehören in diese Kategorie.

Vertrauen zu haben ist immens wichtig für unser Seelenleben und für unser inneres Gleichgewicht. Wenn wir Vertrauen haben, brauchen wir keine Angst haben. Wir besitzen dann die innere Ruhe, den Dingen gelassen entgegenzusehen. Wenn wir Vertrauen haben, brauchen wir uns nicht in irgendetwas hineinsteigern, dass uns seelisch sowieso schaden wird. Wir warten einfach ruhig und entspannt ab, was passiert. Handeln wir hingegen aus reiner Angst, schaden wir uns selbst. Denn – Angst hindert, Angst hemmt, Angst blockiert, Angst lässt vermeiden.

Gefühlsblindheit und Emotionsstörungen

Es gibt Menschen, die "scheinbar" keine Gefühle und Emotionen in sich haben bzw. die ihre Gefühle in keiner Weise artikulieren und ausdrücken können. Sie reagieren aber sehr wohl auf emotionale Erlebnisse, indem sie dann weinen oder hilflos aus dem Zimmer flüchten, weil sie sich nicht artikulieren und ausdrücken können. Weil sie einfach nicht die passenden Worte für ihre jeweiligen Gefühle finden. 

Sie wirken nach außen hin kalt, gefühllos, verkopft und verschlossen. Obwohl sie das innerlich keinesfalls sind. Haben sie im Gegenteil einen sehr weichen und überaus sensiblen Kern in sich. Wenn man diesen Menschen sehr nahe steht und sie somit sehr gut kennt, weiß man dass sie nicht wirklich so sind, wie sie rein äußerlich wirken. Denn dieser äußere Eindruck kann äußerst täuschend sein. Und vollkommen falsch interpretiert werden. Auch können sich solche Menschen nur dann richtig öffnen, wenn sie einem anderen Menschen wirklich vertrauen. 

Wenn plötzlich ihr Herz wie wild klopft oder sie unter Magenbeschwerden leiden, können sie das passende Gefühl diesen körperlichen Reaktionen nicht zuordnen. 

Das interessante dabei ist, dass dies hauptsächlich Männer betrifft.  

"Alexithymie" lautet der Fachbegriff dafür. 

Wobei ich der Meinung bin, dass die Ursache hierfür tatsächlich hauptsächlich in der Kindheit liegt. Wenn uns als Kind explizit nicht erlaubt wird unsere Gefühle und Emotionen zu artikulieren und sie zu zeigen. Oder auch wenn die Eltern selbst nicht in der Lage sind, ihre Gefühle auszudrücken und sie auszuleben. 

Da Kinder ja die Eltern bzw. deren Verhalten imitieren, lernen sie sich höchstwahrscheinlich so die Gefühlsblindheit an. 

Auch aufgrund traumatischer Erlebnisse irgendwann im Leben können sich Emotionsstörungen bzw. Gefühlsblindheit entwickeln. 

Dies muss aber grundsätzlich immer im Einzelfall sehr individuell geklärt werden. 

Manche Menschen tun sich einfach immens schwer damit, ihre Gefühle auszudrücken, nachdem sie schwere Enttäuschungen und massive seelische Verletzungen im Laufe ihres Lebens erlitten haben. Sie sind dann regelrecht innerlich blockiert. Es ist nicht so, dass diese Menschen keine Gefühle haben. Im Gegenteil - können sie sehr wohl sehr tief und intensiv empfinden. Sie haben lediglich eine undurchdringliche Schutzmauer um sich herum errichtet. Und natürlich tun sie alles dafür, damit dieser Selbstschutz ihnen erhalten bleibt. Auch wenn sie beispielsweise eine neue Liebe damit blockieren. Die zwar von ihnen eigentlich sehr wohl gelebt werden möchte, das Herz schafft es aber nicht, den Verstand auszuschalten und sich durchzusetzen. Und dann ist da ja auch noch die immense Angst, die überwunden werden will. 

Alexithyme Menschen haben einen nach außen gerichteten Denkstil. Sie beziehen sich mehr auf Fakten und vom logischen Verstand her nachprüfbare Tatsachen. Phantasie ist für sie ein sinnloser Zeitvertreib. 

Die Gefühlsblindheit ist dann quasi eine Strategie der Anpassung des Gehirns, damit diese Menschen nicht von negativen Gefühlen überflutet werden, mit denen sie sowieso nicht umgehen können. 

Alexithymie ist somit nach meiner Definition eine unbewusste, pure Selbstschutz-Funktion. 

Unsere Gefühle und Emotionen bewusst zu spüren, sie wahrzunehmen, auszudrücken, zu zeigen und die passenden Worte dafür zu finden, kann aber wieder erlernt werden! Auch die massive Angst, Gefühle zuzulassen und auszuhalten, kann überwunden werden. 

Die ureigenen Gefühle und Emotionen sind immer ein heikles und sehr sensibles Thema. Das mit sehr viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis behandelt werden sollte. 

Vor allem bei hochsensiblen und rein emotional sensiblen Menschen. 

 

                                                                                       (c) Iris Fischer - sensible-seele.net

 

Der Ursprung der Dualseelen


Der Ursprung von Dualseelen

Eine Leserin meines Buches „Seelenpartner grenzenlose Liebe“ fragte mich einmal nach dem Ursprung der Dualseelen. Eine sehr interessante und auch berechtigte Frage, wie ich finde. Deshalb werde ich mich in diesem Artikel diesem Thema widmen.

Wenn wir einmal bei dem Wort „Dualseele“ bleiben, stellen wir fest, dass dieses Wort weder in der Bibel noch in anderen alten Schriften erwähnt oder verwendet wird. Was es aber schon seit Urzeiten gibt, ist die Spiritualität der Menschheit. Die Urvölker unserer Erde waren noch voller mystischem Wissen über die Natur. Was von Generation zu Generation immer weitergegeben wurde. Weil dieses uralte und überaus wertvolle Wissen noch nicht in Büchern zu finden war.

Seelenbegegnungen sind uns Menschen also schon seit jeher bekannt. Da spirituelle Menschen per se an Wiedergeburt, Seelenverwandtschaft, Seelenwanderung, Unsterblichkeit der Seele und dergleichen glauben.

Der Buddhismus ist das beste Beispiel hierfür. Er sagt im groben beschrieben aus, dass wir solange im Kreislauf des Leidens und des Schmerzes gefangen sind, bis wir daraus gelernt und uns weiterentwickelt haben. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes Leben überdauern. Und sich auf mehrere Leben ausdehnen.

Wenn als logische Schlussfolgerung also zusammengehörende Dualseelen – da sie bereits „alte“ Seelen sind - sich tatsächlich hier und heute auf Erden begegnen, dann aus dem Grunde, dass sie ziemlich am Ende ihrer Entwicklung angekommen sein müssen. Und den „letzten Rest“ quasi gemeinsam bewältigen sollen.

Dann wäre der Ursprung der Dualseelen ganz einfach die bedingungslose und wahrhaftige Seins-Liebe. Denn die unfassbar tiefe und allumfassende Liebe ist ja in beiden Dualseelen von Anfang an einfach vorhanden. 

Dazu passt dann wieder der nachweisliche Fakt, dass tatsächlich immer mehr Menschen „aufwachen“ durch die Begegnung mit ihrer Dualseele. Und sich dadurch in eine höhere Bewusstseinsebene schwingen.

In meinem Buch allerdings habe ich mich nicht der esoterischen Seite zugewandt, sondern die rein menschliche Sicht des Denkens, Fühlens und Handelns beider Dualseelen beleuchtet. Da wir nun einmal alle Menschen sind und hier auf der Erde leben. Es geht bei zwei zusammengehörenden Dualseelen um die zwischenmenschlichen Beziehungs- und Verhaltensmuster. Um Konditionierungen und Glaubenssätze. Dabei ist es erst einmal unerheblich, ob Dualseelen sich tatsächlich aus früheren Leben kennen. Da es hierfür weder wirkliche Beweise noch Gegenbeweise gibt. Jeder Mensch sollte für sich selbst entscheiden, was sich richtig und stimmig für ihn anfühlt, was seine Dualseele betrifft. Es gibt Menschen die an das eine glauben, während andere diesen Gedanken als absurd oder suspekt bezeichnen. Was ich auch vollkommen in Ordnung finde. Denn jeder einzelne Mensch hat das Recht, an genau das zu glauben was sich stimmig für ihn anfühlt. Und mit dem er sich vollständig identifizieren kann.

Trotzdem möchte ich einmal bei dem Ursprung der Dualseelen bleiben. Gegeben hat es sie schon immer. Nur hatten die Menschen früher andere oder gar keine Begriffe hierfür. Genauso wie es für Hochsensibilität früher kein adäquates Wort gegeben hat. Obwohl auch die Hochsensibilität schon immer existiert.

Das Wort Dualseele sagt ja bereits einiges aus. Dualismus (Zweiheit) bedeutet ganz einfach dass wir uns als getrennt von allem anderen sehen. Und als Ergänzung die gegensätzliche Polarität benötigen. Da alles im Universum seinen Gegensatz braucht, um in die eigene Mitte zu kommen. Und somit alles ausbalanciert und in natürlicher Harmonie zueinander ist.

Beste Beispiele hierfür: Licht und Dunkelheit, Yin und Yang (weiblich weich und männlich hart), Hitze und Kälte, Nässe und Trockenheit, Liebe und Leid, Hunger und Sättigung, Geburt und Tod. Alles bedingt einander. Alles hängt miteinander zusammen. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Von allem kann zuviel oder zuwenig vorhanden sein. Immer ist die innere Mitte es – das ausbalancierte Sein – dass alles in natürliche Harmonie zueinander bringt.

Dualseelen müssen beide in ihre innere Mitte finden. Zu ihrem innersten Kern des reinen (sensiblen) Seins und der Bedingungslosigkeit der puren und reinen Seins-Liebe vordringen. Um in sich SELBST sicher und ganz zu SEIN.

Wenn beide ihre Seelen komplett von alten Verletzungen und destruktiven Mustern geheilt haben, ist sehr wohl eine gemeinsame Beziehung und Partnerschaft möglich.

Zu all diesem brauchen wir Menschen Worte, Beschreibungen und Konzepte. Da wir Sicherheitsgeprägt sind. Das bedeutet, wir fühlen uns dann sicher, geborgen und bestätigt, wenn wir passende Worte und Erklärungen für alles parat haben.

Alles was wir nicht definieren und genau beschreiben können, verursacht Angst, Widerstand, Unsicherheit und auch Zweifel in uns. Was aber auch wieder einen Mangel an Vertrauen darstellt. Denn würden wir vertrauen, könnte alles ungehindert fließen. Dann bräuchten wir keine Worte, Beschreibungen oder Konzepte um uns sicher zu fühlen. Dann könnten wir uns bedenkenlos in den Fluss des Lebens und der Liebe fallen lassen, tief hineintauchen und uns einfach hingebungsvoll treiben lassen. Dann würde sich keine Angst vor Ungewissem in uns bilden. Dann müssten wir uns nicht emotional abhängig machen von anderen. Das alles deutet auf inneren Mangel und Vertrauensdefizite hin.

Bei zusammengehörenden Dualseelen geht es nicht um die Zweiheit. Sondern es geht um das „EinsSein“. Da beide Dualseelen „Eins“ sind. Es geht darum, den Augenblick zu leben. Im Moment einfach zu sein. Im Hier und Jetzt zu SEIN.

Mit unserer Dualseele „Eins“ zu sein, genauso wie wir mit unserem eigenen Spiegelbild „Eins“ sind. Denn unsere Dualseele ist ja nichts anderes als das kristallklare, tiefe und scharf geschliffene Spiegelbild unseres wahren Selbst im Außen.

Wenn wir nun in diesen kristallklaren und tiefen Spiegel im Außen sehen und nur damit beschäftigt sind diesen äußeren Spiegel zu putzen - nur damit wir wieder klar sehen können - bleiben wir von uns selbst getrennt.

Wenn wir uns als getrennt von unserem Dual wahrnehmen, nehmen wir auch Teile von unserem wahren Selbst als getrennt von uns wahr. Das sind die „blinden Flecke“ im Spiegel. Die „blinden Flecke“ unseres Seelenlebens. Unser Dual bringt alles ans Licht. Durch unsere Dualseele kommt alles an die Oberfläche was tief in unserem Innersten vergraben ist und was wir vielleicht schon viele Jahre lang von uns abgespalten haben.

Wir alle wachsen mit dem Glauben auf, dass wir alleine nicht vollständig sind. Dass unsere andere Hälfte fehlt, um uns komplett und „Ganz“ sein zu lassen. Aber auch das sind wiederum nur Konditionierungen von anderen konditionierten Menschen. Nämlich unsere Eltern. Die es ja nicht besser wussten.

Genau deshalb sind wir Menschen unser Leben lang auf der Suche nach DEM einen Menschen, mit dem wir gemeinsam dann „EinsSein“ können. Auch hier liegt einer der Ursprünge für Dualseelen und andere Seelenpartner.

Wir sollten uns deshalb nicht auf den Spiegel im Außen konzentrieren, sondern uns auf das innere dieses Spiegels fokussieren. Nämlich auf UNS SELBST. Und diesen - unseren inneren Spiegel - polieren und auf Hochglanz bringen. Da wir auch alleine bereits vollständig und in uns „Ganz“ sind.

Genauso sieht unser Dual sich in uns als seinem äußeren Spiegel.

Auch er muss sich um das innere seines Spiegels kümmern. Nämlich ausschließlich um sich selbst. Was er auch tut. Genau das sehen wir ja permanent sehr klar und deutlich vor uns. Nämlich ihn – wie er sich immer wieder von uns zurückzieht. Und sich nicht auf uns einlässt. Wenn wir jetzt ganz genau hinsehen, stellen wir ganz schnell fest, dass eigentlich wir es sind, die wir uns von uns selbst oder wenigstens von Teilen von uns immer wieder zurückziehen. Und uns von uns selbst abwenden. Vor Teilen von uns selbst immer wieder flüchten. Uns auf uns selbst nicht wirklich einlassen wollen.

Das urmenschliche und instinktive Verhalten war und ist immer dasselbe. Egal ob das nun vor tausenden oder hunderten von Jahren passiert ist oder heute geschieht. Auch wenn die äußeren Umstände der Menschheit sich ganz gewaltig verändert haben, im innersten Kern ist es ein und dasselbe.

Um unsere Seele wirklich komplett zu heilen, brauchen wir unseren perfekt ergänzenden Gegensatz. Brauchen wir unsere Dualseele. Da nur dieser eine einzigartige Mensch in der Lage ist, unser Seelen- und Gefühlsleben komplett zum Einsturz zu bringen. Damit wir gezwungen sind, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Damit wir gezwungen werden unser Innenleben zu heilen. Und jeglichen abgespaltenen und verlorengegangenen Seelen- und Gefühlsanteil wieder in unser sensibles Sein zu integrieren. Da nur so die bedingungslose Liebe in uns selbst und in unser Leben Einzug halten kann.

Dualseelen sind sozusagen dazu „auserkoren“, die wahrhaftige und bedingungslose Seins-Liebe zurück auf die Erde zu bringen. Und auch wenn sich das vielleicht für die einen oder anderen Leser(innen)  etwas esoterisch liest, ist das überhaupt nicht so gemeint. Im Gegenteil. Ist das ein tatsächlicher Fakt. Denn wenn wir alle ganz genau hinsehen, stellen wir fest, dass auf unserem gesamten Planeten eine sehr deutlich sichtbare Veränderung im Bewusstsein der Menschheit zu spüren ist. Immer mehr Menschen wachen tatsächlich aus ihrem lang anhaltenden „Dornröschenschlaf“ der Selbstbegrenzung auf und öffnen sowohl ihre Herzen als auch ihr Bewusstsein. Und bringen so die wahrhaftige Liebe unter die Menschen. Die natürliche Harmonie kehrt somit zurück. Die wir Menschen selbst verscheucht haben mit unserem Verhalten. Was aber aufgrund unserer lang anhaltenden Konditionierungen absolut erklärbar und überhaupt kein Wunder ist.

Zusammengehörende Dualseelen – also füreinander bestimmte und perfekt zusammenpassende Kopfmenschen und Herzensmenschen – sind gemeinsam dazu bestimmt, genau diese Konditionierungen von uns Menschen endlich aufzulösen. Und den Kreislauf des unendlichen Leidens und des Mangels ganz bewusst zu durchbrechen. So fühlt sich das zumindest für mich stimmig an.

Denn nur so kann die Fülle in unser aller Leben eintreten. Indem die Energie und Liebe ohne jegliche Blockaden fließt.

Das „Konzept“ von Dualseelen ist meiner Ansicht nach ganz einfach dadurch entstanden, dass die Menschen irgendwann gemerkt haben dass es andere Menschen gibt, mit denen sie etwas sehr besonderes und einzigartiges verbindet. Eben all die Dinge die eine Seelenbeziehung ausmachen. Sie haben gemerkt dass es Menschen gibt die ihnen sehr ähnlich oder sogar gleich sind, daraus ist dann der Begriff „Zwillingsseele“ entstanden – und andererseits gab es da die Menschen, die der perfekt ergänzende Gegensatz zu einem selbst waren. Also hat man den Begriff Dualseele „erfunden“.

Seelenpartner sind im Grunde also genauso uralt wie die Menschheit selbst.

Im Endeffekt ist es aber vollkommen egal, welches Wort wir nun für einen Seelenpartner verwenden. Das wichtigste ist, für diesen Menschen unendlich dankbar zu sein. Da unser Seelenpartner ein unermesslich wertvolles Geschenk vom Leben an sich ist. Ob diese Begegnung nun durch eine „höhere Macht“ entstanden ist oder einfach das Gesetz der Resonanz zum Zuge kam, ist dabei – für mich – völlig unerheblich. Wichtig ist, dieses einzigartige Geschenk wertzuschätzen und zu hüten wie seinen wertvollsten Schatz. Denn unsere Dualseele IST unser größter Schatz! Da nur dieser eine einzige Mensch es ist, der uns zu uns selbst zurückführen kann. Der uns vollkommen in unsere ureigene Mitte bringt. Die beide gemeinsam das Prinzip der Ur-Weiblichkeit und der Ur-Männlichkeit wieder zurück zu uns bringen. Was lange Zeit vollkommen verloren gegangen ist durch all die Konditionierungen, destruktiven Muster, Machtspielchen, Lügen und Manipulationen unserer patriarchalisch geprägten Gesellschaft.

Beim Ursprung der Dualseelen handelt es sich also um die Entstehung - die (Neu-) Geburt - dieser beiden zusammengehörenden Seelen weg vom Gefühl des GetrenntSeins hin zum tief empfundenen Gefühl des "EinsSeins"... - Im Endeffekt weiß niemand wo der Ursprung tatsächlich liegt. Weil niemand beweisen oder gegenbeweisen kann, ob es tatsächlich Leben vor dem Leben und Leben nach dem Leben gibt. Allerdings gibt es wiederum Stimmen, die der festen Überzeugung sind, dass Seelenpartner und Dualseelen von Anbeginn der Zeit aus einer Seele entstanden sind. Und sich in jedem Leben wieder treffen, um sich gemeinsam immer weiterzuentwickeln.

Eine wunderschöne Vorstellung – aber vielleicht eben auch nur ein von menschlichen Gedanken erdachtes „Konzept“, um Erklärungen zu finden für all die Dinge die zwischen Seelenpartnern und insbesondere zwischen Dualseelen passieren – die eben mit unserem Verstand absolut nicht erklärbar sind.

In diesem – unserem jetzigen Leben – sind es tatsächlich die „alten“ und reifen Seelen, die ihre echten Dualseelenpartner wiedertreffen dürfen. Um sich mit ihnen gemeinsam wieder zu einer Seele zu vereinigen. Also „Eins“ zu sein.

Dualseelen akzeptieren und nehmen sich genauso an wie sie sind. Sie wollen sich nicht gegenseitig ändern. Da sie perfekt zusammen harmonieren.

Dualseelen sind auch im Normalfall nicht aggressiv zueinander. Im Gegenteil. Behandeln sie sich gegenseitig mit großem Respekt.

Natürlich werden Grenzen ausgetestet. Schließlich und endlich heißt ja bedingungslose Liebe nicht, dass man sich alles gefallen lassen soll. Sondern man darf, sollte und muss sich sogar abgrenzen, wenn einem etwas nicht gut tut oder nicht gefällt, was von der Dualseele kommt. 

Trotzdem sollte natürlich jeder für sich selbst entscheiden, an was er beim Thema Seelenpartner und Dualseelen glauben möchte und was sich stimmig für ihn anfühlt. 

Denn man kann in Wahrheit immer alles genauso drehen und wenden wie man es gerade für sich braucht. Ob das nun Tatsachen sind, esoterische oder spirituelle Dinge oder das Gesetz der Resonanz.

Ich jedenfalls bleibe bei meinen rein irdischen Erklärungen. Genauso wie ich sie in meinem Buch „Seelenpartner grenzenlose Liebe“ beschrieben habe. Eben aus dem Grunde, weil wir alle Menschen mit „Fehlern“, (An-) Gewohnheiten und auch „Makeln“ sind.

Und all dies ist eben immer nur menschlich  :)

Trotzdem bin ich persönlich der Ansicht - und das deckt sich auch mit all meiner Erfahrung mit dem Thema Dualseelen - dass der Ursprung der Dualseelen tatsächlich in der bedingungslosen, wahrhaftigen und reinen Seins-Liebe liegt. Und beide gemeinsam dazu bestimmt sind, diese unbeschreiblich tiefe und intensive Liebe in die Welt zu tragen. Damit diese einzigartige Liebe fließen, sich vervielfältigen und immer wieder aus sich selbst heraus erneuern kann...

                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net      


Emotionale Abhängigkeit bei Zwillingsseelen...


Emotionale Abhängigkeit bei Zwillingsseelen

...und anderen Seelenverbindungen...

Wenn man sich in einer Seelenverbindung gefangen fühlt, immer nur auf der Stelle tritt und in seinem Leben nicht wirklich vom Fleck kommt, könnte es sein, dass man sich in einer destruktiven Beziehung und emotionalen Abhängigkeit (= Bedürftigkeit aus Mangel an Liebe) zum jeweiligen Seelenpartner befindet. Was nicht selten passiert. Da Seelenverbindungen per se ja sehr eng und innig sind. Wenn man allerdings permanent emotionale oder seelische Schmerzen spürt und das Gefühl hat im ständigen Leid gefesselt zu sein, wäre es ratsam, sich selbst zu reflektieren. Und zu hinterfragen warum dies so ist. Ob man sich nicht in Wahrheit SELBST diesen goldenen Käfig gebaut hat, in dem man nun sitzt und nicht wirklich glücklich dabei ist. Obwohl man doch eigentlich genau das hat, was man immer wollte. Nämlich seinen Seelenpartner. Liegt diese innere Unzufriedenheit tatsächlich am anderen, oder liegt sie in Wahrheit in der eigenen Person...

Das Gebiet der Zwillingsseelen habe ich bisher in meinen Texten ganz bewusst vernachlässigt. Da ich mich in dem was ich (be-) schreibe, hauptsächlich auf die Dualseelen konzentriere. Sehr oft beobachte ich aber, dass sich, sobald es um Seelenpartner geht, in diversen Begrifflichkeiten verloren wird. Manche Stimmen behaupten, dass es nur Seelenpartner per se gäbe. Aber keine Unterschiede sichtbar seien. Dazu kann ich nur sagen, wer dies wirklich ernsthaft denkt, ist bis dato auf keinen Fall seiner wahren Dualseele UND seiner Zwillingsseele begegnet. Spätestens dann erkennt man nämlich sehr deutlich die tatsächlichen Unterschiede.

Schon oft durfte ich in diversen Texten lesen, dass es zwischen Zwillingsseelen angeblich nur Harmonie und Glück und so gut wie keine Streitigkeiten gibt. Ich kann dem ganzen insoweit zustimmen, als dass man tatsächlich mit seiner Zwillingsseele ganz schnell in eine feste Beziehung oder Partnerschaft kommt. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass nun alles nur friedlich und harmonisch zwischen beiden abläuft. Denn man sollte dabei beachten, dass Harmonie auch nur Fassade sein kann. Weil die wahren Probleme ständig nur unter den Teppich gekehrt, anstatt wirklich gelöst werden. Was bei Menschen die pure Angst in sich tragen, durchaus des öfteren vorkommt. Denn auch Zwillingsseelen können sehr tief in diverse Ängste verstrickt sein. 

Und auch zwischen ihnen kann es zu On-Off-Beziehungen und ebenfalls ernsthaften Konflikten kommen.

Vor allem wenn eine gewisse Abhängigkeit zueinander besteht. Beide können dann nicht wirklich miteinander, aber auch nicht ohne einander. Da beide Seelenzwillinge sich in emotionaler Bedürftigkeit befinden. Und deshalb ganz viel Liebe vom anderen brauchen. Was sie sich in diesem Fall aber gegenseitig gar nicht geben KÖNNEN. Da sich beide in einem Zustand des inneren Mangels befinden. Beide klammern sich einerseits aneinander, laufen aber andererseits auch wieder voreinander weg. Sie wollen die totale Verschmelzung und gleichzeitig breitet sich eine immense Angst vor diesen intensiven Gefühlen in ihnen aus. Weil beide in ihrer Angst wahrhaftig geliebt zu werden verhaftet sind. Was den Seelenzwillingen aber meist gar nicht bewusst ist. Da sie oft nicht einmal wissen dass sie überhaupt Seelenverwandt sind.

Das typische Nähe-Distanz Spielchen beginnt. Während der eine am anderen zieht, wie ein kleines Kind dass um Liebe bettelt, flüchtet der andere aus lauter Angst. Weil er diese geforderte Liebe ja gar nicht geben kann. Der, der bettelt und zieht, läuft dann aus Angst automatisch hinterher. Was den „Flüchtenden“ dann umso weiter weg treibt. Und genau das passiert wieder...und wieder...und wieder...solange bis einer von beiden eine kristallklar erkennbare Grenze setzt oder den endgültigen Schlussstrich zieht, wenn es anders nicht mehr funktioniert.

Und auch wenn sich dieses jetzt liest, als ob ich von zwei Dualseelen berichte, gibt es dieses „Phänomen“ tatsächlich auch bei Zwillingsseelen. Da natürlich auch diese ihre seelischen Verletzungen, Ängste und nicht verarbeiteten Traumata in sich tragen. Und es auch hier Angst vor Nähe und echte Bindungsangst gibt. 

Trotzdem FÜHLT sich das ganze vollkommen anders an, als mit der Dualseele.

Vor allem wenn es sensible Menschen sind, wirkt sich dies noch einmal weit intensiver bei beiden aus. Auch ist es möglich, dass es sich bei diesen Zwillingsseelen um eine karmische Seelenverbindung handeln. Die tatsächlich erst dann gelöst werden kann, wenn das Karma zwischen den beiden vollständig getilgt ist. 

Genauso wie familiär und genetisch aneinander gekettete Zwillinge oft symbiotische Bindungen zueinander haben, ist dies auch bei Seelenzwillingen der Fall. Sie hängen aneinander, wollen vielleicht vom anderen aber trotzdem weg. Weil die Bindung ihnen zu eng ist. Eine Trennung auf Dauer gelingt ihnen aber nicht. Weil in beiden Fällen die Zwillinge energetisch, seelisch und emotional aneinander gebunden sind.

Also wird es mit ernsthafter Beziehung und Partnerschaft versucht, was aber in diesen Fällen nicht gelingt. Dann versucht man nach diversen Trennungen, Versöhnungen und Neuanfängen auf einer Freundschaftsebene miteinander umzugehen, was aber auch nicht funktioniert. Da die Gefühle und sexuelle Anziehung viel zu stark sind, um nur rein freundschaftlich miteinander umzugehen.

Spätestens dann, wenn sich einer der beiden tatsächlich irgendwann ernsthaft aus dieser Zwillingsseelenverbindung lösen will, kommt es zu größeren Problemen.

Da der zurückgelassene Zwilling ja noch viel stärker in seiner emotionalen Bedürftigkeit feststeckt, kann und will er den anderen nicht Loslassen. Und klammert sich dann an seinem Seelenzwilling fest. Soll heißen, er kontaktiert diesen dann permanent. Das kann sich bis hin zum Stalking (gefühlt oder tatsächlich) entwickeln.

Bei Seelenzwillingen kommt es des öfteren vor, dass einer der beiden – meist der weibliche Seelenzwilling - sehr verantwortungsbewusst ist und der andere überhaupt keine Verantwortung übernehmen kann. Bedeutet mit anderen Worten, der weibliche Zwilling wird in die Rolle der „Mutter“ gedrängt und ist immer wieder aufs Neue gezwungen zu geben...zu geben...und zu geben. Vom „nehmenden“ Seelenzwilling kommt aber nur ganz sporadisch etwas zurück. So wie er gerade Lust dazu hat. Er benimmt sich wie ein kleines Kind, dass ständig umsorgt und verhätschelt werden muss.  

Diese Zwillingsseelen-Männer sind überhaupt nicht in der Lage, Liebe wirklich zu geben. Sie lassen ihre weiblichen Seelenzwillinge quasi am ausgestreckten Arm emotional verhungern. Da sie selber ausgehungert nach wahrer Liebe sind. Sie können ihre urmännliche Rolle nicht ausleben und erfüllen, da sie vollkommen in ihren weiblichen Anteilen gefangen sind. Deshalb verhalten sie sich eigentlich weiblich und weich. Auch sind sie oft unentschieden und wissen nicht was sie wollen. Sie kommunizieren absolut widersprüchlich in Double-Binds. Das was sie sagen und das was sie tun, steht in perfektem Gegensatz zueinander. Da sie so voller Ängste sind, dass sie sich niemals festlegen können. Diese männlichen Seelenzwillinge können sich gar nicht entscheiden. Sie setzen zwar Prioritäten, werden aber den weiblichen Seelenzwilling dabei immer außer acht lassen. Da ihnen andere Dinge weit wichtiger sind.

Sie sind oft unzuverlässig, verstricken sich in Lügen und Unwahrheiten und man kann ihnen ganz schlecht vertrauen. Auch sind diese männlichen Seelenzwillinge oft innerlich so zerrissen, dass sie nicht wirklich treu sein und zu anderen Frauen nicht klar und deutlich „Nein“ sagen können. Sie haben oft eine immense Angst vor Nähe und bestehen auch nach Jahren noch auf getrennten Wohnungen.

Andererseits kommunizieren und zeigen sie aber überaus deutlich ihre Gefühle und können absolut emotional und sensibel sein. Sie quellen oft regelrecht über vor lauter Gefühlen. Sie sind absolut gutmütig, anpassungsfähig und berechenbar. Und man weiß als weiblicher Seelenzwilling immer, was der männliche Zwilling als nächstes tut. Als hochsensibler und hochsensitiver Mensch hat man noch den immensen Vorteil, dass man immer wieder Vorahnungen bekommt. Und so immer genau einschätzen kann und weiß, was als nächstes passiert. Was durch die seelische Verbindung zusätzlich noch gestärkt wird.

Da solche männlichen Seelenzwillinge innerlich immens ängstlich und unsicher sind, projizieren sie diese innere Angst und Unsicherheit nach außen. Was der weibliche Seelenzwilling natürlich spürt. Und dann aufgrund der emotionalen Abhängigkeit und Bedürftigkeit darunter leidet. Weil er aus lauter Angst vor Zurückweisung sich permanent nur anpasst und sich verbiegt. Und seine eigenen Bedürfnisse zurückstellt.

Selbst der (meist weibliche) Seelenzwilling der die Verbindung zum anderen (männlichen Zwilling) irgendwann abbricht, weil er sehr deutlich spürt wie sehr ihm diese destruktive, emotionale Abhängigkeit schadet, kann sich über lange Zeit nicht wirklich emotional von seiner Zwillingsseele lösen. Selbst wenn er sich inzwischen in anderen Beziehungen befindet. Eben WEIL beide Seelen miteinander verbunden sind. Genauso wie zwei miteinander geborene und genetisch verbundene Zwillinge sich nicht voneinander lösen können. Selbst wenn einer oder sogar beide das wollten. Es wird nicht funktionieren.

Erst wenn etwas wirklich „weltbewegendes“ im Leben derjenigen Zwillingsseele passiert, die den anderen endgültig verlassen hat – beispielsweise das kennenlernen der wahren Dualseele - kann sie es schaffen, den Zwilling emotional ganz Loszulassen. Und selbst dann ist es oft kein echtes Loslassen, sondern lediglich ein Verdrängen und wegschieben des anderen aus dem eigenen Leben. Weil man diese destruktive Verbindung einfach nicht mehr haben möchte. Weil man es nicht aushält, ständig nur geben zu müssen und nichts zurückzuerhalten. Weil der Seelenzwilling einem mehr schadet, als nützt und gut tut. Weil er einen beispielsweise an den gesundheitlichen Ruin bringt. Weil er einem permanent nur Energie abzapft. Und eine wirklich alltagstaugliche Beziehung oder rein platonische Freundschaft auf Augenhöhe niemals ernsthaft gelebt werden könnte.   

Es gibt Zwillingsseelen, die in jahrelange heftige Depressionen und Angstzustände verfallen, weil der andere sich nicht wirklich auf sie einlassen kann. Weil er sich nicht festlegen will und seine Prioritäten vollkommen anders setzt. Eine Trennung kommt hier einer gefühlten seelischen Vernichtung gleich.

Das seelische Band zwischen beiden Seelenzwillingen ist dabei trotzdem immer spürbar.

Selbst wenn man den anderen nach einer endgültigen Trennung und jahrelang versuchten Freundschaft bewusst aus seinem Leben verbannt, kann man diesen Menschen nicht wirklich vergessen. Es ist eben wie bei echten Zwillingen auch. Die Seelenverbindung ist immer da. Und wird auch immer da sein.

Genau dieses anzunehmen, ist aber immens schwer.

Vor allem auch dann, wenn längst andere Dinge im Leben wichtig geworden sind. Und man genau weiß, dass man sowieso niemals wieder eine Beziehung oder gar Partnerschaft mit seinem Seelenzwilling eingehen würde. Und nicht einmal eine platonische Freundschaft mehr will. Ganz einfach weil man definitiv weiß, dass der andere gar nicht zu einem selbst passt. Weil er einem sehr deutlich spürbar nicht gut tut. Und er einen weder inspiriert, noch motiviert, noch dass er alltagstauglich wäre und fähig ist wahrhaftige Liebe oder Freundschaft zu GEBEN. Sondern in seinem ewig gleichleibenden seelischen Zustand der Bequemlichkeit und des bedürftigen "Haben wollens" immer weiter verharrt und sich nicht weiterentwickelt. Dies auch offensichtlich nicht will, weil er selbst überhaupt nicht sieht und erkennt, welche Fehler er macht.

Gleichzeitig beschweren sich diese Seelenzwillinge permanent, dass sie nicht glücklich in ihrem Leben sind. Sie jammern, warum alles so schwer und leidvoll ist. Warum ausgerechnet SIE immer es sind, die nur leiden müssen. Sehr oft haben sie ihr Leben nicht im Griff.

Diese Menschen stecken so sehr in ihren alten Mustern fest, sie können da gar nicht herausfinden. Weil sie so festgefahren in ihren Meinungen und Weltansichten sind, dass sie anderes nicht gelten lassen. Diese Menschen nehmen nichts an und lassen sich nichts sagen. Sie wollen sich immer nur weiter „bemuttern“ lassen. Und das ist nun wahrlich NICHT der Sinn einer (Zwillings-) Seelenpartnerschaft.

Es ist nicht die Aufgabe des weiblichen Zwillings, sich permanent zu verbiegen und um das Wohlergehen ihres männlichen Seelenzwillings zu kümmern. Und sich selbst dabei vollkommen aufzugeben. Und die eigenen Bedürfnisse zu „vergessen“.

Diese männlichen Seelenzwillinge haben leider niemals gelernt Liebe zu geben. Sie haben niemals gelernt, sich männlich zu verhalten. Sie sind oft ohne männliches Vorbild aufgewachsen. Und orientieren sich deshalb nur an „mütterlichen“ und sich kümmernden und sich (auf-) gebenden Frauen. Auch verwechseln sie emotionale Abhängigkeit und Bedürftigkeit und eine symbiotische Bindung mit wahrhaftiger Liebe.

Per Resonanzgesetz treffen genau diese zusammenpassenden Menschen und seelischen Muster irgendwann aufeinander. Und können sich erst dann ernsthaft lösen, wenn mindestens einer der Seelenzwillinge gelernt und sich weiterentwickelt hat.

Ausschließlich dann kann sich etwas in deren Leben verändern. Auch wenn der zurückgelassene Seelenzwilling nicht begreift, was da eigentlich gerade passiert. 

Eine tatsächlich rein freundschaftliche Beziehung oder brüderlich-schwesterliche Verbindung zwischen Seelenzwillingen, ohne dass beide emotional wirklich unabhängig voneinander sind – oder ohne dass mindestens einer von beiden vom anderen auf körperlicher Ebene etwas will - ist mir in dieser Form noch nicht begegnet. Auch bei Seelenzwillingen scheint es so zu sein, dass immer ein Zwilling vom anderen noch „mehr“ haben will als nur Freundschaft. Während der andere – der sich längst ernsthaft seelisch, körperlich und emotional mit einem anderen Menschen verbunden hat -  seinen Zwilling immer wieder bewusst abwehren muss. Weil er diesen eben NICHT mehr will.

Selbst wenn nach langer Zeit ohne Kontakt der verlassene Seelenzwilling sich wieder beim anderen meldet, spürt der gegangene Zwilling sehr deutlich, wie ungut diese Verbindung inzwischen geworden ist. Und wie schmerzlich sich das emotional trotzdem noch immer anfühlt. Immer noch werden auch nach langer Zeit diese alten seelischen Verletzungen getriggert und sind nicht wirklich geheilt.

Selbst die Dualseele kann diese Wunden nicht vollständig heilen. Eben WEIL das seelische Band zwischen den Seelenzwillingen trotzdem noch da ist.

Und auch hier geht es ums annehmen. Nämlich, dass der Seelenzwilling ja seine „Da-Seins-Berechtigung“ hat und das seelische Band zwischen beiden nun einmal existiert. Man kann dies nun leugnen und von sich schieben, oder die Tatsache ganz einfach akzeptieren. Anstatt dagegen zu kämpfen. 

Diese Zwillingsseelen treffen ebenfalls genau deshalb aufeinander, um aus bestimmten Mustern auszubrechen.

Was aber nur dem seelisch „stärkeren“ Seelenzwilling gelingt. Wenn vielleicht auch erst nach vielen leidvoll gelebten gemeinsamen On-Off-Beziehungs- oder auch freundschaftlich geprägten Jahren. Denn auch hier wird wieder in all der „gemeinsamen“ Zeit dafür und gleichzeitig dagegen gekämpft, gebettelt, verdrängt, weggeschoben, hingenommen, sich angepasst, hinterhergelaufen, geflüchtet und wieder versöhnt und immer wieder verbogen. Und das alles aus Angst den anderen zu verlieren.

Was vollkommen destruktive und schadende Muster sind. Aber die logische Konsequenz daraus ist, wenn beide unter einem gravierenden Mangel an Liebe und gleichzeitig unter der Angst wahrhaftig geliebt zu werden, leiden.

Auch gibt es Situationen, in denen schon längst die Dualseele im Leben ist und der zurückgebliebene Seelenzwilling will dies nicht akzeptieren. Obwohl vielleicht schon seit etlichen Jahren nur eine platonische "Freundschaft" zwischen den Seelenzwillingen besteht. Auch hier zeigt sich wieder das seelische Band der Verbundenheit. Oder der andere steigert sich in seine vermeintliche Liebe, die eigentlich emotionale Bedürftigkeit ist – hinein. Und will es nicht akzeptieren, dass der gegangene Zwilling sein Herz, seinen Körper und seine Seele ernsthaft einem anderen Menschen geschenkt hat.

Der innerlich stärkere und schon sehr viel weiter entwickelte Seelenzwilling muss hier sehr konsequent handeln und glasklare Grenzen ziehen. Schlimmstenfalls den Kontakt vollständig abbrechen. Da er sich inzwischen auf einer vollkommen anderen und viel höheren Bewussteinsebene befindet. Auf diesem Level der verlassene Zwilling geistig überhaupt nicht mithalten kann.

Auch kommt vom verlassenen Seelenzwilling natürlich auch Eifersucht auf die Dualseele dazu. Vor allem wenn der Seelenzwilling von der Dualseele - und somit von der gesamten Seelenpartner-Thematik - weiß und deutlich signalisiert, wie wenig er davon hält, dass es nun einen Menschen gibt, der ernsthaft NOCH enger (als er als Zwilling) mit seinem „verlorenen“ Zwilling seelisch, körperlich und emotional verbunden ist.

Bei der Dualseele ist es wiederum umgekehrt. Das männliche Dual befindet sich absolut im Vertrauen zum weiblichen Dual. Und weiß sehr genau, dass zwischen ihr und ihrem Seelenzwilling tatsächlich nur auf Freundschaftsebene miteinander kommuniziert wird. Und von daher keine „Gefahr“ für ihn besteht. Außerdem spürt er ja sehr deutlich die tiefe Liebe seines weiblichen Duals ihm gegenüber. Die sowieso alles andere überlagert.

Auch hier sieht man nun wieder allzudeutlich, dass Seelenverbindungen alles andere als einfach zu handhaben sind.

Und auch wenn es natürlich durchaus viele unvergessliche, magische, zauberhafte Momente und Augenblicke gibt, ist doch die Dualseelenverbindung das Beste was einem im Leben passieren kann.

Da sie ein ECHTES Geschenk vom Leben ist. Und weil sie eine heilende Beziehung ist.

JEDES einzelne Paar – egal um welche Seelenverbindung es sich dabei handelt - hat seine ureigenen Aufgaben hier auf unserer Erde zu bewältigen. Deshalb kann auch kein (Zwillings-) Seelenpartner- oder Dualseelen-Paar mit einem anderen verglichen werden.

Denn jegliche Seelenverbindung ist absolut individuell.

Mittlerweile bin ich allerdings etwas davon abgekommen, dass Seelenzwillinge dafür bestimmt sein sollen, ihre Liebe in Freundschaft umzuwandeln. Denn das macht für mich irgendwie keinen Sinn. Denn warum sollte man Liebe bewusst in Freundschaft umwandeln wollen. Wenn man liebt, dann liebt man. Dann kann man gar nicht nur auf Freundschaftsebene miteinander verbunden sein. Egal ob es sich dabei um eine Seelenverbindung oder eine ganz normale Herz-Beziehung handelt.

Wenn zwischen Zwillingsseelen lediglich eine reine Freundschaft vorgesehen wäre, würde die Natur es meiner Ansicht nach so einrichten, dass auch eine reine Freundschaft gelebt werden kann. Und nicht dieser Verbindung immer wieder Steine in den Weg legen. So wie es bei Dualseelen ja auch erst einmal der Fall ist.

Allerdings gibt es bei Zwillingsseelen natürlich durchaus auch sehr glückliche, innige und langjährig funktionierende Beziehungen.

Meiner Ansicht nach geht es bei einigen – sicherlich nicht bei allen - Zwillingsseelen darum, sich aus der symbiotischen Verbindung und einer eventuell vorhandenen Abhängigkeit und emotionalen Bedürftigkeit zu lösen. Und somit auch die Angst geliebt zu werden zu verlieren. Da hier ein enormes Ungleichgewicht besteht.  Auch hier muss jeder der Seelenzwillinge in seine ureigene Mitte und somit innere Balance finden.

Genau wie bei den Dualseelen auch, muss der weibliche und männliche Anteil geheilt und ausgeglichen werden. Denn nur so wäre eine wirkliche und dauerhafte Bindung wirklich ernsthaft möglich. 

Emotionale Abhängigkeit bei Seelenpartnern ist sowieso äußerst destruktiv. Sobald Sätze fallen wie beispielsweise:

   

  • „Ich kann ohne diesen Menschen nicht mehr leben“ (was etwas vollkommen anderes ist als wenn man sagt „Ich WILL ohne diesen Menschen nicht mein Leben verbringen, weil ich diesen Menschen wirklich aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele liebe und an meiner Seite haben möchte, weil er so ist wie er ist“)
  • „Ich bin regelrecht süchtig nach diesem Menschen“
  • „Dieser Mensch muss mich glücklich machen“

      

sollte man hellhörig werden. Oder auch wenn:

  

  • Sämtliche Entscheidungen nur noch von anderen abhängig (!) gemacht werden, also nicht mehr eigenständig und aus freiem Willen heraus entschieden wird.
  • Wenn man nichts mehr alleine macht, sich selbst permanent vernachlässigt und für den anderen vollkommen aufgibt.
  • Und auch wenn der andere zum alleinigen Lebensinhalt wird, ist das eine emotionale und sehr destruktive Form der Abhängigkeit

         

All das gerade beschriebene trifft natürlich nicht per se auf alle Zwillingsseelen zu. Aber es gibt Fälle, bei denen es tatsächlich genauso abläuft.

Trotzdem sollte jeder für sich ganz persönlich entscheiden, was sich „richtig“ und stimmig und passend anfühlt, was die Zwillingsseele oder Dualseele oder auch einen ganz „normalen“ Seelenpartner betrifft. Und mit was genau er in dieser Thematik in Resonanz geht. Denn auch das ist absolut variabel.

Allgemeines Schubladendenken ist in der gesamten Seelenpartnerthematik meiner Ansicht nach grundsätzlich fehl am Platz. Wenn es natürlich gerade in den verschiedenen Phasen die Dualseelenverbindungen durchlaufen, sehr viele Parallelen bei allen Paaren gibt.

Und auch wenn ich schon mehrfach Fälle mitbekommen habe, in denen der Seelenzwilling und die Dualseele gleichzeitig im Leben ist. Und diese Menschen dann nicht wissen, für welchen Seelenpartner sie sich nun entscheiden sollen. Dieses Thema ist aber wiederum sehr komplex und sollte deshalb immer im Einzelfall gesehen und bearbeitet werden.

Echte Seelenliebe geht immer sehr intensiv unter die Haut.

Sollte aber niemals in einer destruktiven und emotionalen Abhängigkeit und der Sucht danach geliebt zu werden, enden.

Sondern ein Seelenpartner – gleich welcher Form - sollte per se eine inspirierende und motivierende, impulsgebende, erfüllende, ergänzende und das Leben bereichernde Kraftquelle sein.

 

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                                                                          © Iris Fischer – sensible-seele.net      


Zwischen Himmel & Erde – wenn Sie in Ihrem Seelenpartner-LernProzess festhängen

Die Dualseelendynamik

   

Viele Menschen, die sich in ihrem Seelenpartner-Prozess befinden, hängen an irgendeinem Punkt fest. Und treten permanent auf der Stelle. Sie pendeln irgendwo zwischen Himmel und Erde und kommen nicht vorwärts und auch nicht zurück. Da die Dynamik dieses Prozesses sich nicht mehr aufhalten lässt, wenn sie einmal in Gang gesetzt ist. Allerdings handelt es sich dabei nicht immer um wahre Dualseelen, sondern immer wieder auch um destruktive oder karmische (Seelen-) Partner. 

Denn der Dualseelenweg ist IMMER ein heilender Weg.

Wenn eine Heilung der Seele ausbleibt und keine Weiterentwicklung stattfindet, kann es sich nicht um wahre Dualseelen handeln.

Es sei denn, man wehrt sich mit Händen und Füßen gegen seine Dualseele und gegen diesen Prozess. Was meist aufgrund einer gravierenden Angst passiert. 

  • Angst vor der Ungewissheit, was einen erwartet
  • Angst, sich auf etwas einzulassen, was man nicht kontrollieren kann
  • Angst, sich in eine Illusion seiner intensiven und tiefen Gefühle zu verrennen

Im Endeffekt spielt es überhaupt keine Rolle, um welche Art Seelenpartner es sich tatsächlich handelt. Denn wer wirklich zusammengehört, wird sowieso von einer höheren Kraft zusammengeführt, wenn die Zeit reif dafür ist. Obwohl den meisten Menschen diese Definition schon überaus wichtig ist. 

In Wahrheit kommt es einzig und alleine darauf an, sich selber zu reflektieren. Und sich selbst genau zu hinterfragen, warum man nicht weiterkommt auf seinem ureigenen Weg.

Wofür es natürlich immer handfeste Ursachen und sehr individuell gelegene Gründe gibt. Die immer im Einzelfall gesehen werden müssen.

Oft ist es aber einfach die Angst, sich auf eine grundlegende Veränderung bei sich selbst und auch seines Lebens einzulassen. Und sich aus der Komfortzone seines bisher als sicher empfundenen Lebens herauszubegeben. 

 

Die Dualseelendynamik

Wenn die Dynamik zwischen zusammengehörenden Dualseelen einmal in Gang gesetzt ist, lässt sie sich nicht mehr aufhalten. Da dies eine energetische Sache ist.

Einerseits aufgrund der immensen Energie, die laufend zwischen zusammengehörenden Dualseelen fließt und andererseits infolge der Energie des Lebens an sich. Denn der Sog des Lebens zieht einen immer weiter vorwärts. Und es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich in Quantensprüngen weiterzuentwickeln. Und sich dabei seinen ureigenen Lernaufgaben zu stellen.

Hier kommt es „zwangsläufig“ zu dem oft starken Gefühl, irgendwo zwischen Himmel und Erde zu pendeln. Und nicht mehr zu wissen, wo oben und unten und rechts und links ist. Es nützt leider gar nichts, wenn man mit der ganzen Sache nichts zu tun haben will. Weil man sich überfordert und genervt von der ganzen Sache fühlt. Oder zuviele Zweifel und Unsicherheiten in sich gespeichert hat, die einen zwischendurch heftig plagen. 

Auch gibt es keinen „Pauseschalter“ oder „Aus-Knopf“ zu betätigen. So dass man seine eigene Lerngeschwindigkeit bestimmen könnte. Nein, denn die immense Energie und Eigendynamik dieses Prozesses zieht einen immer weiter auf seinem Weg :)

Oft geht die eigene Weiterentwicklung so schnell, dass man das starke Gefühl hat, man überholt sich fast selbst. Obwohl man vielleicht über viele Jahre lang wie in Zeitlupe ganz weit hinter sich selbst hergeschlichen ist. Und sich selber überhaupt nicht mehr nachkam. Weil man sein eigenes Selbst massiv aus den Augen verloren hat.

Hier bleibt einem nichts weiter übrig, als seiner Intuition und Wahrnehmung voll zu vertrauen. Und sich ausschließlich auf das ureigene Selbst zu konzentrieren. Was vielen Menschen aber ganz immens schwer fällt. Weil sie so voller Zweifel und Unsicherheiten sind, dass sie permanent Angst haben, Fehler zu machen. Und damit alles vielleicht noch schlimmer wird. 

Derweil wird es in Wahrheit nur besser, soweit es sich um wahre Dualseelen und somit um eine heilende Seelenverbindung handelt.

Viele Menschen kämpfen aber gegen genau diesen Prozess und die Eigendynamik, die sich gebildet hat, an. Sie wehren sich dagegen und bilden einen enormen inneren Widerstand. Sie wollen nicht Jahre damit verbringen, auf eine Liebe zu warten, für deren Erfüllung es keine Garantie gibt.

So bleibt es aber leider nicht aus, dass man sich hilflos zwischen Himmel und Erde gefangen fühlt. Und nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.

Diese Menschen haben massive Angst vor einem Verlust ihrer Kontrolle. Da sie es nicht anders von sich kennen, alles in ihrem Leben – einschließlich ihrer Gefühle – zu kontrollieren.

Und im Dualseelen-LernProzess lässt sich eben nichts kontrollieren. Man kann nichts forcieren, beschleunigen oder erzwingen. Das funktioniert absolut nicht. Da hier das zugehörige Dual sonst immer noch weiter weg flüchtet. Weil es sehr genau spürt, dass der andere weder mit ihm, noch mit diesem Lern-Prozess etwas zu tun haben will.

Außerdem braucht alles seine ureigene Reifezeit. Und es geschieht alles ganz genauso, wie es geschehen soll. Man kann dies nicht beeinflussen. So wie man den Reifungsprozess eines Apfels am Baum auch nicht beeinflussen kann. Er wird genau zum passenden Zeitpunkt eß- und genießbar sein. Und auch Dualseelen werden sich in genau dem passenden Augenblick wirklich vollkommen aufeinander einlassen können.

Um hier weiterzukommen, ist es enorm wichtig, sich vollkommen in diesen Lern- und Entwicklungsprozess hineinfallen zu lassen. Und das unermesslich wertvolle Geschenk dieser Seelenverbindung auch tatsächlich anzunehmen. Und nicht aus Angst immer wieder weit von sich zu weisen. Und diesem Geschenk andauernd zu widerstehen und ihm aus dem Weg zu gehen. 

Ansonsten pendelt man weiterhin gefühlsmässig irgendwo in den endlosen Weiten zwischen Himmel und Erde herum, ohne tatsächlich sichtbare Fortschritte auf seinem ureigenen Weg zu machen.

Ebenfalls hat dies mit den unterschiedlichen Dualseelenkonstellationen zu tun, die es gibt. Und die für jedes einzelne Dualseelenpaar wieder andere Herausforderungen darstellen.

Und vollkommen egal, um welche Dualseelenkonstellation es sich handelt, geht es dabei immer darum, alte Denkmuster zu überwinden und sich aus negativen Konditionierungen und Glaubenssätzen zu befreien. 

Auch hier wirkt wieder das Gesetz des Spiegels im Außen. Und zeigt einem die eigenen tiefen inneren Überzeugungen zu den unterschiedlichen Lebens- und Liebes-Themen. Immer sind individuelle Lernaufgaben des jeweiligen Dualseelenpaares damit verbunden. Dabei geht es grundsätzlich darum, in die wahrhaftige und bedingungslose Liebe zu finden. Alte Konventionen zu überwinden und sich nicht mehr hinter Ausreden und Ausflüchten zu verstecken, um sich davor zu drücken, diese grenzenlose und tiefe Seelenliebe auch tatsächlich zu leben. 

Jedes einzelne Dualseelenpaar ist einzigartig. Und hat seinen ihm ureigenen Lern- und Entwicklungsweg zu zu bewältigen. Und jeder muss diesen zeitenweise für sich alleine und dann wieder gemeinsam zusammen gehen. Kein Paar ist dabei wie das andere. Nicht miteinander vergleichbar. 

Auch wenn die unterschiedlichen Phasen dieses Entwicklungsprozesses sich per se gleichen oder zumindest ähnlich bei allen Seelenverbindungen ablaufen. 

Was wie schon erwähnt am energetischen Prinzip zwischen Dualseelen und dem Sog des Lebens an sich liegt. 

 

Destruktive oder karmische (Seelen-) Partner

In einer destruktiven und schadenden Seelenverbindung wird man im Gegensatz zur heilenden Dualseelenbeziehung immer wieder von seiner Weiterentwicklung und Heilung der Seele abgehalten. Da man noch zu sehr in seinen alten und konditionierten Mustern gefangen ist. Und sich oft zusätzlich in einem dichten Netz aus emotionalen Mängeln und Abhängigkeiten befindet.

Karmische Seelenpartner werden oftmals als negativ dargestellt. Obwohl natürlich auch positives Karma existiert. Das im Zusammenhang mit Seelenpartnern oder Dualseelen aber nirgends erwähnt wird.

Karmische (Seelen-) Partner sind dabei nichts anderes als Schicksalspartner. Die das Leben und das Gesetz der Anziehung aus ganz bestimmten Gründen zusammengeführt hat.

Diese Gründe sollte man finden, um letztendlich doch seine Seele vollständig heilen zu können. Und sich aus dieser (in diesem Fall) gefühlt misslichen Lage zwischen Himmel und Erde – hoffen und bangen – Liebe, unerträglicher Sehnsucht und Leid -  wieder herausmanövrieren zu können. 

Um wieder festen Boden unter seinen Füßen zu spüren und sich vollständig erden zu können.

Destruktive Seelenpartner rauben einem ständig die Lebenskraft. Und zapfen immer wieder und immer weiter wertvolle Energie von einem ab. Da sie sich selbst auch nicht weiterentwickeln können. Und dies oft auch überhaupt nicht wollen. Da sie bei sich selbst keinen Handlungsbedarf sehen und erkennen können. So fühlt man sich selbst mit der Zeit immer schwächer und schwächer. Und lässt sich kaum merklich immer tiefer in den zerstörenden Strudel aus vermeintlicher Liebe und Leid hineinziehen.

Was mit einer wirklich heilsamen Dualseelenverbindung rein überhaupt nichts zu tun hat.

Destruktive Seelenpartner schaden einem auf unterschiedlichen Ebenen. Was sich bei jedem Menschen aber sehr individuell auswirkt. Da jeder Mensch wieder andere persönliche Themen zu bewältigen hat.

In jedem Fall scheint sich alles wieder und wieder und ständig zu wiederholen. Und man kommt mit seiner Entwicklung einfach nicht vom Fleck. Man tritt auf der Stelle, derweil sich das Karussell des Lebens immer weiter und immer schneller dreht. Denn je länger man sich in einer solchen destruktiven Seelenverbindung befindet, desto mehr entfernt man sich von seinem wahren und ureigenen Selbst. Und man ist irgendwann Welten von seiner ureigenen Mitte und von Entspannung und Gelassenheit entfernt.

Auch mit wahrer Liebe hat dies überhaupt nichts zu tun. Denn solange man sich in einer destruktiv schadenden Seelenpartnerverbindung befindet, befindet man sich in einem chronischen emotionalen Mangel. Aus dem man alleine und ohne Hilfe so schnell nicht wieder herausfindet. 

Ansprüche, Erwartungen, Forderungen, Bedingungen nehmen kein Ende. Von wirklichem Glück, wahrer Zufriedenheit oder tiefer Dankbarkeit weit und breit überhaupt keine Spur. 

In diesen destruktiven Seelenverbindungen kann der energetische Sog des Lebens rein überhaupt nichts ausrichten. Er zieht und zerrt zwar überall und ständig an einem, wie ein Kleinkind, dass erwartungsvoll am Rockzipfel seiner Mutter hängt und nicht beachtet erst leise, dann immer lauter werdend, permanent um Liebe und Aufmerksamkeit bettelt. Aber man ist nicht in der Lage, sich darauf einzulassen und sich von diesem heilenden Sog mitziehen zu lassen.

Es ist also ein urgewaltiger Unterschied mit riesengroßen unterschiedlichen Auswirkungen, ob man sich tatsächlich in einer heilenden Dualseelenbeziehung befindet oder ob man im Netz einer destruktiven und schadenden Seelenverbindung gefangen ist.

Allerdings kann es auch sein, dass eine destruktive Seelenverbindung eine Zeit der Vorbereitung auf die wahre Dualseele ist. Die dann genau im passenden Augenblick ins Leben geschneit kommt. 

All dieses festhängen und nicht weiterkommen auf seinem ureigenen Weg, ist dann tatsächlich ein Zeichen, dass man aus purer und nackter Angst sein Herz vor der wahren Liebe verschlossen hat. Und noch nicht bereit dafür ist, sein Herz wirklich der bedingungslosen und wahrhaftigen Liebe zu öffnen. 

Hier ist es wichtig, die Kontrolle, innere Abwehr und seinen blockierenden Widerstand aufzugeben. 

Und sich auf sich selbst, auf diesen Entwicklungsprozess und auf wirkliche emotionale und seelische Nähe zu seinem Dual tatsächlich einlassen zu können. 

                                                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net


Die Illusions-Falle des Denkens


Die Illusions-Falle des Denkens

Wir sind, was wir denken – denken wir. Wir denken dass wir denken. Und genau hier sitzen wir bereits in der Falle. Nämlich in der Illusions-Falle des Denkens. Und sehr oft sogar in der Falle des negativen und destruktiven Denkens.

Eigentlich sieht das ganze in Wahrheit vollkommen anders aus: Nämlich - wir SIND, was wir FÜHLEN...!

Wir sind das, was unsere Gefühle, unsere Emotionen, unsere Intuition und unsere Seele uns sagt. Wenn wir unseren Verstand dabei ignorieren. Denn unser Verstand funkt uns leider immer wieder ganz gewaltig dazwischen. Und lockt uns wieder und wieder in die hundsgemeine Illusions-Falle des Denkens.

So wie wir denken – fühlen wir. So wie wir uns fühlen – danach Handeln wir.

Wir lassen uns von unserem Verstand aber immer wieder in die Irre leiten. Oft nehmen wir auch das auf, was andere zu uns sagen. Und kommen so absolut von unserem ur-eigenen Denken ab. Wir denken dann über das nach, was andere uns an DEREN Gedanken einflößen. Anstatt bei UNS zu bleiben und uns um UNSER ur-eigenes Denken, Fühlen und Handeln zu kümmern.

Sobald wir in der Illusions-Falle Denken landen, bewegen wir uns von UNS selbst weg.

Denn unser wahres SEIN besteht aus unseren hochsensiblen und hochsensitiven Sinnen. Unserer Seele. Unserem Herz. Unserer Intuition. Und unserem Instinkt.

Indem wir immer wieder über die unwichtigsten und unnützesten Dinge nachdenken, halten wir uns selber vom HANDELN ab. Gerade WEIL wir viel zu viel nachdenken.

Denn wir sollten ganz einfach nicht permanent so viel denken, sondern lieber HANDELN. Nämlich danach handeln was unser Herz, unsere Intuition und unsere Seele uns sagt.

Aber gerade bei hochsensiblen – hochsensitiven, hochbegabten und vielbegabten - Menschen ist das Denken ja sowieso äußerst vielschichtig, tiefsinnnig und komplex.

Das Denken kann man in verschiedene Kategorien einteilen, nämlich in: 

 

  • Wunschdenken - wir wünschen uns bestimmte Dinge ohne zu wissen ob sie uns jemals erfüllt werden
  • Phantasie-Denken - wir malen uns in den wildesten Farben und inneren Bildern nicht existente Situationen und Dinge aus
  • Chaotisches Denken - in unserem Kopf herrscht ein gedankliches Chaos, dass uns Kopfschmerzen und schlaflose Nächte bereitet
  • Klarheit im Denken - sortierte und aufgeräumte Gedanken
  • Einbildung / Wahn - irreales und verworrenes bis hin zum krankhaften Denken
  • Kreatives (unkonventionelles eben ANDERES) Denken – nicht nur EIN Weg führt uns zum gewünschten Ergebnis
  • Denken in Bildern bei den hochsensiblen Menschen

 

Wenn wir versuchen unsere Gedanken zu kontrollieren, kostet uns das unglaublich Kraft.

Genauso wie uns ein kontrollieren unserer Gefühle unglaublich viel Energie abverlangt. Und sich dadurch schlimmstenfalls chronische Erschöpfung in uns breit macht. Was aber nur passiert, indem wir uns von unseren Gedanken von unserem Herz und dem Weg unserer Seele und somit unseres wahren Seins abbringen lassen. Weil wir uns dagegen wehren. Und wir das nicht wahrhaben wollen. Und deswegen alles was wir eigentlich wollen und uns eigentlich unglaublich gut tut – weit von uns schieben.

Dafür ist ausschließlich unser Verstand zuständig. Weil wir uns von ihm verleiten lassen, uns in die Irre zu führen. Unser Verstand bringt uns weg von unserem Herzen. Ab von dem Weg unserer Seele. Und weg von unserer Intuition.

Denken ist ausschließlich Illusion. Je negativer wir denken, desto schlechter fühlen wir uns. Desto komischer und unlogischer handeln wir auch. Und oft ist genau das absolut falsch. Weil wir uns dann von der Realität und den Tatsachen abbringen lassen.

Sobald wir negativ – also destruktiv - denken, sollten wir sofort überprüfen:   

 

  • sind diese Gedanken real oder irreal - entsprechen sie den Tatsachen – sind unsere Gedanken also objektiv oder lediglich subjektiv empfunden
  • haben wir den Hang alles zu verallgemeinern
  • nehmen wir gewisse Dinge sofort persönlich (hochsensible Menschen haben genau dazu einen extremen Hang)
  • machen wir aus klitzekleinen und nebensächlichen Dingen eventuell einen Riesenwirbel

 

Hochsensible Menschen denken von Grund auf sowieso hoch komplex. Und vollkommen anders als nicht sensible.

Wenn wir KONSTRUKTIV denken, führt uns das zu Lösungen.

Wenn wir aber destruktiv denken, führt uns das in die Schattenwelt unseres gesamten Seins. Weil wir unsere Gedankenwelt als negativ bewerten. So gelangen wir in eine Abwärtsspirale aus schlechten Gedanken, dazu passenden unguten Gefühlen und entsprechend unpassenden oder sogar schädlichen Handlungen.

Gebrauchen SIE Ihre Gedanken – oder gebrauchen Ihre Gedanken SIE?

Eine weitere Illusion des Denkens führt uns zu der Tatsache dass wir in vielen Dingen auf den richtigen, passenden und perfekten Zeitpunkt warten.

Wir DENKEN dieser Zeitpunkt wäre perfekt, jener Zeitpunkt wäre es nicht. Derweil ist Fakt, dass es DEN einen perfekten Zeitpunkt überhaupt nicht gibt. Er wird niemals auftauchen. Weil WIR alleine es in der Hand haben, aus ALLEM den perfekten Zeitpunkt zu machen. Jederzeit! Nämlich indem wir uns auf den Augenblick konzentrieren. Und nicht auf die Zukunft. Was VIELLEICHT irgendwann einmal der perfekte Moment – der perfekte Augenblick – für uns werden KÖNNTE.

Wir DENKEN an das was wir WOLLEN – an das was uns fehlt - wir denken aber NICHT an das, was wir bereits HABEN. Was mitunter das BESTE ist, was uns überhaupt passieren kann. Wenn wir bewusst darauf achten. Weil wir es dann erst richtig SEHEN.

Und solange wir so DENKEN – werden wir uns auch immer entsprechend FÜHLEN. Und dann entsprechend HANDELN.

Indem wir unseren Gedanken die Verantwortung für unser Handeln überlassen, nehmen wir uns selber die Chance im Moment zu SEIN. Weil wir immer nur auf den perfekten Zeitpunkt warten...und warten...und warten...und damit schon in der nächsten Falle sitzen...

Und so leben wir eigentlich am wahren Leben vorbei.

Wenn unsere Gefühle, unser Herz und unsere Seele allerdings Wind davon bekommen wie wir unser wahres SELBST ständig mit unserem eigenen Verstand „betrügen“ – fangen wir an zu rebellieren. Weil wir in Wahrheit keine Lust darauf haben uns ständig zu verbiegen. Und uns von unseren destruktiven Gedanken ständig in die Irre und auf den falschen Weg für uns führen zu lassen.

Unser Verstand verleitet uns dazu unsere Gedanken zu bewerten. Und sie in Kategorien einzuteilen.

 

  • Gute Gedanken – schlechte Gedanken
  • Schädliche Gedanken – nützliche Gedanken
  • Passende Gedanken – unpassende Gedanken
  • Richtige Gedanken – falsche Gedanken
  • Reine Gedanken – „schmutzige“ Gedanken

 

Wir GLAUBEN lieber unseren Gedanken, als dass wir auf unser Gefühl vertrauen.

Wenn wir denken:

 

  • Das kann ich nicht“
  • „Das schaffe ich nicht“
  • „Das ist nichts für mich“
  • „Das wird ja sowieso nichts“
  • „Das funktioniert niemals“        

 

Dann GLAUBEN wir daran. Ohne dies auch nur ansatzweise überhaupt versucht zu haben. Und uns mit einer HANDLUNG davon überzeugt zu haben.

Genauso bilden sich dann die entsprechenden Gefühle in uns. Und ZWINGEN uns zu einer Handlung. Die oft aber GEGEN unser wahres Selbst gerichtet ist. Und deshalb unser Kopf und unser Herz oft sehr erbitterte Kämpfe miteinander führen. Weil unser Herz, unsere Seele – unser wahres Selbst – vollkommen andere Dinge wollen. Nämlich das, was WIRKLICH für uns gut, richtig und stimmig ist. Unser Verstand ist dazu nicht in der Lage. Denn er handelt nur nach der Vernunft. Oder nach der Logik. Und unser Herz, unsere Seele und unser wahres Sein handelt nicht vernünftig. Und auch nicht logisch. Sondern rein nach unserer Intuition und unserem Gefühl.

Unsere Intuition ist unser innerer Lebensberater. Der IMMER ganz genau weiß, was gut und richtig für uns ist. Nur müssen wir oft lernen unserem wahren Selbst, unserer Intuition und unserem Instinkt zu VERTRAUEN. Uns darauf verlassen dass wir so die richtigen Entscheidungen für uns treffen.

Dass unser Verstand das definitiv nicht kann. Weil wir ansonsten immer Kompromisse leben würden. Weil wir immer unser wahres Selbst mit unseren eigenen Gedanken betrügen würden.

Ein permanenter Kampf gegen uns selbst also. Den leider viele Menschen mit sich ausfechten. Und der Verstand sehr oft die Oberhand gewinnt. Und dessen Argumente viel zu oft beachtet werden. Weil wir uns im Widerstand mit unserem eigenen Selbst befinden.

Anstatt auf das GEFÜHL in uns zu hören.

Wenn wir denken:

 

  • „Natürlich schaffe ich das“
  • „Selbstverständlich kann ich das“
  • „Ich probiere das jetzt einfach aus, dann werde ich sehen ob das etwas für mich ist“
  • „Das wird schon richtig werden“
  • „Aber klar funktioniert das“

 

Dann GLAUBEN wir auch das. Und dann wird es auch genauso eintreffen.

Aus all diesen Gründen sollten wir uns ganz bewusst aus der Illusions-Falle des Denkens befreien. Und stattdessen unserem Herzen, unserer Seele und unserer Intuition vollkommen vetrauen. Weil wir so bei UNS bleiben. Und wir ganz wir selbst sein können.

Denn wenn wir unserem wahren Selbst vertrauen, dann GLAUBEN wir auch an uns selbst. Und dann schaffen wir auch alles was wir wirklich für uns wollen.

Weil es erst dann vollkommen stimmig und passend für uns wird.

                                                                             © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Unsere sensible Ich-Identität


Unsere sensible Ich-Identität

„Das ICH ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist“ -Christian Morgenstern

Normalerweise sehen wir Menschen uns automatisch von allem getrennt. Wir sind ICH und andere sind eben die Anderen. Sie sind das DU. Obwohl sie genauso ICH sind. Nur aus unserer Sicht eben nicht. Und vom Leben an sich und vom Rest der Welt sehen wir uns ebenfalls als getrennt an. Das ‚EinsSein’ kennen wir meist überhaupt nicht. 

Alles in unserem Leben spielt sich in ICH-Form ab:

  • Ich will
  • Ich möchte
  • Ich glaube
  • Ich hoffe
  • Ich fühle
  • Ich muss
  • Ich warte
  • Ich kann
  • Ich soll
  • Ich bin
  • Ich denke
  • Ich brauche
  • Ich werde

Das sind aber alles nur Gedankenkonstrukte. Denn unser gedankliches und unser gefühltes ICH - unser wahres und ureigenes sensibles Selbst-  sind eindeutig zwei grundverschiedene Dinge.

Unser wahres ICH – unser Herz und unsere sensible Seele möchte einfach nur Sein.

Unser wahres ICH – unser ureigenes Selbst - verlieren wir sehr oft im anderen. Wir verlieren uns im Partner, in unseren Kindern und in unserem Job. Wir verlieren uns in unseren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten. Wir verlieren uns in Illusionen und Phantasien. Wir verlieren uns in Nichtigkeiten, Gedanken und Dingen die ab-wesend sind. Wir verlieren uns im Mangel. In das was uns fehlt. Und ziehen so immer noch mehr Mangel an.

Wir verlieren uns nicht in dem was an-wesend ist. Was immer und zu jeder Zeit da ist. Nämlich wir selbst. Unser ureigenes sensibles SEIN. Weil wir uns selbst oft gar nicht sehen. Wir stellen uns selbst – unser (da sein und unser sensibles so Sein ) oft hinter allem anderen zurück. Das bedeutet, wir nehmen uns selbst nicht wichtig genug. Wir stellen unsere ureigenen sensiblen Bedürfnisse und Wünsche oft hinter denen der anderen zurück. Und versuchen, es allen anderen recht zu machen. Was aber schlicht und einfach nicht gelingen kann. Weil es immer jemanden gibt der dabei auf der Strecke bleibt. Und sehr oft sind das leider dann wir selbst. Nur erkennen wir das oft über lange Zeit überhaupt nicht. Weil wir dazu konditioniert sind uns anzupassen. Wir sind darauf getrimmt uns zu verbiegen. Und permanent zu funktionieren und Leistung zu zeigen. Selbst wenn wir erkennen sollten was uns schadet und eindeutig nicht gut tut, harren gerade wir sensiblen Menschen immer noch weiter aus. Weil oft eine immense Angst und Unsicherheit vor Veränderung da ist. Weil Zweifel herrschen. Die aber immer nur auftreten wenn unser gedankliches ICH und unser wahres so Sein im inneren Konflikt miteinander sind. Wenn wir nicht auf unser wahres Selbst hören. Wenn wir unser Herz, unsere Seele, unsere Intuition und unseren Ur-Instinkt ignorieren.

Deshalb kämpfen wir permanent mit all unserer Kraft für das was uns FEHLT. Anstatt wir uns darauf konzentrieren auf das was wir bereits HABEN. Anstatt uns auf unsere Stärken zu besinnen. Anstatt uns selbst vollkommen zu vertrauen, legen wir unseren Fokus auf unsere Schwächen. Und führen einen oft aussichtslosen Kampf gegen uns selbst. Manchmal können zwar auch Schwächen zu Stärken werden wenn wir dies nur richtig deuten und sehen, aber diese Schwächen lasse ich jetzt ganz bewusst außen vor. Da das ein ganzes Thema für sich ist.

Die echten Schwächen meine ich hier, die uns am weiterkommen hindern. Die uns nur ausbremsen. Die wir deshalb nicht brauchen. Und deshalb auch getrost ignorieren und hinter uns lassen können. Ist es doch ein riesengroßer Unterschied, ob wir uns der Sonne oder dem Schatten zuwenden!

Unsere erlebte und gelebte Realität entsteht aus uns selbst. Wir selbst sind es – unser ureigenes ICH – das unsere individuelle Realität gestaltet. Und ist es doch ein immenser Unterschied, ob unsere ‚bedürftigen’ Gedanken oder unsere wahren Gefühle und Emotionen diese Realität in Besitz nehmen...

Indem wir für oder gegen etwas kämpfen, sorgen wir ganz automatisch dafür, dass die Energie in die vollkommen falsche Richtung fließt. Und wir erst recht nicht das bekommen was wir meinen dass uns zusteht. Weil wir es ganz einfach ‚haben’ wollen. Dabei ist es aber ein riesengroßer Unterschied ob unsere Gedanken – und somit unser ‚bedürftiges’ ICH - etwas haben möchte, oder ob unser wahres Sein – unser Herz und unsere Seele - danach verlangt. Ja sich sogar danach verzehrt und brennt. Denn das sind die Dinge auf die wir uns konzentrieren sollten. Auf die wir uns sogar konzentrieren DÜRFEN. Nur erlauben wir uns selbst genau das oft nicht. Weil wir das so nicht kennen. Wir glauben nicht daran, dass wir selbst es in der Hand haben uns Dinge zu erfüllen. Wir vertrauen ganz einfach darauf nicht. Oder wir sind sogar davon überzeugt davon, dass wir überhaupt nicht verdient haben das zu bekommen was wir eigentlich ‚haben’ wollen. Und da die Energie hier in die vollkommen falsche Richtung fließt, bekommen wir natürlich auch nicht das was uns „fehlt“. Weil wir genau für das falsche kämpfen. Weil wir nicht darauf vertrauen, dass das Leben uns genau das schenkt was wir für uns brauchen. Weil wir nicht aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele davon überzeugt sind, genau das verdient zu haben. Denn wir SIND es wert all die Dinge zu bekommen die wir WIRKLICH für uns ‚haben’ wollen. Und zwar jeder einzelne von uns!

Und für das was das Leben uns als Belohnung für unser Vertrauen schenkt, müssen wir nicht kämpfen.

Warum sollten wir es nicht wert sein das zu bekommen was wir wirklich wollen?! Das ist alleine unser gedankliches ICH. Nicht unser wahres und ureigenes Selbst, dass da aus uns spricht. Denn unserem Herzen, unserer Intuition und unserem Instinkt vertrauen und glauben wir oft nicht. Auf die Stimme unserer Seele hören wir oft nicht. Und unsere wahren  Gefühle unterdrücken wir oder schieben sie von uns weg. Und wollen sie nicht spüren.

Körper, Geist und Seele sind aber eine untrennbare Einheit. Alles was wir denken, fühlen und handeln gehört somit zusammen. Und ist ein Teil von uns. Von unserem wahren sensiblen Sein.

Wir nehmen aber oft alles als getrennt voneinander wahr. Wir spalten Teile unseres eigenen Selbst von uns ab. Wir nehmen uns nicht an genauso wie wir sind. Wir sind davon überzeugt nicht gut genug zu sein. Nicht genügend wert zu sein. Nicht liebenswert zu sein.

Wir spalten immer das von uns ab, schieben es weg, verdrängen es oder verleugnen es sogar, was uns an uns selbst nicht gefällt. Was wir an uns selbst nicht mögen. Was wir an uns selbst nicht ‚haben’ wollen. Sehr oft kämpfen wir dann gegen uns selbst. Was aber überhaupt keinen Sinn macht. Weil es absolut nicht funktioniert. Denn somit sabotieren wir unser ICH. Unser wahres und ureigenes Selbst.

So befinden wir uns nicht in unserer Mitte. Und können nicht gelassen und entspannt in uns selber ruhen. Und vertrauensvoll der Dinge harren die vom Leben zu uns kommen wollen. Da wir das „EinsSein“ mit uns selbst ja überhaupt nicht wahrnehmen und sehen.

Das paradoxe daran ist, genauso lange wie wir gegen unser wahres ICH – unser ureigenes Selbst kämpfen - bekommen wir nicht das, was wir eigentlich ‚haben’ wollen. Weil wir innerlich nicht ehrlich – also ECHT - davon überzeugt sind, diese Dinge auch wahrhaftig verdient zu haben. Weil wir es nicht wirklich FÜHLEN. Denn nur das was wir wirklich fühlen, kommt auch tatsächlich zu uns.

So ist es beispielsweise mit der Dankbarkeit.

Wenn wir zwar denken dass wir dankbar sind, aber es nicht wirklich fühlen – sind wir NICHT wirklich dankbar. Denn dann kommt die Dankbarkeit nicht aus unserem tiefsten Herzen. Die Dankbarkeit ist dann nicht wirklich echt. Auch wenn wir gedanklich davon überzeugt sind die Dankbarkeit tatsächlich zu empfinden.

Genauso ist es mit wahrhaftiger und tiefer Liebe. Solange wir nicht wirklich an die wahre Liebe glauben, wird sie auch aus unserem Leben fern bleiben. Selbst wenn wir uns noch so sehr danach verzehren und uns danach sehnen. Dass was wir oft tatsächlich in uns fühlen, ist das Gefühl von jemandem im Außen geliebt werden zu wollen!

Und so ist es auch mit Hochsensibilität. Wir können diesen Teil von uns versuchen abzuspalten. Wir können die Sensibilität in uns ignorieren. Wir können sie wegdrücken. Wir können auch verleugnen (hoch-) sensibel zu sein. Auf Dauer wird uns genau das schaden. Weil unser innerster und wahrer Kern dabei immer genau das bleiben wird was wir sind. Nämlich schlicht und einfach hochsensibel. Oder rein emotional sensibel. Oder auch hochsensitiv. Oder hochbegabt. Oder auch Vielbegabt. Was immer wir in unserem tiefsten inneren Kern sind. Unser wahres ICH – unser tatsächliches ‚so Sein’ - können wir nicht als getrennt von uns sehen.

Das ‚haben’ wollen unseres wahren ICH`s, die Erfüllung der Bedürfnisse unseres ureigenen  Selbst – unseres Herzens und unserer sensiblen Seele - ist dabei nirgenwo im Außen zu finden. Das können wir nur IN uns selbst finden. Und ausschließlich wir selbst können uns dies auch erfüllen.

Alles was von außen noch dazu kommt, ist eine zusätzliche Bereicherung und Ergänzung zu uns selbst. Aber unser ICH bleibt immer unser ICH. Egal ob gedanklich oder unser wahres Selbst.

Allerdings können wir lernen zu unterscheiden, welches unserer ICH’s gerade aktiv in uns ist. Und etwas ‚haben’ will.

Wollen unsere ‚bedürftigen’ Mangel-Gedanken etwas haben, oder verlangt unser Herz und unsere Seele nach wirklich dauerhaft sättigender Nahrung. Das ist ein ganz gewaltiger Unterschied.

Wir können sehr wohl wahrnehmen und spüren was wir wirklich für uns wollen. Was wir wirklich für uns brauchen. Und was wirklich wichtig für uns ist.

Wir sind immer genau das was wir suchen. Suchen wir nach Liebe, nach Anerkennung, nach Glück, nach Zufriedenheit, nach emotionaler Unabhängigkeit, nach ‚Freiheit’ oder danach unsere Kreativität, unsere Sehnsüchte oder unsere Leidenschaften auszuleben. Genau dies alles SIND wir bereits. Wir können es nur nicht sehen. Weil wir uns selbst im Weg stehen.

Wir müssen lernen uns selbst zu erkennen. Unser wahres Selbst – unser ureigenens sensibles SEIN wirklich zu sehen. Nicht mehr auf unser ‚bedürftiges’ gedankliches ICH zu hören.

Wir müssen entdecken wer wir selbst – unser wahres ICH – wirklich sind. Wir müssen entdecken was wir wirklich für uns brauchen. Und was wir wirklich für uns wollen. Und was wirklich wichtig für uns ist. Wir sollten uns nicht in Nichtigkeiten und im Mangel verlieren. Wir sollten die Liebe in uns entdecken. Und uns in der Liebe zu uns selbst verlieren. Dann kommt auch die wahre Liebe von außen in unser Leben.

Uns selbst bewusst wahrzunehmen – zu erkennen – anzunehmen. Unser wahres ICH wirklich zu sehen. Unser „EinsSein“ mit all unseren Anteilen in uns zu akzeptieren. Denn wir sind bereits vollkommen wie wir sind. Wir müssen uns nicht noch mehr „perfektionieren“. Wir sind bereits ein Ganzes.

Alles was uns anderes einbläuen will, sind lediglich’bedürftige’ Gedanken, falsche Konditionierungen und negative Glaubenssätze. Die uns aber nicht wirklich weiterhelfen. Da sie uns nur verwirren und uns schaden.

Das „EinsSein“ unseres wahren ICH müssen wir allerdings fühlen. Das lässt sich nicht mit Worten erklären. Gerade sensible Menschen sind doch für ihre enorme Feinfühligkeit anderen gegenüber bekannt. Uns selbst gegenüber deshalb ganz bewusst ins Fühlen zu gehen und unserem ureigenen Urteilsvermögen vollkommen zu vertrauen, ist etwas auf das wir uns sehr bewusst einlassen müssen. Ansonsten funktioniert genau das nicht. Weil wir das oft niemals gelernt haben. Oder uns nicht erlaubt wurde. Und wir uns das deshalb selbst nicht erlauben.

Gefühle und unser wahres ‚so Sein’ können wir aber tatsächlich nur fühlen, wenn wir uns unsere Gefühle ganz bewusst eingestehen. Und sie uns selbst erlauben. Wenn wir das Gefühl der Trennung bereits schon einmal erlebt haben. Denn nur wenn wir wissen wie „getrennt sein“ sich anfühlt, können wir auch das ‚EinsSein’ bewusst erleben und zulassen. 

Gedankliche und gefühlte Dualität ist somit aufgelöst.

Nur mit Bewusstheit kommen wir von unserer ‚bedürftigen’ gedanklichen ICH-Identität in unsere gefühlte wahrhaftige „so Sein“ Identität.

Denn unser wahrhaftiges ICH – unser sensibles Sein - ist unser ureigener Kern.

                                                        © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Die inneren Schatten sensibler Menschen


Die inneren Schatten sensibler Menschen

Jeder Mensch trägt irgendwelche inneren Schatten mit sich herum. Man könnte sie auch die sogenannten „blinden Flecken“ unseres Seelenlebens nennen. Bei hochsensiblen und emotional sensiblen Menschen wirkt sich das aber noch eine ganze Ecke intensiver und stärker auf das gesamte Sein aus. Da sensible Menschen sowieso oft in einem inneren Zwiespalt stecken. Weil sie es allen recht machen wollen. Und sich selbst natürlich auch. Und das ist gerade für sensible Menschen ganz besonders schwer.

Alles hat seine Licht- und Schattenseiten. Alles hat Gegensätze. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Himmel und Erde, Liebe und Hass, Feuer und Wasser, klein und groß, dick und dünn, arm und reich, kalt und heiß, weich und hart, oben und unten, innen und außen, weiblich und männlich, schwarz und weiß, bunt und einfarbig, attraktiv und hässlich – alles bedingt einander. Nichts funktioniert ohne einander. Man muss es nur richtig sehen. 

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen dass ein vermeintlich „hässlicher“ Mensch super lieb und super sympathisch sein kann und eine solche außergewöhnliche und faszinierende Ausstrahlung hat dass man sich diesem Menschen nicht entziehen kann? Auch das gibt es. Also ist „hässlich“ eine rein subjektive Empfindung und „hässlich“ nicht immer tatsächlich hässlich. Die INNERE Hässlichkeit eines Menschen ist dagegen sehr viel schlimmer. Das ist dann eine definitive Schattenseite. 

Genauso kann man das auf einen rein äußerlich bildschönen Menschen anwenden. Dieser kann theoretisch der böseste und gemeinste Mensch sein. 

Wenn man nun die inneren Schattenseiten betrachtet, wird natürlich umso klarer WARUM gerade sensible Menschen sich so schwer damit tun in erster Linie auf sich selbst zu achten. Und sich selbst Gutes zu tun. Bevor sie es dann allen anderen recht machen wollen. Nämlich eben WEGEN ihrer feinen und detaillierten Wahrnehmung, ihren intensiven Gefühlswelten und der permanenten Überfütterung und daraus resultierenden Überforderung all ihrer Sinne. Und natürlich auch aus dem permanenten Gefühl des Anders-Seins heraus. 

Dabei sollte einem allerdings bewusst sein, dass man es NIEMALS allen Menschen recht machen kann. Irgendwer bleibt dabei immer auf der Strecke. Sei es das eigene Selbst oder der Partner / die Partnerin, der Rest der Familie, der Job oder auch Hobbies, Interessen, Fähigkeiten, Talente, Gefühle und Leidenschaften die man ignoriert, auf die Seite schiebt und nicht so auslebt wie man es eigentlich gerne tun möchte. 

Ein schönes Beispiel dass mir eine sehr liebe und humorvolle Klientin geschildert hat, ist dabei die eigene Kreativität die tief und fest schläft. Und die einfach nicht aufwachen will. Weil man partout nicht weiß wie man sie aufwecken soll. Und weil die eigene Kreativität eingeschlafen ist, wird man selbst dauerhaft müde, lethargisch und erschöpft. Genau dieses Beispiel zeigt deutlich, dass die Auswirkungen mit der Zeit drastisch zunehmen und bis hin zu einer handfesten Depression führen können (nicht zwangsläufig muss!). Wenn man hier die eigenen Schatten nicht erkennt WARUM die eigene Kreativität eingeschlafen ist, wird man unterschwellig immer unzufrieden und unglücklich sein. Auch können sich als Folge daraus diverse körperliche Symptome bemerkbar machen. Das sind dann ebenfalls Hilferufe der eigenen Seele sich um die inneren Schatten zu kümmern. 

Die inneren Schatten erst einmal zu erkennen, damit man sie im zweiten Schritt beseitigen kann, ist dabei alles andere als einfach. Das ist so, wie wenn man einen Spaziergang in der Sonne macht und der eigene Schatten einen permanent „verfolgt“. Da man ja mit ihm verbunden ist. Und man ihn vermeintlich abschüttelt, sobald man in den größeren Schatten eines Baumes, eines Berges oder einer Häuserzeile tritt. Somit wäre der eigene Schatten zwar unsichtbar, aber immer noch vorhanden. Das ist ein Paradoxon, aber wahr. Und nur weil man seine inneren Schattenseiten – die sogenannten „blinden Flecke“ selber nicht sieht, heißt das noch lange nicht dass sie nicht vorhanden sind. So wie jeder Mensch seinen äußeren Schatten immer bei sich hat, auch wenn er nicht immer sichtbar ist, sind auch die inneren Schatten permanent vorhanden. Auch wenn man sie nicht sieht oder nicht sehen will. Weil man ebenfalls verbunden ist mit ihnen. 

Um seine inneren Schatten zu erkennen, braucht man einen anderen Menschen der einen selbst spiegelt. Natürlich wird man automatisch von jedem Menschen gespiegelt der einem selbst nahe steht. Aber keiner kann so effektiv spiegeln wie der echte Seelenpartner. Nur indem man gespiegelt wird, kann man seine eigenen inneren Defizite, seine Fehler, seine verdrängten Erfahrungen, Enttäuschungen und Verletzungen, nicht verarbeitete Traumata, weggeschobene Gefühle, Konditionierungen, alte Denk- und Verhaltensmuster, Bewertungen, falsche Verknüpfungen, inneren Konflikte seiner Persönlichkeitsanteile, blockierte Energie usw. wirklich bewusst wahrnehmen und erkennen. 

Um alte Muster effektiv aufzulösen, reicht es oft nicht aus, einfach nur mit Affirmationen und positiven Glaubenssätzen entgegenzuwirken. Man muss das „Übel“ regelrecht an der Wurzel packen und gezielt damit arbeiten. 

Wir sind das was wir erinnern. Wenn Sie an Ihre allererste Erinnerung Ihres Lebens zurückdenken. Welche Erinnerung fällt Ihnen da spontan ein? Und wie alt waren Sie damals? Wenn Sie eine negative Erinnerung vor Augen haben, und Ihnen überwiegend auch andere negative Erinnerungen einfallen, sind Sie bereits einer negativen Konditionierung auf der Spur. Wenn Sie dagegen eine positive Erinnerung vor Ihrem geistigen Auge sehen, und auch weitere Erinnerungen Ihres Lebens überwiegend positiver Natur sind, haben Sie Glück gehabt. Dann sind Sie positiv konditioniert. 

Oft sind es allerdings unsere BEWERTUNGEN von Gedanken, Gefühlen, Situationen und anderen Menschen die uns das Leben unnötig schwer machen. Dann sind wir in einer gewaltigen Denkfalle gelandet. Eine der inneren Schattenseiten unseres Da-Seins. 

Denkfallen oder die Illusion von Gedanken sorgen sehr oft dafür dass wir uns selbst, unser Glück und die Liebe blockieren. Und die Energie kann nicht mehr frei fließen. Nicht weil ein bestimmter Mensch so IST wie er ist, denken wir gewisse Dinge über ihn. Sondern es ist unsere eigene Sichtweise der Dinge, die diesen Menschen so wirken lässt wie wir ihn sehen! Es ist unser inneres Bild dieses Menschen – oder auch einer bestimmten Situation - dass uns gewisse Gedanken denken lässt. Und dann entsprechende Gefühle in uns auslöst. Auch wenn diese Gefühle dann falsch oder negativ sind. Es sind unsere BEWERTUNGEN oder unser Urteil über diesen Menschen, die dafür sorgen dass er sich in unseren Augen „falsch“ verhält. Weil er unsere Sichtweise über ihn spürt und uns unbewusst spiegelt. Genauso wie wir diesen Menschen ebenfalls spiegeln. Denn dieser Mensch ist NICHT „falsch“. Unsere Gedanken aber sind es. Manchmal SEHEN wir die Wahrheit nicht. Wir SEHEN das Glück nicht, dass sich direkt vor unseren Augen befindet! Es ist wie ein blinder Fleck auf einem Spiegel. Und manchmal bekommen wir diesen bestimmten Menschen als Spiegel vorgesetzt um genau diese - unsere eigenen blinden Flecken und inneren Schatten – zu erkennen und SEHEN zu können. Um uns so verändern und heilen zu dürfen. Und unser inneres Bild und unsere Bewertungen über diesen Menschen oder auch einer Situation, zu verschieben und wieder gerade rücken zu können. Die Illusion unserer Gedanken sorgt dafür, dass uns immer wieder das fatale Bedürfnis überkommt eine bestimmte Situation „kontrollieren“ zu müssen. So können wir nicht „loslassen“. Und einfach nur darauf vertrauen dass alles gut wird. Denn wir können das Leben, die Liebe und das Glück nicht kontrollieren. Aber wir können lernen all das gelassen zu ‚empfangen’. 

„Verändere DU dich, und die Welt um dich herum wird sich verändern! Denn wenn du nur darauf wartest dass sich etwas verändert, verändert sich niemals etwas!“ © Iris Fischer

Wenn wir in der Denkfalle oder in der Illusion unserer Gedanken festsitzen, machen wir permanent den Fehler und bewerten all unsere Gedanken, Gefühle und unsere Handlungen. Und natürlich bewerten wir auch andere Menschen. Und ganz besonders bewerten wir Situationen die uns unangenehm sind. Und da haben wir auch schon ein Paradoxon. Nicht die Situation an sich ist es, die wir als unangenehm empfinden, sondern es sind einzig und alleine unsere Gedanken und die sich daraus bildenden negativen Gefühle die dafür sorgen dass wir die Situation als solche als negativ bewerten. Es sind falsche Verknüpfungen von Gedanken und Gefühlen die uns so handeln lassen.

Denkfallen sind beispielsweise:

  • das kann ich nicht
  • das schaffe ich nicht
  • das ist eigentlich nichts für mich
  • das ist zu schwierig für mich
  • ich bin zu „blöde“ oder zu „dumm“ das zu schaffen
  • das wird doch sowieso nichts 
  • ich mache ja sowieso alles falsch
  • ich werde niemals erfolgreich sein
  • ALLES läuft immer schief
  • NIE mache ich was richtig
  • Ich MUSS perfekt sein

All diese Sätze sind traurige Überbleibsel aus negativen Glaubenssätzen die wir in der Kindheit erlernt haben. 

Andere Schattenseiten sind beispielsweise eine völlig falsche Wahrnehmung von LIEBE. 

Nichts wird so viel und so oft missbraucht wie das Wort „Liebe“. Unter dem Deckmantel von Liebe wird sich gegenseitig sehr viel Leid, seelische Verletzungen und Enttäuschungen zugefügt. Wir sind darauf konditioniert permanent Erwartungen und Anforderungen zu haben an den Menschen an unserer Seite. Und reagieren alles andere als liebevoll, verständnisvoll, gelassen und geduldig, wenn uns diese Erwartungen und Ansprüche oder auch Wünsche und Sehnsüchte nicht erfüllt werden. Das ist aber keine wirkliche und wahre Liebe. 

Denn echte Liebe ist immer bedingungslos. 

Und auch diese Bedingungslosigkeit in der Liebe wird immer wieder falsch dargestellt und falsch verstanden. 

Bedingungslose Liebe meint NICHT, dass man keine Bedingungen mehr stellen darf an den Menschen an seiner Seite. Sondern – mit bedingungsloser Liebe ist gemeint, dass wir den Menschen an unserer Seite ganz genauso annehmen und akzeptieren wie er oder sie nun einmal ist. Schließlich haben wir diesen Menschen so kennen- und lieben gelernt WEIL dieser Mensch so ist wie er ist. 

Aber viele Menschen machen den fatalen Fehler und fangen irgendwann an, genau diesen Menschen den sie doch vermeintlich so sehr lieben, immer mehr verändern zu wollen. Dieser Mensch wird dann kritisiert, beschimpft, die Bedürfnisse und Gefühle dieses Menschen werden nicht beachtet, es wird auf den Gefühlen des anderen regelrecht herumgetrampelt, dieser Mensch kann einem überhaupt nichts mehr recht machen usw...

Bedingungslose Liebe ist, dass man den Menschen an seiner Seite TROTZDEM liebt und mit ihm zusammen ist. Auch wenn er einem nicht immer alle Wünsche und Bedürfnisse, Erwartungen, Anforderungen und Sehnsüchte die man an diesen Menschen hat, erfüllen kann oder es ganz einfach manchmal auch nicht will. Was ja auch wiederum Gründe und Ursachen hat die man hinterfragen sollte. 

Wir sollten nicht permanent den anderen „runtermachen“ weil er nicht immer so funktioniert wie wir das gerne hätten. Weil er das gar nicht permanent KANN. 

Das hat in erster Linie erst einmal mit UNS SELBST etwas zu tun. Wir verhalten uns dann so, wenn wir vom anderen ERWARTEN dass er uns unsere inneren Defizite und inneren Mängel ausgleicht. Und das funktioniert nicht. Genau aus dem Grunde können auch viele Menschen nicht alleine sein. Weil sie unter einem inneren Mangel leiden. Und aus diesem Mangel heraus fühlen sie sich dann einsam. Ein Mensch der diesen inneren Mangel SELBST ausgleichen kann, wird sich NIEMALS alleine oder einsam fühlen wenn er tatsächlich mit sich alleine ist. Denn wenn man diesen Menschen liebt mit dem man alleine ist – nämlich SICH SELBST – dann kann man sich NICHT einsam fühlen! Dann genügt man sich selbst. Erst dann ist man wirklich in der Lage seinen Partner oder seine Partnerin als ZUSÄTZLICHE Bereicherung im eigenen Leben zu sehen. Weil dieser Mensch einem auf allen Ebenen einfach nur gut tut. Und nicht als Glücksquelle dient, die man dafür verantwortlich macht, dass man sich glücklich fühlt. Dafür ist man erst einmal selbst zuständig. Und niemand anders. Das nennt man dann Eigenverantwortung übernehmen. 

Auch die inneren seelischen Mangelzustände sind Schatten in uns, die es zu finden gilt, um sie wieder auszugleichen. Damit wir ins HABEN und in die FÜLLE und somit ins wahre (Liebes-) GLÜCK kommen. 

Dadurch dass die hochsensiblen Menschen so sind wie sie sind, wird das ganze aber oft erschwert. Weil man erst einmal zu sich selbst finden muss um sich MIT seiner Sensibilität ganz genauso annehmen und akzeptieren zu können wie man ist. Dann erst kann man sich um seine inneren Schatten und „blinden Flecke“ der Seele kümmern. 

Der innere Schatten in uns ist alles was negativ ist. Was uns belastet und stresst. Was uns einfach nicht gut tut. Was sich nicht „stimmig“ und irgendwie „komisch“ anfühlt. 

Auch Angst ist ein immens großer innerer Schatten. Gerade bei hochsensiblen und emotional sensiblen Menschen. 

  • Angst hindert
  • Angst hemmt
  • Angst blockiert
  • Angst lässt vermeiden
  • Angst kontrolliert
  • Angst lässt flüchten und weglaufen

Die inneren Schatten und „blinden Flecke“ sorgen oft dafür dass wir nicht das Leben leben, das wir eigentlich leben wollen. Sondern dass wir „nur“ einen Kompromiss leben. Und dabei aber innerlich kreuzunglücklich und alles andere als wirklich zufrieden sind. 

Auch sorgen diese inneren Schatten dafür dass wir uns nach außen hin verstellen und uns „Masken“ aufsetzen. Um nur ja nicht anzuecken bei anderen Menschen. 

Beispielsweise die Maske der Arroganz, die Maske der „Coolness“, die Maske des „immer fröhlichen und gut gelaunten“, die Maske der Anpassung und des Verbiegens...

Auch ein permanentes „zu viel“ an Make Up, ein Bart oder eine Sonnenbrille kann eine Maske des Selbstschutzes für uns sein. Dahinter kann man sein wahres ICH, seine Ängste und Unsicherheiten sehr gut verstecken. 

Kennen Sie die Geschichte von den Clowns, die eigentlich sehr, sehr traurige Menschen sind und nur andere mit ihrem Clown-Sein erfreuen um ihre eigenen Unzulänglichkeiten zu überdecken und zu kompensieren? Das ist nicht so ganz aus der Luft gegriffen...

Auch das Gefühl im Schatten eines anderen Menschen zu stehen – also nicht gut genug bzw. nicht so gut wie der andere zu sein - gehört in diese Themen-Rubrik. 

Manchmal ist der Schatten größer oder kleiner als wir selbst. Manchmal haben wir das Gefühl der eigene Schatten verschluckt uns regelrecht. Weil er so dominant und riesig ist. Oder er ist so klein und kümmerlich, dass wir ihn kaum mit bloßem Auge wahrnehmen. Manchmal ist der eigene Schatten ganz klar und deutlich zu erkennen und ein anderes Mal sehr verschwommen und diffus. Manchmal macht uns unser Schatten Angst, weil wir uns von ihm verfolgt fühlen. Er wirkt dann dunkel und bedrohlich auf uns. Wie ein schwarzes, riesiges Wolkengebirge dass sich hoch über uns auftürmt und ein Unwetter ankündigt. Manchmal suhlen wir uns auch regelrecht in unseren Schatten. Machen damit aber eigentlich alles immer noch schlimmer. Manchmal ist unser Schatten auch von uns abgetrennt und wir müssen ihn wieder zusammenflicken und in uns integrieren. Manchmal macht es aber auch richtig Spass mit unserem Schatten zu spielen. Und wir amüsieren uns königlich. Weil wir uns wieder Kraft und Energie daraus holen. Dass alles kann man sowohl auf den äußeren, als auch auf den inneren Schatten beziehen. 

Allerdings ist Schattenarbeit an sich nicht immer wirklich leicht.

Innere Schatten und „blinde Flecke“ gibt es unendlich viele. Und sie sind bei jedem Menschen wieder anders. Obwohl viele Dinge parallel bei sehr vielen Menschen vorkommen. Trotzdem sind die Menschen und ihre jeweiligen Schicksale immer individuell zu sehen. 

Wenn es beispielsweise darum geht die blockierte Energie in sich wieder freizusetzen, alte Muster, Verstrickungen und Konditionierungen zu erkennen, zu lösen und zu heilen, muss man schon gewillt sein sich selber zu verändern. Sonst funktioniert das nicht. Wenn man darauf wartet dass der andere anfängt sich zu ändern, wird gar nichts passieren. Und alles bleibt beim alten. Manchmal muss man sich einfach überwinden und den Anfang machen. Dann ziehen automatisch auch andere Menschen mit. In der Beziehung und Partnerschaft beispielsweise. Oder in der Familie. Verändert sich einer, verändern sich die anderen ebenfalls automatisch. Nur muss einer gezielt diesen Veränderungsprozess in Gang setzen. Und meistens ist das die Aufgabe der Frau. Gerade wenn es um die Rollenverschiebung des männlichen und weiblichen Verhaltens an sich geht. 

Wichtig ist in jedem Falle dass man seine eigenen inneren Schatten und „blinden Flecke“ erkennt. Und in sein SELBST integriert. Anstatt gegen die abgespaltenen seelischen Anteile permanent anzukämpfen. Oder sie zu übergehen und zu ignorieren. In der Hoffnung dass die Zeit die Wunden schon heilen wird. Zeit alleine heilt die Wunden nicht. Wenn man darauf wartet, setzt man sich einer ganz gewaltigen Selbst-Täuschung aus. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu. Wenn man gewisse Dinge nicht weiß, kann man auch nicht daran arbeiten. Und dann hilft auch die Zeit nicht dabei, diese Schatten in sich aufzulösen. Sie werden dann nur verdrängt. 

Manchmal sind die inneren Schatten allerdings notwendig um sich selber ins richtige Licht rücken zu können. Und um zu sich zu finden. MIT seiner Sensibilität. Und IN seiner ur-weiblichen und ur-männlichen Rolle.

Erst wenn man all seine inneren Schatten und „blinden Flecke“ aufgespürt hat, kann man wirklich bei sich selbst ankommen. Und in sich ruhen. Dann genügt man sich selbst. Und macht nicht mehr andere für das eigene Glück verantwortlich. Dann befindet man sich IN Liebe. Man ist IN Liebe zu sich selbst, IN Liebe zu dem Menschen an seiner Seite und IN Liebe mit allem. Man IST Liebe. Dieses wundervolle und einmalige Gefühl muss man selber spüren. Das kann man nicht erklären. Man muss es einfach FÜHLEN. 

Und so wie der äußere Schatten zu einem gehört, sind die inneren Schatten mit dem eigenen Selbst verbunden. Man muss diese inneren Schatten nur wieder in seine Seele und in sein Herz integrieren. 

Wenn man die inneren Schatten geheilt und all seine „blinden Flecke“ aufgedeckt hat, findet man auch ins wahrhaftige Glück. Und in die wahrhaftige und bedingungslose Liebe. Die Energie kann wieder frei fließen. 

Die inneren Schatten sind dann zwar teilweise irgendwo noch vorhanden, aber sie stören und belasten einen nicht mehr.

                                                                 © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Ein weiterer Mythos von Dualseelen


Dualseelen - Kopfmensch & Herzmensch

Allgemein wird meist angenommen, dass grundsätzlich nur der Kopfmensch in der Dualseelenverbindung es wäre, der immer wieder vor diesen tiefen Gefühlen flieht. Und in den Rückzug geht. Und eine feste Bindung zwischen beiden Dualseelen dadurch erst einmal nicht möglich ist. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Dem ist tatsächlich NICHT so! Hier flattern sehr viele falsche Informationen und Halbwissen durch die Gegend.

Die Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus!

Tatsache ist, dass sehr oft die Herzensmenschen es sind, die diese intensiven Gefühle nicht aushalten. Und vor ihnen flüchten. Sie sind es ganz genauso, die immer wieder in den Rückzug gehen. Die diese Verbindung mit ihren massiven Ängsten vor (zuviel) Nähe blockieren und sich von ihrem männlichen Dual distanzieren.

Die Herzensmenschen sind es oft, die sich gegen diese Liebe wehren. Die den Kontakt zu ihrem über alles geliebten Dual abbrechen. Die mit diesem ganzen Prozess total überfordert sind. Und nichts damit zu tun haben wollen. Einfach weil es zuviel Energie und Kraft kostet. Oder die – wenn sie hochsensibel sind - aufgrund ihrer intensiven Gefühle nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.

Die Herzensmenschen sind es ganz genauso, die sich nicht auf diese intensive Nähe einlassen können. Weil sie ebenfalls eine gewaltige Angst in sich tragen sich in diesen tiefen Gefühlen zu verlieren. Vielleicht auch, sich selbst zu verlieren. Viele sensible Menschen sind es überhaupt nicht gewöhnt, sich vertrauensvoll einfach fallen zu lassen. Sich hinzugeben. Diese tiefe Liebe einfach nur zu genießen. Sich einfach im Fluss dieser einzigartigen Gefühle treiben zu lassen.

Gerade viele Herzensmenschen sind es, die die emotionalen Schmerzen nicht aushalten, die durch ihr Dual aus den tiefsten Tiefen ihres Herzens und ihrer Seele geholt werden und denken dass ihr Dual die „Schuld“ an diesen emotionalen Schmerzen trägt. Sie sehen nicht, dass ihre Dualseele sie lediglich spiegelt. Und lediglich der Auslöser für dieses gravierende emotionale Leid ist. Aber niemals die Ursache an sich! Die Ursache liegt dabei IMMER in der eigenen Vergangenheit.

Dem Kopfmenschen bleibt ja gar nichts anderes übrig als sich zurückzunehmen und zurückzuziehen, wenn er deutlich spürt und wahrnimmt, dass sein Herzensmensch ja überhaupt noch nicht bereit für diese tiefe, intensive Seelenverbindung ist. Da er oft emotional und seelisch sehr viel stärker ist als angenommen. Obwohl ihm oft unterstellt wird dass er als Kopfmensch innerlich „schwach“ sei, weil er sich ja auf diese wundervolle Liebe nicht einlassen will. Weil er sich angeblich ja nicht in seinem Herzen befindet. Und dass er mit seiner Entwicklung weit hinter seinem Herzensmenschen zurückliegen würde. Was ein weiterer fataler Irrtum ist!

Und dann wird fälschlicherweise angenommen, dass ja der Kopfmensch die „Schuld“ an allem trägt. Und sich nicht auf eine ernsthafte Bindung mit seinem Herzensmenschen einlassen will. Oder es angeblich nicht kann.

Und wie er das kann! Er ist nur gezwungen sich zu schützen.

Da er sehr genau spürt dass er all den Erwartungen seines Herzensmenschen nicht gerecht werden kann. Der sehr genau wahrnimmt – da hochsensible und emotional sensible männliche Duale äußerst empathisch sind – wie sehr ihr Herzensmensch in seinen Ängsten verstrickt ist. Und da er ja von Anfang an bereits bedingungslos liebt, bleibt ihm überhaupt nichts anderes übrig als sich immer wieder zurückzuziehen. Und er tut dies vollkommen klaglos. Ohne ein einziges Wort. Obwohl er sehr wohl darunter leidet, wenn er spürt wie sein Herzensmensch sich von ihm immer wieder distanziert. Wenn das auch nicht immer räumlich ist, sondern einfach oft nur gedanklich und emotional. Was sich ja grundsätzlich trotzdem immer im Verhalten zum Dual auswirkt.

Da beide Dualseelen ja untrennbar miteinander verbunden sind, spürt er doch alles was seinen Herzensmenschen betrifft. Wenn er vielleicht auch nicht immer definieren kann was genau er da spürt. Da sehr viele männliche Duale gar nichts von der Seelenpartner- bzw. Dualseelenthematik wissen.

Trotzdem spüren sie natürlich sehr genau die Besonderheit und unglaubliche Tiefe dieser Seelenbeziehung. Die Kopfmenschen wissen sehr genau, dass sie sich in einer außergewöhnlichen Verbindung befinden. Auch wenn ihnen meist nicht bewusst ist, dass es sich um ihre Dualseele handelt.

Männer brauchen ja grundsätzlich immer länger, bis ihnen klar ist, dass es sich hier tatsächlich um ihr perfekt passendes Gegenstück handelt. Während Frauen ziemlich schnell wissen dass sie auf ihren perfekt zu ihnen passenden Partner getroffen sind. Männer wehren sich ja nur allzugerne gegen diesen Fakt. Und sind erst einmal nicht bereit, sich für eine feste Bindung „einfangen“ zu lassen. Weil sie fürchten ihre (emotionale) Freiheit zu verlieren, wenn sie sich auf eine solch tiefe Bindung ernsthaft einlassen. Männer haben oft Angst, in einer festen Partnerschaft ihr ureigenes Selbst zu verlieren. Sich abhängig zu machen. In ihrem natürlichen 'Mann sein' kastriert zu werden. Weil es in ihrer Vergangenheit ja ganz genauso war. Und sie bereits emotional abhängig waren.

Wenn man ganz bewusst sehr genau hinsieht, erkennt man ganz schnell, dass man sich aus dieser einzigartigen Seelenverbindung gar nicht mehr herauslösen kann. Weil das auch gar nicht vorgesehen ist. Denn sonst würden zusammengehörende Duale sich nicht finden. Man muss nur den Sinn dahinter ganz genau verstehen. Und sich wie bereits erwähnt vertrauensvoll auf diesen gesamten Prozess einlassen. Selbst wenn es mehrere Jahre dauert, bis man in die Erfüllung und eine feste Bindung kommt.

Die Belohnung ist doch das beste was einem im Leben passieren kann:

Bedingungslose Liebe, emotionale Freiheit und der perfekt passende Partner / die perfekt passende Partnerin.

Warum wehren sich so viele Menschen gegen dieses einzigartige, außergewöhnliche Glück? Warum kämpfen sie dagegen an? Warum stossen sie genau den Menschen weg, der doch ihr größtes Glück bedeutet? Obwohl sie sich genau das oft über viele Jahre lang sehnsüchtig wünschen? Warum blockieren sie diese mehr als wundervolle Seelenbegegnung? Warum wollen so viele Menschen mit diesem unermesslich wertvollen Geschenk vom Leben nichts zu tun haben?

Weil sie Angst haben. Und die Situation nicht kontrollieren können.

Selbst die Kopfmenschen spüren überdeutlich, dass sie die Kontrolle über ihren Herzensmenschen nicht halten können. Und das löst in ihnen noch viel mehr Verlustangst aus. Da sie ja spüren, wie instabil ihr Herzensmensch lange Zeit in seinem Verhalten ist. Noch dazu weigern viele Herzensmenschen sich, diese innige Verbundenheit zuzulassen. Ihr Dual wirklich zuzulassen. Die wahrhaftige Liebe zuzulassen. Bedingungslosigkeit zu lernen. Weil sie ihnen unheimlich ist. Weil das eine vollkommen andere Art der Liebe und eine völlig andere Art der Bindung ist. Was ich aber in meinem Artikel „Bedingungslose Liebe – warum es so schwer ist, sich darauf einzulassen“ bereits erklärt habe.

Die meisten Menschen sehen oder erkennen nicht das „EinsSein“ mit ihrem Dual. Sie sehen sich weiterhin immer als „getrennt“ voneinander an. Ja, sie nehmen sogar ihre Seele als getrennt von sich wahr. Obwohl unsere Seele nicht getrennt von uns existiert. Wir SIND unsere Seele! Wir SIND unser Bewusstsein, wir SIND aber auch unser Unbewusstes. Und solange wir uns durch unseren Verstand als getrennt von unserer Seele wahrnehmen, können wir das „EinsSein“ mit unserem Seelenpartner und Dual auch nicht in unserem Herzen fühlen.

Sie wollen nicht die seelische Verschmelzung und Verbundenheit. Weil das viel zu intim und emotional „gefährlich“ für sie ist. Genau das ist aber wahre Intimität. Echte Innigkeit. Pures und grenzenloses Vertrauen. Absolute Hingabe an die Liebe und an diesen einen zutiefst geliebten Menschen. 

Echte zusammengehörende Dualseelen lassen es überhaupt nicht zu, dass einer von beiden irgendwann sein eigenes Selbst verlieren könnte. Sie würden das ganze sofort extrem spiegeln. Und genau dadurch verhindern, dass man sich aus seiner ureigenen Mitte wieder heraus bewegt.

Wenn zusammengehörende Dualseelen sich ansehen, sehen sie immer nur SICH selbst. Wenn sich beide Duale tief in die Augen blicken, sehen sie immer in ihr Spiegelbild. Es ist als würde man mit sich selber eine Beziehung führen. Genauso fühlt sich das an. Wenn zusammengehörende Dualseelen sich berühren, ist das die innigste Intimität die es gibt. Intimer und inniger geht es nicht. Und genau all dieses ist es, was in vielen Menschen so enorme Angst auslöst. Weil sie sich durch ihr Dual selbst spüren können. Vielleicht das erste Mal in ihrem Leben überhaupt wirklich selbst spüren können. Wenn man nebeneinander liegt oder sitzt oder nebeneinander her läuft, zieht es einen wie magnetisch immer ganz nah zum anderen hin. Man will sich immer gegenseitig berühren. Man fühlt sich wie „Eins“ – obwohl man natürlich körperlich gesehen zu zweit ist. Man sucht automatisch immer die Nähe des anderen. Man fühlt sich absolut zuhause mit seinem Dual. Man fühlt sich absolut sicher und geborgen. So wie mit keinem anderen Menschen auf dieser Erde. Mit jeder Begegnung wächst man mehr zusammen und fühlt sich noch mehr miteinander verbunden.

Mit jeder Begegnung werden immer weitere – und wenn sie noch so winzig sind – alte emotionale und seelische Wunden hervorgeholt und oft innerhalb von Minuten geheilt. Das ist erstaunlich und mit dem Verstand wirklich nicht erklärbar, aber tatsächlicher Fakt. Ich weiß das aus eigenem Erleben. Und je mehr man innerlich geheilt ist, desto öfter werden beide Duale wieder zusammengeführt. Und desto intensiver und inniger werden die Begegnungen. Weil beide Herzen sich nun vorbehaltslos füreinander öffnen können.

Kein Mensch auf der ganzen Welt ist in der Lage, innerhalb von wenigen Minuten eine uralte und tief sitzende seelische Verletzung eines anderen Menschen zu heilen. Diese unbeschreibliche Fähigkeit besitzt nur unsere wahrhaft echte Dualseele.

Warum also wehrt man sich gegen all dieses unbeschreibliche und wundervolle? Warum zieht einmal der Kopfmensch sich zurück und dann macht wieder der Herzensmensch einen Rückzieher wenn es ihm zu eng wird? Weil beide im Netz aus Kontrolle und Angst gefangen sind. Aus dem es sich bewusst herauszulösen gilt...

                                                          © Iris Fischer – sensible-seele.net      


Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.